Bitte um Hilfe.. Verschiedene Symptome - Wer hat Erfahrung mit Angioödemen?

19.01.11 15:45 #1
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maxroadrunner ist offline
Beiträge: 20
Seit: 19.01.11
Ein sonniges Hallo liebes Forum,

mir geht es seit 2004 immer schlechter, habe dies aber nicht mit der SD o. anderen körperlichen Krankheiten in Verbindung gebracht. Die Ärzten meinten immer psychisch wg. Stress.

Seit Sommer 2009 ging es mir dann aber körperlich und psychisch so schlecht, ich musste mich immer wieder krank schreiben lassen.

Ich bin seit dem körperlich total ausgelaugt und fühlte mich wie im Koma. Ich habe in 2 J. fast 30kg zugelegt.Was die Ärzte immer noch nicht veranlasste mich doch mal genauer durch zu checken.

Im April 2010 bin ich bei einer Psychiaterin gelandet und seitdem krank geschrieben und gehe zur tiefenpsychologischen Therapie. Die Therapeutin wollte mich schon in die Psychiatrie einweisen.

Ich habe mich im Sept. 2010 dann aufgerappelt und wieder mal die HÄ gewechselt in der Hoffnung, hier endlich Hilfe zu bekommen, da meine Schwester dort in Behandlung ist, bei der im Aug 2010 Hashimoto Thyreoiditis endlich diagnostiziert wurde und diese Ärzte sich bei meiner Schwester entschuldigen mussten, dass sie sie nicht ernst genommen haben.

Diese Ärztin hat mich wenigstens mal zu einem Kardiologen und Radiologen überwiesen.

Beim Kardiologen wurde festgestellt, dass mein Blutdruck total in die Höhe schiesst, wo rauf diese mich zum MRT der Nieren schickten.
Hier wurde ein Nebennierenadenom festgestellt, dass laut Endo hormoninaktiv sein soll. Ich persönlich bezweifele das!

Ende Nov 10 war ich beim HNO zur Abklärung von Urtikaria.

Der schickte mich zum Röntgen der NNH. Das Röntgen war lt. Radiologe unauffällig.

Eine woche später bin ich wieder zum HNO, da ich Schwellungen im Mund und Rachenraum hatte,

Der HNO meinte " Na ihr Befund war ja unauffällig, kommen sie nächstes Jahr wieder für den Allergietest." daraufhin sagte ich zu ihm: "Schauen sie mir doch bitte mal in den Hals" als er mir in den Hals schaute, war er ganz schön überrascht. Er hat sogar seine Arzthelferin gerufen um sich das mal anzusehen.
Die Zungenmandeln, wusste bis dahin gar nicht, dass es sowas gibt, und alle Lymphen im Hals waren total dick angeschwollen.
Ich habe im Zusammenhang mit UF davon gelesen, wie sind Eure Erfahrungen damit?
Die rechte Nasennebenhöhle war total angeschwollen.

Zwei Tage später hatte ich Zahnabdrücke am Zungenrand, was, wie ich gelesen habe davon kommt, dass die Zungen angeschollen ist (Ödem? ) und auch mit Hashi zusammenhängen kann?

Dann spielte auch mein Blutdruck verrückt, hoch und runter, mit Werten von 94/81 bis 175/98. Die Werte liegen dabei auch sehr oft nah zusammen, z. B. 120/100 auch das habe ich im Zusammenhang mit HT gelesen.

Ich musste auch ständig, sobald ich etwas getrunken habe sofort auf die Toilette und ich trank auch sehr viel ( 8 L !)

Dann hatte ich ca. 2 Wochen lang total niedrigen BD, fast nur unter 100, woraufhin ich meine BD-Medis eigenhändig abgesetzt habe. Der Blutdruck war einigermassen normal, bis auf ein paar Schwankungen.

Ich habe ständig erhöhte Temperatur so um die 37,6-37,8° C
In der Uni stellten sie einen Blasenifekt und zuviele Pilze im Darm fest.

