Alter, Sinn des Lebens die Erfahrung für Spiritualität und Glaube

12.11.13 16:49 #1
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hanneswaltraud ist offline
Beiträge: 12
Seit: 19.06.11
Grüß Gott liebe junggebliebene, ältere Mitmenschen!

Ich darf mich kurz vorstellen, mein Name ist Johannes Lintner, ich bin 73 Jahre jung, Buchautor und war in meinem Berufsleben Bauingenieur und Baustellenleiter. Ich bin seit 36 Jahren das 2. Mal mit meiner Lieben Frau Waltraud verheiratet und habe aus beiden Ehen 10 Kinder und 16 Enkelkinder. Ich bin aktiv tätig in der Altkatholischen Kirchengemeinde Ried i.I., Oberösterreich und betreue die Öffentlichkeitsarbeit Meine Glaubenseinstellung ist christlich und buddhistisch, gemeinsam in wunderbarer Ergänzung. Mein Meister ist Jesus von Nazareth und meine Maxime sind, unter Beachtung des Buddhistischen Universalgesetzes von URSACHE und WIRKUNG, 1. Liebe Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all Deinen Gedanken, 2. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Nun aber zu meinem Thema.

Unser Älter werden ist in Wirklichkeit eine ganz wunderbare Einrichtung der Natur. Unsere Zukunftsgedanken wenden sich mehr und mehr vom Erwerb hin zum seelischen Lebensabend. Niemals vorher war uns so intensiv bewusst, dass die Zeit kommen wird, unseren Körper abzulegen und ohne ihn, künftig auf dieser Erde weiterzuleben, lediglich in einer anderen Dimension weiterzuleben. User Körper, welcher uns redlich gedient hat, zeigt nun mit der Zeit immer deutlicher werdende Ausfallserscheinungen an. Wir werden Zusehens von Schmerzen und körperlichen Unpässlichkeiten heimgesucht.

Was ist denn nun das Wunderbare daran?

Es besteht wohl darin, dass wir unser Bewusstsein stärker auf unsere Seele, auf unser unsterbliches "Wahres Ich" richten. Wir erkennen, dass unser Körper einem natürlichen Verfallsprozess unterworden ist, jedoch mit unserem Astralkörper (Seele) dauerhaft nichts gemein hat. Wir erfahren nun, dass unsere wahre Existenz unsterblich ist. Unser Erdenaufenthalt lediglich ein Glied in der langen Evolutionskette darstellt; ein immer wieder kehrender Lernprozess. Schon diese Erkenntnis sagt uns in wunderbarer Weise, dass wir keinerlei Existenz-(Todes)-ängste mehr haben müssen. Durch unsere wahre Bewusstseins-Erkennung finden wir den Weg zum "Himmelreich"! Bitte Himmelreich nicht mit dem göttlichen Himmel verwechseln! Der Himmel wäre vergleichbar mit dem Aufenthaltsort Gottes; das Himmelreich ist jedoch keine Örtlichkeit, vielmehr ist es ein ganz wunderbarer Bewusstseinszustand. Jesus hat dieses Vorhandensein mehrmals angesprochen. Wir brauchen nur mehr hinein gehen - uns nur mehr in diesen herrlichen Bewusstseinszustand zu versetzen. Das ist nun das Wunderbare am bewussten älter bzw. alt werden.

Wie erlangen wir dieses herrlichen Bewusstseinszustand "Himmelreich"?

Das ist ganz einfach. Wir verlieben uns regelrecht in Gott (was mit kirchlichen Glaubenslehren überhaupt nichts zu tun hat). Wir lieben die gesamte Schöpfung, Universum, Natur, Pflanzen, Tiere und Menschen, so wie wir uns selbst lieben. Wir machen uns einfach Bewusst, dass die LIEBE die größte Energie im Universum ist. Nichts kann ohne Liebe existieren! Das wichtigste Grundprinzip des alleinigen göttlichen Gesetzes "URSACHE und WIRKUNG". Dieses Gesetz wurde bei der Erschaffung der gesamten Universen durch Gott mit eingebaut. So gesehen bestraft oder belohnt Gott nicht direkt. Wir selbst sind es, welche uns durch dieses unumstößliche und gerechte Gesetz von Ursache und Wirkung bestrafen oder auch belohnen. Gutes und positives Handeln und Denken erzeugt POSITIVES Karma. Böses und negatives Handeln und denken erzeugt demnach NEGATIVES Karma. Auch "NICHTSTUN" wäre ein grober Verstoß gegen die gottgewollte und von IHM erschaffene Evolution, als eindeutig NEGATIV. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass Gedanken große Energiepotentiale sind, teilweise noch stärker als Taten!
Nun mit diesem Wissen ausgestattet fällt es uns nicht mehr schwer in den Zustand des "Himmelreiches" einzutreten. Die LIEBE ist unser Schlüssel!

