Da wo die Hölle ist - Spurensuche

10.04.11 23:06 #1
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Da wo die Hölle ist
Weiblich KimS
Hallo Magnus,

Es tut mir Leid dass es Dir mittlerweile nicht besser geht. Wurde denn eigentlich die Behandlung/Therapie mit Vitamin B12 Fortgesetzt? Wenn nicht, solltest Du dem unbedingt nochmal nachgehen lassen!

Näheres findest Du dazu hier, u.A. auch Fachartikel die Du Dir ausdrücken könntest und mitnehmen zum (Haus-)Arzt.
http://www.symptome.ch/vbboard/krank...iagnostik.html

Ein einmal festgestellter Vitamin B12 Mangel, sollte solange die Ursache davon nicht (gefunden und) behoben wurde, lebenslänglich behandelt werden.

Bei Akne, sollte man zusätzlich an Biotin (= Vitamin H/Vitamin B7) Mangel denken. Wenn es mangelt an Biotin, kann auch Vitamin B12 nicht seine Wirkung entfalten.

Herzliche Grüsse,
Kim

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von Ika Beitrag anzeigen
Wow, dieser Bericht... ich bin nahezu sprachlos von diesem Schwall an ... ich weiß gar nicht wie ich es sagen soll.. psychischer Gewalt durch Ärzte und die Misshandlung des Körpers insgesamt... die Vorstellung welche Narben diese unbeschreiblichen 17 Jahre erst in Deiner Seele hinterlassen haben mögen... nicht auszudenken.

Ich hab zwei Tage gebraucht um das Ganze zu lesen. Und es ist für mich schwer vorstellbar was da abgegangen ist. Es ist wie ein Autounfall, man kann nicht aufhören hinzugucken (entschuldige für den sehr holprigen Vergleich...) und Dein nicht grad uninteressanter Schreibstil tut sein letzteres diesen riesen Bericht bis zum Ende zu "inhalieren".

Meine "letzte" Idee dazu ist, dass Du - sollte es im Rahmen Deiner Möglichkeiten liegen - Dich mit Bioresonanz auseinander setzen könntest. Es muss bedauerlicherweise erwähnt werden, dass Bioresonanz und die Zusammenhänge zur Wirkung bioenergetischer Schwingungen durch die klassische Schulmedizin bislang weder akzeptiert noch anerkannt worden sind. Aber ich persönlich habe mit meinen nicht sehr nennenswerten Beschwerden damit bahnbrechende Erfolge erzielt und auch sonst chronische Krankheiten dadurch gesunden sehen. Im ersten Moment mag das Wort Schwingungen eine Spur esoterisch rüberkommen, aber das System funktioniert ganz solide auf physikalischen Grundlagen.



Alles Gute !!

Auch meinen Dank an Dich.

Ja, also ich weiß wohl, dass die Schulmedizin im Großen und Ganzen eine leere Hülle ist, mit welcher Geld gemacht wird - so allerdings auch bei der Alternativmedizin. Hier und da gibt es etwas, das mehr hilft als schadet. Aber alle, die damit ihr Geld verdienen, wollen Geld verdienen - natürlich schön, wenn es Dir hilft, wenn nicht, dann aber auch egal - oder gar besser...wirst ein guter, langjähriger Patient.

So bin ich allerdings kein Feind der Wissenschaft, im Gegenteil. Denn nur durch die wissen wir schließlich welche Stoffe im Körper was, wo machen (in Teilen zumindest).

Eure Spekulationen sind sicher nett gemeint, doch sieht es in der Tat so aus, dass ich die Ursache meiner Beschwerden ziemlich genau kenne.

Und bei jedem Problem ist es zu seiner Lösung erforderlich, die Ursache ausfindig zu machen. Und dort ist der einzige, geistreiche Ansatzpunkt, für welche Lösungen auch immer. Erst das Problem kennen, dann lösen.

Bsp. Es gibt auch Kfz-Werkstätten, bei welchen man - bei kniffligeren Problemen - begínnt, nacheinander alle möglichen und unmöglichen Teile auszuwechseln, um sich so irgendwann, per Zufallsprinzp, dem Problem zu nähern, bzw. es zu knacken. Irgendwann ist es dann gelöst und der Autobesitzer staunt über eine Rechnung mit 100 neuer Bauteile, obwohl davon nur eines nicht mehr richtig tickte.

Dieses Schema wird dann auch gerne auf die Medizin übertragen, nur ist dort die Suche nach dem Problem um einen mächtigen Faktor komplexer und schwieriger. So gehe ich (nach meinen Erfahrungen) davon aus, dass die Hälfte der Daten auf Grabmählern, hätten ein ganz anderes haben können. Denn so wie z.B. heute die Zuckerkranken behandelt werden und damit leben können, so war es vor nicht langer Zeit ein Todesurteil. Und nicht nur das. Zuckerkranke wurden als Verrückte betrachtet und noch weiter in der Vergangenheit, als vom Teufel besessene hingerichtet. Und so wie die Menschen vor 150 Jahren über die Teufelshinrichtungen im MA nur lächeln konnten, weil sie sich als hochmodern dagegen anmuteten und doch erkannten, dass diese merkwürdig anmutenden Menschen alle einfach nur Geisteskrank sind... ja...heute schauen wir mit dem gleichen Blick auf die, von vor 150 Jahren.. und morgen wird dann unsere Epoche so angesehen. So war es immer, so wird es immer sein.

