Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

26.11.11 00:03 #1
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horschter ist offline
Beiträge: 13
Seit: 25.11.11
Hallo zusammen

Ich bin ganz neu hier. Ich bin männlich, 21 Jahre Jung und nun schon seit längerer Zeit auf der Suche nach der Ursache für mein Krankheitsbild. Ich hoffe hier ein paar Anregungen und Ideen zu bekommen Ich muss vorwarnen, der nachfolgende Text ist sehr lang Wem das ganze zu viel ist, der letzte Abschnitt reicht um eine Teilantwort geben zu können


Also ich fang mal ganz vorne an mit meiner Leidensgeschichte, weil ich nicht genau einschätzen kann was wichtig und relevant für die Ursachenfindung ist. Ich hatte vor etwa 7 Jahren eine Blinddarm-OP, bei der der Blinddarm schon durchgebrochen war. Die OP war auf den absolut letzten Drücker und ich hatte unmittelbar danach auch einige Beschwerden unter anderem einen "Wasserbruch im linken Hoden, den ich bis heute nicht operieren ließ weil es mich auch nur bedingt stört.

Soweit so gut Danach hatte ich bis vor einem Jahr so gut wie keine Probleme, immer mal wieder leichte Ohren und Halsschmerzen im Winter, aber ich denke alles im normalen Rahmen. Bis es mir dann vor etwa einem Jahr vom einen auf den anderen Tag richtig schlecht ging. Ich konnte vor lauter Schwindelgefühl kaum mehr laufen, hatte starke Schmerzen im Gesicht und Kopfschmerzen, und war richtig richtig schlapp. Ich hatte das gefühl alles um mich herum wie hinter einem Vorhang zu sehen und zu erleben, ich war nicht ich selbst.

Nach langer Untersuchung bei verschiedensten Fachärzten etc. (Neurologe, Osteopath, HNO...) und keinem "richtigen" Befund wurde von meinem HNO ein MRT veranlasst. Nachdem im Blutbild ein extrem hoher Entzündungswert und in meiner Nase Streptokokkenbefall nachgewiesen wurde, aber mit Antibiotika keine Besserung erzielt wurde. Ergebniss MRT: 2 "riesige" Zysten (komplette Kieferhöhlen verschattet) in den Kieferhöhlen verbunden mit einer Entzündung. Nach dreivierteljähriger konservativer Behandlung (Schulmedizinisch, Homöopatisch, Naturheilkundlich, Ostepathisch und Heilbetend) ohne jeglichen Erfolg ließ ich mich schließlich gegen meinen ersten Willen von einer OP überzeugen. Dies war vor allem meinen immer stärker werdenden Schmerzen auf den Wangen und den damit verbundenen schlaflosen Nächten zu verdanken Die OP war vor etwa 4 Monaten.

Die OP verlief problemlos. Es wurden bei der OP die Kieferhöhlen "gefenstert", also die natürlich vorhanden Öffnungen erweitert und die Zysten und die Eiteransammlung entfernt. Mir ging es in den Wochen nach der OP dann auf jeden Fall besser. Die starken Schmerzen waren weg und auch die Schleimansammlung im Hals und in der Nase waren geringer. Beides sollte sich jedoch bald wieder ändern. Etwa 8 Wochen nach der OP ging es wieder stückweise abwärts mit dem Wohlbefinden. Die Schmerzen auf der Wange, welche immer das Hauptproblem darstellte wurden von Tag zu Tag stärker und auch die "Verschleimung" wurde immer schlimmer. Vor der OP war sich mein HNO sicher die Ursache für meine Nebenhöhlenentzündung läge an den Zysten und dem damit verbundenen Verschluss Öffnung. Es könne kein Schleim abfließen und die Kieferhöhlen würden nicht belüftet werden... klang damals sehr plausibel.

Es stellte sich allerdings heraus, das es wohl eine andere Ursache oder einen anderen "Herd" geben muss, da ja eine erneute Entzündung auftrat. Erneutes Blutbild machen lassen, mit dem Ergebniss, dass der Entzündungswert für Streptokokken (ASL) immer noch fast viermal so hoch ist wie er sein sollte. Also immer noch (oder wieder) eine bakterielle Entzündung vorliegen muss. Mein Hausarzt veranlasste dann einen Allergietest, mit dem recht ernüchternden Ergebniss einer eher leichten Milchunverträglichkeit. Ich sollte 3 Monate komplett auf Milch verzichten und die Unverträglichkeit sei dahin. Aber als Ursache für meine Probleme sah er dieses Ergebniss nicht wirklich an. Also wieder zum HNO... Dieser sagte mir, dass er keine "richtige" Nebenhöhlenentzündung sehe, sondern mehr eine Schleimhautverdickung, die angeblich die Schmerzen verursachen würden. Und es sei wohl Flüssigkeit in den Stirnhöhlen (nach Ultrschalluntersuchung) Jippie jetzt sind wohl sogar schon die Stirnhöhlen betroffen

