Schilddrüse, Psyche, Nervenentzündung, Borreliose oder doch was anderes?

26.08.11 01:49 #1
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Bjoern ist offline
Beiträge: 17
Seit: 25.08.11
Hallo Leute.

Ich bin der Meinung hier das passende Forum gefunden haben, um meine Probleme das erste Mal zu schildern und auch bis zu meiner (hoffentlichen) Genesung zu dokumentieren und zu disskutieren.

Bin männlich, 26, Feuerwehrmann.

Angefangen hat alles Anfang August 2010. Ich bin im Freibad mit dem Kopf vorraus in flaches Wasser gesprungen und damit auf dem Beckenboden gelandet. Hatte aber danach keinerlei Probleme. Keine Schmerzen, kein Schwindel/Übelkeit. 2 Tage später saß ich vorm PC und mein linkes Bein begann leicht an zu kribbeln und hörte nicht mehr auf. Noch am gleichen Tag begann auch mein linker Unterarm inklusive Hand leicht zu kribbeln. Daraufhin begab ich mich zum Hausarzt der mich zum Neurochirurgen bei mir um die Ecke schickte. Der Veranlasste ein MRT der HWS - ohne Befund und schickte mich zum Neurologen. Er untersuchte mich kurz und meinte man solle erstmal abwarten, kann auch psychosomatisch aufgrund der Sturzsymtomatik sein und siehe da, ca 3 Wochen später war ich beschwerdefrei. Soweit so gut.

Im April 2011 ging es wieder los. Bis dahin: sportlich, absolut belastbar, psychisch völlig stabil. Nach einer harten Nachtschicht, kaum Schlaf ging es auf die Kartbahn. Bis auf ein paar Rempler ist nichts weiter passiert. Am nächsten Morgen bin ich dann mit genau dem Kribbeln aufgewacht und alles nahm seinen Lauf. Es wurde irgendwie gleich stärker. Ich bekam Verspannungen im Rücken und Nacken. MRT vom Kopf und der HWS um Entzündungen auszuschließen waren ohne Befund. Der Neurochirurg nahm jedoch nun Abstand von der Theorie, dass es was mit dem Kopfsprung 2010 zu tun haben könnte. Hab dann aufgrund meiner Beschwerden die ziemlich stark waren meinen Sommerurlaub absagen müssen, denn ich hatte zu dem Zeitpunkt (im Mai) Kribbeln, schmerzhafte Verpsannungen und fühlte mich sehr schlapp.

Ich suchte dann eine Bekannte meiner Mutter auf, die als Heilpraktikeren arbeitet. Ich vertraue dieser Frau sehr und erzählte ihr meine Geschichte. Ihre erste Einschätzung fiel auf Schilddrüse und sie warnte dringlichst mich nicht auf die psychosomatische Schiene schieben zu lassen.

Da mein Dad an einer wohl eher seltenen Art der Schilddrüsenüberunktion leidet und ich mit ca. 15 Jahren aufgrund von Müdigkeit, Abgeschlagenheit und meiner Schilddrüsenwerte schonmal L-Thyrox nehmen musste, begab ich mich also zum Schildrüsendoc, der mich auch vor 10 Jahren Untersuchte. Das Ganze blieb jedoch ohne weiteren Befund, außer dass mein Vitamin D etwas niedrig war und rechte Seite etwas vergrößert. Mein Hausarzt fand den Befund toll und sah keinen Anlass zu einer Vitamin D Medikation oder sontiges.Zu dem Zeitpunkt leichtes Kribbeln und etwas Rückenschmerzen.

Ein Besuch beim Osteopathen brachte dann leichte Besserung. Ich erzählte ihm meine Geschichte und er fand auch direkt einige Schwachstellen, knackte mich durch, empfahl mir ein paar Übungen. 3 tage später war ich fast Beschwerdefrei, was auch knappe 2 Wochen so blieb, doch dann wurde es schlimmer.

