Mir geht es immer schlechter und ich weiß nicht, warum...

15.03.11 19:48 #1
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Mir geht es immer schlechter und ich weiß nicht, warum...

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Noch einmal zurück zum letzten Sommer
Angefangen hat alles letztes Jahr im Sommer
.

Gab es irgendwelche Ereignisse vor dem letzten Sommer bzw. im Sommer, die mit der Entwicklung Deiner "Zustände" zusammen hängen könnten:

- Umzug, Schwangerschaft/Geburt, Unfall, neue Möbel/Teppiche usw., Zahnbehandlung (was wurde gemacht?), Medikamente, Krankheit, Mobilfunkmast in der Umgebung, W-Lan ....?

Grüsse,
Oregano

Mir geht es immer schlechter und ich weiß nicht, warum...

Kathrinna ist offline
Themenstarter Beiträge: 30
Seit: 07.03.11
@Oregano: Ja, meine Tochter hatte ja nach der Geburt eine Hirnblutung. Sie ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und schwerstbehindert. Ich war 7 Wochen lang auf Intensiv mit ihr. Es war sehr traumatisierend. Hatte ich aber auch geschrieben in meinem langen Eingangstext. Aber da habe ich ja so viel geschrieben, das kann man sich ja gar nicht merken.
Einige Monate später bekam ich dann meine erste Attacke.

Ich habe so große Angst davor Diabetes zu haben. War bei einer Diabetologin, die meinte aber, es wäre alles ok. Diabetes 1 wurde ausgeschlossen (fehlende Antikörper, oder was auch immer die da getestet haben).
Musste auch meinen Blutzucker messen zu Hause mit dem AkkuCheck. Habe ich etwas zu ernst genommen, sodass meine Finger hinterher schon blau und zerstochen waren... ich habe einfach so eine Angst vor Unterzuckerungen, weil ich ja auch manchmal so ein komisches Gefühl im Mund habe bzw. ein leichtes Taubheitsgefühl in der Oberlippe. Aber das habe ich auch nach Mahlzeiten. Außerdem hatte ich während der ersten Attacke, wo der Notarzt kam, das Gefühl, dass ich vl. unterzuckert wäre. Die Sanitäter haben aus der Fingerkuppe Blut entnommen, da war der Wert aber bei 107.
An dem Tag habe ich, glaube ich, 1/4 Bromazepam genommen (Benzodiazepin). Weil es mir nicht so gut ging. Das war zu der Zeit leider öfter Mal der Fall, dass ich das geschluckt habe. Ansonsten habe ich zu der Zeit noch keine Medikamente eingenommen.
Es war auch sehr warm an dem Tag, es war halt Mitte Juli. Wobei der Anfall abends um 22 Uhr war, da war es schon recht kühl.

An meinen Zähnen wurde seit 2005 nix mehr gemacht und eine Zecke hatte ich auch noch nie. Zumindest nicht, dass ich wüsste. Insektenstiche habe ich auch nicht oft, die bekommt mein Mann immer ab.

Geändert von Kathrinna (15.03.11 um 22:34 Uhr)

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Flummi ist offline
Beiträge: 369
Seit: 29.07.09
Den Medis nach die Du so bekommen hast bist Du ziemlich sicher auf Generalisierte Angststörung oder Panikstörung diagnostiziert (ersteres würde sehr viel eher passen). Das hat meine Freundin auch und die nimmt ein relativ ungewöhnliches Medikament dagegen: Risperdal. Das ist eigentlich ein hammerstarkes Neuroleptikum gegen Schizophrenie, aber man kann es in Mini-Dosierung (2 * 0,5mg bis 1mg tgl.) auch gegen Angst nehmen. Meine Freundin hat eine ähnliche Palette von Beschwerden wie Du und die sind ca. zwei Wochen nach Therapie-Beginn weggegangen. Sie hat überhauptkeine keine Angst mehr, kann wieder alles essen, hat keine Sehstörungen mehr das und Hautbrennen an den Oberarmen und Oberschenkeln ist weg und viele andere kleine Symptome sind verschwunden. Sie fühlt sich damit wohl, ist aber geringfügig sediert und hat 9kg zugenommen (wird aber nicht mehr). Frag deinen Arzt mal danach!
Dass das Fluoxetin bei dir so angeschlagen hat ist übrigens nicht vorhersehbar bzw. sowas musste einfach probiert werden. Die Wirkstoffgruppe (SSRIs) ist bei chronsicher Angst eigentlich das Mittel der ersten Wahl weil die i.d.R. effektiv wirkt und wenig Nebenwirkungen hat - die meisten Angsties kommen gut damit klar. Bei anderen geht das wie bei dir geschehen ganz heftig nach hinten los.
Lass dir übrigens nix erzählen: kein Mensch wie solche Angststörungen entsthehen, es gibt nur Theorien darüber. Mit einer anderen Ernährung, Zahnsanierung und was weiß ich nicht für welchen Humbug wirst Du das nicht los.
Falls Du nicht glaubst, dass deine Symptome hauptsächlich psychisch bedingt sind, dann lass dir mal eine kleine 20er-Packung Tavor oder Valium verschreiben. Das nimmst Du einmal und Du wirst höchstwahrscheinlich erleben, dass alle deine Symptome innerhalb von weniger als 30min. abklingen. Leider kann man solche Medis nicht länger (ne Woche geht noch ok) nehmen da die ein hohes Suchtpotential haben. Bitte versuch nicht dich auf eine Dauereinnahme einzustellen!
Was man außerdem mal kurzfristig probieren könnte ist die Gabe von Cortison (z.B. Prednisolon/20mg). Man hat festgestellt, dass Leute mit chronischer Angst zu wenig Cortisol produzieren (daher übrigens auch die Überempfindlichkeitsreaktionen in Bezug auf Nahrung, Allergien etc.!) - google mal nach "Cortisol Angst"!. Das körpereigene Cortisol ist eigentlich ein Stresshormon, aber eine geringe Dosis davon kann seltsamerweise Angst ausschalten - und zu viel findet man bei Leute mit Depressionen. Es scheint also das richtige Mittelmaß zu sein was einen Menschen Wohlbefinden gibt!
Ich wünsche dir viel Kraft und möglichst gute Besserung!

