Da wo die Hölle ist - Spurensuche

10.04.11 23:06 #1
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Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Einwurf: es geht um Shelley .

Gruss,
oregano
Ah so.... jo... Shelley, selbstvertsändlich.

Da wo die Hölle ist

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Das Shelley Diagnosen hat ist doch sehr relativ. Dazu lasse ich sie selbst antworten
Zitat von Shelley Beitrag anzeigen
weisst du; manchmal denke ich: diese ganzen diagnosen sind doch einfach unnötig. die wechseln eh je nach ansichten und theorien.
wichtiger ist es doch, dinge zu finden, welche einem helfen.
okay; mit diagnose findet man vielleicht eher was?
ich weiss auch nicht.

persönlich brauche ich die diagnosen ehrlich gesagt nur wegen dem system. vor allem wegen dem system. schon auch für die therapie. aber erst, seit ich in der schulmedizin bin.

ich habe eine freundin: die lebt schon über 30 jahre ohne diagnose. ich finde das oft schlimm und finde, sie könne doch eine bessere therapie finden, wenn sie eine diagnose hat.
aber sie macht immer gute therapien. auch gleiche dinge wie ich. sie teilt ihren alltag gut ein und kriegt immerhin das nötigste auf die reihe.

wenn ich dann mich sehe: die ganze diagnostik macht einem doch auch kaputt.
da stecken sie nadeln in einem rein, röhren, schläuche, machen einem weh, stochern in einem rum, blasen einem auf, nehmen biopsien aus einem raus, verursachen körperliche und somit auch psychische narben, geben einem starke medikamente, damit man nicht spürt, wie sie an uns rumramponieren, zerstören dabei wenn möglich noch was und überhaupt.
das macht einem doch auch kaputt und braucht viel zeit.

ich habe diagnosen. so viele diagnosen, dass die ärzte gar nicht wissen, wo anfangen. besser als meiner freundin, welche ohne diagnose lebt, geht es mir auch nicht. ich weiss nicht, wie es mir gehen würde, wenn ich niemals in dieses system geraten wäre.
und eben heute: ich brauche die diagnosen vor allem für die versicherungen. für das gericht. aber nicht für mich. für mich brauche ich nur die nötigsten dinge, wenn mir schlecht geht und ich nicht weiss, wo eine therapie anzusetzen.
bei vielen therapiemöglichkeiten braucht man aber keine diagnose. nur doof, dass solche therapien bei mir nicht mehr den gewünschten effekt zeigen, weil ich schon so kaputt bin. und ja; ich denke, die schulmedizin hat mich zum teil schon auch kaputt gemacht, wobei sie mir auch schon das leben rettete.

langer rede kurzer sinn:
ich wünsche dir, dass du etwas findest, das dir hilft. auch ohne grosse schmerzhafte und zeitraubende manipulationen an deinem körper.
dazu hoffe ich natürlich fest, dass dir nicht die versicherungen im hintern hängen und die diagnosen verlangen.
Wir verstehen alle, dass Du dich aufregst.
Denn damit bist Du nicht allein hier im Forum, sondern im Gegenteil ein Betroffener unter vielen.
Schau mal:
http://www.symptome.ch/vbboard/searc...archid=2450000
Und das sind nur die 500 Suchergebnisse zu Beiträgen mit "keine Diagnose" bis Ende letzten Jahres.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Da wo die Hölle ist

Susimoto ist offline
Beiträge: 44
Seit: 10.05.10
@ Magnus

ich erlaube mir mal dein Problem von einer völlig anderen Seite zu betrachten. Eigentlich ist es unerheblich, ob man sich selbst vergiftet hat oder jemand anders einen . Meiner Meinung nach wird man vom System vergiftet.! Für mich ist "Gott" ein krankes System. Aber wahrscheinlich kann Gott auch nicht anders.... Wenn man bedenkt , daß Gott ja angeblich allmächtig und allwissend ist, warum macht der dann so viel Scheiß?