Und natürlich verleitet gerade Hilflosigkeit dazu, zu versuchen mit einfachen "Rundumschlägen" eine Heilung zu erreichen. So ist man auch dazu geneigt ein gesundheitliches Problem möglichst schnell und einfach zu diagnostizieren. Diese Phase hatte ich auch einmal. Da sucht man dann nach seinem Beschwerdebild und wird meist recht schnell fündig. So trifft mein Beschwerdebild nahe 1:1 auf eine Histaminintolleranz zu. Nicht nur das, sondern zu dem noch auf mehrere Autoimmunerkrankungen, als auch auf diverse Allergien. Ja, da kann ich mir dann was aussuchen. Und wie einfach das dann war! Nur habe ich bei alle dem etwas außer acht gelassen: DIE URSACHE!

Doch habe ich hier einen klaren Vorteil gegenüber vielen anderen, die einfach keinerlei direkten Zusammenhang mit ihren Beschwerden haben und zumeist kaum noch wissen, wann und wie es einmal begann.

Ich hingegen habe ein überaus potentes Medikament über Wochen, in einer 7 -fachen Dosis über max., eingenommen, als wäre es Popcorn . Hier kann ich Erfahrungsberichte diverser Sportler und Bodybuilder wiedergeben, die es nur versucht haben, sich damit zu dopen, jedoch nach 3-4 Tagen am Ende waren, weil sie die irren Nebenwirkungen nicht mehr ausgehalten haben - also, Clenbuterol, in diesen Mengen, das knallt dir nur so in den Körper und treibt dann mit ihm, wie es ihm danach ist. Ich hielt es nur aus, weil ich schlaues, dummes Schwein, nicht nur beschwichtigende Infos vom Sportarzt hatte, sondern zudem ein Buch, über diesen Dreck als Dopingmittel, gelesen hatte, in welchem der Ablauf aller körperlichen Reaktionen beschrieben war, sodass ich eben keine Ängste bekam, wenn im Körper ein Krieg tobte.

Und so wie es in der Dopingbibel beschrieben war, klangen plötzlich alle anfänglichen Einnahme-Beschwerden (Muskelzittern, Tachykardie, Schweissausbrüche, Schwindel, Übelkeit udgl.) nach ca. 10 Tagen Einnahme just ab. In der Medizin nennt sich das Desensitierung, die - im Falle von Clenbuterol - allgemein unverstanden ist. Ab hier muss man den Kopf in viel medizinischen Müll stecken, um ansatzweise nachvollziehen zu können was da eigentlich los ist. Erst durch die Kombination mehrer wissenschaftlicher Arbeiten konnte ich einen Zusammenhang schließen. So entdeckte ich, dass die Beta-Rezeptoren in der Muskulatur und auf den Lymphozyten während einer hochdosierten Einnahme deutlich vermindert werden (wenn das passiert, findet die Desensistierung statt). Nach einer Zeit X, nach dem Absetzen, erholen sich die Bestände der Rezeptoren wieder.... in der Muskulatur, wie herausgefunden wurde, nicht aber auf den Lymphozyten! Diese bleiben um mehr als 50% von normal vermindert. Also, was machen Beta-Rezeptoren? Kurz gesagt: "ß-Rezeptoren - Vermittler adrenerger Wirkung, bewirken Tachykardie, Stoffwechselsteigerung des Herzens, Dilatation der Bronchien und der großen Gefäße, sowie Konstriktion der peripheren Gefäße."


Diese Beta-2-Rezeptoren reagieren vor allem auf Adrenalin, um eben gewünschte Wirkungen (z.B. Steigerung des Herzschlages,. Vasodilatation der Gefäße udgl.) zu erreichen.

Wenn nun die Beta-Rezeptoren auf den Lymphozyten im Blut dauerhaft - im Mittel um ca. 50% vermindert sind - stellt sich die Frage, was dann wohl im Körper passiert, bzw. vom Betroffenen wahrgenommen wird. Und die ist leicht zu beantworten(?). Wenn in einem Organismus plötzlich deutlich zu wenig dieser Rezeptoren sind, dann werden Befehle nicht mehr in dem Maß, wie es in den jeweiligen Situationen nötig wäre, ausgeführt. Das heißt, der Körper will aufrgund von körperlicher Belastung den Herzschlag beschleunigen und sendet die entsprechende Menge an Hormonen aus, doch findet nur die Hälfte derer von sonst, einen Andockplatz. Somit kann auch die Herzfrequenz nicht im erforderlichen Maße gesteigert werden, ebenso, wie die Bronchen sich um eben dieses Maß nicht weiten, oder die Blutgefäße udgl.. Somit ist die normale Ausschüttung von Adrenalin in keiner Situation mehr angemessen, sondern in ihren Wirkungen immer um mindestens 50% zu gering.

Als ich dass herausfand.... ja, da erinnerte ich mich an die ersten Tage nach dem Absetzen, an meinen allerersten Besuch in einer Notaufnahme, als ich in der größten Panik meines Lebens dasaß, mit einem Puls von 65 und irrer Atemnot.