Anfang Juni begannen dann die wirklichen Probleme. Wieder Kribbeln, nur diesmal stärker und beidseitig, Schmerzen in den Unterarmen, Muskelschmerzen, Leistenschmerzen, Tinitus. Meine Füße und Hände brannten Morgens seltsam und ich bakam das erste mal in meinem Leben Panikattacken, Schlafstörungen und wie ich finde Depressionen. Fast jede Nacht wachte ich mit eingeschlafenen Armen und Händen auf. Ich bin fast durchgedreht. Mein Hausarzt verschrieb mir chinesische Medizintabletten, die jedoch außer 18 Euro weniger nichts brachten. Ich ging zum HNO Arzt, dem ich aber nur vom Tinitus erzählte. Er fand keine Ursache außer vielleicht mein Kieferknacken. Medikation mit Cortison brachte keine Besserung. Der Urologe checkte meine Hoden, Leiste, Blase, Prostata. Er stellte eine "weiche Leiste" fest und sagte ich solle mich schonen.
Ich besuchte wieder meinen Osteopathen der mich erneut einränkte. In einem intensiven Gespräch sagte er mir jedoch, dass etwas krankhaftes wie Polyneuropathy oder Borreliose dahinter stecken könnte und es nicht nur mit meiner Haltung oder Verspannungen zu tun haben kann. Er sagte es muss eine Ursache haben und machte mir Mut, dass intensive Suche diese finden wird. Daraufhin erzählte ich meinem Hausarzt, dass ich ja vielleicht auch Borreliose haben könnte, aufgrund der Symthome und einem Zeckenbiss vor ca. 2 Jahren (ohne Wanderröte, was nicht viel bedeutet wie ich heute weiß). Da fiel ihm doch direkt ein, das erste mal Blut abzunehmen. Ich gehe davon aus, dass er die billige Testvariante machen ließ, weiß es leider nicht genau. Der Befund war negativ.

Ich besuchte erneut meine Heilpraktikerin mit den neuen Werten. Sie checkte die Schildrüsenwerte und war damit nicht zufrieden. Auch das Vit D war ihr deutlich zu niedrig und sie rieht mir zum erneuten Test und Vitamin D Zufuhr um in 6 Wochen bzw nächste Woche nochmal ein großes Blutbild mit Schilddrüsenwerten zu ermitteln und die Veränderungen zu sehen. Also bin ich zu meinem Hausarzt, der mir direkt sagte dass Vitamin D meine Probleme nicht lindern würden und ich mal an die Sonne soll (wo ich genug bin). Dennoch ließ er sich durchringen einen Test zu machen und siehe da: Vitamin D Mangel. Ein Wert von 18 wurde mir genannt und Vigantoletten 500 I.E verschrieben wovon ich täglich 1 nehmen sollte. Meine Recherchen haben jedoch ergeben, dass man um den Wert auf 38 zu heben (was wohl okay ist) 2000 I.E täglich nehmen soll. Also ließ ich mir in der Apotheke 1000er geben und nehme davon seit 5 Wochen täglich 2. Leider bisher ohne Besserung der Probleme.

Vor einer Woche war ich beim wieder beim Neurologen. Der Verschrieb mir Mydocalm zur Entspannung meiner Muskulatur und möchte am Freitag (heute) nochmal einige Messungen vornehmen.

Ich geb nochmal einen Überblick über meine derzeitigen Sympthome und Verfassung:

Im Moment hab ich tagsüber leichtes Kribbeln in den Gliedmaßen. Manchmal im Gesicht, vor 4 Tagen zum ersten mal in der Zunge. Muskelschmerzen hab ich vor allem in den inneren Oberschenkmuskeln und besonders zwischen den Beinen, wo die hinteren Oberschnekelmuskeln ins Becken übergehen (also li. und re. vom Damm) und untere Bauchmuskeln. Leichter Druck ist fast auf alle Muskeln unangenehm. Machmal am Tag Muskelzucken. Mein Tinitus ist etwas besser geworden. Meine Leiste nervt im Moment sehr. Hab wieder dieses Ziehen im Schambereich und unteren Bauch. Des Weiteren nervt das Brennen meiner Haut. Besonders Füße, Unterarme, Oberschenkel und mitlerweile auch Bauch und Rücken. Am liebsten lauf ich zuhause nurnoch in Shorts rum. Meine Haut fühlt sich generell an wie nach nem Sonnenbrand.