Ich weiß, daß bringt jetzt nicht wirklich weiter, kann Dein Haß auf die ganze Arzt-Mafia aber verstehen.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte: gibt es bei Dir vielleicht problematische Beziehungen zu Mutter, Vater, Oma, Opa ?

Liest sich jetzt erst mal ziemlich bescheuert, aber wenn man die ganzen "Verstrickungen" versteht wird auch wieder einiges klarer...psychisch und vielleicht ja dann auch physisch...

Gruß Suse

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen

Das Shelley Diagnosen hat ist doch sehr relativ. Dazu lasse ich sie selbst antworten
Wirklich? Keine Diagnose, keine Atteste, alles wurscht? Relativ? Frage sie doch mal danach, ob es ihr wurscht wäre. Ich habe noch keinen gesehen, der nach langem Scheiß ohne Diagnose, Atteste udgl. endlich dieses bekam und dann sagte: "is mir grad wurscht, dass ich nicht mehr dastehe, ohne Geld, mit ständiger Existensangst, dass ich nicht mehr von Ärzten psychisch und in Folge auch körperlich misshandelt werde, nicht mehr Belehrungen anhören muss, ich müsse mich nur mal zusammen-reissen, nicht mehr verzweifelt zwischen Verlangen, Pflicht und Zwang bezüglich Arbeit hin und her fluppen muss wie ein Gummiball... alles wurscht"... Hab ich noch nie von einem Betroffenen gehört oder gelesen - noch gar überhaupt nie.

Also - ich finde eine solche Aussage etwas absurd, zudem spielt es denen in die Hände, die dafür mit verantwortlich sind - mit solchen Aussagen egalisiert man ein unaussprechliches (zusätzliches) Leid. Und das ist was ich meine. Wehe einer sagte, "lass doch die Qualen von Menschen von vor 70 oder 100 Jahren Qual sein - es ist rum - vergiss den alten Kaffee, schau um Dich was heute ist!" Dann drehn die Menschen am Rad und negieren im gleichen Atmezug etwas derart abscheuliches, was (wie ich ja eben weiß! so wie Du!) vielen wiederfährt - heute - ganz ohne Diktatur, ohne einen orginalen Hitler .... ..... auch ohne die vielen ignoranten Menschen/Einstellungen, die für so etwas immer erforderlich sind?

Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Wir verstehen alle, dass Du dich aufregst.
Du verstehst es? Du sagst "Diagnose hin oder her - das ist relativ" - was verstehst Du? Ich - verstehe Dich hier nicht.

Denn damit bist Du nicht allein hier im Forum, sondern im Gegenteil ein Betroffener unter vielen.
Schau mal:
http://www.symptome.ch/vbboard/searc...archid=2450000
Und das sind nur die 500 Suchergebnisse zu Beiträgen mit "keine Diagnose" bis Ende letzten Jahres.[/QUOTE]

Hätt ich ja auch gerne noch mal reingeschaut - nur funktioniert der Link leider nicht.

Ansonsten... ich weiß nicht... erkennst Du nicht was sich aus - allein - einer solchen Aussage ergibt? "Ob Diagnose oder nicht ist relativ?" Das ist die Einstellung, die sich die Mediziner zu nütze machen - sie wissen - sie kennen diese Einstellung, mithin es ihnen ermöglicht wird - ungeachtet, ungestoppt immer so weiter schalten und walten zu können. Ohne Kontrolle, ohne Kritik, ohne Aufsicht - in völliger Herrschaft über fremde, kranke Menschen... mit nur den Gewissensbissen im Kopfe, wie den nächsten Tag wieder 150 Kranke wegzuschaufeln. Den Meisten dabei nützlich helfend und einem Prozentsatz X dabei zermalment und brutal, dass er nicht den Tagesfluss blockiert - oder auch ausnutzend, etwaiges sadistisches Verlangen ein wenig auszutoben - welches eben in Allmacht immer wieder durchkommt - kein Witz, das "Charkter-Problem" wurde sogar mal (erstaunlich, erstaunlich) im TV in einer Polit-Talk-Runde angesprochen - von einem - man höre und staune - Arzt. Dahingehend, dass es insgesmat schon aufgefallen ist, dass sehr viele Ärzte durch div. Verhalten auffällig sind.

