Was denkt ihr? Kopfschmerzen, Verspannungen, psych. Probleme

04.06.07 16:21 #1
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Sven1973 ist offline
Beiträge: 86
Seit: 04.06.07
Hallo,

erstmal finde ich es toll das es so ein Forum gibt. Danke an die Macher...

Nunmal zu meiner Leidensgeschichte und meinen Symptomen :

Seit meiner Jugend leide ich unter Kopfschmerzen und Verspannungen.
Ab und zu waren die Kopfschmerzen so stark, das ich nicht mehr aufstehen konnte. Ich konnte es nur noch in dunklen Räumen und liegend aushalten.
Es waren und sind immer starke pulsierende Stiche im Hinterkopf, die mit jedem Pulsschlag starke schmerzen verurschen.
Also bin ich zu neurologen, die haben EEG's und CT's und Kernspint, usw gemacht, aber nie etwas besonderes gefunden.

Ich bekam das ganze auch gut mit Kaffee und Ibuprofen in den Griff.

Parallel zu dieser Symptomatik bildeten sich aber auch psychische Probleme.
Ich verlor immer mehr die Lust an Sachen die mir früher Freude bereiteten. Ich pflegte keine Freundschaften mehr, hatte Angst vor fremden Leuten, usw... Dazu habe ich mir eingebildet das ich zu häßlich für diese Welt bin, weil mir meine Nase nicht gefallen hat. (Es kamen auch ab und zu dumme Kommentare von Freunden und Klassenkameraden).

Beruflich lief es natürlich auch nicht so toll. Ich war oft Schlapp, immer verspannt und Unkonzentriert. Vor allem hatte und habe ich eine extreme Nervosität in mir, so das ich auf allem möglichen rumkauen muss. Habe mir wegen der Nervosität sogar schon die Daumen angeknabert, so das Hautwucherungen entstanden sind.
Ich konzentrierte mich also nur auf meinen angeblich aüßeren Makel und lies mir die Nase operieren. Ich geriet aber an den falschen Arzt und alles wurde noch viel schlimmer. Ich bin überhaupt nicht mehr aus dem Haus gegangen. Auch 2 Psychotherapien haben nichts geholfen. Dann habe ich mich wieder bei einem Spezialisten operieren lassen um noch was zu retten. Das hat auch einigermassen geklappt, aber im Krankenhaus habe ich dann meine erste Panikattacke bekommen. Ich hatte auf einmal das Gefühl als würde ich Ohmächtig, irgendwie schwindlig, aber mehr das Gefühl als wäre ich gleich tot. Daraufhin hab ich dann ganz starke Angst bekommen, Herzrasen und musste mit Beruhigungsmitteln im Krankenhaus ruhig gestellt werden. Nach 15 Minuten war der Spuk vorbei und es entwickelte sich eine Migräne. Ich wurde wieder neurologisch durchgecheckt und es war wieder nichts zu finden. Am nächsten Tag (noch im Krankenhaus) war ich nicht mehr ich selbst. Ich war in einem Zustand den ich keinem wünsche. Ich hatte ein Gefühl in mir wie Liebeskummer nur viel stärker. Mir tat alles weh und ich musste dauernd weinen und wusste nicht was mit mir los ist. Meine Träume änderten sich Nachts auch ganz wesentlich. Normalerweise träumt man von Dingen die man am Tag oder den letzten Tagen erlebt hat. Aber ich habe Sachen aus meiner Kindheit geträumt, was gar keinen Sinn ergab, da es keinen logischen Bezug dafür gab.

Naja dieser Zustand hielt dann 1 Woche an, dann ging es langsam wieder bergauf. Als ich das Krankenhaus verlies war es schon viel besser und nach dem ersten Blick auf meine neue Nase waren die Symptome fast komplett verschwunden.

