Kribbeln, Kältegefühl, Schwäche, Beinziehen

12.10.10 10:20 #1
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Toffifee ist offline
Beiträge: 27
Seit: 15.09.10
Hallo,

seit ca. 4 Wochen plage ich mich mit verschiedenen Symptomen herum und weiß einfach nicht genau, was ich habe :-(

Hier meine kurze Schilderung.

Angefangen hat es mit fürchterlichen Halsbrennen, manchmal Zungenbrennen, leichtes brennen in Nase und Ohren oder Gesicht. (Beschwerden immer abwechselnd, Beschwerdedauer ca. 2 Wochen)
Das kam alles nach einer Erkältung.

Die Symptome wurden dann langsam besser, bis mir eines Tages Nachts im Bett die linke Hand eingeschlafen ist. Seitdem ist sie viel empfindlicher und hat sogar mal eine Stunden gebrannt. Manchmal kommt auch ein Kribbelgefühl in die Fingerspitzen (für ein paar Minuten) und verschwindet dann wieder.

Mein rechtes Bein zieht des öftern von Po Richtung Oberschenkel (hauptsächlich beim laufen oder sitzen)

Auch sind meine Arme und Beine (manchmal auch der ganze Körper) viel empfindlicher geworden. Die Arme und Beine schlafen schneller ein, wenn ich Druck ausübe oder sie werden einfach empfindlicher für kurze Zeit.

Laut Hausarzt habe ich neue Nervenirriation durch die Erkältung.
Neurologe 1 sagt dasselbe.
Laut Neurologe 2 habe ich eine Somatisierungsstörung.
MRT von Kopf und HWS haben nichts auffälliges ergeben.

Hattet ihr schon einmal ähnliche Beschwerden? Gehen die wieder weg?

Hier noch einmal ein kurzer Überblick:

- ziehen im rechten Bein beim längeren laufen / sitzen (manchmal beide Beine)
- Hände (meist links) schlafen viel schneller ein wenn ich Druck ausübe bzw. es entsteht so eine Art Kribbel-Kälte-Schauer bis ich sie wieder lockere
- Arme schmerzen schneller wenn ich meinen Kopf auf sie lege (seitwärts)

Hoffe, ich bekomme zahlreiche Antworten!! :-)

Kribbeln, Kältegefühl, Schwäche, Beinziehen
Clematis
Hallo Toffifee,

wenn die Nerven "verrückt" spielen, wobei ich annehme, daß der Neurologe eine Nerven-Irritation meinte, kann das eine recht simple Ursache haben: Mangel- oder Fehlernährung! Auch die Nerven brauchen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, wenn sie gesund bleiben sollen.

Als Beispiel: zitternde Hände bis zur Unfähigkeit schreiben zu können, können mit Multivitamin, -mineral und -spurenelementen behoben werden!

Dieser Mangel kann auch durch Antibiotikabehandlung hervorgerufen werden, weil dabei viele nützliche Bakterien im Darm abgetötet werden und daher die für den Körper wichtigen Nährstoffe nicht mehr zerlegt und aufgenommen werden.
Zur Wiederherstellung der Darmflora eignen sich die effektiven Microorganismen besonders gut, weil sie ca. 80 der im Darm aktiven 100 Stämme enthalten. Infos hier:
EM Effektive Mikroorganismen - Einfhrung
EM Journal | EM e.V.

Ich hoffe, daß dir das schon mal etwas weiterhilft.

Grüße,
Clematis23

Kribbeln, Kältegefühl, Schwäche, Beinziehen

rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Hallo toffifee,

vielleicht solltest du mal deinen Vitamin-D-Status überprüfen lassen?

Dadurch, dass bei einem Mangel der Calcium- und Phosphathaushalt nicht mehr so richtig funktionieren, sind u.a. Muskelstoffwechsel und Nerventätigkeit gestört und das erzeugt genau die Symptome, von denen du berichtest.

Ich hatte viele Jahre die gleichen Symptome (und noch ein paar mehr), es wurde immer schlimmer - heute weiß ich, dass das der Grund war und es wird auch langsam besser.