Aber vielleicht fehlt mir ja selbst Vorstellungskraft. So könntest Du mir wohl erklären, wie Du - um mal ein Bsp. zu nehmen, in welches sich jeder hineinversetzen kann - mit einer schweren Grippe, mit allem drum und dran (Massiver Schwindel, hohes Fieber, äußerste Übelkeit, heftigste Kopfschmerzen, enorme ganzkörperliche Schwäche) zur Arbeit gehst? 1 Tag, 1 Woche (nein es hört nicht auf), 1 Monat, 1 Jahr.... also ich kann dem mit dem "RELATIV" nicht folgen... ich komme da nicht hin, mir fehlt es an Vorstellungskraft! ... Und dann sagt dir jemand (der zum Bsp. die gleiche Grippe hat und im Bettchen liegt und dort vor sich hin dünkt, mit Diagnose was er hat und Attest und sonstiger Hilfe): "Also höre mal, Diagnose, weißt Du, das ist doch RELATIV! - Darauf kommt es nicht an.

Ich meine das Ernst. Ich will das verstehen, ich will diesen Horizont auch gerne mal nachvollziehen können.

In wie fern man damit den Betroffenen hilft.... entschließt sich mir auch nicht. Auch nicht, wie mit einem "RELATIV" Verbesserungen dahingehend erreicht werden könnten, wenn man doch schon mit diesem RELATIV klar zum Ausdruck bringt, es gäbe dort überhaupt kein Problem. Es sei kein Problem ohne Diagnose... schließlich hat Oskar einen Bekannten, welcher auch keine hat und der kommt schon irgendwie durch (vielleicht sinds nur Zipperlein, vielleicht die Hölle, wer weiß). Dann können das die anderen gefälligst auch alle... bei allem Verständis. (lol)

Ich geh kaputt, bei solchen Gedanken, weil mein Gehirn da einfach nicht hinter kommt, wie solche Gedanken gedacht werden sollen, dass man sie als vernünftig, oder rechtens, oder menschlich, oder logisch oder sonst wie gerechtfertigt, oder nur als "ist doch egal", zu Ende denken kann - ich kann das nicht!

Ich könnte natürlich mehr Wert darauf legen, dass man mich hier mehr mag und einfach sagen: "Ah, ja jetzt verstehe ich! Verzeihung, dass ich es vorher nicht so sehen konnte, ich war so in meinem eigen Kram verblendet, dass ich meinte, es sei besonders belastend, ohne Diagnose, Atteste udgl. Nu seh ich klar und weiß, wie locker man es doch sehen kann. Ich kann nicht arbeiten? Na und? Ich erhalte Sanktionen vom Arbeitsamt? Na und? Ich kann Miete nicht mehr zahlen? Na und? Mein Ansehen entspricht dem eines jenigen der sagt "huhu mir gehts ja so schlecht, aber die Ärzte finden nichts"? Na und? Ärzte verhöhnen mich? Na und? Also wenn ich doch eh schon eine solche Seuche am Halse habe die mich ununterbrochen vor sich hin quält... also dann kommts doch auch nicht mehr darauf an, dass ich hierfür keine Diagnose und Atteste und natürlich auch keine sonstige Hilfe erhalte. Ist halt so - Schwamm drüber. Gibt schlimmeres. 17 Jahre? So what? Vielleicht noch mal 17 Jahre? Und? Kein Problem, ist alles RELATIV! Am Ende steht doch sowie so die Kiste für alle. Irgendwann is schon rum.....

