Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

29.11.11 17:47 #1
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Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

katzespatz ist offline
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Seit: 26.10.11
Hi Bunti!

Zitat von Bunti Beitrag anzeigen
zum Thema Süßsucht..
ha ha..ich hatte 5 Tage nichts süßes gegessen, als ich am we auf einem weihnachtsmarkt dann ein Dominostein mir im Mund schob, war genau das was ich prophezeit hatte, es schmeckte sowas von süß, dass es unangenehm war..mein Fehler war das Ding nicht auszusprucken.....

die Folge: ich habe gestern mindestens 6 große Schockopralinen auch verspeist...
ab morgen ist wieder Zuckerabstinenz...
Ja, das kenne ich. Einfach nur einmal eine kleine Menge Süßes essen, das klappt bei mir überhaupt nicht.

Schade, dass das Eiweiß nicht schmeckt. Ich kenne mich, wenn mir etwas nicht schmeckt, dann nehme ich es sowieso nicht ein. So steht auch schon die Dose mit dem Eiweißpulver aus Hühnereiweiß seit Wochen im Schrank.



Hi alexandria!

Das mit dem Kalium ist ja echt interessant! Ist übrigens auch meine Erfahrung, dass ich die Zusammenhänge selber herstellen muss. Da fällt es einem echt wie Schuppen von den Augen manchmal

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Auf das Kalium Chlorid bin ich durch Selbstbeobachtung gekommen.
Indem man sich selbst beobachtet kann man wirklich sehr viel herausfinden! Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie klug unser Körper ist! Gerade was Heißhunger betrifft.

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Das Paket Heißhungerattacken/Brotsucht/Serotoninmangel/Adrenalinmangel/Depressionen kenne ich aus der eigenen Familie. Bisher haben wir das Problem noch nicht wirklich im Griff.
Kennst Du das Buch: "Was die Seele essen will. The Mood Cure" von Julia Ross? Das hat mir bei den Depressionen sehr geholfen. Ich brauche schon seit über einem Jahr keine Antidepressiva mehr. Ich nehme die dort empfohlenen NEM's und habe meine Ernährung umgestellt. Hatte außerdem den angenehmen Nebeneffekt, dass ich die Kilos, die ich durch die Antidepressiva draufgefuttert hatte, wieder abgenommen hab.
Aber wahrscheinlich weißt Du das meiste eh schon, was da drin steht Du bist wirklich sehr gut informiert!
Gut informierte Mütter bekommen ihre Kinder eher wieder gesund als so mancher Arzt.
Ich hatte als Kind Asthma und meine Mutter hat nicht aufgegeben, bis sie die Ursache fand.


Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Da haben wir dann die Schilddrüsenprobleme, die mit PMS, Insulinresistenz und Depressionen einhergehen, was ja angeblich alles nichts mit einander zu tun hat.
Ich find es auch - mit Verlaub - echt bescheuert, dass das so nebeneinander her behandelt wird! Die SD-Medis bekomm ich von meiner Radiologin und das Progesteron von meiner Frauenärztin. Und wenn ich es nicht von mir aus erwähnen würde, wüssten beide nichts von der anderen. Ich wurde jedenfalls nicht danach gefragt.

Meine Mutter hatte vor ein paar Jahren einen schweren depressiven Zusammenbruch. Zeitgleich hatten die Wechseljahre bei ihr eingesetzt. Als sie das in der Psychiatrie erwähnte, meinte der Arzt nur, das hätte nichts miteinander zu tun. Bei dem, was ich heute weiß: das macht mich einfach nur fassungslos!!

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, ob du dich schon mal mit dem Thema hoher Blutdruck und Nierenversagen (nicht Nebennieren!) beschäftigt hast.
Nein, habe ich noch nicht. Ist nicht so meine Baustelle. Bin froh, wenn mein Blutdruck es mal über die 100 hinaus schafft.
Aber was Du dazu schreibst finde ich sehr interessant und logisch!


Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Solltest du darüber nachdenken, auch Kalium zu substitueren, so ein Tipp: Es gibt verschiedene Arten von Kalium. Viele Leute nehmen Basenpulver, in dem auch Kalium drin ist, und denken, sie nähmen jetzt Kalium. Meine Apothekerin hat mir gesagt, dass das ein schwerwiegender Irrtum sei. Das Kalium in diesen NEMs dient nur als Transporter für Magnesium, wird aber selbst vom Körper nicht aufgenommen. Das passiert nur beim Kalium Chlorid.
Ich habe noch ein wenig nachgelesen und meine letzten Befunde von Blutuntersuchungen studiert. Mein Kalium lag im oberen Drittel. Ich denke, ich brauche da nichts zusätzlich einzunehmen.
Habe eben noch ein wenig recherchiert und bin in einem meiner schlauen Bücher auf Folgendes gestoßen:

"Kaliummangel fördert infolge der verminderten Insulinsekretion Störungen der Glucosetoleranz"

==> Kaliummangel beinträchtigt also den Insulinstoffwechsel! Das begünstigt ja unter Umständen Fressattacken!
Das passt also zu all dem, was Du geschrieben hast.

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Wuff, nun habe ich mich ja sehr kurz gefasst. Ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen.
Liebe Grüße
alexandria
Das war doch sehr informativ! Vielen Dank auch wenn Kalium vielleicht nicht mein Problem ist

Liebe Grüße,
katzespatz

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

alexandria ist offline
Beiträge: 37
Seit: 28.07.11
Schönen Nachmittag, katzespatz !

Freut mich, dass ich dich nicht gelangweilt habe.
Wegen SD + PMS + PCOS haben wir es hier in Wien ein wenig besser. Hier gibt es eine Internistin, die ist ganz toll auf SD spezialisiert und die hat schon vielen Frauen zu einem Baby verholfen, weil sie weiß, dass das damit zusammenhängt und entsprechend therapiert.

