Wie kann man denn die 'ernsthaften' Krankheiten ausschließen?

16.08.10 13:09 #1
Neues Thema erstellen

run away ist offline
Beiträge: 31
Seit: 26.05.10
Hallo,
inzwischen gibt es wohl kein Symptom mehr, das ich nicht habe. Da subjektiv alles mit einer längeren Antibiotikagabe und darauf folgenden Darmproblemen angefangen hat, habe ich die Ärzte natürlich immer gleich auf diese Fährte gebracht. Das geht jetzt schon seit 4 Jahren so und ich fühle mich immer kränker. Inzwischen denke ich dass die Konzentration auf den Darm vllt falsch ist. Und frage mich wie man eigentlich so Dinge wie Krebs, Tuberkulose etc. ausschließen kann? Ist das überhaupt möglich? Schätze mal meine Ärztin hat dafür kein Budget.
Habe gerade nur Bedenken monatelang an Candida, Entgiftung usw rumzudoktern und dabei hat man irgendeine Krebsart die man im normalen Blutbild eben nicht sieht.
Ist es eigentlich so, dass man bei allen 'todbringenden' Krankheiten schnell abmagert? Denn das ist bei mir trotz extrem schlechten Befinden immernoch nicht der Fall.
Vielen Dank

Wie kann man denn die 'ernsthaften' Krankheiten ausschließen?

Quittie ist offline
Beiträge: 3.121
Seit: 20.12.09
Zitat von run away Beitrag anzeigen
Ist es eigentlich so, dass man bei allen 'todbringenden' Krankheiten schnell abmagert?
Hallo Run away,

herzlich willkommen im Forum!

Ich weiß, wie es ist, wenn man krank ist, jedoch nichts gefunden wird. Da kommt man dann auch schnell auf den Gedanken, dass da etwas ganz Schlimmes sein könnte, sodass man u.U. todkrank sein könnte. Und wenn man dann womöglich noch nach Beschwerden googelt oder in einem klinischem Wörterbuch nachschaut, könnten viele böse Erkrankungen in Frage kommen, obwohl es häufig gar nicht so ist. Du solltest dich nicht verrückt machen und gleich vom schlimmsten ausgehen!

Welche Beschwerden plagen dich denn und warum hast du länger AB bekommen? Traten deine jetzigen Symptome alle erst während oder nach der Antibiose auf? Oder hattest du vor der AB- Behandlung schon immer mal irgendwelche Beschwerden, um die du dich nicht gekümmerst hast, weil sie nicht unbedingt der Rede wert waren, du sie auf bestimmte Umstände geschoben hast oder auch wieder verschwanden?

Wurden denn schon Erkrankungen ausgeschlossen?

Viele Grüße Quittie
__________________
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert. (Aldous Huxley)

Wie kann man denn die 'ernsthaften' Krankheiten ausschließen?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Hallo run away,

welches sind denn die hauptsächlichsten Symptome, an denen Du leidest?
Vielleicht bringt uns diese Info ein wenig weiter...

Liebe Grüße,
Malve

Wie kann man denn die 'ernsthaften' Krankheiten ausschließen?

run away ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 26.05.10
Hallo,
nein ich habe nie gedacht, dass ich etwas todbringendes habe, erst jetzt wo nichts hilft frage ich mich wieso man eigentlich nicht mal die ernsten Krankheiten ausschließt.
Ganz ausführlich sind meine Symptome im Profil.
Seit der Pubertät hatte ich Symptome, die ich nicht als solche erkannt habe: Verstopfung, selten Übelkeit, schwächer werdende Konzentrationsfähigkeit, trockene Augen, schlechte Wundheilung.
2005 nahm ich dann die Pille, deren Nebenwirkung waren Blasenentzündungen, keiner wusste aber woher sie kommen und so habe ich 6 Monate lang alle möglichen ABs geschluckt. Paar Wochen nach Beendigung der AB-Einnahme gings dann los. Immer mal wieder Übelkeitsattacken mit Durchfall. Das war das Hauptsymptom. Im Juli 2007 kam dann der permanente Blähbauch hinzu.
Heute sind meine Hauptsymptome: ständig aufgeblähter Bauch, körperliche Schwäche wie grippekrank (schon Spaziergang zu anstrengend oder danach völlig fertig), total konzentrationsschwach/kann kaum denken, Nackenschmerzen/Kopfschmerzen, Augenringe + aufgequollenes Gesicht.