Könnt ich sagen, auch so, dass man nicht meinte, es sei ironisch - doch wäre es eine Lüge.

Ich verstehe es nicht.... und es ist nicht so, dass ich nicht versuchte, es zu verstehen.... soo dumm kann ich doch nicht sein... was ist es, das mit fehlt, zu erkennen, dass es EGAL ist, oder feiner formuliert, RELATIV - ob du mit oder ohne Diagnose und Atteste und Hilfe dastehst, oder eben nicht.

Da wo die Hölle ist

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo magnus,

es ist schon interessant, wie du über mich schreibst, ohne zu wissen, was ich hinter mir habe.

viel spass noch beim spekulieren und deine ansichten - welche auf deinen vermutungen, die jeglicher unkenntnis meiner geschichte basieren, beruhen - als tatsachen hinstellen.

auch wenn andere meine beiträge zitieren oder ich dir aus meiner geschichte erzähle, wirst du nie den ganzen bisher gelebten teil meines lebens erfahren, da ich schlicht und einfach nicht über alles schreibe. meine prioritäten sind anders gelagert, als immer nur über das schlimme, was ich - wie viele andere - erlebt habe/n nachzudenken und darüber zu schreiben. ich versuche im jetzt zu leben, an die zukunft zu denken und das gelebte als chance zu nehmen, das beste daraus zu machen, aber nicht auf ihm zu ruhen und dauraf "hocken" bleiben und ihm nachheulen.

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IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Da wo die Hölle ist

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Es kann sein, dass das Forum Suchanfragen nicht länger speichert.
Aber Du kannst gerne selbst unter erweiterte Suche "ohne Diagnose" eingeben und die Beiträge suchen.

Shelley hat mMn. alles zu Diagnosen gesagt, was es dazu zu sagen gibt. Deshalb habe ich es gequotet. Nur Du hast es leider nicht verstanden.
Es geht ihr leider mit ihren vielen Diagnosen, die sich zudem je nach aktuellem Stand der Medizin und Behandler ändern können, kein bisschen besser als ihrer Freundin, die seit 30 Jahren keine Diagnose hat.

Man braucht eine Diagnose für das System, ob sie nun richtig ist oder falsch, wenn man etwas vom System will.
Denn geht man zu 10 Ärzten dann hat man mit etwas Glück 5 verschiedene Diagnosen.

Das Wesentliche von Shelleys Aussage zu Diagnosen aber ist mMn. und das hast Du anscheinend überlesen wollen
wichtiger ist es doch, dinge zu finden, welche einem helfen.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von Susimoto Beitrag anzeigen
@ Magnus


Worauf ich eigentlich hinaus wollte: gibt es bei Dir vielleicht problematische Beziehungen zu Mutter, Vater, Oma, Opa ?

Liest sich jetzt erst mal ziemlich bescheuert, aber wenn man die ganzen "Verstrickungen" versteht wird auch wieder einiges klarer...psychisch und vielleicht ja dann auch physisch...

Gruß Suse


Nein, gab es "leider" nicht. Ich weiß auch nicht, wie es überlesen werden kann, wenn ich Eingans beschrieb, wie meine Situation war. Ist es wirklich so, dass man so gerne hinter allem was psychisch Begründetes zu finden wünscht? Macht es das dann für Dritte irgendwie erträglicher, leichter? So hat meine Oma bis Ende zu mir gehalten, meine Eltern immerhin noch einige Jahre, ansonsten zieht man sich von selbst zurück - macht jedes kranke Viech auf Erden. Man merkt schließlich auch, wie es andere anbricht oder beklemmt macht, dass du nix mehr kannst. Wenn man Dein Leid sieht, ist das noch etwas anderes - aber natürlich auch nicht für alle zu ertragen - also wenn du z.B. eine Diagnose einer heftigen Angelengeheit hast - aber ohne dies, entsteht immer sehr schnell auch sowas, was Du hier gerade anspielst - so wie ich es nun auch schon 2, 3 mal deutlichst beschrieben habe. So ist die Logik, die du nicht aus den Menschen nehmen kannst.
Wenn du eine körperliche Erkrankung hast, die dir kein Arzt belegt, dann IST ES PSYCHISCH!

