Schwäche, Hautbrennen, Blässe um den Mund und Gewebeschwund

01.06.11 13:44 #1
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Jenja85 ist offline
Beiträge: 23
Seit: 10.02.11
Hallo, ich möchte nun auch einmal mich und mein Problem "kurz" vorstellen, nachdem ich hier schon so viel mitgelesen und wertvolle Informationen erhalten habe. Es wäre toll, wenn sich jemand trotz der langen Geschichte Zeit nimmt und evtl eine Rat weiß.
Ich bin 25 und leide seit mehr als 1,5 Jahren unter extremen degenerativen Veränderungen meines Körpers, für die bisher noch keine plausible Ursache gefunden werden konnte.
Es fing leider an merklich schlimm zu werden (hatte vorher auch schon lange mit fettiger Haut und Müdigkeit zu kämpfen, war für mich aber "normal") als ich zu einer stärkeren Pille (Bella Hexal, nahm vorher die Belara) wechselte. Jedoch führte ich die Symptome (starkes Herzklopfen, Schlafstörungen, sehr trockene und schlecht heilende Haut) zunächst nicht darauf zurück. Als dann noch vermehrt Haarwuchs und Aknepusteln im Gesicht auftraten, die einfach nicht mehr heilten und sich stark entzündeten setzte ich die Pille ab. In dieser Zeit bekam ich einen schweren Atemwegsinfekt, der etwa 3 Monate andauerte.
Ich begann dann wegen einer neuer Beziehung erneut mit der Pille, wechselte noch ein paar mal das Präparat, weil es von Mal zu Mal schlimmer wurde. Es ging richtig los: die Haut spannte wie verrückt trotz Eincremens, überall am Körper öffneten sich die Poren, es wuchsen immer stärker die Haare. Sie pellte sich bei jedem Eincremen ab, wurde immer dünner. Sie war leicht gerötet, wie bei nem Sonnenbrand, brannte auch und verschrumpelte sofort, wenn man mit dem Finger drüber streicht.
Auch mein körperliches Befinden wurde immer schlechter, konnte mich kaum mehr konzentrieren, wurde immer müder und hagerer obwohl ich normal aß.