Das mit dem Kalium und Insulin finde ich hoch interessant. Ich habe sofort im Internet nachgelesen. Insulin ist nötig, damit das Kalium in die Zellen gelangt. Könnte es möglich sein, dass du nach Kohlehydraten lechzt, DAMIT mehr Insulin produziert wird, das das Kalium in die Zellen schafft? Das würde erklären, warum dein Kaliumspiegel raltiv hoch ist. Nämlich außerhalb der Zellen, weil es nicht hinein kann. Basis wäre natürlich einmal zu wissen, ob du insulinresistent bist. Hast du das schon mal austesten lassen?

Außerdem habe ich gelesen, dass vermeintlich ein hoher Kaliumspiegel zustandekommt, wenn die Blutprobe zu lange herumsteht oder die Vene zu stark gestaut wurde. Also vielleicht einmal eine Kontrolle.

Ist dein Kalium im Serum oder im Vollblut untersucht worden? Das macht nämlich einen erklecklichen Unterschied. Bei meiner Tochter war es im Vollblut niedrig, aber noch im Referenzbereich, Hämatokrit korreliert jedoch unter aller Kritik.

Du hast also niedrigen Blutdruck. Ich frage mich, ob das eventuell damit zusammenhängt, dass dein Körper auf Sparflamme läuft, weil dein Noradrenalin nicht stimmt. Und Nachmittag braucht er dann via Heißhunger den Extrakick, damit du weiter durchhältst. Fühlst du dich dann antriebslos oder nur hungrig oder ist dir vielleicht zusätzlich noch kalt? Kannst du dich vielleicht an ein bestimmtes Ereignis oder eine Phase in deinem Leben erinnern, nach dem es mit den Heißhungsattacken so richtig losging? Kannst du die ganze Sache irgendwie mit dem Grund verlinken, warum du Asthma hattest? (Meine Tochter neigt nämlich interessanterweise zu Neurodermitis und die ist mit Asthma verwandt.)

Viele Fragen. Aber irgendwie muss es doch möglich sein, dem Ganzen auf den Grund zu kommen.

Schönen Abend
alexandria

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

katzespatz ist offline
Themenstarter Beiträge: 50
Seit: 26.10.11
Hi Alexandria!
Danke für die vielen Hinweise. Ich bin ein paar Sachen nachgegangen und habe weiter recherchiert Und ich habe einiges herausgefunden.

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Basis wäre natürlich einmal zu wissen, ob du insulinresistent bist. Hast du das schon mal austesten lassen?
Das habe ich bisher nicht testen lassen. Mein Nüchtern-Zucker ist immer ok, aber ich habe gelesen, dass das nicht sehr aussagekräftig ist. Ich werde es im Hinterkopf behalten! Im Moment verfolge ich andere "Spuren" (ist ja wirklich die reinste Detektivarbeit). Wenn das alles nichts bringt, dann werde ich dem auch einmal nachgehen.

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Ist dein Kalium im Serum oder im Vollblut untersucht worden? Das macht nämlich einen erklecklichen Unterschied.
Ganz normal im Serum. An den Unterschied hatte ich nicht gedacht. Eine Vollblutanalyse habe ich bisher nicht machen lassen. Mir fehlt leider einfach das Geld für die vielen Tests. Momentan arbeite ich viel mit meinem Gefühl, was mir gut tut und was nicht. Die Heißhunger-Geschichte finde ich da sehr gut!

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Du hast also niedrigen Blutdruck. Ich frage mich, ob das eventuell damit zusammenhängt, dass dein Körper auf Sparflamme läuft, weil dein Noradrenalin nicht stimmt. Und Nachmittag braucht er dann via Heißhunger den Extrakick, damit du weiter durchhältst. Fühlst du dich dann antriebslos oder nur hungrig oder ist dir vielleicht zusätzlich noch kalt? Kannst du dich vielleicht an ein bestimmtes Ereignis oder eine Phase in deinem Leben erinnern, nach dem es mit den Heißhungsattacken so richtig losging? Kannst du die ganze Sache irgendwie mit dem Grund verlinken, warum du Asthma hattest? (Meine Tochter neigt nämlich interessanterweise zu Neurodermitis und die ist mit Asthma verwandt.)
Ja, ich denke, das ist alles so, wie Du schreibst. Antriebslosigkeit ist auch häufig ein Problem bei mir. Nur den wirklichen Grund habe ich noch nicht gefunden.

Asthma hatte ich als Kind (ca. ab Kindergarten/Grundschulalter). Meine Mutter hat mich wieder hinbekommen mit einer Diät, die Milcheiweiß ausschloss und jegliche Fertigprodukte, Weißmehl etc. Also die gute alte Vollwertkost nach Dr. Bruker. Allerdings mit Fleisch.
Zu der Zeit war ich häufig krank. Neben Asthma alle Kinderkrankheiten, chronische Innenohrinfekte usw. Ich war untergewichtig und Fressattacken hatte ich, soweit ich weiß, nicht.
Das fing eigentlich erst im Teenager-Alter an. Mit 12 habe ich aufgehört, Fleisch zu essen. Jedoch habe ich nicht gezielt mit pflanzlichen Nahrungsmitteln ausgeglichen. Daher lagen wahrscheinlich schon zu diesem Zeitpunkt Nährstoffmängel vor.

Der große Knick kam so mit 16-17, nachdem ich meine erste Periode bekommen hatte. Mit 17 das erste Mal Zusammenbruch mit Depressionen, musste ein Schuljahr wiederholen. Ab dieser Zeit fing das auch mit dem unkontrollierten Essen an. Ich habe zu der Zeit auch viel zugenommen. Ich habe mich absolut ungesund ernährt, geraucht und relativ viel Alkohol getrunken (noch im gesellschaftlich akzeptierten Rahmen, aber aus heutiger Sicht definitiv zu viel).
Ich fing an, die Pille zu nehmen, weil ich meinen ersten Freund hatte. Das war wahrscheinlich auch genau falsch. Das PMS wurde allerdings besser.