Schlafen geht im Moment allerdings gut. Wache nur manchmal morgens mit Brennen im Unterbauch bzw. im Schambereich auf. Panik hab ich im Juli das letzte mal gehabt. Und auch so bin ich psychisch wieder besser drauf. Allerdings immernoch abgeschlagen, müde und lustlos. Sport mach ich im Moment wenig bis gar nicht. Mein Körper fühlt sich zu schlapp an und die Schmerzen nerven mich. Hab Gestern mal wieder 20min auf dem Fahhrad gesessen. Dabei tat mir jedoch der oben beschriebene Sitzknochenbreich sofort sehr weh und mehr wie 20min gingen nicht.

Im großen und ganzen sind meine Beschwerden sehr, sehr nervig und die Schmerzen teilweise übel aber noch lässt es sich aushalten. Aber dennoch muss was geschehen, denn ich weiß nicht wie lange ich das auhalten kann. Ohne meine Freundin und meine Familie wäre ich wohl schon mehrmals am Ende gewesen.

Achso: Amalgan. Davon hab ich 10 Füllungen im Mund. Davon sind 4 Anfang 2010 gemacht worden, was die ganze Sache nicht vereinfacht. Ich kann mich daran erinnern ebenfalls Anfang 2010 längere Zeit Kopfschmerzen gehabt zu haben, die ich sonst sehr selten hab.
Hab schon drüber nachgedacht das Amalgan entfernen zu lassen. Jedoch sollte man erst Test machen richtig? Muss ich nochmal belesen.

Tja, das war es wohl fürs erste. Ich hab einfach mal alles aufgeschrieben, was mir eingefallen ist. Gar nicht so einfach alles zusammen zu bekommen. Ich hoffe ihr behaltet den Überblick. Morgen nach dem Neurologen Besuch werd ich nochmal eine Übersicht der Befunde und Werte posten.

Ich freue mich über eure Beiträge und Meinungen und bedanke mich fürs Lesen des Romans.

B.

Schilddrüse, Psyche, Nervenentzündung, Borreliose oder doch was anderes?

stephanmg ist offline
Beiträge: 183
Seit: 08.08.11
Hallo,

schon alleine deine Überschrift zeigt ja gewisse Ähnlichkeiten mit meinen Fall, der ja hier auch in diesem Forumsbereich abgehandelt wird, sieht man mal von dem Unfall ab, der wohl aber anscheinend keine Rolle mehr spielen soll.
Was natürlich auffällt ist das mit der Schilddrüse. Hast du wirklich von einem Experten deine Schilddrüse untersuchen lassen? Mein Hausarzt hat auch nichts getan, der SD Experte meinte jedoch auch, dass man erst einmal Hormone geben sollte. Bei mir wird sich dann am Montag (Neurologe und SD Experte) weiteres herausstellen.
Hier solltest du auf jeden Fall noch einmal nachfragen und evtl. noch einmal einen spezialisierten Arzt aufsuchen.
Kann dann wirklich die SD als ursache ausgeschlossen werden kann man dann verschiedene andere Ursachen herbeiziehen. Borreliose, Darmparasiten (Hast du ein Tier) Amalgan - es gibt so viele Möglichkeiten und man muss Punkt für Punkt abarbeiten, auch wenn es einem schwer fällt. Amalgantest habe ich meinen Speichel untersuchen lassen, das Ergebnis steht noch aus (kostete 50 EUro) hast du deine calcium, Magnesiumwerte mal bestimmen lassen? B-Vitamine?
Ich reagiere derzeit schon bei den Namen Neurologe empfindlich, dies ist für mich in den meisten Fällen wirklich eine Frechheit was die sich leisten, lasse dir auf keinen Fall irgendwelche Psychopharmaka verschreiben, Muskelrelaxien oder einen anderen Sch....
Es gibt meitens eine Ursache, die zu finden ist wirklich schwer, manchmal hilft ein Arztwechsel, manchmal auch ds Internet, vielleicht noch einmal einen Muskelexperten aufsuchen? Schmerzen in dem Sinne habe ich bspw. keine, aber bspw. Borreliose zeigt ja auch bei jedem andere Symptome.
Mit dem Fahrrad fahren, nur mal so du wirst genauso wie ich am Anfang erst einmal erschrocken sein, nichts getan haben, bei mir war das 3 Wochen so, man konnte den Muskeln zuschauen wie sie weniger wurden und ich bekam neue Angst und Schwäche, aber wenn man drei Wochen einen Gips hat, hat das schon unheimliche Auswirkungen auf die Muskulatur, drei Wochen nichts tun also auch.

