Bewusstlos werden beim Erbrechen

02.09.11 08:26 #1
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Jolanda ist offline
Beiträge: 12
Seit: 20.07.10
Ich habe da eine Frage
Mein Mann gesund, sportlich nicht Raucher 50 Jahre alt wird jedes Mal, wenn er Erbrechen muss Bewusstlos. Die Ärzte sagen, dass ist eine Lebensbedrohliche Situation weil das Erbrochene inhaliert werden könnte.
Auch wenn ich dabei bin und ihn Seitwärts lagere kommt es für ca. eine halbe bis eine ganze Minute zu einem Atemstillstand.
Kennt jemand dieses Problem? Oder weis jemand warum es zu so einem Kreislaufzusammenbruch kommt?
Bin für jede Antwort dankbar


Bewusstlos werden beim Erbrechen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo AZGesund,

das ist wirklich eine schwierige Situation.
Meine Frage wäre zunächst: es klingt so, als ob Dein Mann oft erbricht? Dafür muß es doch eine Ursache geben?
Wenn die abgestellt werden könnte, wäre doch schon viel gewonnen?
Ist Dein Mann evtl. Allergiker bzw. hat er Intoleranzen gegen manche Lebensmittel?

Grüsse,
Oregano

Bewusstlos werden beim Erbrechen

Jolanda ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 20.07.10
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo AZGesund,

das ist wirklich eine schwierige Situation.
Meine Frage wäre zunächst: es klingt so, als ob Dein Mann oft erbricht? Dafür muß es doch eine Ursache geben?
Wenn die abgestellt werden könnte, wäre doch schon viel gewonnen?
Ist Dein Mann evtl. Allergiker bzw. hat er Intoleranzen gegen manche Lebensmittel?

Grüsse,
Oregano
Hallo Oregano
Nein das kommt sehr selten vor, meistens ist das eine ganz normale MagenDarmGrippe wie wir sie alle einmal kriegen. Einmal war es zu viel Alkohol. Das vorletzte mal war ca. vor 2 Jahren und letzte Nacht wieder.
Mein Mann hat auch keine Allergien. Er ist sonst sehr gesund.
Grüsse AZGesund

Bewusstlos werden beim Erbrechen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo AZGesund,

dann könnte ich mir höchstens vorstellen, daß es in diese Richtung geht:

Durch Verkrampfen des Zwerchfells wird dabei der Strom des Blutes zu Herz und Hirn unterbrochen, was dann zu einem Ohnmachtsanfall führt.
....
Es kann auch Übelkeit Ohnmacht Ursache sein....
Ohnmacht

Bleibt die Frage: was tun? Und da fällt mir leider nichts ein. Vielleicht gibt es ja eine Art Zwerchfellmassage, mit der man solche Verkrampfungen lösen kann?

Grüsse,
Oregano

Bewusstlos werden beim Erbrechen

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo AZ Gesund,

Die Ärzte sagen, dass ist eine Lebensbedrohliche Situation weil das Erbrochene inhaliert werden könnte.
Auch wenn ich dabei bin und ihn Seitwärts lagere kommt es für ca. eine halbe bis eine ganze Minute zu einem Atemstillstand.
Ich vermute, dass der plötzliche Säureverlust, durch den Verlust der Magensäure, gewisse Mechanismen in Gang setzen, die dann zu dem "Not-aus" des Organismus führen.

Da aber scheinbar reflektorisch auch die Atmung aussetzt, kann das Erbrochene ja auch nicht inhaliert werden. Daher würde ich die "lebensbedrohlichkeit" noch mal bei den Ärzten hinterfragen.

Liebe Grüße

Ulrike

Bewusstlos werden beim Erbrechen

Jolanda ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 20.07.10
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo AZGesund,

dann könnte ich mir höchstens vorstellen, daß es in diese Richtung geht:

Ohnmacht

Bleibt die Frage: was tun? Und da fällt mir leider nichts ein. Vielleicht gibt es ja eine Art Zwerchfellmassage, mit der man solche Verkrampfungen lösen kann?

Grüsse,
Oregano
Ich muss das noch ein bisschen genauer erklären. Dieses Mal war es so mein Mann hat mich geweckt und gesagt, dass es ihm schlecht ist. Er hat sich dann im Bad auf den Boden gelegt in der Seitenlage. Dann fing er heftig an zu Schwitzen kalter Schweiss klebte am ganzen Körper, nach ca. 5 Min. wurde er Bewusstlos für ca. 1 Min. noch ohne Erbrechen.
Dann vergingen so ca. 10 Min. wo er ansprechbar war dann wieder kalter Schweiss und erneute Ohnmacht diesmal aber mit Erbrechen und Atemstillstand.
Die erste Ohnmacht hat also noch nichts mit einer Verkrampfung vom Zwerchfell zu tun.
Aus irgendeinem Grund fällt der Blutdruck zusammen.
Grüsse AZGesund

Bewusstlos werden beim Erbrechen

Jolanda ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 20.07.10
Zitat von Ulrike Beitrag anzeigen
Hallo AZ Gesund,





Ich vermute, dass der plötzliche Säureverlust, durch den Verlust der Magensäure, gewisse Mechanismen in Gang setzen, die dann zu dem "Not-aus" des Organismus führen.

