Colitis ulcerosa - Ernährungsplan

05.04.10 12:55 #1
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Colitis ulcerosa

julisa ist offline
Beiträge: 1.798
Seit: 20.03.09
Zitat von Joachim Beitrag anzeigen
- Fabrikzucker
- Auszugsmehle
- Fabrikfette
- Säfte und gekochtes Obst
- tierisches Eiweiß
- Konserven, Präparate, Fertiggerichte

und folgende zu verzehren:

- Möglichst viel Frischkost (Gemüse, Blattsalate, Obst)
- Echte Volkornmehle und daraus hergestellte Produkte
- Naturbelassene Öle und Fette
- Täglich ein Frischkorngericht
Also das Weglassen von obigem kann ich bis auf das tierische Eiweiß unterstreichen, da sind sich wohl die meisten Ernährungsspezialisten einig.

Das Essen von Frischkornbrei kann ich allerdings nicht empfehlen. Das ist für einen geschädigten Darm meist eher Öl in Feuer gießen. Meine Erfahrung.

Tierisches Eiweiß dagegen empfiehlt sich sehr wohl, wenn es vertragen wird.

Man sieht hier an unseren verschiedenen Meinungen auch, dass es richtig und falsch nicht so wirklich gibt.

Jeder hat mit seiner Methode oder Überzeugung gute Erfahrungen gemacht. Daher ist das nur als Idee zu sehen ... was gegessen werden kann - die Liste mit den ungesunden Nahrungsmitteln gilt allerdings schon für alle Menschen .

Die Ernährung ist immens wichtig, das ist mal klar. Wie diese dann individuell aussieht, kann sehr verschieden sein. Der eine verträgt Rohkost, der andere nicht ... der eine braucht sein Stück Fleisch zum Essen, der andere Fisch ... der eine verträgt Milchprodukte, der andere nicht ... usw.

Wichtig ist: Nur frische, möglichst saisonal und regionale Lebensmittel essen.

VG
julisa

Ich kenne allerdings keinen Arzt, der Ahnung von Ernährung hat.

Colitis ulcerosa

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Zitat von julisa Beitrag anzeigen
Man sieht hier an unseren verschiedenen Meinungen auch, dass es richtig und falsch nicht so wirklich gibt.


VG
julisa
Dazu braucht man sich auch nur die Leitlinien anzuschauen.
Denn die habe ich mir diesbezüglich angeschaut und sie besagen, dass es bisher keinen eindeutigen Nachweis über eine Beeinflussung der Krankheit durch ein diätische Ernährung gibt.


Bei Colitis ulcerosa ist Ernährungsberatung zur Empfehlung einer ausgewogenen und ausreichenden Kost entsprechend der leichten Vollkost (DGE) sowie zum Ausschluss einseitiger Ernährung sinnvoll. Spezifische Diätformen sind im Allgemeinen zur Erhaltung oder Optimierung des Ernährungszustandes bei Colitis ulcerosa nicht erforderlich.


Ein Einfluss ernährungstherapeutischer Maßnahmen (Diätberatung, Trinknahrung, enterale Ernährung oder parenterale Ernährung) auf die Krankheitsaktivität in der akuten Phase oder bei chronisch-aktiver Colitis ulcerosa ist generell nicht belegt (A).
AWMF online - S3-Leitlinie Gastroenterologie: Colitis ulcerosa
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Colitis ulcerosa

Mobubu ist offline
Beiträge: 45
Seit: 29.02.08
Zitat von Nachtjäger Beitrag anzeigen
Hallo Mobubu,
da Sie laut persönlichem Profil ein "Lügenaufdecker" sind,sollten Sie mal bei sich selbst anfangen (ist wirklich nicht bös gemeint !! ) :

