Dauerhafter Druck auf den Brustkorb

19.12.10 23:30 #1
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Dauerhafter Druck auf den Brustkorb

Custer ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 19.12.10
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Evtl. könnten diese Beschwerden auch von Sodbrennen bzw. einer Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) kommen. Sodbrennen wiederum tritt bei einer Histaminintoleranz vermehrt auf...

Sodbrennen

Grüsse,
Oregano
hallo oregano,

sodbrennen habe ich nicht wirklich. zwar spielt die verdauung verrückt zwischen festen stuhlgang und durchfall, obwohl gleiche speisen, aber das ist nicht "hinter" dem brustbein, sondern schon eindeutig darauf. Vorerst nehme ich mal an, dass das Brustbein entzündet ist und daher die Muskeln "blockieren".

Allerdings wie kann ich sie entkrampfen? :-(

Magnesium nahm ich sowieso schon immer, kalzium und co werte waren auch alle in ordnung. b12-kur auch mal gemacht. das einzige was mal half war eine tablette tetrazepam, da war ich den ganzen abend völlig beschwerdefrei, alle muskeln hatten aufgehört zu drücken, es war alles wie früher. doch weil es zu den benzo's gehört wollte man mir so etwas heftiges nicht auf die dauer verschreiben. dann hatte ich als alternative "tolpersion" bekommen, das wirkt wohl nur peripher, daher nicht so heftig, aber ja die wirkung war gleich null.

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Custer ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 19.12.10
Zitat von derstreeck Beitrag anzeigen
Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. In den letzten Jahren wurden bei mir auch zwei EKGs gemacht. Leichte Herzrytmustörungen, diese sind seit der Histaminarmen Ernährung nicht mehr aufgetreten.

Ich kann dir aber leider nicht sagen, ob es andere Erkrankungen gibt, die für den Histaminüberschuss im Körper verantwortlich sind. Allergien wären eine mögliche Ursache.
Hm, also die EKGs sind bei mir allesamt unauffällig. Lediglich der Puls sei zu hoch, teilweise der blutdruck.

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Custer ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 19.12.10
Hallo zusammen,

also als Diagnose hat man nun eine Art "Tietze-Syndrom" diagnostiziert. Dies wurde wohl durch das einrenken verschlimmert und die Schmerzen im Brustkorb sorgten für die muskelblockaden. Infiltrationen mit Lok anäs sind möglich, dann hat man wohl eine rasche Wirkung. Aber irgendwie möchte das niemand machen. Es wird weiterhin ibu und diclo empfohlen. Nur bisher ja kein Erfolg. AntiDepri sind dabei auch empfohlen, damit das schmerzgedächtnis gelöscht wird. Bekomme ich auch nicht.

Jetzt nehme ich selbst Wobenzym N und Limptar N. Das einzige was ich ohne Rezept unternehmen kann. Und dann wundern die sich noch wieso man psychisch langsam abwärts gleitet und sich immer mehr Ängste breit machen.

So feiert man gerne Weihnachten..

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
Die Definition vom Tietze-Syndrom bei Wikipedia ist etwas wässrig. Klingt etwas nach "wir finden nichts" Diagnose. Wurde denn eine Schwellung gefunden?

Hier im Forum kann natürlich jeder Laie seinen Senf dazugeben und alles sollte mit einer gesunden Skepsis betrachtet werden.

Mit diesem Hinweis muss ich nochmal auf eine Histaminintolleranz hinweisen, die durchaus Ursache deiner Beschwerden sein könnte. Auch weil du jetzt erwähnst, dass Ängste sich ausbreiten.

Auf jedenfall wäre besser mal ne Zeitlang auf Histaminarme Ernährung zu achten und die Symptome zu beobachten oder besser einen Arzt zu finden, der sich damit auskennt als eine Selbstmedikamention.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Custer,

mal angenommen, Deine "Zustände"haben doch auch etwas mit der Wirbelsäule zu tun (man kann ja Flöhe und Läuse haben), dann wäre meiner Meinung nach der Besuch bei einem Osteopathen oder Dorn-Therapeuten nützlich für Dich. Einrenken ist eine gute Sache, aber manchmal eben nicht die passende Technik. Und oft sollte man das sowieso nicht machen lassen.

VOD e.V. - Verband der Osteopathen Deutschland

Grüsse,
Oregano

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Custer ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 19.12.10
Achso ja genau, darauf bin ich auch eingegangen nur vergessen zu erwähnen. Also ich war beim Osteopath wie von dir empfohlen, der hatte auch gleich Zeit und hat mich vollkommen untersucht. Dabei stellte er das gleiche fest am Brustbein. Da sind wohl richtig fühlbare "Hubbel" an den Gelenken. Zudem löste er einige Blockaden in der WS. Die waren allerdings nicht dir Lösung, könnten aber die Läuse gewesen sein. Mein grösstes Problem ist eher, dass ich so ein ängstlicher Mensch bin und da wollte ich mal ein paar Medikamente zur Unterstützung haben, aber blieben mir leider verwehrt. Nach all der Zeit ist die eigene Psyche halt destabilisiert. Diese dauerhafte Anspannung des vegetativen Nervensystems und der hohe Ruhepuls sind sogar Symptome dieses Syndroms. Irgendwie will mich nur niemand "richtig" behandeln. ;-)

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Custer ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 19.12.10
Zitat von derstreeck Beitrag anzeigen
Die Definition vom Tietze-Syndrom bei Wikipedia ist etwas wässrig. Klingt etwas nach "wir finden nichts" Diagnose. Wurde denn eine Schwellung gefunden?

