Abdominalabklärung - Vorgehensweise?

21.06.10 08:00 #1
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Leitwolf ist offline
Beiträge: 412
Seit: 04.03.09
Hallo ich wollt mal um praktischen bzw. schulmedizinischen Rat fragen.

Bei mir sollen meine Abdominalbeschwerden abgeklärt werden. Der Bauch, vor allem im unteren Bereich, ist chronisch vergrößert. Es liegt eine Dauerverstopfung vor, die auch mit Abführmitteln kaum abklingt, Schmerzen, Druck, ständige Darmgeräusche usw.

Jetzt warte ich auch schon wieder 2 Wochen um ein Bett im Spital zu bekommen. Dort soll dann eine Magenspiegelung, eine Koloskopie erfolgen und zwar in der Reihenfolge, und es sollen noch Unverträglichkeiten abgeklärt werden. Letzteres halte ich für sehr sinnvoll. Aufgrund meiner Beschwerden (unter andrem Atemnot im Liegen) halte ich aber gerade die Magenspiegelung für kaum durchführbar. Auch die Koloskopie scheint mir ob der Behandlungsresistenten Verstopfung schwierig. Mein Vorschlag war daher von Anfang an eine Abdominal-CT die aber abgelehnt wurde.

Sollte ich erst mal auf einer CT bestehen? Die Beschwerden gehen wohl vom Dünndarm aus - bringt da eine Koloskopie überhaupt was? Was könnte am ehesten Aufschluß bringen?

Abdominalabklärung - Vorgehensweise?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Hallo Leitwolf,

hast Du dem Gastroenterologen von Deinen Atemproblemen beim Liegen erzählt? Was meinte er dazu hinsichtlich der geplanten Untersuchungen?

Wenn virtuell abgeklärt werden sollte, dann würde ich mich - sofern dies bei Dir möglich ist - für eine Kernspintomographie entscheiden; ein CT verursacht eine hohe Strahlenbelastung.

Liebe Grüße,
uma

Abdominalabklärung - Vorgehensweise?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Leitwolf,

könntest Du nicht mit der Abklärung von Nahrungsmittel-Intoleranzen anfangen? Das kann auf jeden Fall ambulant gemacht werden. Wenn dabei etwas Konkretes herauskäme, könntest Du schauen, ob durch die entsprechende Ernährung Deine Beschwerden weggehen. Das wäre ja auch möglich.
Gleichzeitig wäre es gut, wenn Du ein Ernährungstagebuch führen würdest, um dadurch evtl. selbst herauszufinden, ob und welche Lebensmittel Dir nicht gut tun.

Fructose-Intoleranz
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Grüsse,
Uta

Abdominalabklärung - Vorgehensweise?

Leitwolf ist offline
Themenstarter Beiträge: 412
Seit: 04.03.09
@uma

Natürlich habe ich darauf hingewiesen. Der Vorschlag war ein 24h EKG zu machen, und dann wenn man nichts finden würde und die Sache nur "funktionell" sei könne man mir mit eine kurzfristigen Narkose (wohl Propofol) erleichtern. Der Ausgang dieser Vorgehensweise ist für mich freilich absehbar. Beim EKG wird wiedermal nichts gefunden, Propofol ist bei den Herz und Atemproblemen 100% kontraindiziert, ergo maximales Komplikationsrisiko.

Ob CT oder MRT ist mir hingegen schon eher egal.

@uta

Ja das habe ich auch vorgeschlagen, wurde aber abgelehnt. Erst EKG, dann Magenspiegelung, dann Koloskopie - so und nicht anders soll die Reihenfolge sein, da ja für die Koloskopie eine Vorbereitungszeit notwendig ist. Das mit dem Ernährungstagebuch und der gleichen habe ich über die Jahre längst ausgereizt, das führt leider ins Nirgendwo.

Es scheint mir mehr darum zu gehen die Bedürfnisse des Spitals zu bedienen als am Problem zu arbeiten. Da an diesem Spital wiederum kein CT oder MRT zur Verfügung steht käme das natürlich auch nicht in Frage. Dazu kommt noch das bürokratische Hick-Hack..