Der Laborparameter heißt 25(OH)D, kostet als IGEL-Leistung 27,90€ und sollte nicht <32ng (bzw. 80nmol) sein. Die meisten Labore können das untersuchen - entweder man geht direkt hin oder bittet seinen Hausarzt. (Mitunter muss man das etwas nachdrücklicher tun, wie die Erfahrung zeigt.)

Einen Mangel haben die meisten Menschen, nur es reagiert nicht jeder in der gleichen Weise und mit den gleichen Symptomen darauf. Nervenstörungen werden sehr häufig nicht als Vitamin-D-Mangel erkannt, weil nur wenige Neurologen sich damit auskennen.

rosmarin
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"Wer um seine Krankheit weiß, ist nicht mehr wirklich krank." (Laotse)

Kribbeln, Kältegefühl, Schwäche, Beinziehen

Toffifee ist offline
Themenstarter Beiträge: 27
Seit: 15.09.10
Habe mir nun einmal die Mühe gemacht und mein "Krankheitsbild" aufgeschrieben.

Ist leider etwas lang geraten :-/ (das blau geschriebene gehört nicht direkt dazu, ist aber eventuell trotzdem interessant?!)

Kurz zu mir: Ich bin 25 Jahre jung, ernähre mich gesund, rauche nicht, trinke nicht, nehme selten Antibiotikum, bin selten richtig krank (nur Erkältungen) und habe seit ca. 5 Jahren Tinnitus.

Juni 2010:
Erkältung mit Schnupfen, Halsschmerzen und Husten inkl. Schleimabwurf. Medikamente habe ich nur Nasenspray genommen. Die Erkältung ging von alleine weg, ein leichter Husten mit etwas Schleim blieb aber bestehen (aber nicht sehr stark)

Juli 2010: Am Abend bekam ich plötzlich Schüttelfrost, Schweißausbrüche, ging mit Wärmflasche ins Bett[ und ich hatte Gliederschmerzen, Kopfschmerzen. Bin dann zum Arzt gegangen der mich abhörte. Schnupfen, Husten etc. hatte ich ja nicht, daher konnte ich nicht verstehen, woher diese o. g. Schmerzen + Schwäche kamen. Mein Entzündungswert wurde gemessen und ich hatte eine sehr hohe Entzündung im Körper. Die Ursache war nicht bekannt. Sicherheitshalber wurde beim Internisten meine Lunge geröngt. Zum Glück alles ok. Ich wurde daher krank geschrieben, sollte mich ausruhen und Ibubeta nehmen. Nach einer Woche war alles überstanden.


August 2010 (die eigentliche Geschichte): Ich bekam Halsschmerzen, Schnupfen und Husten (wieder mit Auswurf :-/). Nichts besonderes, hatte ich ja schon oft. War auch nicht großartig geschwächt oder so. Als die Erkältung dann bessser wurde, bemerkte ich plötzlich eine Art Kältegefühl im Mund, Rachen, Hals und manchmal auch leicht im Gesicht, in den Ohren, in der Nase. Die Symptome kamen mir vor, wie ein Phantomschmerz von meiner Menthol-Inhalation, da genau diese Bereiche "kühl" waren.
Nach 2-3 Tagen wurde aus dieser Kühle plötzlich ein fürchterliches Rachenbrennen, manchmal bis zum Magen / Speiseröhre. Ich musste deswegen sogar einmal brechen. Die Ärzte dachten erst, es sei noch eine Rachenentzündung weil mein Hals noch ziemlich rot war. Ich bekam daher ein Halsspray und Magensäureblocker. Das half aber nicht wirklich und ich bekam dann auch flüssigen Stuhlgang :-/ Manchmal ging es mir Abends von dem Rachen / Magenbrennen so schlecht, dass ich nicht mal mehr reden wollte weil alles so anstrengend war in meinem Kopf. Nach dem Essen fühlte ich mich erschöpft etc.
Also wurde ein großes Blutbild gemacht, Allergietests, Borreliosetest, Rachenabstrich. Blutbild war gut, Allergie auch keine vorhanden, im Rachenabstrich waren ein paar Streptokokken nachweisbar jedoch nicht übermäßig viele.
Bin dann auf eigene Faust zu einer Neurologin weil ich Angst hatte, vor einer Triggeminusneuralgie oder Polyneuropathie. Mein rechter Mundwinkel hat sich nämlich mal kurz pelzig angefühlt und meine linke Hand ist einmal Nachts eingeschlafen.
Sie hörte mir zu und meinte, das eine Triggeminusneuralgie sehr schmerzhaft ist und ich das nicht habe und PN meist ältere Menschen bekommen die u. a. Zucker haben oder viel Alkohol trinken. Auch sind meist beide Körperhälften betroffen. Sie denkt, ich habe durch die Erkältung eine Nervenirritation (mein Hausarzt sagte dasselbe) und das kann ein paar Wochen dauern, bis sich alles wieder beruhigt hat. Sicherheitshalber soll ich zum MRT. (Entzündung im Kopf ausschließen bzw. MS weil das oft jüngere Menschen bekommen :-()