Und ab dort, wird es dann sehr, sehr hässlich. Und ich werde nun einmal versuchen Erfahrungsberichte entsprechend dazu heraussuchen, dann kannst Du Dich einmal darin einlesen, was Schönes aus solchen "Überlegnungen" dritter erwachsen kann.

Also - generell - wie kommt man auf die Idee, wenn z.B. jemand sagt: "Ich erlitt einmal einen Kopfschuss und habe seit dem heftige Kopfschmerzen!", ihn darauf hin nach "Problemen" in der Familie zu fragen? Da kann man doch nur dann drauf kommen, wenn bei einem selbst jedes zweite Wort Lüge und oder Übertreibung ist, sodass man doch nur aus dieser Warte auf die Idee kommen kann, von sich auf andere zu schließen? Oder ist es doch der unerschütterliche Glaube an eine ehrliche und funktionierende Medizin, der zu solchen Überlegungen führt?

Davon ab, muss ich schon sagen, dass ich bislang recht erstaunt war, darüber, wie lange es hier dauerte, bis einer damit kam. Ungeachtet der Tatsache was ich zu mir schrieb, so als sei es natürlich, das was ich schrieb in so weit anzuzweifeln, als dass die Beschwerden vielleicht da sind, doch aber nicht so entstanden, wie sie laut meiner Beschreibungen entstanden sind. Auch dass ich es derart kausal mit Clenbuterol zusammenbringen kann - nebst wissenschaftlicher Arbeiten in welchen ein Teil der Beschwerden beschrieben werden - schreckt doch dann immer noch nicht davor ab, das mal annehmen zu wollen, was zwar nicht im Zusammenhang wäre, aber einfach mal hingeworfen ist - ohne dabei groß die Gedanken beschäftigen zu müssen.

Ich gebe Dir aber auch hier schon mal für die Zukunft etwas mit: Es gibt nichts mehr Schlimmeres, als körperlich Erkrankten eintrichtern zu wollen, es sei doch vielleicht einfach mal psychisch und jedes daran Herumgerede ist eine zusätzliche Belatung. Nicht nur das man im Zwang steht beweisen zu müssen, das man körperlich krank ist, sondern obendrein, dass man nicht psychisch erkrankt ist - damit sich nicht dort gleich die nächst höhere Ebene der möglichen Folter auftut.

So kann man doch, wenn jemand sagt "oh ich weiß auch nicht mehr so genau", oder, "es war wohl diesen Tag und seit her gehts mir schlecht - mal mehr mal weniger, mal hier mal da..." ist das etwas anderes als wenn einer (sinngemäß) sagt: "Am 04.05.2005 wurde ich von einem Auto überfahren seit her habe ich immer folgende Beschwerden...." Oder: "ich habe mich vom 08.01.1994 bis zum 16.02.1994 mit einem Sympathomimetika bis zum Anschlag vollgepumpt - woraufhin alles, wofür der Sympathikus zuständig ist, nicht mehr richtig läuft - immer unentwegt - und beständig".

Man sollte denken, es sei doch ganz einfach, das differenzieren zu können und zunächst einmal nicht auf familiäre Probleme als Ursache zu tippen, weil man vielleicht mal hörte, dass es jemandem verteufelt schlecht ging und wie sich herausstellte, aufgrund von familiären Problemen?

Wie man sieht - nicht.

