Hilfe bei einem neurologischen Problem!

11.02.11 13:51 #1
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schildkroet ist offline
Beiträge: 18
Seit: 18.11.09
Hallo zusammen.
Ich bin 21 Jahre alt und denke, dass ich wirklich ein neurologisches Problem habe.
Ich hoffe, dass mir irgendjemand noch helfen kann, denn ich halte diesen Zustand nicht mehr lange aus.
Wenn die Menschen reden oder ich irgendetwas im Radio oder TV höre, repetiert sich das gesagte ständig in mir. Dies ist ja wirklich nicht normal. Leider ist das nicht das Einzige Symptom. Nach dem es sich repetiert hat, kommentiert irgend so eine Art Stimme in mir das Gesagte immer mit sehr unanständigen Wörtern. Wie zum Beispiel die Person soll doch ihre Klappe halten. Oder wenn Menschen lachen sei es am TV oder draussen, macht es bei mir nur auf höhnische Weise hahaha. Vieles kommentiert es auch auf höhnische Weise.
Dies passiert wenn ich unter Menschen bin.
Wenn ich alleine bin, dann kommen mir einfach irgendwelche unnütze Wörter in den Sinn, welche sich repetieren und dann kommt wieder der Kommentar dazu oder ich sehe ein Wort oder ein Gegenstand und dann macht es Sch…. Gegenstand, ohne das ich dies eigentlich so meine. Ich kann dies nicht abstellen.
Ich kann mich auch nicht ablenken. Ich habe gar keine Konzentration mehr, weil dies die ganze Zeit passiert.
Noch dazu sehe ich immer wieder Bilder aus der Vergangenheit, welche dann auch kommentiert werden.
Ich bin nicht mehr arbeitsfähig, ich mache kaum noch Dinge. Denn ich weine permanent oder rasste aus weil es nicht besser wird. Denn in meinem Kopf ist nichts mehr, ich kann mich kaum noch mit Menschen unterhalten. Ich kann nur über mein Problem reden. Wenn mir Menschen gute Ratschläge geben, kann ich diese nicht anwenden.
Ich war nun 4 Monate in Kliniken. Anfangs bin ich wegen einer Depression gegangen. Ich bezweifle zwar, dass es eine Depression ist (oder einige Dinge schon). Ein MRI wurde bereits gemacht, dort sei alles in Ordnung. Denn ich hatte letztes Jahr eine Operation an der Hypophyse.

Neben all diesen genannten Symptomen tut es mir fast überall am Köper weh und mir ist immer ganz komisch im Kopf. Es ist so eine Art zwischen Schwindel und nicht mehr fähig zu sein die Dinge richtig wahr zu nehmen. Wenn ich mich hin lege pfeift es in den Ohren.

All meine Blutwerte und Hormone wurden getestet und scheinen (ausser einen niedrigen Oestrogen Wert) ok zu sein. Es gibt auch keine Entzündungszeichen.

Ich habe bereits verschiedene Medikamente bekommen wie:
Citalopram, Temesta, Sitralin, Remeron, Haldol.

Hat irgendjemand Erfahrung mit so etwas oder kann mir einen Rat geben an wen ich mich da noch wenden kann?

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Flummi ist offline
Beiträge: 369
Seit: 29.07.09
Zitat von schildkroete Beitrag anzeigen
...
Wenn die Menschen reden oder ich irgendetwas im Radio oder TV höre, repetiert sich das gesagte ständig in mir. Dies ist ja wirklich nicht normal. Leider ist das nicht das Einzige Symptom. Nach dem es sich repetiert hat, kommentiert irgend so eine Art Stimme in mir das Gesagte immer mit sehr unanständigen Wörtern. Wie zum Beispiel die Person soll doch ihre Klappe halten. Oder wenn Menschen lachen sei es am TV oder draussen, macht es bei mir nur auf höhnische Weise hahaha. Vieles kommentiert es auch auf höhnische Weise.
... Haldol.
Ist wahrscheinlich eine Psychose. Die Symptome und dass Du Haldol bekommen hast sprechen dafür.
Wie war's denn mit den Stimmen unter Haldol?

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Ivin ist offline
Beiträge: 42
Seit: 09.02.11
Hallo Schildkröte,

was du oben beschreibst, hört sich nach schizophrenen Symptomen an. Du schreibst, dass du bereits Haldol genommen hattest, welches ein Antipsychotikum ist und bei Schizophrenie eingesetzt wird. Nimmst du derzeit Medikamente ein? Ein guter Psychiater wäre meiner Meinung nach der richtige Ansprechpartner.
Alles Liebe

Ivin

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Rawotina ist offline
Rubrikenbegleiterin Schüssler Salze
Beiträge: 2.657
Seit: 17.07.10
Hallo Schildkroete,
Dein Problem ist kein Einzelfall. Ich habe mal in einer Zeitschrift über solche Schicksale gelesen. Eine verzweifelte junge Frau bat die Leser der "Bio" um Hilfe. In einer Antwort hieß es:

"Ich war mal in die Fänge einer Sekte geraten und wollte mich davon lösen. Da bekam ich Drohbriefe, dass ich mich in der Irrenanstalt wiederfinden würde, wenn ich nicht mehr mitmache. Und plötzlich hörte ich böse Stimmen in mir und sah feurige Wesen, die mich seelisch und körperlich angriffen. Ich war mehrmals in der Psychiatrie. Mir konnte niemand helfen.
Ich habe schließlich für die Einsichts- und Mitleidsfähigkeit meiner Feinde gebetet und mir dabei vorgestellt, dass gute Gedanken viel mehr Macht haben als böse. Wenn wir krank sind, können wir uns keinen Hass leisten. Ich habe daher jeden Menschen, den ich mal gekränkt habe, um Verzeihung gebeten. Stellen Sie sich einfach vor, dass im Zentrum des ganzen Universums eine kluge, gütige, sinnhafte Intelligenz waltet, an die man sich im Gebet oder in der Meditation wenden kann. Ich konnte die bösen Stimmen mit der Zeit abwehren."

