Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim

18.01.16 18:48 #1
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konfus
Hallo,

ich würde das gerne mal zur Diskussion stellen, denn ich beschäftige mich mit dem was kommen kann und vielleicht nicht mal mehr lange weg ist.

Gerade aus diesem Grund war ich auch in einer Senioren Residenz in Thailand, gut , Thailand hatte noch einen anderen Grund, einer davon war dass ich dort keine Schmerzen habe, aber das ging gründlich schief.

Nun habe ich mich zur Besichtigung einer altengerechten betreuten Wohnung angemeldet und mich dann gleich mal erkundigt, wie es denn wäre, wenn ich mich nicht mehr versorgen kann bzw. selber kochen. Dort (Kleinstadt in Bayern, bin ich geboren) ist der betreuten Wohnanlage ein Altenheim angegliedert mit Großküche, da kann man dann auch sein Essen bestellen, oder halt wie fast überall üblich, Essen auf Rädern. Die Auskunft war wie überall, nein, extra Essen gibt es nicht, dachte ich mir schon, denn das ist die allgemeine Auskunft die man in Krankenhäusern und Rehas auch bekommt. Aber ein paar Wochen kann man mit Daosin und nicht alles essen überbrücken, aber nicht jahrelang.

Jetzt frage ich mich, was ist, wenn der Ernstfall eintritt?? Wer hier aus dem Forum auch etwas älter ist und auch an einer welcher auch immer Nahrungsmittelintoleranz leidet, hat sich darüber schon mal Gedanken gemacht?? Mit einer normalen Ernährung würde ich dahin vegetieren, es ist nicht möglich.

Ich bin inzwischen zum Entschluss gekommen, zu Hause bleiben, wie auch immer, LM können ins Haus geliefert werden bei uns, das andere...keine Ahnung.

Gruß
Konfus


AW: Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim

Oregano ist gerade online
Beiträge: 60.509
Seit: 10.01.04
Hallo konfus,

das ist wirklich eine schwierige Angelegenheit.

Was ich mir vorstellen könnte: wenn es möglich ist, das Essen auszuklammern aus dem GEsamtpreis, dann könnte man sich jemand in der Kleinstadt suchen, der extra für einem kocht. Wenn man das gut erklärt, müßte das möglich sein.

Meine Mutter war in einem Seniorenheim, wo es immerhin eine gewisse AUswahl gab bei Essensangeboten, die sie so gar nicht mochte.

Grüsse,
Oregano
__________________
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Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim
konfus
Themenstarter
Hallo Oregano,

ich weiss, dass es schwierig ist und noch bin ich nicht in der Situation, dass ich Hilfe brauche, aber es kann kommen. Und meine häufigen Krankenhausaufenthalte mit genau diesen Ernährungsproblemen, haben mich aufmerksam gemacht. Wobei man ein paar Wochen mittels Daosin hinbekommen kann, aber eben nicht Jahre. Und die Auswahl mögen einige Häuser haben, ersetzt aber leider keine histaminarme Diät, denn da geht es ja um vieles, von Gewürzen angefangen, denn wenn es nur den in Bayern so heissgeliebten Schweinebraten gäbe, müsst ich hungrig bleiben, denn der geht gar nicht, habe ich auch vor der HIT nicht gegessen.

Ich las, dass es hier über Leben im Alter mehr oder noch einen Thread gibt, aber da geht es um Wohnformen, das ist vielleicht mehr ein Thema wenn man noch zu zweit ist und man einen sehr guten finanziellen Hintergrund hat. Ich lebe alleine und habe auch kein Haus das ich dann verkaufen kann und mir die Hilfe, inkl. Dätköchin leisten kann. Ich bin eine der vielen alleinstehenden Rentnerinnen, die zwar diesbezüglich gut da stehen, aber das ist auch alles.


Diesen Schritt werde ich natürlich so lange wie möglich hinausziehen, vielleicht auch nie machen und erst die ambulanten Möglichkeiten, Hilfe vom Pflegedienst und Putzfrau ausschöpfen.

Ich dachte mir, es wäre schön und hilfreich, wenn sich Foristen melden würden, die darüber etwas wissen, in Deutschland, wird aber im gesamten deutsch sprechendem Raum nicht anders sein. Ein Austausch, Tips, das wäre es.


