Probleme ohne Ende........

14.02.11 21:40 #1
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Probleme ohne Ende........

inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Guten Morgen meine liebe Wildasterschwester

weiß nicht wie es wirklich bei dir aussieht, jedenfalls bei mir sieht es so aus schnee_ostern_1260.jpg

Aber vielen Dank für deine Frühlingsgrüße.

Es schneit draussen wieder.
Ich habe Ostern total verdrängt.
Habe hier zu Hause genug Überraschungen.

Danke für deine Antwort gestern.
Hoffe, DU hast geschlafen darauf.
Mußt dich nicht ärgern. Aber lieb von dir
Ich schlief sogar besser.
Konnte einmal wieder durchschlafen.
Habe aber Schmerzen überall und Nasenbluten.
Denke aber, diese ständige Kälte und Heizungsluft ist nicht gut.

Erstmal abwarten, wenn Sohnemann und inchiman aufstehen.
Im Moment habe ich noch Ruhe.

Gestern zu dem unkontrollierten Wutausbruch.
Ich arbeite schon so lange daran, anders zu reagieren darauf.
Habe das ja auch nicht gelernt.
Und Hilfe von aussen bekam und bekomme ich ja nicht.

Aber hier von Euch.

Also. Ich übte jetzt jahrelang die Gelassenheit und habe sie wohl jetzt.
OK, an den Zornesblicken muß ich noch arbeiten.
Aber, ich war ruhig, das ist das Entscheidende.
Anders, würde wieder jemand hier aufkreuzen und mich einsperren wollen.

Ich muß immer von Autisten reden, wenn ich Sohnemann meine.
Die reagieren eben oft übermässig, schon , wenn es nur ein wenig ärgerlich wird.
Weil eben seine Krankheit nicht behandelt wird, reagiert er aggressiv.
Auch sich gegenüber.
Er kann nicht anders handeln.
Sein Kommunikationsmittel ist das PROBLEMVERHALTEN.
Weil er nicht versteht was los ist (also gestern Abend z.B.) löst es dieses Problemverhalten aus. Er ist dann verwirrt und ängstlich.
Das nehme ich eben sehr ernst.

Er handelt ja nicht aus Boshaftigkeit.
Ständig arbeitet er an sich anders zu sein.
Sich selbst zu finden.
Findet und fand sich immer dumm, faul ud vergesslich.
Will anderen kein Leid zufügen (was auch sein Grund ist auszuziehen, weil er das ja nicht will)
Auch nicht da sein zu wollen (auf der Welt) gehört dazu.

Das klingt jetzt den Asperger oder was auch immer zu entschuldigen.
Nein, ich versuche ihn zu verstehen.
Seit ich ihn besser verstehe, kann ich gelassener reagieren.
Hoffe, es ist keine Gefühlslosigkeit, was ich auch manchmal denke.
Denke aber nicht.

Was mir beim Schreiben noch einfällt.
Muß ja einen Grund haben, warum das jetzt in meinem Kopf ist, oder?
Also.
Hier, kann er das Verhalten noch ausleben und daran arbeiten.
Woanders (auch mit der Betreuerin zusammen) reisst er sich zusammen.
Das kann er am besten.
Da denken dann alle, er kann alles.
So clean wie jetzt war er selten. (keine Suchtmittel mehr)
Draussen, braucht er nur wieder Stress haben und er wird danach verlangen haben. Sagt er selber manchmal.

Ich warte mal ab, wie es heute wird.
Komisch ist, wegen der Betreuerin, wollte ich auch mal kurz erwähnen, das sie sich nicht wenigstens beim Sohnemann meldet.
Wenigstens einen Ostergruß (auch wenn er darauf pfeift)wegen der Beziehung.

Hab dich jetzt ganz vergessen liebe .
Sitzt du jetzt noch da?
Bring dir mal einen
Habe eigentlich auch selber mit mir gesprochen, weil ich doch in mich gehe.
Muß doch diesen Brief schreiben.

Liebe Grüße auch besonders an Wildastermutti n015.gif
und a217.gifdas du da bist.

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Liebe Oregano

danke nochmal für deine Überlegungen an unserem Esstisch.
Kannst dich gerne mal dazusetzen.
Wäre nämlich mal gut, jemand erlebt das mal mit.

Deine Überlegungen sind nicht verkehrt.
Genau weiss ich das ja nicht.
Wenn man direkt in dieser Situation ist, erlebt man es ja auch anders.
Aber, die Seiten wechseln hier dauernd fällt mir dazu ein.
Als Inchitochter noch hier wohnte, was das auffälliger.
Sie verbündete sich viel mit inchiman.
Manchmal jetzt Sohnemann mit inchiman und mal wieder anders.

