Bin verzweifelt... was stimmt nicht mit mir?

01.01.12 16:15 #1
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Bin verzweifelt... was stimmt nicht mit mir?

allages ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 01.01.12
Ich fasse zusammen:

- Schwermetallvergiftung (insbesondere Quecksilber)
- Histamin - Intoleranz
- andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Allergie gegen Zahnfüllungen
- sonstige Allergien --> IgE-Wert erhöht
- Entzündungen durch Autoimmunerkrankungen etc. --> IgG-Wert erhöht
- Borreliose
- Schilddrüse
- Parasiten
- Darmpilz
- Vitamin B12 - Mangel, allgemein Vitamine und Mineralstoffe

Jetzt stellt sich die Frage, wo ich anfangen sollte, was ist am wahrscheinlichsten? Und natürlich, welche Ärzte können mir helfen? Mein Hausarzt ist mir da keine große Hilfe, er kennt sich auf den meisten Gebieten nicht aus. Werde ich wohl die Kosten aller Untersuchungen selbst tragen müssen oder gibt es hier und da die Chance, dass die Krankenkasse einen Teil übernimmt? Ich bin gesetzlich versichert.

Bin verzweifelt... was stimmt nicht mit mir?

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
- Schwermetallvergiftung (insbesondere Quecksilber)

Habe ich was überlesen? Du hattest keine Amalgamfüllungen?

Das würde ich nach hinten schieben weil dir dein Hausarzt nicht helfen kann. Du einen guten Behandler brauchst, der dich begleitet und du dieses wahrscheinlich alles selbst zahlen müsstest.

Zuerst, was du beim Hausarzt bekommst:

- Schilddrüse: Überweisung zum Endokrinologen
- Vitamin B12 und alles was du noch auf Kasse bekommen kannst. Vitamin D musst du wahrscheinlich selbst zahlen. Das würde ich machen.

- Borreliose: Elisa Test mit Westernblot

- Allergie gegen Zahnfüllungen: Überweisung zum Allergologen. Du solltest dich jedoch vorher erkundigen, welcher Allergologe diese Tests (Epikutantest) überhaupt anbietet. Das machen nicht alle. Vielleicht kannst du nochmal mit deinen Eltern sprechen, ob sie sich erinnern, ob deine Probleme wirklich im zeitlichen Zusammenhang mit den Zahnfüllungen stehen.

Falls du beim Allergologen nicht weiterkommst gibt es verschiedene Tests die jedoch nicht von der Kasse bezahlt werden.

Acrylate sind auch im Kleber mit denen künstliche Fingernägel aufgeklebt werden. Eventuell könntest du mal testen, ob du darauf Hautreaktionen hast, welches ein Hinweis auf eine Acrylatallergie gibt.

Ansonsten Selbststudium im Internet. Ich würde noch googeln, was andere Berichten, die diese Allergie haben und ob es noch weitere Symptome (wie Rötungen und brennen im Mund) gibt, die daruf hindeuten, dass du Kunststoff verträgst oder nicht.

- Histamin - Intoleranz
Da es nur begrenste Diagnosemöglichkeiten gibt, ist es ratsam sich histaminarm zu ernähren um zu sehen, ob es sich bessert.

- andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Erstmal lesen, welche Intoleranz zu deinen Symptomen passen kann und wie diese untersucht werden. Siehe Wiki und Suchfunktion

- Darmpilz
Ich glaube auch nicht, dass dir der Hausarzt helfen kann. Also auch erstmal selbst belesen und seine Ernähung anpassen.

- Parasiten
Wird schwierig beim Hausarzt hilfe zu bekommen. Nach Lamblien könnte er vielleicht zuerst schauen.

Vielleicht kann dich ein Freund oder ein Familienmitglied zum Arzt begleiten. Jemand der charismatisch ist und dir hilft einige Untersuchungen durchzusetzen.

