Bitte dringend um eure Hilfe!

17.05.10 15:44 #1
Neues Thema erstellen
Bitte dringend um eure Hilfe!

anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Ich empfinde jetzt, wo Du mit der Sprache rausrückst, deine Auffassung der Krankheit als verdreht.
Ich will Dich nicht dafür verurteilen, das Du Bulimie hast, denn die kommt vom Kopf.
Aber Du kannst doch nicht erwarten, wenn Du Dir regelmäßig den Finger in den Hals steckst, das Dein Körper das unbeschadet mitmacht.
Du experimentierst dazu auch noch mit Abführmitteln und meinst dann, eine Krankheit zu haben, die den Darm betrifft.

Du wünschst Dir Besserung, Deine Familie leidet unter deinem Verhalten, Du kannst nie in den Urlaub fahren....dann hör auf, Dir den Finger in den Hals zu stecken.

Ich finde es mutig und ehrlich, das Du uns offenbart hast, was Dir fehlt
und wünsche Dir von ganzen Herzen, das Du erkennst, welchen Weg Du gehen kannst, um mit Dir und Deinem Körper leben zu können, ohne Dir selber zu schaden.

Bitte dringend um eure Hilfe!

Power ist offline
Themenstarter Beiträge: 114
Seit: 02.03.10
"dann hör auf, Dir den Finger in den Hals zu stecken"

Weißt du, wenn das so einfach wäre, gäbe es diese Krankheit nicht!

Aber du hast mich mit diesem Satz ein kleines Stück wachgerüttelt, danke dafür. Ich arbeite ja an mir es ist nicht so, dass ich mich in diesem Krankheitsbild suhle, ich kämpfe jeden Tag, damit es mir einigermaßen gut geht. Ich habe jetzt auch zwei Wochen Urlaub, weil ich diesen Zustand gar nicht mehr aushalten kann. Es kostet enorm Kraft, sich jedes mal wieder aus dem Mist herauszuziehen und weiterzumachen.

Wäre mir das alles nicht bewusst, würde ich keine Therapie machen.
Und dann kann man nicht mal eben aufhören, sich den FInger in den Hals zu stecken. Es ist ja irgendwo durch gekommen. Deshalb verwies ich auf den Schockzustand. Ich will damit auch nicht jemanden für mein Leiden verantwortlich machen, das ist klar. Aber je rätselhafter mir das alles wird, desto mehr versuche ich eine Antwort zu finden....und ich denke ich komme dem allen ein Schritt näher.

Mein Therapeut sagte mir bereits, dass mir in der Kindheit Zuneigung gefehlt haben muss und ich kann mich an eine Situation erinnern, bei der ich immer anfangen muss zu weinen, weil ich dadurch ein Familienmitglied in den Dreck ziehen würde. Aber wenn es die Lösung ist, all diese Blockaden zu lösen und wieder normal leben zu können, bin ich dazu bereit....es gab einmal einen banalen Streit und bei diesem Streit bin ich auf den Boden gefallen und eine Person hat, als ich auf dem Boden war auf mich eingeschlagen und mich eingetreten. Und wenn ich daran denke, dass ich mich nicht wehren konnte und es genau zu dem Zeitpunkt war, als das alles angefangen hat so wird mir alles etwas klarer...wollte es nur verdrängen, weil ich meine Familie trotzdem über alles liebe....und dieser Zwiespalt von Liebe und Verachtung wegen diesem Ereignis spaltet mich enorm.

Das ist jetzt alles sehr viel....ich weiß. Nur suche ich nach einer Antwort.
Und wenn das alles so ist, dann habe ich vielleicht erkannt, was mir fehlt, wenn ich diese Anfälle bekomme....Zuneigung, jemand der mich lieb hält und mir einfach zeigt, du bist ein liebenswerter Mensch.

Bulimie hin oder her. Sie hat ihren Ursprung. Und ich denke ich bin in der Hinsicht auf einem guten Weg, das ich die Therapie angefangen habe und durch Gespräche alles aufarbeiten kann. Natürlich, da gebe ich dir Recht MUSS ich daran arbeiten, dass die Attacken aufhören. Und ich nehme nur ein Dolcolax Dragee in der Woche, was also harmlos ist, nciht dass du denkst ich fahre mir sonst was für einen Film.

Bitte dringend um eure Hilfe!

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Sunny,

ich habe ja erst vorhin von Deiner Bulimie gelesen und möchte Dir folgendes dazu schreiben:
Dein Körper leidet, wie Du natürlich selbst weißt, katastrophal unter Deiner Krankheit und wenn ich ehrlich bin wundert es mich jetzt nicht mehr, dass Du so viele Symptome hast. Und Du kannst nach "medizinischen" Lösungen suchen, klar, doch so lange die Bulimie Deinen Organismus "beherrscht" kann der Körper sich gar nicht regenerieren. Ich sage Dir das nicht gerne doch es wird in Zukunft wohl eher noch schlimmer werden.

Ich kenne zwei Frauen aus meinem Umfeld die diese Krankheit hatten, jedoch glücklicherweise besiegt haben.
Die Eine kam seinerzeit unterstützend in eine betreute WG. Diese Umgebung half ihr sehr darauf aufmerksam zu werden was sie sich eigentlich antut. Bei ihr war es vermutlich der damalige Beruf der ihr so zugesetzt hat, dass sie damit anfing. Heute ist sie normalgewichtig, mag ihre jetzige Arbeit sehr und macht gemeinsam mit ihrem Partner sehr viel Sport. Sie ist richtig gut drauf !
Die andere Frau war seinerzeit sogar mehrfach in der Psychiatrie, war extrem abgemagert und hatte schon übelste körperliche Defizite. Sie stand schon immer unter großem Leistungsdruck, sie sollte immer die beste sein, nur super Noten zählten, etc. - das war für sie einfach zuviel. Einer ihrer behandelnden Ärzte stellte irgendwann die Frage ob die Toilette inzwischen ihre beste Freundin sei und sie mit ihr kommunizierte. Das hat sie so geschockt, dass es Klick machte in ihrem Kopf. Seitdem war sie bereit mit ihrer ganzen Kraft zu kämpfen. Nachdem sie wieder gesund war musste sie noch über zwei Jahre hochdosierte Vitamine einnehmen um die vielen Nährstoffmängel auszugleichen. Sie ist heute ein absoluter Workaholic, vermutlich braucht sie den Stress um "nicht auf dumme Gedanken zu kommen", doch es geht ihr wieder gut!