Nun könnte man sich fragen, wie der Körper auf so etwas reagiert? Was ist geschehen, als ich so schlagartig die Zufuhr von Clenbuterol (auch künstliches Adrenalin genannt) stoppte, auf welche doch der Organismus seine Rezeptorenanzahl angepasst hatte? Also, dachte ich, wäre ich der Körper, würde ich es z.B. mit einer Erhöhung der Ausschüttung von Adrenalin versuchen. Dann warf ich mal einen Blick auf ein altes Laborergebnis, in welchem auch Adrenalin ausgewiesen war. Dort war der Normwert angegeben mit 10 - 20. Ich hatte einen Wert von 30. So wurde im Laufe der Jahre noch etliche Male mein Adrenalinwert gemessen, welcher im Minimum bei 20, im Max bei 40 und im Mittel bei 30 lag. Für einen ahnungslosen Arzt nichtssagend, für jemanden der sich damit auseinandersetzt, die Faust auf dem Auge. Eine dauerhaft, um 100% gesteigerte, Ausschüttung von Adrenalin.

Was ich z.B. nun nicht wissen kann (da ich noch nicht weiß, ob denn nun die Anzahl meiner Betarezeptoren wieder normal, oder immer noch zu tief oder nun gar zu hoch ist), wie sich der Körper damit dauerhaft arrangierte.

Wie kam es dann zu meiner dauerhaften Tachykardie? (Ruhepuls 16 Jahre lang bei über 100 im Mittel)

Direkt nach dem Absetzen hatte ich - den Aussagen der Studie folgend überall zu wenig Rezeptoren - also auch in der Muskulatur, sowie Herzmuskulatur. Doch in der Muskulatur und im Herzen erholten sie sich dann wieder (wenn geschah, was laut Studie hätte geschehen müssen). Mein Körper jedoch - so meine logische Vermutung und so der Hinweis der Adrenalinwerte - hatte bereits zusätzlich eine dauerhaft erhöhte Ausschüttung von Adrenalin eingebaut, was dann beim Herz zu reichhaltig Arbeitsstoff herangezogen werden konnte, sodass meine Pumpe - wenngleich wohl nicht jedes Quantum Hormon einen Platz auf den Rezeptoren finden konnte - eine dauerhaft erhöhte Frequenz von ca. 30% erreichte. Was nun die Rezeptoren auf den Lymphozyten angeht... ja wenn ich dass nur wüsste....

Da jedoch alle meine Symptome auf eine erhöhte Sympathikusaktivität im Bereich Herz, große Gefäße und periphere Gefäße und Genitalien hindeuten, hingegen sonst bei allen anderen Organen und Funktionen, für die auch der Sympathikus zuständig ist, (Blase, Darm, Augen, Bronchen, Schweißdrüsen) stets der Parasympathikus heftig dominiert, stehe ich hier vor einem Rätsel. Also offenbar neben einer anfänglichen Anpassung durch Erhöhung der Adrenalinausschüttung, auch eine reversible Anpassungen der Rezeptoren in den Lymphozyten, es sei denn - was ich nicht wissen kann, welche Wege dem Organismus noch zur Verfügung stehen mögen, sonstiges, um einen etwaigen Misstand anderweitig auszugleichen.

Logisch mutet es zumindest an, dass also nach dem prompten Wegfall von den hohen Dosen Clenbuterol, der Körper - nach einer anfänglichen starken Überaktivität des Parasympathikus - die Notbremse zog und den Sympathikus überaus stark aktivierte und reichlich Adrenalin ausschüttete. Dieses "zu viel" Adrenalin findet offensichtlich im Herz und den Gefäßen und Genitalien genügend Lymphozyten, hingegen in allen anderen Organen nicht mehr.

Mit dieser Auslegung ließen sich zumindest alle meine (Ur-)Beschwerden erklären. Wobei, nebenbei bemerkt, in Anbetracht dieser Funktionen recht logisch ist, weshalb mir hohe Dosen Vitamin B und Pentoxiffylin so deutlich Linderung verschafften - durch eine Verbesserung der Durchblutung, welche "irgendwie" CAMP-induziert von statten geht, so wie ebenso "irgendwie" Clenbuterol seine Wirkung über CAMP entfaltet.

Und wenn ich mir - bei Zeiten - z.B. eine Untersuchung leisten kann, bei welcher die Lymphozyten und deren Beta-Rezeptoren gezählt werden, kann ich die wissenschaftliche These einer irreversiblen Verminderung bestätigt finden und darüber meinen Zustand weitgehend diagnostizieren lassen.

Sollte sich dies nicht bestätigen, stünde ich vor dem Dilemma, das wohl "allgemeine" Sympathkusstörungen bekannt, jedoch nicht diagnostizierbar sind. - Dann habe ich die ganz große A-Karte.

Im Übrigen ist es, zumindest mal vom rein funktionalem Standpunkt aus gesehen, nicht unlogisch - bei Unkenntnis des Zustandekommens meiner Beschwerden - auf psychische Ursachen zu schließen. Dies in so weit, dass nun mal der Sympathikus (den ich mit Clenbuterol schwer attackiert hatte) ein "Stressorgan" ist, welches eben zum Bsp. durch eine seelische Überanspruchung ausgereizt und damit geschädigt werden kann. So war meine "Clenbuterolkur" vergleichbar damit, als wenn du 5 Wochen lang, jeden Tag, 40 Liter stärksten Mokkakaffe schlucktest, wobei du dich zusätzlich unentwegt Lebensgefahren - und damit allerhöchsten Stressanforderungen - aussetzen würdest. Danach tut es kein Körper mehr, wie er sollte, sofern er die "Kur" überhaupt überlebte - zumal wenn der Mokka und die Gefahren plötzlich von heut auf morgen ausbleiben, womit dem Körper eine Phase der Anpassung verweigert wäre. Wenn dazu - im Gegensatz zu solch abnormen, aber natürlichen Einflüssen - die Rezeptorenanzahl nachhaltig vermindert wird (wie bei Clenbuterol), dann wird das Gesamtproblem nur noch einmal um ein Quentchen unüberschaubarer.