Hier wird wohl immer der einfachste Weg gesucht.
Der angenehmste.
Ich sitze auch genau dazwischen.
Der Tisch ist 2 Meter lang. Stolze stabile Eiche.
An jedem Ende ein männliches Exemplar.
Und ich dazwischen.

Sohnemann sagte diese Woche.
Eigentlich könnte er sich schon umbringen, wenn er sieht was mal aus ihm wird.
Er glaubt diese Gene wird er nie los.

Jahrelang habe ich diese Esstischprobleme bei Therapeuten und sonstwo angesprochen. Keine Meinung dazu oder Hilfe.

Ich weiss aber, dass das gerade bei ADHS Familien auftritt.
Zu zweit funktioniert das sehr gut.
Sobald mehrere am Tisch sitzen eben nicht.
Da wird mehr geredet. Mehr Informationen usw.
denke, dass ist das Problem.

Ich wünsche dir einen schönen Tag und liebe Grüße von inchi smilie_sonst_016.gif

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Ann Iris ist offline
Beiträge: 99
Seit: 24.12.11
Liebe Inchi

Ich komme mit eurem Schreibtempo nicht nach. Wollte doch noch auf einige Punkte eingehen, aber jetzt ist es schon so weit auseinandergerissen, dass dann niemand mehr erkennt, worauf ich mich beziehen würde.

Ich versuche nun grob zu umreissen, was mir durch den Kopf ging bisher.
Deinem Sohn fehlt es an Tagesstruktur. Er hat keine Aufgabe.
Und das ist euer Hauptproblem, denn dadurch verliert er immer mehr den Sinn des Lebens aus den Augen, zweifelt immer mehr an sich selbst und wird dadurch immer wütender auf sich und auf jeden anderen. Diese Wut zehrt innerlich so sehr an ihm, dass er beim kleinsten Anlass, der für ihn als ungerecht erscheint, die Wut nicht mehr zurückdrängen kann und er nach aussen hin "explodiert".
Unglücklicherweise trifft das dich, denn wo sonst sollte er es rauslassen, wenn er doch nur die Eltern um sich hat.
Und dieser Kreislauf muss nun unterbrochen werden.

Ich habe meinem Sohn in sehr schlimmen Zeiten klar und deutlich mitgeteilt, dass er keinesfalls dauerhaft ohne Beschäftigung (z. B. Teilzeitpraktikum) bleiben kann. Ansonsten wäre für ihn nur noch ein betreutes Wohnen in Frage gekommen. Das wollte er keinesfalls, so hat er sich zumindest auf eine zweitägige Beschäftigung eingelassen.
Das war bei uns dann sogar die Auflage von der finanzierenden Behörde, die besagte, dass das zweitägige Teilzeitstudium nicht ausreicht, um eine ausreichende Tagesstruktur aufbauen zu können.
Erst nach 1 1/2 Jahren wurde dies aufgehoben. Erst dann war er in der Lage, sich an den anderen Tagen (ausser den zwei Studientagen) eine eigene Struktur aufzubauen, seine Arbeit (Projekte) einzuteilen und dies auch auszuüben. Das klappt nun immer besser, aber es musste von aussen nachgeholfen werden, denn als Mutter hatte ich diesbezüglich überhaupt keinen Einfluss mehr auf ihn - und das ist ab einem gewissen Alter auch nicht mehr Aufgabe der Eltern !

Die Tagesstruktur war in seinem Fall beinahe "überlebens-wichtig", also existenziell. Denn auch er verliess nie das Haus, nicht mal mehr zum Einkaufen, bekam Panikattacken bis hin zur Bewusstlosigkeit, wenn er sich draussen aufhielt, kam gerade noch zum Essen an den Tisch, kommunizierte nicht einmal mehr mit dem Bruder und uns Eltern, lebte nur noch in seiner Welt, hatte einen verschobenen Tag-/Nachtrhythmus, war aggressiv und depressiv im Wechsel, hatte Suizidgedanken etc. pp. - Selbiges wie bei deinem Sohn, kennst du also zur Genüge.