Die Ärzte behandeln nur nach Schema F und sehen keinen Zusammenhang und halten einen für hysterisch und widersprechen darf man schon mal gar nicht. Manchmal denke ich schon selber ich bilde mir das Alles nur ein.

Die Schwellung im Hals und der Zunge ist nach wie vor vorhanden.

Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.

LG
Manu

Geändert von maxroadrunner (19.01.11 um 21:24 Uhr) Grund: überarbeitet

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maxroadrunner ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 19.01.11
vielleicht meine Symptomak etwas strukturierter

- geschwollene Lymphknoten im Hals
- geschwolle Zunge, mit Zahnabdrücken an den Rändern
- rechte Hand oft angeschwollen, meist morgens
- ständig erhöhte Temperatur, 37,8 ° C
- Gedächtnisstörungen
- Wortfindungsstörungen
- Konzentrationsstörungen
- extremes Kältegefühl o. Hitzegefühl
- unerklärliche Gewichtszunahme, fast 30 kg in 2 J.
- Appetitlosigkeit
- hatte verstärktes Durstgefühl ( 8 L )
- ständiger Drang schnell auf die Toilette zu gehen
- hatte Bluthochdruck z. B. 230/140, ist jetzt aber normal 120/85 aber
manchmal auch niedrig unter 100 o. wieder höher 155/99
- hoher Ruhepuls um die 100
- Blutduckschwankungen von niedrig zu hoch und wieder niedrig
- auch BD von 140/120 o. 90/80
- Pilze im Darm, weiss leider noch nicht welche, nehme grade Nystatin
- Blaseninfekt schon länger, nehme auch grade Antibiotika
- Karpaltunnelsyndrom, beide Hände OP 2010, schlafen jetzt wieder ein
- starke Periode, OP Ausschabung 06/2010, jetzt fast gar keine Blutung mehr
- Venenengstellung, hatte ich vorher nie
- schnelle Reizbarkeit, ruck zuck auf 180
- antriebslos
- stark erschöpft, kann aber nicht einschlafen
- nachts aufgewacht u. beim Gang aufs Toi vollkommen desorientiert, auch
morgens nach dem aufstehen muss ich manchmal lange überlegen wer ich
überhaupt bin, was für ein Tag ist o. was ich vorhabe
- Urtikaria
- Allergie an den Händen, von was auch immer

puh, ich glaube das reicht auch erst einmal

SD-Untersuchung wurde gemacht aber lt. Befund alles in Ordnung

Nebennierenadenom beim Endo gecheckt, lt. Befund unauffällig

Hat vielleicht jemand eine Idee???

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Quittie ist offline
Beiträge: 3.121
Seit: 20.12.09
Hallo Manu,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum!

Bei deinen ganzen Symptomen frage ich dich, ob du schon auf Borreliose hin untersucht wurdest?
Hattest du vor längerer Zeit mal einen Zeckenstich, kann auch schon lange zurückliegen?

Eine Borreliose kann eine Vielzahl von Beschwerden in alle möglichen Organsysteme auslösen.

Viele Grüße Quittie
__________________
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert. (Aldous Huxley)

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Puttchen ist offline
Beiträge: 1.237
Seit: 08.11.10
Zitat von maxroadrunner Beitrag anzeigen
SD-Untersuchung wurde gemacht aber lt. Befund alles in Ordnung
Hast du ihn vorliegen? Kannst du die Werte nennen?
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maxroadrunner ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 19.01.11
Zitat von Puttchen Prummel Beitrag anzeigen
Hast du ihn vorliegen? Kannst du die Werte nennen?
Hallo Puttchen Prummel,

danke für deine Nachfrage.

