Probleme ohne Ende........

14.02.11 21:40 #1
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Probleme ohne Ende........

Abendschein ist offline
Beiträge: 419
Seit: 11.01.13
Liebe Inchi,

ich habe grade, Heute Deinen Thread gelesen, nicht alles,
aber das Du sehr verzweifelt bist.

Als Mutter will man immer das Beste für seine Kinder und ich glaube
Du hast alles gut gemacht. Das Dein Sohn das nicht annehmen kann oder will,
ist seine Sache, bitte ziehe Dir den Strumpf nicht an.

Und vor allen Dingen mußt Du auch einmal an Dich denken, das ist ganz ganz
wichtig. Ich selber habe keine Kinder, kann aber ein Beispiel nennen von einer Tochter, die krank war, sie war etwas behindert, hatte was am Fuß.

Ihre Mutter hat alles für sie getan, sich aufgeopfert, immer alles gemacht, getan, hat ihr alles abgenommen.
Die Tochter hat ihre Mutter immer gebeten, Mama laß das, ich will das nicht. Ich kann das alleine.

Die Mutter hat nicht gehört.

Dann ist die Tochter in eine Therapie gegangen und soll ich Dir sagen was passiert ist? Kontaktabbruch zur Mutter. Ist bestimmt 25 Jahre her. Die Mutter versteht das nicht und die Tochter hat gesagt, ich hasse meine Eltern für mich sind sie gestorben.

So kann es gehen. Und deswegen möchte ich Dich bitten, weiter hier zu schreiben. Schreiben erlöst, ist wie ein Tagebuch.

Du bist nicht allein, hier sind so liebe Menschen, die den Weg mit Dir gehen.
Ich werde für Dich beten und an Dich denken.

Auch Darmbluten kann Psychisch sein, dem innerlichen Streß dem Du ausgeliefert bist, da können Organe reagieren. Habe ich auch schon erlebt.

Aber wichtig bist Du. Tu was für Dich, auch wenn Dir das im Moment unmöglich erscheint.

Liebe Grüße
der Abendschein

Geändert von Abendschein (02.04.13 um 12:24 Uhr) Grund: Vertippselt

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darleen
Zitat von Kullerkugel Beitrag anzeigen
Liebe Darleen,
Durchschnaufen wäre für Inchi schon wichtig?
Gedanken sammeln und sichten, in Ruhe.
Ein Signal setzen.
Manchmal muss man auch an sich denken!
Vor allem, wenn Gedanken geäussert werden, Inchi wäre die Kranke. Und da sind die Männer in der Überzahl.Also ist Selbstschutz angesagt.

LG kuku

liebe Kulllerkugel

Da hast du sicher recht und finde das auch gut, aber bedenke bitte wie lange schon dieser Zustand anhält , es ist ja nicht erst seit Wochen so, es geht ja schon viel zu lange , ich habe die Befürchtung das es eben nicht so konsequent angegangen wird, wie es erforderlich wäre,denn so eine an-sich-selbstdenkende- Ausszeit schwächt ja doch ab, eine Lösung ist das leider nicht , dafür ist die liebe Inchi zun sehr Muttertier , es sollte eine Erleichterugn sein für Inchi und für ihren Sohn aus dieser verfahrenen Situation zu kommen

und dann nach Findung einer vorrübergehnden Lösung, dann lässt es sich etwas freier Durchschnaufen

Singal setzen ist gut und schön , vielleicht für den Herrn Ichiman , aber für Inchisohn wird sich das nicht bemerkbar machen , bzw. nicht in der Art wie erwünscht und wie er sich gegenüber zuküftig zu inchi verhält , die prophanen Dinge werden es sein, an denen er es merkt , wird aber an der Situation nichts ändern

für Ichi wäre es schön wenn sie aus dem Hamsterad für eine längere Zeit herauskommen würde , eine unötige Verlägerung des Zustandes macht es nicht besser

liebe Inchi sorry fürs in Dritte-Person -schreiben, oder über deinen Kopf hinweg schreiben , ich weiß aber nicht wie ich das sonst anders machen könnte


liebe grüße darleen

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Liebe Darleen,
Du hast völlig recht, aber manchmal muss man auch selbst aus dem Schussfeld flüchten.
Und manchmal kann es gut sein zu wissen, das man flüchten kann.
Sonst geht man selbst kaputt.