ABer schon einige Wochen später war ich schon wieder ständig schlapp, konnte kaum noch arbeiten (bin Software-Entwickler), da ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Dann wurde mir immer wieder schwindelig und es kam eine Angst in mir hoch. Dazu immer wieder Migräne. Ab und zu bekam ich aus heiteren Himmel Gänsehaut und es schüttelt mich von oben bis unten.

Aber es ging immer noch gut und ich lebte so weiter. Aber eines Tages kam dann wieder der große Schlag, ich hatte wieder diesen diffusen Schwindel, das Gefühl ohmächtig zu werden und zu sterben. Ich wurde zum Notarzt gefahren und wieder ruhig gestellt, danach wieder diese Depressionszustände, ein Nebel im Kopf,, das Gefühl wie Liebeskummer und Schmerzen überall, keine Lust auf gar nichts. Ich verlor binnen einer Woche 5 kg Gewicht, da ich keinen Hunger mehr hatte.

Seit dem bin ich wieder in psychologischer Behandlung. Ich mache jetzt eine Gruppentherapie und mir geht es etwas besser. Soziale Phobie habe ich zwar immer noch, aber ich gehe wieder unter Leute und habe auch Spaß an Sport und Freundeschaften.

Ich nehme jetzt auch Antidepressiva, aber ich habe immer noch diese Verspannungen und ab und an diese Schwindel und Nebelzustände im Kopf.

Das komische ist, das ich nach den Schwindelattacken und Migräneanfällen immer ein metallischen Geschmack im Mund habe.

Außerdem habe ich ein leichtes Ohrgeräusch, so eine Art zischen, das bei Stress und Angst wesentlich lauter wird. Der TOn ändert sich auch bei veränderung der Kopf, bzw. Kieferstellung.

Ein Amalgambelastungstest(DMPS) habe ich auch machen lassen, da ich 9 Amalgamfüllungen habe. Meine Werte waren doppelt so hoch wie die gültigen Grenzwerte, aber mein Psychologe meinte ich soll mich nicht so darauf fixieren.

Vor 2 Wochen habe ich 2 Amalgamfüllungen durch Kunststoff ersetzen lassen und möchte so nach und nach den Rest auch noch los werden um dann eine Ausleitung zu machen. Das ganze dauert aber, da ich sonst die Kosten nicht tragen kann, da die Kasse nicht zahlen will, da ich keine Amalgamallergie habe.

Seit dem Ausbohren ist mir aber wieder vermehrt schwindelig, was schon komisch ist, aber vielleicht steige rich mich einfach zu weit rein.

So jetzt reicht es mal, was denkt ihr darüber ???

Danke und Gruß

Sven

Was denkt ihr ?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Sven,
für mich klingt das stark nach einer Schwermetallvergiftung, die ja bei so vielen Amalgamfüllungen auch gut möglich ist.
Wenn Du viel am PC arbeitest, könnte noch E-Smog dazukommen, den Du nicht verträgst.
Metallischer Geschmack im Mund ist ein Symptom einer Schwermetallbelastung!
Das leichte Ohrgeräusch kann von der HWS kommen; es kann aber auch von entzündeten Nerven im Kopf/Kieferbereich kommen.
Was für einen Test hast Du auf Amalgam/Quecksilber gemacht?
Wurden die 2 Amalgamfüllungen mit Schutz entfernt?
Hast Du die Kunststoffe vorher austesten lassen?
Evtl. hast Du die Narkose bei der Op nicht vertragen und hast deshalb so stark reagiert?

Hier im Forum gibt es eine Menge Infos über Amalgam,und es gibt auch ein Wiki darüber. Es wäre gut, wenn Du Dich da einlesen würdest.

