Alles hat seine Zeit

22.07.11 12:16 #1

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Alles hat seine Zeit
Kassandra
Themenstarter
Sorry Kayen,

ich muss in der Tat völlig blind sein, diesen Beitrag von Dir hatte ich garnicht gesehen. Das ist ein Venuszeichen, meins ist anders, aber auch Venus

Lieben Dank
Kassandra

Zitat von Kayen Beitrag anzeigen
Der "wilde" Stier (auch mein Sternzeichen, zwinker*) liegt gerade wieder friedlich und zahm vor meinen Füssen.

Danke für Deine immer lieben Worte Kassandra!
(Und natürlich meinte ich nicht Dich)

Alles Liebe!
Kayen

Alles hat seine Zeit, und sie ist uns gegeben
Kassandra
Themenstarter
Der Vorsatz, das Handeln, die Freiheit in der Zeit

Etwas in der "Zeit" zu "tun" ist mühsam. Geht es Euch auch manchmal so, du bekommst mit, wie jemand etwas tut und denkst, das kann ich auch und vielleicht besser? Und dann versuchst du es, und stößt auf Grenzen, auf äußere und auch an deine eigenen Grenzen. Die Idee, wie es gehen könnte ist da, aber sie umzusetzen, sie lebendig werden zu lassen, ist mühselig und manchmal richtig frustrierend.

Ich kenne Menschen, die verbringen ihr Leben damit, das Leben der anderen zu leben, ihnen Ratschläge zu geben, wie etwas besser gemacht werden könnte. Sie vergessen dabei manchmal, ihr eigenes Leben nicht nur zu leben, sondern auch zu reflektieren. Selbsterkenntnis nennt man sowas wohl.

Dann gibt es andere, die zweifeln ständig an sich selbst, lassen sich ständig von den Ratschlägen anderer aus der Fassung bringen und vergessen, auf sich selbst zu schauen, sich und ihrer eigenen Intuition zu trauen. Auch da fehlt die Innenschau, die Selbsterkenntnis, oder?

Ich kenne von mir beides.

Die Idee, der Vorsatz: ich mache es besser, das ist ja auch das, was Eltern eigentlich wollen, wenn sie Kinder bekommen und aufziehen. Sie wollen es besser machen, als die eigenen Eltern. Will man damit seine eigenen Wunden heilen?

Insofern stimmt der Satz: was war ist wahr. Erst wenn die Idee lebendig geworden ist, sich ereignet hat, ist sie wahr. Alles andere sind Wünsche, Vorsätze, Träume.

Trotzdem finde ich diese Wünsche, Träume und Vorsätze, das eigene Handeln betreffend wichtig. Ich habe mich oft gefragt, welche Aufgabe habe ich hier in diesem Leben? Ich bin immer noch nicht dahinter gekommen, aber ich erinnere mich, dass ich Vorsätze hatte. Vielleicht ist es wirklich so, dass dieser Vorsatz: ich will es besser machen, ich will ein "guter" Mensch sein, der eigentliche Vorsatz aller Menschen ist. Wenn ich mir Kinder anschaue, neige ich dazu, das zu glauben.

Wir spielen uns oft selber übel mit und/oder das Leben spielt uns auch manchmal übel mit und dieser Vorsatz kann nicht nur ins Wanken kommen, wir "tun" oft gerade das Gegenteil!

"Freiheit ist, sich selber zu folgen", habe ich letztens gehört. Die Wahl zu haben, sich immer wieder zu entscheiden. Das leuchtet mir ein.

Wir wachsen wohl gerade an unseren Fehlern und an den Schwierigkeiten, die sich im Leben auftun.

Und immer noch denke ich: das ist die Bewegung, die das Universum bewegt, weitet. Wir in unserer Lebendigkeit und unserer Einzigartigkeit und unserer Freiheit, jeder ist wichtig in dieser ewigen Bewegung!

Alles Liebe Euch, die ihr meine Gedanken lest.

Kassandra

Geändert von Kassandra (21.04.12 um 00:22 Uhr) Grund: Tippfehler

Meine Zeit
Kassandra
Themenstarter
Dies ist mein Thread und deshalb schreibe ich hier über mich, über meine Gedanken, manchmal auch über meine Gefühle.

Ich bin auf der Suche. Und ich werde bis zum Ende meines Lebens auf dieser Suche sein. Meine Fragen an das Leben werden immer da sein. Ich bin nicht fertig und hoffe, es nie zu sein. Auch hier in dieser zum Teil nicht einfachen Zeit habe ich vieles entdecken dürfen. Ich habe mich gefragt: Wer bin ich?