Nämllch,die sog. "Zentralen Allergien" Kuhmilch,Weizen Ei und auch die Pollen-Allergie sind vererbt und n i c h t eine F o l g e von Hg oder anderen Belastungen. Diese können aber allergische Symptome erheblich verstärken und somit die Lage komplizieren.Insofern sind sie bei Allergie-Therapien auch äusserst wichtig und zu berücksichtigen,wie ich ja schon schrieb.
Nachtjäger
hallo nachtjäger,
dass sie davon überzeugt sind, dass ich falsch und sie so unbedingt richtig liegen, ist etwas anmaßend, oder? und zur sache: wenn sie hier im forum gründlich lesen würden, werden sie feststellen, dass nahrungsmittelunverträglichkeiten oder irgendwie definierte "allergien" im laufe des lebens und seltener per geburt aufgetreten sind. häufig treten "allergien" nach akuter oder chronischer quecksilber exposition auf (lesen sie bitte im amalgam forum!), das ist auch ganz logisch, weil hg an sh-gruppen aller möglicher enzyme/verdauungsenzyme andockt und diese blockiert (das ist übrigens bewiesen, lernt man in der oberstufe gymnasium chemie Vernetztes Studium - Chemie, Chemie für Mediziner: Hemmung von Enzymen).

genetische dispositionen zu einer allergie mag es geben, aber sie können es nicht beweisen, oder kennen sie die genome zur weizenallergie? wer bekommt "heuschnupfen", nur jemand dessen eltern es auch hat?

außerdem, unterscheiden sie bitte allergie von unverträglichkeit, von denen bei der CU eher die rede ist. das sind lt. schulmedizin verschiedene paar schuhe:
z.b. laktoseintoleranz ist eine unverträglichkeit (=schlechte verdauung) aufgrund von enzymmangel, zöliakie (oder kuheiweißallergie) hingegen ist eine allergie mit autoimmunreaktion. unverdautes gluten oder kasein kann aber auch schaden anrichten und ursache dafür sind enzymmängel! die autoimmunreaktionen durch die peptide, wenn sie einträten, wären in dem falle sekundär ("zöliakie" als immunologische reaktion wäre also eine folge von enzymmangel).

übrigens, wie erklären sie sich die zunahme von allergischen erkrankungen bzw. nahrungsmittelunverträglichkeiten in industrienationen - und zwar im exponentiellen maße? von wem soll das vererbt werden? mit verlaub, das geht nicht!

bitte beachten sie: wenn sie von etwas überzeugt sind, dann müssen sie damit nicht unbedingt recht haben und sie würden mich mehr überzeugen,w enn sie hinter ihren hypothesen auch gewisse belege hätten (links/studien, etc.). dieser polemische diskussionstil (es IST so und NICHT anders und ich sollte meine eigenen lügen aufdecken) muss hier nicht sein denn mir vergeht schonwieder grundsätzlich die lust, hier im forum zu posten...

und bleiben sie bitte selbstverständlich bei ihrer überzeugung, ich möchte sie keineswegs belehren, jeder soll seine erfahrungen selber machen!

mfg

Colitis ulcerosa

Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo Herr Mobubu,
da habe ich mit meiner Bemerkung ja kräftig in's Fettnäpfchen getreten,bzw.Sie haben meine wohlwollende Ironie leider falsch verstanden.Tut mir leid !

Aber nochmal zur Sache: Die These der Vererbbarkeit der "zentralen" Allergene Kuhmilch,Weizen,Ei und auch der Pollen,hat sich mir auch immer wieder als richtig erwiesen.Bei a l l e n Allergikern,die ich behandelt habe,hat sich irgendwo in der engeren oder weiteren Familie (Eltern,Grosseltern,Geschwister) einer gefunden,der früher oder später allergische Symptome zeigte.
Allergien,und das ist das verzwickte daran,was die meissten Therapeuten nicht wissen,können nach vielleicht etwas Milchschorf beim Baby,jahrelang maskiert ohne Symptome fortbestehen und bedürfen dann eines Auslösers,um akut zu werden (häufig Viren: Infektionen,Impfungen).Bei der Zöliakie ist sowieso bekannt,dass akute und Ruhephasen miteinander abwechseln.

Andere starke Belastungen,wie z.B. Hg, sind nicht Ursache der allergischen Probleme,verstärken aber deren Symptome.