So gibst Du hiermit ein gutes Bsp. dafür, was eben eines der Resultate ist, wenn Du ohne Diagnose und Atteste umherdümpelst. Diese Überlegungen, die Susimoto da anstellt, die stellen irgendwann alle an.

Ich käme nicht auf so eine Idee - heute zumindest nicht mehr. Vor allem nicht dann, wenn ich dem Betreffenden einen Geist zutraue, der innerhalb von 17 Jahren schon mal darüber nachgedacht haben könnte, ob es nicht doch irgendwie was anderes sein kann, als ein Mist aus Clenbuterol.

Ein großes Problem bestand auch darin, dass - egal wie "einfach" man versucht so was zu beschreiben, wie ich, es für viele zu anstrengend ist, sich da so reinzuhängen, dass sie diese eklatanten "Auffälligkeiten" erkennen. Und dennoch wollen sie helfen - ja, da bleibt nicht viel, außer das was man immer mal so ansprechen kann - Psyche - aus z.B. familiären Hintergründen als Ursache.

Übrigens ist dies auch die Diagnose eines anderen Leidensgenossen gewesen, der direkt nach einer Clenbuterol-Kur kaputt war und jahrelang von Arzt zu Arzt rannte - bis zum Psychater, der ihm dann "Kindheitstraumen" und daraus resultierend eine Angsterkrankung - eine Erkrankung die sehr viel mit Adrenalin zu tun hat - by the way: Clenbuterol ist künstliches Adrenalin.

Ich weis freilich auch - das auch dieses Bsp. nicht durchdringt. Vielleicht bei einem von 1000. Würde es bei den Mehrheiten durchdringen können, gäbe es schließlich kein Problem mit seltenen Erkrankungen.

Das ganz besonders "feine" an psychologischen Anspielungen ist jedoch, dass - einmal nur angesprochen - der Delinquent schon nicht mehr so ohne weiteres aus diese Ecke kommt. Alles was er folgend sagt, kann ihm immer als ein "Verweigern", "Uneinsichtig" sein "Nicht-Akzeptieren-wollen" udgl. angehängt werden, mithin er nur noch immer mehr in Zwangslage gebracht wird. (ich hoffe ich finde noch den entsrechenden Erfahrungsbericht einer Frau - ein Schmankerl des Horrors!)

Und nun ganz für Dich nochmal Susimoto: Nein, ich habe außer den Belastungen aus der Erkrankung und Diagnoselosigkeit - nie - psychische Probleme gehabt - auch hatte nie in meiner Familie jemand - je - psychische Probleme - nicht mal sonst körperliche, bis ins hohe Alter.

Ich hoffe Du kannst mit dieser Antwort so leben, ohne dass Du nun versucht bist mich vom Gegenteil überzeugen zu wollen.

Auch möchte ich einmal auf die exorbitant gestiegene Zahlen psychischer Erkrankungen hinweisen - mit einem Gedankenschubser:

Wenn die Ärzte noch und noch weniger Zeit im Schnitt pro Patient haben, können sie doch nicht mehr so viel richtig machen in 7 Minuten, wie vielleicht einmal in 20 Min. im Schnitt? Das schnellste und probateste Mittel, diese zeitraubenden Fälle los zu werden, ist ein Fässchen für Sondermüll, auf welchem Psyche steht. Damit ist der Fall erstmal vom Tisch - ein Problem weniger - und es gibt nichts, was einen Arzt daran hindert. Und wenn man dann noch bedenkt, wie viele eben zwar körperlich erkrankt sind, aber keinen Bezug zu einem Auslöser, einer Ursache haben, dann kann man sich ausmalen wie viele heute zu Psychiatern laufen, jahrelange Therapien oder Sitzungen abreissen - manchmal auch den Eindruck gewinnen, es ginge ihnen mal besser, naja, dann eigentlich doch nicht.... und selbst schon überzeugt sind, es ist die Psyche (Ärzte haben ja sonst nichts gefunden).... - obwohl es in wahrheit körperlich ist.

