Wie auf Drogen - Warum stehe ich so neben mir?

01.01.11 18:55 #1
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LillianPaulina ist offline
Beiträge: 11
Seit: 01.01.11
Hallo erstmal, ich bin neu hier und habe mich aus folgendem Grund angemeldet:

Vor einiger Zeit habe ich von meiner Ärtzin schon zum 3. Mal gegen unreine Haut die Minocyclin-Tabletten von Hexal verschrieben bekommen. Bis dahin ging es auch immer gut mit den Tabletten, bis ich dann merkte, dass es mir schlechter ging: Ich war völlig müde, aphatisch, stand völlig neben mir und hatte ein merkwürdiges Jucken von innen, als würden unter meiner Haut Käfer laufen, allgemein kam ich vor, als wäre ich auf Drogen. Auch hatte ich das Gefühl, dass mit meiner Wahrnehmung irgendetwas nicht stimmt, so hatte ich z.B. ein ungutes Gefühl dabei, allein über die Straße zu gehen, obwohl ich Pflichten wie Schule und Arbeit teilweise sogar nachging. Nachdem ich eine Woche nach Beginn dieser Symtome die Tabletten abgesetzt habe ging es mir auch schnell wieder besser und ich bekam von meiner Gynäkologin nun als Alternative die Pille Cypromderm verschrieben, mit der Folge nach einigen Tagen genau den gleichen Symtomverlauf zu erleben wie auch schon bei den Tabletten davor. Nun habe ich vor zwei Tagen die Pille abgesetzt und mir geht es immernoch nicht besser. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass es mir aufrund meines Eisenmangels so schlecht ging, da die Minocyclin-Tabletten die Aufnahme von Eisenpräparaten wohl mindern sollen, nun hat mir meine Ärtzin aber gesagt, meine Eisenwerte seien völlig normal. Meine Vermutung ist nun, dass ich irgendeinen Stoff nicht vertrage, der sowohl in der Pille als auch in den Minocyclin-Tabletten vorhanden ist. Kennt sich jemand damit aus? Oder könnte es doch eine ganz andere Ursache haben?
Über Hilfe und Tipps würde ich mich riesig freuen, da ich echt nicht mehr weiter weiß.

Geändert von LillianPaulina (01.01.11 um 23:53 Uhr)

Wie auf Drogen - Warum stehe ich so neben mir?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo LillianPaulina,

das Minocyclin kann u.a. auf die Leber gehen:
Minocyclin: Nebenwirkungen - Onmeda: Medizin & Gesundheit

Zu Cyproderm:
Nebenwirkungen:
Da gibt es leider sehr, sehr viele. In Österreich darf Cyproderm aufgrund der leberschädigenden Wirkung des Gestagens Cyproteronacetat nicht mehr verordnet werden.
Die wichtigsten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen, Übelkeit, Magenschmerzen, Blutdruckanstieg und sehr hohes Risiko für eine Thrombose und/oder Embolie.
Cyproderm - Erfahrungsbericht - Cyproderm

Vielleicht kommt ja Deine Leber mit diesen Mitteln nicht zurecht? Wie sehen Deine Leberwerte aus?

Gruss,
Oregano

Wie auf Drogen - Warum stehe ich so neben mir?

LillianPaulina ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 01.01.11
Danke erstmal für den Tipp. Das mit der Leber könnte schon sein, da ich als ich die Tabletten damals absetzten musste wohl auch leicht erhöhte Leberwerte hatte und die jetzt aber noch kein Artzt untersucht hat. Aber bekommt man bei erhöhten Leberwerten gleich so starke Beschwerden? Kann das sein?

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Aber bekommt man bei erhöhten Leberwerten gleich so starke Beschwerden? Kann das sein?
Das ist die Frage, LillianPaulina, und ich weiß keine Antwort dazu. Trotzdem würde ich versuchen, die Leber und Nieren zu stärken, um eine bestmögliche Entgiftung zu ermöglichen.

Sind denn alle Werte bestimmt worden, die etwas über eine Eisenmangelanämie aussagen? Wie sieht es mit dem Vitamin B12 aus?
http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...n-anaemie.html
http://www.symptome.ch/vbboard/krank...iagnostik.html

Es können ja auch noch mehr Mängel vorhanden sein: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post594764

Wie sieht es bei Dir mit Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln aus?
Wie mit der Schilddrüse?

Grüsse,
Oregano

Geändert von Oregano (03.01.11 um 09:14 Uhr)

Wie auf Drogen - Warum stehe ich so neben mir?

LillianPaulina ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 01.01.11
Das könnte es wirklich sein. Wenn ich mir die Symptome für einen Vitamin B12 Mangel durchlese, dann trifft wirklich ein Großteil davon auf mich zu. Und mir ist nicht bekannt, dass das schon einmal jemand untersucht hat. Auch hat noch kein Artzt nach der Ursache für den Eisenmangel gesucht obwohl ich schon mehrmals nachgehakt habe. Wo lässt man denn diese ganzen Werte untersuchen?
Das einzige wo ich bisher vermutet habe, dass ich es nicht vertrage ist derGeschmacksverstärker Natriumglutamat (mein Vater klagt wie ich über Migräne, die bei ihm daher kommt) aber sicher weiß ich das auch nicht.
Bei der Schilddrüse ist die letzte Untersuchung auch schon bestimmt 5 Jahre her, aber ich weiß noch, dass der Artzt gesagt ich habe eine leichte Unterfunktion.
Ganz liebe Grüße, LillianPaulina.