Welche Erfahrungen mache ich in diesem Zustand "Himmelreich"?

Obgleich diese wunderbaren Erfahrungen verschieden sein können, haben sie jedoch eines gemeinsam, sie versetzen uns in einen wohligen göttlichen Zustand ohne Ängste und Pein. Dieser Zustand, verändert unser Bewusstsein völlig. Wir erfahren hier was Glückseligkeit bedeutet und gibt uns neuerliche Kraft und Energie, was wir Älteren immer brauchen können. Der körperliche Tod verliert seine Schrecken völlig.
Einfach eine wunderbare Erfahrung beim Älter werden.

Ich wünsche Ihnen vom Herzen alles Gute und viel Erfolg bei der der geistigen Lebensenergie zum älter werden.
Hannes


Geändert von ory (12.11.13 um 22:03 Uhr) Grund: Werbung

Alter, Sinn des Lebens die Erfahrung für Spiritualität und Glaub

Rota ist offline
Beiträge: 2.544
Seit: 22.07.08
[QUOTE=hanneswaltraud;965238]Grüß Gott liebe junggebliebene, ältere Mitmenschen!

Hallo,

Dein Eintrag ist in der Reihe Themen ohne Antwort liegen geblieben.
Das tut mir leid.
Jedoch möchte ich Dir meine Gedanken mitteilen, warum ich nicht auf Dein Posting geantwortet habe.
Für den ersten Eintrag ist mir Dein Text zu schwer gewesen.
Dann haben sich hier schon mehrere Buchautoren gemeldet, die mit den Teilnehmern unglücklich wurden.

Ich würde Dich gerne bitten, Dein posting noch einmal einzustellen und dabei darauf zu achten, daß sich hier Themen manchmal erst mit der Zeit entwickeln müssen. Wenn uns die Antworten schon vorweggenommen sind, gibt es ja kaum mehr was, worauf man antworten kann.

Ich freue mich auf Deine Antwort.

Schöne Grüße
Rota
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Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Mißlingen hat sein Geheimnis Joachim Kaiser, Musikkritiker

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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Rota

Ich finde, dass der Beitrag von Hannes schon eine Diskussion auslösen könnte.

Ich bin ja, wie du sicher schon weisst, keine Christ und überhaupt kein religiöser Mensch, aber trotzdem spirituell.

Die Gedanken von Hannes kann ich zum Teil akzeptieren, allerdings mit der Einschränkung, dass man auch glücklich sein kann und keine Angst vor dem Tod haben muss, wenn man nicht an Gott oder an ein "ewiges Leben" in einer geistigen Form glaubt.
Es ist absolut nicht schrecklich, einfach aufzuhören zu existieren. Ich frage mich auch, warum wir so an dieses ewige Leben glauben und es unbedingt wollen. Sind wir denn so wichtig, dass wir nicht einmal sterben werden, obwohl alles, was existiert, einmal vergehen wird? Warum soll ausgerechnet der Mensch eine Ausnahme sein? Und ist es auch auch erstrebenswert, dass man ewig existiert? Was ist daran so schön?

Gerade im Alter komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass es vollkommen in Ordnung ist, einfach nicht mehr zu existieren.

Ist die Suche nach einem "ewigen Leben" nicht nur ein Ergebnis aus der in unserem Leben erlangten (oder vermeintlich erlangten !) Wichtigkeit? Wollen wir nicht diese Wichtigkeit verlieren?
Warum wollen wir sie nicht verlieren?

Ja, meine Antwort ist erstaunlich: Weil uns von den Religionen das so vorgesagt wird. Es wird darauf aufmerksam gemacht, wie schrecklich es ist, nicht mehr zu existieren. Also eine ganz gewalte Konditionierung. Aber das ist nicht der einzige Grund. Religionen sind auch ein Machtinstrument. Aber ich will das mal vorerst mit diesen Einwänden belassen.

