Magen/Darm- und Atemprobleme seit inzwischen 5 Monaten

02.01.11 18:19 #1
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Magen/Darm- und Atemprobleme seit inzwischen 5 Monaten
lisbe
Hi Leute!
Parasiten ist schon mehrmals hier gefallen und dieser Theorie würde ich mich anschliessen. Zur Erklärung: mit den Stuhlproben ist das gar nicht so einfach. Jemand hier aus dem Forum hat bei dem Bremer Labor herausgefunden, dass etwa 16 Stuhluntersuchungen anfangen eine Aussagekraft zu haben. Dies hängt u.a. mit dem Entwicklungszyklus der Darmparasiten und auch von der Lebensform, wie das z.B. bei Lamblien der Fall ist, die in der ruhenden (Zystenform - glaube ich) sehr lange überdauern können ohne auch einen einzigen Symptom hervorzurufen. Andererseits ist das dann so, dass wenn man schon den Tag erwischt, an dem die Parasiten ihre Eier legen, so muss man bei der Vorbereitung der Stuhlprobe auch noch die Stelle erwischen, an denen die Eier abgelegt wurden...! Das kann Jahre dauern, bis man da auf etwas stößt. Man kann aber auch Glück haben, deshalb nutzt man die Möglichkeit trotzdem.

Über das Blut kann man auch nach Hinweisen suchen. Hier empfiehlt die dr. Fonk in "Darmparasitose in der Humanmedizin" die sog. unspezifischen Blutbefunde aufzustellen:

- Eosinophile
- Leukozytose, Leukozytopenie
- IgE => erhöhte T-Helferzellen Typ2 (TH2)
- Erhöhte Histaminwerte
- Anämie ohne nachgewiesene Blutungsquelle, Eisenmangel
- Vit. B12-Mangel, Calcium- , Magnesium-Mangel
Eines muss man jedoch wissen: wenn alle Werte ok sein sollten, kann damit eine Darmparasitose trotzdem nicht ausgeschlossen werden. Analog gilt: sind die Werte auffällig, liefern sie sichere Hinweise auf eine eventuelle Darmparasitose.

Dann muss man wissen, dass einige Würmer nur im Urin zu finden sind, andere zwar nur in akribischer Mikroskoparbeit des Blutes und zwar in späten Abendstunden. Es gibt wirklich viele Möglichkeiten und noch mehr Gelegenheiten sich sowas einzufangen.

Einer von Euch war also in Ägypten - dort in Urlaubsstimmung geht es sehr schnell sich mit Lamblien zu infizieren, da noch nicht mal das Trinkwasser sicher genug ist - man denke nur an Eiswürfel. Lamblien werden häufig mitgebracht und äußern sich eben in so einer akuten Krankheit. Werden sie dann nicht sofort kuriert, wird das zu sog. chronischen Lambliose (auch Lambliase). Die Symptome dazu könnt Ihr hier nachlesen:
Parasiten

Was ich aber unterstreichen möchte: Lamblien kriegt man auch vor der Tür, da braucht man echt nicht zu verreisen, auch wenn die Ärzte etwas anderes behaupten. Überhaupt wird nach den exotischen Infektionsmöglichkeiten zu selten gesucht, denn bei dem Reiseverhalten, Geschäftsverbindungen und der Schnelligkeit der Verbreitung einfach alles möglich ist.

Bitte schaut Euch die Symptome erst mal im Link an ob Ihr Euch überhaupt abgebildet sieht. Denn es gibt zu dieser Option sonst noch sehr viel zu erzählen.... Das Wichtigste aber zum Schluss: solltet Ihr wirklich Lamblien haben, fangt die nicht gleich zu kurieren - dann gibt es noch mehr zu erzählen.

Viele Grüße!

Magen/Darm- und Atemprobleme seit inzwischen 5 Monaten

Cristiane ist offline
Beiträge: 26
Seit: 21.01.11
Hm, die Symptome kommen mir unheimlich bekannt vor. Bei mir fing es damit an, dass ich nicht mehr mit meinen Enkelsöhnen Fußballspielen konnte, die Luft wurde einfach zu schnell knapp. Ok, das habe ich auf mein Alter geschoben, schließlich bleibt man ja nicht ewig jung. Dann wachte ich nachts auf und bekam keine Luft. Ich also zum Hausarzt. Der tippte auf einen blockierten Wirbel und verpasste mir eine Spritze. Danach ging es auch ca. 14 Tage gut. Dann ging das Spiel von vorne los. Ach ja, Durchfall und erbrechen hatte ich dabei auch. Nach dem er mir die dritte Spritze gegeben hatte, meinte er, ich müsste in's Krankenhaus und mich von Kopf bis Fuß Durchchecken lassen. Das habe ich abgelehnt, da wir eine Südamerika Reise gebucht hatten. Der erste Urlaub nach 30 Jahren ohne Kinder und das auch noch für 3 Monate. Ich versprach ihm aber das ich sofort nach der Urlaubsreise in's Krankenhaus gehe.

