Da wo die Hölle ist - Spurensuche

10.04.11 23:06 #1
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Da wo die Hölle ist

julisa ist offline
Beiträge: 1.798
Seit: 20.03.09
Hallo magnus,

Du hast mein ganzes Mitgefühl, denn ich weiß, was AI bedeutet.

Meine Freundin leidet darunter seit 5 Jahren. Es ist die Hölle. Sie hat sie nur im Genitalbereich, das kann sich keiner vorstellen, was das für Schmerzen sind durch riesige Eiterbeulen und was für eine Quälerei (und wie sehr diese Krankheit den Körper verunstaltet).

Sie hat so viel versucht, Antibiotika helfen nicht, das meiste aus der Naturheilkunde hat bisher nur zu Verschlimmerungen (die bei dieser Erkrankung unerträglich sind) geführt. Es weiß keiner eine Lösung. Und dann noch Mutter von zwei Kindern zu sein, fast nur Bettlägerig ...

Wenn es da eine Lösung gäbe. Es ist mit Sicherheit eine massive Entgiftung des Körpers, der auf andere Weise seinen Müll nicht loswird. Aber warum über diesen Weg?

Ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen Weg,
VG
julisa

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von julisa Beitrag anzeigen
Hallo magnus,

Du hast mein ganzes Mitgefühl, denn ich weiß, was AI bedeutet.

Meine Freundin leidet darunter seit 5 Jahren. Es ist die Hölle. Sie hat sie nur im Genitalbereich, das kann sich keiner vorstellen, was das für Schmerzen sind durch riesige Eiterbeulen und was für eine Quälerei (und wie sehr diese Krankheit den Körper verunstaltet).

Sie hat so viel versucht, Antibiotika helfen nicht, das meiste aus der Naturheilkunde hat bisher nur zu Verschlimmerungen (die bei dieser Erkrankung unerträglich sind) geführt. Es weiß keiner eine Lösung. Und dann noch Mutter von zwei Kindern zu sein, fast nur Bettlägerig ...

Wenn es da eine Lösung gäbe. Es ist mit Sicherheit eine massive Entgiftung des Körpers, der auf andere Weise seinen Müll nicht loswird. Aber warum über diesen Weg?

Ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen Weg,
VG
julisa

Danke für Deinen Zuspruch. Ja, diese "AI" ist eine überaus unangenehme Angelegenheit - gelinde ausgedrückt.

Vielleicht kann sich jemand, der AI einigermaßen beurteilen kann, einen Eindruck von meinem Dasein machen, wenn er weiß, dass dies für mich das kleine Problem ist.

Vor allem wenn man - wie ich endlich - Morphium bekommt, wenns richtig abgeht, dann ist es tatsächlich eine Frage der "Gewöhnung". Es ist unabwendbar und so lange man nicht von Blutvergiftungen überrascht wird... naja... man lebt halt damit.

Da wo die Hölle ist
Weiblich KimS
Hallo Magnus,

Danke für Deine Antwort. Ich habe mich gewundert dass Du schriebst "keinen Mangel", denn in Deinem anderen Thread hattest Du geschrieben von wesentlichen Verbesserungen damals. Das wäre bei Vitamin (B12) der sicherste "Beweis" dass es doch einen Mangel gab. (sehe auch der Artikel in Deutsches Ärzteblatt, im verlinkten Thread).

Ich weiss nicht ob Du Dich je etwas tiefergehend mit B12 befasst hast, denn dann würdest Du wissen dass der Serum B12 Wert kaum aussagekräftig ist. (Deswegen auch die Links). Und dass die Therapie mit Injektionen fortgesetzt werden sollte, und Vitaminpillen in den meisten Fällen nichts bringen (Aufnahme ist meistens beeinträchtigt, sonst würde es den Mangel ja auch gar nicht geben).

Also, solltest Du das alles nicht gewusst haben, könnte es sich vielleicht doch lohnen es nochmal nachzugehen. (Da nicht alle Ärzte auf der neueste Wissensstand sind, ist es empfehlenswert sich selber erstmal "einzulesen", und evt. infos aus den Links auszudrücken zum Mitnehmen zum Arzt.).

Mir ist der Unterschied zwischen Akne und Akne Inversa klar. Trotzdem gibt es auch ähnlichkeiten, deswegen könnte möglicherweise Biotin doch eine Rolle spielen.
Falls das Problem etwa zeitgleich mit der Vitamin B12 (oder waren noch andere B-Vitamine dabei?) Therapie angefangen hat, wäre das ein starker Indiz dass möglicherweise Biotinmangel da doch eine Rolle spielt.

Nun, wie auch immer,
gute Besserung!

Kim

Geändert von KimS (13.04.11 um 16:00 Uhr)

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von Shelley Beitrag anzeigen
hallo magnus,

was du medizinisch erlebst, ist für chronisch kranke üblich.

zuerst ist man so verzweifelt, wütend, voller negativität, agressiv und so, wegen dem, was einem widerfährt.

ich weiss nicht, ob es dich tröstet, doch ich versuche es:
weisst du; irgendwann wirst du über all dem stehen. es wird zwar ein teil deines lebens gewesen sein und du wirst nicht gerne daran denken. doch es wird dich nicht mehr quälen. du wirst es einfach hinnehmen und trotzdem wieder glücklich sein können.

freu dich einfach darauf, dass für dich wieder bessere zeiten kommen werden.

nicht das, was du erlebst wird besser sein.
bzw. wirst du es nicht mehr so oft erleben, wenn du deinen platz gefunden hast und zur ruhe kommst.
du wirst trotz der krankheit lernen, friedlich zu leben. auch wenn immer wieder solche anstrengende dinge dich quälen werden. du wirst immer mehr wieder schöne momente haben.
nein: du wirst nicht mehr der alte sein. es wird nicht alles, wie es früher war. es wird nicht besser oder schlechter. es wird einfach anders. du wirst dir dein glück neu suchen müssen.