Ich weiss , wie lange das schon geht.

LG kuku
__________________
LG K.

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darleen
Zitat von Kullerkugel Beitrag anzeigen
Liebe Darleen,
Du hast völlig recht, aber manchmal muss man auch selbst aus dem Schussfeld flüchten.
Und manchmal kann es gut sein zu wissen, das man flüchten kann.
Sonst geht man selbst kaputt.

Ich weiss , wie lange das schon geht.

LG kuku
So sollte es sein, liebe Kullerkugel

Kan man nur noch wünschen das sich eine Lösung finden möge, egal wie sie jetzt auch ausehen mag

liebe grüße darleen

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo inchiostra,

heute ist Welt-Autismus-Tag .

Ich habe gerade einen Beitrag dazu geschrieben aufgrund eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung:
http://www.symptome.ch/vbboard/ads-a...ismus-tag.html

In der SZ steht u.a.:

...
"Du bist kein Autist und leidest nicht mal an Asperger", so erklärt es dem [Dr. House] einmal ein Freund, "das hättest du gern. Daß du dann von allen Regeln und Grenzen befreit und jeder Verantwortung entbunden wärst."
Ich finde, dieser Satz paßt ganz gut zu den Gedanken, die hier in diesem Thread immer wieder auftauchen und vertreten werden.

Der in dem Beitrag angegebene Blog scheint mir sehr interessant und vielseitig zu sein, und ich dachte so bei mir, daß es gut wäre, wenn Du Dich mehr mit solchen Texten befassen würdest, liebe inchi. Ich denke, daß die Dich im Moment weiter bringen als das Lesen von Texten Deines Sohnes .
Du brauchst Unterstützung und Information im Moment und keine niederschmetternden Texte - finde ich, liebe inchiostra .

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Hallo ihr Lieben alle

ich bin überwältigt wie lieb ihr euch kümmert.
Vielen Dank.
Will erstmal schnell sagen wie der Tag war, bevor meine liebe schwester Wildaster nicht schlafen kann.

Ich glaube, ganz genau kann ich das erst Morgen alles erklären was heute so ablief.
Mit einem Asperger unter einem Dach das ist wirklich kurz vor dem flüchten, sich umbringen wollen, ach ich weiß nicht was sonst noch.
Dann wieder ist Ruhe.
So wie heute.

Ich schrieb den Brief jetzt heute ganz früh noch einmal.
Änderte sich ja ständig was hier.
Auch meine Einstellung.
Dann fuhr ich autofahrt.gifgenau, mit dem Auto los und brachte ihn 30 km weiter direkt dort hin.
Fühlte mich besser so, weil ich wußte er ist da.
Ich habe mich jetzt noch einmal geäussert, weil die Betreuerin meine Zusammenarbeit ablehnt.
Jetzt warte ich wieder ab. Mehr kann man von einer Problemmutter nicht erarten.
So habe ich jetzt das Gefühl alles getan zu haben was in meiner Macht steht.
Es war eine sehr schöne Autofahrt.
Ruhig und viel Sonne. Hatte es auch gleich gefunden und fuhr gleich wieder zurück.
Zu Hause Friede Freude Eierkuchen.
Inchisohn und inchiman saßen einträchtig zusammen Spaghetti essen.
Gestern klappte das auch schon gut.
Und ich beobachtete, dass sie sich ruhiger unterhielten.
Und inchisohn wunderte sich, dass inchiman kochen konnte.
Gut sagte ich, jetzt weisst du es mal wieder, weil er immer sagte er ißt nichts von ihm.
Aber manchmal klappt es doch.
Ich aß nur wenig, weil ich von gestern noch erschöpft war.
Die Darmblutungen sind wieder weg.
Weiss jetzt aber wirklich, dass sie eben mit immer sehr belastenden Situationen zusammenhängen.
Das sagte ich auch heute meiner Ärztin als sie mich kurz anrief wegen einem Termin, dass sie recht hatte damit. Sie kann immer alles wunderbar erklären,. Auch über die Reaktionen bei inchisohn kann sie das gut erklären, darum will ich ihn ja auch gerne wieder dort in Behandlung bringen.
Sind nie fremde Menschen dort. Immer nur wir alleine, besser kann es nicht sein. Und preiswert ist sie. Hatte von sich aus den Preis sogar gesenkt.

