Schleim im Rachen & verstopfte Nase

07.04.10 23:33 #1
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Schleim im Rachen & verstopfte Nase

pede ist offline
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Seit: 13.01.14
Hallo zusammen,

heute berichte ich euch von meiner Besserung und den Schritten, die ich unternommen habe. Ich habe leider noch nicht herausfinden können, was es ist und wie man es nachweist und wie man sein konkretes Anliegen Medizinern verdeutlicht, und wäre über Hinweise dankbar.
Ich würde gern einen Nachweis haben, bevor es vollständig abgeheilt ist,
denn ich vermute leider, meinen Freund (beim Niesen) angesteckt zu haben und die Symptome zeigen sich nur sehr langsam und unauffällig (die Nasenatmung deutet auf eine Störquelle), sodass er es nicht Ernst nimmt.

Was bei mir gewirkt hat, waren direkte Provokation mit einem langen Stäbchen, direkte Anwendung von Honig und Brühe trinken statt Tee, nachts Stirn und Ohren zudecken und den Kopf auf einem zusätzlichen Kissen höher legen, außerdem Akupunktur. Was negativ gewirkt hat, war mehr Wasser trinken oder damit spülen (Schleimbildung ohne Abtransport), Sport (zusätzliche Austrocknung/Halsschmerzen), Alkohol (Austrocknung). Ohne auffälliges Ergebnis blieben diverse Nasensprays (Austrocknung oder zu kurze Anwendungsdauer von 1 Monat), ein allgemeiner Hormontest des Endokrinologen, ein Nasenabstrich (mit Tupfer, an schmerzender Stelle) untersucht mit Gram-Präparat, CT (Schleimspur erkennbar, aber für den HNO nicht besonders auffällig).

Insgesamt ist mein Eindruck, dass Erreger in der Schleimhaut zur Furchenbildung geführt haben und dann darin eingeschlossen wurde entweder bei entsprechender Tiefe der Furche selbst oder durch Schleim, der nicht abtransportiert wurde (auch wenn keine sichtbaren Schwellungen/Verstopfungen der Nase bestanden). So konnte die Immunabwehr die entzündeten Stellen vermutlich nicht mehr erreichen? Die direkte Provokation hat lokal begrenzte Entzündungsreaktionen und Abheilungsprozesse ermöglicht (bisher sogar ohne Kopfschmerzen wie bei Sinusitis sonst üblich).

Behandlung:
Ich habe jeden oder jeden zweiten Abend ein Holzspießchen (für Schaschliks, ohne Späne und stabil genug!) mit kochendem Wasser abgespült und sehr vorsichtig in die Nase eingeführt. Beim Abtasten entzündeter Stellen kam ein Niesreiz auf, später auch schmerzende Bereiche. Ich habe das Stäbchen herausgezogen und mehrmals heftig geniest. Ebenso habe ich mir Honig in die Nase gestrichen und den Kopf weit in den Nacken gelegt. An entzündeten Stellen hat es zunehmend (aber noch aushaltbar) gebrannt, bis der Honig durchgelaufen war oder ich ihn wegen Niesanfällen wieder herausgeniest hatte. Die Prozedur hat etwa eine halbe Stunde bis Stunde gedauert, bis die Nase wieder abgeschwollen war und eine halbwegs freie Atmung möglich war. Gleich im Anschluss war an den entsprechenden Stellen oft schon eine leichte Verbesserung spürbar (z.B. etwas freiere Atmung, Wahrnehmung von Gerüchen und Temperaturgefühl) und beim nächsten Mal waren Niesen, Brennen oder Schmerzen an diesen Stellen weniger stark bis sie völlig nachließen, sodass ich mich mit der Zeit von vorne nach hinten vorarbeiten konnte. Über nacht hat die Entzündung weiter geschwelt, ich habe ich mir die Stirn zugedeckt und den Kopf höher gelegt. Am morgen hatte sich an den provozierten Stellen zäher Schleim gebildet, den ich herausgepustet oder effektiver hinten durch die Nase angesaugt und ausgespuckt habe (ggf. mit Wasser gurgeln). Zudem habe ich morgens Gemüsebrühe mit Zitronensaft getrunken, was den Abtransport unterstützt hat, und einen weiteren befreienden Nieser ausgelöst hat. Dagegen haben Tee oder Wasser (getrunken oder als Nasenspülung) meist sofort die Schleimbildung verstärkt, ohne den Abtransport zu fördern.

