Schmerzen und Taubheit in Bein und Fuß aber alle sind ratlos...

26.11.10 11:44 #1
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Schmerzen und Taubheit in Bein und Fuß aber alle sind ratlos...

Wela77 ist offline
Themenstarter Beiträge: 38
Seit: 05.04.10
Hallo Datura,

danke auch dir für deine Antwort - auch wenn sie mich nicht wirklich weiter bringt.

Dafür werden sie nicht nur von Orthopäden, sondern auch von Physio- und Psychotherapeuten gründlich untersucht, bevor Schmerzexperten aus allen Ergebnissen ihre Therapieempfehlung in einem Gutachten zusammenstellen
Ich war ja bis vor 1 1/2 Wochen stationär im Krankenhaus in einer speziellen Abteilung für konservative Orthopädie, manuelle Medizin und Schmerztherapie. Und dort ist das so auch gemacht worden, sprich hauptsächlich wurde ich vom Ortho untersucht und behandelt, aber Physiotherapeuten sind in die Diagnosestellung und Behandlung mit einbezogen worden (ich war sogar einmal "Demonstrations- und Studienobjekt" in der monatlichen Besprechung aller (ca. 30) Physiotherapeuten). Außerdem hatte ich auch ein Gespräch mit einem Psychologen.
Aber das Endergebnis dort war ja leider auch, dass keiner weiß, woher meine ganzen Beschwerden kommen. Sie wären zwar alle zusammen passend und typisch (S1-Nerv) aber es gebe keine fassbare und erkennbare/darstellbare Ursache.

Deswegen sind ja alle so ratlos...

Viele Grüße

Schmerzen und Taubheit in Bein und Fuß aber alle sind ratlos...

Wela77 ist offline
Themenstarter Beiträge: 38
Seit: 05.04.10
Hallo!

Gestern ging es meinem Bein wieder deutlich schlechter. Ich wollte ein bißchen in die Stadt (weil ich da sowieso einen Termin hatte) um nach ein paar Weihnachtsgeschenken zu sehen.
Aber schon nach einer Stunde wurden die Beschwerden im Bein deutlich schlimmer. Die Schmerzen wurden mehr und ich hatte das Gefühl, dass das Bein nicht mehr mir gehört. So ein ganz komisches Gefühl. Und Berührungen habe ich zwar gespürt, aber nicht so deutlich, wie am/im linken Bein.

Das kann doch alles nicht wahr sein. Das ist doch so kein Dauerzustand, wenn man selbst solche Sachen wie einen kleinen Stadtbummel etc. nicht mehr durchhält.

Ich habe jetzt schon überlegt, ob ich vielleicht nochmal zu einem anderen Neurologen gehen soll. Denn es scheint mir fast so, als ob das eher ein neurologisches als ein orthopädisches Problem ist. Aber auch da bin ich mir unsicher. Einerseits denke ich ja, dann gibt es vielleicht nochmal einen neuen Blickwinkel, einen neuen Ansatzpunkt. Aber andererseits habe ich dann wieder ein bißchen Sorge, dass der dann auch nichts feststellen kann und ich irgendwann als Simulant abgestempelt werde (habe solche Erfahrungen leider schon machen müssen). Dann denke ich wieder, irgendeine Ursache müssen diese Schmerzen, die Missempfindungen und die Taubheit ja haben, also muss man diese Ursache doch auch finden können...

Ach ich weiß echt nicht weiter...

Viele Grüße!
Wela

Schmerzen und Taubheit in Bein und Fuß aber alle sind ratlos...

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Wela,

ich weiß nicht mehr, ob schon gefragt wurde, ob Deine Beine schon von einem Phlebologen angeschaut worden sind mit Ultraschall bzw. Doppel-Sonographie?
Die könnten dann auch gleich schauen, ob evtl. mit der artiellen Durchblutung etwas nicht stimmt.

Gruss,
Oregano

Schmerzen und Taubheit in Bein und Fuß aber alle sind ratlos...

elanra ist offline
Beiträge: 5
Seit: 06.12.10
Tip:
gehe zu einem osteopathich ausgebildenten Therapeuten (Heilpraktiker/Physiotherapeut) der sich min. 1 St. Zeit mimmt und alles noch einmal von einem anderen Standpunkt untersucht,
Sehr zu empfehlen ist eine Untersuchung des Blutes im Dunkelfeld, siehe Wikipedia o.ä.

Gruß

Schmerzen und Taubheit in Bein und Fuß aber alle sind ratlos...
Clematis
Mein Fuß (Außenkante) ist inzwischen fast ständig taub und die Kraft wird schlechter, so dass ich auch schon mehrfach gestolpert bin. Der Rest des Fußes kribbelt und das Kribbeln zieht sich auch etwas das Bein hoch, etwa bis zur Wade.