Aufgrund dieser Zusammenhänge gehe ich davon aus, dass auf jeden Fall das Hormonsystem eine Rolle spielt. Und das Ungleichgewicht des Hormonsystems ist anscheinend in einem grundlegenden Ungleichgewicht, das vermutlich schon seit meiner Geburt besteht, begründet. Denn nach Aussage meiner Mutter war ich schon als Baby verhaltensauffällig; ich habe NIE geschlafen. Das kann kein Zufall sein. Für mich ein Hinweis auf einen damals schon bestehenden Serotoninmangel. Dafür spricht auch, dass ich immer ein sehr ängstliches Kind war.

..... lange Rede ... kurzer Sinn. Dem grundlegenden Problem bin ich NOCH nicht auf die Schliche gekommen.

Was den Heißhunger betrifft: Da habe ich eine interessante Entdeckung gemacht. Ich habe ja jetzt ein paar Tage gluten- und caseinfrei gelebt. Mein Heißhunger auf das Brot ist weg und hat sich verlagert. Ich esse in großen Mengen Nüsse, vor allem Mandeln. Und jetzt darfst Du dreimal raten, was da in hoher Dosis drin ist: KALIUM! Bingo! Deshalb bin ich Dir sehr dankbar für Deinen Hinweis!

Ich habe auch hier

heisshunger, ernährung, gesundheit, mineralstoffe, vitamine

den Test gemacht. Und mein größter Mangel besteht anscheinend bei Zink. In den kaliumreichen Lebensmitteln, auf die ich so abfahre (Nüsse, Mandeln, Roggenbrot, Spinat, Hülsenfrüchte, Schoki) ist auch jeweils viel Zink vertreten.
Das hat mich stutzig gemacht, denn bei meinen Recherchen bin ich im Zusammenhang mit Zink und meinen Symptomen (Heißhunger, SD-Unterfunktion, PMS, Depressionen, Konzentrationsstörungen, Darmprobleme) immer wieder darauf gestoßen:

Kryptopyrrolurie

Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselstörung. Aufgrund eines Enzymdefekts scheidet der Körper sehr viel Zink und Vitamin B6 aus. Dies wiederum führt zur verringerten Aufnahme weiterer Mineralstoffe.

Unter

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gibt es einen Test, den hab ich gemacht. Nach dem Ergebnis liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit Pyrrolurie vor.

Das ist momentan meine heißeste Spur. Denn es wäre eine Erklärung für all die Symptome, die mich schon mein ganzes Leben - mal mehr, mal weniger - begleiten.

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Viele Fragen. Aber irgendwie muss es doch möglich sein, dem Ganzen auf den Grund zu kommen.
So, ich hoffe, ich hab Dich nicht gelangweilt. Das ist der aktuelle Stand meiner "Ermittlungen"!

Viele Grüße!

Schönen Tag wünscht
katzespatz

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

alexandria ist offline
Beiträge: 37
Seit: 28.07.11
Hallo katzespatz !

Also es ist wirklich verblüffend, wie sich die Bilder gleichen! Also gleich mal zu Anfang für dich den großen Hammer: Meine Tochter (und um die geht es eigentlich bei dem Ganzen) war ein ganz normales schlankes, gesundes Kind bis zum Alter von 3,5 Jahren. Dann ging es los - mit was denkst du? Mittelohrentzündungen in Serie! Kurz nach ihrem 4.Geburtstag wurden ihr dann auf Anraten des HNO die entzündeten Gaumenmandeln und die Polypen entfernt, damit die angesammelte Flüssigkeit im Innenohr abfließen konnte und sich nicht weitere Entzündungen bildeten. Nach der OP war für ca. ein dreiviertel Jahr Ruhe. Dann begann sie zuzunehmen, obwohl sie ihre prinzipiell auf Gesundes achtende Ernährung in keiner Weise geändert hatte, auch in der Menge nicht. Als sie 8 war, wurde dann Insulinresistenz festgestellt.

Vor ca.anderthalb Jahren ging ein US Forschungsergebnis durch das Web, dass Kinder nach Mandeloperationen zunehmen. Einen (von vielen) Link schicke ich dir mit:

Getting tonsils removed tied to kids' weight gain - Health - Children's health - msnbc.com

Leider ist die Studie in ihren Rückschlüssen ziemlich platt (z.B. dass die operierten Kinder zunehmen, weil die Eltern sie aus Mitleid mit Schokolade vollstopfen. So ein Blödsinn!) und drückt nur aus, dass die Ärzte keine Ahnung über die wahren Ursachen haben. Ich war schon 10 Jahre früher der Meinung, dass bei meiner Tochter alles mit der Mandeloperation begann. Wirklich den Clou habe ich bisher auch nicht gefunden, aber ich konzentriere mich derzeit auf 2 Hauptstoßrichtungen: 1) Durch die MandelOP wird die Nervenverbindung zwischen Darmtrakt und Hypothalamus gestört, sodass dieser falsche oder unvollständige Botschaften erhält und daher an die Hypophyse falsche Befehle erteilt, die einen Rattenschwanz an Auswirkungen nach sich ziehen. (Kann ich dir, wenn du willst, ein andermal ausführlich erläutern.) 2) Durch die vorangehenden Krankheiten und die OP wird der Körper in seinen Mikronährstoffen und seinem Mineralstoffhaushalt (u.a. Kalium!!!) so gestört, dass er dringend "aufgepäppelt" werden müsste. Da das aber keiner macht, werden die negativen Auswirkungen immer schlimmer, bis sie zu den bekannten Ausfällen bzw. "Krankheiten" führen.