Im Kernspint wurde nichts festgestellt (Kopf + HWS) - zum Glück!!

Die Beschwerden am Kopf gingen auch wirklich zurück aber nun kribbelten manchmal ein paar vereinzelte Fingerspitzen an der linken Hand und mein rechtes Bein zog, als ich vor dem PC gesessen war. :-/
Bekam dann wieder Angst vor einer PN und bin zum 2. Neurologen. Der machte verschiedene Tests, die alle in Ordnung waren. Laut ihm, löst manchmal eine Grippe solche Symptome aus, geht dann aber wieder weg. Eine PN, so sagt er, wandert nicht im Körper herum.
Mir ließ das jedoch keine Ruhe, deswegen bin ich nochmal zu einem 3. Neurologen. Der untersuchte mich leider nicht richtig und war überzeugt, dass ich keine PN habe. Laut ihm sind meist beide Seiten betroffen bzw. eine konkrete Seite, die Symptome bleiben konstant bestehen und es muss eine Grunderkrankung vorliegen (häufig eine internistische).

So, das war mein Ärztemarathon

Meine Symptome, die ich bereits hatte:

- Hals / Magenbrennen
- kühle, leichtes brennen im Gesicht, in der Nase, in den Ohren (an frischer Luft besserte sich das) die Symptome waren nie alle gleichzeitig da
- Handbrennen für ca. eine Stunde (linke Hand) das war vor zwei Wochen
- schwere in den Beinen / Armen besonders Nachts im Bett beim umdrehen (das ging ca. 3 Tage lang)
- schwindel nach dem Essen (als ich die Probleme im Hals hatte)
- Kältegefühl an verschiedenen Körperstellen (ein Fleck vom Bauch, Oberschenkel, Fuß, Kopf etc.)
- frieren überall
- leichtes Zungenbrennen bzw. Wundheitsgefühl
- kälte im Fuß, die nach Bewegung oder hinlegen wieder verschwand
- Durchfalls (eventuell durch Magensäureblocker Maloxaan?)

Meine Symptome, die ich immer noch habe:
- ziehen im rechten Oberschenkel (von Po bis zur Kniekehle) bei Belastung d. h. längerem laufen
- manchmal kribbelt für ein paar Sekunden der Daumen und Zeigefinger
- mein Körper ist nicht mehr so belastbar d. h. meine Muskeln werden schneller müde (Kraft habe ich jedoch noch in Beinen und Armen)
- Kältegefühl an verschiedenen Körperstellen (für ein paar Minuten), was nach Bewegung gleich wieder verschwindet oder wenn ich eine Decke auf die betreffende Stelle lege
- Druckschmerz unter dem rechten Brustkorb (seit ca. 4 Wochen, durch Husten ausgelöst) eventuell Intercostalneuralgie (meine Diagnose)
- meine Arme schlafen durch Druckbelastung schneller ein (Oberam, oder die ganze Hand, manchmal nur kleiner + Ringfinger) nach kurzem Schütteln verschwindet es jedoch wieder. Kommt eben darauf an, auf welchem Körperteil mein Gewicht liegt.