was du durchmachst, macht jeder mit einer chronischen krankheit durch.
jeder durchlebt verschiedene verhaltensweisen und umgangsmöglichkeite im krankheitsprozess:
1. schock:
- verdrängung: oft verleugnet man zuerst, krank zu sein. man versucht es sich auszureden.
- verleugnung, verheimlichung: danach verleugnet man üblicherweise, chronisch krank zu sein und verbirgt es vor allen.
2. aggression, wut, zorn:
- ablehnung: man fagt sich, warum man das verdient hat, schimpft über seine sitzation, versucht, sich der annahme zu widersetzen.
3. depression:
- verzweiflung: man fühlt sich ausgeliefert und einfach nur schlecht, minderwärtig, verliert an selbstbewusstsein, sucht hilfe, kann sie aber nicht annehmen.
4. verhandeln mit dem schicksal:
- kämpfen: man versucht mit allen mitteln gegen die krankheit anzukämpfen, macht viele therapien, hat hoffnung, geheilt zu werden und macht alles dafür.
5. akzeptanz:
- annahme, anpassung: man akzeptiert, krank zu sein, nimmt die krankheit an, passt sich an die neue situation an und versucht, trotz der krankheit gut zu leben.

die phasen überschneiden sich meist, doch kann man trotzdem so ein schema wahrnehmen. bei mancen leuten mehr, bei manchen weniger.

du kommst mir sehr stark aggressiv, wütend und zornig rüber, wobei es bei dir schon in richtung verzweiflung geht, gegen dir du dich aber nioch auflehnst.

ich schreibe dr das nur, um dir versuchen, hoffnung zu machen.
du bist nicht der einzige, welcher diese dinge erlebt hat.
manche erleben sie mehr, andere weniger.
du bist aber stark, auch da raus zu kommen. du darfst nicht an dir zweifeln. egal, was du erlebt hast und was andere dir antun. du bist immer noch dich selbst und hast alleine die macht, über dich zu bestimmen. du kannst eine situation als chance nehmen und an ihr wachsen, oder dich von ihr unterkriegen zu lassen. das liegt alleine an dir.

ich finde es übrigens schrecklichst, wenn du dein erlebtes mit einem kz vegleichst. es macht mir fast den anschein, als kannst du überhaupt nicht nachempfinden, was dort abgegangen ist.
okay; die kz-häftlinge waren vielleicht stärker in ihrer seele als du und konnten über ihr schicksal stehen. so gesehen, empfindest du dein erlebtes vielleicht schlimmer als ein kz. das bist aber du, welcher sich sein kz macht. du erlebst schlimmes, aber was du daraus machst ist deine sache.
mich macht nicht wütend, was du erlebst. das erleben viele chronisch krank.
mich macht wütend, dass du es als kz bezeichnest. mich macht wütend, was du daraus machst. ja; ich habe auch phasen hinter, vor und neben mir, in denen ich über alles schimpfe, wütend, verzweifelt und agressiv bin. ich würde aber nie wagen, alles mit einem kz zu vergleichen, da es alleine meine sache ist, was ich aus einer situation mache.

viele grüsse von shelley
Also Dein Kommentar sagt viel über Dich aus. Auch finde ich es interessant, das Du mir da Akzeptanzstufen von Erkrankungen vorhälst, um mich aus Deinem Wissen zu belehren. Ich weiß nicht recht, wie jemand auf die Idee dazu kommt, einem 40 jährigem, der seit 17 Jahren weiß was er da hat, belehren zu wollen, als wie einen kleinen, naiven Bengel, der gedankenlos durch die Welt läuft und wie ein Baby nach altem Befinden jammert.

Zu Deinen Äußerungen der Akzeptanz betreffend: Weißt Du nicht wovon Du da sprichst. Ansonsten lege Du einmal dar, wie man mit einer 100% Arbeitsunfähigkeit ohne Diagnose und Attest durch ein Leben in dieser Gesellschaft kommt, dass man sich hinstellen und sagen kann: "Jo, ich akzeptiere das!"

Was Dir möglicher Weise entging, ist, dass ich trotz Einschränkungen, die offensichtlich außerhalb Deiner Vorstellungskraft liegen, einen strammen Weg beschrieben habe. Soviel zu Akzeptanz. So kann ich aus meiner ganz realen und persönlichen Erfahrung sagen, dass wenn man, von dem was ich erduldete, nach 10 Jahren nur ein kleines Stück Last abgenommen bekommt, durchaus in der Lage ist, den dann zu ertragenden Zustand ein Leben durch auszuhalten - ich zumindest.

Sag mir wie oft gehst Du und wegen was zum Arzt? Wieviele kennst Du, die eine derart schwere Akne-Inversa haben als wie ich, die desswegen nie im KH waren? Die sich ihr leben lang immer damit zur Arbeit bewegt haben und unter den bekannten infernalischen Schmerzen ihren Alltag verrichten, als hätten sie es nicht? 2009 war das einzige Mal, dass ich mich deswegen krankschreiben lies, weil da - bedingt wohl durch einen überaus angeschlagenen Körper - einmal etwas zu sehr im Argen lag?

Akzeptanz... erzähle Du mir mehr davon, wenn in Deinem Körper größere Blutgefäße kaputt gehn, Dein Herz nicht mehr läuft und Du keine Hilfe erhälst und nach X-fachen fruchtlosen Besuchen in Notaufnahmen es dann einmal heisst, "Oh, Verzeihung, da ist ja doch was, dass operieren wir mal schnell".

Auch scheinst Du wohl insgesamt nicht nachvollziehen können, wie sich etwas Belastendes darstellt. Was denkst Du denn, was sich hinter einer Beschreibung verbirgt, die da lautet, dass die "Haut am ganzen Körper juckend-brennt" und dies durchweg, ohne Pause? So ein bischen Kratzgefühl?

Natürlich gibt es da reichlich Beschwerden die man locker ertragen kann. So kann ich mit Impotenz leben, ich kann auch damit leben, 30 Mal täglich Wasser lassen zu müssen (verzeih, dass ich das überhaupt erwähnte).