Klar, manche Menschen brauchen eine Religion und sie brauchen die Hoffnung, dass alles mal besser wird. Besonders wenn es uns nicht so gut geht, dann suchen wir die Hoffnung.

Jedoch, wenn die Menschen einsichtiger wären, wenn sie sich nicht mehr so wichtig nehmen würden, wenn sie bescheidener sein könnten und sich nicht mehr aneignen würden als sie brauchen, dann wäre die Welt ein viel schönerer Platz und wir könnten alle zusammen glücklicher sein. Also beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz, wenn wir uns so wichtig nehmen und dadurch die Umwelt zerstören, uns mehr aneignen als wir brauchen und damit die Armut auf der Welt vermehren und damit wiederum viele Menschen unglücklich machen. Und weil es so viele unglückliche Menschen gibt, brauchen wir dann die Religionen, die diesen Menschen in ihrem Unglück noch Hoffnung geben. Ein Teufelskreis entsteht dadurch. Aber die Religionen nennen das nicht "Teufelskreis", sondern eher das Gegenteil.

Ich weiss, ich bin nun ins Fettnäpfchen getreten bei allen Menschen, die eine Religion suchen und brauchen. Aber vielleicht hilft mein Posting auch manchen Menschen, die mit Religionen nicht glücklich sind und nach einem anderen Weg suchen. Nämlich nach dem Weg der Bescheidenheit, der Akzeptanz und Toleranz und natürlich auch der Liebe. Aber was Liebe ist, das ist nun ein ganz anderes Thema und auch kein einfaches Thema. Aber wenn wir über Religion diskutieren, dann gehört dieses Thema auch dazu. Hannes hat es ja auch angesprochen.

Schöne Grüße
Werner

Alter, Sinn des Lebens die Erfahrung für Spiritualität und Glaub

Rota ist offline
Beiträge: 2.544
Seit: 22.07.08
Hallo Fremder

Ich finde, dass der Beitrag von Hannes schon eine Diskussion auslösen könnte.
Das hoffe ich.

Gerade im Alter komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass es vollkommen in Ordnung ist, einfach nicht mehr zu existieren.
Das geht mir auch so. Trotzdem beschäftigt es mich, weil ich ein denkendes Wesen bin und es mich schmerzt, wenn meine Kinder traurig sein werden, wenn ich nicht mehr bin.
LG Rota
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Geändert von Rota (24.11.13 um 10:08 Uhr)

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Karde ist offline
Beiträge: 4.980
Seit: 23.05.12
Danke, liebe Rota dass Du den Beitrag hochholtest, so konnte ich ihn so zu sagen "als Wort zum Sonntag" lesen, was ich sehr gerne tat.
wünsche Dir einen guten Tag.
Herzliche Grüsse
Béatrice


Guten Morgen Hannes
Gerne möchte ich kurz etwas zu diesem Abschnitt schreiben, denn ich finde Erfahrungen die ich in diese Richtung machte, sehr sehr tröstend in schlimmen Zeiten.

Zitat von hanneswaltraud Beitrag anzeigen

Wie erlangen wir dieses herrlichen Bewusstseinszustand "Himmelreich"?

Das ist ganz einfach. Wir verlieben uns regelrecht in Gott (was mit kirchlichen Glaubenslehren überhaupt nichts zu tun hat). Wir lieben die gesamte Schöpfung, Universum, Natur, Pflanzen, Tiere und Menschen, so wie wir uns selbst lieben. Wir machen uns einfach Bewusst, dass die LIEBE die größte Energie im Universum ist. Nichts kann ohne Liebe existieren!
Diese Haltung entwickelte ich in grossem Leid, wo ich nicht mehr kommunikationsfähig war, nicht mehr leisten konnte wie es vorher üblich war, totale Verzweiflung überkam mich und grosses Seelisches Leid.
Ich legte mich im Garten hin, und lies die Verzweiflung vor Gott zu. Ein Schmetterling flog vor mich hin, und es war, als ob bei einem starken Gewitter, wo der Himmel unheimlich dunkel ist, plötzlich irgendwo am grauen Himmel die Sonne hervortritt und genau auf dich scheint.
Es war ein Gnadenmoment, wo ich merkte, dass ich selbst in mir Liebe und Dankbarkeit "sein kann oder bin" dafür braucht es wirklich gar nichts im Aussen, was von Menschenhand kreiert ist.
Seit damals wird meine Seele getragen, und ich schöpfe Kraft aus der Liebe in der Zuwendung "in Liebe" zur Natur rund um mich herum. Diese Momente wo ich im "Himmelreich" bin und merke, dass es nicht nur die Materie gibt, hilft mir die schwierige Zeit in der ich mit meiner Krankheit bin zu tragen.