Die Gesichtsprobleme bzw. Halsprobleme fingen am 13.09.10 an und waren am 29.09.10 sehr viel besser (Toi,Toi, Toi!!!!!!!)
Die Probleme an meinem Körper fingen um den 30.09.10 an. Man kann irgendwie sagen, dass die "Körperprobleme" meine Gesichtsbeschwerden ablösten - seltsam.

Danke fürs lesen!! Vielleicht könnt ihr mir das ein oder andere dazu sagen oder mich beruhigen?!

Ganz liebe Grüße, Toffifee

Kribbeln, Kältegefühl, Schwäche, Beinziehen

Toffifee ist offline
Themenstarter Beiträge: 27
Seit: 15.09.10
Danke für eure Antworten! :-)

Kann man so einen Vitaminmangel auch haben, wenn man sich gesund ernährt? Mein Arzt meinte nämlich mal, dass ich bestimmt keinen Vitamin B12 Mangel habe weil ich ansonsten gesund bin und mich gesund ernähre?!

Kribbeln, Kältegefühl, Schwäche, Beinziehen

rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Es geht um einen Mangel an Vitamin D - nicht B12!

Vitamin D ist in der Nahrung kaum enthalten und wenn man nicht jeden Sommer sehr viel sich in der Sonne aufhält (ohne Lichtschutzfaktor), dann hat man mit ziemlicher Sicherheit einen Mangel, der sehr viele Störungen im Körper auslösen kann.

Es gibt einige Bücher zu diesem Thema und nachgewiesen ist auch, dass die immer zitierten 10min am Tag, die angeblich reichen sollen, nicht im mindesten reichen.

Bei Wikipedia findest du was zu dem Thema zum nachlesen.

Hier im Forum findet man mit der Suchfunktion auch so einiges.

rosmarin
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Clematis
Hallo Toffifee,

da du bereits in Behandlung bist, kannst du mal versuchen, deinen Hausarzt dazu zu bringen, die von Rosmarin vorgeschlagenen Untersuchungen, im Rahmen eines großen Blutbildes machen zu lassen, das du nicht selbst bezahlen mußt.

Meine Ärztin packt so etwas immer ins Komplettpaket mit rein, formuliert eine Diagnose, z.B. Verdacht auf..., die dazu paßt. Bisher mußte ich noch nichts dazuzahlen.

Gruß,
Clematis

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Toffifee ist offline
Themenstarter Beiträge: 27
Seit: 15.09.10
Ein großes Blutbild wurde bereits gemacht. Meinst du, da waren diese Werte dabei oder muss man die speziell in Auftrag geben?

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Clematis
Ein großes Blutbild wurde bereits gemacht. Meinst du, da waren diese Werte dabei oder muss man die speziell in Auftrag geben?
Hallo,

Nein, das ist unwahrscheinlich. Kannst du aber prüfen: laß dir von der Sprechstundenhilfe eine Kopie des Laborberichts geben.

Beim nächsten Blutbild bittest du den Arzt, die anderen Werte gleich mit bestimmen zu lassen... Falls er motzt, schau ihn treu, lieb an und sag: "Bei meinen Nervenproblemen können sie das doch mit Sicherheit diagnostisch begründen!!!???"

Gruß,
Clematis

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rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Zitat von Toffifee
Ein großes Blutbild wurde bereits gemacht. Meinst du, da waren diese Werte dabei oder muss man die speziell in Auftrag geben?
Denke, sie waren nicht mit dabei. Man muss Vitamin D wirklich ausdrücklich verlangen, es ist nicht Standard. Bei Osteoporose oder bei Verdacht auf chronische Darmerkrankungen (so bei mir) kann es sein, dass es mit untersucht wird, aber sonst hab ich es noch nicht erlebt...

rosmarin
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