ABER den eigentlichen "Fund" machte er bei meinen Mandeln. Diese hat er bereits vor einem Jahr als entzunden und vergößert erkannt, meinte aber, dass diese auch durch die Entzündung in den Nebenhöhlen bedingt sein könnte. Er meinte bei meinem Besuch vor 2 Tagen, dass die Mandeln extrem zerklüftet seien und der nach wie vor hohe ASL-Wert (Wert der Antikörper im Blut die gegen Bakterien -) Streptokokken gebildet werden) ein klares Indiz für eine chronische Mandelentzündung seien. Er meinte jedoch, im gegensatz zu meinem ersten Hausarzt, dass die Mandelentzündung nichts mit "oben" zu tun haben und meinte damit im speziellen die Stinhöhle...

Ich wäre mich generell gegen Operationen, vor allem voreilige. Jedoch muss ich sagen, dass ich nach mittlerweile über einem Jahr durchgehenden Problemen (mal stärker mal schwächer) langsam echt nicht mehr kann und genug habe Ich bin gerade mal 21 und möchte endlich mal wieder "richtig Leben". Das ganze schränkt mich schon extrem ein im Alltag, ohne ins detail gehen zu wollen. Daher bin ich doch recht entschlossen mir die Mandeln entfernen zu lassen. Zudem habe ich fast nur positive Berichte von Bekannten gehört denen es danach besser ging. Ich habe auch häufig gelesen, dass die Mandeln nach der Pubertät an Bedeutung für das Immunsystem verlieren und nicht so wichtig für den Körper ist wie einige Menschen behaupten.

Falls irgendjemand bis hierhin gelesen hat, erstmal danke Ich steh jetzt zum einen vor der Entscheidung die Mandeln entfernen zu lassen, oder doch nochmal konservativ etwas zu versuchen. Und zum andern vor der Frage, ob die Mandeln wirklich der "Herd" für meine Nebenhöhlenprobleme sein könnten. Ich habe ansonsten schon einiges ausgeschlossen, war 2 mal beim Zahnarzt wegen der "Zysten-OP" um abklären zu lassen ob die Zysten von einer Zahnwurzel ausgehen. Es sei aber alles bestens mit meinen Zähnen. Allergien sind woeit die geläufigsten ausgeschlossen, wobei mir das fast klar war da ich auf dem Bauernhof aufgewachsen bin Ich mache viel für mein Immunsystem, habe ansonsten auch recht gute Blutbilder, treibe viel Sport und bin bis auf meine Krankheit, die echt zermürbend ist, ein glücklicher Mensch.

Naja ich denke ich werde mir dann wohl die Mandeln entfernen lassen, zumal mich der HNO vor den Folgeschäden einer chronischen Entzündung gewarnt hat (Herzrythmusstörungen und Nierenprobleme...) Aber ob dann endlich alles Gut ist ? Was meint Ihr ? Was könnte ansonsten noch als Ursache oder Herd für meine Nebenhöhlen in Frage kommen ? Eigene Erfahrungen zu Mandelentfernungen ? Ich bin für alles dankbar und gebe gerne noch mehr Auskunft, wenn es bei der Ursachenfindung hilft

Vielen Dank schonmal und entschuldigung für den langen Text
Grüße horschter


Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

Nachtjäger ist offline
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Seit: 24.03.08
Hallo Horschter,
ich will Ihnen jetzt mal meine Meinung als Naturheilkunde-Mediziner darlegen:

1.) Auch ohne dass Ihr HA schon eine "leichte Milchunverträglichkeit" festgestellt hat,würde ich als Haupt-Ursache Ihrer Beschwerden auf Allergie getippt haben.
Dass aber Ih HA glaubt,dass nach 3 Monate Weglassen die Sache behoben ist,zeugt davon dass der Gute von Allergieen keine blasse Ahnung hat.
Denn: a.) geht es nicht nur um die zu trinkende Milch,sondern um die
Kuh-Milch-Information,die in fast allen Lebensmitteln drin ist !
b.) Eine Allergie geht nicht von alleine weg,man muss sie behandeln

2.) Zähne : Die Schulmedizin hat keine ausreichenden Methoden,Zähne zu testen. Selbst Röntgenbilder zeigen erst sehr spät Auffälligkeiten.