Ich selbst kann das nicht nachvollziehen wie es soweit kommen kann, dass man ganz dürr ist, abgemagert, krank aussieht und doch immer noch nicht wieder den Blick für die Realität bekommt und erkennt man ist nicht schlank sondern krank. Aber ich weiß auch die Kindheit kann einem zusetzen .

Wenn Du mit diesem Erlebnis nicht klar kommst rate ich Dir es endlich zu klären, mit Deinem Therapeuten, den (anderen) Angehörigen und Freunden. Wenn Du darüber offen sprechen kannst hilft Dir das ganz bestimmt, auch wenn es am Anfang wahrscheinlich nicht ganz leicht wird. Aber mach das, Du schaffst das .

Weiß Deine Familie eigentlich über die Aktivität hier, also um die Sorgen die Du Dir selbst machst? Ich könnte mir vorstellen es würde auch ihnen wieder ein bisschen Mut geben.


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Bitte dringend um eure Hilfe!

anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Ich denke auch, Du musst die Ursache finden, ohne die Familie dafür verantwortlich zu machen.
Denn das würde Dich wieder belasten.


Ich kann Dir ein Beispiel erzählen, was ich selber mit erlebt habe.
Eine befreundete Familie mit 2 Töchtern.
Die Kinder wurden immer geliebt und hätten ihrerseits alles für ihre Eltern getan, in der Familie herrschte immer beneidenswerte Harmonie.
Die Eltern förderten die Kinder, wo es nur ging.
Sie verzichteten auf z.B.Urlaub, um der Großen das Studium zu finanzieren.
Aber diese Liebe, das Zutrauen, was die Eltern in die Leistung ihrer Kinder hatten, trieb die Ältere in die Magersucht.
Weil zu den Kriterien, für die Eltern perfekt zu sein, auch ein perfektes Aussehen gehörte.
Die Eltern hätten das nie und nimmer von ihr verlangt oder erwartet,
sie hätten ihrem Kind immer, in jeder Situation, zur Seite gestanden,
sie hat sich den Druck selber aufgebaut, weil sie perfekt sein wollte, für ihre Eltern.
Sie sollten stolz auf sie sein.
Zum Glück hat sie durch viele Gespräche und Selbsterkenntnis herausgefunden, warum sie so handelt und es überwunden, ehe sie Schaden nehmen konnte.
Die kleine Schwester wiederum sah immer nur die Große als Bessere.
Sie war in der Schule nicht so gut, sah nicht so gut aus, hatte nicht so einen tollen Freundeskreis.
Also fing sie an, sich den Finger in den Hals zu stecken.
Die Eltern merkten ewig nichts, weil sie zu Hause immer brav jede Mahlzeit mit aß, sich normal verhielt.
Als sie eine Magen Darm Grippe hatte und Blut spuckte, rannten die Eltern mit ihr von einem Arzt zum nächsten.
Freunde wiesen sie dann darauf hin, das die Tochter Bulimie haben könnte, aber sie glaubten es nicht.
Dann fing das Mädchen auch noch an, sich zu ritzen.
Als die Eltern das mitbekamen, waren sie entsetzt.
Das Mädchen kam ins Krankenhaus, nach einiger Zeit ging es ihr besser.
Die Eltern hatten alles richtig gemacht, ihre Kinder super erzogen, ihnen in jeder Situation geholfen, sie nie unter Druck gesetzt, sie geliebt.
Und trotzdem hatten beide Kinder solche Probleme.
Soweit ich das beurteilen kann (weil ich die Familie gut kenne), entstand das Alles aus ihren eigenen Gedanken, aus der Angst, nicht gut genug, nicht perfekt genug zu sein.
Dei Große, weil sie wollte, das die Eltern immer stolz auf sie sein können, die Kleine, weil sie dachte, sie müsse wie die Große sein.
Als sie akteptierten, sich so zu nehmen, wie sie sind, überwanden sie diese "Krankheit".
Wenn man sich überlegt, was die ganze Situation für eine Idiotie barg, wie paradox sie war!
Die Eltern wollten immer nur das Beste und daraum haben die Kinder angefangen, sich zu zerstören.

Geändert von anonym09 (25.10.10 um 12:04 Uhr) Grund: Batterie leer

Bitte dringend um eure Hilfe!

Power ist offline
Themenstarter Beiträge: 114
Seit: 02.03.10
Hallo zusammen,

ich habe einen kleinen neuen Hinweis....ist mir aufgefallen, als ich ein neues Produkt ausprobiert habe um die Darmflora aufzubauen. Ich habe festgestellt, dass ich nach dem Produkt Darmflora Plus (Zutaten: Maltodextrin mit Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium lactis, Oligofructose (27 %) und Reismehl extreme Blähungen bekomme.

Da ich ja bereits auf Fructose getestet wurde und der Test positiv ausfiel, wäre das vielleicht ein Ansatz, dass ich wirklich gegen Fructose allergisch bin?


Optionen Suchen


Themenübersicht