LG
Konfus

Geändert von konfus (19.01.16 um 13:29 Uhr)

Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim

Wildaster ist offline
Beiträge: 5.248
Seit: 18.03.12
Liebe Konfus,
auch ich habe die gleichen Ängste und schiebe gern dieses Thema weit weg,aber es gelingt nicht immer.
Aus Erfahrung habe ich wenig Hoffnung was die Ernährung betrifft,denn fast jede Einrichtung hat eine Großküche.
Wie Oregano schreibt,wird Wahlessen angeboten und es schmeckt sogar,aber für Hit überhaupt nicht geeignet.
Die Ernährung auszuklammern und es sich von einer anderen Küche kommen zu lassen,das ist ein großes organisatorisches Problem und mit größeren Kosten verbunden.
Ich weiß aber auch,dass man mit Hilfe der Pfleger beim Frühstück und Abendbrot einiges absprechen kann und auch mit eigenen Lebensmitteln ergänzen könnte.
So habe ich es bei meinen Eltern getan und für andere Bewohner wurde nach ihren Wünschen eingekauft.
Mein jüngster Sohn,der viele Kilometer von mir entfernt wohnt und mich nicht oft besuchen kann hatte die Idee,dass ich alles Wichtige rund um meine Gesundheit aufschreibe und immer wieder ergänze.
So habe ich eine Mappe mit meiner Patientenverfügung und viele Notizen rund um mich,was meine Ernährung betrifft usw.und etwas zum Lachen -immer Strümpfe auch in der Nacht.

Ich wünsche uns noch sehr lange ein selbständiges Leben oder einen tollen Pflegedienst in unseren vier Wänden,liebe Konfus.

Liebe Grüße Von Wildaster
__________________
Wir haben Fröhlichkeit nötig und Glück,Hoffnung und Liebe.( Vincent van Gogh)

Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim
konfus
Themenstarter
Hallo Wildaster,

ich wollte und will auch noch nicht darüber nachdenken, aber die Wahrheit ist halt auch, dass man mit einer Nahrungsmittelintoleranz wie HIT schlechte Karten hat. Wahlmenüs sind keine Alternative, ich kenne das vom Krankenhaus, da habe ich nur wässriges Gemüse und ebensolche Kartoffeln gegessen, immer nur auf Beilagen auszuweichen ist nicht möglich.
Großküchen hätten die Möglichkeit schon, denn man muss ja die normalen Menüs nur etwas abändern, statt aufgetauten Fisch in der Pfanne, den gefrorenen braten und auch mit den Gewürzen, aber das setzt den Willen voraus und das Wissen, dass man mit HIt nicht normal essen kann und was mich tierisch nervt von Leuten die nichtmal wissen wie schwerwiegend eine HIT ist, zu hören, Sonderwünsche gibt es nicht, es sind keine Sonderwünsche sondern was lebenswichtiges.

Aber die Patientenverfügung erweitern ist eine Möglichkeit, z. B. die unverträglichen Medis und Nahrungsmitte mit in die Unterlagen und dann jederzeit griffbereit zu haben, wenn es dann mal sein muss, dass man nicht mehr selbst entscheiden kann und man ins Krankenhaus muss.Und Deine Socken sind nicht lächerlich, ich habe immer doppelte Schichten getragen und auch Socken, nichts schlimmer wie frieren im Bett und noch kränker werden.

Ja, hoffen wir, dass der Fall nie eintritt und wir noch lange gesund, besser bis zum ende, leben.

Gruß
Konfus

Geändert von konfus (20.01.16 um 14:01 Uhr)

AW: Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim
konfus
Themenstarter
Hallo,

ich habe mich unverdrossen weiter erkundigt in verschiedenen Einrichtungen, Ergebniss ist negativ.

Auch wenn eine Großküche vorhanden ist, "Extrawünsche" gibt es nicht, wurde mir gesagt. Aber bei einer Hit ist die histaminarme Diät lebenswichtig, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es mir geht, sollte ich hilflos werden und in eine Einrichtung gehen muss. Dazu kommt, dass in betreuten Wohnungen oft nur eine Kochgelegenheit ist, das nützt jemand mit Hit gar nichts, denn ich muss sehr oft 2 mal am Tag kochen und nicht nur mal eben eine Kleinigkeit womöglich wärmen, dazu braucht man eine richtige Küche.

In den meisten Häusern wird Essen geliefert, selbst wenn 5 Menüs zur Auswahl stehen, wie ich gestern erfuhr, das geht nicht und man kann nicht jahrelang von Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis leben und evtl. noch irgendein tiefgefrorenes Gemüse.