3.) Ich halte sowohl die Probleme in den Nasennebenhöhlen,als auch der Mandeln für ein Allergie-Problem. Sie schrieben,soweit ich das erinnere, nichts darüber,ob nur eine KH oder beide Seiten betroffen sind. Wäre es nur eine Seite,läge der Verdacht nahe,dass eine Entzündung von einem der oberen Backenzähne fortgeletet sein könnte.
Bevor ich die Mandeln entfernen lassen würde,sollten Sie sich doch vielleicht mal überlegen,einen umfassenden Allergie-Test bei einem HP,der A.testet,machen zu lassen. (Schulmedizinische Test's sind zu oft unzuverlässig). Die Chance,dass sich alles nach erfolgreicher Allergie-Behandlung zurück bildet,ist zumindest da.

Habe eben nochmal Ihren Bericht durchgelesen und da schreiben Sie von beiden Kieferhöhlen. Dass nach anfänglicher Besserung nach einiger Zeit aber wieder Probleme aufgetreten sind,ist für mich ein weiteres Indiz für eine Allergie.
Nachtjäger

Geändert von Malve (27.11.11 um 14:44 Uhr) Grund: Siehe Boardregeln, D

Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

horschter ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 25.11.11
Hallo Nachtjäger,

vielen Dank erst mal für Ihre Antwort und dass Sie sich die Zeit genommen haben. Ich muss sagen ich stehe generell der Schulmedizin selbst auch teils kritisch entgegen und lasse mich gern auf naturheilkundliche Methoden ein.

zu1a.) Die Empfehlung, sämtliche Produkte mit Kasein für mindestens 3 Monate komplett zu meiden kam mit dem Ergebniss vom Labor und dem zuständigen Arzt. Das war wohl von mir falsch ausgedrückt. Ich gehe hier schon davon aus, dass die Methode des konsequenten Meidens sich bewährt hat. Zudem wird das Ganze sehr schlüssig und glaubwürdig erläutert.
b.) Welche Möglichkeiten gäbe es aus Ihrer Sicht diese "Allergie" wirksam zu behandeln ?

zu2.) Können Sie mir etwas zu dieser EAV-Methode sagen ? Ich habe noch nie davon gehört. Wo könnte ich so etwas durchführen lassen ?

zu3.) Ja es sind beide Seiten betroffen, was wie Sie schon sagen dazu geführt hat, dass alle Ärzte bisher die Zähne ausgeschlossen haben.
Einem Allergietest bei einem HP bin ich generell nicht abgeneigt. Jedoch geht die ganze Geschichte zum einen langsam aber sicher aufs Geld. (Ich weiß natürlich, dass die Gesundheit an erster Stelle steht) Und zum anderen tappten bisher alle naturheilkundlichen Experten im Dunkeln, was sehr zermürbend war. Es kann natürlich gut sein, dass ich dabei einfach an die falschen Leute geraten bin.

Mich würde aber noch interessieren, wie sie generell zu der Mandeloperation stehen. Wie schätzen Sie die Risiken ein, wenn diese chronische Entzündung nicht zurückgeht ? Ist es nicht ein Versuch wert ? Können die Mandeln nicht der "Herd" und die Ursache sein ?

Momentan neige ich eher dazu in dieser Reihenfolge vorzugehen. Also zuerst Mandeln und falls doch kein erwünschter Erfolg eintritt, in andere Richtungen zu gehen. Ich weiß nämlich auch, dass chronische Mandelentzündungen (aufgrund der Zerklüftungen und damit vorhandenen "Nischen und Verstecke" für Bakterien und Erreger) sehr schwer konservativ behandeln zu sind - auch naturheilkundlich.

Geändert von horschter (26.11.11 um 12:13 Uhr)

Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
Hallo horschter,

Hier findest du Infos zur EAV.

http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...oresonanz.html

Es gibt ein paar Parallelen zu meiner Krankengeschichte. Ich habe auch ein Problem mit Milcheiweiss, wie ich dieses Jahr rausgefunden habe.

Als Kind hatte ich auch immer entzündete Mandeln, welche entfernt wurden. Eine als ich 4 Jahre alt war und die andere als ich 11 war. Heute ist man mit der Entfernung der Mandeln vorsichtiger, weil sie eine wichtige Funktion für das Immunsystem haben.

Du, bzw. dein Arzt muss entscheiden. Ich kann nur sagen, dass es mir nach der Mandelentfernung nicht schlechter ging aber dafür waren die ständigen Enztündungen und Halsschmerzen verschwunden.