Wenn Du aber meinst, dass Du weißt wovon ich spreche, dass Du meinst, Du wüsstest was meine Beschwerden bedeuten und meinst, es sei angebracht mir zu erklären, wie ich damit umzugehen habe, so gehe hin in Frieden, oder mache eine Clenbuterolkur und besorge dir AI.

Ich weiß wirklich nicht, was Dich da wohl geritten haben mag, mir so einen Text hinzulegen....

Ja, dass Du meine Sicht vom Leid von KZ-Häftlingen nicht nachvollziehen kannst, heißt nur, dass Dir dahingehend einiges erspart bleib - dafür sei dankbar, aber verkneife es Dir bitte, anderen Deine Weisheiten über den Umgang mit Leid aufzulisten. Zumindest mir gegenüber.

PS: Statt Dich in Pseudopsychologischem zu versuchen, Dich da also versuchen wichtig zu machen, solltest Du besser in Dich gehen und Dich einmal fragen, was Dich bewegt, solch naive Dinge abzulassen, wovon Du Dir einredest, es sei in irgendeiner Weise geistreich. Vor allem dann, wenn Dir jede Information darüber fehlt, in wie weit der, den Du da zu belehren gedenkst, sich in diesen Gebieten auskennt.

Dann gebe ich Dir noch etwas mit: Agressiv? Verzweifelt? Selbstverständlich bin ich agressiv und verzweifelt! Was denkst Du denn? Wer hat Dir das mit der Akzeptanz versucht einzutrichtern? Hast Du das gelesen? Dann lasse mich Dir da helfen! Wenn jemand seine Beine verliert, dann wird er solche Phasen durchmachen. Da geht es um Akzeptanz! Mal kurz als ein Beispiel. Und dort bleibt Dir nichts als Akzeptanz! Und hier handelt es sich um ein rein psychisches Problem, den neuen, einschränkenden Zustand zu akzeptieren! Gleichsam eine Erkrankung die Dich auf direktem Wege ins Grab geleitet. Aber ununterbrochene Folter, kann kein Lebewesen akzeptieren. Verstehst Du das?

Es geht hier nicht um Akzeptanz! Oder würdest Du akzeptieren, dass ich Dich einsperre und Dir jahrelang tagtäglich schlimmstes Leid zufüge und wenn Du dann um Hilfe rufst, dass dann keiner kommt - würdest Du das akzeptieren? Meinst Du das wirklich? Oder meinst Du, dass es für Dich dann hilfreich wäre, wenn dann ein unbedarfter Klugscheisser daherkommt, der Dir in Dein leidzerfressenes Gesicht lächelt und Dir zusäuselt: " also es gibt da typische Stufen von Akzeptanz.... Du musst es einfach nur mal akzeptieren... das ist eine Frage Deiner psychischen Stärke..."

Auch gibt es einen großen Unterschied, ob ein Leid unausweichlich, oder zu beheben ist. So ist z.B. Akne-Inversa (im großen und ganzen) unausweichlich. Das kann und muss der Mensch akzeptieren. Und kann er auch daher, weil es Pausen zwischen den Schmerzen gibt. Gäbe es die nicht - auch nicht über Schmerzmittel - brächte er sich ganz schnell um - jeder! Aber auch hier verhielte es sich noch einmal ganz anders, wenn die Ärzte so einem Patienten belächeln und ihn auch bei den schwersten Entzündungen nicht einmal Krank schreiben würden. Kannst Du das verstehen?

Also denke doch vorher einmal nach, wen Du da meinst an Deinen Weisheiten (mutet bischen nach Psychologiestudent 1. Sem., nach der 1. Vorlesung an) teilhaben lassen zu müssen.

Dein Beitrag war mehr als unangebracht, zumal ich hier nicht nur einfach so ein Jammerlied gesungen habe, sondern damit auch etwas spiegeln wollte, was viele Menschen - so oder ähnlich - erleiden müssen.

Also versuche künftig zu differenzieren. Wenn Du unentwegt ein heisses Bügeleisen auf Deinen Bauch gedrückt bekommst, ist dies etwas anderes, als wenn Du im Rollstuhl landest. Beides Scheiße, aber das Bügeleisen, wirst Du nie akzeptieren und vor allem dann nicht, wenn man Dich anlächelt und Dir sagt: "Welches Bügeleisen?"

Und wenn Du Nachholbedarf an solchen Erlebnissen hast, dann wende Dich einmal an Menschen, die an div. Autoimmunerkrankungen leiden und einen jahrelangen Weg hinter sich haben, bis es einmal entdeckt wurde. Und frage die nach Akzeptanz. So wirst Du nie hören, dass einer, der richtig litt wie ein Vieh und seinen Alltag kaum überwältigen konnte, nicht arbeiten konnte und von Behörden zu Arbeiten gezwungen wurde, Gelder gesperrt bekam, zu Psychologen geschickt wurde, JAHRELANG...., ob diese diesen Zustand jemals akzeptiert haben. Weißt Du wann diese diesen Zustand akzeptieren? Ich sage es Dir: Wenn es entdeckt ist, wenn sie eben nur noch dieses Leid der Erkrankung erdulden müssen. Das akzeptieren sie - alle! Aber vorher, waren sie alle immer im Kampf um ihre Existenz, waren immer unter zusätzlichen enormen psychischen Belastungen - nein, nicht durch die Krankheit! - sondern durch die Umwelt, die sie zusätzlich gefoltert hat - psychisch und physisch! Und ein Mensch der so etwas akzeptiert, der lebt nicht mehr lange.

Also denke einmal darüber nach, was Du da gemacht hast. Das war der Gipfel der Ignoranz, womit Du Dich zu einem Teil der Probleme all derer gemacht hast, unter welchen sie am meisten zu leiden haben.

Da wo die Hölle ist

Islagaspar ist offline
Beiträge: 149
Seit: 20.04.10
Hallo Magnus,
ich habe Deinen Beitrag bis jetzt sehr interassant und auch aufschlussreich empfunden. Mein Mitgefühl für Dich.

