Zusammenhang zwischen Lungenentzündung und BWS Problem?

03.04.11 14:05 #1
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Fairy ist offline
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Seit: 03.04.11
Hallo an Alle!

Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Die Geschichte ich ziemlich verzwickt.

Letztes Jahr im April wurde bei mir eine SDÜ festgestellt. Ich bekam Diamazol, die Einstellung lief problemlos. Dann, 6 Wochen später, habe ich das Diamazol nicht mehr vertragen. Die weißen Blutkörperchen waren bis auf 800 abgefallen. Also Krankenhaus, hier wurde noch eine Lungenentzündung mit Pilzbefall festgestellt (Die war übrigens völlig schmerzlos).
Ich bekam Antibiotika und ein Pilzmittel. Und auf die Medikamente eine fette Allergie. Der ganze Körper war krebsrot, vom Kopf ausgehend. Später kamen noch rote Pusteln dazu, die dann auch noch anfingen zu jucken.

Da die Leukos noch weiter fielen und man deutlich merkte, daß die Ärzte nicht recht wußten, was tun, wurde ich in eine Uniklinik verlegt. Dort kam ich auf eine Isolierstation, der Befund Leukämie, der im Raum stand, wurde sofort ausgeschlossen.
Nach Ausheilung von der Lungenentzündung wurde die Schilddrüse mit der Radiojodtherapie zerstört. Das Antibiotika war abgesetzt, ich hatte aber noch immer das Pilzmittel und Cortison.

Zuhause dann, nach dem Absetzen dieser Medikamente, wieder die massiver Allergie. Also noch Hausarzt, nach 6 Wochen mit Cortison war die Allergie weitgehend besiegt (Es bleibt eine Neigung, im Gesicht ganz schnell sehr rot zu werden). Auslöser war das Pilzmittel, der Hautarzt sieht das auch so, die Tests sagen es, die Klinik hält es für völlig unmöglich.

Jetzt ging ich wieder arbeiten, 4 Wochen, dann hatte ich 4 Wochen Urlaub. Was evtl. für später wichtig ist, ich hatte hier gearbeitet und Erde geschaufelt. In meiner letzten Urlaubswoche dann plötzlich Schmerzen im Brustbereich. Ausgehend von der Brustmitte, das strahlte aus bis in die Arme und runter bis zu den Knien. Und wurde ständig schlimmer. Am Samstag dann
bin ich ins Krankenhaus gefahren, weil ich tierische Schmerzen hatte im ganzen Brustbereich und außerdem kaum noch Luft holen konnte.

Die Diagnose war dann, Lungenentzündung und Rippenfellentzündung. Außerdem Wasser zwischen Lunge und Rippen, was hier aber nur am Rand erwähnt wurde.
Nach 10 Tagen wurde ich entlassen. Das Ganze war noch nicht ausgeheilt, aber ich konnte in diesen Betten absolut nicht mehr liegen. Ein alter BSV in der LWS machte sich unangenehm bemerkbar. Den habe ich normalerweise mit Gymnastik gut im Griff, jetzt konnte ich kaum noch gerade stehen. Außerdem bekam ich durch massive Verspannungen im Rücken- Halsbereich Migräneanfälle, die erst behandelt wurden, als mein Mann sich draußen auf dem Flur lautstark mit dem Klinikpersonal gestritten hat.

Zur weiteren Behandlung ging ich zu einem Lungenfacharzt. Den störte jetzt das Wasser. Es wurde schließlich eine Biopsie gemacht und das Wasser untersucht, sowie eine Lungenspiegelung durchgeführt. Ergebnis, sehr seltene Keime in der Lunge. Also anderes Antibiotika.
Durch die Spiegelung bekam ich dann aber üblen Reizhusten, wodurch die Lungenentzündung wieder richtig aufflammte. Das Wasser stieg auf 2 Handbreit an, auch am Herz wurde Wasser festgestellt. Also wieder Krankenhaus, diesmal eine Fachklinik für Lungenerkrankungen. Dort wurde das Wasser abgezogen, um die Atemnot zu bekämpfen.
Und nach einigen Untersuchungen waren sie die sicher, daß die Entzündung nicht aus der Lunge käme, sonden die Lunge von irgendwas im Körper krank gemacht wird.
Nächstes Krankenhaus, eine Spezialklinik für Rheuma und Immunologie.