Da aber scheinbar reflektorisch auch die Atmung aussetzt, kann das Erbrochene ja auch nicht inhaliert werden. Daher würde ich die "lebensbedrohlichkeit" noch mal bei den Ärzten hinterfragen.

Liebe Grüße

Ulrike
Wie schon beschrieben kommt die erste Ohnmacht manchmal schon vor dem Erbrechen.
Wenn die Atmung aussetzt habe ich Angst, dass sie nicht wieder einsetzt. Wenn er dann wieder anfängt zu Atmen besteht die Gefahr, dass das Erbrochene was noch in der Speiseröhre ist eingeatmet wird. Die ersten Atemzüge sind dann immer sehr erschwert.
Danke für deine/eure Überlegungen!
Liebe Grüsse AZGesund

Bewusstlos werden beim Erbrechen

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo AZ Gesund,

bei der ersten Ohnmacht, war Dein Mann da sehr blass und die Lippen blutleer?

Mein Mann (auch sehr sportlich, sehr niedriger Ruhepuls) wurde auch manchmal ohnmächtig, meist war ein Zusammenhang gegeben, dass der Organismus mit einer anderen Sache beschäftigt war. Einmal hatte er sich z.B. die Augen verblitzt, ein anderes Mal war ein Infekt im Anmarsch. Es ist aber auch passiert, ohne dass da eine Co-Beteiligung ausgemacht werden konnte.

Als es das erste Mal passierte, habe ich auch die stabile Seitenlage gemacht. Da aber geklärt wurde, dass ein Blutdruckabfall der Auslöser für die Ohnmacht war, sollte ich den Kreislauf stabilisieren, in dem die Beine angehoben werden und der Kopf deutlich tiefer liegt. Dies habe ich dann auch stets so gemacht und hatte das Gefühl, dass die Ohnmacht dann auch kürzer war.

Hier mal ein kleiner Überblick was bei einer Ohnmacht passiert:

"Synkopen (Ohnmachten)
Was ist eine Synkope?
Synkope ist der Fachbegriff für eine Ohnmacht. Im Verlaufe einer Synkope verliert man in der Regel nur für kurze Zeit das Bewusstsein. Synkopen sind v. a. durch die offensichtliche Sturz- und Verletzungsgefahr gesundheitsgefährdend. Ursache ist zumeist eine durch einen Blutdruckabfall bedingte kurzzeitige Minderdurchblutung und verminderte Sauerstoffsättigung des Hirnstamms, der im Wesentlichen für die Aufrechterhaltung von Atmung und Kreislauf zuständig ist. Dies ist letztlich ein Schutzmechanismus der Natur, da es durch den nachfolgenden Sturz und den Blutdruckanstieg im Liegen rasch wieder zu normalen Verhältnissen und zum Wiedererlangen des Bewusstseins kommt.

Synkopen kündigen sich häufig durch eine Vorphase (Prodromalstadium) an, in der Gähnen, Übelkeit, Frösteln, kalter Schweiß, vermehrte Speichelabsonderung, Gesichtsblässe, Leeregefühl im Kopf, Ohrensausen, Kribbelmissempfindung, Verschwommensehen und schließlich das typische Schwarzwerden vor den Augen berichtet werden. Da die Synkope darauf zurückzuführen ist, dass im Moment der Ohnmacht wichtige Zentren im Hirnstamm, die für Atmung und Kreislauf zuständig sind, nicht mehr ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff versorgt werden, kann es zum Zeitpunkt der Vorphase noch gelingen, durch entsprechende Lagerung (Hinlegen, Beine hochlagern) den Blutdruck rechtzeitig anzuheben, so dass der Bewusstseinsverlust vermieden werden kann."

und:

"Nach Ende der Synkope sind viele Patienten zunächst noch etwas verlangsamt und müde, ihre Orientierung ist aber rasch wiederhergestellt, und sie wundern sich, wie sie in die liegende Position gekommen sind. Typisch sind Verlegenheitsgesten wie Streichen durch die Haare oder Kratzen am Kinn. Schließlich ist es durch die Reizung des Brechzentrums im Hirnstamm möglich, dass erhebliche Übelkeit besteht. Manchmal kommt es auch zum Erbrechen nach einer Synkope." Aus: Klinische Neurophysiologie Göttingen - Synkopen (Ohnmachten)

Da Dein Mann ja vorher spürt, dass da was im Anmarsch ist, würde ich mal die Kopftieflagerung probieren, da dadurch eventuell die Ohnmacht verhindert werden kann.

Bei mir selbst funktioniert dies ganz gut (bei mir gibt es aber einen klaren Zusammenhang, wieso mein Kreislauf gerade die "Biege" machen will).

Bewusstlos werden beim Erbrechen

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Dann vergingen so ca. 10 Min. wo er ansprechbar war dann wieder kalter Schweiss und erneute Ohnmacht diesmal aber mit Erbrechen und Atemstillstand.