Allerdings finde ich Du solltest auch ein bisschen bei anderen lesen:

ZUM BEISPIEL BEI SHELLEY.

Dann hättest Du sie vermutlich nicht für eine Psichologiestudentin nach der ersten Vorlesung gehalten. Du warst einfach zu hart.

Und was Deinen Vergleich mit dem KZ angeht: Bist Du wiedergeboren oder woher weisst Du wie es da war?
Nix für ungut
Andrea
__________________
Mir fällt nix ein

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von Islagaspar Beitrag anzeigen
Hallo Magnus,
ich habe Deinen Beitrag bis jetzt sehr interassant und auch aufschlussreich empfunden. Mein Mitgefühl für Dich.

Allerdings finde ich Du solltest auch ein bisschen bei anderen lesen:

ZUM BEISPIEL BEI SHELLEY.

Dann hättest Du sie vermutlich nicht für eine Psichologiestudentin nach der ersten Vorlesung gehalten. Du warst einfach zu hart.

Und was Deinen Vergleich mit dem KZ angeht: Bist Du wiedergeboren oder woher weisst Du wie es da war?
Nix für ungut
Andrea
Das interessiert mich nicht. Ich muss nicht bei SHELLEY noch irgend etwas lesen. Wer sich anmaßt, anderen die Welt und das Leben erklären zu wollen, sie belehren will über Leiden, die sie nicht kennen und auch nicht in der Lage sind sie zu beruteilen, der hat eigene, ganz andere Probleme, die er offensichtlich darin zu bewältigen sucht, andere zu unterdrücken - in einer bodenlosen Ignoranz.

Zu KZ: Also im KZ wurden Menschen gehalten wie Vieh, zur Zwangsarbeit missbraucht, geschlagen und auch gefoltert und später auch getötet.

Da ein paar Jahre zu verweilen, heisst höchste psychische und psychische Belastungen. Für Monate, oder Jahre - betreffend, die, die es überlebten. Aber danach, war es zu ENDE. Und das was dann davon zurückbleibt, ist das womit man leben muss.

Und gerade die, die sich gern und oft mit Mitgefühl udgl. hervortun und auch solche Szenarien immer wieder verwenden um "das Unaussprechliche" anzusprechen um auf Leid aufmerksam zu machen, genau diese, schreiben dann anderen Menschen, welche unentwegt gefoltert werden, ihre belehrenden Weisheiten dazu. Und so wie sie auch diese Leiden überhaupt nicht einordnen können, sich auch nicht in sie versetzen können, so können sie es auch sonst nicht. Entweder, Du kannst dich in Leid versetzen, oder weißt es aus eigener Erfahrung (Leid aus ununterbrochner Folter, das ignoriert wird, Leid aus Zwangsarbeit unter heftigsten körperlichen Beschwerden udgl.), oder Du weißt es nicht und kannst es nicht - und dann kannst Du es eben nicht! Aber eben ganau diese, kommen einher und wollen andere im Umgang mit einem Leid, das sie nicht kennen, beurteilen und belehren. Diese Menschen sind es - reichlich davon - welche auch zu der Zeit, als wir hier Konzentrationslager hatten, nichts wahrgenommen haben, nichts wahrnehmen wollten und konnten - sie konnten und können sich nie in so etwas hineinversetzen - wie dieses Beispiel hier je eindringlich zeigte. So ist es auch irrelevant, ob diese nun selbst etwas haben - dann begehen sie den "Fehler" und schieben ihre Angelegenheiten anderen in die Schuhe.

Und wenn auch Du nicht siehst, was sie da mit ihrem Schreiben getan hat, dann gehörst Du zu "DENEN". Und dann bitte ich auch Dich, halte Dich - mir gegenüber - zurück.

Ansonsten ist mir nicht klar, wie man das was sie mit ihrem Schreiben getan hat ignorieren kann. Aus alter Kamaradschaft wohl? Das nennt man wegschauen, um eigener Bedürfnisse wegen. Und eben genau dass hat das viel zitierte böse dritte Reich überhaupt erst möglich gemacht.

Es ist so, als wenn ich sehe, wie meine Mutter etwas abscheuliches tut, ich mich aber gezwungen sehe, sie zu unterstützen, weil sie mir nun mal nahe steht - dies dann freilich auf Kosten derer, denen sie etwas angetan hat.

Und Eure Einlagen, mir gegenüber, belegen was ich in meinem ersten Beitrag über die Menschen enttäuschendes zu berichten hatte.

Und wenn Dir wirklich danach ist, ein besserer, oder überhaupt ein "guter Mensch" zu werden, so verabschiede Dich zunächst von jedweder Heuchelei und allen Arten von Gruppenverhalten. Folgend denke nicht an das Leid von vor 60 Jahren, sondern an das was mitten unter uns ist. Und ich rede nicht von Rollstuhlfahrern, oder von Menschen die aufgrund einer Erkrankung bald sterben, sondern von Menschen die mitten unter uns sind und unentwegt durch eine Erkrankung gefoltert werden und aufgrund unseres ignoranten Systems, das nur die statistischen Massen bedient, bei Ärzten zusätzlich gefoltert werden und folgend von ihren gesamten Lebensumfeldern weiter und noch einmal zusätzlich psychisch und körperlich misshandelt werden. Über Monate, Jahre und Jahrzehnte. Das passiert hier und jetzt mitten unter uns! Und dieses Leid ist das mit abstand abscheulichste und verwerflichste von allen denkbaren.

Und ein Mensch der Gutes tun will, der schert sich zuächst um das Lebendige Leid und nicht um die Toten!

Und wenn er sich aus Bequemlichkeit um das Leid von Toten schert, so schert er sich in Wahrheit über gar nichts - und ist durchweg ein Heuchler, um sich in der Gesellschaft als "menschlich" zu verkaufen um auch dort Anerkennung zu finden.

Und ich denke, Selbstbefriedigung sei etwas, dass man für sich allein bewerkstelligen sollte.