Vielleicht gibt es einen Zusammenhang zur Milchweiweissunverträglichkeit. Ich weiss es nicht, denke jedoch du solltest besser auf Milchprodukte verzichten. Milch enthält noch weitere Eiweisse, Kasein ist nur das Haupteiweiss.

Es ist sicher kein grosses Problem, wenn mal etwas Milch z.B. in Form von Creme fresch oder Käse im Essen ist, wenn du bei Freunden eingeladen bist. Da Milch sowieso nicht so gesund ist, wie es uns die Werbung erzählt, ist es aus der Sicht kein Problem auf Milch zu verzichten.

Du könntest mal dein Vitamin D messen lassen. Der Laborwert heisst 25 (OH) Vitamin D3. Vitamin D ist nötig um Kalzium in die Knochen einzulagern und da könnte es einen Zusammenhang zu deinem Kiefernproblem geben.

Ausserdem spielt Vitamin D eine wichtige Rolle für das Immunsystem und ein Mangel ist in Deutschland weit verbreitet.

Ich hatte auch einen Vitamin D Mangel.

Ansonsten könnte eine Allergie auf Zahnfüllungen eine Rolle spielen. Hast du Kunststofffüllungen? Möglich wäre eine Allergie auf Acrylate, welche im Kunststoff sind.

Hast du Amalgamfüllungen? Das Thema ist sehr umfangreich, da kannst du mal die Suchfunktion benutzen und in unser Wiki reinschauen.

Hast du Wurzelbehandelte Zähne? An solchen Zähnen können sich Enztündungen bilden, die lange unendeckt bleiben und da hat Nachtjäger recht, die schulmedizinischen Methoden sind in diesem Bereich noch nicht ausgereift. Selbst auf Röntgenbildern sind Veränderungen an den Zahnwurzeln schwer zu interpretieren und da kann was übersehen werden.

Das gleiche gilt für Allergien. Für eine Milchweiweissunverträglichkeit gibt es nur einen IgG Antikörpertest, der von der Schulmedizin leider nicht annerkannt wird.

Es gibt auch keinen Test für eine Salicylatallergie. Das könnte bei deinem Problemen auch eine Rolle spielen. Es gibt einige Infos im Forum, auch wie man es selbst rausfinden kann. Benutze mal bitte die Suchfunktion oder du fragst mich später noch mal, wenn du nicht das richtige findest.

So im allgemeinen, kannst du mal bei Histaminintoleranz reinlesen. Am besten zuerst mit dem Eintrag im Wiki.

Grüsse
derstreeck

Geändert von Malve (27.11.11 um 15:40 Uhr)

Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo Horschter,

Dass EAV und Bioresonanz von Schulmedizin verteufelt wird, besagt nicht,dass diese Methoden nicht wirksam seien,ganz im Gegenteil. Selbst schon einige wenige Schulmediziner nehmen,wie wir, an,dass die energetischen Verfahren die "Medizin der Zukunft" sein werden. Wenn man ein Kind nur mit materiellen Mitteln glücklich machen will,wird das kaum gelingen.Da muss schon einiges auf der höheren Ebene kommen,nämlich Liebe! Auf dieser hohen geistigen Ebene arbeiten wir zwar nicht,aber auf der zwischen beiden liegenden feinstofflichen Ebene,wo elektromagnetische Frequenzen mit ihren Schwingungen und Informationen
d i e wichtige Rolle bei Krankheiten überhaupt spielen. Alles im Körper,jede Interaktion zwischen Zellen, geschieht letztendlich auf diesem Wege.

Was die Mandeln betrifft,so kann man natürlich wieder das alte Beispiel heranziehen : was ist die Ursache,die Henne oder das Ei ? Da aber die Chance zur Besserung oder Heilung aus unserer Sicht besteht,sollte man überlegen,ob man nicht zuerst mal diese Möglichkeit der konservativen Behandlung in's Auge fasst.
Schliesslich ist die Mandel doch ein sehr wichtiges Ausscheidungsorgan,ist sie "entzündet",besagt das,dass der Körper hier viel ausscheiden will. Entfernt man sie,macht man sozusagen "die Türe zu" und der Körper wird sich dann vermutlich einen anderen,ebenso unangenehmen Weg suche.seine Schlechtigkeiten loszu werden. So läuft das leider.
Nachtjäger