LG

Stephan

Schilddrüse, Psyche, Nervenentzündung, Borreliose oder doch was anderes?

Bjoern ist offline
Themenstarter Beiträge: 17
Seit: 25.08.11
Hallo Stephan, danke für deine Antwort.

Ja, ich habe mir deinen Thread auch gründlich durchgelesen und werde ihn gespannt weiter verfolgen. Es scheint ein paar Übereinstimmungen zu geben und gleiche Faktoren, die es nach und nach zu untersuchen gibt und es ist "gut" jemanden zu haben dem es halbwegs ähnlich geht.
Erstmal zu deinen Fragen: ein Tier hatte ich noch nie, deswegen stelle ich Parasiten erstmal hinten an. Der Schilddrüsen Doc ist ein sehr erfahrener Mann, der auch die Krankheit bei meinem Dad vor 25 Jahren ermittelte. Er meinte (vor 2 Monaten), dass eine Medikation erstmal nicht erforderlich sei. Ich poste unten mal die Werte von mir. Montag geh ich nochmal zu Hausarzt um ein großes Blutbild mit den aktuellen Schilddrüsen Werten machen zu lassen, nach 5 Wochen Vit D sollte sich etwas getan haben. Da der Schilddrüsenarzt in meiner Heimat (450km enfernt) befindet, werd ich mir hier oben nochmal einen neuen suchen. Amalgantest werde ich Montag auch fordern. Wie sicher ist so ein Test? Da wird ja nur die Konzentration im Speichel gemessen richtig? Bin gespannt was deine Tests ergeben.

Sooo. Heute morgen war ich ja bei meiner Neurologin. Erstmal wurde wieder eine Messung der Nerven von Kopf bis Fuß durchgeführt. Ohne Befund. Anschließend zu ihr ins Zimmer. Als ich ihr erzählte, dass Mydocalm keine Verbesserung bringen konnte, fragte sie nach Schlafstörungen und wann meine Probleme am stärksten seien. Schlafstörungen hab ich im Moment keine und morgens das stärkste Brennen. Darauf empfahl sie mir doch glatt eine Medikation mit Antidepressiva, da ich wohl unter einer Art Depression mit morgentlichem tief leide. Ich hab dankend abgelehnt und ihr gesagt, dass ich erstmal andere Faktoren wie Entzündung und Borreliose ausschließen möchte. Daraufhin hat sie einen Termin beim Neurochirurgen für eine Lumbalpunktion gemacht. Ich hoffe diese Sache wird in Sachen Borreliose und Entzündungen im Nervensystem Klarheit bringen?!

Also hier nochmal die Übersicht was schon getestet wurde:

07/10 MRT HWS - ohne Befund
05/11 MRT HWS+Kopf - ohne Befund (also kein MS)
05/11 Neurologe Nerven durchgemessen - ohne Befund
05/11 Schilddrüse re. leicht vergrößert. Werte:
Chlorid: 100.70 mmol/l (95.00 - 108.00)
Calcium: 2.58 mmol/l (2.00 - 2.75)
Anorg.Phosphat: 3.02 mg/dl (2.70 - 4.50)
Kreatinin: 1.15 mg/dl (0.10 - 1.30)
GFR/MDRD: 84 (über 90) also normal bis gering vermindert
Paathormon: 33.9 pg/ml (17.3 - 72.9)
Vit D: 66.7 nmol/l (25.0 - 250.0)
freies T3: 5.67 pmol/l (3.6 - 7.8)
freies T4: 21.88 pmol/l (10 - 25)
Dyno anti TPOn: 17.43 U/ml (0 - 60)
TRAK: 3.03 % (0 - 9)
TSH1 Dyno: 2.31 mU/l (0.3 - 4.0)
Thyreoglobulin: 7.84 ng/ml (0 - 60)
Calcitoinin: 9.76 pg/ml (0 - 10)

07/11 Sono -> Blase, Prostata, Hoden, Leiste - ohne Befund (bis auf weiche Leiste)
07/11 Tinitus beim HNO -> nicht durch Erkrankung des Ohres
07/11 Vitamin D Mangel Wert 18 - Vigantoletten 2000 I.E. täglich
07/11 Borreliose Test (billig Version?) - ohne Befund
07/11 Neurologe Nerven gemessen - ohne Befund. Eine Woche Mydocalm - keine Besserung

Montag werd ich ein neues Blutbild + Amalganspeicheltest fordern. Anfang September steht die Lumbalpunktion an.