Zitat von hanneswaltraud Beitrag anzeigen
Das wichtigste Grundprinzip des alleinigen göttlichen Gesetzes "URSACHE und WIRKUNG". Dieses Gesetz wurde bei der Erschaffung der gesamten Universen durch Gott mit eingebaut. So gesehen bestraft oder belohnt Gott nicht direkt. Wir selbst sind es, welche uns durch dieses unumstößliche und gerechte Gesetz von Ursache und Wirkung bestrafen oder auch belohnen. Gutes und positives Handeln und Denken erzeugt POSITIVES Karma. Böses und negatives Handeln und denken erzeugt demnach NEGATIVES Karma. Auch "NICHTSTUN" wäre ein grober Verstoß gegen die gottgewollte und von IHM erschaffene Evolution, als eindeutig NEGATIV. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass Gedanken große Energiepotentiale sind, teilweise noch stärker als Taten!
Nun mit diesem Wissen ausgestattet fällt es uns nicht mehr schwer in den Zustand des "Himmelreiches" einzutreten. Die LIEBE ist unser Schlüssel!
Auch das merke ich immer mehr, und aktuell erlebe ich wieder, wie wichtig es ist, sich nicht in der "Kleinkeit" eines aktuellen Konfliktes zu verlieren. Manchmal passieren schmerzhafte Dinge, für die es keine Erklärung gibt, wenn man aber wüsste was einem mit diesem Menschen schon mal passierte, evtl. was man ihm in einem anderen Leben mal antat, könnte man seine, für den Moment völlig absurden Handlungsweisen, evtl. sogar verstehen. Ich bekam da vor Kürze Zugang zu etwas im Traum was meine Sicht einer Begebenheit vor vielen Jahren total änderte. Damals verstand ich eine Wut die ein Mensch auf mich hatte überhaupt nicht, denn die Reaktion auf eine Handlung von mir, war so was von absurd und nicht nachvollziehbar. Nun wo ich Zugang zu etwas "anderem" hatte, nicht über den Kopf, sondern über das Fühlen, sind mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Ich schloss mein Herz damals, und wir hatten keinen Kontakt mehr, obwohl uns eine Liebe verband die aber mit etwas überschattet war, das uns nicht klar war, was über den Kopf nicht verstehbar war, und das Leid war beidseitig sehr gross.
Wirklich in allem in der LIEBE zu bleiben ist der Schlüssel, der aber manchmal etwas verlegt wird, wenn wir die Türe zu unserem Herzen (evtl. aus Angst) wieder verschliessen.
Ich glaube aber auch daran, dass irgendwann das Herz offen ist und die Liebe ist.
Eventuell haben Menschen im Alter oder vor dem Tod solche Erlebnisse, wo man dann einfach versteht "alles ist gut" und all die im Körper gehaltenen Emotionen lösen sich so in harmonische Energie auf, da ja alles gut ist.
HERZENSGRUESSE
Béatrice
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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Rota

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Das geht mir auch so. Trotzdem beschäftigt es mich, weil ich ein denkendes Wesen bin und es mich schmerzt, wenn meine Kinder traurig sein werden, wenn ich nicht mehr bin.
Ja, das kann ich gut verstehen. Die Hinterbliebenen, die man geliebt hat und die auch uns geliebt haben, werden traurig sein. Aber das ist nun mal nicht zu ändern. Traurigkeit gehört ja auch zum Leben dazu. Gäbe es überhaupt keine Traurigkeit, dann gäbe es auch keine Fröhlichkeit. Beide bedingen sich. Also lass es zu, dass jemand traurig sein wird, wenn du nicht mehr da bist. Du wirst ja auch aus eigener Erfahrung wissen, dass eine Traurigkeit niemals für immer anhält. Bist du heute noch traurig, dass vor vielen Jahren ein geliebter Mensch gestorben ist?
Ja, sicherlich wirst du traurig sein, wenn du mal daran denkst. Aber dein Leben ist weiter gegangen und du kannst nicht immerzu daran denken, dass jemand irgend wann einmal gestorben ist. So wird es auch deinen Kindern gehen. Also lass es zu, dass sie für einige Zeit traurig sein werden und dann kannst du auch in Frieden gehen.

