Innere Unruhe, urplötzliches Schwitzen, Hände zittern, Herzstolpern ?

05.07.10 13:51 #1
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Innere Unruhe, urplötzliches Schwitzen, Hände zittern, Herzstolpern ?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Rico,

gerade gefunden:

... Bei Nieren- u. Leberfunktionsstörung, Reizleitungsstörungen des Herzmuskels und gleichzeitiger Einnahme von weiteren Medikamenten (insbesondere bestimmten Antibiotika) kann es zu bedeutsamen, sogar gefährlichen Nebenwirkungen kommen. H1-Anthistaminika dürfen in Situationen der Notwendigkeit unbeeinträchtigter Aufmerksamkeit nicht erstmalig (ohne Vorerfahrung) eingenommen werden. Unter Beachtung der Einschränkungen können H1-Anthistaminika bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt werden. Für Kleinkinder ab 2 Jahren besteht nur durch Desloratadin eine Zulassung. In der Schwangerschaft können sowohl ältere Anthistaminika (z.B. Clemastin, Dimetinden) als auch als Vertreter der wenig sedierenden Anthistaminika Loratadin eingenommen werden. In der Therapie der Urticaria sind gem. Rote Liste nur bestimmte nicht sedierende wie auch sedierende H1-Antihistaminika zugelassen....
Antihistaminika

medrapid.info - Torsade de Pointes bei Kombination Loratadin mit Amiodaron

Hast Du zusätzlich zu Aerius noch andere Medikamente genommen? Oder weißt Du etwas von Reizleitungsstörungen bei Dir?

Grüsse,
Uta

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Rico 32 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 05.07.10
Hallo Uta,

ich habe nur Aerius Tabletten in der Allergie Saison eingenommen und zusätzlich Nasonex Nasenspray bei Bedarf. Ansonsten nehme ich keinerlei Medikamente. Die Einnahme von Aerius war meistens von Mai bis Juli.

Sollte ich jetzt aufgeben oder gibt es neue Ansatzpunkte? Bei den Leberwerten sind wir im September wieder dran und werden nochmalig das Blut testen, ob nach Absetzen von Aerius die Werte wieder normal sind.

Auch wird nächste Woche das Langzeit EKG wiederholt.

Was sagt Ihr dazu?

Vielen Dank.

Viele Grüße
Rico

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Das klingt doch gut, Rico.

Gruss,
Uta

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Rico 32 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 05.07.10
Hallo,

nun wurde das Langzeit EKG wiederholt gemacht und zeigt eine Bigemini. Im Bericht heißt es.. " .. max. HF 126/min in der Nacht 36 / min. Am Tage reichlich SVES/VES, mehrere Phasen anhaltender Bigemini.."


Ich habe eine Empfehlung zum Kardiologen bekommen
, um dies nachhaltig abzuklären.

Muss ich mir große Sorgen machen?

Vielen Dank.

VG Rico

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Folgt jedem Sinusschlag eine ventrikuläre Extrasystole, so spricht man von einem Bigeminus.
Ein Trigeminus zeichnet sich durch folgenden Rhythmus aus: 1 Sinusaktion gefolgt von 2
Extrasystolen. Zwei einzelne Extrasystolen nacheinander bilden ein Couplet, drei VES
hintereinander sind ein Triplet. Bei mehr als drei Extrasystolen hintereinander spricht man
von einer Salve bzw. einer ventrikulären Tachykardie (bei längeren Salven).

Einzelne Extrasystolen kommen häufig auch bei Herzgesunden vor.
kardio.uniklinikum-leipzig.de/ekg/ves_vt.pdf

Hallo Rico,

am besten denkst Du Dir jetzt gar nichts und wartest die kardiologischen Untersuchungen ab. Ich weiß: das ist leicht gesagt und schwer getan. Trotzdem ist es das beste. - Wann hast Du einen Termin beim Kardiologen?
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (27.07.10 um 11:40 Uhr)

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.472
Seit: 26.04.04
Hallo Rico,

folgt auf einen "normalen" Herzschlag eine Extrasystole, so nennt man das "Bigeminus", d.h. eine Extrasystole ist mit dem normalen Sinusrhythmus gekoppelt.

Die Ursachen für Extrasystolen sind mannigfaltig; es können sowohl Schilddrüsenfunktionsstörungen, psychischer Stress, Schlafmangel, bestimmte Medikamente, Kaliummangel, Blutarmut etc. etc. infrage kommen.

Mit einer Doppler-Sonographie des Herzens, kann man schon eine Menge Daten bekommen; wenn es da keine Hinweise auf eine ernsthafte organische Erkrankung gibt, kann man im Grunde beruhigt sein.
Manche Kardiologen raten zu oder veranlassen eine Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) des Herzens; dies ist eine invasive Geschichte und eine kritische Überlegung wert...
Ich würde die Doppler-Sonographie abwarten.