Tja, das was dann ein Satz mit X, nämlich nix. In Südamerika bin ich nach ca. 6 Wochen zusammengebrochen und kam in eine Privatklinik. Dort hat man mir das Leben gerettet. Hat mir aber nicht gesagt was ich habe. Das stand zwar alles im Arztbericht drin, aber der war auf spanisch und das Kauderwelsch der Ärzte konnte ich noch noch nicht so richtig interpretieren. Jedenfalls ging es mir nach der Entlassung aus den KH, nach kurzer Zeit wieder schlechter und wir brachen den Urlaub ab und flogen sofort in die Heimat. Als wir wieder in Deutschland landeten hätte ich jeden Schönheitswettkampf gegen Elefanten gewonnen. Ich wog 80 Kg und das bei einer Größe von 1,68 m. Das war alles Wasser.

Ich bin dann zu unserem Internisten hin, der hat mich sofort mit dem Rettungswagen in's Krankenhaus verfrachtet. Dort hat man mich entwässert, hat die Arztunterlagen aus Südamerika übersetzt, nach 14 Tagen, davon 3 Tage auf der Intensiv, wurde ich entlassen. 1 Woche später kam ich wieder mit viel trara ins Krankenhaus. Die Ärzte hatten es immer noch nicht nötig mir zu sagen was los ist. Jetzt wurde ich aktiv, da ich Herzschmerzen hatte und mein Herz auch manchmal regelrecht raste, habe ich mir die Tel. Nr. vom Herzzentrum in Berlin aus dem Internet rausgesucht. Habe dort auch ziemlich schnell einen Termin bekommen und wir sind nach Berlin gefahren, wir wohnten damals in Norddeutschland.

Dort hat man mich wirklich gründlich untersucht und mir dann zum Schluss offenbart, das ich eine Herzschwäche habe. Bei mir ist die linke Herzhälfte ausgefallen. Seit dem trage ich einen biventrikulären links Herzschrittmacher.

Du warst ja schon bei einigen Ärzten, aber ein Herzspezialist war da noch nicht bei. Auf alle Fälle würde ich da an Deiner Stelle aber hingehen. Ich habe mir meine Herzerkrankung durch eine Grippe zugezogen. Die ist nämlich unbemerkt weiter zum Herzmuskel und hat dann diese Schäden verursacht. Wer geht denn schon nach einer Grippe zum Herzspezialisten. Ich damals jedenfalls nicht. Heute würde ich anders handeln.

Trotz allem gute Besserung und denke daran, es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Gruß

Cristiane
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Es gibt zwei Arten von Freunden: Die einen sind käuflich, die anderen sind unbezahlbar

Magen/Darm- und Atemprobleme seit inzwischen 5 Monaten

Dama ist offline
Beiträge: 4
Seit: 21.01.11
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo Dama,

was genau wurde im Blut nachgewiesen?

Könntest Du mal Deine Schilddrüsenwerte hier einstellen?
Danke für die schnellen Antworten Nachgewiesen wurde nur, dass meine eosinophile Granulozyten erhöht waren und dementsprechend auch die Lymphozyten.

Meine Ärztin meinte, dass sich nur durch eine allergische Reaktion die Granulozyten erhöhen.

Welche Werte sind denn für die Schildrüse wichtig?. Kenn mich da nicht so aus:(

Was mir noch einfällt. Gelegentlich hab ich zu hohe Eisenwerte im Blut. Des Weiteren ist meine linke Schilddrüse immer geschwollen wenn ich diese Probleme habe. Meistens ein paar Tage bevor es los geht:(.

LG Dama

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lisbe
Zitat von Dama Beitrag anzeigen
Danke für die schnellen Antworten Nachgewiesen wurde nur, dass meine eosinophile Granulozyten erhöht waren und dementsprechend auch die Lymphozyten.

Meine Ärztin meinte, dass sich nur durch eine allergische Reaktion die Granulozyten erhöhen.
Nein, also Eosinophile geben einen nahezu 100%igen Hinweis auf eine Darmparasitose.... oder wogegen bist Du allergisch?

Viele Grüße!

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Dama ist offline
Beiträge: 4
Seit: 21.01.11
Allergisch bin ich seit Kindesalter gegen viele Sachen. Bsp.:Obst/Gemüse wenn nicht abgekocht. Hatte früher auch Asthma. Ging durch die Pubertät dann weg. Hab jetzt einen Termin beim Lungenfacharzt am Freitag und richtige Panik davor. Bin auch seit längerer Zeit Morgens immer Kurzatmig gewesen wenn ich zur Arbeit bin(also durch körperliche Betätigung). Hat sich dann gleich wieder gelegt sobald ich in der Arbeit war.