Im übrigen stammt der Link,auf den Sie verweisen,natürlich von einem Schulmediziner,dessen Anschauungen wir nicht teilen.
Besten Gruss,
Nachtjäger

Geändert von Nachtjäger (08.04.10 um 21:37 Uhr)

Colitis ulcerosa

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo nicht der papa,

Denn die habe ich mir diesbezüglich angeschaut und sie besagen, dass es bisher keinen eindeutigen Nachweis über eine Beeinflussung der Krankheit durch ein diätische Ernährung gibt.
Die Leitlinien spiegeln das wider, was Nahrungsmittelidustrie und Medizin als richtig erachten. Nahrungsmittelindustrie und Medizin sind wirtschaftlich orientierte Unternehmen, die voneinander profitieren und keinerlei Interesse daran haben, daß die Krankheit geheilt oder gar verhütet wird. Die Nahrungsmittelindustrie verkauft die Fabriknahrungsmittel, die ursächlich für die Entstehung der CU sind und die Medizin verkauft Behandlungen für diese chronische Krankheit. So profitiert jeder, solange man die Bevölkerung mit entsprechenden Leitlinien im Glauben läßt, die Ernährung würde keine Rolle spielen.

Die ursächliche Heilbehandlung der CU erfordert neben begleitenden Maßnahmen das konsequente Abstellen der genannten Ernährungsfehler. Das wurde bei der Untersuchung diätetischer Maßnahmen natürlich nicht gemacht, wie dein Zitat zeigt:

Ein Einfluss ernährungstherapeutischer Maßnahmen (Diätberatung, Trinknahrung, enterale Ernährung oder parenterale Ernährung) auf die Krankheitsaktivität in der akuten Phase oder bei chronisch-aktiver Colitis ulcerosa ist generell nicht belegt (A).
Die aufgezählten Maßnahmen beseitigen nicht die Ursache der CU, sondern fördern sie sogar noch. Klar, daß man da keinen positiven Effekt belegen kann. Fragt man die richtigen Ärzte - nämlich diejenigen, die sich mit den Krankheitsursachen auskennen und entsprechend behandeln - dann findet man auch die gesuchten Heilerfolge.
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Zitat von Mobubu Beitrag anzeigen
Hallo Nachtjäger,
grundsätzlich bin ich deiner meinung, was die anscheinend erfolgreiche vermeidungsstrategie bei cu (und anderen ähnlichen erkrankungen) betrifft, jedoch sind allergien eben auch evtl. folgen einer ..... infektion, also eher symptom bzw. begleiterscheinung...
lg m.
Ich gebe dir hier Recht, was diesen Gedankengang betrifft, da ich ihn für folgerichtig und logisch halte.

Habe mittlerweile etliche Berichte im Netz gefunden habe, wo Frauen aufhörten zu rauchen und eine Colitis ausgebrochen ist.
Diese Colitis aber mit erneutem Rauchen wieder verschwunden ist, ohne dass in der Folge diätische Maßnahmen oder Einschränkungen notwendig waren.

Wäre eine Colitis durch Allergie/Unverträglichkeiten bedingt, würde sie aber mit oder ohne Rauchen bestehen. Im Gegenteil sollte man meinen, dass sich durch die Zuführung von Nikotin und anderen Allergenen im Rauch der Zustand dann eher verschlechtern müsste.

Insgesamt fehlt mir bei der ganzen Diskussion hier aber die mMn. wichtigste Komponente, der psychische Aspekt.

Meiner völlig subjektiven Meinung nach, als ehemals Betroffene, ist Colitis eine der Krankheiten, bei der der Körper sich an einer zentralen lebenswichtigen Stelle selbst zerstört, um so zum Ausdruck zu bringen, wie unerträglich er unbewusst die aktuellen Lebensumstände findet, in denen er ständig Dinge tun muss, die er eigentlich gar nicht tun will.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Colitis ulcerosa

julisa ist offline
Beiträge: 1.798
Seit: 20.03.09
Ich zitiere mich mal selber aus Beitrag 4:

Zitat von julisa Beitrag anzeigen
Ich würde vor allem auf die Psyche schauen ... emotionale Belastungen, Streß, unglückliche Partnerschaft ...
Psyche und Darm, man spricht ja auch vom Bauchhirn, haben eine enge Verbindung.

