Schwerwiegende "unspezifische" Symptome, keine Diagnose

15.10.10 22:15 #1
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SaPa ist offline
Beiträge: 42
Seit: 15.10.10
Hallo!

Ich habe seit einem dreiviertel Jahr große gesundheitliche Schwierigkeiten, sodass ein auch nur annähernd normales Leben nicht mehr möglich ist und suche dringlichst Hilfe. Ärzte bezeichnen meine Symptome als unspezifisch und da sie im Blut keine Auffälligkeiten (bis auf leicht erniedrigte Leukozyten) finden und das MRT vom Kopf ohne Befund war schieben die gleich alles auf die Psyche und forschen nicht weiter.

meine Probleme:

Ein Infekt nach dem anderen mit denen der Körper nur schwer fertig wird (meistens Harnwegsentzündungen,Bronchitis), immer wiederkehrende Schwächezustande, sodass ich teilweise das Bett nicht verlassen kann, Benommenheit, permanente Wahrnehmungseintrübung, damit verbundene Konzentrationsstörung,nicht mehr klar denken können, Sehstörungen, brennende Augen, Kopfschmerzen (z.T sehr stark,Schmerzmittel helfen nicht),Schwindel, Pulsieren im ganzen Körper,Magen-/Darmprobleme, immerdurchsichtiger werdende Haut an den Händen, Ausschlag am Hals, Lymphknotenschwellung am Hals, Gewichtsverlust trotz reichlichen Essens (170cm/52kg ursprünglich 58kg), Muskelschmerzen.
Seit 2 Wochen Gelenkschmerzen, Kribbeln in den Armen, z.T das Gefühl die Beine klappen weg, werde immer schwächer...

Welche Krankheiten kommen als Ursache in Frage? Was muss untersucht werden?

Gruß

Sabrina


schwerwiegende "unspezifische" Symptome keine Diagnose

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Sabrina,

- Bist Du auf Borreliose untersucht worden? Kannst Du Dich an einen Zecken- oder Bremsenstich erinnern oder etwas Ähnliches?

- Verträgst Du evtl. Nahrungsmittel nicht gut? Ist in der Richtung schon einmal gedacht worden?

- Welche Schilddrüsenwerte sind bei Dir angeschaut worden? Könntest Du die bitte hier mal zeigen?

- Was war bei Dir los, als es mit diesen Beschwerden losging?:
Zahnarzt, neue Wohnung, neuer Arbeitsplatz, neuer Drucker, Renovierung, Impfung, Medikamente, Magen-Darm-Grippe ....?

- Ging es Dir vor diesen ca. 9 Monaten gut?

Grüsse,
Oregano

Schwerwiegende "unspezifische" Symptome, keine Diagnose

Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo,
schliesse mich den Vorschlägen von oregano an.
Zusätzliche Information könnten Sie in meinem Profil finden,wenn Sie den dort angegebenen Link aufrufen.
Nachtjäger

Schwerwiegende "unspezifische" Symptome, keine Diagnose

anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Das könnte eine Lebensmittelallergie sein.


Die häufigsten allergischen Reaktionen auf Lebensmittel oder deren Inhaltsstoffe äußern sich an der Haut (Juckreiz, Schwellung, Rötung, Hitzewallungen, Nesselsucht, Neurodermitis, Ekzem), gefolgt von Beschwerden an den oberen und unteren Atemwegen (Husten, Atembeschwerden, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Heuschnupfen, Asthma, Augenhautentzündung). Danach folgen bezüglich der Häufigkeit Störungen im Magen-Darm-Bereich (Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Krämpfe, Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit, kolikartige Bauchschmerzen) sowie Beschwerden am Herz-Kreislauf-System (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Herzrasen, Herzflimmern) und am zentralen Nervensystem (Migräne, Epilepsie, Schlaf- und Verhaltensstörungen).
Entnommen hier:
Essen und Trinken bei Lebensmittelallergien | Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.