Es wurden Unmengen an Tests und Untersuchungen gemacht. Aber nichts gefunden. Nur eine leichte Abweichung von der Norm, die auf irgendeine seltene Form von Rheuma hindeuten könnte. Aber alle Werte sehr grenzwertig, m.M.n.ist das geraten und keine Diagnose. Deshalb habe ich die Therapie mit Cortisoninfusionen über 14 Tage klar abgelehnt. Worauf der Arzt sauer war.
Am nächsten Tag dann völlig überraschend die Entlassung, jetzt hieß es, vermutlich durch die Schilddrüse ausgelöst. (Die Werte lagen mittlerweile in der Unterfunktion, die Einstellung war noch nicht beendet.) Vorschlag war, erst die Schilddrüsenwerte einzustellen und wenn dann wieder Probleme auftreten, wiederkommen für s.o.

Bis Ende Januar war ich dann noch krankgeschrieben. Ab Februar ging ich wieder in die Arbeit, ich fühlte mich im großen und ganzen gut.

Letztes WE habe ich hier am Hof gearbeitet. Und habe Erde geschaufelt. Danach war da so ein komisches Kribbeln am Rücken, das lief den Rücken rauf und über die Schultern weiter. Nicht direkt schmerzhaft, aber unangenehm. Am Di mußte ich in der Arbeit was schweres heben.
Und in der Nacht von Di auf Mi kamen Schmerzen im Brustbereich. Allerdings an einer anderen Stelle als im Herbst. Damals war das vorne in der Mitte, jetzt eher hinten ein wenig tiefer.
Die Schmerzen wurden stärker, am Do morgen ging ich zum Arzt. Die Hausärztin meinte das kommt von der Wirbelsäule. Ich bekam Bestrahlungen und Schmerzmittel. Am Fr war ich wieder da, wieder Bestrahlungen. Die Schmerzen waren stärker geworden, verlagerten sich jetzt in beide Schultern und gingen bis runter an untere Ende von den Rippen.
Ich bekam noch ein Mittel zur Muskelentspannung und ein Rezept für KG.

Nachts wurden die Schmerzen richtig schlimm. Und ähneln jetzt doch ziemlich deutlich den Schmerzen damals im Herbst. Das Muskelentspannungsmittel vertrage ich nicht, ich konnte nicht mehr aufrecht stehen und schon gar nicht in eine bestimmte Richtung laufen. Außerdem wurde mir tierisch kalt, die Beine und Füße waren Eisklumpen trotz elektr. Wärmedecke im Bett. Es dauerte bis 2 Uhr nachts, bis ich aufstehen und mir warme Socken und was warmes zu trinken holen konnte. Bis dahin hat es mich richtig geschüttelt.

Liegen konnte ich mittlerweile auch nicht mehr richtig, es war einfach keine schmerzfreie Stellung zu finden.

Samstag verschlechterte sich das Ganze nochmal, jetzt konnte (und kann) ich mich gar nicht mehr hinlegen. Ein bißchen schlafen war heute nacht nur in sie einem halben Sitzen möglich. Auch bücken geht nur sehr begrenzt, nur wenn ich in die Knie gehe mit Schwierigkeiten, vornüberbeugen ist völlig ausgeschlossen.
Die Schmerzen haben sich jetzt auf die linke Rippenseite und unter dem linken Schulterblatt konzentriert, sowie der Muskel, der oberhalb vom Herzen nach innen läuft. Im Herbst war auch alles linkslastig.

Jetzt frag ich mich, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Erkrankung im Herbst und jetzt. Die 1. Lungenentzündung im Sommer hatte eine Erklärung und war nachvollziehbar. Die im Herbst nicht.

