Metallunverträglichkeit bzw. Metallallergie testen

31.08.10 14:17 #1
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palme80 ist offline
Beiträge: 3
Seit: 31.08.10
Liebes Forum,

Ich möchte mich auf eine Metallunverträglichkeit bzw. Metallallergie aufgrund vieler diffuser Symptome testen lassen. In meinen Zähnen habe ich eine Metalllegierung verbaut, welche aus folgenden Elementen besteht: Chrom, Wolfram, Molybdän, Cobalt, Eisen, Mangan, Silicium

Nun weiß ich nicht weiter:
Was für Tests gibt es da eigentlich? Werden diese Tests von jedem Labor gemacht?
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Metallunverträglichkeit und einer Metallallergie?


Danke für eure Hilfe!

palme

Metallunverträglichkeit bzw. Metallallergie testen

toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Die aufgezählten Metalle lassen eher eine (nickelfreie?) Zahnspange vermuten als einen festen Zahnersatz.
Im Prinzip gibts a) den Epikutantest: Dabei wird ein Pflaster mit den verdächtigen Allergenen auf die Haut geklebt und nach 12, 24 Stunden (oder länger) auf Hautreaktionen untersucht, oder den
b) LTT-Test dabei wird Blut entnommen an ein Labor versandt und dort die Reaktion bestimmter Blutbestandteile auf die vermuteten Allergene getestet.

Ansonsten freut sich das Forum über Infos wie:
Alter
Größe
Gewicht
Geschlecht

und ein paar Details über die "diffusen Symptome" könnten auch nicht schaden.

Geändert von toxdog (31.08.10 um 15:37 Uhr)

Metallunverträglichkeit bzw. Metallallergie testen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo,

toxdog hat ja schon den LTT-Test genannt. Es gibt eine angeblich zuverlässigere Weiterentwicklung des LTT, den ITT:

Immuntoleranztest ITT®

Eine neue Qualität in der Immundiagnostik von Unverträglichkeitsreaktionen, Chronischen Multisystemerkrankungen (CMI) und Schadstoffintoleranzen.

Der patentierte Immuntoleranztest ITT® ist ein neuentwickelter Bluttest als Weiterentwicklung des LTT und der AllergoCell®-Methode, bei dem die patienteneigenen Immunzellen mit einem zu testenden Fremdstoff konfrontiert werden. Fremdstoffe können Umweltschadstoffe (Metalle, Chemikalien, Toner, Lösemittel, Dentalersatzmaterialien, Kunststoffe etc.), Nahrungsmittel oder auch Erreger (Viren, Bakterien) sein.
Jeder Erreger verursacht normalerweise eine charakteristische Freisetzung von Immunbotenstoffen, die im ITT® erfaßt werden können. Fehlt diese Antwort oder liegt ein untypisches Botenstoffmuster vor, deutet dies auf eine mangelnde Immunkompetenz gegenüber dem Erreger hin (z.B. Influenza oder Herpesviren).
Schadstoffe sollten dagegen normalerweise keine Botenstoffantwort im ITT® auslösen. Ist dies doch der Fall, kann mit dem ITT® sowohl eine allergische Reaktion als auch erstmals eine Immunmodulation durch Schadstoffe erfaßt werden. Dabei ist sowohl eine entzündliche Reaktion als auch eine Hemmung der zellulären Immunantwort erkennbar.

Der ITT® bietet auch erstmals die Möglichkeit, CMI-Erkrankungen (MCS, CFS) diagnostisch zu differenzieren.

Der Preis für den ITT® beträgt derzeit ca. 178,50 Euro.
Immumed - Unvertrglichkeiten

Der ITT wird auch von anderen Laboratorien angeboten:
Dental Diagnostik
ITT (Immuntoleranztest)