Hallo Karde

Du hast schon vollkommen Recht, dass es eine Hilfe ist, wenn man sich hingeben kann an die Natur und die gesamte Welt. Allerdings stört mich bei dem Beitrag von Hannes, dass er so tut, als könnte das nur Gott sein. Wenn jemand nicht an diesen Gott glaubt, dann kann dieser Mensch sich ebenso hingeben an die Natur und an all das, was Hannes "Gott" nennt.
Auch wenn man nicht daran glaubt, dass Gott alles erschaffen hat, dann ist die Natur - ebenso wie wir auch - nicht nur Materie, sondern auch "nicht-Materie" (ich nenne das "Spirit"). Aber das hat mit einem ewigen Leben ganz sicher nichts zu tun.
Ich stimme Hannes zu, dass man mit positiven Gedanken etwas Positives und mit negativen Gedanken etwas Negatives erschafft. Allerdings glaube ich nicht, das dies ein Karma ist (weil ich ganz sicher bin, dass es keine Wiedergeburten gibt), sondern ganz einfach "Ergebnisse" sind. Insofern stimme ich auch wieder Hannes zu, dass eine Ursache eine Wirkung hat. Allerdings auch hier wieder mit einer Einschränkung: Nicht auf unser Karma, sondern eine Wirkung irgendwo. So wie ein Löwe, der eine Gazelle tötet, dadurch etwas bewirkt, was immer das auch sein wird. Mit Gut und Böse hat das nichts zu tun. Die heutige Quantenphyisik kommt ja auf wissenschaftlichem Weg auch zu dem Ergebnis, dass alles was geschieht immer auch alles weitere Geschehen bewirkt.

Auch mit dem Begriff "Liebe" bin ich nicht sehr glücklich. Das Wort Liebe wird so oft in allen möglichen Zusammenhängen gebraucht, dass es schon fast so etwas wie eine Inflation des Wortes und somit der Liebe selbst ist. Liebe ist nach meiner Meinung etwas ganz Besonderes und auch Seltenes. Was Hannes offensichtlich meint, ist nicht Liebe, sondern beispielsweise Akzeptanz (Menschen gegenüber) oder ein gutes Gefühl (der Umwelt oder der ganzen Natur gegenüber). Ein offenes, ein vorurteilsfreies Gefühl ist das. Eine Hinwendung. Alle Menschen lieben, das ist ganz unmöglich. Aber offen sein und alle Menschen akzeptieren in ihrer Art, das ist möglich. Aber auch hier muss man vorsichtig sein mit solchen Formulierungen, denn Akzeptanz heisst nicht automatisch, dass man allen Menschen zustimmen muss oder soll.
Aber Liebe, die wikliche Liebe, die ist viel mehr als das. Um die echte Liebe nicht zu einem Allgemeinort werden zu lassen, würde ich lieber dieses Wort nicht in dieser verallgemeinerten Weise verwenden.

Ob die Liebe die größte Energie im Universum ist, das ist eine sehr verwaschene Sichtweise. Möglicherweise gibt es überhaupt keine Energie im Universum. Vielleicht gibt es nur das Sein. Nur das Sein, sonst nichts. Vielleicht gibt es so etwas wie eine Lebensenergie. Aber diese wäre dann nur für das Leben von Bedeutung und nicht für alles Sein.

Ich will nicht einfach nur kritisieren um der Kritik willen. Ich habe mir schon etwas gedacht, indem ich dieses aufschreibe. Ich will, dass solche Menschen, die nicht an einen Gott glauben und nicht an ein ewiges Leben, nicht verzweifeln müssen und nicht denken sollen, dass sie nur mit einem Glauben an Gott ein zufriedenes Alter und überhaupt ein zufriedenes und glückliches Leben haben können. Ich möchte auch nicht, dass man auf solche Menschen mitleidig herabblicken sollte, weil sie keinen "Glauben" haben. Ich möchtge auch, dass sie den Tot nicht fürchten müssen und dass all das nicht abhängig ist von irgend einem Glauben.

Ich lebe in Neuseeland und hier sind laut den neuesten Erhebungen ca. 50 % Atheisten. Aber gerade in Neuseeland sind die Menschen besonders zufrieden, viel umgänglicher als die Menschen in Deutschland und sie sind wohl Weltspitze, wenn es darum geht, anderen zu helfen. Bei Katastrophenhilfen ist immer Neuseeland Weltspitze mit Spenden, wenn man die gespendete Summe mit der Zahl der Bevölkerung misst. Das beweist doch, dass man auch ohne Religion und ohne einen Glauben an Gott ein "gutes Leben" (nicht im materiellen Sinne, sondern ein an Gefühlen und Hinwendung und Empathie reiches Leben) leben kann.