Während meiner Suche nach Leidensgenossen stieß ich nur auf 2, die vergleichbares berichten konnten. Einer hatte sich einmalig eine enorme Dosis Clenbuterol verpasst und klagt seid dem in erster Linie über einen elend unklaren Kopf, was ihn in den Wahnsinn treibt, der andere hatte eine komplette Kur durchgezogen, jedoch mit einer um 20% geringeren Dosis, als ich. Dieser klagte "lediglich" über ein unklares Gefühl im Kopf, Impotenz, leichte Atemnot und Herzrasen - was ihm am meisten zu schafen machte. Er lief ebenfalls über Jahre von Arzt zu Arzt und landete schließlich bei einem Psychiater, der ihm was von "Kindheitsproblemen" eintrichtern wollte und er daher unter Angstzuständen leide.... Mein Leidensgenosse ist dabei zwar innerlich explodiert, sich diese Scheiße anhören zu müssen, nachdem er sagte, es trat bei ihm direkt nach Clenbuterol auf, aber er war so weit am Ende, dass er die falsche Diagnose annahm um in den Genuss der Medikamente zu kommen, die er bis heute einnimmt (Paroxetin). Damit, so sagt er, sei die Wiese wieder Grün. Vor allem zieht das Medikament bei ihm seid Jahren, was echten Angstpatienten nicht gegönnt ist.

Ich bin da nur ein wenig skeptisch.... mir nun auch noch so einen Mist einzuverleiben, wobei möglicherweise auch schon das Pentoxiffylin schon nicht so gut gewesen sein mag. Denn wenn dieses, oder jenes Medikament, zwar die Symptome aufzuheben vermag, so weiß man nun nicht warum und was möglicher Weise endlich daraus für eine neue Scheiße erwächst. Ich kann nicht anders, bevor ich mich, mit was auch immer, vollpumpe, will ich endlich halbwegs genau wissen, was kaputt ist und eben exakt dafür die richtige Therapie. Obwohl ich zugeben muss, dass die Verlockung groß ist, dieses Paroxetin einmal zu testen.....

By the way... ich testete zwischenzeitlich ein Medikament der Alternativmedizin, welches für Fehlfunktionen des Sympathikus empfohlen ist... Sedaphin. Man soll's nich glauben, aber dieses Zeug wirkt beachtlich - Nur leider in die falsche Richtung.....

Bei allem sei nun nicht zu vergessen, dass ich seit dem Akne-Invers-Clash in 2009 ein insgesamt verwischtes Beschwerdebild habe - also da ist eben leider auch noch einmal etwas mehr zu Bruch gegangen, außer ein paar Blutgefäßen.

Also mir ist schon klar, dass das kaum jemand durchlesen wird, diesen Wust aus Wissen und Spekulationen, ich wollte einfach mal im Ansatz darlegen, wie komplex sich das Problem darstellt - und, dass grundsätzlich sehr wohl ärztliche und zielgerichtete Untersuchungen machbar wären.

Eben, wenn wie erwähnt, etwas Arbeit & Zeit investiert würde.

Und eben deswegen (Arbeit & Zeit) bin ich dazu verdammt, allein danach zu wühlen, bis ich es geknackt habe, sodass mir Diagnose und Heilung wiederfahren kann, oder eben nicht.

Natürlich hege ich auch immer einen Funken Hoffnung, dass eines Tages doch einmal ein Medizinier über meinen Fall stolpert, der auf dem Gebiet des vegetativen Nevensystems besonders gut aufgestellt ist und zudem eine echte Ahnung von Clenbuterol mitbringt (was allerdings nahe ausgeschlossen ist). Die Ärzte wissen von Clenbuterol im besten Falle was auf dem Beipackzettel steht, nur dieser beinhaltet keine Studienergebnisse von Dopinganwendungen - sowie es generell sehr mau mit Studien über diesen Wirkstoff bestellt ist. Jedoch die wenigen Studien, die es gibt, stammen alle aus der neueren Zeit und sind keinem Arzt geläufig.

Naja, als dann - auf jeden Fall danke ich Euch für Euer Interesse.

PS: Sollte, hier oder da, jemand mit Asthma sein, welcher mit Clenbuterol therapiert wird/wurde, so wäre ich natürlich an Erfahrungswerten interessiert, wenn gleich die normale Dosis nicht gleich alles kaputt zu machen im Stande ist (?), so gibt es vielleicht doch die ein oder andere Parallele.

Oder jemand mit Akne-Inversa, der auch schon einen "Supergau" erlebte, wäre auch einmal interessant....



Geändert von Magnus (12.04.11 um 23:04 Uhr)

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
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Seit: 31.10.09
Zitat von KimS Beitrag anzeigen
Hallo Magnus,

Es tut mir Leid dass es Dir mittlerweile nicht besser geht. Wurde denn eigentlich die Behandlung/Therapie mit Vitamin B12 Fortgesetzt? Wenn nicht, solltest Du dem unbedingt nochmal nachgehen lassen!