Möglicherweise ist die Maßnahme des Körpers (= Enzym Resistin in den Zellen), durch eine Steigerung der Insulinproduktion den Food Intake und damit den Intake an Mikronährstoffen zu steigern, ganz gezielt so gemacht. Das Problem ist nur, dass wir bei unseren Ernährungsgewohnheiten damit in erster Linie (leere) Kohlehydrate zuführen. Auf jeden Fall ist Insulinresistenz eine sehr gefährliche Sache, denn sie führt unbehandelt über kurz oder lang zu Diabetes II. Soweit ist sich auch die herkömmliche med.Forschung inzwischen einig. Da deine Heißhungerattacken eine hohe Chance haben, von zuviel Insulin hervorgerufen zu werden, empfehle ich dir, das Thema vordringlich zu behandeln. Bei uns werden die entsprechenden Tests von jeder Diabetesambulanz auf Krankenschein durchgeführt. Dass bisher dein Nüchternblutzucker immer o.k. war, spricht eher FÜR Insulinresistenz als dagegen. Der Blutzucker ist erhöht, wenn ZU WENIG Insulin vorhanden ist (bereits manifester Diabetes). Da du womöglich Insulin im Überfluss hast ..... nona. Daher unbedingt beachten: Ein herkömmlicher Zuckerbelastungstest hat KEINERLEI Aussagekraft hinsichtlich Insulinresistenz! Der Test läuft zwar ähnlich ab, aber zusätzlich zur Entwicklung des Blutzuckerspiegels wird der Insulinspiegel gemessen, der eine Aussage ermöglicht.

Diabetes II entsteht bekanntlich daraus, dass die Bauspeicheldrüse jahrelang zu viel Insulin erzeugt und wegen dieser Überproduktion dann irgendwann schlappmacht. Du warst also eines dieser nervigen Babies, die man nur mit Gewalt zum Schlafen bekommt. Dass du deshalb darauf tippst, dass du schon damals Serotoninmangel hattest, liegt zwar logisch nahe, überzeugt mich aber nicht wirklich. Instinktiv erinnert mich das eher an die Parallele zum Insulin. Was, wenn du damals eine ÜBERfunktion der Nebennieren hattest mit zuviel Adrenalin, die später aus Erschöpfung in eine UNTERfunktion gekippt ist? Das ist nur eine Denkanregung. Aus der Geschichte meiner Tochter kann ich da leider nicht mit Erfahrungswerten aufwarten, denn die leidet zwar auch unter Depressionen und hat niedriges Serotonin, war aber nicht eines dieser superlebhaften Kleinkinder. Störungen des Cortisolhaushaltes hatte sie aber zweifelsfrei schon als Kindergartenkind. Morgens kan sie nicht auf. Den ganzen Tag war sie eher schaumgebremst (hat sich mit dem Alter verstärkt) und ab 22 Uhr wurde sie putzmunter und aktiv bis weit nach Mitternacht.

Als meine Tochter 14 war, musste sie sich einer Knöcheloperation unterziehen, die sie körperlich ziemlich mitgenommen hat. Selbstverständlich ist sie nachher zwar orthopädisch, aber überhaupt nicht gesamtkörperlich nachbetreut worden. Ich bin mir ganz sicher, dass der orthomolekulare Schaden, den sie davon bekam, die wahre Ursache war, dass sie wenige Monate später Neurodermitis entwickelte. Die wurde parallel zu den Depressionen immer schlimmer und - man staune - ging von selbst weg, als meine Tochter gegen die Depressionen (nicht gegen die Neurodermitis!) TCM-Medikamente nahm, die Johanniskraut enthielten. Für mich ein Beweis, dass in dem ganzen endokrinen Trauerspiel nicht nur Hypophyse und Amygdala (= Angst und Panik) sondern auch die Epiphyse eine Hauptrolle spielen.
Haut und Lunge gehören zusammen. Sowohl bei ND als auch Asthma wird es oft auf die Psyche geschoben. Ich halte das schon lange für Unfug. Deshalb wundert mich nicht, dass dein Asthma mit der Diät wegging. Vollwertkost brachte endlich die dringend entbehrten Mikronährstoffe in deinen Körper und weil dein Darm nicht mehr von Gluten und Casein verklebt war, konnte er sie auch aufnehmen.

Hinsichtlich der Pyrrolurie bin ich skeptisch. Zugegeben, die Symptome scheinen zu stimmen, bei dir wie bei meiner Tochter. Aber meine Tochter hat nachgewiesenermaßen starken Zinkmangel und fast zuviel Vitamin B6. Also scheidet Pyrrolurrie aus. Der Zinkmangel erklärt sich bei ihr aus einem drastisch überhöhten Kupferspiegel, denn die beiden sind Gegenspieler. Der Test auf Morbus Wilson war jedoch glücklicherweise negativ. Der Facharzt für MW sagte, dass das hohe Kupfer seiner Meinung nach von der Pille käme. Die hast du ja auch nicht vertragen. Von den zinkreichen Lebensmittel, nach denen du so gierig bist, treffen auch alle auf mich selbst zu, besonders Mandeln, Hülsenfrüchte (seit meiner Kleinkinderzeit!) und Roggenbrot. Ich habe aber laut meinem letzten Bluttest einen Zinküberschuss. Also denke ich, dass es wohl doch das Kalium ist.

Ich weiß, dass die privaten Blutuntersuchungen schweineteuer sind und die Kasse die wirklich aufschlussreichen Tests nicht zahlt. Aber anders kommt man der Sache nicht näher bzw. kann man auf diese Weise wenigstens Gründe ausschließen und erkennen, wenn man auf dem medizinischen Holzweg ist. Ich habe z.B. bei meiner Tochter den Leptinspiegel untersuchen lassen, der eine wesentliche Rolle bei den Fressattacken spielt. Nach allen Symptomen hätte er sehr hoch sein müssen. Aber - siehe da - er war ganz normal. Also konnte ich mal eine Rezeptorstörung im Hypothalamus ausschließen.

Du hast recht, das ganze Thema ist ein Puzzlespiel und die "Betriebsanleitungen", die man von den Ärzten bekommt, sind überwiegend Schrott. Aber wenn zwei Betroffene ihre Erfahrungen austauschen, fallen manche Detail automatisch zusammen. Zumindest weiß man dann, dass die eigenen Beobachtungen nicht nur Wunschträume oder Einzelfälle sind. Deshalb wäre es für mich hilfreich, wenn du im Detail schildern könntest, wie sich dein PMS abspielt und was die Ärztin dagegen tut bzw. dazu meint. Meine Tochter hat zwar nur minimal PMS, aber gerade deshalb wäre es interessant, aus zwei Richtungen zum selben Kern vorzustoßen.