Es ist wichtig, deinem Sohn da herauszuhelfen. (Eigentlich wäre dies ja die Aufgabe der Betreuerin...)
Lies dich mal durch die Homepage von SALO - sie können euch weiterhelfen.
SALO+PARTNER - Arbeitsmarktdienstleistungen in ganz Deutschland

Kennst du diese Seite schon?
www.autismus-sh.de - Angebote des Vereins und der Ambulanz

LG Annette

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Ann Iris ist offline
Beiträge: 99
Seit: 24.12.11
Zitat von inchiostra Beitrag anzeigen
Zu zweit funktioniert das sehr gut.
Sobald mehrere am Tisch sitzen eben nicht.
Da wird mehr geredet. Mehr Informationen usw.
denke, dass ist das Problem.
Wir lesen oft am Tisch oder schauen TV. Das entspannt wunderbar. Pädagogisch nicht gerade wertvoll. Aber wirkungsvoll.

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Guten Morgen Annette

tut mir leid, geht mir auch so.
Verliere vieles aus den Augen.
Hatte mich sogar heute mit dem Tag vertan.
Sitze eben hier und trinke Beruhigungstee. (Johanniskraut)

Da las ich dich.

Danke für deine Antwort. Lieb von dir.
Und du hast Recht.
Die Struktur fehlt.
Ganz wichtig.
jede Veränderung (wenn es nur der Kuchen ist, der anders schmeckt) ist Gift.

Ich geh jetzt erstmal duschen, bevor ich mich mit noch mehr Schuldgefühlen belaste. Weil ich ihm die Struktur nicht geben konnte, meine ich.

Einen schönen Tag für dich und ich denke immer mehr nach. inchi


Sohnemann kam eben.
Ich gleich auf ihn zu. Freundlich und offen.
Sagte ihm wie blöd das gestern war und wir haben doch jetzt keinen Stress.
Er, dann. OK, lächelte unrasiert, haben beide was falsch gemacht.
ich gab ihm die Hand und er mir. (zuerst ohne anschauen, dann mit)

Ich habe schon viel gelernt. Und er lernt auch von mir.
Jetzt kann ich auch warm duschen, wollte vorher kalt

Alles kein Problem

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mondvogel ist offline
Beiträge: 5.086
Seit: 07.04.10
Guten Morgen Ann Iris,

so ein Glück, dass Du diesen thread gefunden hast und aus eigener Erfahrung berichtest.
Zur Not sollte die Betreuerin deinen letzten post gezeigt bekommen....ich finde, das hört sich sehr gut an und ohne Inchis Situation zu kennen, hat ihr Sohn doch ein sehr ähnliches Problem - und ich könnte mir vorstellen, dass Dein Vorschlag für ihn und für die ganze Familie ein Segen sein könnte.

Danke für Deine Worte, Mondvogel
__________________
"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo inchiostra,

gab es eigentlich schon Versuche von Seiten der Betreuerin und von Dir, miteinander zu reden?
Ich könnte mir vorstellen, daß das zur Betreuung dazu gehört, weil ja Du bisher DIE Betreuerin Deines Sohnes warst und immer noch bist, wenn auch nicht im gesetzlichen Sinn.

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Ann Iris ist offline
Beiträge: 99
Seit: 24.12.11
Guten Morgen in die Runde

Zitat von inchiostra Beitrag anzeigen
Ich geh jetzt erstmal duschen, bevor ich mich mit noch mehr Schuldgefühlen belaste. Weil ich ihm die Struktur nicht geben konnte, meine ich.
Genau DAS sollst du doch nicht tun, Inchi !!
Du musst keine Schuldgefühle haben. Du hast NICHTS falsch gemacht.
Hör auf damit.
Man ist als Eltern nicht für alles und jede Zeit verantwortlich. Und das musst du lernen zu akzeptieren.
Dein Sohn ist erwachsen. Du kannst ihm nicht die Struktur geben, die notwendig wäre, um ihn aus seinem "Teufelskreis" herauszuholen.

Schau dir bitte den Link an. Salo ist gut !
Sie haben dort die nötige Kenntnis, sie sind die Fachleute. Und sie wissen, wie berufliche Integration funktionieren könnte bei einem Autisten.
Das ist wichtig.
Für deinen Sohn. Er braucht wieder einen Sinn im Leben.

Auch bei mir kam der Zeitpunkt, wo ich einsehen musste, dass es alleine nicht mehr geht. Dass wir beide daran kaputt gehen würden.
Und ich bin selbst Autistin, ich kenne das Innenleben meines Sohnes doch selbst so gut aus eigenem Erleben und eigenen Erfahrungen/ Empfindungen.

Schön, dass ihr euch heute versöhnen konntet.


Herzlichen Dank, Mondvogel, für deine netten Worte.