Schilddrüse, Psyche, Nervenentzündung, Borreliose oder doch was anderes?

stephanmg ist offline
Beiträge: 183
Seit: 08.08.11
Hallo,
erstmal gut, dass du es dankend abgelehnt hast, die Tabletten zu nehmen, immerhin läßt sich deine Neurologin auch auf eine Lumbalpunktion ein, so weit bin ich in den letzten 6 Wochen noch nicht, wobei ich auch da (erst) einmal noch nicht suchen möchte.
Die Werte muss ich mir noch anschauen, kenne mich da nicht so gut aus.
Zu dem Speicheltest, der ist natürlich (wie alles zu dem Thema Amalgam) umstritten, man muss oder sollte schon daran glauben, dass ein Nervengift im Zahn nicht gesund ist.
Daher mache einfach mal diesen Speicheltest und weitere Schritte kann man dann ja mal schauen. Im Grund gehst du den gleichen Weg wie ich, es ist nicht einfach und man muss sich gedulden.

LG

Stephan

Schilddrüse, Psyche, Nervenentzündung, Borreliose oder doch was anderes?

Bjoern ist offline
Themenstarter Beiträge: 17
Seit: 25.08.11
An die Amalgangeschichte glaube ich auf jedenfall. Besonders, da ich nach einer Behandlung schonmal eine Zeitlang Kopfschmerzen hatte. Sollte sich bis zum Winter in keine Richtung etwas getan haben, werde ich dann sowieso anfangen das Amalgan entfernen zu lassen. Schaden kann es wohl nicht.

Ich bin der Meinung, dass bei mir nur 3 Faktoren eine Rolle spielen könnten.
Amalgan - 10 Füllungen
Borreliose - Zeckenbiss vor 2 Jahren
Schilddrüse - Vorbelastet

Das mit der Lumbalpunktion werde ich mir übers Wochenende nochmal überlegen. Weiß nicht ob sich das Risiko und der Aufwand lohnt. Hab hier im Forum gelesen, dass auch nur eine 20-30% Genauigkeit gibt und ein negativer Test nicht bedeuten muss, dass man keine Borreliose hat. Wobei man alle nachfolgenden Bluttests eh selber Zahlen muss. Naja vielleicht schiebe ich den Termin auch auf Ende September und warte erstmal die Anderen Tests ab. Werd meine Entscheidung hier berichten.

Gruß, B

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anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Sag mal, hast Du die Beschwerden beidseitig?
Gleichmäßig?

http://de.wikipedia.org/wiki/Guillai...%C3%A9-Syndrom

Schilddrüse, Psyche, Nervenentzündung, Borreliose oder doch was anderes?
Männlich Windpferd
Hallo Byörn,

ja, das Wichtigste fällt einem oft zuallerletzt ein. In Deinem Fall besonders verständlich, weil es unangenehme Konsequenzen hat.

Vertu Deine Zeit nicht mit allerlei "Tests" (Speichel usw.); das kostet Dich nur Zeit und Geld. Es ist völlig klar, daß Du eine behandlungsbedürftige Amalgamvergiftung hast. Diese ist kausal den meisten anderen Störungen vorgeordnet, MUSS also zuerst behandelt werden. Du kannst doch nicht wirklich denken, daß Du - wieviele Jahre eigentlich schon? - mit +/- 10 (zehn!) Amagalgamfüllungen 24 Std. / Tag Schleimhautkontakt hast und Dich nicht vergiftest? Wär ein Weltwunder. (Nicht nur Kontakt; dazu kommen der Abrieb durch Kauen, sauere und heiße Speisen - alles die Intoxikation fördernd.) Hg (das nachweislich aus Amalgamfüllungen kontinuierlich freigegeben wird) ist das bei weitem giftigste aller nicht-radioaktiven Elemente.