Die modernste und differenzierteste Variante der in-vitro Testung stellt demnach die Messung der Botenstoff-Freisetzung der Zellen gegenüber der Testsubstanz in der Kurzzeitkultur dar (Jacobson 2002). Lange waren allerdings die technischen Methoden dazu im Verhältnis zum LTT sehr aufwändig und teuer und damit nicht für eine routinegängige Diagnostik geeignet. Jüngste technologische Fortschritte in der simultanen Bestimmung verschiedener Parameter (Beadbasierte Multiparametertechniken) erlauben uns heute den routinegängigen Einsatz der Zytokinanalytik für die Diagnostik von Unverträglichkeitsreaktionen zu vertretbaren Kosten. Dieses als ITT (ImmunToleranzTest) bezeichnetes und patentgeschütztes Verfahren hat gegenüber den LTT-Varianten entscheidende Vorteile. Zum einen die schnellere Testdurchführung (2-3 Tage gegenüber 7-8 Tage), zum anderen die differenziertere Aussage über die Art der vorliegenden Immunreaktion. Dabei ist die Aussage des LTT (Gedächtniszellnachweis) im Ergebnis des ITT über die Messung des proliferationsauslösenden Botenstoffes Interleukin 2 enthalten. Untersuchungen zeigen dementsprechend eine gute Korrelation der IL2-Sekretion zur Zellproliferation im LTT (Lindemann 2003). Die Zytokinbestimmung in der Zellkultur wird vom RKI zur differenzierten Diagnostik bei umweltmedizinischen Fragestellungen grundsätzlich befürwortet (RKI 2001/2004). Neben dem Einsatz zur Diagnostik von Unverträglichkeitsreaktionen eignet sich der Zytokin-Read-Out aus der Zellkultur (ITT) auch zur Beurteilung der immunologischen Reaktionslage (ITT TH1/TH2/TH3), zum Infektionsnachweis (ITT Borrelien, ITT TBC), zur Beurteilung der Aktivität latenter Herpesvirus-Infektionen (ITT EBV, ITT VZV) sowie zur Objektivierung von Immuntherapien (ITT-Select und Hemmteste).

Moderne Multiparameter-Messtechniken erlauben somit heute die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit der Mehrfachbestimmung auf Zytokinebene in der Routine. Mit dem ITT können neben allen im Dentalbereich eingesetzten Metallen bzw. Legierungen auch Kunststoffe, Verbundmaterialien und Wurzelfüllmaterialien getestet werden. Zusätzlich ist die Austestung von Originalwerkstoffen möglich (Materialprobe). Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass mit dem ITT die derzeit empfindlichste, schnellste und differenzierteste Aussage über eine immunologische Sensibilisierungsreaktion getroffen werden kann. Deshalb empfiehlt sich der ITT heute in erster Linie als labordiagnostisches Verfahren zur Feststellung einer Unverträglichkeitsreaktion gegenüber Dentalwerkstoffen Zudem eröffnet die Methode weitere Optionen in der Objektivierung von Immunreaktionen gegenüber Schadstoffen, Medikamenten oder Chemikalien. Durch die Auswahl geeigneter Botenstoffe kann zusätzlich eine umfassende Beurteilung der immunologischen Reaktionslage erfolgen, mit einer Testung können verschiedene Typen von aberranten Immunreaktionen sowie pseudoallergische Phänomene ohne Gedächtniszellbeteiligung erkannt werden.
LTT-Immunfunktion

Gruss,
Oregano

Metallunverträglichkeit bzw. Metallallergie testen

palme80 ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 31.08.10
Danke für die raschen Antworten sowie für die Links!!
Ich habe einen Zahnkrone mit Stiftaufbau, wobei der Stift aus besagter Metalllegierung besteht und in der Zahnwurzel einzementiert ist.

zu den diffusen Symptomen:
ich habe dauerhaft das Gefühl, dass mit mir was nicht stimmt (auf körperlicher Ebene), folgende (Haupt)-symptome trage ich nun seit 2 Jahren mit mir:
- visual snow (Augenrauschen) und manchmal visuelle Wahrnehmungsstörungen (vorbeifliegende Lichtpunkte, Lichter, Schatten)
- Unwirklichkeitsgefühle, Derealisation, Schleier vor den Augen, Benommenheit
- Überempindlichkeit gegenüber äußeren Reizen, "mir ist alles zuviel", starke Überlastung mit alltäglichen Dingen, überempfindliche veränderte Sinneswahrnehmung
- Konzentrationsstörungen, Hochsensibilität
- Verspannungen (Ziehen, Drücken) im Hinterkopf bzw. oberen Nacken, "Stein im Nacken"
- Potenzzstörungen
- Depressionen

Schon seit ca. 15 Jahren habe ich zudem eine Angststörung, die Symptome oben beschrieben haben aber erst vor 2 Jahren schleichend eingesetzt. Ich habe schon vieles abklären lassen auf körperlicher Ebene, die Ärzte sind der Meinung, dass meine Symptome daher von der Angststörung kommen. Die Symptome sind zeitweise so stark, dass ich immer wieder daran zweifel, dass diese von meiner Angststörung kommen, ich will wirklich alles ausschließen auf körperlicher Ebene. Der Zahnersatz wurde übrigens vor 4 Jahren gemacht.