Ein Amalgambelastungstest(DMPS) habe ich auch machen lassen, da ich 9 Amalgamfüllungen habe. Meine Werte waren doppelt so hoch wie die gültigen Grenzwerte, aber mein Psychologe meinte ich soll mich nicht so darauf fixieren.
Du könntest Deine Werte vom DMPS-Test mal hierherstellen.
Dein Psychologe hat wahrscheinlich wie die meisten keine Ahnung von Quecksilber und seinen Folgen und wiegelt ab, weil er Dich sonst als Patienten verliert. Leider passiert das häufig.

Grüsse,
Uta

Was denkt ihr ?

Sven1973 ist offline
Themenstarter Beiträge: 86
Seit: 04.06.07
Hallo Uta,

danke für die schnelle Antwort.
Ja ich vermute ja auch eine Amalgamvergiftung.

Ich habe die Füllungen ohne Kofferdam ausbohren lassen, es wurde aber mit einem speziellen Bohrer gearbeitet, welcher die Dämpfe direkt mit absaugt.

Ich habe ein DMPS-Test gemacht, d.h. mir wurde DMPS gespritzt und daraufhin musste ich viel trinken und später eine Urinprobe abgeben.

Werte des DMPS-Test :

Quecksilber(nach DMPS) * 93.0 ug/gKrea.
Kupfer 927 ug/gKrea.

KREATININ (ENZYM.) 1.50 g/l

Die gleichzeitige Erhöhung von Kupfer über 500 ug/g Kreatinin und Quecksilber über 50 ug/g Kreatinin spricht für eine Quecksilber-Belastung.
...

Die Kunststoffe für die 2 neuen Füllungen wurden nicht getestet.
In die unteren BAckenzähne müssten Keramik-Inlays, da die Füllungen zu groß für Kunststoff sind. Die Kosten sind da extrem hoch.

Gibt es da eine Möglichkeit was von der Kasse zu bekommen ?

Gruß und Danke

Sven

Was denkt ihr ?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Sven,
soviel ich weiß, übernehmen die Kassen so gut wie nichts bei Keramik-Inlays.
Vielleicht kann da EM-Zahn noch etwas dazu sagen?

Wenn ich das richtig verstehe, hast Du immer noch 7 Amalgamplomben im Mund. Insofern hast Du ja immer noch reichliche Quellen für weitere Belastungen.
Ich denke, es wäre wichtig, daß Du Dich über eine ganz sachgerechte Entfernung von Amalgamplomben erkundigst. Dieser Bohrer mit Absaugung ist wahrscheinlich sehr gut. Sauerstoff für die Nase, damit nichts in die Nasengänge kommt, wäre trotzdem wichtig. Wie gesagt: Forum und Wiki zum Thema Amalgam...

Wo wurde der DMPS-Test gemacht? Evtl. könnte das entsprechende Labor Dir auch einen ZA nennen, der mit allen Schutzmaßnahmen arbeitet und auch einen Arzt, der sich mit der Ausleitung auskennt?

Wichtige Bücher: Mutter "Amalgam - Risiko für die Menschheit" und
Daunderer "Amalgam", ebenso wie die Homepage vom ToxCenter.

Gruss,
Uta

Was denkt ihr ?

Sven1973 ist offline
Themenstarter Beiträge: 86
Seit: 04.06.07
Hallo,

ja danke nochmals !

Das Buch von Mutter habe ich. Leider finde ich in meiner Gegend kein Zahnarzt der unter allen Sicherheitsmassnahmen arbeiten möchte.

Bei Mutter wird ja gerade dieser um den Zahn liegende Bohrer sehr gelobt. Der Kofferdam ist ja nicht für die Dämpfe sondern für die Amalgamteilchen gedacht, die bei Rausbohren in die Mundhöhle fallen.

Dazu meinte mein Zahnarzt, das diese auch beim runterschlucken ungefährlich wären, da das Amalgam ja gebunden wäre. Das gefährliche wäre rein der Dampf und der wäre durch diesen Bohrer so gut wie nicht vorhanden.