Amalgam kann unglaublich unterschiedliche Symptome hervorrufen. Z.B. könnte es direkt sog. "toxische Polyneuropathie" verursachen. Es könnte zu Störungen der Methylierungsprozesse und damit zu erhöhten Homocysteinwerten führen, was in mehrerer Hinsicht bedenklich ist, u.a. auch für die peripheren Nerven. Es kann Borrelien aktivieren. (Ich habe erlebt, daß eine deutlich nachweisbare Borreliose verschwand nach gründlicher Amalgamausleitung.) Und es kann sog. nitrosativen Stress fördern (erhöhte Nitrotyrosin- und Citrullinwerte), zum zugehörigen Störungskatalog gehört wiederum Polyneuropathie.

(Natürlich will ich Dich nicht auf diese Erkrankung festnageln - dazu versteh ich zu wenig davon. Ihre häufigsten Ursachen sind übrigens Diabetes und Alkoholismus. Es gibt aber sehr viel mehr Ursachen.)

Bestell Dir die beiden Bücher von Dr. Mutter, das ist gegenwärtig DER Amalgamexperte hierzulande, arbeite sie durch und befolg sie. Im Forum findest Du viel Brauchbares (z.B. bei Bodo, Spooky, Binnie) aber auch viel unwirksame, z.T. esoterische Dinge.

Und such Dir umgehend einen ZA, der Amalgam unter DREIFACHSCHUTZ entfernt (sonst kann alles noch viel schlimmer werden). Das läßt sich durch einen Anruf in der jeweiligen Praxis klären. Und danach nie wieder (!) Metall in den Mund. Bei dieser Gelegenheit auch alle wurzelgefüllten und wurzeltoten Zähne ziehen lassen. Wenn der ZA nicht kooperiert, dann eben wechseln.

Normalerweise geht es einem nach der Amalgamentfernung noch nicht (oder nicht wesentlich) besser - aber der Giftnachschub ist erst mal weitgehend gestoppt. (Natürlich "ruht" noch viel im Hirn, in den Nieren usw.) Die Entfernung ist aber Voraussetzung für sinnvolle Amalgamausleitung. Darüber vielleicht ein andermal.

Wichtig, bereits jetzt: (1) Umstellen auf "grünbetonte Rohkost" ("Gorilla-Diät") nach Dr. Mutter. Auch wenn's schwer fällt und Schwierigkeiten macht. Und (2) befrei Dich vom geliebten Handy, von WLAN und Schnurlostelefon. Die Wirkungen von Elektrosmog und Amalgam potenzieren einander; außerdem behindert Elektrosmog die Amalgamausleitung deutlich und meßbar. (Zu Elektrosmog im Forum Sensor77.)

Möglich, daß alle Deine Organe spürbar aufatmen, wenn weniger giftige Schwermetalle in Dir zirkulieren bzw. eingelagert sind. Vielleicht brauchen sie keine eigene Behandlung mehr.

Lediglich Vit. D würde ich hochdosiert einnehmen. Bei Deinen Werten ruhig 7000 IE / Tag (am besten "Vitamin D in Cocosöl nach Dr. Mutter", Klösterl-Apotheke). Dazu natürlich Ca und Mg. (Nach 3 - 4 Monaten kontrollieren.)

Ich wünsch Dir guten Mut. Ist ja eine strapaziöse Reise, auf die Du Dich da möglicherweise begeben wirst.

Alles Liebe,
Windpferd

Schilddrüse, Psyche, Nervenentzündung, Borreliose oder doch was anderes?

Nervenzusammenbruch ist offline
Beiträge: 52
Seit: 19.07.11
hi
das mit deinem bein habe ich auch und das mit dem kopf auf den beckenboden hört sich aus meiner sicht her nach einer chronischen nasennebenhölenentzündung an, die durch den aufprall geschädigt ist
habe ähnliche probleme
bei mir wird ein ct gemacht um zu gucken ob irgendetwas mit meinen nebenhölen nicht stimmt