War das evtl. auch eher ein Problem von der Wirbelsäule? Wurde da in die komplett falsche Richtung gesucht?
Ist jetzt in dieser akuten Phase KG überhaupt sinnvoll? Jede Bewegung ist irre schmerzhaft, und anfassen geht gar nicht!
Soll ich auf einer Überweisung zu einem Orthopäden bestehen?
Kann durch die BWS Problematik eine Lungenentzündung ausgelöst werden? Ich habe eine Tabelle gefunden, in der wird wirklich der 3 Brustwirbel für Lungenprobleme verantwortlich gemacht.
Im Umkehrschluß heißt das aber auch, daß ich jetzt wieder mit einer Lungenentzündung rechnen muß?

Und falls wieder Krankenhaus ansteht - wohin dann?

Tut mir leid, daß es so lang geworden ist. Aber ich denke, daß die Vorgeschichte hier wichtig ist zum Verstehen.

Oh man, ich habe so Angst, daß das Ganze wieder von vorne losgeht und eine Geschichte ohne Ende wird.

Viele Grüße
Fairy

Zusammenhang zwischen Lungenentzündung und BWS Problem?

Fairy ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 03.04.11
Heute ist die Diagnose wieder völlig anders. Jetzt ist wieder am (nicht im!) linken Lungenflügel Wasser, ca. 3 - 4 Fingerbreit hoch. Und dazu eine größere Wassereinlagerung im Herzmuskel.

Momentane Therapie: Antibiotika, Schmerzmittel und Cortison.

Und niemand hat eine Erklärung, warum und wo das herkommt.

Jetzt ist mein Titel wohl doch eher falsch. Richtiger wäre wohl "Was kann immer wiederkehrende Wasseransammlungen und Rippenfellentzündung auslösen?

Vielleicht hat dazu jemand eine Idee?

LG Andrea

Zusammenhang zwischen Lungenentzündung und BWS Problem?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Fairy,

ist denn die Lungenentzündung wirklich ausgeheilt gewesen? Bist Du auf Tuberkulose untersucht worden?
Ich möchte hier keine Gespenster aufstellen, aber irgendwo muß das ganze doch wirklich herkommen. Und eine Rippenfellentzündung scheint ja eine Folge einer Infektion zu sein?

www.medizinfo.de/immunsystem/erkaelt/pleuritis.htm

Kannst Du nicht in eine Lungenkrankheiten-Klinik gehen und Dich richtig päppeln lassen?
lungenklinik - Google-Suche

Grüsse,
Oregano

Zusammenhang zwischen Lungenentzündung und BWS Problem?

Fairy ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 03.04.11
Oregano, ich war letztes Jahr in einer Lungenklinik. Und die haben mich dann weitergeschickt in die Klinik für Rheuma und Immunologie. Deren Aussage, die Lunge selbst ist gesund, es geht nicht von der Lunge aus, sondern die Lunge wird von irgendwas angegriffen.
Deshalb die Immunologie. Nur die haben auch nichts gefunden.

Und ja, es wurde kontrolliert, ob ausgeheilt war. Es war kein Wasser mehr, die Entzündungswerte waren wieder normal, ich fühlte mich gut. Nur der Muskel vom Herz zur Mitte hat eigentlich die ganze Zeit noch etwas geschmerzt. Aber nicht viel.

Und ich denke schon, daß die TBC untersucht haben. Die haben alles untersucht, was irgendwie denkbar wäre. Und da war ja auch eine Lungenspiegelung mit Gewebeentnahme. Spätestens da hätte das doch bemerkt werden müssen?

LG
Fairy

Zusammenhang zwischen Lungenentzündung und BWS Problem?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Fairy,

das ist ja ganz schön schwierig, und Du mitten drin mit Schmerzen, Ängsten, anscheinend hilflosen Ärzten ....

Mir fällt leider nichts ein, und ich wünsche Dir, daß Du etwas hilfreichere Antworten bekommst.

Alles Gute,
Oregano


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