Vorläufig Medi-Sherlock'sche Grüße !
alexandria

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

alexandria ist offline
Beiträge: 37
Seit: 28.07.11
Noch ein Nachschlag für heute:

Ich habe gerade beim Surfen folgende Links entdeckt:

Prämenstruelles Syndrom News | Spezielle Vitamine senken Risiko ...

Hilfe bei Frauenleiden

Vitamin B1 (Thiamin)

pahema - Der tierische Bioladen - Bierhefe

Falls du sie noch nicht kennst, gibt dir das sicher Stoff zum Nachdenken und möglicherweise die Antwort auf einige Fragen.
Meine Tochter hat ständig "Gusto" auf rohen Hefeteig und ich war als Kind verrückt danach!

Außerdem fand ich gerade folgenden Zusammenhang:
Asthma - Prostaglandine - Nachtkerzenöl - Prostaglandine - Neurodermitis - Nachtkerzenöl
Also doch derselbe Wurm in der Sache?

Schönen Abend !
alexandria

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

katzespatz ist offline
Themenstarter Beiträge: 50
Seit: 26.10.11
Hi alexandria!


Puh! Mal wieder jede Menge Informationen Also:


Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Kurz nach ihrem 4.Geburtstag wurden ihr dann auf Anraten des HNO die entzündeten Gaumenmandeln und die Polypen entfernt, damit die angesammelte Flüssigkeit im Innenohr abfließen konnte und sich nicht weitere Entzündungen bildeten. Nach der OP war für ca. ein dreiviertel Jahr Ruhe. Dann begann sie zuzunehmen, obwohl sie ihre prinzipiell auf Gesundes achtende Ernährung in keiner Weise geändert hatte, auch in der Menge nicht. Als sie 8 war, wurde dann Insulinresistenz festgestellt.
Die Parallelen sind wirklich erstaunlich. Im Alter von ca. 5 Jahren wurden mir auch Polypen entfernt. Meine Mandeln habe ich noch. Bei mir hat sich nach der OP jedoch glücklicherweise keine Verschlechterung eingestellt.

Aber: beim Thema OP fällt mir noch etwas ein. Kennst Du Dr. Kuklinski? Der geht in seinem Buch davon aus, dass eine instabile Halswirbelsäule Ursache verschiedenster Krankheitsbilder sein kann. Er beschreibt, dass bei vielen Patienten die Beschwerden nach einer Operation angefangen haben. Denn da wird der Kopf überstreckt und die Halswirbelsäule unter Umständen unbemerkt beschädigt. Sein Therapiekonzept besteht aus Mikronährstoffen und Behandlung der Halswirbelsäule.

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Da deine Heißhungerattacken eine hohe Chance haben, von zuviel Insulin hervorgerufen zu werden, empfehle ich dir, das Thema vordringlich zu behandeln.
Ich werde das wohl doch nicht so auf die leichte Schulter nehmen.
Allerdings arbeite ich momentan noch an vielen anderen Baustellen, u.a.:
-Ausgleich des Vitamin-D-Spiegels
-das Progesteron nehme ich erst seit einem Monat
-ich nehme jetzt hochdosiert Vitamin B 6 und Zink, um auszuprobieren, ob sich etwas ändert

Da möchte ich erst einmal abwarten, was passiert. Zumal ja der Heißhunger auch mit all dem zusammen hängen kann.

Ich habe mal geschaut, was denn wäre, käme bei einem entsprechenden Test Insulinresistenz heraus. Als Behandlungsmöglichkeiten steht da immer nur: Gewichtsreduktion, Ernährung mit niedrigem glykämischen Index und Sport.

Meine Ernährung habe ich schon lange entsprechend umgestellt. Natürlich ausgenommen der Schoki, die ich manchmal brauche.
Momentan esse ich noch nicht einmal Obst.
Abnehmen muss ich nicht, wiege 66kg bei 1,76m und habe somit Normalgewicht.
Und Sport mache ich. Müsste ich noch regelmäßiger machen. Da ich aber im Moment stark von PMS gebeutelt bin (dazu unten mehr), schaffe ich es nicht ganz so oft.

Eine entsprechende Untersuchung würde also an meinem momentanen Zustand nichts verändern. Deshalb liegen meine Prioritäten auch momentan woanders.


Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Du warst also eines dieser nervigen Babies, die man nur mit Gewalt zum Schlafen bekommt. Dass du deshalb darauf tippst, dass du schon damals Serotoninmangel hattest, liegt zwar logisch nahe, überzeugt mich aber nicht wirklich.
Ich komme deswegen darauf, weil ich davon ausgehe, dass bei uns in der Familie Serotoninmangel vererbt ist. Depressionen und damit teilweise verbundener Alkoholkonsum sind das Kreuz meiner Familie (mütterlicherseits: Mutter, beide Tanten, Großvater; väterlicherseits: Vater, Großvater; nicht alle haben ein Alkoholproblem).
Außerdem nimmt auch meine jüngere Schwester Antidepressiva. Sie ist Psychologin und arbeitet in einer Suchtklinik und sie findet all das, was ich bis jetzt herausgefunden habe und was mir ja auch gut geholfen hat (nehme seit über 1 Jahr keine AD mehr) blödsinnig. Soviel dazu.

Im Sommer habe ich einen Neurotransmittertest machen lassen und da wurde der Serotoninmangel bestätigt.
Natürlich ist auch eine Fehlfunktion der Nebennieren denkbar, da es aber 30 Jahre her ist, lässt sich diese Frage wohl nicht mehr klären.
Im Übrigen besteht das Therapiekonzept bei Nebennierenerschöpfung ja auch in kohlehydratarmer Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung, Stressverringerung und Mikronährstoffen. Nichts anderes mache ich ja schon verstärkt seit über 1,5 Jahren.


