Hws einrenken soll zu Querschnittslähmung führen

21.10.10 23:56 #1
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stern12 ist offline
Beiträge: 1
Seit: 21.10.10
Hallo,
ich (42) hab seit über 25 Jahren diverse Probleme mit meiner Wirbelsäule und bin auch früher öfter eingerenkt worden. Das Grundproblem ist wohl, dass ich eine hypermobile Wirbelsäule hatte (oder habe?) und als Kind wirklich sehr extremes LeistungsKunstTurnen und Ballett gemacht habe.
Jetzt habe ich gerade eine MutterKindKur hinter mir. Da wurde dann von der behandelnden Pysiotherapeutin festgestellt, (nachdem ich von allen Sport- und Bewegungsangeboten und sogar der normalen Massage immer nur Kopfschmerzen bekam) dass ich mehrere Blockaden im Brust- und Halswirbelbereich hätte, die sie aus Zeitmangel nicht mehr sanft lösen konnte. Sie schickte mich nach Hause mit der Aussage, ich solle mir einen Manualtherapeuten suchen, der mich erst sanft einrenkt, dann die Verspannungen löst und danach mit gezielter Gym erst wieder aufbaut. Das Problem im Alltag ist, dass ich von fast jeder Tätigkeit (z.B. leichte nicht vermeidbare Hausarbeit) Kopfschmerzen bekomme, sowie ständige Müdigkeit, Rücken- und Gesichtsschmerzen habe. Soweit so gut, dachte ich, komme zum Therapeuten, der nachweislich sanft einrenken kann und der sagt mir dann: Nein, Sie werde ich nicht am Halswirbel einrenken und auch keiner meiner Kollegen (obwohl sogar einer Osteopath ist), weil Sie zu den Patienten gehören, die davon ohnmächtig würden und gelähmt wieder aufwachen.
Er hat mir sogar angeboten mein Rezept wieder mit zu nehmen und es bei einem anderen Therapeuten zu versuchen, wenn ich unbedingt eingerenkt werden will, aber nach so einer Aussage ... Jetzt hab ich totale Panik, dass auch ohne Einrenken z.B. bei einer falschen Bewegung etwas mit meiner HWS passiert und ich gelähmt bin. Außerdem hat der Therapeut auf die Frage, wie lange es denn bis zu einer Besserung dauern würde geantwortet: Die nächsten 40 Jahre! was meine ohnehin schon vorhandenen Depressionen nicht grade verbessert hat.
Hat jemand hier vielleicht Tipps, was ich gegen die Blokaden ohne die Gefahr der Querschnittslähmung tun kann?
Vielen Dank, Sissi


Hws einrenken soll zu Querschnittslähmung führen

Shorty ist offline
Beiträge: 507
Seit: 12.09.10
vielleicht wäre erstmal ein MRT oder sowas sinnvoll um überhaupt zu sehen wie was in welcher Stärke beschädigt ist???

Ich finde es aber vom Therapeuten lobenswert dass er in der Hinsicht einen "Rückzieher" gemacht hat und nicht einfach drauf los geknackst hat.

Wegen meinem Rücken hat ein Orthopäde mir ohne vorher Bescheid zu sagen sofort geknackst wie blöde.... Folge: Ich hatte noch schlimmere Rückenschmerzen wie vorher.

Hws einrenken soll zu Querschnittslähmung führen

zantos ist offline
Beiträge: 499
Seit: 11.05.07
Hallo Stern,
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass man hypermobile HWS nicht einrenken darf.
Soweit hat er der Therapeut wohl sehr verantwortungsvoll gehandelt. Die Horrorgeschichten hätte er sich IMHO sparen können. Aber immerhin hat er vermutlich erreicht, dass Du es nicht machen lassen wirst, was sicher gut ist. Wenn Du genau wissen willst, was mit Deiner HWS los ist und um Dich selber zu beruhigen, wirst Du wohl einen Facharzt aufsuchen müssen.

Zantos
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Ich bin medizinischer Laie. Meine Ausführungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers.

Hws einrenken soll zu Querschnittslähmung führen
Weiblich KimS
Hallo Sissi,

Ich denke "Einrenken" und Manipulationen an der HWS sollte man vermeiden, vor Allem wenn es Instabilität gibt, egal welcher Ursache. Und meiner Meinung nach, war das ein ausgezeichneter Therapeut den Du da getroffen hast, und lobenswert dass er Dir dazu aufgeklärt und gewarnt hat. Denn es gibt viele, die die Finger nicht davon lassen, trotz allen Risiken/möglichen Folgen (womit wirklich nicht zu Spaßen ist).

Hier findest Du informationen zum Thema HWS-einrenken/chiropraktik/manipulation: http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...tml#post443682 und welche Risiken damit einhergehen.

Was Du selber tun könntest um die Blockaden und Schmerzen zu lindern, wäre unbelastes Bewegen, und entspannungsübungen. Meiner erfahrung nach sind Spaziergänge eine sehr gute Methode die Beschwerden zu lindern, das Bewegen der Arme, Schulter während dem gehen fördert die Durchblutung was wiederum zu Schmerzlinderung fÜhrt. Ausserdem wird durch die Bewegungen der Wirbelsäule die tiefe Muskulatur leicht trainier, was wiederum so wichtig ist bei Instabilität.

Entspannungsübungen, können hilfreich sein, sowie Wärme (warm Duschen), und Behandlung (Massagen oder Schröpfen) der nahe liegende Muskulatur, also Schulter und Oberrücken, dabei breitet sich der Effekt dann ohnehin, also indirekt positiv aus, zur HWS. Meines Erachtens und meiner Erfahrung nach bei Instabilität auch solche Behandlungen besser nicht/nie direkt an der Halswirbelsäule.

Ansonsten könnten Tai Chi oder Qi Gong hilfreich sein, (stärkung der Wirbelsäulenmuskulatur, sanfte methode)..

Zudem, wichtig darauf zu achten dass Du immer ausreichend trinkst. Aus zwei Gründen, erstens weil dann die Zwischenwirbelscheiben "besser Gefüllt" sind (mit Flüssigkeit), und zweitens weil Flüssigkeitsmangel ohnehin empfindlicher macht für Schmerzen.

Sich zwischendurch über den Tag mal hinliegen kann auch hilfreich sein. Im liegen "füllen" sich die Zwischenwirbelscheiben, im Laufe des Tages verlieren sie langsam an Höhe, also deswegen kann hinliegen in manchen Fällen auch hilfreich sein. (Deswegen ist man morgens auch etwas länger als am Ende des Tages)

Das waren so einige meiner Tipps, es gibt bestimmt noch mehr was man tun kan, ich hoffe Du kannst was anfangen damit. Im Forum findest Du in der Rubrik Oxidativer/Nitrosativer Stress bestimmt noch weiteres.

Herzliche Grüsse,
Kim


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