Auch mit folgender Aussage bin ich nicht glücklich: ". Auch "NICHTSTUN" wäre ein grober Verstoß gegen die gottgewollte und von IHM erschaffene Evolution, als eindeutig NEGATIV. Es ist zwar nicht gut, wenn nichts tut, wenn Hilfe notwendig ist. Aber grundsätzlich ist gerade im Alter oft ein "Nichtstun" sehr wichtig. Nicht NUR, weil wir nicht mehr viel tun KÖNNEN, sondern weil es auch sehr hilfreich ist, sich mal zurück zu lehnen, seinen Gedanken lauschen oder sie einfach nur mal laufen zu lassen, das Leben und die eigene Vergangenheit zu überdenken oder einfach "auszuruhen vom Leben". All das ist wahrlich nicht negativ, sondern eher positiv. Leider leben wir in einer Welt, in der man sich selbst und auch andere daran misst, was man und was Andere "GETAN" haben. Aber ist es denn so wichtig, dass man ständig etwas tut? Kann man nicht einfach nur SEIN ????

Dass es Menschen gibt, die sich an eine Religion und an einen Glauben an Gott klammern, das ist mir auch klar. Und diese Menschen brauchen das auch ganz offensichtlich. Nur sollte man nicht so tun, als wäre ein Glaube an Gott unbedingt notwendig, um ein guter Mensch zu sein. Leider habe ich immer ein saueres Gefühl, wenn ich Beiträge von religiösen Menschen lese. Sie tun immer so, als hätten sie nun den Schlüssel zum Glück durch ihren Glauben gefunden. Aber das ist eben nicht richtig.

Sollte ich irgend jemand mit diesen Zeilen beleidigt haben, dann bitte ich um Nachsicht. Ich sage meine Meinung, ebenso wie andere auch ihre Meinung sagen. Beleidigen will ich niemanden.

Schöne Grüße
Werner

Geändert von Fremder (24.11.13 um 23:47 Uhr)

Alter, Sinn des Lebens die Erfahrung für Spiritualität und Glaub

hanneswaltraud ist offline
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Seit: 19.06.11

Hallo Werner!

Deinen Beitrag empfinde ich sehr interessant und er gibt auch eine doch oft verbreitete Einstellung wieder.

Da ich persönlich angesprochen wurde, erlaube ich mir zu antworten. Sie schreiben u.a.: ... dass er so tut, als könnte das nur Gott sein. ... Nun, es ist ja gar nicht entscheidend ob man daran glaubt, dass Gott alles Leben und das ganze Universum erschaffen hat, entscheidend für die Evolution ist ja lediglich wie man lebt, wie man fühlt, was man denkt und was man tut oder auch nicht tut (was man hätte tun sollen). Es ist ja bereits wissenschaftlich unbestritten, dass das gesamte Universum durch eine unvorstellbar große Energie (Urknall) entstanden ist mit der Dimension Raum und Zeit. Wenn wir nun nachdenken woher diese Energie und Zeitabhängigkeit kommt und wer oder was sie wohl ursächlich ausgelöst hat, können wir doch nur zu dem Schluss kommen, dass dies durch eine unendlich große Machteinheit, einem Logos, einem Schöpfer, einem Gott, oder wie Sie diese Machteinheit auch noch bezeichnen wollen, geschaffen wurde. In diesem Sinne ist es daher gar nicht entscheidend ob wir an Gott (oder wie man diese Machteinheit auch bezeichnen will) als Erschaffer glaubt oder auch nicht, denn es ist einfach so.