Geändert von Malve (27.11.11 um 14:49 Uhr) Grund: unnötig

Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

bestnews ist offline
Beiträge: 5.703
Seit: 21.05.11
Hallo horschter,
meinen Informationen zufolge, geht ein Problem mit Milcheiweiss nicht einfach nach 3 Monaten weg, sondern es ist ein generelles Problem von Dir und es wird vermutlich immer bestehenbleiben.
Ich persönlich bin nach dem Studium verschiedener Quellen auch zu dem ERgebnis gelangt, dass Milch und Milchprodukte für den Menschen eher von Nachteil sind und wir genetisch nicht darauf eingestellt. Es gibt zu viele Menschen, die damit Probelme haben.
In dem Buch von Maria Rollinger " Milch besser nicht", zitiert die Autorin am Ende einen amerikanischen Professor, der 40 Jahre an der Milch forschte mit folgender Aussage:

" Milch ist ein Unnützes und auf Dauer für den Menschen gesundheitsschädliches Nahrungsmittel"

Ich selber nehme seit einigen MOnaten keine Milchprodukte mehr zu mir und habe seitdem weder einen Calcium- noch Eiweissmangel. Eine meiner Ärztinnen kam damit überhaupt nicht klar und erzählte mir immer wieder was von Mangel...Sie hatte sich klar geträuscht. Auch der Verzicht auf Gluten seit nunmehr fast 2 Jahren brachte mir keinen Mangel und auch nicht die histaminarme Ernährung....

Ich hatte als Kind auch ständig Mandelentzümndugen, Infekte, war immer blass und meine Zähne ohne Ende kariös bei normaler Pflege.
Im Alter von 8 Jahren wurde eine chronische NIerenkrankheit durch blanken Zufall entdeckt. Ich hatte ja keinerlei Schmerzen an den Nieren.

Die Mandeln liess man mir dann doch zum Glück und heute mt 46 Jahren weiss ich schon lange nicht mehr, was Mandeln sind. so brav sind sie seit Jahrzehnten.

Mandelentzündungen im Kindesalter als auch Probleme mit den Polypen, Zahnschmerlschäden, ständige Infekte können ein Zeichen von Problemen mit Gluten sein! Ganz WICHTIG!
Hat Dein Arzt Dich auf Zöliakie getestet? Wenn ja und wenn der Bluttest negativ war, hat das leider nichts zu sagen. Hier ist in jedem Fall zur wirklichen Abklärung eine Dünndarmbiopsie unumgänglich!
Eine Freundin von mir hat eine diagnostizierte Zöliakie also die schlimmste Form der Glutenunverträglichkeit und bei ihr war der Bluttest faslch negativ, erst die Biopsie brachte die Krankheit ans Licht. Aber eine Abklärung auf Zöliakie allein reicht auch nicht, es muss auchgeschaut werden, ob Du eine Glutenunverträglichkeit hast (mildere Form der Unverträglichkeit als die Zöliakie). Dies machen die meisten Ärzte nicht.
Dr.med. Bolland geht nach Jahrzehnten der Erfahrung davon aus, dass 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ein Problem mit Gluten haben. Selbst laut AOK Medizin wissen 80 bis 90 Prozent der Betroffenen nichts von ihrem Glück.....
Die bereits oben erwähnte Freundin hatte übrigens eine wahre Ärtzeodyssee hinter sich , wie die meisten Betroffenen von Nahrungmittelallergien auch. Meist dauert so eine Suche Jahre, Jahrzehnte, weil sich die Ärzte nicht auskennen bis heute.
Das war auch bei mir der Fall:

Schlimm genug, dass ich irgendwann trotz ärztlicher Betreuung irgendwann dann doch an die Dialyse musste, kamen dann im Laufe der Jahre immer mehr Symptome hinzu, die mir teilweise das Leben über Jahre sehr schwer machten, sprich Schmerzen verursachten bis vor 2 Jahren....
Ich kam von alleine darauf, dass alles, tatsächlich alles mit Problemen mit Gluten, Milcheiweiss und Histamin zusammenhängt!
Keiner meiner Ärzte in der Dialyse, noch die Gyn, noch der Hautarzt, noch der Zahnarzt, noch der HNO haben irgendwas gepeilt!
Die einzigen Ärzte die ich heute kenne und die sich auskennen sind ein HNO, Dr. Bessenbach in Hamburg. (kontaktiere ihn wegen der Mandeln notfalls per Mail) und Dr. med. Axel Bolland von dem ich das Buch "Pro GEsundheit- contra Gluten las. Meine Freundin verwies mich auf Dr. Harrendorf in Hamburg als einzigen , der sich ihres Wissens nach wirklich auskennt.....
Bolland würde ich unbedint vor der Mandel-OP kontaktieren. Dies kannst Du kostenlos auf Medivere per Mail tun. Ich habe dies auch getan und er hat schnell geantwortet und mir den Verdacht bestätigt, dass Gluten meine Nieren gekillt haben könnte. Ich fand auch anderweitig darauf Hinweise z.B. bei "Internisten im Netz".