Näheres findest Du dazu hier, u.A. auch Fachartikel die Du Dir ausdrücken könntest und mitnehmen zum (Haus-)Arzt.
http://www.symptome.ch/vbboard/krank...iagnostik.html

Ein einmal festgestellter Vitamin B12 Mangel, sollte solange die Ursache davon nicht (gefunden und) behoben wurde, lebenslänglich behandelt werden.

Bei Akne, sollte man zusätzlich an Biotin (= Vitamin H/Vitamin B7) Mangel denken. Wenn es mangelt an Biotin, kann auch Vitamin B12 nicht seine Wirkung entfalten.

Herzliche Grüsse,
Kim
Hallo Kim,

Danke für Dein Interesse.

Also zu Vitamin-B.

Ich hatte definitiv keinen Mangel an Vitamin-B. Auf welchen Wegen ganau auch immer - hatte jedoch eine zusätzliche hohe Dosis, eine sehr erstaunliche Wirkung. Leider zieht bei mir seit 2009 kaum noch etwas. Weder Pentoxiffylin, noch Vitamin-B. Also etwas, aber bei weitem nicht mehr, wie die Jahre zuvor.

Gelesen hatte ich allerdings später auch einmal, dass hochdosiertes Vitamin-B zu diversen Therapiezwecken (bei - ich glaube - einer Autoimmunerkrankung)verwand wird - auch hier, ohne dass ein Vitamin-B Mangel vorliegt.

Zu Akne. Nein, bei mir geht es nicht um das, was man im ersten Moment darunter versteht. Nicht Akne, sondern AKNE-INVERSA ist mein (kleines) Problem und das ist eine ganz andere Hausnummer.

Ja, ich dachte Anfangs auch, ich hätte vielleicht durch das Doping einen dauernden Vitamin-B Mangel erhalten... leider, leider traf dies nicht zu.

Auch war bei Vitamin-B, als auch bei Pentoxiffylin, das gleiche Schema zu beobachten. Als Injektion, oder intravenös, beides eine ganz edle und durchschlagende Wirkung, in Tab-Form beide deutlich geringer in der Wirkung (egal wieviel man einwirft).

Naja....



Da wo die Hölle ist

nicht der papa ist offline
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Seit: 18.11.09
Oh. DermIS - Akne inversa (Information zu der Diagnose) ist wirklich ganz übel. Tut mir echt leid für dich.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Da wo die Hölle ist

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Oh. DermIS - Akne inversa (Information zu der Diagnose) ist wirklich ganz übel. Tut mir echt leid für dich.
Danke... ( Diese Strafe zumindest, hatte ich mir nicht ausgesucht.).

Hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Acne_inversa

ist es für den geneigten Leser noch etwas aussagekräftiger beschrieben.


Ansonsten stimme ich Deinem Untertitel zu 100% zu, auch wenn ich weiß, dass kein Mensch je wirklich für sein Handeln verantwortlich sein kann, jedoch als einziger in Frage kommt, für diese Handeln die Verantwortung zu tragen.

Nur wäre es (aus gesellschaftlicher Sicht) fair, nicht noch weiteren, zusätzlichen psychischen Qualen ausgesetzt zu werden. Wäre es dies, so wäre alles gerecht und i.O. und damit alle Verbrechen der Menschheit; und die Gesellschaft, als solche, wäre einen Dreck wert - und das ist so meine Ahnung, über uns als Gesllschaft.


Geändert von Magnus (13.04.11 um 01:05 Uhr)

Da wo die Hölle ist

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Ich mache es öfter so, dass ich erstmal google, was anderen an homöopathischen Mitteln geholfen hat, wenn ich ein Problem habe. Dann schaue ich mir die Mittel an und hole mir eins. Meist haut das ganz gut hin.

Deshalb möchte ich dich gerne anregen, dich auch umzuschauen und dir Mut machen. Einige meiner Treffer.
Im Willkommen bei Akne inversa habe ich einen Beitrag gefunden, den Du auch ausprobieren könntest.
fernweh7
13-Feb-2004, 12:20 Uhr (GMT)
"Homöopathie"