Verlauf:
Diese Behandlung führe ich nun seit 6 Monaten durch und spüre eine kontinuierliche Verbesserung. Die Nase ist inzwischen bis fast zur Nasenwurzel frei. Abschließend plane ich eine Akupunkturbehandlung, um verbleibenden Schleim aus den Nebenhöhlen abzuleiten. (Bei einer früheren Sitzung hatte sich bereits Wirkung gezeigt, da sich eine brennende Flüssigkeit (Gefühl wie beim Honig) gelöst hatte. Ich hatte diesen Weg damals leider nicht weiter verfolgt.) Von den entzündeten Stellen ist immer wieder Schleim nachgeflossen, aber er war in bereits behandelten Bereichen leichter zu entfernen und hat nun weniger starke Symptome ausgelöst. Mit der Zeit hat sich der Geschmack des Schleims geändert von Überlkeit erregend zu weniger unangenehm (mit einem Unterschied zwischen stark und schwach entzündeten Stellen), wie man es vom Abheilen von Erkältungen kennt.

Folgende gefühlt damit zusammenhängende Symptome haben sich gebessert: Die Mitesser auf Nasenspitze und Nasenflügeln sind weniger geworden. Pickel im Nasen- und Stirnbereich sind seltener. Hautfurchen im Nasenbereich sind seltener und die Nase ist dünner/weniger geschwollen (teilweise entstanden Furchen und verschwanden wieder über 1-2 Tage mit Entzündungsreaktionen). Lokale Hautrötungen an entzündeten Stellen nehmen entsprechend dem Verlauf ab. Die Nase schmerzt äußerlich kaum noch (lokal entsprechend den inneren Schmerzen bei Berührung). Der Schlafbedarf scheint von 10 auf 8,5-9 Stunden heruntergegangen zu sein.
Druckschmerzen im Bereich der Nieren und des Darms sind seltener und schwächer geworden. Stinkende Gase sind seltener geworden. Brust-/Herzschmerzen sind seltener geworden. Meine Stimmung, Unternehmungslust und Kontaktfreudigkeit haben sich gebessert. Leichter Sport ist inzwischen wieder problemlos möglich.

Folgende Symptome haben sich noch nicht gebessert (vermutlich erst einige Zeit nach vollständigem Abheilen): rauer Hals und Furchen im Mund (Nasenflüssigkeit fließt noch ab), eingefallene Augen/dreifach gefaltetes oberes Augenlid (vermutlich lokaler Wassermangel) und leichtes Brennen in den Augen/verklebte Augen morgens (eine Ausbreitung der Entzündung über den Tränengang halte ich für möglich, jedenfalls habe ich mir bei zugehaltener Nase schon Tränenflüssigkeit ins Auge herauspusten können; Empfindlichkeit vermutlich gegenüber Chemikalien in Modegeschäften und neuen Autos besteht), schnell fettende Haare, Normalisierung des Nasenschleims (zieht teilweise immer noch kleine und große Fäden), leicht fehlbildende Haaransätze und zunehmende Zahl Leberflecken (kein offensichtlicher Zusammenhang).

Ich hoffe, dieser ausführliche Bericht und die Tatsache, dass direkt beobachtbare positive Reaktionen des Körpers bei mir auch langfristig zur Besserung geführt haben, ist anderen zur Ermutigung!
Falls jemand einen Idee zu einem entsprechenden medizinischen Nachweis hat, würde ich mich sehr freuen, denn wie gesagt scheinen die Erreger vorerst in der Familie zu bleiben...:/
Ein weiteres Update folgt bei vollständiger Abheilung.

Geändert von pede (19.02.15 um 12:34 Uhr)


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