Viellicht liest mal da jemand von irgendeiner Einrichtung mit, sei es ein Altersheim oder betreutes Wohnen und macht sich darüber mal Gedanken. Oder sind alte Menschen mit Nahrungsmittelintoleranzen unerwünscht???Macht mehr Arbeit, verursacht höhere Kosten und evtl. Personal, würde vermutlich den Gewinn schmälern.

Gruß
Konfus

Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim

Rauke ist offline
Beiträge: 730
Seit: 17.11.12
Zitat von konfus Beitrag anzeigen
....Viellicht liest mal da jemand von irgendeiner Einrichtung mit, sei es ein Altersheim oder betreutes Wohnen und macht sich darüber mal Gedanken. Oder sind alte Menschen mit Nahrungsmittelintoleranzen unerwünscht???Macht mehr Arbeit, verursacht höhere Kosten und evtl. Personal, würde vermutlich den Gewinn schmälern.
Der Meinung bin ich auch.

Das gleiche Problem gibt es auch in Krankenhäusern und Rehakliniken und auch in Bezug auf andere Intoleranzen.

MCS-Patienten bekommen mit Fast-Food und Chemie im Essen Gesundheitsprobleme. Meist kommt das noch fertig von Lieferanten und anschließend in die Mikrowelle.

Da nützt es nichts, wenn es solche Menüs in 5-facher Auswahl gibt.

Es ist doch nicht so, dass man so besonders anspruchsvoll ist, sondern eher einfache, ehrliche Kost braucht, die vielleicht noch ein paar Vitamine enthält.
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Viele Grüße, Rauke

Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim
konfus
Themenstarter
Hallo Rauke,

in großen Krankenhäusern gibt es die Sonderkost, man muss nur darauf pochen und sich nicht von Schwestern abwimmeln lassen, die Erfahrung habe ich gemacht. Es ist allerdings schon so, dass die mit dem was sie haben die Sonderkost gestalten müssen, das ist auf alle Fälle verträglich gewesen, aber nicht sonderlich abwechslungsreich, aber das sind nur ein paar Wochen, das übersteht man.

Genauso musste ich auch in einer Rehaklinik darum kämpfen, die Diätberaterin wollte einfach nicht, bis ich drohte abzureisen und die Kasse zu benachrichtigen, ich hatte tagelang Hunger, die verwies mich immer aufs Büfett, da konnte ich aber nichts finden.

Es ist tragisch und irgendwie will keiner der Verantwortlichen wahrnehmen, dass es sowas gibt und wir keine andere Wahl haben, als diese schreckliche Diät einzuhalten.

Gruß
Konfus

Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim

Rauke ist offline
Beiträge: 730
Seit: 17.11.12
Hallo Konfus,

Zitat von konfus Beitrag anzeigen
Es ist tragisch und irgendwie will keiner der Verantwortlichen wahrnehmen, dass es sowas gibt und wir keine andere Wahl haben, als diese schreckliche Diät einzuhalten.
Dabei nehmen die Unverträglichkeiten in der Bevölkerung immer mehr zu.

Wünsche Dir alles Gute!
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Viele Grüße, Rauke

AW: Histaminintoleranz und Betreutes Wohnen-Altenheim

philia ist offline
Beiträge: 258
Seit: 14.03.11
Wer MCS, einen Diabetes mellitus und eine Unmenge von Nahrungsmittelintoleranzen hat, die es eigentlich völlig verbieten, irgendwas Vorgefertigtes oder Standardessen zu akzeptieren, kann ernährungsbedingt keine Kompromisse machen, will er nicht anaphylaktische Komaschocks oder Schlimmeres erleiden. Man ist generell sehr abgeneigt, darauf Rücksicht zu nehmen.

Mit MCS käme zusätzlich weder anderswo wohnen noch Betreutes Wohnen in Frage, da Einrichtung und Mobiliar in den allermeisten Fällen völlig unverträglich ist. Einträge chemischer Schadstoffe anderer Menschen, die ihre Pflegeprodukte benutzen, können monatelange 100% Pflegebedürftigkeit hervorrufen usw. usf. - Auf all das wird in keiner Einrichtung für Ältere Rücksicht genommen. Als Alleinstehende ist man da nur im eigenen geschützten Raum auf der sicheren Seite.


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