Weil das sagen Ärzte viel zu schnell, ohne wirklich alles abgeklärt zu haben.
Die Ärzte sagten, es käme von der Depression

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allages ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 01.01.12
vielen dank, derstreeck, für deinen Beitrag. Das hilft mir auf jeden Fall schonmal weiter. Hab mich bisschen erschlagen und hilflos gefühlt bei der Menge an in Frage kommenden Krankheiten.
Ich werd mir Überweisungen zu Allergologen und Endokrinologen geben lassen und die Untersuchungen, die mein Hausarzt durchführen kann, bei ihm machen lassen. Werd wohl nicht drum rum kommen, die meisten Untersuchungen selbst bezahlen zu müssen.
Zu der Quecksilbervergiftung: Nein, Amalgamfüllungen hatte ich keine aber als ich kleiner war bin ich des öfteren mit einem Quecksilber-Thermometer in Kontakt gekommen, vll. war das undicht oder so.

Gruß,
Chris

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windblume ist offline
Beiträge: 243
Seit: 16.01.12
Hallo allages,

Laudanum hatte Dir den Rat gegeben durch eine Auslass-Diät festzu-
stellen ob es Dir danach besser geht. Wenn es Dir besser geht, wäre
dies der indirekte Beweis dafür, daß Du höchstwahrscheinlich an einer
Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit leidest.
Es ist bestimmt mühevoll. Aber der Rat ist gut und Du solltest es
nicht unversucht lassen
. Dann kannst Du Dir auch so Untersuchungen
wie mit dem Nervenwasser sparen. Natürlich solltest Du die im Forum
empfohlenen Laboruntersuchungen und auf Parasiten, machen lassen.
Aber die von Laudanum
empfohlene Diät ist durch keine ärztliche Untersuchung zu ersetzen
und wird Dir viel Aufschluß geben.

Mach einen Anfang damit.

Die Labor-Untersuchungen kannst Du jederzeit machen.

Du hast völlig Recht, daß Du Dich nicht mehr in die Depressions-
Schublade stecken läßt.


Du bist auf dem richtigen Weg, du wirst selber noch rausfinden,
was Dir fehlt. Viel Erfolg und Kraft dabei

wünscht Dir windblume

Geändert von windblume (19.01.12 um 22:10 Uhr)

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allages ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 01.01.12
Hey, Windblume

wow, ja so eine Auslassdiät wird natürlich mühevoll sein, aber wie sich das hier darstellt, ist es anscheinend echt der beste Weg, herauszufinden, ob es eine Unverträglichkeit ist. Über Laborwerte scheint die Diagnose nicht sicher zu sein und das schlimmste wär, wenn so ein Test negativ ausfällt, ich aber trotzdem eine Unverträglichkeit hab. Wenn die Auslassdiät am verlässlichsten ist, dann werd ich das durchziehn. Fällt halt schwer daran zu glauben, dass eine Nahrungsmittelunverträglichkeit für dieser Fülle an Symptomen verantwortlich ist, ich hab das auch noch nie in Betracht gezogen, weil ich keinen Zusammenhang sehe zwischen auftretenden Symptomen und der Nahrung die ich zu mir genommen habe. Aber so wie ich viele Beiträge hier verstanden hab muss es gar nicht unmittelbar nach der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel zu Symptomen kommen. Naja, ich werds auf jeden Fall probiern.
Ja, das mit der Deprischublade ist leider so, man glaubts halt dann selber, wenn ein Arzt sagt "Du bist körperlich gesund, muss die Psyche sein". Aber nachdem so viele Therapieversuche und Psychopharmaka keine Besserung gebracht haben kann ich da einfach nich mehr dran glauben. In der letzten Klinik wo ich wegen Depressionen eingeliefert wurde, wurde ich als ich die Befürchtung geäußert hab, körperlich krank zu sein als Hypochonder abgestempelt. Da bleibt mir nur übrig die Ärmel hochzukrempeln und die Sache selbst in die Hand zu nehmen, auch wenns viel Mühe und wahrscheinlich auch Geld kosten wird, das ist es mir wert, ich will endlich leben können, fühl mich eher als würde ich sterben.
Danke für deinen Beitrag

liebe Grüße,
Chris

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Laudanum ist offline
Beiträge: 1.469
Seit: 16.11.10
Huhu Chris,

also bei mir war es auch so, dass ich nie im Leben damit gerechnet hatte, dass ich auf irgend ein Nahrungsmittel reagiere. Lediglich bei Eiern wusste ich in der letzten Zeit, dass ich ziemlich verlässlich danach stark duftende Blähungen kriegen würde.