Ja, die Befunde liegen vor:

In der 1. Radiologie am 21.09.2010kam folgendes Ergebnis zustande:
__________________________________________________ _______________________________________
FT3: 4,8pmol/l (Norm: 3,1-7 pmol/l) 43,59%
FT4: 9,4pg/ml (Norm 8,0-17,0pg/ml) 15,56%
TSH basal: 2,11µU/ml (Norm 0,3-3µU/ml)

Euthyreote Stoffwechsellage. Keine erhöhten TPO-AK, somit kein Hinweis auf einen floriden immunogenen Parenchymprozess.

Sonographie:
Die Schilddrüse ist mit einer Ausdehnung von 22x14x70mm -> 10,5ml rechts und 20x12x65mm -> 7,6ml links mit einem Gesamtvolumen von 18,1ml bei gering rechts betonter Organasymmetrie grenzwertig vergrößert. Im unteren Lappendrittel links eine echoarme Läsion mit 5x8x11mm Durchmesser, ansonsten homogene reflexreiche Parenchymstruktur beider Lappen. Die Kontur der Schilddrüse ist glatt, normale Schluckbeweglichkeit. Im linken Halsdreieck zwei echoarme LK mit 4x8mm und 6x22mm Durchmesser und im linken Kieferwinkel ein LK mit 10x33mm Durchmesser, vom Aspekt her unspezifisch.

Diagnose:
Euthyreote grenzwertig vergrößerte Struma 0-1 mit einer kleinen echoarmen Läsion links. Unspezifische Lymphknoten im linken Kieferwinkel und dem linken Halsdreieck. Auf eine ausreichende Jodversorgung sollte geachtet werden.
Verlaufskontrolle in 12 Monaten zur Beobachtung der Tendenz angeraten.
__________________________________________________ _______________________________________
Am 12.11.2010 war ich wegen dem NN-Adenom beim Endo der folgende SD-Werte festgestellt hat

FT3 3,64 pg/ml Norm 2,2-5,0 51,43%
FT4 0,93 ng/dl 0,71-1,41 31,43%
TSH basal 1,19 mIU/l 0,4-4,0
__________________________________________________ _______________________________________
Am 09.12.2010 war ich auf drängen bei einem anderen Radiologen, mit folgenden Werten:

FT3 4,51 Norm 2,23-5,35 73,08%
FT4 13,4 9,1-23,8 29,25%
TSH 1,26 0,4-4,2
TPO-AK 0,2
TRAK 0,9

Sono:

Seitensymetrische Anlage einer im unteren Normbereich liegenden Schilddrüse mit homogenen, diskret echogemindertem Parenchym. Links im ventro-caudalen Schilddrüsenanteil glatt berandete, nahezu echolose Formation ( 0,6 x 0,8 cm ). Bds. entlang der Halsgefäße deutlich pathalogisch vergrößerte, echoarme Lymphknoten ( bis 3 cm ).

Beurteilung

Im unteren Normbereich liegende Schilddrüse ohne sonografisch sicheres Zeichen für eine Autoimmunthyreoiditis. Solitäres zystoides Knötchen links ventro-caudal ( 0,8 cm ). Die in-vitro-Werte zeigen eine euthyreote Stoffwechsellage sowie einen negativen Autoantikörperfilter, so dass sich auch hier nicht das vorliegen einer Autoimmunthyreoiditis bestätigt.
Bds. entlang der Halsgefäße deutlisch pathalogisch vergrößerte Lymphknoten, anamnestisch Z. n. Angina tonsillaris vor einer Woche. Sonografische Kontrolle in 2-3 Wochen empfohlen.

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maxroadrunner ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 19.01.11
Zitat von Quittie Beitrag anzeigen
Hallo Manu,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum!

Bei deinen ganzen Symptomen frage ich dich, ob du schon auf Borreliose hin untersucht wurdest?
Hattest du vor längerer Zeit mal einen Zeckenstich, kann auch schon lange zurückliegen?

Eine Borreliose kann eine Vielzahl von Beschwerden in alle möglichen Organsysteme auslösen.

Viele Grüße Quittie
Hallo Quittie,

danke für deine Begrüssung und deine Antwort.

Ja, Zeckenbisse hatte ich schon mehrere, als Jugendliche zum 1. mal.