Zitat von alexandria Beitrag anzeigen

Als meine Tochter 14 war, musste sie sich einer Knöcheloperation unterziehen, die sie körperlich ziemlich mitgenommen hat. Selbstverständlich ist sie nachher zwar orthopädisch, aber überhaupt nicht gesamtkörperlich nachbetreut worden.
Und wieder eine OP. Google mal Dr. Bodo Kuklinski!

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Hinsichtlich der Pyrrolurie bin ich skeptisch.
Skepsis ist immer gut
Es ist eben im Moment meine heißeste Spur. Ich hab mir überlegt, dass ich nach Weihnachten (wenn wieder etwas Geld in der Kasse ist) vielleicht einen Test auf KPU mache. Bis dahin nehme ich jetzt schon seit 2 Tagen Zink und B6 hochdosiert. Mal gucken, ob sich etwas ändert. Ich fühle mich sehr wach, wacher als sonst. Bezüglich des Appetits aber noch keine Veränderungen.


Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Zumindest weiß man dann, dass die eigenen Beobachtungen nicht nur Wunschträume oder Einzelfälle sind. Deshalb wäre es für mich hilfreich, wenn du im Detail schildern könntest, wie sich dein PMS abspielt und was die Ärztin dagegen tut bzw. dazu meint. Meine Tochter hat zwar nur minimal PMS, aber gerade deshalb wäre es interessant, aus zwei Richtungen zum selben Kern vorzustoßen.
Du hast recht, es tut gut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und nicht nur immer vom Hausarzt zu hören: "Das ist neumodischer Schnickschnack!"

Ich weiß zwar nicht, ob sich die Situation Deiner Tochter mit meiner vergleichen lässt, aber gerne schildere ich Dir meine Erfahrungen:

Zunächst ist es wohl wichtig, zu erwähnen, dass ich 13 Jahre die Pille (mit Gestagen) genommen habe (von 17-30). Nicht immer das gleiche Präparat und auch eine zeitlang den Nuvaring (gibt Hormone lokal über die Schleimhaut der Vagina ab).
Während der Zeit der hormonellen Verhütung hatte ich immer wieder mit depressiven Phasen zu kämpfen.

Vor ungefähr 8 Monaten habe ich die Pille abgesetzt. Da hatte ich schon eine ganze Weile ohne AD gelebt und es ging mir psychisch (auch dank einer Psychotherapie) gut. Ich hatte viel gelesen über die Zusammenhänge der Hormone und wollte nach der Diagnose Hypothyreose die Pille nicht mehr nehmen. Ohnehin hatte ich das Gefühl, dass die Pille mir nicht gut tut.

Nach Absetzen der Pille bekam ich dann die PMS-Beschwerden: Ungefähr ab dem 10. Zyklustag
-Wassereinlagerungen; ich fühle mich fett und aufgequollen; ich wiege mehr (ca. 2 kg); die Verdauung wird sehr träge
-extreme Appetitsteigerung; Fressanfälle
-extreme Müdigkeit; Antriebsstörungen
-Muskelschmerzen; Gelenkschmerzen
-unreine Haut im Gesicht und auf dem Rücken
-extreme Stimmungsschwankungen und Selbstmordgedanken (es ist schon seltsam, wenn man in einer funktionierenden langjährigen Beziehung an zwei aufeinander folgenden Monaten immer eine Woche vor der Periode plötzlich mit seinem Freund Schluss machen will, oder?)

Das wurde von Monat zu Monat immer schlimmer. Deshalb hat meine Hausärztin eine Hormonstatus-Untersuchung am 20. Zyklustag gemacht. Dieser Test war unauffällig, d.h. ich hatte einen Eisprung.

Es ist auch möglich, dass man nach Absetzen der Pille keinen Eisprung mehr bekommt und somit überhaupt kein Gelbkörperhormon da ist.

Aufgrund meiner Beschwerden geht meine FÄ aber davon aus, dass ich eine Gelbkörperhormonstörung habe. Deshalb hat sie mir Progesteron verschrieben. Das habe ich letzten Monat zum ersten Mal genommen (14.-28. Zyklustag) und es hat schon sehr gut geholfen. Die Fressanfälle sind weniger geworden und nicht mehr ganz so intensiv. Die Stimmungsschwankungen waren erheblich abgemildert. Den größten Effekt habe ich bei den Ödemen bemerkt. Ich habe mich richtig leicht gefühlt.
Leider habe ich noch nicht die optimale Dosierung gefunden. Bei der empfohlenen Dosis hatte ich schlimme Kopfschmerzen und ich war noch viel müder als sonst. Diesen Monat werde ich weiter experimentieren.

Als es mir plötzlich wieder so schlimm ging, habe ich es bereut, die Pille abgesetzt zu haben. Aber es war bestimmt der richtige Schritt, um mit dem Hormonungleichgewicht endlich aufzuräumen. Jetzt braucht es wohl Geduld....
Vielleicht gehe ich im neuen Jahr zu einem Endokrinologen, um das Nebeneinander von FÄ und Radiologin zu beenden. Aber da muss ich erst eine gute Adresse finden.

Ich weiß nicht, wie alt Deine Tochter ist. Pille absetzen, der Rat wird so schnell erteilt. Aber man möchte ja auch nicht, dass ein junges Mädchen, das dazu noch gesundheitlich gebeutelt ist, ungewollt schwanger wird. Das war auch lange Zeit bei mir der Grund, weshalb ich die Pille trotz meiner Probleme weiter genommen habe. Man muss eben sehr diszipliniert sein, wenn man nicht schwanger werden will.
Außerdem kann es vor allem in Sachen Depressionen fürchterlich bergab gehen. Ich hatte plötzlich von einem Tag auf den anderen Selbstmordgedanken, obwohl ich vorher über viele Monate absolut stabil gewesen war.

Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Prämenstruelles Syndrom News | Spezielle Vitamine senken Risiko ...