Dann kam inchisohn plötzlich in die Küche und schaute meinen Kuchen an.
Und aß auch ein Stück.
Ganz früh am Morgen sagte er noch, als ich ihn fragte was wir nun machen wollen.
Ich wollte doch jemanden holen, der überlegen soll wer hier nun weg soll sagte er. Aber ich fuhr ja erstmal los den Brief wegbringen.
Ich wartete einfach erstmal ab und ließ ihn in Ruhe. Er druckte auch vieles Blätter aus, wobei ich helfen durfte.

Ich ging dann erstmal in die Stadt zur Bank.
das Geld war drauf, alles geklappt.
Und inchiman sagte keine Wort mehr. Nichts mehr von den Drohungen vorher, ich würde dann nichts mehr kriegen usw.
Kein Wort sagte er. Ist doch gut , oder?
Er war auch heute besser drauf. Richtig nett sogar.
Er will mich auch unterstützen die Betreuung zu bekommen.

Kaufte mir etwas von dem Geld in einem Laden.
Strumpfhose und eine kleine Jacke. Ganz spontan.
Dachte, ich muß mir jetzt von dem Geld mal etwas kaufen.
Auch alles für die Hälfte, weil wieder jemand den Laden schliessen muß.

Zu Hause heute Abend setzte sich Inchisohn ganz ruhig auf einen Stuhl und erklärte mir, was los war.
Auch, dass er so viele Ängste hat und er heute ruhiger ist.
Verstehen tut er nicht, das ich mich dabei sehr schlecht gefühlt habe.
Auch, dass wir jemanden anrufen wollten damit einer gehen muß.
Er hat viel Hass, er sagte viel das Wort Hass, in sich von mir.
Speichert alles was er erlebt hat.
Dann aber auch viel gutes sagte er.
Und wie du liebe Darleen richtig sagst vielen Dank, eine feste Meinung zu haben.Nein, glaube du sagtest sie hängen dann fest. Richtig?
Er steckt dann so richtig fest und kann nicht anders.
Er erklärte mir das auch heute. Er druckt, dann druckt er, sonst geht nichts.
Dann hat er nur das Drucken im Kopf.
Komme ich dann mit dem Wort Betreuung oder die Arge, dann ist er überfordert. Das darf ich also nicht tun.
Vergesse ich eben öfter.

Ich muß mich leider beeilen mit demSchreiben.
Inchisohn braucht den Laptop und ich gehe den Schlaf nachholen.
Und du auch liebe Wildaster
danke dir weil du dir Gedanken machtest.

Auch, wenn sich das alles so aufgelöst hat, war es gestern sehr heftig.
Aber schön, dass eigentlich immer nach was schlechtem was gutes kommt.

Liebe Kuku liebe Oregano und liebe Darleen erstmal vielen Dank. Lese Morgen alles in Ruhe. Aber eine gute Nacht wünsche ich euch noch. Darleen und Kuku ihr seid großartig. wie ihr zusammen geschrieben habt.


Aber ans Kofferpacken denke ich trotzdem. Irgendwann.

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Ann Iris ist offline
Beiträge: 99
Seit: 24.12.11
Liebe Inchiostra

Es fällt mir gerade schwer zu antworten.
Aus dir spricht sehr viel Verzweiflung und auch Wut, ebenso wie bei deinem Sohn. Dies aus deiner Überforderungssituation heraus. Das ist nachvollziehbar und verständlich, denn du befindest dich in einer absolut untragbaren Situation.