Ich ging schon früh zu mehreren Ärzten, die mich nur auslachten als ich ihnen meine Haut zeigte. Sie konnten ja auch nicht nachfühlen, wie es brannte, zog überall. Es war lediglich ne leichte Rötung zu sehen und Wärme zu spüren, die sie mit "guter Durchblutung" abtaten.
Da ich dachte, ein hormonelles Problem zu haben wurden nach einem pillenfreien Monat beim Gyn sämtliche Werte gecheckt, auch alles in Ordnung, bis auf erhöhte Androgene und TPO-Antikörper (500) bei normalem TSH (2,5).
Also zum Endokrinologen, der mich in die Psychiatrie einwies, weil ich so fertig war mit den Nerven, er verschrieb mir dennoch 25 micg L-Thyroxin wegen Hashimoto. Dort begann ich dann mit der Einnahme und nach einer Woche konnte ich kaum mehr meinen Arm heben, so schwach war ich, kaum noch laufen vor Schwindel und Benommenheit. Mein Gesicht sah furchtbar eingefallen und gelblich-grau aus, die Haut brannte noch mehr und zerknitterte zusehends im Gesicht. Ich flehte dort um medizinische Hilfe, aber die taten das natürlich als psychischen Schaden ab und gaben mir Tavor, um mich zu beruhigen.
Ich ließ mich entlassen und las von Erstverschlechterung bei LT-Einstieg. Daher erhöhte ich noch um 12,5. Drei Tage gings mir etwas besser, dann kam der absolute Einbruch. Ich konnte nichts mehr, sah aus wie ein Zombie, extrem weite Pupillen und gerötete, Pergamenthaut mit blassem Rand um den Mund (fiel dem Sanitäter sofort aus und fragte mich, ob ich Taubheitsgefühle hatte). In der Rettungsstelle wurde ich wieder nur zur Psychosomatik verwiesen. Dort machte man Untersuchungen und lag mir ans Herz wegen zu hoher männlicher Hormone die Pille wieder zu nehmen. Das war ein großer Fehler, das Hautbrennen wurde schier unaushaltbar, meine Augen wurden immer eingehöhlter, die Lippen hatten kaum noch Volumen, ich sah schrecklich aus und konnte kaum noch gehen, musste bei meiner Mutter leben, die für mich sorgte.
Ich war wieder beim Hautarzt, der mir ne extrem starke Cortison-Salbe gegen das Brennen verschrieb (Clobetasol, keine Ahnung wieso) und verwies mich an die Charité, nachdem eine Biopsie eine Epidermisatrophie und Fibrose der Lederhaut ergab. Dort wurde ich wieder nur ausgelacht!
Die Creme wollte ich erst gar nicht nehmen, da ich dachte Cortison zerstört noch mehr die Haut. So war es dann auch, aber das Brennen war sofort weg!!!! Und komischerwiese füllte sich nach drei Tagen großflächiger Anwendung am nächsten Tag mein Unterhautgewebe wieder - am ganzen Körper! Die Nasenflügel waren vorher butterweich und jetzt plötzlich wieder wie gewohnt hart. Die Haut legte sich nicht mehr sooo doll in Falten und auch die Enegrie war zurück. Nur hielt das ganze nur ein paar Tage,. weil ich die Creme nicht mehr länger topisch anwenden wollte. Nach dem Pille absetzen und reduzieren der Thyroxin-Dosis ging es dann etwas besser. Ich ließ beim Endo noch die Cortisol-Tageswerte im Speichel messen, weil ich dachte, es könnte was mit der Nebenniere nicht in Ordnung sein. Er meinte, es wäre keine Tagesrhythmik zu erkennen. Morgens eher zu niedrig und abends, vor allem nachts zu hoch. 24h-Urin war normal-niedrig.
Seither quäle ich mich mit der LT-Einstellung rum und muss zusehen, wie dabei mein Körper immer mehr abbaut. Ich habe bereits am ganzen Körper diese Schlangenhaut (überall Linien, keine Substanz), im Gesicht sieht es aus wie Pergamentpapier, dazu riesige Entzündungen, die bei jeder Erhöhung schlimmer werden. Das kann doch nicht sein mit 25 Jahren!!!
Ich weiß einfach keinen Rat mehr, die Ärzte auch nicht und interessieren sich auch nicht dafür, was so schnell aus einem einst hübschen Mädchen geworden ist nur wegen dieses scheiß Pillenzeugs, was die so leichtfertig verschreiben, als wären es harmlose Bonbons ohne vorher mal zu untersuchen, ob sie überhaupt geeignet sind. Ich habe so einen Hass auf diese Leute!

Kann das wirklich alles von der Schilddrüse kommen?? Wieso vertrage ich dann das LT nicht, werde immer noch schwächer, müder, hässlicher,abgemagerter damit?? Seit der Einnahme haben sich die TPO-AK verdreifacht! Heißt das nicht, der Körper wehrt sich vor allem gegen die SD-Hormone, weil evtl irgendwas anderes fehlt, um sie zu kompensieren?? Keine Ahnung, ich bin ratlos. Der TSH ist jetzt mit 50 micg genauso wie zu Beginn (3,2). Ich sehe aber verdammt viel älter aus, kann kaum noch was machen geschweige denn meine Diplomarbeit zu ende schreiben. In meinem Körper knackt und knirscht es, habe das Gefühl die Knochen haben sich schon verformt. Muskeln sind weg usw..

Wäre für Ratschläge jeder Art dankbar!!


Schwäche, Hautbrennen, Blässe um den Mund und Gewebeschwund - keine Ursache???

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
Hallo Jenja85,

Als erstes kannst du deinen Vitamin D Wert bestimmen lassen, bei einer Unterversorgung kommt es zu Knochen- und Hautveränderungen. (Das sollten die lachenden Ärzte eigentlich wissen. So doll scheinen die beim Studium nicht aufgepasst zu haben.)