Geändert von Flummi (16.03.11 um 04:07 Uhr)

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anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Lass dir übrigens nix erzählen: kein Mensch wie solche Angststörungen entsthehen, es gibt nur Theorien darüber. Mit einer anderen Ernährung, Zahnsanierung und was weiß ich nicht für welchen Humbug wirst Du das nicht los.
Liebe Kathie, den Satz solltest Du gar nicht beachten.
Natürlich können Ernährung und andere äußere Einflüsse sich auf die Psyche auswirken.
Genauso wie eine nicht richtig funktionierende Schilddrüse zu wenig oder zu viele Hormone herstellt und sich auch auf das seelische Gleichgewicht auswirkt.

Bei Dir ist sicher schon von Kindheit an eine Unverträglichkeit da.
Dein Immunsystem konnte lange Zeit damit fertig werden, bis Du großem Stress ausgesetzt warst.
Dann war es überlastet und überfordert.
Sowas kommt vor.
Unser Körper ist keine Maschine, die bei Knopfdruck funktioniert, sondern System, was aus dem Gleichgewicht kommen kann.
Selbst psychische Probleme beruhen meistens auf einem Mangel oder einer Fehlfunktion. (Ich schreibe meistens, weil ich kein Experte bin und mir kein Fachwissen anmaße).
Mit Tabletten kann man sein Hirn beruhigen, behebt aber die Ursachen nicht.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Kathrina,

ich hatte wirklich überlesen, daß Du eine schwer behinderte Tochter hast. Das tut mir sehr leid, und das ist natürlich wirklich viel Stress, der auf Dauer zu totaler Erschöpfung auf allen Ebenen führen kann.

Hast Du Dich inzwischen schon mit der Histamin-Intoleranz beschäftigen können? Gerade bei hohem Stress kann das Histamin eine Rolle spielen.
Histamin-Intoleranz

Grüsse,
oregano

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Kathrinna ist offline
Themenstarter Beiträge: 30
Seit: 07.03.11
@Flummi: Ich weiß ja, dass die Psyche viel machen kann. Nur sagt mir mein Gefühl eben, dass da noch mehr ist.
Was zuerst da war... das werde ich wohl nie rausfinden.
Das ist wohl wie die Frage, was zuerst da gewesen ist... die Henne oder das Ei?
Tavor oder irgendetwas anderes aus der Gruppe der Benzodiazepine darf ich nicht nehmen, weil ich letztes Jahr schon eine leichte Abhängigheit hatte.
Hatte das Zeugs ja über 3 Monate genommen und auch vorher auf der Intensivstation mit meiner Tochter, weil ich es anders nicht mehr ausgehalten habe. Zwar nur eine Minidosis, aber immerhin. Zu der Zeit war mir einfach alles egal (außer meine Kinder).
Es ist auf jeden Tal höchinteressant für mich zu lesen, dass deine Freundin auch so ein Brennen in den Oberarmen hatte! Das habe ich ja auch! Schreckliches Gefühl...