Hallo, ich wollte mal meine Begeisterung mit euch teilen!
Ich leide seit ca. 10 Jahren unter Akne inversa, wie bei vielen haben auch bei mir die Doktoren nur mal das eine Mittelchen probiert, dann das andere...und nichts hat geholfen. Eine Freundin hat mich vor längerer Zeit darauf aufmerksam gemacht: Ich habe jetzt ca. 6 Wochen "Traumeel von Heel" (Apotheke, 250 Tabletten ca. 21 Euro) eingenommen, jeweils 4 Stück pro Tag, und meine Akne ist zu 92 % abgeheilt!!! Die Tabletten werde ich noch lange Zeit weiter nehmen, aber sie haben keine Nebenwirkungen, von daher stört mich das nicht. Ich bin darüber so glücklich, auch wenn die Narben noch da sind (dafür nehme ich die Silicea Salbe, glättet die Haut, gibt´s auch in der Apo) aber der Schmerz ist größtenteils weg! Mich wollten sie auch operieren, aber inzwischen bin ich der Überzeugung, daß man sich seine Krankheiten oft selbst "aussucht" um damit irgendwas in sich zu schützen oder auch um seinem inneren Leiden Ausdruck zu verschaffen"...<---Kurzfassung...ich weiß, es mag sich für manchen weltfremd anhören, aber durch Arbeit an mir selbst (Reiki) ist das für mich schlüssig geworden.
Ich hoffe, ich kann mit diesem Hinweis recht vielen von euch helfen!!! Gebt euch nicht auf,
Liebe Grüße,
Rebekka
oder hier ein anderer Bericht aus einem anderen Forum
Thema: Homöopathie hat mir geholfen Sa 15 Jan 2011 - 0:11 von geheilt
Ich bin eigentlich nur auf die Seite gekommen, um auch einmal etwas positives zu sagen. Ich hatte 2009 von Januar bis Juli 1 Op, 4 Abszesspaltungen (einer offen, zwei Tage später zwei neue, ... bis dann trozdem OP) und danach noch weitere 5 OPs, alle unter einer Achsel.
Ich schwitze wenig, rauche nicht und bin schlank (also GAR keine Rikikogruppe) dennoch...
Und die Ärzte an der Uniklinik wussten nichts weiter zu sagen, als dass das seeehr merkwürdig ist. Ich bin sogar extra in Berlin am Forschungszentrum bei einer Professorin gewesen. O-Ton:Es gibt nur OP.
Ich solle mich doch lernen damit zu leben.
Konnte ich nicht, war arbeitsunfähing und begann depressiv zu werden...
UND MAN MUSS AUCH NICHT DAMIT LEBEN!!!!
Ich habe dann Hilfe von Seiten der klassischen Homöopathie bekommen. Wir haben ein dreistündige Grundanamnese gemacht und danach hat sie mir ein auf mich abgestimmtes Mittel gegeben. Drei kleine Globoli und das wars erst einmal, ganz ehrlich glauben konnte ich nicht daran, hatte dann ein paar kleine Reaktionen, aber nichts bewegendes. War dann nach einem Monat wieder da, gleiches Spiel. So langsam wurde ich skeptisch. Und dann war er da, der neue Abszess und ich natürlich total hysterisch zur Therapeutin. Sie hat mich dann beruhigt und gesagt, sie hätte mir versprochen, ich müsste nicht mehr operiert werden und ich sollte Vertrauen haben. Sie hat mir dann wieder etwas gegeben und auf einmal ist in meinem Körper die Hölle ausgebrochen, zwei Wochen lange hatte ich nachts schreckliche Ausschläge, zwei Gerstenkörner und krustigen Ausschlag um den Mund herum, die Hölle, der Abszess ist nicht viel grösser geworden, aber dafür ganz allein nach aussen gekommen und hat sich geöffnet. Erster Sieg. Dann hat auch der Körper sich erst einmal wieder beruhigt. Hatte dann ein paar Wochen danach nochmal einen und war dann wieder bei der Therapeutin und diesmal hatte ich nur kleine Nebenwirkungen und der Abszess ist einfach von allein verschwunden.
Das ist nun über ein Jahr her, ich hatte seitdem keinen Abszess mehr und ich habe mein Leben zurück.
Das wollte ich einfach mit euch teilen und vielleicht ist es ja eine Hilfe. Der Hinweis kam damals von einer Bekannten, der es ähnlich ergangen war, dh. es hat auch schon anderen geholfen. Habe vorher einige alternative Methoden (Vitamininfusionen, Ausleitungen beim Heilpraktiker) versucht, ohne Erfolg. Also wenn ihrs versuchen wollt sucht euch einen wirklich kompetenten klassischen Homöopathen.
Viel Erfolg
Neuer Abzess
und noch das
von Roter Mohn am 17 Nov, 2005 21:58

Hallo Ihr,

jetzt möchte ich meine Geschichte mit den Abszessen auch noch hier posten. Ich hatte ca. 10 Jahre lang Probleme damit. Eine tiefgehende Fistel mit Abszessbildung am Po durch den Schliessmuskel hindurch. Konnte nicht richtig ausgeräumt werden, deshalb kam es immer wieder bzw. ging gar nicht richtig weg. Was habe ich Zeit in den Krankenhäusern
verbracht !!
Keiner der Ärzte konnte mir meine Fragen nach der Ursache beantworten. Als ich mit meinem Sohn schwanger war, war es weg und ich hatte ca. drei Jahre Ruhe. Dann kam es wieder. Und wieder wollte der Arzt sofort operieren. Da ich mich aber in der Zwischenzeit verstärkt mit Homöopathie und Naturheilkunde befasst habe, bin ich dieses Mal ( war vor vier Jahren ) einen anderen Weg gegangen und zu einer Heilpraktikerin. Die hat mir dann zum ersten Mal das erklärt, was Paul auch in einem Beitrag hier geschrieben hatte - dass es nämlich eine Art des Körpers ist, zu entgiften ( Andere Ursachen wie Diabetes, Morbus Crohn ... wurden zuvor schon bei mir ausgeschlossen ). Hurra, endlich eine Ursache und ich kann auch etwas machen !!!
Der Behandlungsplan meiner Heilpraktikerin sah dann so aus :
- Ernährungsumstellung : sehr vollwertig, sehr viel Rohkost, kein Fleisch und keine Wurst mehr ( vor allem kein Schwein ), keine Schokolade und Süssigkeiten mehr ; einzig Honig ist erlaubt
- Tee : Walnussblättertee, sowohl innerlich als auch äußerlich ( enthält viele Gerbstoffe )
- homöopathische Mittel zur Entgiftung/Stoffwechselanregung von Leber, Nieren
- Aufbauspritzen für das Immunsystem ( auch ein homöopathischer Mix, sie ist keine klassische Homöopathin )
- und schliesslich ein homöopathisches Mittel auf mich und meine Abszesse abgestimmt
Zum Öffnen des Abszesses gibt es in der Homöopathie das sogenannte 'Homöopathische Messer' : Myristica Sebifera D4 oder auch D12, das hat mit gut geholfen.
Tja, was soll ich sagen, es war nicht über Nacht weg, aber nach ein paar Monaten war es völlig ausgeheilt und seither ist es auch nicht mehr wieder gekommen. Einmal hatte ich noch einen kleinen Abszess an der Schamlippe, den habe ich dann in Eigenregie mit einem homöopathischen Komplexmittel, das speziell gegen Abszesse/Furunkel hilft und auch die Neigung dazu verbessern soll, ausgeheilt. Seit zwei bis drei Jahren bin ich frei von Abszesse. Dank der Heilpraktikerin, der Homöopathie und der Naturheilkunde !!! Die Schulmediziner hätten ewig weiter an mir herumgeschnipselt .