Bessenbach habe ich erzählt, dass Ohrenentzündugen durch Milch und Nasennebenhöhlenprobleme durch Gluten bedingt sein können.
Er sah mich an und sagte nur:

" Frau M. das weiss ich, aber das ist noch nicht rum"

Meine Anmerkung: Er wollte damit sagen, ss ist noch nicht rum unter der Ärzteschaft......

Du wirst durch Zufall eine Arzt finden , der sich auskennt, auch was die Histaminintoleranz betrifft,(vermultich einen Allergologen)die gleich wie Probleme mit Milch und Gluten eine Vielzahl unterschiedlichster Symptome auslösen kann und zwar sowohl physischer als auch psychischer Art.Wenn Du dananch googelst, google auch im englischsprachigen Raum, die sind da scheinbar schon weiter als wir..
Gestern las ich gerade in der "International Herold Tribune" der Makrt für glutenfreie Produkte steigt stark an, dem Ansteigen der erkannten Krankheitsfälle geschuldet und dies wäre sogar der Fall in Ländern wie Mexico und Indien, die bislang kaum dieses Krankheitsbild kannten. ( Ich vermute das hängt mit einer veränderten, eher der westlichen Welt angepassten Ernährungsumstellung zusammen).

Ich dachte immer, ich hätte keine " Allergien", da mir nach dem Essen nicht schlecht wurde oder so und meinem Onkel ging es über 60 Jahre so...Heute wissen wir beide, wir haben uns gründlich getäuscht!
Das Probelm mit dem Gluten und der Milch ist: Es können durch diese Nahrungsmittel Morphine im Magen gebildet werden und man fühlt sich dann eben nach dem Genuss des Essens nicht schlecht, ja eher gut.
Sowas nennt man dann verschleierte Allergie.
Lässt man Tests machen, macht der Arzt mangels Wissen entweder die falschen oder aber sie sind u.U. falsch negativ.
Ich habe eine Bluttest machen lassen wegen des Glutens und der war negativ. Damit war für den Arzt die Sache erledigt. Ganz nebenbei erwähnte er noch, aber 5 Prozent würden bei dem Test durch fallen. Fand ich ganz toll und sehr hilfreich und so habe ich dann auf eigenen Faust die glutenfreie Diät angefangen und dies dann meinem Onkel empfohlen, der ständig de Nase zu hatte seit vielen Jahren. ER hat meinen Rat befolgt mit Erfolg und später auch die Milchrpodukte gelassen wiederum mit Erfolg genau wie ich.

Meinem Onkel hatte man als Kind bereits die Mandeln und die Polypen entfernt. Er hatte dann sein Leben lang Probleme mit der Nase....Es wurde später zeitweise so schlimm, dass er operiert werden musste. Dies brachte erst mal Linderung. Aber wie gesagt, dann war irgendwann die Nase wieder verstopft und dies rund um die UHR. Die Ärzte gaben ihm Cortisonspray, das am Ende die Nasenschleimhäute stark schädigte so dass ein Arzt ihm schliesslich davon abriet.
Heilung fand er erst durch meinen Tipp, das Gluten wegzulassen und zwar 100% konsequent! Nach ein paar Monaten war die Nase frei und ist es nun bereits seit über einem Jahr. Seine Arthrose hat sich wesentlich gebessert und seine Verdauung ist mittlerweile normal nach vielen Jahren breiigen Stuhls. Auch seine Depressionen gehören der Vergangenheit an.
Das Weglassen der Milchprodukte hat das Wegbleiben seiner Husterei bewirkt. Für mich klang das Husten immer wie eine Verschleimung. Milch verschleimt.....

Bei mir brachte die glutenfrei Diät erst viele Erfolge, einige Symtome verschwanden sehr schnell. Leider war dies nicht von Dauer und nach einigen Monaten kamen die meisten Symptome wieder, wenn auch in abgeschächter Form zum Teil. Ich war ratlos bis ich von "derstreeck" hier den Tipp bekam, doch mal zu schauen, ob ich ein Histaminrpoblem hätte.
Und das wars dann. Ich sprach ausgezeichnet auf die histaminarme Diät an.
Und heute weiss ich , dass es nicht ungewöhnlich ist, dass wenn man eine Form der Unverträglichkeit angeht, sich auch dann gern andere offenbaren.
Dies ist der Grund weshalb ich heute nicht nur glutenfrei und milcheiweissfrei, sondern auch histaminarm und nahezu zuckerfrei esse und koche.
Trotzdem hatte ich gerade erst Gäste, die sich gar nicht mehr einkriegten über meine Kochkünste.....