Bisher habe ich viele Seiten an mir entdeckt hier, von denen ich zum Teil nichts wußte, die mir nicht bewußt waren.

Ich habe in mir ein freches, beinahe unverschämtes Gör entdeckt, dass sich traut, alles zu sagen und mit Leichtigkeit und Spaß auch die Dinge zu benennen, die ich nicht mag, die mich stören und die ich schlicht und einfach "Scheiße" finde. Dieses Kind, dass ich nie sein durfte, bzw. mir nie erlaubte, zu sein.

Ich habe eine sonnige, glühende Seite an mir entdeckt, die ich vergessen hatte. Eine Seite voller Leidenschaft, Freude und auch Trauer, Schmerz und Glück. Dieser Teil von mir, der sich begeistern kann und mit Begeisterung und Tatkraft handeln kann.

Ich habe meine schüchterne, introvertierte, verträumte und naive Seite akzeptiert. Sie wird immer ein Teil von mir sein, aus welchem Grund auch immer das so ist, es ist so und auch sie werde ich immer annehmen müssen. Ich werde die damit verbundene Verletzlichkeit annehmen müssen. Ich habe die schützenden Mauern eingerissen. Ich hoffe, zu lernen, mich auf andere Weise schützen zu können, ohne mich wegzusperren und lebendig zu begraben.

Ich habe einen Teil von mir entdeckt, der erbittert und wütend ist, der an seinem Verstand zweifelt und verwirrt und ängstlich sein kann, der in seiner Verwirrung und Angst Fehler macht und der sich nach Beistand, Schutz und Gerechtigkeit sehnt. Ich sehe in ihr eine gefährliche Seite, denn dort bin ich anfällig. Gebe ich ihr nach, gebe ich mich selber auf, werde ich zum lenkbaren Objekt, vielleicht sogar zum furchtsamen "Mitläufer". Ich werde sie sorgfältig im Auge behalten. Aber auch sie ist ein Anteil von mir.

Ich habe meine neugierige Seite gesehen, die in alle Richtungen Fragen stellt und sich aus (fast) allen Richtungen die Antworten anhört, ob in mündlicher oder schriftlicher Form. Die diese Antworten infrage stellt und die sich auch selbst immer wieder infrage stellt. Die gerne denkt und über Philosophie, Psychologie und Religion hungrig nach Informationen und Gedanken ist.

Ich habe meine wünschende Seite und meine "kompetente" Seite gesehen. Der Teil, der doch anscheinend einiges geleistet hat im Leben, einiges gelernt hat und Erfolge hatte. Der Teil, der kämpft für seine Träume, der trotzdem realistisch ist und alles lernen will, was es in dieser Welt zu lernen gibt und was mein Verstand in der Lage ist, zu verarbeiten und umzusetzen. Der nicht nachgibt, nicht aufgibt, der beharrlich und ehrgeizig ist, der die Dinge aus der Distanz zu betrachten wünscht, der sich Ziele setzen kann und sie verfolgt. Ich glaube an diesen Teil oft nicht. Aber ich weiß, auch diese Seite an mir ist existent.

Ich kenne meine verantwortliche, pflichtbewußte, strenge Seite. Der Teil, der zuverlässig, sorgfältig, vorausschauend und treu ist.

Ich weiß, dass ich lieber heiße Tränen weine und mich nicht dafür schämen will, als mit kaltes Herz und kühlem Kalkül mich selber und meine Ideale zu verraten.

Ich bin in allem. Und bin in allem trotzig und kämpferisch. Ich gebe mein Leben nicht auf. Ich bin mir wichtig. Welchen Sinn mein Leben auch immer hat, vielleicht wird er sich mir nie zu erkennen geben, aber ich bin mir absolut sicher, es hat einen Sinn!

Durch meine bloße Existenz, durch mein Sein ist es sinnvoll, einfach nur, weil ich ein Mensch bin, einfach nur, indem ich lebe!

Ich hatte heute einen schönen Tag, trotz alledem. Ich durfte helfen, ich durfte arbeiten, ich durfte dabeisein! Es war ein guter Tag. Jezt kann ich nicht schlafen, auch das macht nichts. Morgen ist wieder ein neuer Tag, voller neuer und wunderbarer Möglichkeiten.