Sicher bekommst Du noch ausführlichere Antworten, denn es gibt im Forum Leute, die sich wirklich sehr gut auskennen, wie z.B. Oregao und Nachtjäger.

Schwerwiegende "unspezifische" Symptome, keine Diagnose

SaPa ist offline
Themenstarter Beiträge: 42
Seit: 15.10.10
Hallo Oregano,

erstmal herzlichen dank für deine Unterstützung.

Welche Schilddrüsenwerte untersucht wurden kann ich nur schwer sagen, da ich die Werte nicht zuordnen kann. Zur Endokrnologie habe ich hier freies Thyroxin (1,39) und TSH (1,80). Ich habe aber noch einen anderen Blutbefund auf dem auch Schildrüsenwerte drauf sein müssten. Wie heißen denn die Werte bzw welche sollten untersucht werden?

Das mit den Nahrungsunverträglichkeiten war zwar zwischenzeitlich auch mein Verdacht aber Ärzte gehen nicht darauf ein und beim ausprobieren, z.B. weglassen von u.a. Milch ist nichts aufgefallen.

Kurz bevor ich krank wurde war alles wie immer, nur dass schon seit November schon zweimal Harnwegsinfekt diagnostiziert wurde und ich mich nicht mehr richtig fit fühlte, aber alles noch im normalen Rahmen.

Das mit der Borreliose ist in der Tat sone Sache für sich. Ich habe keinen Zeckenbiss bemerkt, habe aber zwei rote Ringe auf dem Kopf, die sich bis jetzt noch nichtmal ein Arzt angeguckt hat. Bemsenstiche habe ich bestimmt genug gehabt, hatte nämlich viel mit Pferden zu tun und da passiert das recht häufig.

Zudem hat im Juni die Borrelienserologie einen schwach positiven Titer gezeigt. Der Arzt hat mir daraufhin ein "regulationsmittel" gespritzt, weil er meinte Borrelien können auch das Hormonsystem durcheinander bringen. Dann sollte ich erstmal abwarten und in 4-6 Wochen sollte der Wert kontrolliert werden

Mir ging es imer noch schlecht. Bin dann bei einer Heilpraktikerin gewesen, die sich seit langem mit Borreliose beschäftigt, die davon überzeugt war/ist, das ich das habe. Hat mir Homöopathische Mittel verordnet, innerhalb von zwei Wochen ging es mir sehr viel besser, leider nur drei Wochen lang- dann der Zusammenbruch- wenn du zu dem Zusammenbruch noch mehr wissen willst, dann frag nach sonst wird das hier zu lang.

Jedenfalls ist ca. 2 wochen vor dem Zusammenbruch (heftigste Kopfschmerzen, die man sich nicht mehr vorstellen kann, zum ersten Mal massive Sehstörungen) nochmal auf Borrelien getestet worden, diesmal war der Wert absteigend und das Thema bei dem Arzt durch.

Da das der einzigste anhaltspunkt war,habe ich mich näher über Borreliose informiert mit dem Ergebnis, dass wohl eine negative Serologie eine Borreliose nicht ausschließt. Eine der Vorsitzenden des deutschen Borreliose Bundes hat mir empfohlen solange von Arzt zu gehen bis einer Borreliose ernst nimmt und mich trotz negativer Serologie behandelt.

Das reicht wohl fürs erste

Gruß

Schwerwiegende "unspezifische" Symptome, keine Diagnose

Pucki ist offline
Beiträge: 844
Seit: 14.07.10
Hallo SaPa,

du solltest deinen Zusammenbruch schon beschreiben, auch wenns mal wieder länger dauert / Grins, dass alle hier im Forum dein Beschwerdebild besser verstehen können.