In Summe ein rundes Geschäft für alle Beteiligten - außer mal dem Patienten, aber der ist ja eh krank - da wollen wir mal nicht Erbsen zählen wie und wo genau er nun erkrankt ist.

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Es kann sein, dass das Forum Suchanfragen nicht länger speichert.
Aber Du kannst gerne selbst unter erweiterte Suche "ohne Diagnose" eingeben und die Beiträge suchen.
Jup!

Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Man braucht eine Diagnose für das System, ob sie nun richtig ist oder falsch, wenn man etwas vom System will.
JA! JA! So sind vielleicht einige bei Euch mit - ich weiß nicht welchen Gütern gesegnet, dass ihr es nicht nötig habt zu arbeiten und daher andere Probleme im Vordergrund seht - versteh ich. Wenn ich von niemanden Almosen bräuchte, oder diese anderweitig erhalten würde, als dann ja, dann wäre mir eine Diagnose auch eher wurscht - sonder hätte erstrangig und dominierend rein dei körperliche Verbesserung im Sinn! Stimmt! Doch hast Du doch gerade selbst gschrieben, wenn man was will, was braucht, nicht selbst aus div. Unterstützung, oder Kapital zurückgreifen kann, dann

MUSST DU EINE - WENIGSTENS IRGEND EINE DIAGNOSE HABEN - SONST WIRD ES DUNKEL, WIE IM ELEFANTENPOPO!

Das Wesentliche von Shelleys Aussage zu Diagnosen aber ist mMn. und das hast Du anscheinend überlesen wollen[/QUOTE]

Habe ich nicht überlesen. Ich habe wohl nur nicht die Warte im Kopf, dass man auch in so einer Lage stecken kann und dabei - finanziell und damit des reinen Überlebens Notwendigen - abgesichert sein kann. Auch nahm ich an, dass dies auf die Wenigsten zutrifft, weshalb ich dann nunmal nicht nachvollziehen konnte, wie man dazu kommt, zu sagen, dass Diagnose doch relativ ist. Ich habe es ja nun schon "100" mal beschrieben - der Druck, der auf Dich geladen wird - im nackten Kampf ums Überleben (nicht aus der Erkrankung heraus) - ist auf Dauer das unsäglichste von allem, neben dem Leben, was an einem vorbeizieht. Aber vermutlich geht es da auch hier denen - die vielleicht auch Erkrankt - jedoch abgesichert sind - ähnlich denen, die keine Erkrankung haben und nur dass nachvollziehen sollten - sie können es nicht - auch wenn du es noch so deutlich und doch eigentlich nachvollziehbar darstellst. Wie man nun also ohne jedwede Diagnose und Atteste in einem Zustand der Arbeitsunfähigkeit durchkommen solle, weiß ich noch immer nicht - und das ist mal nur dieses eine Problem, welches ich hier versuche die ganze Zeit darzulegen, ganz zu schweigen von dem was sich vom sonstigen Umfeld daraus ergibt - etwas weiter oben siehst du ein Bsp. welche Gedanken dann regelmäßig zu den Betroffenen gegenüber aufkommen. Wer meint, dass das alles "relativ" ist über viele Jahre... der ist für mich -tatsächlich - unergründlich.

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von Shelley Beitrag anzeigen
hallo magnus,

es ist schon interessant, wie du über mich schreibst, ohne zu wissen, was ich hinter mir habe.

viel spass noch beim spekulieren und deine ansichten - welche auf deinen vermutungen, die jeglicher unkenntnis meiner geschichte basieren, beruhen - als tatsachen hinstellen.

auch wenn andere meine beiträge zitieren oder ich dir aus meiner geschichte erzähle, wirst du nie den ganzen bisher gelebten teil meines lebens erfahren, da ich schlicht und einfach nicht über alles schreibe. meine prioritäten sind anders gelagert, als immer nur über das schlimme, was ich - wie viele andere - erlebt habe/n nachzudenken und darüber zu schreiben. ich versuche im jetzt zu leben, an die zukunft zu denken und das gelebte als chance zu nehmen, das beste daraus zu machen, aber nicht auf ihm zu ruhen und dauraf "hocken" bleiben und ihm nachheulen.