Bei Ihrer Definition von Nicht-Materie = Spirit, bin ich ganz bei Ihnen! Sie formulieren weiter: ... "Aber das hat mit einem ewigen Leben ganz sicher nichts zu tun."... so erlauben Sie mir auf den allgemein bekannten Merksatz der Physik hinzuweisen: <Energie kann nicht neu erzeugt oder auch vernichtet werden, Energie kann nur umgewandelt werden [in andere Energieformen]>! Was ist nun "Spirit"? Spirit kommt aus dem englischen und heißt so viel wie GEIST. Daraus leitet ich auch das Wort Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist,)ab, bedeutet im weitesten Sinne Geistigkeit und kann eine auf Geistiges in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung meinen. Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht dann auch immer für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit. Geist ist ein Ausdruck der Belebtheit. Belebtheit wiederum ist die Sichtbarmachung von Energie! Somit ist Spirit im Geistigen reine Energieform.
Daraus leitet sich aber auch das Leben nach dem Tod (ewige Leben) ab, denn Energie kann ja nicht vernichtet werden, somit bleibt diese Energie auch nach dem Sterben des Körperlichen (auch des grobstofflichen Bewusstseins - Hirnaktivitäten) voll erhalten und zwar in unserem feinstofflichen Körper, der Seele (Astralleib). Nichts geht verloren, nichts wird aufgelöst, alles ist Energie und kann daher nur in eine andere Energieform umgewandelt werden! Nachdem somit unser Spirit - Geist - weiterhin existent bleibt, ist es nur zwingend logisch, dass unsere Existenz nach dem körperlichen Tod genauso weiterexistiert wie bisher auch, lediglich in einer anderen Dimension. Auch hier ist es nicht relevant (vielleicht auch nicht einmal wichtig) ob man daran glaubt oder nicht, es ist einfach so.

Zu der von Ihnen angesprochenen Thematik Ursache und Wirkung: ..."Allerdings glaube ich nicht, das dies ein Karma ist (weil ich ganz sicher bin, dass es keine Wiedergeburten gibt)"... ergibt sich auch logischerweise das im vorigen Absatz geschriebene. Alles, sowohl Ursache wie auch Wirkung, sind letztendlich Energieformen. Karma ist somit einfach der Ausdruck für den Speicher dieser Energieformen. Ebenfalls nach dem Energieerhaltungsgesetz ist Karma existent. Auch hier gilt, ob man daran glaubt oder nicht ist letztlich gar nicht relevant, es ist einfach so.

Abschließend gestatten Sie mir noch einen Hinweis zu Ihrer Darlegung: ..."Was Hannes offensichtlich meint, ist nicht Liebe, sondern beispielsweise Akzeptanz"... ich meine doch im wahrsten Sinne das Wortes LIEBE!, egal welche Bedeutung dieses Wort umgangssprachlich auch sonst noch haben kann. Ausgehend von der reinen und wahren Liebe, der Liebe der Höchsten Energie (Gottes), ist die Liebe also eine Metapher für den Ausdruck tiefster Wertschätzung (und selbstverständlich gehört die Akzeptanz mit dazu). Liebe ist eine auf Freiheit gegründete verinnerlichte Beziehung. Ich erlaube mir sogar zu behaupten, dass die wahre Liebe die höchste Energieform in unserem Kosmos ist. Daher ist diese Liebe rein göttlicher Natur! Auch wenn man daran noch nicht glauben kann, es ändert nichts, es ist einfach so.
Ob es eine Energie im Universum gibt oder nicht, ich denke das ist wohl keine Frage mehr, diese gewaltigen, für uns gar nicht mehr vorstellbaren Energien im Kosmos sind ja schon seit Langem wissenschaftlich bewiesen.

Herzlichst
Hannes

Alter, Sinn des Lebens die Erfahrung für Spiritualität und Glaub

hanneswaltraud ist offline
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Seit: 19.06.11

Hallo Rota!

Ich bitte, gleich zu Beginn meiner Antwort, um Verzeihung, dass ich mir so lange Zeit gelassen habe. Ich schäme mich ein bisschen dafür.
In letzter Zeit war ich mit meinem Buch, Marketing, Buchlesungen und auch Sterbebegleitung recht gut ausgelastet.
Ich bin ganz Deiner Meinung, dass Themen, besonders jene welche mit Gott, Liebe, Glaube, Religion, Ursache und Wirkung, Karma, Tod und Wiedergeburt und Spiritualität zu tun haben, Zeit brauchen um sich nachhaltig entwickeln zu können.
Meistens bedarf es einer Erklärung, was diese Worte wirklich bedeuten.
Ich verspreche, dass ich in dieser Hinsicht, demnächst ein neuerliches Posting mit dem Titel: "Gott und wir" einstellen werde.

Vielen Dank für Deine Rückmeldung!