Oregano, genau das wäre so wichtig.
Eine gute Betreuung kann doch letztlich nur funktionieren, wenn alle Beteiligten miteinander kommunizieren. Und zwar regelmässig.
Wir Eltern sind doch die "Spezialisten" für unsere Kinder, auch für die erwachsenen. Wir wissen, wie sie reagieren und warum sie so reagieren. Und mit diesem Wissen kann ein Betreuer dann arbeiten, dieses Wissen muss miteinbezogen werden in die Arbeit des Betreuers.
Unser Coach betont genau das immer wieder - er lernt von uns, nicht nur wir von ihm.


LG Annette

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Ann Iris ist offline
Beiträge: 99
Seit: 24.12.11
Zitat von inchiostra Beitrag anzeigen
Und du hast Recht.
Die Struktur fehlt.
Ganz wichtig.
jede Veränderung (wenn es nur der Kuchen ist, der anders schmeckt) ist Gift.
Das stimmt nur bedingt.
Denn mit Struktur meinte ich nicht Veränderungen im Alltag im Allgemeinen. Sondern vielmehr die TAGES-Struktur, die gewährleistet, dass dein Sohn nicht mehr nur den ganzen Tag im Bett liegt und herumhängt, nichts tut, sich selbst aufgibt.
Der Tag muss eine Form erhalten - aufstehen am Morgen - etwas tun - regelmässige Mahlzeiten einnehmen - usw.
Das kann er derzeit nicht selbständig aufrechterhalten, somit benötigt er Unterstützung von aussen.

Und diese Schwierigkeit muss man ihm auch verdeutlichen, das muss man ihm mitteilen, dass es so nicht weitergehen kann,
- weil du als Mutter nicht mehr mit ansehen wirst, wie er abhängt !
Du musst das nachdrücklich kommunizieren, ansonsten wird er das nicht nachvollziehen können. Du musst verdeutlichen, warum du das nicht mitansehen kannst, weil es negative Auswirkungen auf deinen Sohn selbst hat.
Du musst ihm die Konsequenzen, die daraus folgen, mitteilen.
Dies alles ohne Vorwürfe. Ohne Schuldzuweisungen. Ohne schlechtes Gewissen aufkommen zu lassen, weder bei dir, aber schon gar nicht bei ihm selbst.

Veränderungen sind schwer zu ertragen für einen Autisten. Wir sind angewiesen auf unsere festen Routinen, Strukturen, Regeln und Stereotypien. Sie geben Sicherheit.
Aber manchmal sind eben diese Veränderungen unumgänglich, um aus der Abwärtsspirale - in der auch dein Sohn gerade tief drin steckt - herauskommen zu können.
Und auch wenn die Veränderung dann hohen Stress erzeugt, wird es am Ende zu positiven Gefühlen führen.

Dann liegt es an allen Beteiligten den Stresspegel so minimal zu halten, wie möglich, indem man den Autisten unterstützt bei den notwendigen Lebens-/Situations-Veränderungen, damit dieser nicht ständig in Overloadsituationen gerät.

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
ich schreibe mal so durcheinander weiter, wie es in meinem Kopf aussieht.
Nicht nur Knoten sind da.

Nach Aussagen von inchiman nur Müll.

Also einmal sagte Sohnemann heute, ohne den Ärger von jetzt, dass ich einen Autisten geheiratet hätte.
Das traurige daran ist, dass ich das jetzt auch schon merke nach der Silberhochzeit.
Es fallen immer mehr Dinge auf, die das andeuten.

Soeben hörte ich von inchiman, dass ja alle Nachbarn auch nicht mehr kommen.
Na ja, erst seit Jahren.
Ich fragte ob das meinetwegen wäre.
Auf jeden Fall deinetwegen. Nur deinetwegen.
Er käme mit der Frau vom Nachbarn klar.
(Fällt mir jetzt erst beim Schreiben auf, wieso nur mit der Frau?)
Und er wäre früher so ein lustiger Mensch gewesen, aber seit er mich kennen würde eben nicht mehr. Ich hätte alle seine Freunde verjagt.

Liebe Annette ich weiß nicht, ob ich meine Schuldgefühle mit abgeduscht habe. Habe heiss und kalt geduscht.
Sohnemann sagte am Tisch, als inchiman und ich uns wieder nett behandelten, wir wären armseelig. Weil wir uns nicht trennen würden.

Wenn DAS der Hauptpunkt/Krankheit vom Sohnemann ist, würde ich es sofort tun ausziehen.