Da wo die Hölle ist

Kayen ist offline
Beiträge: 4.566
Seit: 14.03.07
Hallo Magnus,

ohje, Du scheinst sehr verletzt durch das System in der Vergangenheit, aber ich denke, Du bist auch ein Kämpfer, und das ist gut so.

Mir fällt zu Deinen ganzen komplexen Symptomen nur die Homoeopathie ein, wo ich zumindest denke, dass es bei der Akne weiterhelfen könnte.

Viele gesetzliche Krankenkassen bezahlen die Homöopathie, außer die Globulis, die man selbst kaufen muss (zw. 6-10 €) falls der Arzt diese nicht sowieso kostenlos mitgibt. (Da müsstes Du Dich mal bei Deiner gesetzlichen Krankenkasse erkundigen)

Die Krankenkasse zahlt aber nur, wenn der Homöopath auch Arzt ist. Und es wäre schön, wenn Du Empfehlungen bekommen könntest.

Hier eine Liste fallst Du Interesse hast.

Dr.med. Mirko Berger - Homöopathie

Liebe Grüsse
Kayen
__________________
Alles verändert sich - dahinter ruht ein Ewiges

Da wo die Hölle ist

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
Zitat von Magnus Beitrag anzeigen
1)[...]das Du mir da Akzeptanzstufen von Erkrankungen vorhälst, um mich aus Deinem Wissen zu belehren.

[...]belehren zu wollen

2)[...]als wie einen kleinen, naiven Bengel, der gedankenlos durch die Welt läuft und wie ein Baby nach altem Befinden jammert.

3) Weißt Du nicht wovon Du da sprichst.

4) Ansonsten lege Du einmal dar, wie man mit einer 100% Arbeitsunfähigkeit ohne Diagnose und Attest durch ein Leben in dieser Gesellschaft kommt, dass man sich hinstellen und sagen kann: "Jo, ich akzeptiere das!"

5) die offensichtlich außerhalb Deiner Vorstellungskraft liegen, einen strammen Weg beschrieben habe.

6) Sag mir wie oft gehst Du und wegen was zum Arzt?

7) Wieviele kennst Du, die eine derart schwere Akne-Inversa haben als wie ich, die desswegen nie im KH waren? Die sich ihr leben lang immer damit zur Arbeit bewegt haben und unter den bekannten infernalischen Schmerzen ihren Alltag verrichten, als hätten sie es nicht?

8) erzähle Du mir mehr davon, wenn in Deinem Körper größere Blutgefäße kaputt gehn, Dein Herz nicht mehr läuft und Du keine Hilfe erhälst und nach X-fachen fruchtlosen Besuchen in Notaufnahmen es dann einmal heisst, "Oh, Verzeihung, da ist ja doch was, dass operieren wir mal schnell".

9) Auch scheinst Du wohl insgesamt nicht nachvollziehen können, wie sich etwas Belastendes darstellt.

10) Was denkst Du denn, was sich hinter einer Beschreibung verbirgt, die da lautet, dass die "Haut am ganzen Körper juckend-brennt" und dies durchweg, ohne Pause? So ein bischen Kratzgefühl?

11) Natürlich gibt es da reichlich Beschwerden die man locker ertragen kann.

12) 30 Mal täglich Wasser lassen zu müssen

13) Wenn Du aber meinst, dass Du weißt wovon ich spreche, dass Du meinst, Du wüsstest was meine Beschwerden bedeuten und meinst,

14) es sei angebracht mir zu erklären, wie ich damit umzugehen habe,

15) so gehe hin in Frieden, oder mache eine Clenbuterolkur und besorge dir AI.

16) Ich weiß wirklich nicht, was Dich da wohl geritten haben mag, mir so einen Text hinzulegen....

17) Ja, dass Du meine Sicht vom Leid von KZ-Häftlingen nicht nachvollziehen kannst, heißt nur, dass Dir dahingehend einiges erspart bleib - dafür sei dankbar, aber verkneife es Dir bitte, anderen Deine Weisheiten über den Umgang mit Leid aufzulisten. Zumindest mir gegenüber.

18) Statt Dich in Pseudopsychologischem zu versuchen, Dich da also versuchen wichtig zu machen,

19) solltest Du besser in Dich gehen und Dich einmal fragen, was Dich bewegt, solch naive Dinge abzulassen,

20) wovon Du Dir einredest, es sei in irgendeiner Weise geistreich.

21) Vor allem dann, wenn Dir jede Information darüber fehlt, in wie weit der, den Du da zu belehren gedenkst, sich in diesen Gebieten auskennt.

22) Was denkst Du denn?

23) Wer hat Dir das mit der Akzeptanz versucht einzutrichtern?

24) Hast Du das gelesen?

25) Verstehst Du das?

26) Oder würdest Du akzeptieren, dass ich Dich einsperre und Dir jahrelang tagtäglich schlimmstes Leid zufüge und wenn Du dann um Hilfe rufst, dass dann keiner kommt - würdest Du das akzeptieren? Meinst Du das wirklich?

27) Oder meinst Du, dass es für Dich dann hilfreich wäre, wenn dann ein unbedarfter Klugscheisser daherkommt, der Dir in Dein leidzerfressenes Gesicht lächelt und Dir zusäuselt: " also es gibt da typische Stufen von Akzeptanz.... Du musst es einfach nur mal akzeptieren... das ist eine Frage Deiner psychischen Stärke..."

28) Auch gibt es einen großen Unterschied, ob ein Leid unausweichlich, oder zu beheben ist.

29) brächte er sich ganz schnell um - jeder!

30) Kannst Du das verstehen?

31) Also denke doch vorher einmal nach, wen Du da meinst an Deinen Weisheiten (mutet bischen nach Psychologiestudent 1. Sem., nach der 1. Vorlesung an) teilhaben lassen zu müssen.

32) Dein Beitrag war mehr als unangebracht,

33) zumal ich hier nicht nur einfach so ein Jammerlied gesungen habe,

34) Also versuche künftig zu differenzieren.