Herzlichst
Hannes

Alter, Sinn des Lebens die Erfahrung für Spiritualität und Glaub

Rota ist offline
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Seit: 22.07.08
Hallo Hannes

Ob es eine Energie im Universum gibt oder nicht, ich denke das ist wohl keine Frage mehr, diese gewaltigen, für uns gar nicht mehr vorstellbaren Energien im Kosmos sind ja schon seit Langem wissenschaftlich bewiesen.
Manchmal denke ich, der Mensch hat seinen Verstand als Strafe bekommen. Heißt es nicht in der Bibel daß Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen haben? Eine schöne Bescherung haben sie da angerichtet.

Dessen ungeachtet findet über unseren Köpfen die schönste Vereinigung statt die man sich vorstellen kann. Wie bei zwei Pantoffeltierchen in der Ursuppe treffen und durchwachsen sich die Kräfte der beiden Organismen um etwas Neues zu schaffen.

Braucht man da noch die Vorstellung von einem Gott?

Ich glaube an eine Kraft und an eine Herrlichkeit die alles bewegt und zusammenhält und sollte es sich dabei um Liebe handeln, dann werde ich eine glühende Anhängerin sein.

Mehr kann und möchte ich dazu nicht schreiben.

LG Rota
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Geändert von Rota (20.12.13 um 10:54 Uhr)

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hanneswaltraud ist offline
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Seit: 19.06.11
Liebe Béatrice!
Auch bei Dir muss ich mich entschuldigen, dass ich mit meiner Antwort gewartet habe. Ich war in letzter Zeit mit meiner Tätigkeit zu meiner Buchvermarktung und auch mit den Buchlesungen und mit Sterbebegleitungen zeitlich angespannt.

Nun aber zu Dir.
Deine wunderbaren Worte zur Beschreibung Deiner "Himmelreich – Erfahrung“ berühren mich tief. Auch mir ist dieser wunderbare Zustand des Himmelreiches bekannt und so kann ich Deine wunderschöne "Himmelreich-Erfahrung" sehr gut verstehen und auch nachfühlen.
Ja, so ist es, das Himmelreich ist ja kein Ort wo man hingehen muss, das Himmelreich ist ein innerer, spiritueller Zustand in welchem wir die Anwesenheit Gottes in wunderbarer Weise spüren und erleben können. Obgleich der Meister der Liebe, Jesus von Nazareth der Christus, schon vor 2000 Jahren uns Menschen erzählt hat, dass das Himmelreich ganz nahe ist und wir lediglich hineingehen müssen haben es so viele nicht verstanden was er damit meint. Jesus hat nicht vom Himmel gesprochen welcher ja eine Örtlichkeit ist und nahe sein soll, nein, ER sprach vom Himmelreich, von einem Zustand in welchen wir uns begeben können, in diesen Zustand hineingehen können. Niemand kann uns davon abhalten.

Erlaube mir, Dich zu Deiner inneren Einstellung zu beglückwünschen. Du bist am Weg!
Wie Du schreibst, schmerzhafte Dinge - Wirkungen - passieren manchmal ohne uns an die Auslöser - Ursachen - erinnern zu können, weil sie eben schon weit zurück liegen oder auch uns selbst nicht bewusst war, dass wir mit unserem Verhalten Schmerz für andere ausgelöst haben. Wenn dies alles in früheren Leben geschehen ist, ist es logisch, dass sich unser Gehirn, welches wir ja durch die neuerliche Geburt erst erhalten haben, nicht an etwas erinnern kann was es selbst nicht "erlebt" hat. Und es ist gut, dass es so ist, dann dadurch bekommen wir ja eine neuerliche faire Chance unser wahres ICH, Seele und Geist, im Sinne der Evolution weiter zu bringen. Unser Leben hier im grobstofflichen Bereich ist ein Lernprozess, welcher durch laufende Tests uns einen Spiegel vor Augen hält, wie weit wir schon voran gekommen sind. Alles was uns begegnet und passiert, ob schmerzlich oder schön, ist gut. Besonders das Schmerzliche ist für unser Lernen und bewältigen sehr wichtig und daher besonders gut! Ohne den schmerzlichen Empfindungen wären wir auch nicht angehalten zu lernen.

Du hast ja es richtig auf den Punkt gebracht, ja, ich pflichte Dir vollends bei, die LIEBE ist der Schlüssel zu Allem, denn diesen Schlüssel verwendet auch Gott und Gott ist Alles!

Ich Bedanke mich aufrichtig für Deine Mitteilung und wünsche Dir ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr 2014.

Herzlichst
Hannes

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