Ich mache nun seit Monaten eine knackige Darmreinigung und hoffe, ich bekomme zusammen mit der strengen Diät die Histaminintoleranz weg und damit auch die verbleibenden zum Gück bereits abgeschächten Symptome fort...Dies kann gelingen, wenn die Histaminintoleranz erworben ist und dies halte ich bei meiner Geschichte für möglich.
Ich fand bereits 2 mal den Hinweis, eine unerkannte Glutenunverträglichkeit könne die Darmschleimhaut schädigen und damit eine Histaminintoleranz auslösen....

Gute Seite zur Histaminintoleranz:

HISTAMIN-INTOLERANZ > Links > Web-Links

Also zusammenfassend:

Mir scheint, Du hast Probleme mit Milchprodukten, Gluten und eventuell auch eine Histaminintoleranz.

Bitte kontaktiere unbedingt Dr. med Axel Bolland über medivere im www, der sich seit Jahrzehnten mit der Nahrungmittelproblematik beschäftigt bevor Du Dir die Mandeln enfernen lässt.
Die Mandeln sind wichtig für das Abwehrsystem und nur ein Symptom, nicht die Ursache Deiner Probleme! Ich las mal das Selbe über den Blinddarm....
Versuche eventuell mit Dr. Bessenbach, HNO in Hamburg Kontakt aufzunehmen. Ich denke, es lässt sich sicher auf eine E-mail-Anfrage auch ein,möglicherweise auf einen Telefonkontakt, es sei denn, Du kannst ihn in HH besuchen....

Alles Gute!

PS: Meine Ärtze wussten auch nicht, dass es eine Histaminintoleranz überhaupt gibt. Ihr Kollege Dr. Jarisch in Wien hat dazu ein kleines Buch verfasst." Es heisst Histaminintoleranz und Seekrankheit."
Wird Dir schnell schlecht im Auto als Beifahrer und auf See?

Meine Grosseltern lebten auf dem Lande:
Ich war ständig bei Ihnen zu Besuch als Kind manchmal auch in den Ferien und ich bin auch in einem Haushalt gross geworden, der alles andere als steril war...

Geändert von bestnews (27.11.11 um 16:52 Uhr)

Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

horschter ist offline
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Seit: 25.11.11
Vielen Dank erst mal an euch 3 für die Mühe und die sehr detaillierten Antworten. Ich schließe aus euren Antworten, dass ich mich wohl doch nochmal größer mit dem "Überthema" Allergien auseinandersetzen sollte.

Gibt es denn eine Anlaufstelle für mich, bei der ich alle relevanten Allergien auf einmal testen lassen kann ? (also Gluten, Histamin, Unverträglichkeiten...) Evtl. auch nochmal meine Zähne ?

Meine bisherigen zwei "Heilpraktiker" die ich besucht habe, haben so etwas meines Wissens nicht angeboten. Außerdem möchte ich, zum einen aus Geldgründen, zum anderen auch wegen der Zeit nicht mehr zu 4 verschiedenen Leuten rennen müssen und dabei jeweils auf einen Termin warten etc. Vielleicht kann mir ja jemand einen guten Tipp geben, am besten im Süddeutschen Raum ? Jemand, der den "Herd" in mir lokalisieren könnte...

Ansonsten werde ich wohl weiterhin ernährungstechnisch etwas für meinen Körper tun und die Ergebnisse des Abstriches der Mandeln und der Nebenhöhlen und ein eventuelles MRT abwarten. Ich melde mich wieder und würde mich über weiter Antworten freuen.

Grüße horschter

Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

horschter ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 25.11.11
Hallo zusammen, ich wollte nur nochmal kurz den aktuellen Stand wiedergeben.

Der Abstrich meiner Nase war ohne großen Befund, der meiner Mandeln lieferte jedoch ein Ergebniss - "reichliche" Ansammlung von Bakterien (Strapho-irgendwas - keine Streptokokken) und "spärliche" Pilzansammlung

Heute morgen wurde dann auch noch ein MRT gemacht, um den aktuellen Stand zu sehen. Es ist die rechte Stirnhöhle und beide Kieferhöhlen verschattet, also wohl Sekret oder Schleimhautschwellung in diesen Bereichen ?!