35) Wenn Du unentwegt ein heisses Bügeleisen auf Deinen Bauch gedrückt bekommst, ist dies etwas anderes, als wenn Du im Rollstuhl landest.

36) Und wenn Du Nachholbedarf an solchen Erlebnissen hast, dann wende Dich einmal an Menschen, die an div. Autoimmunerkrankungen leiden und einen jahrelangen Weg hinter sich haben, bis es einmal entdeckt wurde.

37) So wirst Du nie hören, dass einer, der richtig litt wie ein Vieh und seinen Alltag kaum überwältigen konnte, nicht arbeiten konnte und von Behörden zu Arbeiten gezwungen wurde, Gelder gesperrt bekam, zu Psychologen geschickt wurde, JAHRELANG...., ob diese diesen Zustand jemals akzeptiert haben.

38) Weißt Du wann diese diesen Zustand akzeptieren?

39) Also denke einmal darüber nach, was Du da gemacht hast.

40) Das war der Gipfel der Ignoranz, womit Du Dich zu einem Teil der Probleme all derer gemacht hast, unter welchen sie am meisten zu leiden haben.


1) weder halte ich dir was vor, noch belehre ich dich. ich schreibe dir einzig und alleine aus erfahrungen, gesammelt in jahrzehnte langer schwerer chronischer erkrankung.

2) ich weiss nicht, wie du auf klein, naiv, bengel, baby und gedankenlos kommst. meine worte waren und sind das nicht.

3) ja. ich weiss, wovon ich schreibe und spreche.

4) ich wüsste nicht, wie und warum ich das anders darlegen sollte, als ich das tue. ich lebe es und das genügt mir.

5) was du offen gesichtet hast, entspricht nicht den tatsachen. wobei ich es mir nicht vorstellen muss, da ich es höchst persönlich schon über jahre lebe und von anderen betroffenen miterlebe.

6) nach dem, was ich mit der medizinwelt erlebt habe, gehe ich möglichst nicht mehr oft zum arzt, wobei es manchmal unabdingbar ist. meist schaffe ich es jedoch aus gesundheitsgründen gar nicht mehr.

7) ich kenne genug menschen, welche derart schwere erkrankungen haben.

8) ich verstehe nicht ganz, was "mehr" ich dir erzählen soll. kannst du deine frage bitte konkreter ausdrücken oder anders, so dass ich das verstehe?

9) der schein entspricht nicht den tatsachen. ob ich deswegen traurig oder glücklich sein soll, weiss ich nicht. denn traurig sollte ich sein, solches dank eigenen erfahrungen nachvollziehen zu können, glücklich, da es mich nach starkem hadern mit dem schicksal stärker gemacht hat.

10) ich muss sowas nicht denken, da ich derartiges erlebt habe und von anderen, welche deren erlebenisse hinter sich haben, mitbekommen habe.

11) ja da hast du recht.

12) manche müssen 30 mal täglich wasser lassen, andere können es gar nicht mehr. es gibt für jedes problem eine lösung.
(ich habe schon einiges an urinalhilfsmittel gesehen und selbst brauchen mützen.)

13) ich meine nicht, ich weiss es aus erfahrung.

14) ich habe dir nicht erklärt, wie du mit irgendwas umzugehen hast. ich habe lediglich geschrieben, wie es ist, mit schweren chronischen erkrankungen und dir damit hoffnung machen wollen, damit du dir gewiss sein kannst, dass auch wieder bessere zeiten kommen.

15) es gibt leute, welche unsinn im leben gemacht haben und mit ihrer gesundheit bezahlen müssen. andere machen keinen unsinn im leben und bezahlen trotzdem mit ihrer gesundheit - was auch immer sie zu zahlen haben.

warum sollte ich mich gedankenlos mit clenbuterol zudröhnen, bevor ich mich darüber erkundige, welche schäden ich davon bekommen könnte?

kann es sein, dass deine aggressivität und wut daher kommt, dass du dich selbsthuldig an deinem jetzigen zustand fühlst?

kann es sein, dass du dich nicht fragst: "warum oder mit was habe ich das verdient?" sondern dich mit den gedanken qäuälst: "warum habe ich leichtinni so einen mist gemacht und meinen körper damit zestörte? warum kann ich das nicht rückgängig machen? warum habe ich leichtsinnig auf andere gehört, statt selbst nachzudenken, dass medikamente nicht irgendwelche sugus sind?"

und nicht, dass du mich selbst verstehst:
ich weiss, wie es ist, grundlos körperliche schäden zu bekommen, ich weiss aber auch, wie es ist, sich an einem gesundheitlichen schaden selbst schuldig zu fühlen.

16) mich hat und reitet nichts und niemand.
ich habe dir lediglich eigen-erfahrungen geschrieben, da ich dir damit helfen wollte.

17) kz-betreffend gilt es für mich nichts nach zu voll ziehen.
ich habe genug erfahrungen mit gefühlen, die gerichtet-werde, folter, etc. ähnlich sind.
ich weiss aber aus indirekter erzählung auch, was es heisst, im kz zu enden. ich weiss aus direkter erzählung, was es heisst, im kz gewesen zu sein, es jedoch wieder rausgeschafft zu haben.
als tochter eines überlebten kz-häftlings weiss ich auch, welche schäden kz-erfahrungen mit menschen angerichtet haben.
und ja; ich stehe dazu, mir nie anzumassen noch so schwerstes leid schwerer als einen kz-aufenthalt zu beschreiben. ich hatte auch phasen, in denen ich fand, es habe sich angefühlt, wie in einem kz. das gibt es durchaus. trotzdem finde ich es eine masslose beleidigung an alle kz-häftlingen, zu sagen, was ich erlebe sei schlimmer oder gleich schlimm. auch wenn es sich für mich so anfühlt, kann ich als nicht kz-inhaftierter, nicht beurteilen, wie es tatsächlich ist.

18) ich habe mich in nichts versucht. ich habe einzig und alleine meine erfahrungen geschrieben.