Geändert von LillianPaulina (03.01.11 um 14:21 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Da hast Du ja jetzt ein paar Anhaltspunkte zum Abarbeiten . Am besten suchst Du Dir entsprechende Fachärzte für
- die Schilddrüse (Endokrinologe und Radiologe)
- Allergien und Intoleranzen (Allergologe, Hautarzt, Gastroenterologe, Ernährungstagebuch
- Internist oder Orthomolekularmediziner

Bitte berichte, wie es weiter geht .

Grüsse,
Oregano

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LillianPaulina ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 01.01.11
Einige Termine sind schon gemacht, wenn ich was weiß, sag ich auf jeden Fall bescheid. Und danke für die Hilfe!

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LillianPaulina ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 01.01.11
Seit einigen Tagen geht es mir wieder schlechter und deshalb würde ich das Thema gerne noch einmal aufnehmen:
Also nachdem ich mich nun einige Tage ausgeruht habe und Vitamintabletten genommen habe, ging es mir wieder besser. Nun habe ich einige Wochen später nach einem grippalen Infekt mit Fieber usw. plötzlich wieder die gleiche Symptomatik. Mein Hausarzt hat mir, aufgrund einer leichten Schilddrüsenunterfunktion Schilddrüsenhormone verschrieben, die ich seitdem auch nehme. Außerdem wurde mein Blut noch einmal untersucht-alles in Ordnung, auch die Leberwerte. Der Hausrtzt schickte mich damals nach Hause mit der Diagnose "Erschöpfung" und sagte mir nur ich solle mich ausruhen. Nun habe ich es wieder.und ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Nachdem ich nun viel nachgedacht habe sind mir noch ein paar Dinge eingefallen, die vielleicht zur Ursachenfindung wichtig sein könnten: Ich habe seit einigen Jahren Bulimie und seit ungefähr 6 Monaten ein extrem schwaches Immunsystem. Außerdem hab ich fast täglich Kopfschmerzen. Als ich die oben gennanten Symtome das erste Mal erlebt habe, habe ich kurz zuvor gekifft und war gesundheitlich etwas angeschlagen durch eine Erkältung mit Fieber und bin aber zuerst davon ausgegangen, "auf einem Trip hängen geblieben zu sein". Nun erlebe ich das ganze aber schon wieder, wobei ich dazu sagen muss, dass ich ab zu noch kiffe (ca. einmal Monat). Mir als Laie fallen noch einige mögliche Ursachen ein, wo ich aber keine Ahnung habe, ob diese eher abwegig sind oder nicht: Entweder Burnout oder irgendeine starke Mangelerscheinung (vielleicht sogar ein leerer Eisenspeicher oä.) die noch nicht untersucht wurde. Ich habe sogar schon an eine drogenbedingte Psychose gedacht obwohl ich mich nun wirklich nicht als Junkie bezeichnen würde. Was könnte es sein?

Geändert von LillianPaulina (07.02.11 um 19:16 Uhr)

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gentlemen01 ist offline
Beiträge: 847
Seit: 14.09.09
hey paulina,

also als erstes rate ich dir das kiffen einzustellen
war auch jahrelang am kiffen, aber dass es für den körper nicht gut ist (tabak, schadstoffe wie düngerreste, schwermetalle, "gehirnf*ckerei" usw.), muss ich dir ja nich sagen oder?

auch ich hatte/ habe, dass gefühl "hängen geblieben zu sein".

da ich aber nach der einnahme diverser nahrungsergänzungsmitteln (vitamin c, vitamin d, magnesium, zink) und gleichzeitiger ausleitung mit rizinusöl tage kenne, wo ich "bäume ausreißen könnte", weiß ich, dass das gefühl des "hängen geblieben" nur eine verzerrte wahrnehmung ist, die BEI MIR höchst wahrscheinlich ihre ursache in dem jahrelangen kiffen, jahrelanger fast food ernährung und noch vorhandenen amalganplomben liegt.

vielleicht hat dir das ja ein wenig geholfen,auch wenn dies hier nur ein bericht eines ex- kiffers ist, der das gefühl kennt

p.s. nachdem ich damals eine 6 monatige kiffpause eingelegt hatte, dachte ich weder ans kiffen, noch war das gefühl des "hängen geblieben" noch vorhanden. war nach 3 wochen weg
__________________
Liebe Grüße G01

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LillianPaulina ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 01.01.11
Den Rat werde ich auf jeden Fall erstmal ernst nehmen
Wie hat sich das Gefühl des Hängenbleibens denn bei dir geäußert und wie hat das dann wieder aufgehört?

Liebe Grüße, Lillian Paulina.


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