Noch kurz zu mir:
Männlich
30 Jahre
185 cm
90 kg

Ich danke nochmal für eure Hilfe!

Liebe Grüße
Palme

Metallunverträglichkeit bzw. Metallallergie testen

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Hallo Palme,

wurde bei der Abklärung Deiner Probleme auch die Schilddrüse eingehend untersucht? Hiermit meine ich nicht nur den TSH-Wert (üblicherweise beschränkt sich eine Untersuchung nur darauf), sondern auch die freien Werte fT3, fT4 sowie die Antikörper TPO-AK, Tg-AK und TRAK. Ein Ultraschall der Schilddrüse sollte auch nicht vergessen werden (möglichst beim Nuklearmediziner).

Unser Wiki gibt weitere Infos:
Schilddrüse

Liebe Grüße,
Malve

Metallunverträglichkeit bzw. Metallallergie testen

palme80 ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 31.08.10
Zitat von Malve Beitrag anzeigen
Hallo Palme,

wurde bei der Abklärung Deiner Probleme auch die Schilddrüse eingehend untersucht? Hiermit meine ich nicht nur den TSH-Wert (üblicherweise beschränkt sich eine Untersuchung nur darauf), sondern auch die freien Werte fT3, fT4 sowie die Antikörper TPO-AK, Tg-AK und TRAK. Ein Ultraschall der Schilddrüse sollte auch nicht vergessen werden (möglichst beim Nuklearmediziner).

Unser Wiki gibt weitere Infos:
Schilddrüse

Liebe Grüße,
Malve
Hallo,

vielen Dank für den Hinweis und den link!
Es wurde immer nur der TSH-Wert ermittelt, der ist in Ordnung. Werde dem nachgehen und auch die anderen Untersuchungen der Schilddrüse machen lassen.

Liebe Grüße
palme

Metallunverträglichkeit bzw. Metallallergie testen

Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo Palme80,
ich gebe 2 Dinge zu bedenken:

1.) Schneller, unkomplizierter und dabei m.E. nach auch sicherer,kann man Verträglichkeiten mit einer der Biophysikalischen Methoden testen ( ich selbst teste z.B. mit Biotensor oder EAV).

2.) Im Falle einer tatsächlichen Unverträglichkeit des Materials Ihres Zahnersatzes warne ich s e h r davor,diesen sofort zu entfernen !
In meiner über 20-jährigen Zeit ,in der ich jetzt naturheilkundlich arbeite,habe ich festgestellt,dass ein im ersten Test unverträgliches Material in den meissten Fällen dauerhaft verträglich wird,wenn der Patient erstmal rundum storfeldfrei gemacht wird. Dann kann das Immunsystem wieder wie beim Gesunden abwehren und kompensieren.
Ihre gesundheitliche Gesamtsituation lässt darauf schliessen,dass da Einiges zu finden sein wird. Ihre Symptome können daher auch ganz woanders herkommen.
Auf diese Weise muss man sicher privat für einen Test zahlen,spart aber mit Sicherheit erheblich teurere Zahnarzt-Kosten.
Nachtjäger

Metallunverträglichkeit, Druckguss
Männlich waechter
IM000033.JPG

Habe festgestellt, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen meinen Kopfschmerzen, "Migräne" und Mahlzeiten, bei denen das abgebildete Küchen-Utensil beteiligt ist.
Was könnte das für ein Material sein. Eine misteriöse Legierung vielleicht? Ist leicht wie Alu, aber viel fester. Stammt aus der Zeit des Kalten Krieges, Aufdruck "Westmark, Küchenfreund Junior". Wurde hier Westware im Osten produziert?


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