"Predescribing" : Medikamente bis zum Lebensende?

19.05.17 10:53 #1
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„Ärzte sollten in Erwägung ziehen, Medikamente abzusetzen, die zwar effektiv und in anderen Fällen angemessen sein können, aber deren möglichen Nachteile gegenüber den Vorteilen überwiegen, die Patienten einschätzungsgemäß vor dem Tod erwarten können.“

Das sagen die Autoren einer neuen Studie mit mehr als 500.000 älteren Erwachsenen, die herausfand, dass der Anteil der Personen, die ≥ 10 verschiedene Medikamente erhielten, im Laufe des letzten Lebensjahres von 30,3 % auf 47,2 % anstieg. Analgetika, Antithrombotika, Diuretika, Psycholeptika und β-Blocker waren die fünf am häufigsten angewendeten Medikamentenklassen. Mehr als ein Fünftel erhielt Angiotensin-Konversionsenzym-Hemmer und 15,8 % erhielten Statine in ihrem letzten Lebensmonat.

In einem Beitrag im American Journal of Medicine sagten die Autoren, Polypharmazie werfe ethische Fragen über die mögliche Nutzlosigkeit von Behandlungen kurz vor dem Tod auf. „Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen erhalten oft Medikamente, deren Nutzen innerhalb ihrer verbleibenden Lebensspanne wahrscheinlich nicht zu erreichen ist“, sagten sie.
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https://www.univadis.de/viewarticle/...4958&utm_term=

Wenn man bei manchen Menschen sieht, wieviel Medikamente sie wirklich schlucken, wobei der eine Arzt oft vom anderen nicht weiß, was der verschreibt, dann kann es einem richtig schlecht werden. Da wäre es schon sehr nützlich, einmal mit dem "Hauptarzt" zu sprechen und auszusortieren, welche Medikamente wirklich inzwischen keinen Sinn mehr haben.

http://www.br.de/radio/bayern2/wisse...tient-100.html
http://cme.medlearning.de/medlearnin...ez/pdf/cme.pdf

Grüsse,
Oregano

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Geändert von Oregano (19.05.17 um 19:09 Uhr)

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Im Alter verändern sich die Stoffwechselaktivitäten: Arzneimittel werden schneller aufgenommen, die Konzentration vor allem direkt nach der Einnahme ist höher als bei jungen Menschen. Ein Grund mehr, möglichst nicht viele Medikamente einzunehmen und auch bei der Dosierung aufzupassen.

Darauf geht auch dieser Artikel und die gesamte Seite ein:

Medikamente im Alter

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