Noch eine Frage: Wurde der CK-MB-Wert (im Blut) gemessen? Bei Schädigungen des Herzmuskels ist der Wert meist erhöht (allerdings auch bei anderen Erkrankungen). Diese Untersuchung wäre noch eine Möglichkeit der Abklärung. Der Wert gehört zu den "Herzenzymen", wie auch GOT, LDH und Troponin.
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef2/lbef_ckmb.htm
http://www.med4you.at/laborbefunde/l...ef_ast_alt.htm
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef2/lbef_ldh.htm
http://www.med4you.at/laborbefunde/l...f_troponin.htm

Liebe Grüße,
Malve

Geändert von Malve (27.07.10 um 11:25 Uhr)

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Rico 32 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 05.07.10
Hallo,

ich bin morgen früh 10 Uhr zum Kardiologen bestellt und werde nochmalig ein EKG bekommen. Am Donnerstag habe ich ein Belastungs EKG und danach sofort eine Auswertung hinten dran.

VG Rico

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Rico 32 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 05.07.10
Hallo Malve,

die Blutwerte von mir stehen auf Seite 3, nach meinem Blick kann ich diesen Wert nicht finden.

Ich werde morgen und Donnerstag beim Kardiologen die Einzelheiten absprechen und klären lassen. Den Bluttest und die Sono behalte ich im Blick, der Kardiologe wird sein Schema F haben und danach sehe ich was er machen möchte und was er nicht für notwendig hält.

Da ich privat versichert bin, gehe ich von keiner Kostenscheu des Arztes aus, so dass er hoffentlich ordentlich abklärt und nicht an den Geldbeutel der Krankenkasse denkt und ich ihn dazu drängen muss.

Vielen Dank.

Rico

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.472
Seit: 26.04.04
Hallo Rico,

Da ich privat versichert bin, gehe ich von keiner Kostenscheu des Arztes aus, so dass er hoffentlich ordentlich abklärt und nicht an den Geldbeutel der Krankenkasse denkt und ich ihn dazu drängen muss.
man kann die Sache auch andersrum sehen...

Manchmal denkt ein Arzt eher an den Geldbeutel des Privatpatienten und macht gerne zusätzliche Untersuchungen, die letzten Endes nicht unbedingt hätten sein müssen (und die unter Umständen nicht ohne Risiko sind)...
Insofern sollte man schon mündiger und informierter Patient sein.

Liebe Grüße,
Malve

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Rico 32 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 05.07.10
Hallo,

nun habe ich Gewissheit, war heute beim Kardiologen und bin platt bzw. traurig.

Ich möchte bitte mal Eure Einschätzung dazu haben was Ihr darüber denkt:

Diagnose: Mitralklappeninsuffizienz ( I34.0+G) +
Mitralklappenprolaps ( I34.1+G )
Verdacht auf Dilatative Myokardiopathie ( I42.0+V )

Blutdurck i.O.
Langzeit EKG brachte Bigeminus
Röntgen Thorax i.O.

Zsfassg. schreibt er:

Mitralklappenprolaps A2 Segment, Vd. auch P2 mit MR 1 bis 2, beg. Linksherzdilatation, Bigeminus. Insbesondere nur geringe LVH und unbed. Linksherz-Dilatation; global und regional normale systolische LV Funktion, keine Zeichen disatolischer Funktionsstörung; sonst kein Hämodynam. relevantes Vitium cordis; kein Nachweis pulmonaler Hypertonie. Transthorakal keine intrakavitären Thromben; keine epiperikardiale Separation.

Ich habe nun noch Belastungs EKG vor mir und muss zum Schluck Echo Ende September, könnte es aber auch eher bekommen, wobei er sagt, dass keine Eile dafür besteht.

Es ist wohl ein angeborener Herzklappenfehler der öfters auch nicht bemerkt wird. Ich darf keinen Leistungssport ausüben ansonsten wäre alles möglich.

Ich bin echt heute down und kann es noch nicht einordnen was das für mich eigtl. bedeutet.
Ich bin leidenschaftlicher Taucher und auch diese Frage steht noch offen ob ich es weiter machen darf.

Das Echon brachte folg. Befund:

LV:

grenzw. groß enddiast. = 55 mm, endsyst. = 34 mm
Myokard gering verdickt IVSd = 13mm, PWDd = 11 mm
Kontraktionen normal FS = 37 %, EF visuell = 70 %

LA:

gering dilatiert LA systol = 41 mm

RV und RA:

grenzw. groß, RV Kontraktionen und RV - Myokard unauffällig

AV, TV und PV:

morphologisch unauffällig, Separation normal

MV:

MVP A2 und P2 Segment ca. 4...6 mm, V.c. 2,8 mm Aorta ascendens normal weit, Pulmonalarterie grenzw. weit

MV: MR 1 ( -2)
AV,PV: o.B.
TV: minimale TR - dpmax 17 mmHg

Ich bitte mal um Euren Kommentar dazu.

Vielen Dank.

Viele Grüße
Rico


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