Und jetzt werde ich mir noch ein wenig die Sterne anschauen. Ich schaue hinaus in dieses wunderbare Universum, in dem wir nur ein winziges Staubkorn sind und ich staune über die Unendlichkeit, über die Lichtpunkte am Nachthimmel, Sterne, die längst Vergangenheit sind und deren Licht uns jetzt erst erreicht. Die Unendlichkeit und gleichzeitige Vergänglichkeit macht mich demütig, dankbar und glücklich.

Alles Liebe
von "Uns"

Geändert von Kassandra (22.04.12 um 03:00 Uhr) Grund: Überschrift

Alles hat seine Zeit
Kassandra
Themenstarter
Ein paar Gedanken zu Distanz in Zeit und Raum

Wir können Strecken im Raum messen, einige können wir gehen, abschreiten oder mit Hilfe der Technologie überwinden.

In den unendlichen Raum können wir nicht gelangen. Nur in unseren “Gedanken”, Träumen und Imaginationen können wir dorhin fliegen.

Ich kann nur kurze Strecken fliegen, nur etwa zwei bis drei Meter über dem Boden, aber ich erinnere mich. Das ist die Sehnsucht...

Die Zeit ist eine unvorstellbare Distanz, sie erscheint unwirklich. Ist sie eine Strecke, die wir abschreiten auf dem Boden der Tatsachen?

Es gibt Distanzen, die sind nicht überwindlich, weil es tatsächlich Grenzen gibt, zwischen Ländern, zwischen den Kontinenten. Es gibt Räume, die wir nicht real erreichen, wir schaffen es gerade mal ein paar Kilometer über unseren Planeten hinaus.

Es gibt Distanzen in uns, Vorurteile, geboren aus Neid und Hass oder Angst, Grenzen, die in uns sind. Diese sind nur zu überwinden, durch den Frieden, den wir in uns erschaffen können.

Ist der Friede in uns, wird es auch Frieden in dieser Welt geben. Es ist ein langer, langer Weg und es ist schon so viel Zeit vergangen...

Werden wir Menschen es schaffen oder bleibt uns nur die Selbstzerstörung, die Zerstörung unserer Lebensgrundlage?

Die Distanz zwischen den Menschen ist schwer zu verstehen. Im Kleinen wie im Großen.

Danke Euch fürs Teilen.


Laufen lernen
Kassandra
Themenstarter
Das Jahr befindet sich immer noch in den Anfängen. Geht der Frühling erst richtig los, haben wir schon fast Sommer? In diesem Jahr vergeht die Zeit so schnell.

Ich widme mich wieder etwas mehr meinem Garten und es gibt dort Wundervolles zu erleben und auch Trauriges. Meine Rhodo hat sich endlich entschieden, hier bei mir in aller pinkfarbenen Pracht zu blühen. Dafür ist eine freundliche rosafarbene Rose offenbar erfroren. Ich war traurig, denn sie blühte so üppig bis in den Herbst hinein. Nun habe ich entdeckt, dass sie ganz unten wieder ganz zart austreibt. Ich bin gespannt, ob sie sich in diesem Jahr noch entwickelt. Ob ich wohl die dunklen, eher toten Zweige ganz runter schneiden soll, ich weiß es nicht. Ich warte ab.

Den Wein habe ich zu spät zurückgeschnitten. Ob er wohl noch austreibt. Im letzten Jahr ist sein Halt unter der Schwere der Trauben zusammengebrochen und ich auch. Ich bin fast zerbrochen unter der Last meiner Früchte.

Der Flieder erfreut mich wieder und ich finde es jetzt fast schade, dass ich nicht mehrere Büsche in verschiedenen Farben gepflanzt habe. Nun, irgendwann, wenn ich wieder in der Lage bin, werde ich vielleicht noch andere Farben ansiedeln.

Ganz langsam finde ich etwas Ordnung wieder und damit auch mehr Tatkraft. Ich freue mich über jedes Licht, dass mir geschenkt wird und dass ich heute dankbar annehmen kann. Ich finde Ruhe darin. Ich finde ein wenig mehr Frieden in mir. Diesen Frieden brauche ich so sehr, denn ohne ihn habe ich keine Aufgaben mehr.

Es wird sich alles finden, ich vertraue. Nur ein schönes Bild vermisse ich. Ich wußte damals nicht, dass ich eine Lotusblüte gemalt hatte. Ich hoffe, es ist nicht der Wegwerfwut zum Opfer gefallen. Ich würde es so gerne noch einmal anschauen und über meine Intuition und damalige Imaginationskraft staunen.