Hoffentlich macht dieser Bericht allen Abszess-geplagten Mut
LG
Heike Abszeß, Furunkel
Es gibt Wege neben der Schulmedizin, die sehr erfolgreich sein können.
Ich wünsche dir wirklich Erfolg das richtige Mittel zu finden.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Da wo die Hölle ist

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo magnus,

was du medizinisch erlebst, ist für chronisch kranke üblich.

zuerst ist man so verzweifelt, wütend, voller negativität, agressiv und so, wegen dem, was einem widerfährt.

ich weiss nicht, ob es dich tröstet, doch ich versuche es:
weisst du; irgendwann wirst du über all dem stehen. es wird zwar ein teil deines lebens gewesen sein und du wirst nicht gerne daran denken. doch es wird dich nicht mehr quälen. du wirst es einfach hinnehmen und trotzdem wieder glücklich sein können.

freu dich einfach darauf, dass für dich wieder bessere zeiten kommen werden.

nicht das, was du erlebst wird besser sein.
bzw. wirst du es nicht mehr so oft erleben, wenn du deinen platz gefunden hast und zur ruhe kommst.
du wirst trotz der krankheit lernen, friedlich zu leben. auch wenn immer wieder solche anstrengende dinge dich quälen werden. du wirst immer mehr wieder schöne momente haben.
nein: du wirst nicht mehr der alte sein. es wird nicht alles, wie es früher war. es wird nicht besser oder schlechter. es wird einfach anders. du wirst dir dein glück neu suchen müssen.

was du durchmachst, macht jeder mit einer chronischen krankheit durch.
jeder durchlebt verschiedene verhaltensweisen und umgangsmöglichkeite im krankheitsprozess:
1. schock:
- verdrängung: oft verleugnet man zuerst, krank zu sein. man versucht es sich auszureden.
- verleugnung, verheimlichung: danach verleugnet man üblicherweise, chronisch krank zu sein und verbirgt es vor allen.
2. aggression, wut, zorn:
- ablehnung: man fagt sich, warum man das verdient hat, schimpft über seine sitzation, versucht, sich der annahme zu widersetzen.
3. depression:
- verzweiflung: man fühlt sich ausgeliefert und einfach nur schlecht, minderwärtig, verliert an selbstbewusstsein, sucht hilfe, kann sie aber nicht annehmen.
4. verhandeln mit dem schicksal:
- kämpfen: man versucht mit allen mitteln gegen die krankheit anzukämpfen, macht viele therapien, hat hoffnung, geheilt zu werden und macht alles dafür.
5. akzeptanz:
- annahme, anpassung: man akzeptiert, krank zu sein, nimmt die krankheit an, passt sich an die neue situation an und versucht, trotz der krankheit gut zu leben.

die phasen überschneiden sich meist, doch kann man trotzdem so ein schema wahrnehmen. bei mancen leuten mehr, bei manchen weniger.

du kommst mir sehr stark aggressiv, wütend und zornig rüber, wobei es bei dir schon in richtung verzweiflung geht, gegen dir du dich aber nioch auflehnst.

ich schreibe dr das nur, um dir versuchen, hoffnung zu machen.
du bist nicht der einzige, welcher diese dinge erlebt hat.
manche erleben sie mehr, andere weniger.
du bist aber stark, auch da raus zu kommen. du darfst nicht an dir zweifeln. egal, was du erlebt hast und was andere dir antun. du bist immer noch dich selbst und hast alleine die macht, über dich zu bestimmen. du kannst eine situation als chance nehmen und an ihr wachsen, oder dich von ihr unterkriegen zu lassen. das liegt alleine an dir.

ich finde es übrigens schrecklichst, wenn du dein erlebtes mit einem kz vegleichst. es macht mir fast den anschein, als kannst du überhaupt nicht nachempfinden, was dort abgegangen ist.
okay; die kz-häftlinge waren vielleicht stärker in ihrer seele als du und konnten über ihr schicksal stehen. so gesehen, empfindest du dein erlebtes vielleicht schlimmer als ein kz. das bist aber du, welcher sich sein kz macht. du erlebst schlimmes, aber was du daraus machst ist deine sache.
mich macht nicht wütend, was du erlebst. das erleben viele chronisch krank.
mich macht wütend, dass du es als kz bezeichnest. mich macht wütend, was du daraus machst. ja; ich habe auch phasen hinter, vor und neben mir, in denen ich über alles schimpfe, wütend, verzweifelt und agressiv bin. ich würde aber nie wagen, alles mit einem kz zu vergleichen, da es alleine meine sache ist, was ich aus einer situation mache.