Ich hatte ganz deutlich zum Ausdruck gebracht, dass ich mich nicht in Deine Lage versetzen kann. Deutlicher geht es nicht, es war wort-wörtlich!
Und dass ich alle meine Vergleiche darauf beschränkte, dass ich aussagte, dass jede Erkrankung, nur noch schlimmeres und zusätzliches nach sich zieht, wenn man überhaupt keine Diagnose und kein Attest - in keinster Weise bekommt - ich vergaß wohl anzuführen, dass man dann noch mal differenzieren muss, zwischen denen, die auf keine finanzielle Unterstützung angewiesen sind und denen, die nichts haben, weil die sich auch nicht von Luft ernähren können.

Und nun habe ich langsam genug von Deinen Angriffen.

Da wo die Hölle ist

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Ich hab da noch was gefunden, was dafür spricht, dass kein Lebewesen Clenbuterol nehmen sollte.
Myotoxic effects of clenbuterol in the rat heart and soleus muscle
Jatin G. Burniston1, Yeelan Ng1, William A. Clark2, John Colyer3, Lip-Bun Tan4, and David F. Goldspink1
+ Author Affiliations

1 Research Institute for Sport and Exercise Sciences, Liverpool John Moores University, Liverpool L3 2ET; Departments of
3 Biochemistry and Molecular Biology and
4 Medicine, University of Leeds, Leeds LS2 9JT, United Kingdom; and
2 Michael Reese Hospital and Medical Center, Chicago, Illinois 60616-3990
Submitted 22 February 2002. Accepted in final form 18 July 2002.

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Abstract

Myocyte-specific necrosis in the heart and soleus muscle of adult male Wistar rats was investigated in response to a single subcutaneous injection of the anabolic β2-adrenergic receptor agonist clenbuterol. Necrosis was immunohistochemically detected by administration of a myosin antibody 1 h before the clenbuterol challenge and quantified by using image analysis. Clenbuterol-induced myocyte necrosis occurred against a background of zero damage in control muscles. In the heart, the clenbuterol-induced necrosis was not uniform, being more abundant in the left subendocardium and peaking 2.4 mm from the apex. After position (2.4 mm from the apex), dose (5 mg clenbuterol/kg), and sampling time (12 h) were optimized, maximum cardiomyocyte necrosis was found to be 1.0 ± 0.2%. In response to the same parameters (i.e., 5 mg of clenbuterol and sampled at 12 h), skeletal myocyte necrosis was 4.4 ± 0.8% in the soleus. These data show significant myocyte-specific necrosis in the heart and skeletal muscle of the rat. Such irreversible damage in the heart suggests that clenbuterol may be damaging to long-term health. Myotoxic effects of clenbuterol in the rat heart and soleus muscle
Etwas ausführlicher in der Gesamtstudie http://jap.physiology.org/content/93/5/1824.full.pdf
Auszug
Necrosis in the left ventricular subendocardium
seemed positively correlated to the dose administered,
whereas the degree of necrosis in the soleus appeared
maximal and was maintained throughout the dose
range of 0.01 to 5.0 mg clenbuterol/kg body wt (Fig. 2)
Nekrose in der linken subendokardialen Herzkammer schien positiv mit der verabreichten Dosis zu korrelieren, wobei der maximal auftretende Grad der Nekrose des Soleus während des gesamten Dosisbereichs von 0,01 - 5,0 mg Clenbuterol/kg Körpergewicht beibehalten wurde(Abb. 2)

Zur weiteren Übersetzungshilfe Google Übersetzer
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