VG
julisa

Colitis ulcerosa

Mobubu ist offline
Beiträge: 45
Seit: 29.02.08
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Insgesamt fehlt mir bei der ganzen Diskussion hier aber die mMn. wichtigste Komponente, der psychische Aspekt.

Meiner völlig subjektiven Meinung nach, als ehemals Betroffene, ist Colitis eine der Krankheiten, bei der der Körper sich an einer zentralen lebenswichtigen Stelle selbst zerstört, um so zum Ausdruck zu bringen, wie unerträglich er unbewusst die aktuellen Lebensumstände findet, in denen er ständig Dinge tun muss, die er eigentlich gar nicht tun will.
hallo!
die psyche spielt bei vielen krankheiten, wenn nicht bei jeder, eine rolle, denn jede krankheit ist ja auch irgendwie an ein bestimmtes verhalten gekoppelt. auch wenn sich jemand ganz offensichtlich unverschuldet vergiftet bzw. infiziert hat, muss man sich die frage stellen, warum dies denn ausgerechnet dieser person passiert ist.
mit dem heilprozess einer körperlichen krankheit geht auch das psychische heilen einher (oder sollte einhergehn!), mal mehr mal weniger - alles hängt zusammen.
allerdings sollte man auch banale materielle dinge von ihrer "psychischen" oder philosophischen seite betrachten, z.b. ein apfel ist nicht nur ein apfel sondern mehr, eine schöpfung hinter der eine idee steht. oder zucker/süßes ist nicht nur zucker sondern vielleicht ein ersatz für entgangene liebe, ähnlich wie drogen es sein können. diese aufnahme von zucker äußert sich dann "körperlich" durch einen eingriff ins belohnungssystem, indem mehr serotonin oder dopamin gebildet wird, allerdings auf kredit und die depression folgt sogleich.
analog könnte es bei einer cu ablaufen, dass sich der betroffene mit stoffen verwöhnt hat, die eben auch ihre schattenseiten haben, wie z.b. auch zucker, der ihm eben nicht nur kompensierte "liebe" gibt, sondern einen überfluss daran, so dass aufgrund des übermaßes der entsprechende ausgleich dafür fehlt (denn alle existenz tendiert danach, sich auszugleichen). so äußert sich der überfluss an ergaunerter, nicht echter liebe in einer dysbalance des verdauungssystems mit einer zunahmen von schädlichen bakterien und pilzen. die folge ist eine entzündung der schleimhäute und geschwürbildung....
ur-sache war zwar die psyche, wobei aber das gewählte mittel in meinem beispiel ein materieller stoff war, eben zucker. und hier kann man sehr leicht zur heilung am praktischen fehlverhalten ansetzen. eine psychotherapie ist meist etwas sehr langwieriges... so sehe ich das jedenfalls..

lg m

Colitis ulcerosa

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Laut Prof. R. Deth (hab's jetzt leider nicht als Quelle im Internet gefunden) ist bei Colitis Ulcerosa die Lecitinbildung gestört.

Hg stört ja auch die Lecitinbildung.

Deshalb denke ich, dass Hg bestimmt in vielen Fällen eine Rolle spielt.


Liebe Grüße
Anne S.
__________________
Den Herrn stets ernst zu nehmen, das ist Weisheit. Und alles Unrecht meiden, das ist Einsicht.

Colitis ulcerosa

Mobubu ist offline
Beiträge: 45
Seit: 29.02.08
Zitat von Anne S. Beitrag anzeigen
Laut Prof. R. Deth (hab's jetzt leider nicht als Quelle im Internet gefunden) ist bei Colitis Ulcerosa die Lecitinbildung gestört.

Hg stört ja auch die Lecitinbildung.

Deshalb denke ich, dass Hg bestimmt in vielen Fällen eine Rolle spielt.


Liebe Grüße
Anne S.
hallo anne,
ja, das sehe ich auch so. sogar im pschyrembel steht unter symptomen der quecksilbervergiftung: colitis ulcerosa.
lg mig


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