Ich bat Sohnemann abzuwaschen. Nein, das tut er erst, wenn er alleine wohnt.
Inchiman wollte gestern das Besteck wenigstens abwaschen, was er auch nicht tat.
Jetzt steht alles da und wartet auf mich.
Das ist jetzt wohl mein Problem oder wie?

Entweder bin ich frustriert oder zermürbt.
Vielleicht doch nicht so gelassen wie ich dachte.

Die Tischproblematik passiert deswegen, weil jeder vorher alleine mit sich ist.
Dann kommen wir zusammen und Peng.
Inchiman erzählt dann nur aus dem Fernsehen oder Zeitung.
Was Sohnemann nicht hören will, weil er sich auf das Essen konzentrieren muß.
Was inchiman nie kappieren will/kann.

Ich habe angefangen an das Gericht zu schreiben.
Und schon wieder aufgehört.
Schreibe an die Krankenkasse wegen dem Pflegetagebuch, auch wieder aufgehört, weil ich ja erst an das Gericht schreiben muß.

Aber was?

Bleibt nun Sohnemann hier, oder nicht?
Bekommt er diese Betreuerin trotzdem, oder nicht?
Kann ich Betreuerin sein/werden oder nicht?
Ich brauche auch Struktur.

Inchiman stand heute erst gegen halb 12 Uhr auf.
Brachte auch alles durcheinander.
Das tat Sohnemann auch jahrelang so.

Ich fühle mich im Moment sehr traurig.
Spüre schon die Tränen, sind aber noch verknotet.
Irgendwie fühle ich mich betrogen.
Jeder lädt seinen Müll bei mir ab, darum der Müll im Kopf.
Nur wohin mit meinem??

Müll übersetzt - Probleme.

Sohnemann sitzt wieder nur im Zimmer.
Inchiman in der Garage.
Mir tut es weh, das wir NIE was zusammen machen (ausser Essen)
Ich hatte doch alles versucht wie Schwimmen zu gehen etc.
Inchiman wollte es nicht mehr. Hatte immer alles abgeblasen.
Ostern ist nie Ostern, Weihnachten nie Weihnachten und Geburtstage gibt es auch nie.

Ich habe nie richtig mit Sohnemann Urlaub machen können.
Inchiman wollte/konnte es auch nur selten (was dann anstrengend war)
Weil sie autistisch sind.
Eine autistenmutter sagte einmal in einem Buch. Was sie nie wieder machen würde mit einem Autisten wäre Urlaub.

Ich bin dadurch auch isoliert worden. Von NAchbarn und Familie.
Fast 20 Jahre.

Als ich 1 Jahr auszog vor 13 jahren, passierte auch nichts.
Inchiman blieb trotzdem sitzen.
Mißt, ich sitze hier nur und schreibe.
Weiss nicht schreibe ich nun ans Gericht, bleibe ich hier, wo gehe ich hin, was passiert mit Sohnemann u. u...
Dieses hin und her.

liebe Annette nochmal
Wenn Sohnemann woanders ist, kann doch die Normalität trotzdem wieder kommen. Dann nervt ihn dort etwas.
Ich beobachte das bei anderen.
Schon, wenn die Heizung immer Geräusche macht, zog diejenige aus.
Dann kommen andere Probleme, die aber immer die gleiche Ursache hat. Und diese Ursache geht überall hin mit. Unbehandelt!

Und das ist die Allergie, Neurodermitis uvm.
Und die sollte jetzt behandelt werden.

Entschuldigt bitte, aber ich bin scheinbar wirklich frustriert.
Will auch nicht abwaschen und hatte schon in Gedanken den Koffer gepackt.
Wißt ihr eigentlich was ich machen soll, wenn Sohnemann auszieht?
Mit inchiman hier alleine
NIE.
Also muß ich auch überlegen was mit mir wird.

Ich gehe jetzt mal raus.
Ich muß immer alleine rausgehen.
Alleine Kaffee trinken.
Alleine einkaufen.
Lese gleich mal die SALO Seiten liebe Annette vielen Dank.

Aber ich glaube ich bin eigentlich so traurig, weil die beiden hier nichts ALLEINE auf die Reihe kriegen.
Inchiman sagt er wäre so, wei ich so bin und Sohnemann sagt er wäre so, weil wir so sind. Eigentlich typisch.

Vielleicht bin ich Schuld, weil ich sie bekoche, hier saubermache usw.

Oder ich glaube, weil jetzt die Betreuerin kommt sie macht es besser, weil ich es nicht richtig machte. Was ja auch der Richter gesagt hatte.

So, das hab ich jetzt davon ich heule nun doch und weiss jetzt auch warum

ICH BIN DASS PROBLEM.


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