Alles verändert sich und es ist gut so.

Alles Liebe
Kassandra


Alles hat seine Zeit
Kassandra
Themenstarter
Das ist wieder typisch für mich, eben zweiteilig, ich brauche gar keinen Zwilling, das besorge ich selber. Ein Teil ist niedergedrückt, dachte, es verändert sich was beruflich, was Neues, etwas, das zu mir passen könnte - und dann passiert da ein Rückschlag... Aber eigentlich kenne ich das ja: die Warteschleife...War/ist es noch nicht die richtige Zeit? Es hörte sich alles so gut an und ich habe mir richtig viel Mühe gemacht, aber das ist ja nicht umsonst... Geht eine Tür zu, öffnet sich eine andere. Und das ist der andere Teil: aufgeben gilt nicht!!! Ein bißchen Trotz, ein bißchen selber Mut zusprechen, ein bißchen Eigensinn, ein bißchen "Pfeifen im Dunkeln".

Geduld ist nicht gerade meine Stärke, aber Beharrlichkeit, die schon. Nicht Hartnäckigkeit, die macht Nackensteife, da lieber etwas nachgeben, nicht den Kopf hängen lassen, aber auch nicht die Nase immerzu nach oben halten, flexibel bleiben.

Na ja, ich rede mir einfach gut zu, ich bin auf meiner Seite, ganz parteilich!

Ich umarme mich und Euch, wer es gerade auch braucht
Kassandra

Alles hat seine Zeit

Wildaster ist offline
Beiträge: 2.974
Seit: 18.03.12
Liebe Kassandra,ich umarme dich ganz lieb!
Endlich habe ich deine Seite gefunden.
Oft habe ich ähnliche Gedanken wie du.Leider sind sie tief in mir und könnte sie nie so schön formulieren wie du.
Aber schon sehe ich meinen Garten mit anderen Augen(denn oft ist er auch Pflicht),meinen Wein habe ich vergessen zurück zu schneiden,Flieder habe ich fast verpasst u.u.u.
Das es mit der Arbeit nicht geklappt hat tut mir sehr leid.ich Drücke dir die Daumen(ganz fest),dass du bald dein Glück findest.
Ich gehe jetzt zu meiner Mama! Sie liegt seit 14jahren rechtsseitig gelähmt und ohne Sprache im Pflegeheim.Bin täglich dort und versuche den Schmerz zu lindern und einfach dazusein und meine Liebe zu zeigen.
Wenn ich dort bin ,ihr Lächeln sehe und ihre Hand beim Schlafen halte,bin ich dankbar das ich die Möglichkeit habe etwas zurückgeben zu können und das mein Leben schön ist,was ich auch oft vergesse.
Nochmals alles Liebe für dich!
Deine Wildaster

Alles hat seine Zeit
Kassandra
Themenstarter
Liebe Wildaster,

ich danke Dir ganz lieb für Deine Worte. Ich verstehe sehr gut, dass Du täglich zu Deiner Mama gehst. Freue Dich, dass sie noch da ist und Du ihre Hand halten kannst, aber vergiss nicht, selber zu leben. Ist es ein gutes Pflegeheim? Hast Du den Eindruck, dass sich Deine Mama dort wohlfühlt? Hat sie dort etwas für sich gefunden?

Ich bin immer hin- und hergerissen (ist ja normal bei mir). Mein Sohn lebt auch in einem Heim. Ich wünschte mir für ihn etwas, wo er sein eigenes Leben, etwas unabhängiger von mir führen könnte. Manchmal träume ich auch davon, in so einer Einrichtung zu arbeiten und er wohnt gleich "nebenan", so dass er mich zwar sehen kann und auch besuchen, wenn er mag, aber die einerseits für mich "künstliche" Trennung (so empfinde ich es oft) und andererseit sein Angewiesensein auf meine Besuche, bzw. dass ich ihn zu mir zu Besuch hole, um ihm das Leben dort halbwegs erträglich sein zu lassen.... Irgendwie schlaucht das. Wie geht es Dir damit? Hast Du es weit zu Deiner Mama?