Ich wurde auch 2x neurologisch untersucht, einmal war der Achillessehnenreflex stark vermindert, einmal normal. (Was ja eigentlich auch unlogisch ist...)

eindeutige Symptome, die auf eine Nervenwurzelreizung o.ä. hinweisen und dafür typisch wären, aber in der Bildgebung und neurol. Untersuchung (Reflex) findet sich keine Entsprechung dazu.

Da die Ärzte nicht weiter wissen, haben sie mich jetzt - mit entsprechender Schmerzmedikation - entlassen. Aber ohne mir zu sagen, was ich weiter unternehmen könnte. Das einzige, was sie geraten haben, ist so eine Nervenmessung (EMG/ENG) beim Neurologen. Und ich solle halt meinen Fuß trainieren und aufpassen, dass ich nicht darüber falle...

Sie meinten eher, dass ich mich quasi damit abfinden müsse. Das will ich aber nicht, dazu bin ich zu jung! Und irgendwoher müssen die Schmerzen und die Taubheit ja auch kommen...
Hallo Wela,

Deine Symptome deuten sehr deutlich auf eine Nervenreizung am Ischias hin, nur dann strahlen die Symptome in die Wade und Fuß aus. Die ist inzwischen so stark, daß Lähmungserscheinungen auftreten - stolpern!

Du solltest dich daher dringend in die Hände eines Osteopathen begeben oder Massagen verschreiben lassen und diese von einem Physiotherapeuten durchführen lassen, der die Osteopathie beherrscht.

Der Achillessehnen-Reflex kann dadurch unterschiedlich ausfallen, daß die Reizung/Entzündung der Nervenwurzel vorübergehend nicht so stark ist. Ist der Reflex da, hat sie nachgelassen, ist er wieder weg, ist sie wieder stärker.

Die Bildgebung ist nicht immer zuverlässig, da sie im Liegen gemacht wird. Im stehen, sitzen wird die Wirbelsäule und damit die Bandscheiben leicht gestaucht, was die Größe der Protrusion erhöht, im Liegen ist sie dagegen kleiner. Das vergessen die Ärzte offenbar fast immer.

Aufpassen, damit du nicht stolperst ist richtig, doch Training des Fußes wird nicht viel nutzen so lange die Nervenwurzel gequetscht wird und entzündet ist.

Zu berücksichtigen ist, daß die Entzündung der Nervenwurzel auch im Umfeld zu leichten Schwellungen führt, was die Druckschmerzen und die Reizung erhöht. Daher ist es wichtig die Entzündung einzudämmen.
Um von den Schmerzmitteln weg zu kommen und die Entzündung einzudämmen, empfehle ich dir:

Magnesium-Chlorid: regt die Leukozyten stark an - bis zu 4-fach und damit das Immunsystem, gleicht den Kalzium-Haushalt aus - wo zuviel eingelagert wurde, wird es abgebaut und wo was fehlt, wird es eingebaut (gut für die Knochen und um Kalziumanlagerungen an der WS abzubauen, die dort nicht hingehören), wirkt entzündungshemmend und hat noch weiter positive Wirkungen, u.a. vorbeugend gegen Krebs, stimmungsaufhellend usw.

Dosierung: 20g als Pulver in einem Liter Wasser auflösen, davon 2-3x täglich 50ml trinken, bei akuter Krankheit auch 4x tägl. Da es “schlimm” schmeckt mit Apfelsaft mischen, überdeckt den Geschmack am besten. Als Pulver sowie im Wasser lange haltbar.

Bei der Bestellung in der Apotheke darauf achten, daß die 20g-Packungen vakuumverpackt sind, da Magnesium-chlorid Feuchtigkeit anzieht und man sonst nur noch Klumpen hat. Apotheken in Deutschland wissen das oft nicht, in F ist es ganz normal und Papiertütchen kommen nicht zum Einsatz. 20g kosten in F z.B. 1,50, nur als Anhaltspunkt und reichen für 20 Dosen.

Ich selbst wurde vor vielen Jahren an der LWS operiert, dabei wurde der Ischias verletzt und es bildete sich Narbengewebe, was zu ständigen Reizentzündungen und Druckschmerzen führte, besonders nachts. Nachts wurde ich mehrfach durch Schmerzen wach und mußte die Lage ändern. Nachdem ich Magnesium-Chlorid drei Tage eingenommen hatte, schlief ich erstmals durch. Auch sonst war ich belastungsfähiger, vorher nach Gartenarbeit tagelang Schmerzen, danach geringere Schmerzen, die schon nach 2-3 Stunden verschwanden.

Folgendes Büchlein (leider nur in französisch) von einer Schweizer Autorin Marie-France Muller: Le Chlorure de Magnésium, Un remède miracle méconnu, schildert zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Auch wie ein französischer Arzt das Mittel entdeckte und die weitere Entwicklung. SEHR empfehlenswert!

Grüße,
Clematis23


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