Lg Pucki

Schwerwiegende "unspezifische" Symptome, keine Diagnose

Quittie ist offline
Beiträge: 3.121
Seit: 20.12.09
Zitat von SaPa Beitrag anzeigen

Zudem hat im Juni die Borrelienserologie einen schwach positiven Titer gezeigt. Der Arzt hat mir daraufhin ein "regulationsmittel" gespritzt, weil er meinte Borrelien können auch das Hormonsystem durcheinander bringen. Dann sollte ich erstmal abwarten und in 4-6 Wochen sollte der Wert kontrolliert werden
Hallo SaPa,

da würde ich an der Sache mit der Borreliose aber dranbleiben, immerhin hast du da schon etwas Auffälliges, wenn auch einen schwachen Titer ( hatte ich anfangs auch nur) - aber immerhin einen Ansatzpunkt- zumal auch die Symptomatik dazu passen könnte, ebenso die roten Ringe. Wenn diese Wanderröten sind, dann wäre die Diagnose eindeutig, denn eine Wanderröte ist ein sicheres Zeichen einer Borrelieninfektion! Würde die Ringe auf jeden Fall einem/mehrere Ärzte zeigen.

Das stimmt, dass Borrelien auch das Hormonsystem durcheinander bringen können, aber da nützt im Grunde kein "Regulationsmittel" was, sondern es muß schon auch in erster Linie gegen die Erreger vorgegangen werden, um das zu unterbinden.

Jedenfalls ist ca. 2 wochen vor dem Zusammenbruch (heftigste Kopfschmerzen, die man sich nicht mehr vorstellen kann, zum ersten Mal massive Sehstörungen) nochmal auf Borrelien getestet worden, diesmal war der Wert absteigend und das Thema bei dem Arzt durch.
Die Serologie auf Borrelien taugt leider nicht viel, da kann es versch. Ursachen geben, weshalb es oft nicht hinhaut damit. Das klinische Bild und eine gute Ausschlußschlußdiagnostik sollte schon im Vordergrund stehen.

Da das der einzigste anhaltspunkt war,habe ich mich näher über Borreliose informiert mit dem Ergebnis, dass wohl eine negative Serologie eine Borreliose nicht ausschließt. Eine der Vorsitzenden des deutschen Borreliose Bundes hat mir empfohlen solange von Arzt zu gehen bis einer Borreliose ernst nimmt und mich trotz negativer Serologie behandelt.
Informieren ist das A & O bei Borreliose! Die Serologie kann auch von Labor zu Labor völlig unterschiedlich ausfallen, eben auch falsch negativ. Ich hatte auch in einigen Labors negative Ergebnisse, aber in anderen positive, auch grenzwertige. Insofern würde ich an deiner Stelle nicht locker lassen, und weiter dranbleiben.

Hier
http://www.symptome.ch/vbboard/borre...insteiger.html

findest du weitere Infos, auch Anlaufstellen zur Arztsuche und auch in unserem Wiki kannst du nachlesen.

Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Viele Grüße Quittie
__________________
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert. (Aldous Huxley)

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SaPa ist offline
Themenstarter Beiträge: 42
Seit: 15.10.10
also zu dem Zusammenbruch:
nach der anfänglichen Besserung nach der Homöopathie setzte nach drei Wochen wieder so ein abnormer Schwächezustand ein sodass ich mich nur noch durch die Gegend geschleppt habe. Gleichzeitig bekam ich wieder unterbauchschmerzen, dachte es wäre wiedermal ein Harnwegsinfekt, aber im Urin waren nur ganz wenige Bakterien, sodass ich keine Antibiotika bekam. Im Laufe der Woche bekam ich dann Kopfschmerzen, die so nicht kannte und das Sehen wurde immer komischer. Zu dem Zeitpunkt glaubte ich noch das es sich um die Erstverschlimmerung handelte, da ich nochmal neue Globuli von der Heilpraktikerin bekommen habe. Aber drei Tage später wurden die Kopfschmerzen so schlimm dass ich es nicht mehr aushalten konnte. die Kopfschmerzen waren genau auf dem Scheitel, wie ein Kegel, und an der Stelle wo der Schmerz saß glühte es vor Hitze. Ich sah alles sehr viel Dunkeler als sonst, zum Teil verraucht, zum Teil verschwommen. Teilweise war ich richtig vom Verstand ab.
Kann sich da einer vorstellen, das man in dem Zustand weder im Krankenhaus aufgenommen wird noch dass abgesehen vom CT keine Untersuchungen gemacht wurden noch abgesehen von den Schmerzmittelinfusionen,die kein bisschen gewirkt haben nichts gemacht wurde??? Hab stattdessen ne einweisung in die Psychatrie bekommen, weil die Borrelienserologie (das Blut wurde zwei Wochen zuvor abgenommen) negativ war und dem Arzt nichts einfiel...