Ich habe jedenfalls nie harten Stuhl somit schließe ich aus, dass die Blockade irgendwo im Dickdarm liegt. Dementsprechend habe ich zweifel an der Sinnhaftigkeit der Koloskopie. Ich denke sollte mal grundsätzlich das Problem eingegrenzt werden. Ich frage mich aber auch ob das ein virtuelle Koloskopie sinnvoll ist, oder ob nicht einfach ein Bauch-CT gemacht werden sollte. Es ist ja auch die Leber aus unbekannten Gründen vergrößert und das wurde bisher nur per Sonographie gesehen. Wo sind da die genauen Unterschiede zw. CT oder MRT im allgemeinen und einer virtuellen Koloskopie?

lg

Abdominalabklärung - Vorgehensweise?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Hallo Leitwolf,

der Unterschied zwischen CT und MRT ist der, dass ein MRT mit keinerlei Strahlenbelastung verbunden ist und aus diesem Grund aus gesundheitlichen Gründen vorzuziehen wäre.

Eine Darmuntersuchung mit CT oder MRT nennt man "virtuelle Koloskopie"; hier wird nicht invasiv vorgegangen.

Auch bei einer allgemeinen "Bauch"-Untersuchung würde ich ein MRT bevorzugen - aus den oben angegebenen Gründen. Ein CT birgt eine hohe Strahlenbelastung.

Liebe Grüße,
uma

Abdominalabklärung - Vorgehensweise?

Leitwolf ist offline
Themenstarter Beiträge: 412
Seit: 04.03.09
Hallo, ich mein den Unterschied zwischen MRT bzw. CT einerseits und einer virtuellen Koloskopie andererseits.

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jjjjj55555 ist offline
Beiträge: 25
Seit: 15.06.10
MRT und CT sind Schnittbilder wenn du die Multislice machst kannste quasi ne 3d Rekonstruktion machen, um ordentliche Bilder vom Darm zu erhalten müsste man den Darm
quasi mit Luft aufpumpen, die einfachere und günstigere Alternative ÖGD (also bis zum Dünndarm) oder ne Koloskopie (dann von der anderen Seite)......

Abdominalabklärung - Vorgehensweise?

Leitwolf ist offline
Themenstarter Beiträge: 412
Seit: 04.03.09
Ja mir ist schon klar was CT oder MRT sind. Die Frage ist ob es sinnvoll wäre einfach eine CT des Bauchraums zu machen ohne dabei den Darm speziell aufzubereiten. Es könnte ja sein dass das Problem nicht direkt im Darm sitzt, also z.b. Aszites oder so. Ich könnte mir vorstellen dass das zum Anfang sinnvoller, weil schneller, einfacher und allgemeiner ist. Könnte man eine "Verschlingung" im Dünndarm auch so feststellen?

Dann ist mir jetzt noch was aufgefallen. Ich musste gestern wieder Abführmittel nehmen und bei den folgenden krämpfartigen Darmbewegungen kommts dann meist zu Schmerzen. Diese treten an immer der selben Stelle auf - ca. 7cm unter und 4cm links vom Bauchnabel. Wenn ich mich zurückerinnere war es wohl immer diese Stelle. Ich vermute nun dass hier auch die Ursache liegen könnte. Die Schmerzen deuten ja darauf hin, dass hier ein Hinternis (Verengung, Verschlingung, Polyp, was auch immer) sein dürfte.

Auf der rechten Seite, ca 5-10cm über dem Bauchnabel (bzw. unter dem Rippenbogen) klingt der Bauch beim Abklopfen hohl. Das ist mir aber auch schon früher mal aufgefallen, scheint also ständig so zu sein. Ist das normal? Kann das vl einfach vom Magen her kommen?

lg.

Abdominalabklärung - Vorgehensweise?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Hallo Leitwolf,

meiner Meinung nach macht ein CT des Bauchraumes keinen Sinn; Du schreibst eindeutig von Darmproblemen, und deshalb wäre eine Untersuchung des Darmes die bessere Alternative. Und nochmal: Ein CT birgt eine hohe Strahlenbelastung, diese Art der Untersuchung wäre für mich die letzte Wahl. Wenn überhaupt - dann MRT.

Liebe Grüße,
uma

Abdominalabklärung - Vorgehensweise?
Weiblich Maumel
Hallo Leitwolf,

ich schätze das die das in dieser Reihenfolge machen wollen weil:

1. es sorum billiger ist, könnte man bei Befund ja das CT streichen

2. Gastroskopie/Koloskopie heutzutage wirklich keine schweren Eingriffe sind und allemal weniger belastend als CT/MRT

3. die Diagnose viel eindeutiger zu stellen ist, mittels Koloskopie/ falls eine Darmproblematik da ist,

was ja bei dir recht offensichtlich der Fall ist.

LG Maumel

Geändert von Maumel (22.06.10 um 21:54 Uhr) Grund: Grammatik 6, setzen


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