viele grüsse von shelley
__________________
IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Geändert von Malve (13.04.11 um 07:05 Uhr)

Da wo die Hölle ist

Nischka ist offline
Beiträge: 1.516
Seit: 02.01.11
Hallo Shelley,
chronisch krank und chronisch krank ist nicht miteinander zu vergleichen, es gibt sehr viele verschiedene Formen. Und ich finde es schwierig, über jemand anderen zu urteilen bzw. ihm Ratschläge in der Form zu geben. Du kannst nicht wissen, ob ein Ratschlag gerade ein passendes Mosaiksteinchen ist oder nicht. Bei sehr stark leidenden chronisch Kranken passen eben die meisten von außen kommenden Mosaiksteinchen nicht.
Ich habe in meinem Leben sehr viele chronisch kranke Menschen kennengelernt, und ich weiß, daß vieles für andere (auch chronisch Kranke) nicht nachvollziehbar ist. Jede/r hat ein eigenes Gemisch an Beschwerden, und die Intensität kann auch sehr unterschiedlich sein.
Wenn man z. B. das Wort Depression einwirft, versteht jede/r etwas anderes darunter, nämlich das aus der eigenen Erfahrung. Aber nie ist es wirklich möglich, die eigene Form der Depression einem anderen Menschen - auch wenn er selbst depressiv ist - zu vermitteln.
Und ich habe von den sehr stark Leidenden grundsätzlich die Vergleiche mit Hölle oder KZ oder Folter gehört. Ich glaube diesen Menschen das, was sie empfinden. Und ich glaube auch, daß ich manches evtl. nicht nachvollziehen kann. Ich würde, aus Respekt dem gegenüber, nie auf die Idee kommen, dem anderen vorzuschlagen, es sei gut für ihn oder sie, dieses Schicksal "anzunehmen". Was ist dieses Annehmen überhaupt? Ist es nicht erstmal ein Konzept - aus Unwissenheit? Ist es nicht eine normale Reaktion eines Menschen, der irre leidet, erstmal sozusagen zu schreien, sich zur Wehr zu setzen? Und wenn es lange andauert (Jahre oder länger), vielleicht ist es so, daß ein Mensch - bevor er sein Leben ganz aufgibt - in diesem Wehren bleibt, als natürliche Reaktion. Wie beispielsweise jemand, der in einem Raum mit Giftschlangen gefangen ist und darauf angewiesen, die Schlangen abzuwehren.
Ich meine, daß es Erleidensformen gibt, bei denen es definitiv nicht möglich ist - und wenn es streckenweise ist -, es sich gutgehen zu lassen. Es gibt Zustände, die rauben einem "den letzten Nerv", so daß man aus jeglicher Norm rauskatapultiert ist. Da nützt "geistige Intervention" nichts. Man kann den besten Willen haben, sich "zu verändern", aber es gelingt nichts. Ich kenne Menschen, die jahrzehntelang alles versucht haben und nicht wirklich weitergekommen sind, trotz bester Ansätze.
Ich wünsche Magnus, daß er einen Knackpunkt in seinem Perpetuum mobile findet, an dem er ansetzen kann, um sich wenigstens ein Stückweit zu helfen, daß also Sympathicus und Parasympathicus doch noch irgendwie besser arbeiten und er wieder Momente des Lachens haben kann!

Da wo die Hölle ist

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo nischka,

ich schreibe aus eigener erfahrung und aus mir persönlich mitgeteilter erfahrung von verschiedenen leicht bis schwerst chronisch kranken.

depression kommt vom lateinischen: de-pressare = zusammendrücken, niederdrücken.

was du darunter verstehst oder andere, das weiss ich nicht.
ich verstehe die herkömmliche bedeutung und wende das wort auch dementsprechend an.
für obige anwendung: auch der verlust von selbstwertgefühl wird unter depression genannt, da das selbst-wert-gefühl an wert gemindert wurde - der wert ist gesunken, niedergedrückt worden. - als beispiel.

mehr will ich dir nicht schreiben. du kennst mich nicht und erkennst mich - wie es mir scheint - auch nicht durch das, was ich schreibe.
ich habe das gefühl, dein beitrag ist mir gegenüber sehr wertend.

viele grüsse von shelley
__________________
IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Geändert von Shelley (13.04.11 um 07:02 Uhr)

Da wo die Hölle ist

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Magnus,

so traurig Dein Thema ist: Du schreibst hervorragend, und ich wünsche Dir, daß es bald einen Anlaß gibt, ein ganzes Buch zu schreiben, mit dem Du anderen einen Weg aus dem Elend zeigen kannst.

Ich bin noch viel mehr medizinischer Laie als Du, aber mir spukt die ganze Zeit der Begriff "biogene Amine" im Kopf herum. Davon gibt es ja eine ganze Menge, und Adrenalin gehört auch dazu.

http://www.symptome.ch/vbboard/hista...verin-u-a.html
http://www.symptome.ch/vbboard/hista...tml#post629583

Wenn die Abbauwege gestört sind, dann könnte das bedeuten, daß auch andere biogene Amine wie z.B. das Histamin auch nicht einwandfrei abgebaut werden kann, was eine Menge an Beschwerden mit sich bringen kann.

http://www.symptome.ch/vbboard/hista...-typ-hnmt.html

Wie gesagt: das ist nur eine ungefähre Idee und mag ganz falsch sein. Ich wollte sie trotzdem erwähnen.

Grüsse,
oregano

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