Als Kleinkind Lepinaletten bekommen - Spätfolgen?

19.04.10 13:57 #1
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b.w.r. ist offline
Beiträge: 113
Seit: 01.09.08
Hallo!

Ich bin schon lange auf der Suche nach einer Erklärung für meine mannigfaltigen Symptome und habe bisher alles mögliche versucht. Letzte Maßnahme war die Einnahme von NEMs über 6 Wochen inkl. VitC, Einläufen und Rizinusöl ohne jegliche Veränderung.

Nun bin ich zufällig im Gespräch mit meiner Mutter auf eine völlig neue Fährte gestoßen.

Im Säuglingsalter gleich ein paar Wochen nach der Geburt fiel ich durch ungewöhnliche Schreiattaken auf. Ich habe im Schlaf geschrieen und konnte mich nach Wachrütteln nicht mehr an das Schreien erinnern. Ein befreundeter Kinderarzt hat meinen Eltern daraufhin Lepinaletten (neuerdings Luminaletten) mit dem Wirkstoff Phenobarbital verschrieben, die extra für Kinder dosiert waren. Dadurch habe ich die Nächte dann durchgeschlafen. Nach über 1 Jahr wurde das Medikament erst ausgeschlichen.

Durch Internetrecherche habe ich herausgefunden, dass Phenobarbital zu den stärksten und nebenwirkungsreichsten Schlafmitteln gehört. Es macht stark abhängig, weshalb es mittlerweile nur noch bei Epileptikern und nicht mehr als Schlafmittel eingesetzt wird.

Das alles hat mich zum Nachdenken gebracht. Was ist, wenn meine ganze Symptomatik mit Schwindel, Sehstörungen, Blendempfindlichkeit, Tinnitus - die sich eigentlich anfühlt wie eine permanente Migräneaura - in Wirklichkeit eine Art von Epilepsie darstellt. Nur habe ich überhaupt keine Anfallserscheinungen, sondern fühle mich immer wie kurz vor einem Anfall, als wäre das Gehirn verkrampft.

Merkwürdig ist auch, wieso ein Säugling im Schlaf schreit, als hätte er Alpträume. In diesem Alter kann man doch noch keine solche Träume haben?!

Könnte ich evtl. unter Spätfolgen dieser Schlafmittel leiden? Oder habe ich eine Art chronische Entzugserscheinung? Ich habe schon überlegt, ob ich mir nicht einfach dieses Luminal oder ein anderes Anti-Epileptikum nochmal verschreiben lasse und damit auf gut Glück versuche, das verkrampfte Gefühl loszuwerden. EEGs wurden bei mir natürlich schon gemacht. Dort gab es ungewöhnliche Gamma-Wellen, doch ein Anzeichen für Epilepsie hat der Neurologe nicht daraus ableiten können.

Gruß, Christian.

Als Kleinkind Lepinaletten bekommen - Spätfolgen?
Weiblich Blue68
Hallo Christian

Das was du beschreibst könnte ein pavor nocturnus gewesen sein

Nachtschreck: Was das ist und was Sie tun können


Pavor nocturnus


Mein Sohn hatte das mit acht Monaten auch und wurde darauhin für zwei Tage stationär überwacht. EEG usw.

Mir wurde damals gesagt, dass man den Unterschied zwischen Nachtschreck und epileptischen Krankheitsbildern abklären müsse.

Es ist natürlich die ungünstigste Lösung einem kleinen Kind schon derartige Hammermittel zu verschreiben.

Dass so etwas Auswirkungen auf die gesunde Gehirn - und Nervenentwicklung bei einem so kleinen Kind hat ist doch nur logisch.

Das hier nur ein kurzer Link, du findest sicher noch mehr über die Auswirkungen, wenn Du googelst

http://de.wikipedia.org/wiki/Antikon...irnentwicklung


Und Du hast es ja auch noch so lange bekommen.

Liebe Grüße von Blue

Geändert von Blue68 (19.04.10 um 17:27 Uhr)


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