19) ich gehe und bin schon viel in mich gegangen und ich weiss ganz genau, was mich dazu bewegt, dir das zu schreiben, was ich getan habe.
naiv oder nicht naiv: das ist eine wertende angelegenheit, welche mir fern liegt.

20) ich red mir nichts ein und ich denke nicht drüber nach, was an meinen empfindungen nun geistreich oder nicht geistreich ist. mein geist ist gross wie jeder andere menschliche geist. es genügt mir, das zu wissen.

21) was und wieviel mir von was fehlt, kann ich wie auch jeder andere mensch nicht beurteilen. es gibt keine wertung für das informationsmass, welches für irgendwas nötig ist.
ich gedenke niemanden zu belehren.

22) gerade denke ich, dass deine aggressive art es sehr anstrengend macht, mit dir zu schreiben, dass ich totale schmerzen in den armen habe vom schreiben (trotz morphium), dass ich eigentlich schon viel zu viel zeit verwendet habe, um zu schreiben und dass ich mein mass an vorhandenen kräften schon lange überschritten habe und also an meinen letzten reserven nage, nur um dir zu antworten.

23) mir hat niemand das mit der akzeptanz eingetrichtert. ich hätte es mir auch nicht eintrichtern lassen. was ich geschrieben habe, ist ergebnis von selbsterfahrung.

24) ich habe es erfahren. da ich jedoch nicht die einzige bin, welche deren dinge erfahren hat, sind sie bestimmt schon irgendwohin geschrieben worden.

25) ja ich verstehe das, da ich nur aus erfahrung geschrieben habe.
ich kann mir jedoch vorstellen, dass du nicht einschätzen kannst, wieviel ich verstehe und nicht verstehe, da du nichts von mir weisst. ich nehme nicht an, dass du schon genug von mir gelesen hast, um dessen zu wissen, wobei ich auch viele relevnte dinge nicht (mehr) schreibe. ja; ich hatte phasen, in denen ich dem deinen entsprechendes geschrieben habe. die zeiten sind bei mir monmentan jedoch nicht da, in denen ich solches schreibe.

26) ich kann nicht darüber urteilen, was wäre wenn.
doch nach verneinung, wut, selbstaufgabe, neuer mut-fassung, schwerem kampf und einsicht, habe ich gelernt, der von dir geschriebenen entsprechenden lebenslagen zu akzeptieren. wobei es oft schwer ist, alles anzuhenem und ich täglich hoffe, es würde sich zum besseren wenden, und ich jeden tag lernen muss, das beste aus meiner situation zu machen.

27) ich kann immer noch nicht darüber urteilen, was wäre wenn.
aber ja; solche worte an mich halfen mir jeweils, in mich zu gehen und über mich und meine situation nachzudenken. solche worte halfen und helfen mir, mich zu positiven veränderungen in meinem leben zu bewegen, und das bestehende als chance zu sehen, an mir zu wachsen.

28) ja. da hast du recht. und zum wiederholten male: ich schriebe einzig und alleine aus erfahrung.

29) was jeder täte kannst du nicht einschätzen, da du nicht jeder bist.

30) ja ich kann das - immer noch aus erfahrung - verstehen.

31) ich denke viel nach, denn wenn man aus gesundheitlichen gründen nichts mehr gross was anderes als nachdenken tun kann, hat man auch die zeit dazu.
weiter schreibe ich keine weisheiten, sondern immer noch erfahrungen.
auch denke ich nicht, dass jemand was muss.

32) was ist und was empfunden wird liegt nicht in meiner entscheidung.

33) ich bin mir nicht bewusst, irgendwo und irgendwann deine worte als jammerlied bezeichnet zu haben.
was ich einzig über deine worte schreiben wollte, war, dass sie aggressiv und wütend zu mir herüber kommen.

34) mir wird nachgesagt, ich sei ein mensch, der sehr bis zu stark differenziert.
ich gebe mir jedoch mühe, deinem rat folge zu leisten und darauf zu achten, mehr zu differenzieren.
endlich mal jemand, der in meinem sinne schreibt.

35) ich habe nie was anderes behauptet.

36) das habe ich nicht nötig, da ich schon genug derartiges erlebt habe und am erleben bin.

37) ich muss das nicht hören, weil ich von genug derer weiss (sie erlebt und nicht einfach nur gehört habe), welche solche erfahrungen und noch schlimmere hinter sich und ihre situation akzeptiert haben.

38) ich weiss wann, die, von denen ich es erlebt habe und nicht nur von ihnen hörte, ihren zustand akzeptiert haben.

39) was ich gemacht habe, ist versucht, dir mut zu machen, deine aggression zu mindern.
eigentlich war es der versuch, dir zu helfen, was ich so in letztem satz nicht geschrieben habe, da mir diese worte ein wenig leer rüber gekommen wären.

40) was ist und was nicht ist, liegt einzig und alleine in der empfindung jedes einzelnen.

41) ich denke, es könnte sein, dass ich nicht mehr mit dir schreiben werde, auch nicht, wenn du fragen haben solltest oder eine hilfe von mir nützlich wäre für dich, da es mir schlicht und einfach zu anstrengend ist, mit jemandem, welcher eine derarte aggression und wut an den tag legt, zu schreiben.
es könnte sein, dass es für mich angenehmer würde, wenn du ein wenig zur ruhe gekommen bist.

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Da wo die Hölle ist

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Hallo Kayen,
zur Homöopathie habe ich gestern Abend 3 positive Berichte zu Heilungen bei Akne Inversa gepostet. Mehr kann ich als Gegner der Schulmedizin nicht tun, um Magnus diesen Weg zu zeigen. Seinen Weg finden und gehen muss er selbst.

Ich halte es für absolut nachvollziehbar, dass man verbittert und hart wird, wenn man über viele Jahre so grausamen Schmerzen ausgesetzt ist.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Da wo die Hölle ist

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
Zitat von Magnus Beitrag anzeigen
Das interessiert mich nicht. Ich muss nicht bei SHELLEY noch irgend etwas lesen. Wer sich anmaßt, anderen die Welt und das Leben erklären zu wollen, sie belehren will über Leiden, die sie nicht kennen und auch nicht in der Lage sind sie zu beruteilen, der hat eigene, ganz andere Probleme, die er offensichtlich darin zu bewältigen sucht, andere zu unterdrücken - in einer bodenlosen Ignoranz.