Hilfe bei Frauenleiden

Vitamin B1 (Thiamin)

pahema - Der tierische Bioladen - Bierhefe

Falls du sie noch nicht kennst, gibt dir das sicher Stoff zum Nachdenken und möglicherweise die Antwort auf einige Fragen.
Meine Tochter hat ständig "Gusto" auf rohen Hefeteig und ich war als Kind verrückt danach!
Ich war lange Zeit so verrückt nach Hefe, dass ich mir extra ein Stück Hefe gekauft habe, um es so zu essen. Das ist aber weg, seit ich morgens und abends einen Vitamin-B-50 Komplex nehme.


Zitat von alexandria Beitrag anzeigen
Außerdem fand ich gerade folgenden Zusammenhang:
Asthma - Prostaglandine - Nachtkerzenöl - Prostaglandine - Neurodermitis - Nachtkerzenöl
Also doch derselbe Wurm in der Sache?
Danke für den Hinweis, hatte leider noch keine Zeit, dem nachzugehen. Das werde ich aber nachholen

Dir auch einen schönen Abend und liebe Grüße!
katzespatz

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

answer ist offline
Beiträge: 465
Seit: 09.06.09
Hallo,

ich lese eure postings mit großem Interesse und Erstaunen. Meine Ernährung ist ja seit Jahren sehr bewußt. Ich ernähre mich sehr ausgewogen, esse KH und Eiweiß, allerdings nicht in Kombination, ich esse Salat und Gemüse, ich esse Obst und auch Milchprodukte. Und manchmal esse ich auch Süssigkeiten, aber wenig Schokolade, da ich die eigentlich nicht mag und nur in der Not esse, wenn keine Kekse im Haus sind.

Ich habe meinen Nachmittagshunger, genauer gesagt meine "Freßattacke" nicht mehr. Dieser thread war für mich die Spontanheilung. Ganz bewußt überstand ich diese unnötige Nahrungszufuhr, indem ich sie als unnötig wahrgenommen habe. Im Gegensatz zu vielen von euch und euren Kindern habe ich meine Mandeln und Polypen noch, habe keinerlei Allergien, keine Borreliose, bin total gesund, außer meinem Krebs, meinen ständig wiederkehrenden Tumoren.

Bei mir war es eine psychische Freßattacke. Ich denke, ich wollte mir etwas Gutes tun. Ich bin im Gegensatz zu der Zeit vor meiner Krankheit viel alleine. Mein Mann ist oft die ganze Woche unterwegs und ich kann meiner Berufstätigkeit leider nicht mehr nachgehen.

Ich danke euch ganz herzlich für eure Hilfe, meine Freßattacken sind wirklich total weg und fast 2 kg habe ich dadurch auch verloren.

Ich drück euch ganz feste die Daumen, dass ihr bei euren Ursachenforschungen auch so erfolgreich seid.

Liebe Grüße
answer

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

katzespatz ist offline
Themenstarter Beiträge: 50
Seit: 26.10.11
Hallo answer!

Zunächst einmal: herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe, dass das auch so bleibt!

Was Du schreibst, finde ich sehr interessant! Du hast deinen Nachmittagshunger als psychisch bedingt identifiziert und dankst uns dafür? Dabei haben wir bisher die psychischen Faktoren noch gar nicht näher beleuchtet

Du schreibst, dass Du viel alleine zu Hause bist. Das hat mir zu denken gegeben, denn das ist auch bei mir der Fall. Ich bin Studentin in der Examensvorbereitungs-Phase. Das bedeutet, dass ich nicht mehr in die Uni muss und nur noch zu Hause lerne.
Mir ist aufgefallen, dass dieser Hunger weniger vorhanden ist, wenn ich unterwegs bin. Mache ich z.B. einen Stadtbummel, merke ich erst Hunger, wenn mein Magen knurrt. Oder letztens hab ich mich mit einer Freundin getroffen zum Kaffeetrinken. Obwohl sie sich etwas zu essen bestellt hat, konnte ich ohne Probleme darauf verzichten. Das gute Gespräch war mir genug.
Leider bin ich ein wenig isoliert momentan. Durch meine jahrelangen Depressionen habe ich nicht mehr viele Freunde und Sozialkontakte sind aufgrund der jetzigen Situation allgemein rar.

Danke answer! Durch Deine Rückmeldung ist mir einmal mehr bewusst geworden, dass ich diese Aspekte nicht vernachlässigen sollte!

Liebe Grüße
katzespatz

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

alexandria ist offline
Beiträge: 37
Seit: 28.07.11
Schönen Nachmittag, katzespatz !

Ich hoffe, du bist nicht böse, wenn ich schreibe, dass ich geschmunzelt habe, dass du immer drei Tage vor deiner Periode deinen Freund plötzlich unerträglich findest. Ich bin ganz deiner Meinung, dass das mit deinen Hormonen und nicht mit der Qualität deiner Beziehung zusammenhängt. In einem Artikel in einer Frauenzeitung las ich vor ein paar Monaten eine launige und meiner Meinung nach sehr treffende Bezeichnung für das Problem: Dr.Jekyll and Mrs Hyde.
Ich hatte zwar nie wirklich PMS oder Depressionen, aber mir fiel schon als Teenager auf, dass gewisse "Launen" bei mir in regelmäßigen Abständen wiederkehrten. Die, die Depressionen am nähesten kommt, nannte ich "Weltuntergangsstimmung". Ich begann, darüber penibel Buch zu führen (in den 70er Jahren war dieses Thema in der Medizin noch nicht vertreten) und konnte so den Zyklus herausarbeiten. Es hat mir sehr geholfen, denn immer wenn ich wieder solche Anwandlungen hatte, schaltete ich mein Großhirn zu und sagte mir: "Aha, schon wieder bloß der 20.Tag und kein WIRKLICHER Anlass zur Panik. Also ignorier es einfach." Ich kann dir nur empfehlen, auch so ein Tagebuch zu führen. Man gewinnt damit ein wenig Distanz zu den Abläufen und wird dadurch nicht mehr so davon überrollt.

