Ich will krank sein, sterbenskrank und weiß nicht wieso

11.10.10 11:49 #1
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Ich will krank sein, sterbenskrank und weiß nicht wieso

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo judieeeee,

bei migräne kann es schon vorkommen, das man einen ganzen tag lang erbrechen muss.

bei magen-darm-grippe aber auch, wenn man dann statt auf nahrungsentzug geht, doch noch was isst.

ich würde mir mal noch keine sorgen machen, bevor nicht sicher ist, dass es was sorgenerregendes wäre.

gibt es keine methode, wie du die themen aus den alpträumen im wachzustand verarbeiten kannst, so dass du nicht mehr davon träumen wirst?

viele grüsse von shelley
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IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Ich will krank sein, sterbenskrank und weiß nicht wieso

Crizei ist offline
Beiträge: 368
Seit: 29.03.08
Zitat von Judieeeee Beitrag anzeigen
Gott ich kann nicht mehr :-(
Ich weine seit zwei Stunden. Die schlimmsten Dinge gehen mir durch den Kopf und ich kann mich nicht beruhigen.
hallo judieeee,

Solche Zustände kenne ich nur zu gut- ich sage dir dies, weil ich dich deshalb gut verstehen kann.

Ich betreue seit einigen Monaten eine mir sehr nahe Person, die immer wieder in Depressionen kippt oder zu kippen droht (wegen einer fortschreitend degenerativen Erkrankung, die ich auch habe, wegen Scheidung, wegen Jobverlust, wegen Verlust ihres Liebsten....). Zum Glück ist sie gescheit genug, sich auch mit Hilfe meines Zuspruchs (und ich danke ihr, dass sie diesen annimmt) nicht immer wieder von äußeren Ereignissen runter ziehen zu lassen. Auch wenn sie dies alles sehr sensibel und tief spürt, erkennt sie doch, dass es Schritt für Schritt irgendwie weiter geht – auch wenn die Dinge nicht so ablaufen, wie sie es gerne hätte.

Selbst wenn man Begleitung hat durch einen Psychologen oder andere Mental-Methoden (es gibt da wirklich gute Möglichkeiten in Wien, auch bei Albträumen)*, stellt der Therapeut nach einiger Zeit die mehr oder weniger sanfte Aufforderung, dass der Patient mitarbeiten möge, sonst wäre er kein guter Therapeut, da er sich gängeln ließe.

Die innere Einstellung zieht äußere Ergebnisse an, jeder ist seines Glückes Schmied, Gleiches zieht Gleiches an ...usw. (bla-bla - kennt man eh.....)

Sich ausweinen ist und tut gut, doch immer wieder in einer Negativ-Emotion verharren nicht. Nach einer angemessenen Zeit der Trauer aus der Abwärts-Spirale aussteigen macht innerlich stark. Mit jedem Mal mehr. Man spürt dann ganz deutlich die innere Kraft, trotz widriger Umstände. Nicht gleich, aber mit jedem über sich selbst errungenen Sieg immer deutlicher. Und langsam beginnen sich die Umstände zu Besseren zu verändern (oder vielleicht kann man nur besser damit umgehen? So zumindest ist es bei mir).

Dich zu bedauern und mitzuleiden hilft dir nicht (wenn dich diese Feststellung auch vielleicht ärgerlich macht und du dich unverstanden fühlst)

Nütze und ehre deine junge Kraft!

Liebe Grüße und alles Gute!


*was siehst du dir im Fernsehen an? Bei uns läuft in allen Kanälen so viel Grausliches. Oder DvDs?


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