Wenn du in der Suchfunktion Vitamin D eingibst findest du viele Infos zu Vitamin D.

Die Hautprobleme können auch eine Folge einer Allergie oder Unverträglichkeit sein. Etwas was du mit der Nahrung aufnimmst und welches dann von innen die Hautveränderungen hervorufen. Möglich sind z.B. Gluten, Milcheiweiss, Nickel, Salicylat.

hier ist es ganz gut erklärt:
www.akana-frankfurt.de/pdf/Vortrag15_zentraleNMI.pdf

Glutenintoleranz kann man im Blut testen:
Gluten-Intoleranz

Nickel (Schokolade, Kaffe, Hülsenfrüchte) und Salicylat (in einigen Obstsorten) und weitere Kontaktallergien kann ein Allergologe testen.

Für Milcheiweiss gibt es soweit ich weiss keinen eindeutigen Test. Vielleicht kann es der Allergologe testen aber um es herauszufinden ob es Milcheiweiss ist, kannst du mal 2-4 Wochen auf alle Milchprodukte verzichten und schauen, ob es sich bessert.

Hier noch was über Nährstoffe und Schilddüse:

www.schilddruesenguide.de/sd_NEMs_7.html

Geändert von derstreeck (01.06.11 um 14:13 Uhr)

Schwäche, Hautbrennen, Blässe um den Mund und Gewebeschwund - keine Ursache???

Jenja85 ist offline
Themenstarter Beiträge: 23
Seit: 10.02.11
Danke für deine Hinweise. Ich habe auch schon alles mögliche ernährungstechnisch in Betracht gezogen. Der Endo hatte wegen der Gewichtsprobleme schon auf Glutenunveträglichkeit getestet, aber ohne Befund. Ich verzichte bereits auf Milchprodukte, Weißmehl, Obst und jodhaltiges. Keine Besserung oder nur minimal.
Vitamin D war tatsächlich zu wenig, seitdem substituiere ich auch das (3000 IE/d). Das verbesserte zumindest etwas die Konzentration, aber nicht die Hautprobleme.
Allergien wurden mit nem Epicutantest untersucht. Hier kamen nur extreme Empfindlichkeit gegen PPD und leicht gegen Benzocain und Cobalt(III)chlorid heraus.

Zurzeit habe ich vor allem viele Pusteln hinterm Ohr und am Hals/Haaransatz. Werde mal testen, ob das Shampoo evtl ne Rolle spielt.

Ich frage mich auch, wieso ich in schlimmen Phasen immer so blass um den Mund werde und große Pupillen bekomme. Und wieso ein Körper so schnell abbauen kann. Seit dem Atemwegsinfekt war ich nie mehr krank, scheint als könne der Körper jetzt keine Reserven zur Heilung mehr Aufbrungen und baut nur noch ab...


Zitat von derstreeck Beitrag anzeigen
Hallo Jenja85,

Als erstes kannst du deinen Vitamin D Wert bestimmen lassen, bei einer Unterversorgung kommt es zu Knochenveränderungen.

Wenn du in der Suchfunktion Vitamin D eingibst findest du viele Infos zu Vitamin D.

Die Hautprobleme halte für eine Folge einer Allergie. Etwas was du mit der Nahrung aufnimmst und welches dann von innen die Hautveränderungen hervorufen. Möglich sind z.B. Gluten, Milcheiweiss, Nickel, Salicylat.

hier ist es ganz gut erklärt:
www.akana-frankfurt.de/pdf/Vortrag15_zentraleNMI.pdf

Glutenintoleranz kann man im Blut testen:
Gluten-Intoleranz

Nickel (Schokolade, Kaffe, Hülsenfrüchte) und Salicylat (in einigen Obstsorten) und weitere Kontaktallergien kann ein Allergologe testen.

Für Milcheiweiss gibt es soweit ich weiss keinen eindeutigen Test. Vielleicht kann es der Allergologe testen aber um es herauszufinden ob es Milcheiweiss ist, kannst du mal 2-4 Wochen auf alle Milchprodukte verzichten und schauen, ob es sich bessert.


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