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lisbe
Dr. Fonk scheibt auf S. 128:
Nahrungsmittelallerien, Asthma, Pollinosen, Neurodermitis und andere allergische Erkrankungen lassen sich aus seiner Sicht ohne gezielte, wiederholte Vermizidtherapie nicht wirklich behandeln. Im Gegenteil, er sieht darin einen Kunstfehler, wenn bei allergischen , rezidivierenden Erkrankungen welcher Art auch immer nicht zuallererst eine Darmparasitose ausgeschlossen wird.
Gruß!

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Dama ist offline
Beiträge: 4
Seit: 21.01.11
Danke

Habe gerade was sehr interessantes gefunden:

J82 - Eosinophiles Lungeninfiltrat, anderenorts nicht klassifiziert

Als Infiltrat bezeichnen Mediziner eine Verdichtung von Lungengewebe, die im Röntgenbild sichtbar ist. Es können Zellen in die Lunge einwandern - in diesem Fall sind es eosinophile Granulozyten. Diese Zellen sind vor allem bei der Abwehr von Würmern und Parasiten sowie an Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) beteiligt.

Als Ursache für die Einwanderung der Zellen kommen unter anderem Medikamente in Frage. Die Anzeichen können vielfältig sein, oftmals treten aber Asthma ähnliche Symptome auf:

* Atemnot,
* Kurzatmigkeit,
* ein pfeifendes, zischendes Geräusch beim Ausatmen und
* Hustenanfälle mit Auswurf eines zähen, glasigen Schleims.

Quelle: J82 - Eosinophiles Lungeninfiltrat, anderenorts nicht klassifiziert | NetDoktor.de

Die Symptome passen wie die Faust aufs Auge

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s1984 ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 02.01.11
So, wollte hier nur nochmal den aktuellen Stand anmerken. Der Magen/Darm scheint seit ich wieder mit dem Symbiolact angefangen habe jetzt wieder soweit stabil zu sein. Essen geht auch wieder im Großen und Ganzen - so lange nicht zu fettig, zu süß oder zu fruchtig. Aber auf jedenfall wieder grob in Richtung normal.

Was allerdings nicht wirklich in den Griff zu kriegen ist, ist die Geschichte mit der Atmunt. Das ist mal besser und mal schlechter, leider allerdings nie ganz weg. Es ist und bleibt das Gefühl, als ob sich die Lungen nicht zu 100% aufblasen/entfalten könnten beim Einatmen. Eine Bauchatmung ist so auch nicht möglich wenn man das einmal bewusst probiert....
Mal sehen ob sich hier noch etwas tut, die Lunge ist ja laut Lungenfacharzt in Ordnung. Was ich noch festgestellt habe, momentan ist meine Nase wieder sehr zu, wenn dann von oben schon nichts durch kommt ist das im Lungenbereich auch nicht unbedingt optimal/angenehm. Aber von Facharztseite aus war die Aussage, es wäre ja alles OK :(

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Casadero ist offline
Beiträge: 104
Seit: 09.01.11
Hast Du vielleicht eine Allergie gegen etwas entwickelt, mit dem Du Dich im Alltag nicht so regelmässig umgibst? Das kann ja von Haustieren über Hausstaub bis hin zu Cremes, Seifen, Parfums oder Waschmitteln nahezu alles sein - theoretisch sogar Besteck, Geschirr, Raumpflegemittel (Bodenseife, Farben, Polituren), auch im Auto Ausdünstungen und vieles, vieles mehr... kannst Du da vielleicht selbst einen Zusammenhang zwischen "gut und schlecht" herstellen?

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s1984 ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 02.01.11
Also an Allergien wurde etliches getestet und ist bisher nichts aufgefallen, laut HNO Arzt wäre Formaldehyd eine möglichkeit gewesen, aber auch keine Allergie im Blut nachweisbar. Habe halt jetzt die offenen Kanten von Sperrholzmöbeln mit Kantenumleimer abgeklebt und Formaldehyabbauende Pflanzen in die Zimmer gestellt, aber die werte beim Raumlufttest waren eh recht niedrig.
Sonst hätte ich auch nichts wo ich einen Zusammenhang erkennen könnte.

Ansonsten kann ich nur feststellen dass es nach sportlicher Belastung des Körperkerns(z.B. Krafttraining, Grappling[=Aufgaberingen]) intensiver ist, weil sich der komplette Oberkörper verspannt anfühlt. Das lässt sich meistens durch ausgiebiges Dehnen und lockern verbessern.
Verschlechtert sich aber auch öfters ohne sportliche Belastung und wird irgendwann wieder erträglicher. Wie gesagt nur ganz frei ist die Atmung nie.


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