Die Symptome, die du als PMS beschreibst, hat meine Tochter eigentlich den ganzen Monat über. (Auf Selbstmord ist sie noch nicht verfallen soweit ich weiß, aber ich habe schon längere Zeit befürchtet, dass das eine weitere Steigerungsstufe sein könnte.) Natürlich hat sie sie nicht ununterbrochen, es gibt auch relativ normale Tage dazwischen. Ich bezeichne das immer als Transmitterwackelkontakt. Was die Sache jedoch für uns alle ungeheuer belastend macht, ist, dass die Stimmungen wie bei einem Lichtschalter völlig unvorhersehbar umschnappen können. Mittlerweile sind wir dahintergekommen, dass dann offenbar eine Art paranoider Schub einsetzt und meine Tochter aus heiterem Himmel behauptet, dass irgendeine völlig harmlose Bemerkung in Wirklichkeit (ihrer Wirklichkeit!) eine tiefsinnige Bedeutung habe, die abwertend oder gemein gemeint war. Sie ist dann für Logik absolut nicht mehr zu erreichen, obwohl sie hochintelligent ist und messerscharf denken kann, wenn es ihr gut geht.

So bin ich eigentlich auf die Links gekommen, die ich dir vorgestern nachgeschickt habe, nämlich den Zusammenhang zwischen Beeinträchtigung des orbifrontalen Cortex (dort sitzt das logische Denken UND die Suchtkontrolle!) und Thiamin-Mangel. Lies doch mal in Wikipedia den Eintrag über das Korsakow-Syndrom nach. Da geht es auch um Alkoholismus.
Auch meine Tochter hat seit Jahren einen Heißhunger auf rohen Germteig und Brot. Beides hat sie aber wegen der Insulinresistenz gemieden. Auch sie substituert seit Monaten einen VitaminB-Complex. Allerdings steht in der Studie über Thiamin-Mangel und PMS ausdrücklich, dass B1 nur aus Lebensmitteln aufgenommen werden kann, nicht aber aus "Pillen". Also habe ich gestern im Reformhaus eine Packung Bierhefeflocken und Weizenkeime besorgt. Erwartungsgemäß ist meine Tochter gleich so pur mit dem Esslöffel darüber hergefallen. Dass das Zeug auch besonders reich an Kalium ist, bestärkt mich nur in meiner Meinung. Sie soll das Zeug jetzt einmal wenigstens 4 Wochen lang nehmen und dann werden wir weitersehen.

Noch einmal zurück zum Alkoholismus. Ich bin da auf einen Link gestoßen, der sehr wissenschaftlich, aber auch sehr verständlich den Zusammenhang mit Thiamin erklärt.

The Role of Thiamine Deficiency in Alcoholic Brain Disease

(Ich hoffe, das klappt als Link, denn das sehe ich immer erst, wenn ich die Antwort abgeschickt habe.) Soweit ich verstanden habe, bist du seit langem Vegetarierin. Ich nehme an, dir ist auch bekannt, dass Vegetarier sehr in Gefahr sind, im Darm Fuselalkohol zu entwickeln, obwohl sie keinen Alkohol TRINKEN. (Übrigens kann sich unter Umstanden auch Vollkorntbrot nachts im Darm in Schnaps verwandeln.) In dem Artikel steht lang und breit, dass Alkohol verhindert, dass Thiamin im Darm ordnungsgemäß resorbiert werden kann. Vielleicht ist das für dich ein Denkansatz.

In dem Artikel wird auch genau erklärt, wieso Thiamin-Mangel zu oxidativem Stress und Mitochondriopathie führt. Damit sind wir bei einigen von den Lieblingsschlagworten Kuklinskis. Man kann ja kaum medizinisch im Web auf Deutsch surfen, ohne an ihn zu geraten. Mir schien seine Theorie sehr plausibel und sehr gut auf meine Tochter zu passen. Also veranlasste ich, dass ihre HWS geröntgt wurde. Und was denkst du, kam dabei heraus? Sie hat einen Riesenknick in der HWS, der jedenfalls unfallbedingt ist, aber wir alle können uns an kein Ereignis oder keinen Zeitpunkt erinnern, wo das passiert sein könnte. Leider haben uns bereits mehrere Orthopäden gesagt, dass der Schaden inoperabel ist. Sie versucht es halt immer wieder mit dem Chiropraktiker, wenn die Verspannungen im Schulterbereich zu schlimm werden. Sehr gut tut ihr übrigens auch Shiatsu-Massage, wo die entsprechenden Meridiane angeregt werden. Nachher ist ihr Zustand für ein paar Tage immer erheblich besser bzw. sie ausgeglichener.

Meine Tochter ist positiv ausgetestet auf oxodativen Stress. Hast du das auch machen lassen?
Die Vitamin D-Phase haben auch schon hinter uns. Fazit: Substituieren ist gut, vor allem im Winter. Aber auch wenn der Spiegel steigt, ändert das nichts an den metabolischen und endokrinen Problemen. Es ist tatsächlich ein Schräubchen im System, aber leider nicht das ausschlaggebende.

Lass dich nicht von deinem ahnungslosen Hausarzt und deiner "psychologischen" Schwester unterkriegen. Ich bin mir absolut sicher, dass es eine körperliche Erklärung gibt und dass sich herausstellen wird, dass sie so simpel ist wie eine Blinddarmentzündung für Bauchschmerzen (daran sind die Leute schließlich auch jahrhundertelang krepiert). Nur muss man sie (rechtzeitig) finden.

Liebe Grüße
alexandria

Nachmittags unbändiger Appetit und Fressattacken!

alexandria ist offline
Beiträge: 37
Seit: 28.07.11
Noch ein Nachschlag der neuesten Sorte:

Coconut Oil and Ketones: Dr. Suzanne de la Monte and Dr. Oz Show: Nitrites and nitrates in food may cause Alzheimer's

C: The Blog: Preventing Anorexia with Vitamin Supplements: Thiamine


Soweit zum Thema "gesunde" Combipräparate Vitamin B ?

Ähem
alexandria

Selber denken macht gesund!

Geändert von alexandria (09.12.11 um 16:10 Uhr)


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