Ich weiß nicht, ob diese Befunde irgendwie weiterhelfen können, aber ich weiß jetzt zumindest sicher was mir (nach wie vor) so starke Beschwerden macht.
Langsam bin ich aber echt am verzweifeln, aufgrund der verschiedenen Meinungen meiner Ärzte und der Zeit, die mir langsam quasi davon läuft :(
Ich will mein Studium nicht nochmal wegen der Krankheit um ein Semester verschieben und nichts machen, ich werde ja auch nicht jünger...zudem kann aufgrund der starken Schmerzen kaum einschlafen und bin auch im Alltag stark eingeschränkt... es muss etwas passieren, möglichst schnell.

Mein Heilpraktiker will die Mandeln "natürlich" nicht operieren lassen, zumindest NOCH nicht. Sie könnten aber durchaus den "herd" meiner Nebenhöhlenprobleme sein, meint er. Mein HNO will am liebsten sofort operieren lassen. Ich weiß echt nicht mehr was tun :(

Ich werde wohl noch einen anderen HNO-Arzt, der nicht selbst operiert aufsuchen und die Befunde interpretieren lassen. Ideal wäre natürlich ein Arzt aus diesem Feld, der aber vielleicht auch naturheilkundlich denkt

Für weitere Einschätzungen, Tipps oder Empfehlungen wäre ich wirklich sehr sehr dankbar

Viele Grüße horschter

Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

bestnews ist offline
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Seit: 21.05.11
Hallo Horschter nochmal:

Meiner Ansicht nach hast Du ganz klar ein Glutenproblem, vielleicht auch noch eines mit Milchprodukten dazu, es geht da nicht nur um Laktose.

Ich habe Dir bereits geraten, Dr. Bessenbach, HNO in HH zu kontaktieren.
Schreib ihm ne Mail, der ist vielleicht so nett und antwortet.
Oder aber Du wendest Dich an Dr.med. Axel Bolland auf medivere im www. Der antwortet schnell und kostenlos.
Warum probierst Du es nicht einfach oder googelst einfach mal nach Nasennebenhöhlen /Gluten, Nasennebenhöhlen Milch etc?

Hast Du irgendwas, was Dir hier empfohlen wurde bereits umgesetzt?

Sieht so aus als würde sich weder Dein Arzt noch Dein Heilpraktiker mit der Nahungsmittelproblematik auskennen. Wundert mich nicht, ehrlich gesagt....

Du wirst schon selbst eine Entscheidung treffen müssen, welchen Pfad Du nun einschlägst.

Das wars von mir zu diesem Thema nun.

Alles Gute.

Nebenhöhlen, Mandeln und andere Symptome

horschter ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 25.11.11
Hallo bestnews,

Danke erst mal. Ich habe bereits versucht einiges umzusetzen. Ich habe unter anderem bereits vor Tagen meine Frage auf medivere an Hern Bolland gestellt, er hat jedoch noch nicht geantwortet. Herrn Bessenbach werde ich noch kontaktieren, ich wollte zuerst abwarten, ob ich von Dr. Bolland eine Antwort erhalte.

Ich habe bereits versucht mich im Internet zum Thema Gluten zu informieren, konnte die Problematik jedoch noch nicht ganz auf mich projezieren. Ich bin da noch etwas zweifelnd. Mit dem Thema Milch beschäftige ich mich noch intensiver, verzichte nun auch schon etwa 1 Monat komplett auf alle Milchprodukte, aufgrund meines Unverträglichkeittests. Dies möchte ich weiterhin durchziehen, konnte aber bisher keinerlei Besserung feststellen.
Im Internet habe ich viel zum Thema Milch und Nebenhöhlen gelesen, die verschleimende Wirkung ist mir bekannt, jedoch ist bisher, anders als von den meisten Betroffenen geschildert, keine Besserung nach dem Verzicht eingetreten.

Wie würde es sich verhalten, wenn eine Glutenunverträglichkeit vorläge ? Würde eine relativ rasche Besserung eintreten nach Verzicht ? Ich wüsste auch nicht wo ich einen Test dazu machen könnte. (Außer einen Test beim Arzt, der ja aber von vielen hier umstritten ist) Es ist relativ schwer etwas hilfreiches zum Thema Gluten im Netz zu finden. Aber ich werde weiterhin versuchen mich zu bilden

Danke nochmal, bin für alle weiteren antworten dankbar

Grüße

Geändert von horschter (03.12.11 um 00:17 Uhr)


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