Nach einer harten Nachtschicht, kaum Schlaf ging es auf die Kartbahn. Bis auf ein paar Rempler ist nichts weiter passiert. Am nächsten Morgen bin ich dann mit genau dem Kribbeln aufgewacht und alles nahm seinen Lauf. Es wurde irgendwie gleich stärker. Ich bekam Verspannungen im Rücken und Nacken. MRT vom Kopf und der HWS um Entzündungen auszuschließen waren ohne Befund. Der Neurochirurg nahm jedoch nun Abstand von der Theorie, dass es was mit dem Kopfsprung 2010 zu tun haben könnte. Hab dann aufgrund meiner Beschwerden die ziemlich stark waren meinen Sommerurlaub absagen müssen, denn ich hatte zu dem Zeitpunkt (im Mai) Kribbeln, schmerzhafte Verpsannungen und fühlte mich sehr schlapp.
Zugluft war wolmöglich der auslöser

also ich weiß ja nicht ob ein MRT auch eine bakterielle, chronische infektion der nasennebenhölen ausdeckt, aber es kann ja sein, dass bei dir oben der knochen irgendwie nen "leck" hat und sich dort einfach backterien getummelt haben und nun andere bereiche angreifen, bei mir sind die symptome die du schilderst jedenfalls ähnlich und ich habe staphylokokken in den nebenhölen wuseln und hatte über den ganzen zeitraum keine schmerzen in den nebenhölen, kein schnupfen etc desshalb bin ich oft ratlos gewesen und die ärzte auch, was es sein könnte

Geändert von Nervenzusammenbruch (26.08.11 um 20:17 Uhr)

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stephanmg ist offline
Beiträge: 183
Seit: 08.08.11
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An die Amalgangeschichte glaube ich auf jedenfall. Besonders, da ich nach einer Behandlung schonmal eine Zeitlang Kopfschmerzen hatte. Sollte sich bis zum Winter in keine Richtung etwas getan haben, werde ich dann sowieso anfangen das Amalgan entfernen zu lassen. Schaden kann es wohl nicht.

Ich bin der Meinung, dass bei mir nur 3 Faktoren eine Rolle spielen könnten.
Amalgan - 10 Füllungen
Borreliose - Zeckenbiss vor 2 Jahren
Schilddrüse - Vorbelastet

Das mit der Lumbalpunktion werde ich mir übers Wochenende nochmal überlegen. Weiß nicht ob sich das Risiko und der Aufwand lohnt. Hab hier im Forum gelesen, dass auch nur eine 20-30% Genauigkeit gibt und ein negativer Test nicht bedeuten muss, dass man keine Borreliose hat. Wobei man alle nachfolgenden Bluttests eh selber Zahlen muss. Naja vielleicht schiebe ich den Termin auch auf Ende September und warte erstmal die Anderen Tests ab. Werd meine Entscheidung hier berichten.

Gruß, B

Hallo,

ich würde bei deinen Symptomen erst einmal die Lumbalpunktion auch verschieben und abwarten, was bei den anderen Tests herauskommt. Ganz ehrlich, dieser Eingriff ist ja nicht ganz so easy mal gemacht.

Na ja, ich bin ja ehrlich mit dem Amalgan bin ich hin und her gerissen, einerseits bin ich mir nicht sicher, ob so etwas wirklich solche Auswirkungen hat, andererseits list man viel über die Bewschwerden, dass es in vielen anderen Ländern verboten ist und das es mit Sicherheit nicht gesund ist steht außer Zweifel, daher würde ich das Thema erst einmal abarbeiten. Ich denke auch, dass es darauf ankommt, wie gut der ZA die Füllugen gemacht hatte, da gibt es bestimmt auch Qualitätsunterschiede, ich reibe derzeit Nachts meine Zähne unbewußt aneinander, was auch bestimmt nicht gesund ist.
Daher, kommt bei dem Amalgan nichts heraus und sind auch die SD Werte in Ordnung dann kann man ja noch immer den Eingriff vornehmen.

LG

Stephan

Schilddrüse, Psyche, Nervenentzündung, Borreliose oder doch was anderes?

anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Wenn der Arzt eine Entzündung im Rückenmarksnerv vermutet, ist die Lumbalpunktion das Einzige, was Gewissheit bringt.
Lies Dir das bitte durch.
Guillain-Barré-Syndrom
Muss nicht sein, aber wenn es zutrifft, sollte es schnellstmöglich behandelt werden.


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