Ist Dein Mann während dieser Zeit in der liegenden Position geblieben?

Bewusstlos werden beim Erbrechen

Jolanda ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 20.07.10
Zitat von Ulrike Beitrag anzeigen
Hallo AZ Gesund,

bei der ersten Ohnmacht, war Dein Mann da sehr blass und die Lippen blutleer?

Mein Mann (auch sehr sportlich, sehr niedriger Ruhepuls) wurde auch manchmal ohnmächtig, meist war ein Zusammenhang gegeben, dass der Organismus mit einer anderen Sache beschäftigt war. Einmal hatte er sich z.B. die Augen verblitzt, ein anderes Mal war ein Infekt im Anmarsch. Es ist aber auch passiert, ohne dass da eine Co-Beteiligung ausgemacht werden konnte.

Als es das erste Mal passierte, habe ich auch die stabile Seitenlage gemacht. Da aber geklärt wurde, dass ein Blutdruckabfall der Auslöser für die Ohnmacht war, sollte ich den Kreislauf stabilisieren, in dem die Beine angehoben werden und der Kopf deutlich tiefer liegt. Dies habe ich dann auch stets so gemacht und hatte das Gefühl, dass die Ohnmacht dann auch kürzer war.

Hier mal ein kleiner Überblick was bei einer Ohnmacht passiert:

"Synkopen (Ohnmachten)
Was ist eine Synkope?
Synkope ist der Fachbegriff für eine Ohnmacht. Im Verlaufe einer Synkope verliert man in der Regel nur für kurze Zeit das Bewusstsein. Synkopen sind v. a. durch die offensichtliche Sturz- und Verletzungsgefahr gesundheitsgefährdend. Ursache ist zumeist eine durch einen Blutdruckabfall bedingte kurzzeitige Minderdurchblutung und verminderte Sauerstoffsättigung des Hirnstamms, der im Wesentlichen für die Aufrechterhaltung von Atmung und Kreislauf zuständig ist. Dies ist letztlich ein Schutzmechanismus der Natur, da es durch den nachfolgenden Sturz und den Blutdruckanstieg im Liegen rasch wieder zu normalen Verhältnissen und zum Wiedererlangen des Bewusstseins kommt.

Synkopen kündigen sich häufig durch eine Vorphase (Prodromalstadium) an, in der Gähnen, Übelkeit, Frösteln, kalter Schweiß, vermehrte Speichelabsonderung, Gesichtsblässe, Leeregefühl im Kopf, Ohrensausen, Kribbelmissempfindung, Verschwommensehen und schließlich das typische Schwarzwerden vor den Augen berichtet werden. Da die Synkope darauf zurückzuführen ist, dass im Moment der Ohnmacht wichtige Zentren im Hirnstamm, die für Atmung und Kreislauf zuständig sind, nicht mehr ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff versorgt werden, kann es zum Zeitpunkt der Vorphase noch gelingen, durch entsprechende Lagerung (Hinlegen, Beine hochlagern) den Blutdruck rechtzeitig anzuheben, so dass der Bewusstseinsverlust vermieden werden kann."

und:

"Nach Ende der Synkope sind viele Patienten zunächst noch etwas verlangsamt und müde, ihre Orientierung ist aber rasch wiederhergestellt, und sie wundern sich, wie sie in die liegende Position gekommen sind. Typisch sind Verlegenheitsgesten wie Streichen durch die Haare oder Kratzen am Kinn. Schließlich ist es durch die Reizung des Brechzentrums im Hirnstamm möglich, dass erhebliche Übelkeit besteht. Manchmal kommt es auch zum Erbrechen nach einer Synkope." Aus: Klinische Neurophysiologie Göttingen - Synkopen (Ohnmachten)

Da Dein Mann ja vorher spürt, dass da was im Anmarsch ist, würde ich mal die Kopftieflagerung probieren, da dadurch eventuell die Ohnmacht verhindert werden kann.

Bei mir selbst funktioniert dies ganz gut (bei mir gibt es aber einen klaren Zusammenhang, wieso mein Kreislauf gerade die "Biege" machen will).
Ja ich denke auch, dass es in diese Richtung geht. Beine hoch lagern habe ich auch schon versucht, es kommt trotzdem zur Ohnmacht. Das es einen Blutdruckabfall gibt das weis ich. Ein Arzt wollte einmal nach einer Ohnmacht den BD messen der war aber so niedrig, dass er nicht mehr messbar war.
Komisch ist nur das es immer dann passiert wenn es nachher zum Erbrechen kommt. Die Ohnmacht ist nicht die Ursache des Erbrechens sondern umgekehrt. Meistens hat sich mein Mann bei den Kindern mit der Magendarmgrippe angesteckt.
Manchmal ist die Bewusstlosigkeit so tief, dass sich die Blase entleert.
Ich frage mich ob es ein Kreislaufstabilisierendes Medikament gibt das ich spritzen könnte?
Die Ohnmacht macht mir nicht so viel Sorgen nur das er am Erbrochenen ersticken könnte.

Danke für deine Typs


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