Verdacht auf Borreliose

04.04.11 09:08 #1
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edelcat ist offline
Beiträge: 33
Seit: 01.02.08
Hallo und Grüsse an alle,
ich weiß, ich bin schreibfaul, habe aber ein schreckliches Jahr hinter mir, meine Mutter hatte Magenkrebs und ist am 2.Weihnachtstag gestorben. Da sie 150 km entfernt wohnt, war ein ein stressiges Jahr, sowohl in physischen als auch im psychischen Sinne, da ich sehr an ihr gehangen habe.
Ich trauere noch sehr um sie.

Doch nun zu meinem Problem.
Vor nahezu 13 Jahren hatte ich beim Duschen und Haarewaschen eine Zecke im Nacken entdeckt. Ich hatte erst gedacht, ich hätte dort einen Pickel, den ich aufkratzen wollte, ich hatte das Vieh letztendlich in der Hand. Hatte, so unwissentlich wie ich war, mir aber nicht viel dabei gedacht, da ich auch die Tage danach weder Nackensteife o.ä.hatte. An Borreliose hat ja auch keiner gedacht. Doch, etwas leicht erhöhte Temperatur hatte ich, aber mein Arzt, dem ich damals auch von der Zecke erzählzt hatte, hat gesagt, keine Nackensteife, keine Wanderröte, es wäre ein normale Erkältung.

Und nun wird es immer schlimmer, Sehstörungen, die der Augenarzt sich nicht erklären kann, Doppeltsehen, Kopfschmerzen, Nackensteife bis hinunter zur Taille, Gelenkschmerzen, Lähmungserscheinungen in den Armen und Beinen, Schwindel, Dauermüdiglkeit und dauerhaftes Frieren, egal, wo warm es draussen ist.

Mein Arzt hat mich längst zum Hypochonder erklärt, mir sogar letzten Monat einen Überweisung zum Psychiater mitgegeben, ich habe mittlerweile schon das vierte Mal den Arzt gewechselt. Da ich hier in einer Vorstadt wohne, gibt es auch nicht viel Auswahl.

Bin ich wirklich verrückt?
Okay, ich habe atrophische Hashi encepahlitis, ist aber unter Kontrolle und ich bin lt. Spezi gut eingestellt. Kann also daran nicht liegen. War nämlich meine letzte Hoffnung. Jetzt weiß ich nicht mehr weiter.
Kann kaum noch autofahren, da mir da Schalten und kuppeln wehtut, arbeiten fällt mir schwer, da die Konzentriertheit fehlt. Kann aber auch nicht an meiner Trauer liegen, da die Symptone schon seit Jahren da sind, aber immer akuter werden. Habe mich aber nicht darum kümmern können,

Hatte ehrich gesagt, die Zecke auch vergessen, bis mein ehemaliger Nachbar im Januar mich im Gespräch darauf brachte, als ich ihm meine Symptome schilderte.

Wer kann mir helfen? Bin verzweifelt

Edelcat
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Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Bertolt Brecht

Verdacht auf Borreliose

Quittie ist offline
Beiträge: 3.121
Seit: 20.12.09
Hallo Edelcat,

erst einmal mein Mitgefühl um deine Trauer deiner Mutter.

Der Verdacht einer Borreliose liegt schon nahe aufgrund der Tatsache des Zeckenstiches in Verbindung mit deinen Symptomen und daher würde ich mich auf keinen Fall in die Psychoecke drängen lassen!
Eine Wanderröte oder Nackensteife muß nicht zwangsläufig auftreten, erstere erscheint eh nur in 30-50% aller Fälle. Oft beginnt eine Borreliose auch nur mit Allgemeinsymptome wie z.B.ein Grippegefühl. Kamen danach dann so allmählich die anderen Symptome? Ein seelisches Trauma wie der Verlust eines geliebten Menschen kann die Infektion dann noch verschlimmern bzw. erst richtig zum Ausbruch kommen lassen, da dadurch das Immunsystem geschwächt werden kann.

Eine Hashimoto-Thyreoiditis kann auch in Folge einer Borreliose entstehen.

Hatte ehrich gesagt, die Zecke auch vergessen, bis mein ehemaliger Nachbar im Januar mich im Gespräch darauf brachte, als ich ihm meine Symptome schilderte.
Das passiert vielen, da auch nach mehreren Jahren dann oft die auftretenen Beschwerden nicht mehr damit in Verbindung gebracht werden.

Wurde bei dir von den bisher aufgesuchten Ärzte schon mal auf Borrelien hin getestet mit einem Elisa und Westernblot?

Ich denke, in deinem Fall ist es besser, wenn du dir gleich einen borrelioseerfahrenen Arzt suchst, der das alles abcheckt, und auch dein Blut in ein gutes Labor für Borreliendiagnostik schicken wird und dein klinisches Bild damit zusammen interpretieren kann.

Du könntest es beim Borreliose-u. FSME-Bund versuchen

Startseite

einen kompeten Arzt zu finden oder bei den Selbsthilfegruppen oder Kontaktstellen in deiner Nähe

Beratungsstellen des BFBD

oder hier

BZK - Bundesverband Zecken-Krankheiten e. V.

Hier noch Infos zu Borreliose,

http://www.symptome.ch/vbboard/borre...insteiger.html

denn es ist das Beste, sich darüber gründlich zu informieren, denn es gibt auch viele Probleme in der Diagnostik und Therapie, welche man wissen sollte.

Viele Grüße Quittie
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Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert. (Aldous Huxley)

Verdacht auf Borreliose

edelcat ist offline
Themenstarter Beiträge: 33
Seit: 01.02.08
Danke, Quittie,

erst einmal vielen Dank für deine Anteilnahme.

Die Hashi war viel früher, auch unentdeckt, na, vor 20 Jahren hatte man wahrscheinlich noch keine Ahnung. Ich habe noch das Bild vor Augen, als die Ärzte vor dem Ultraschallbild standen, 5 Stück an der Zahl und fragten "Ja, wo ist sie denn?"

Ja, die anderen Symptome kamen dann so allmahlich, aber erst Jahre danach, erst die Gliederschmerzen, Taubheitsgefühle, manchmal kann ich vor Schmerzen nicht laufen. Seit 1 1/2 Jahren habe ich mit Doppeltsehen zu kämpfen und starken Schwindelgefühlen. Sie Schmerzen weurden auch schlimmer.

Getestet wurde gar nichts, bin doch Hypochonder, hier in der Nähe gibt es anscheindend keinen guten Arzt. Wohne in Limburg, war bis nach Wiesbaden. Nichts.

Danke für deine Links. Werde mich da mal schlau machen.

Liebe Grüsse

Edelcat
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