Mein Vorschlag: Wende Dich notfalls über Google an den Dachverband für geistiges Heilen
LG Rawotina

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schildkroet ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 18.11.09
Das Problem ist, das die ganzen Medikamente und psychotherapeutische Beratung nichts gebracht haben. Das komische ist auch das ich viele Dinge gar nicht mehr wirklich wahr nehme, mir kaum noch was merken kann. Dieses komische im Kopf. Darum habe ich langsam das Gefühl, dass es etwas anderes als psychisch sein muss.

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Esther2
Es gibt "böse Stimmen", die sagen, dass 80% der Psychiatrie-Patienten unerkannte körperliche Probleme, oftmals Infektionen, haben.

Bist du schon mal durchgecheckt worden? Auf Parasiten, Borrelien, ... etc.

LG, Esther.

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Sams ist offline
Beiträge: 95
Seit: 07.02.11
Hallo @schildkroete,

erstmal möchte ich dir mein Mitgefühl ausdrücken, -so was stelle ich mir furchtbar vor.
(In meinem näheren Umfeld gibt es eine Person mit ähnlichen Problemen und ich habe dadurch viel Leid mit angesehen... )

Aus diesem Grunde habe ich einige Bücher zu dem Thema gelesen und mir inzwischen selbst viele eigene Gedanken dazu gemacht ...

Als erstes möchte ich dir ein Buch ans Herz legen und zwar:
David Servan-Schreiber ´Die neue Medizin der Emotionen´
(Stress, Angst Depression: Gesund werden ohne Medikamente)

Er nennt einige unterschiedlichste Fälle aus seiner Erfahrung und berichtet über Studien die seine Erkenntnisse untermauern.

In wie weit bist du in Behandlung ?
Nimmst du momentan regelmäßig Psychopharmaka ?
Lebst du allein, oder hast du jemanden an deiner Seite ?

Edit:
In welcher Situation gab man dir Haldol ?
Warum wurdest du operiert ?
__________________
LG Sams

Geändert von Sams (11.02.11 um 21:35 Uhr) Grund: Rechtschreibung und Edit und andere Änderungen , sorry

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schildkroet ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 18.11.09
Hallo Sams,

danke viel mal. Es ist auch der Horror.
Nun habe ich so zusagen, weil ich noch krank war zwei Wochen Therapiepause gehabt. Ich habe in dieser Zeit keine Psychopharmka genommen. Ab Montag werde ich wieder in Behandlung sein, der Arzt hat mir bereits schon mitgeteilt, dass ich wieder Medikamente nehmen werden muss.
Ich litt letztes Jahr an einer Depression und an sehr schlimmen Kopf weh, darum wollte ich ein MRi von meinem Kopf. Dabei hat man festgestellt, das ich etwas an der Hypophyse habe was nicht sein sollte. Man nahm an es sei ein Adenom, welches Einblutungen hatte, bei der OP stellte sich dann aber fest, dass es eine Zyste war.
Das Medikament Haldol hat man mir 4 Tage gegeben, um zu schauen ob die Stimmen und das ewige repetieren verschwinden würde, leider ohne Erfolg.
Im Moment lebe ich bei den Eltern, nur sie verstehen meine Situation auch nicht richtig. Denn es ist anders als im letzten Jahr. Ich kann auch nur jammern und über gar nichts anderes reden, da gar nichts mehr möglich ist.

lg

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Sams ist offline
Beiträge: 95
Seit: 07.02.11
Falls du dich auf´s Lesen konzentrieren kannst, lies unbedingt das Buch, welches ich dir vorgeschlagen habe. Das gibt es für ca 10 € bei Amazon. Oder frag´ in der Buchhandlung, ob sie es dir kurzfristig besorgen können.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hattest du vor der OP "nur" Kopfschmerzen und Depressionen ?

Edit:
Was sagen die Ärzte sei die Ursache für dein Problem ?
Kannst du täglich 7-8 Stunden schlafen ?
Wie ernährst du dich ?

Du kannst übrigens so viel "jammern" wie du willst, das ist ja auch völlig verständlich in deiner Situation !
__________________
LG Sams

Geändert von Sams (12.02.11 um 00:26 Uhr) Grund: Edit

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Flummi ist offline
Beiträge: 369
Seit: 29.07.09
Zitat von schildkroete Beitrag anzeigen
Das Medikament Haldol hat man mir 4 Tage gegeben, um zu schauen ob die Stimmen und das ewige repetieren verschwinden würde, leider ohne Erfolg.
Haldol ist nicht das einzige Antipsychotikum, es gibt noch ne Menge mehr, u.A. welche die auch gleichzeitig gg. die Depression helfen.


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