Hier im Forum kann natürlich jeder Laie seinen Senf dazugeben und alles sollte mit einer gesunden Skepsis betrachtet werden.

Mit diesem Hinweis muss ich nochmal auf eine Histaminintolleranz hinweisen, die durchaus Ursache deiner Beschwerden sein könnte. Auch weil du jetzt erwähnst, dass Ängste sich ausbreiten.

Auf jedenfall wäre besser mal ne Zeitlang auf Histaminarme Ernährung zu achten und die Symptome zu beobachten oder besser einen Arzt zu finden, der sich damit auskennt als eine Selbstmedikamention.
Ja Schwellungen wurden ganz deutlich erkannt. Du tippst nur rauf und man springt schon an die Decke. Lediglich das mit den Ängsten. Also seitdem ich 20 bin, exakt ab dann wurde ich immer ängstlicher und unterließ seitdem viele Aktivitäten, hatte ganz verschiedene Ängste vor Menschenansammlungen oder saß immer in der Nähe von Ausgängen. Es kam nur alles so plötzlich weißt du? Verstehe nicht woher die kamen.. :-(

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Custer,

meinte denn der Osteopath, daß mit einer Behandlung nichts sonst möglich wäre? Das kommt mir etwas schnell vor. Hast Du zufällig gefragt, wie lange seine Ausbildung war, denn da gibt es gewaltige Unterschiede...

Du schreibst, daß Du mit 20 Jahren etwa ängstlicher geworden ist.
Kannst Du Dich erinnern, ob es mit 20 Jahren irgendwelche Veränderungen in Deinem Leben gegeben hat wie z.B.
- Zahnbehandlung
- Impfung
- Umzug
- neue Möbel, Teppiche, Vorhänge usw.
- Auslandsreise
- Krankheit, Medikamente
- Zecken- oder Insektenbiß?
....?

Gruss,
Oregano

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Custer ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 19.12.10
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo Custer,

meinte denn der Osteopath, daß mit einer Behandlung nichts sonst möglich wäre? Das kommt mir etwas schnell vor. Hast Du zufällig gefragt, wie lange seine Ausbildung war, denn da gibt es gewaltige Unterschiede...

Du schreibst, daß Du mit 20 Jahren etwa ängstlicher geworden ist.
Kannst Du Dich erinnern, ob es mit 20 Jahren irgendwelche Veränderungen in Deinem Leben gegeben hat wie z.B.
- Zahnbehandlung
- Impfung
- Umzug
- neue Möbel, Teppiche, Vorhänge usw.
- Auslandsreise
- Krankheit, Medikamente
- Zecken- oder Insektenbiß?
....?

Gruss,
Oregano
Hallo Oregano,

erstmal danke (auch an alle Anderen) für euer offenes Ohr und eure Bemühungen, dass jemanden einem zuhört erlebt man nicht so oft. Entschuldigt meine späte Danksagung, zur Zeit bin ich leider ein wenig neben der Spur.

Jedenfalls war ich in der Tat nur ein Mal bei dem Osteopath und der hat mich dann so mit "ziehen" und "drücken", dann noch mit Cranio-Sagkral oder so, behandelt. Danach meinte er, dass er mich Ende Januar zur Kontrolle wiedersehen möchte. Das reicht. Also aus meiner Sicht eher unbefriedigend, gerade weil Entzündungen erkennbar sind.


Also diese ganze Angstsymptomatik hatte ich im jugendlichen Alter halt fast überhaupt nicht. Ging alles immer wunderbar wie von alleine. Es ging bewusst los, als ich zum Militär kam. Die Grundausbildung war erste Klasse, ich fühlte mich so gesund wie nie zuvor, immer um 19 Uhr abends bereits schlafen gewesen und so gut geschlafen habe ich bisher noch nie im Leben. ;-) Erst als ich dann in meine Stammeinheit geschickt wurde ging es los. Ich war in einem etwas ältern Gebäude und dort nach zwei Monaten gingen meine Ängste los. Ich hatte plötzlich Angst davor krank zu werden, weil ich wusste, dass man beim Bund es eher schwierig hat wenn man mal krank ist. Leider kam es dann so, die Ärzte haben mich mit Fieber wieder weggeschickt mit einer Paracetamol 500 oder so und musste eine Grippe am Arbeitsplatz auskurieren. Wir wären ja "Soldaten" und damit "Männer". Es hört sich komisch an, aber seitdem hatte ich irgendwie immer mehr Ängste.. :-(

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Custer,

Ich war in einem etwas älteren Gebäude und dort nach zwei Monaten gingen meine Ängste los
Nur mal so nachgedacht: ob in diesem älteren Gebäude evtl. Schimmel war? Oder evtl. noch alte Bleileitungen? Ist doch irgendwie seltsam, daß es Dir zunächst so gut ging und dann nach dem Umzug nicht mehr?
Gibt es denn Plätze, wo Du Dich irgendwie unwohl fühlst?

Grüsse,
Oregano


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