Der Kofferdam wäre nur zu große Strapaze, der ihn bei seiner Arbeit auch behindern würde. Er hätte es zwar gemacht, hat mir aber abgeraten.

Ich werde mich jetzt noch bissl bei WIKI einlesen und das Amalgam Forum hier studieren.

Fakt ist, das ich erst Entgiften kann, wenn alle Plomben raus sind und das kann wegen der Kosten noch bissl dauern. Oder ich finde noch einen Hautarzt der mir einen positiven Allergietest ausstellt.

Ich dank dir aber auf jeden Fall für deine Antworten !!!

Gruß

Sven

Was denkt ihr ?

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo Sven,

ich hatte den gleichen Gedanken wie Uta.
Natürlich würde dich dein Psychologe als Kunden verlieren, bei einer Schwermetallvergiftung ist eine solche Therapie ein sinnloses Unterfangen.

Uta hat im Großen und Ganzen schon alles angesprochen, worauf du schauen solltest.

Herde im Zahn-und Kieferbereich beeinflussen eben alle Regionen im Kopf.
Ich hatte jahrlang Ohrgeräusche, Klingeln, Rauschen es war mir schwindlig und oft hatte ich das Gefühl auf eine Seite wegzukippen.
Genau wie du beschreibst, dachte ich oft, ich müsse jetzt sterben und mein Mann rief den Notarzt, der meinte dann ich würde hyperventilieren und gab mir ein Beruhigungsspritze.
Bei mir war auch immer ein Zittern und Vibrieren im Körper.
Heute weiß ich, dass es der typische Batterieeffekt war. Also verschiedene Metalle, wie Amalgam und Kronen.
Angstgefühle hatte ich ebenfalls jede Menge und bei so vielen Symptomen bekommt sogar der stabilste Mensch oft psychische Probleme, das ist ja dann kein Wunder.
Ich denke es wäre eher unnormal, wenn es nicht so wäre.

Vielleicht wäre es auch nicht verkehrt noch die Schilddrüse überprüfen zu lassen, bei Störungen sind auch Symptome wie Schwindel und Angstgefühle vorhanden.

Liebe Grüße
Anne S.

Was denkt ihr ?

Sven1973 ist offline
Themenstarter Beiträge: 86
Seit: 04.06.07
Hallo,

erstmal Dank für eure schnellen Antworten.
Schilddrüse ist bereits untersucht worden, wenn man psychische Probleme hat, macht man als erstes einen Ärzte-Marathon, weil man nicht weiß was mit einem los ist.
Aber es wurden (gottseidank) keine organischen Ursachen gefunden.

Das mit dem Kunden verlieren finde ich sehr interessant und wenn es so wäre, wäre es ja wohl der Hammer. Ich denke es gibt viele wirklich psychisch kranke die meinen Platz in der Gruppentherapie dann besser gebrauchen könnten. Aber es ist ja so, das es mir schon besser durch die Gruppe geht.

Aber ich werde auf jedenfall versuchen so schnell wie möglich das amalgam loszuwerden und eine Entgiftung mit Chlorella/Bärlauch und später Koriander durchführen.

Werde mich wohl mal im Amalgam-Forum vorstellen, vielleicht gibt es da noch einige Tipps.

Danke euch erstmal. Finde es total nett das sich jemand dafür Zeit nimmt und einen ernst nimmt.

Danke !!!

Was denkt ihr ?

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo Sven,

wichtig ist in meinen Augen auch immer, dass ein Zahnarzt ein Kieferpanorambild auch befunden kann, damit krankhafte Wechselbeziehungen zwischen Zähnen, Kiefer und Organen ausgeschlossen wird.

Für mich waren neben Danderer und Mutter diese beiden Bücher noch hilfreich.

Thomas Klein "Energieverlust und Krankheit durch Zahnherde"

Andree Benedde "Amalgam Vorsicht Gift!" Medizinische und rechtliche Patienteninformation.

Liebe Grüße
Anne S.


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