Habe eine Skoliose und Fehlstellung der HWS
Darmspiegelung ok
Lactosetest positiv, seit dem exakte Diät, keine Besserung
Magenspiegelung ok
Zöliakie negativ, GlutenUV negativ, FI negativ, DDFB negativ, Sorbit negativ, Ernährung nach IgG Test ohne Besserung, histaminarme Ernährung ohne Besserung
Mutaflor, Symbiolact, VSL3 etc nutzlos
MRT Kopf ok.
Leberwerte ok
kein E-B-V
1x zu hohe Gallensäurewerte im Stuhl
Immer Ferritin an der unteren Grenze des Normbereichs, hat nie jemanden interessiert, inzwischen mit Infusionen auf 166 aufgesättigt
Vit. D Mangel auf 55ng/ml aufgesättigt
seit August 2009 Low Carb Ernährung, zum ersten Mal Besserung: Übelkeit + Durchfall weg, Mens-beschwerden weg... dafür wurde Schwäche und Konzentrationsstörungen und Blähbauch stärker
Candida und Clostridum species erhöht, 2 Wochen Nystatin und diverse Probiotika, nicht weiterverfolgt da ich hoffte, dass sich das mit Low Carb erledigt
habe kein Amalgam
Histaminintoleranz nehme ich an und ernähre mich danach (Komamüdigkeit nach Erdbeeren usw)
ich bin 24, 175cm groß, vor Low Carb habe ich immer 61kg gewogen, durch die Umstellung jetzt leider 67kg
Magenschleimhautentzündung vor paar Monaten aufgrund von psychischem Stress
Akupunktur nach TCM nutzlos, Okoubaka, Thymian usw
Erhöhtes TSH auch schon mindestens seit 2009. Im April 2010 Beginn mit L-Thyroxin 37,5 begonnen, 3 monatelang total Überdosierung, da fT4 schon bei Diagnosestellung in oberen Normbereich lag und mein Körper das Thyroxin nicht in fT3 umgewandelt hat, dieses blieb weiterhin niedrig, TSH suppr. Ende Juli dann abgesetzt, nehme jetzt 100 Jod und 300 Selen, kein Hinweis auf Hashimoto. Scheinbar hat die UF nichts mit der Schilddrüse zu tun sondern damit, dass mein Körper eine Umwandlungsstörung hat. Seit dem ichs abgesetzt habe ist die Schwäche extrem, wahrscheinlich weil das TSH noch nicht wieder angesprungen ist. Werte bei Diagnose, SD-Größe 18ml:
Werte 20.04.2010
TSH (0,27-4,2): 4,44
ft3 (2-4,4ng/l): 2,7 (29%)
ft4 (9,3-17ng/l): 15,2 (76%)
TRAK (<1,5): 0,30
TPO-AK (<34): 10
HTGTR (TRAC): (<58): 0,5

Nach 2 Wochen 37,5 und 6 Wochen 75 LT, kein LT vor BE:
28.06.2010
TSH (0,27-4,2): 0,03
ft3 (2-4,4ng/l): 2,8 (33%)
ft4 (9,3-17ng/l): 20,9 (151%)

nach Überdosierung 3 Wochen 37,5, kein LT vor BE
23.07.2010
TSH (0,27-4,2): 0,05
ft3 (2-4,4ng/l): 2,5 (20%)
ft4 (9,3-17ng/l): 17,2 (102%)


Also die einzige wirkliche Diagnose die ich habe ist eigentlich die Unterfunktion, die aufgrund des hohen fT4s keine ist sondern eine Umwandlungsstörung. Die Frage ist also was zehrt so an meinem Körper, dass er nicht zur Umwandlung in der Lage ist.
Bin jetzt wieder bei einer neuen Ärztin, werde jetzt nochmal auf Candida und zum ersten Mal auf Borreliose getestet (habe einen Mückenstich der seit einem Jahr nicht weggeht, hat seine Größe nie verändert).
Habe aufgrund der aktuellen extremen Schwäche 2 Infusionen bekommen mit Vit. C und B-Vitaminen, habe davon aber leider mal wieder nichts gemerkt.
Die Ärztin interessiert sich auch für die Nitrostress Therapie nach Kuklinski, wofür ja auch meine HWS Probleme sprechen könnten. Nach Kuklinski hätte mich die Ernährungsumstellung auf wenig Kohlenhydrate/viel Fett aber fitter machen müssen und nicht schwächer.
In 4 Wochen kann ich dann mal schauen lassen wie sich meine SD nach der Überdosierung wieder eingependelt hat.
Ein Grund für niedriges fT3 sind auf jeden Fall schwere Krankheiten. Abgemagert und appetitlos bin ich aber überhaupt nicht.
Naja ich schätze mal, dass wieder eine Candida Therapie auf mich zukommt. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das was bringt.

Ich hoffe ihr könnt mit dem Geschriebenen was anfangen, ist schwer so viel zusammenzufassen, müsste eigentlich noch viel mehr schreiben.
Danke und liebe Grüße.

Geändert von run away (18.08.10 um 19:31 Uhr)


Optionen Suchen


Themenübersicht