Ich war in diesem Dauerzustand und las nur zufällig eine Symptomliste von der HIT und fand mich da total wieder. habe es dann einfach ausprobiert und siehe da: Habe schnell Verbesserungen gespürt. Und dann konnte ich erst merken, dass ich auf Essen reagiere, weil es nicht mehr so oft vorkam, dass ich ein falsches LM gegessen habe. Früher hab ich ja dauernd irgendwas gegessen und meine Ernährung bestand aus besodners viel Histaminbomben :-) Habe also immer schön meinen Pegel gehalten.

Vieles ist dadurch weggegangen, aber natürlich nicht alles. Im Prinzip ist das ja auch nur ein symptom und die Psyche ist im Laufe der Leidensjahre auch in Mitleidenschaft gezogen worden. Und irgendwas lkiegt bei mir noch im Argen. Aber die Ernährungsumstellung hat mir viel Leid genommen, worüber ich wirklich froh bin. Auch wenn es schwer ist für mich zu verzichten und ich es immer wieder nicht hinbekomme (kehre dann immer wieder reumütig zu meiner HIT-Diät zurück)

Alles Gute, laudanum

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Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Chris,

zum Thema Auslassdiät schau mal hier :
http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...tml#post754895

So könnte das vielleicht in etwa aussehen .


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
Hallo Allages,

Zu der Quecksilbervergiftung: Nein, Amalgamfüllungen hatte ich keine aber als ich kleiner war bin ich des öfteren mit einem Quecksilber-Thermometer in Kontakt gekommen, vll. war das undicht oder so.

Glaube ich nicht. Wenn dann schon eher eine Schwermetallbelastung durch die Mutter, wenn sie viel Amalgam im Mund hatte.

Da das Thema Ausleitung sehr komplex und eine Behandlung nicht kostenlos ist, würde ich dieses erstmal vergessen. Du musst auch bedenken, dass man Schwermetall, welches (eventuell) schon dein ganzens Leben in deinem Körper ist, nicht so einfach und sowieso nie vollständig ausgeleitet werden kann. Bei einer akkuten Vergiftung ist das was anderes.

Grüsse
derstreeck

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allages ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 01.01.12
@ derstreeck: Da meine Mutter keine Amalgamfüllungen hat, werd ich das wohl erstmal ganz nach hinten schieben. Danke


Ich habe vor, eventuell eine Fastenkur zur Entschlackung und Ausleitung von Stoffwechselgiften zu machen und direkt danach mit der Auslassdiät zu beginnen. Was haltet ihr davon?

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Laudanum ist offline
Beiträge: 1.469
Seit: 16.11.10
Hallo Chris,

ich selbst ahbe keinerlei Erfahrung mit Fasten. Für den Einen wird es sinnvoll sein, für den Anderen ist es eher ungeeignet. Das ist so das, was ich darüber, theoretisch, weiß.

Falls eine Intoleranz/Allergie vorliegt, könnte es zb. nach hinten los gehen, wenn Du mit unverträglichen Tees oder Säften usw. fastest. Eine Auslassdiät stellt ja schon fast eine Fastenkur dar, nur halt mit festen Stoffen. Eine Entgiftung würde in dem Fall auch schon angeregt werden, wenn man sich zuvor eher nicht ganz so gut ernährt hat.

Da es bei einer Fastenzeit immer auch Einleitungs- und Aufbautage geben soll, könntest Du erstmal mit einer Gemüsediät (die verträglich sein sollen) lediglich mit Salz und einem guten Öl anfangen, anschließend kannst Du ja das Fasten probieren. Wie wäre diese Strategie?

Viel Erfolg, laudanum


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