Aber man verliert dann in solchen Krisensituationen ganz schnell die Objektivität, wofür ich auch Verständnis habe, da ich selbst eigene oder mit dem Sohn schon sehr viele Krisensituationen durchstehen musste.

Zitat von inchiostra Beitrag anzeigen
Mit einem Asperger unter einem Dach das ist wirklich kurz vor dem flüchten, sich umbringen wollen, ach ich weiß nicht was sonst noch.
:(
Das ist eine sehr verallgemeinernde Aussage - und diese ist ziemlich verletzend für jeden Selbstbetroffenen.

Weisst du, ich wünschte mir, dass man uns als Menschen wahrnehmen würde und nicht immer nur als "den Asperger".
Eine Beziehung, ob nun familiär, partnerschaftlich oder auch im beruflichen Sinne, kann letztlich nur auf einer Basis von Toleranz funktionieren - und zwar gegenseitig.
Sieht man einen Menschen von vornherein ausschliesslich als PROBLEM oder Störfall, dann wird daraus niemals eine funktionierende Beziehung entstehen können.
Auch du, Inchi, gehst prinzipiell davon aus, dass dein Sohn eine Belastung ist, ja beinahe kommt es mir vor, als ob du es als Strafe ansiehst.

Du denkst, dass ein Zusammenleben mit "einem Asperger" das Schrecklichste überhaupt ist.
Hast du dir mal überlegt, wie das Leben für einen Autisten in einer extrem dominanten NT-Welt ist? Welche Herausforderungen tagein, tagaus dieses Leben darstellt?

Ich will da gar nicht weiter darauf eingehen, denn du musst nun dringend dein häusliches Problem geregelt bekommen.
Aber ich wünschte mir einfach etwas mehr Achtung den Menschen mit Autismus gegenüber und mehr Schutz vor Verallgemeinerungen.

Ich wünsche dir sehr, dass du - ihr - bald eine gangbare Lösung finde(s)t, die die schlimme häusliche Situation positiv verändern kann.

LG Annette

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Wildaster ist offline
Beiträge: 5.427
Seit: 18.03.12
Guten Morgen liebe inchi

ich habe wieder gut geschlafen und verschlafen,war aber trotzdem pünktlich.
Ich freue mich,dass es sich wieder zu Hause etwas entspannt hat und hoffe,eine Lösung naht.
Meine Gedanken dazu,habe mir in den letzten Tagen sehr viele gemacht,schreibe ich heute in Ruhe von zu Hause.
Liebe Annettees ist eine Bereicherung,dass du hier bei inchi schreibst,als der Mensch der du bist und wir haben dich schon sehr sehr schätzen gelernt.
Was inchi geschrieben hat, war doch einfach spontan aus der Überforderung heraus geschrieben und NIEMALS ihre Grundeinstellung.
Dadurch,dass sie uns immer in ihren Threads ,,Ein neuer Weg" und,,Probleme ohne Ende"an ihrem Leben teilhaben ließ,hat sie mich besonders für die,, Asperger" sensibilisiert und ich nahm Anteil und sah EUCH mit anderen Augen,bewusster,was mir auch in meiner Arbeit half.
Immer wieder bewundere ich ihren Mut und ihre Stärke nicht aufzugeben und Lösungen zu finden.
Schuld an dieser Situation jetzt, ist nicht meine Schwester inchi,sondern unsere leistungsorientierte Gesellschaft,die sich nicht um besondere Menschen kümmert,die gerade unsere Aufmerksamkeit und unsere Liebe brauchen und die Angehörigen in Stich lässt.

Wir gemeinsam können nur versuchen,uns gegenseitig zu helfen und vielleicht zu einer guten Lösung beitragen.
Ich schreibe jetzt meine Gedanken unsortiert und auf die Schnelle von der Arbeit und wollte nur besonders meiner Schwester inchiund dirAnnette,liebe Grüße schicken.