Zu KZ: Also im KZ wurden Menschen gehalten wie Vieh, zur Zwangsarbeit missbraucht, geschlagen und auch gefoltert und später auch getötet.

Da ein paar Jahre zu verweilen, heisst höchste psychische und psychische Belastungen. Für Monate, oder Jahre - betreffend, die, die es überlebten. Aber danach, war es zu ENDE. Und das was dann davon zurückbleibt, ist das womit man leben muss.

Und gerade die, die sich gern und oft mit Mitgefühl udgl. hervortun und auch solche Szenarien immer wieder verwenden um "das Unaussprechliche" anzusprechen um auf Leid aufmerksam zu machen, genau diese, schreiben dann anderen Menschen, welche unentwegt gefoltert werden, ihre belehrenden Weisheiten dazu. Und so wie sie auch diese Leiden überhaupt nicht einordnen können, sich auch nicht in sie versetzen können, so können sie es auch sonst nicht. Entweder, Du kannst dich in Leid versetzen, oder weißt es aus eigener Erfahrung (Leid aus ununterbrochner Folter, das ignoriert wird, Leid aus Zwangsarbeit unter heftigsten körperlichen Beschwerden udgl.), oder Du weißt es nicht und kannst es nicht - und dann kannst Du es eben nicht! Aber eben ganau diese, kommen einher und wollen andere im Umgang mit einem Leid, das sie nicht kennen, beurteilen und belehren. Diese Menschen sind es - reichlich davon - welche auch zu der Zeit, als wir hier Konzentrationslager hatten, nichts wahrgenommen haben, nichts wahrnehmen wollten und konnten - sie konnten und können sich nie in so etwas hineinversetzen - wie dieses Beispiel hier je eindringlich zeigte. So ist es auch irrelevant, ob diese nun selbst etwas haben - dann begehen sie den "Fehler" und schieben ihre Angelegenheiten anderen in die Schuhe.

Und wenn auch Du nicht siehst, was sie da mit ihrem Schreiben getan hat, dann gehörst Du zu "DENEN". Und dann bitte ich auch Dich, halte Dich - mir gegenüber - zurück.

Ansonsten ist mir nicht klar, wie man das was sie mit ihrem Schreiben getan hat ignorieren kann. Aus alter Kamaradschaft wohl? Das nennt man wegschauen, um eigener Bedürfnisse wegen. Und eben genau dass hat das viel zitierte böse dritte Reich überhaupt erst möglich gemacht.

Es ist so, als wenn ich sehe, wie meine Mutter etwas abscheuliches tut, ich mich aber gezwungen sehe, sie zu unterstützen, weil sie mir nun mal nahe steht - dies dann freilich auf Kosten derer, denen sie etwas angetan hat.

Und Eure Einlagen, mir gegenüber, belegen was ich in meinem ersten Beitrag über die Menschen enttäuschendes zu berichten hatte.

Und wenn Dir wirklich danach ist, ein besserer, oder überhaupt ein "guter Mensch" zu werden, so verabschiede Dich zunächst von jedweder Heuchelei und allen Arten von Gruppenverhalten. Folgend denke nicht an das Leid von vor 60 Jahren, sondern an das was mitten unter uns ist. Und ich rede nicht von Rollstuhlfahrern, oder von Menschen die aufgrund einer Erkrankung bald sterben, sondern von Menschen die mitten unter uns sind und unentwegt durch eine Erkrankung gefoltert werden und aufgrund unseres ignoranten Systems, das nur die statistischen Massen bedient, bei Ärzten zusätzlich gefoltert werden und folgend von ihren gesamten Lebensumfeldern weiter und noch einmal zusätzlich psychisch und körperlich misshandelt werden. Über Monate, Jahre und Jahrzehnte. Das passiert hier und jetzt mitten unter uns! Und dieses Leid ist das mit abstand abscheulichste und verwerflichste von allen denkbaren.

Und ein Mensch der Gutes tun will, der schert sich zuächst um das Lebendige Leid und nicht um die Toten!

Und wenn er sich aus Bequemlichkeit um das Leid von Toten schert, so schert er sich in Wahrheit über gar nichts - und ist durchweg ein Heuchler, um sich in der Gesellschaft als "menschlich" zu verkaufen um auch dort Anerkennung zu finden.

Und ich denke, Selbstbefriedigung sei etwas, dass man für sich allein bewerkstelligen sollte.

ich denke, ich müsste mich wiederholen, wenn ich richtig auf deinen beitrag eingehen würde.

es würde wieder darum gehen, dass ich niemanden belehre, dass ich niemandem weder die welt noch das leben erkläre, dass ich mir nichts anmasse, dass ich niemanden ignoriere und niemanden unterdrücke.

es würde davon handeln, dass ich aus eigener erfahrung schreibe, du nichts von mir weisst (du schreibst selbst, du interessierst dich nicht für mich), dass du demnach nicht darüber urteilen kannst, welche probleme ich habe und nicht habe, welche leiden ich kenne und nicht kenne, und ähnliches.

übrigens finde ich immer noch, dass du nicht beurteilen kannst, wie alles für kz-häftlinge noch weiter ist.
hast du verwandte, welche vergaast wurden und solche, die das kleine glück hatten, alles zu überleben und überhaupt dort rauszukommen?

was willst du eigentlich?

mitleid?

und neinein: folter, leiden, qualen, werden nie aufhören auf dieser erde, wie es auch immer opfer und täter geben wird. das ist der lauf dieser welt.

erstaunt dich das?

das sollte es eigentlich nicht, da du es ja erfährst.

vielleicht überlegst mal du, mit wem du es zu tun hast und warum dieser soweit war, menschenrechtsorganisationen anzurufen, um zu versuchen, im eigenen land zum mindesten an recht für menschen zu gelangen.

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