Geändert von Kathrinna (16.03.11 um 11:06 Uhr)

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Kathrinna ist offline
Themenstarter Beiträge: 30
Seit: 07.03.11
@Oregano: Ja, ich beschäftige mich schon seit gut einer Woche mit der HI.
Wie gesagt, aufmerksam bin ich geworden, als ich bei diesen Anfällen so ein brennen in den Armen und im Nacken hatte.
Dann habe ich rückwirkend überlegt, was ich da gegessen hatte:
Einen Abend zwei eingelegte Sahneheringe, also zwei so lange Dinger... dann JEDEN Abend Nüsse, und das nicht zu knapp (Studentenfutter mit Walnüssen, Cashewkernen, Haselnüssen etc. ...)... dann noch etwas Thunfischsalat. Dann habe ich jeden Tag eine Banane gegessen und ein 1-2 Kiwis. Abends auf's Brot dann auch mal eine Scheibe Käse und Salami. Und auch mal ein geräuchertes, polnisches Würstchen, was ich so liebe. Tja. Das ist ja alles nicht so super bei HI - wenn's das denn überhaupt ist! Lángsam bekomme ich richtige Angst davor!
Wer weiß, vl. habe ich das nicht vertragen? Mir ging es den ganzen nächsten Tag über schlecht und es zog sich noch ein paar Tage. Also es ging mir quasi noch schlechter als schlecht. Es hat lange Zeit gedauert, bis es etwas besser wurde und ich hatte zu der Zeit öfter mal diese Anfälle. Deshalb war es auch so schwer für mich, die Ärzte aufzusuchen. Ich hatte tlw. schon richtig Angst aus dem Haus zu gehen, weil es mir so übel ging. Allein Autofahren ging auch eine Zeit lang gar nicht. Es war so schwer überhaupt zu einem Arzt rauszufahren und jetzt geht das alles von vorne los... aber seltsamerweise "freue" ich mich auf den Besuch bei der Heilpraktikerin, vielleicht, weil sie mir schon am Telefon gut gefallen hat. Mal abgesehen davon, dass ich da ALLEIN hin muss und ALLEIN 40km bis dorhin fahren muss... Vielleicht geht es ab Freitag endlich wieder bergauf...

Geändert von Kathrinna (16.03.11 um 11:40 Uhr)

Mir geht es immer schlechter und ich weiß nicht, warum...

Kathrinna ist offline
Themenstarter Beiträge: 30
Seit: 07.03.11
@Anonym: Ich nehme auch nicht wirklich gern Tabletten ein. Das Mirtazapin wurde mir in der psychiatrischen Klinik gegeben, als nix mehr ging.

Ich habe jetzt nur zusätzlich Angst, dass ich vielleicht eine HI habe und es sich zusätzlich negativ darauf auswirkt.

Den Betablocker versuche ich so wenig wie möglich zu nehmen. Zwar schon jeden Tag, allerdings nur 1/4 Tablette.

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Kathrinna ist offline
Themenstarter Beiträge: 30
Seit: 07.03.11
Ich hatte ja sogar eine Zeit lang gedacht, dass mein Körper vl. übersäuert wäre und von da an mehr basisch wirkende Nahrungsmittel gegessen (z.B. Joghurt mit einem Apfel reingeschnitten, statt pur... Brot mit Gurke oder eine Möhre dabei und keine Nudeln und Reis mehr, sondern nur ein paar Kartoffeln. Süßes meide ich ja, obwohl es manchmal schwer ist.
Hat auch nix gebracht.
Mein Urin ist nämlich immer und immernoch recht sauer. Morgens ist das ja wohl normal und erwünscht, bloß abends ist der manchmal auch noch recht sauer, so bei PH 6.0 . Kann aber auch dran liegen, dass ich an dem Tag wieder Stress gehabt habe bzw. Angst.

Geändert von Kathrinna (16.03.11 um 11:40 Uhr)

Mir geht es immer schlechter und ich weiß nicht, warum...

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Kathrinna,

mal angenommen, Du hast Probleme mit dem Histamin: dann ist alles, was Du in Deinem Beitrag 37 aufzählst, wirklich auch ein Problem.

Ich denke, es wäre wirklich gut, wenn Du Dich auf eine histaminarme Ernährung einstellen würdest und zusätzlich - soweit möglich - Entspannungstechniken anwendest, damit Dein Stresslevel nicht zu hoch ist.

Vielleicht kommst Du dann ganz ohne Betablocker aus, die bei einer HI ja auch wieder problematisch sind. Man muß sich darüber im klaren sein, daß bei einer HI eben nicht nur Magen und Darm mit reagieren sondern auch die "Psyche" und noch vieles mehr.

http://www.symptome.ch/vbboard/hista...ntoleranz.html

Grüsse,
Oregano


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