Eure Wildaster
.
__________________
Wir haben Fröhlichkeit nötig und Glück,Hoffnung und Liebe.( Vincent van Gogh)

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Guten Morgen liebe Annette
Ich hoffe dir geht es gut.
Wollte dir nämlich alles gute wünschen, wenn du umziehst.
Finde es total mutig von dir.
Ja, das wollte ich dir sagen.

Höre eben inchisohn aufwachen, sehr früh heute. Mal sehen wieviel Zeit ich jetzt habe.

Aber erstmal. Ich finde du hast recht. Ich drücke das nicht richtig aus mit dem Wort Asperger. Tut mir leid.
Ich weiss aber manchmal nicht, wie ich das ausdrücken soll.
Es ist vieles so typisch und ich erkläre das SEIT JAHREN den Ärzten und sonstwem, aber es wird nicht als Diagnose angesehen, doch versuche es wohl so auszudrücken, damit mein Sohn nicht falsch beurteilt wird. Also nicht immer gesagt wird, er ist faul z.B., was immer wieder vor kam.

Gestern z.B. ich notierte mir das eben noch einmal, weil es mir wieder einfiel, sagte mir mein Sohn, dass er beim einkaufen (wenn er es mal tut) immer nur nach unten schauen kann. Das würde er keinem so sagen und es würde auch keiner so bemerken. Aber ich weiss eben sehr viele Situationen die so ähnlich sind.
Ich war jahrelang eine Borderlinerin. Fand ich auch nicht schön, sogar schrecklich war das. Mal hiess es ich bin eine mal wieder nicht, bis ich es eben sagte ich bin, damit Ruhe war. Hatte mich dann nachher aber geadelt und immer gesagt ich bin eine von Borderline.

Aber, was ich ganz wichtig finde liebe Annette , wenn man dazu steht.
Vielleicht sage ich das ja, weil auch mein Sohn es nicht hören will.(dachte ich bis eben)
Aber, es ist doch Tatsache und nichts schlimmes.
Auch inchitochter war immer sehr auffällig, sagte sie hätte ADHS, wollte es aber nicht hören, dass sie es hat.

Ich weiss, es kann auch eine Erleichterung sein endlich auszusprechen was los ist. Warum man so oder so ist. Schon alleine der Weg zur Diagnose kann erleichternd sein, mehr als die Diagnose. Hoffe das war richtig ausgedrückt.

Vielleicht spüre ich ja dabei auch meine Verletzungen jahrelang.
Borderline, Asperber oder ADHS z.B. können auch gleichzeitig sein.
Meine beiden Kinder sind Krank, weil eben diese Krankheit nie behandelt wurde, weil es ja keiner auspricht. Jedenfalls nicht darauf eingegangen wurde.

Und ausserdem liebe Annette lebe ich nicht ungerne mit einem Asperger sie sind in vielem interessanter als ein nicht Asperger. Man muß sie nur zu nehmen wissen, was eben mein Weg ist.

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

So, jetzt mußte ich hier lange unterbrechen.
Sohnemann (heute war er wieder mein Sohnemann) saß vor mir.
Setzte sich sogar ganz woanders hin, was er sonst nicht so mochte.
Aß sein Spiegelei (selbstgemacht )und sprach mich plötzlich an, wegen der Diagnose. Einfach so.
Er konnte nicht wissen, was ich geschrieben habe.
Ich gleich rein in die Kerbe und gefragt, wie er darüber denkt, wenn man sagt du bist ein Asperger. Fand er nicht schlimm. Überhaupt nicht.
Ich glaube jetzt immer mehr, dass es leichter sein wird es zu wissen.
Und jemanden zu sagen.

Es wäre schön mein Sohnemann wird soviel Selbstbewusstsein erlangen können zu sagen ich bin ein Asperger. Er wird es dann leichter haben und die anderen auch.
Ausserdem gibt es immer mehr Asperger.
Und liebe Annette vielleicht kam das auch schlecht rüber, du denkst ich denke ein Zusammenleben mit einem Asperger ist da Schrecklichste für mich.
Nein nicht schrecklich, aber erschreckend wie eben vorgestern. Das war ein Ausbruch purer Angst. Oder wie du sagst eine Krisensituation.