Jedenfalls hab ich das überlebt, da gottsei dank innerhalb der folgenden Woche langsam die Schmerzen und die Hitze wieder zurückgingen. Mit den Augen wurde es geringfügig besser, allerdings ist das bis heute nicht normal, außerdem fühlt sich mein körper seitdem wackelig an, bekomme immer häufiger das Gefühl bewusstlos zu werden...

Schwerwiegende "unspezifische" Symptome, keine Diagnose

Freesie ist offline
Moderatorin
Stv. Leiterin Video
Beiträge: 1.224
Seit: 22.07.09
Hallo SaPa,

warst du denn nach den erneut auftretenden Problemen nochmal bei der HP? oder hast du diese Behandlung abgebrochen?

Möglicherweise hatte sie mit dem zweiten Mittel das falsche erwischt, das richtige Mittel in einer falschen Potenz oder es gab tatsächlich eine Erstverschlimmerung, du hättest sie umgehend anrufen müssen bei diesen schlimmen Symptomen. Eine klass. Homöopathische Behandlung ist ein fortlaufender Prozess und sicher sind deine Probleme nicht mit einem einzigen Mittel und in kürzester Zeit zu beheben. Ich rate immer, der Hom. so lange Zeit zu geben, wie die Erkrankung andauert.

Eine Erkrankung entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess über einen gewissen Zeitraum und nicht ein einzel isoliert zu sehender Vorgang im Körper. Das baut sich auf wie die Schichten einer Zwiebel und meist genau so wird es homöopathisch auch wieder abgetragen - Schicht für Schicht. Das kann ein bisschen dauern und evtl. auch erst mal wieder schlimmere Symptome geben und genau da ist es wichtig unmittelbar mit der HP in Kontakt zu treten und ihr zu berichten, da die Symptome die sich zeigen für die nächste Mittelwahl wichtig sein können.

Ich wünsch dir alles Gute und hoffentlich bald eine dauerhafte Verbesserung.

LG
Nuith
__________________
Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen. (indianische Weisheit)

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SaPa ist offline
Themenstarter Beiträge: 42
Seit: 15.10.10
Natürlich habe ich sofort Kontakt mit der heilpraktikerin aufgenommen. Bin 2 tage nacheinender bei ihr gewesen. Habe 2 Spritzen bekommen und andere Globuli. Zusätlich Fußreflexzonenmassage, wobei dabei der Sehnerv (bzw. der entsprechende Punkt am fuß)sehr auffälig war und halt das Gehirn und ZNS. Die hP ging stark von einer Meningo-encephalitis aus wobei eben auch der sehnerv betroffen war. Da sie mir mit dem was sie gemacht hat nicht nachhaltig helfen konnte (als sie den Punkt am Fuß für den Sehnerv massiert hat, konnte ich tatsächlich für fünf minuten klarer sehen!), sagte sie ich soll umgehend zusehen in ein Krankenhaus zu kommen; gerade weil der hausarzt außer der Schmerztherapie nichts machen wollte... war schon schlimm, wenn man in solcher not nicht ärztlich betreut wird....


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