Auf Borreliose wurde ich noch nie untersucht.
Trau mich schon gar nicht mehr beim Arzt noch was anzusprechen, weil, wie bei so vielen anderen ja auch, diese annehmen man hätte einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank

Hat jemand Erfahrung mit Angioödemen?

maxroadrunner ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 19.01.11
Einen schönen Guten Morgen,

nach etlichen Recherchen bin ich endlich auf etwas gestossen was vielleicht meine Schwellungen im Hals, der Zunge und der Nasennebenhöhlen verursacht.

Angioödeme

Was ich aber noch nicht finden konnte, ob es auch möglich sein kann, dass sich diese Schwellungen über einen längeren Zeitraum hin ziehen können???

Bei mir bestehen die Schwellungen im Mund und Rachen seit Anfang Dezember und bilden sich nicht zurück. Nur die Schwellung am oberen Zahnfleisch war nach ca. 2 Tagen fast weg.

Meine rechte Hand ist seit mehreren Monaten immer wieder mal geschwollen.

Ach ja, ich hatte seit 09/2010 ACE-Hemmer und Betablocker genommen und diese an Weihnachten eigenhändig abgesetzt weil mein Blutdruck nur noch unter 100 war.

Es gibt von mir noch einen anderen Beitrag mit meiner gesammten Symptomatik.

Noch mal meine Frage, hat jemand Erfahrungen damit???

LG
Manu

Bitte um Hilfe.. Verschiedene Symptome - Wer hat Erfahrung mit Angioödemen?

Puttchen ist offline
Beiträge: 1.237
Seit: 08.11.10
Bei dem Sonografiebefund mit "ohne sicheres Zeichen" klingeln bei mir die Alarmglocken Muss nichts heissen, aber gebranntes Kind scheut das Feuer.

Hast du auch die Werte der TG-AK? Wenn nicht, lass sie mal feststellen, sie gehören zur SD-Diagnostik.
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Ein Angioödem ist die Bezeichnung für ein Quincke-Ödem. Das ist idR. eine schwere allergische Reaktion (vom Typ3 glaube ich) auf ein Medikament.
Siehe auch Quincke-Ödem
Mein Mann hatte ein schweres Quincke-Ödem während einer OP, die deshalb abgebrochen werden musste, und wäre sicher nicht mehr derselbe, wäre er nicht intubiert gewesen. Denn dabei können Hals und Zunge bei schweren Reaktionen so zuschwellen, dass Atmen nicht mehr möglich ist. Das kann einen Menschen durch Sauerstoffunterversorgung in einen sehr kritischen Zustand bringen.
Als ich meinen Mann das erste Mal besucht habe, da bekam er schon 1,5 Tage Medikamente per Infusion dagegen und sein ganzer Körper war trotzdem noch ganz deutlich angeschwollen.

Da ich nicht glaube, dass Du zu den etwa 6 % der Erkrankungen gehörst, die auf einem erblichen Mangel an dem Blutprotein C1-Esterase-Inhibitor beruhen, ist die Frage, was bei dir diese schwere allergische Reaktion ausgelöst hat bzw. auslöst.

Das Röntgenkontrastmittel zur SD-Untersuchung ist zwar auch geeignet ein Quincke-Ödem auszulösen, insbesondere da Du die Untersuchung mehrere Male kurz hintereinander hast machen lassen, wenn ich das richtig lese. Aber ob die Reaktion durch so ein Mittel so lange anhalten kann, weiß ich nicht.
Das solltest Du am Zeitpunkt des Auftretens der Schwellungen ja verifizieren können.

Eine solche allergische Reaktion kann theoretisch jedenfalls jederzeit mit bestimmten Medikamenten plötzlich auftreten. Auch wenn man sie vorher problemlos vertragen hat.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Puttchen ist offline
Beiträge: 1.237
Seit: 08.11.10
Bei einer Sonografie (Ultraschall) wird ohne Kontrastmittel gearbeitet.
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