Alles Liebe für Dich
Kassandra

Alles hat seine Zeit

Wildaster ist offline
Beiträge: 2.974
Seit: 18.03.12
Liebe Kassandra,ich glaube meine Seele fand deine!
Bin zutiefst berührt,das du einen Sohn in einer Pflegeeinrichtung hast.Oh Gott,was musst du gefühlsmäßig erleben!
Versuch einmal auf deine Fragen einzugehen.Sieh es aber nicht als jammern an,der Typ bin ich nicht ,manchmal wär ich gern anders.
Ob es ein gutes Pflegeheim ist,mach ich schon lange nicht mehr an Äußerlichkeiten fest.Hätte sehr gerne ein Bad,eine Sonnenterasse wo man ein Bett rausschieben kann usw.
Haben wir nicht und es ging auch so.Habe tolle Menschen dort kennengelernt und erkenne die schwere Arbeit an.Diese Einstellung brauchte aber Jahre,denn gefühlsmäßig sieht man es anders.In den Jahren habe ich erkannt,dass sie ihre Arbeit machen mit ihren Möglichkeiten,wir aber die liebe,Wärme,Hingabe mitbringen müssen.Dafür fehlt oft die Zeit.
Gepflegt wird meine Mutti sehr gut,ich bin ja der Aufpasser(Scherz).
Liebe Kassandra,jeder dort findet etwas für sich!Es ist eine ganz andere Welt und die Menschen passen sich an.Viele und das ist gut so,sehen viele Pfleger als ihre Familie an.
Denn über die Hälfte bekommt nie Besuch.
Mein Vati war noch 7Jahre mit im Pflegeheim,für mich eine harte Zeit .War für meine Eltern der Betreuer.Ich sorgte dafür,dass es keinen Katheter gab,im hohen Alter keinen Herzschrittmacher,keine künstliche Ernährung und keine unnützen Krankenhausaufenthalte usw.Mein Vati schlief friedlich im Alter von 92 Jahren ein.

In dieser Zeitspanne verlor ich meinen Mann an Krebs.Aber in dieser Zeit war er nie allein,höchstens zur Reha und schlief in meinem Arm zu Hause ein.

Nun befasse ich mich schon lange mit dem Thema Sterbehilfe.Möchte einmal niemandem zur Last fallen.Bin aber sehr zwiespältig.

Meine Mutti hat sich mit ihrer Situation sehr gut arrangiert.Sie liegt jetzt schon Jahre und kann nicht sitzen nimmt ihre Umwelt durch Geräusche warund kann nichts mehr selbständig machen ,auch nicht essen.Darum bin ich so oft da.Meine Arbeit befindet sich 400Meter entfernt und meine Wohnung mit Auto 10Minuten.
Aber es schlaucht auch mich!
Wie sieht mein Leben aus?
Bin eine sehr,sehr einsame Wölfin geworden!Habe meinen Humor noch,wobei er immer schwärzer wird,gehe immer noch sehr gern arbeiten,lese viel(wobei seid ich Weihnachten ein iPad bekommen habe kaum noch,habe einen Garten,2Söhne und 1zuckersüße Enkelin,die mich sehr liebt.
Unsere Familie ist an unseren Eltern zerbrochen.Von 2Söhnen will der älteste(ist Unternehmer)nichts von mir wissen.Kein Geburtstagsgruß- nichts!meine Enkelin ist von ihm und fragt mich oft,ob ich ihren Papi kenne.es macht mich alles traurigund viele Nächte habe ich überlegt ,was ich verkehrt gemacht habe.Dann als ich nichts gravierendes fand,denn ich war eine Liebe Mutti,finde ich mich damit ab und freue mich,dass es ihm gesundheitlich gut geht und seine Firma wächst und seine Familie keine Not haben.

Ich weiß,Irgentwann fängt bei jedem das zulassen von Gefühlen statt.

Liebe Kassandra,nun habe ich seit langer Zeit viel von der Seele geschrieben.
Ich schicke dir und deinem Sohn liebe Grüße
Vieleicht möchtest du einmal irgendwann über ihn schreiben? Würde mich freuen.

Nicht auf R/SFehler achten,bin noch sehr ungeübt.
Herzlichst Wildaster

Alles hat seine Zeit
Kassandra
Themenstarter
Liebe Wildaster,

ich bedanke mich ganz herzlich für Deine Offenheit und die Liebe, die aus diesem Text herausstrahlt. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich schreibe Dir bestimmt noch etwas dazu, aber erst heute abend oder morgen, denn jetzt muss ich zu meinem "Job".

Ich habe sicher auch noch viele Fragen an Dich. Erst mal wünsche ich Dir alles Liebe!

Herzliche Grüße
Kassandra


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