Ach so ich schweife ab.
Also, Sohnemann fing mit der Diagnose an und meinte sein B12 Mangel wäre doch auch eine Diagnose. Darüber denkt er jetzt nach.(ich schon länger)
Und er denkt immer noch nach einen Brief zu schreiben, weil er mich doch gerne als Betreuerin hätte. Nochmal
Er traut der Betreuerin nicht so ganz. Findet sie nett, aber hat auch ein anderes Gefühl. Er versteht auch nicht immer was sie sagt, sagte er noch.

So, bevor ich zu viel schreibe tut mir leid schon getan habe, nochmal.
Ich versuche mich eben immer mehr in meinem Sohn reinzudenken, nur so finde ich eine Weg überhaupt ihn kennenzulernen.
Alle Familienmitglieder sind , weil wir eben nie richtig wußten warum vieles nicht funktioniert.
Weiss man es, warum es nicht funktioniert findet man auch einen Weg.
Anders aber nicht.
Da schreit man nur rum, weint und tobt.
Ist meine Kaffeemaschine defekt z.B. suche ich doch auch lange warum sie nicht funktioniert. Dann suche ich den Fehler. Fehlt eine Schraube wird sie ersezt und sie läuft wieder. Fiel mir jetzt nur so ein.
Und so sehe ich das. Fehlt z.B. B 12 könnte doch rausgefunden werden warum und welche Schraube.

Also, offener mit der Diagnose umgehen ist eben mein Wunsch, dann kommen auch mehr aus ihren Löchern (weil sie sich auch verstecken wie wir) und es wird mehr anerkannt. Ich bin ja eigentlich auch betroffen irgendwie.
Dann müßte ich auch nicht mehr lügen, warum Sohnemann nicht arbeitet und zu Hause ist. Kein Nachbar oder Freunde wissen das, weil inchiman es keinem erzählt und auch nicht will, dass ich es erzähle. Das machte aber eben sehr einsam.

Vielleicht ist DAS ja unser Problem überhaut.

Ich fand das nur so schrecklich liebe Annette , weil , wenn Sohnemann solch einen Ausbruch hat es auf mich zurückkommt, weil es von ihm abgewehrt wird ständig. Er kann ja seine Gefühle nicht so erklären, wenn jemand kommen würde und in der Hand (also schwarz auf weiss) haben wir ja noch nichts. Dann geht inchiman auch noch auf mich los und ich sitze in der Fall (oder sonstwo).Sie zeigen sofort auf mich und sagen die ist Krank und muß weg. Und ich war ein paarmal weg.

Ich könnte jetzt sagen alles kein Problem, wenn die anderen (also keiner von euch hier lieben) nicht immer solche machen würden.

Ich mache jedenfalls heute eine leckere Erbsensuppe. Sohnemann freut sich, das ich heute mal wieder koche. Er ist sehr ruhig und vernünftig. Und ich auch hoffe ich. Gab ihm 50,- gestern, damit er sich wieder Bücher kaufen kann, die er dringend braucht.

Liebe Grüße und alles liebe für dich auf deinem neuen Weg von inchi

Probleme ohne Ende........

inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
ich danke dir liebe Schwester Wildaster Freue mich, dass du gutgeschlafen hast.

Habe jetzt auch keine Zeit mehr.
War mir erst wichtig an Annette zu schreiben.
Und du, was du geschrieben hast, da merke ich du verstehst mich. Danke dir.

Ja, wenn man überfordert ist, weil die anderen eben nichts verstehen wollen/können, reagiert man oft sehr panisch.

Schreibe auch erst später wieder mal.

Wünsche dir - und den anderen hier die lesen oder da sind auch einen schönen Tag. Ich geniesse jeden Tag der mal so anfängt wie dieser heute. Kann jeden Moment umschlagen, aber nur, wenn ICH einen Fehler mache.

Ich denke an dich und sende dir liebe grüße inchi


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