Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

02.04.10 18:03 #1
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Diyana ist offline
Beiträge: 16
Seit: 02.04.10
Hallo!

Ich habe seit ca. einem Jahr starke Schmerzen im linken Brustkorb, die in die linke Schulter und den linken Arm ausstrahlen, insbesondere in den Pulsbereich. Gelegentlich tritt dieser Schmerz auch mittig und in der rechten Brustkorbseite auf, überwiegend befindet er sich jedoch links. Zusätzlich habe ich ein Druckgefühl in der Brust und das Gefühl, dass meine linke Brustkorbseite vibriert bzw. pulsiert. Der Schmerz ist bewegungsunabhängig, ist die ganze Zeit mehr oder weniger stark vorhanden und aus heiterem Himmel habe ich regelrechte Schmerzattacken, die einige Minuten andauern können.

Ich weiß zwar nicht, ob dies etwas mit meinem Hauptschmerz zu tun hat, aber in den letzten Monaten habe ich auch häufig Sodbrennen und gelegentlich Magenkrämpfe. Dies könnte aber vielleicht auch daran liegen, dass ich in letzter Zeit ziemlich viel Schmerzmittel zu mir genommen habe.

Ich war im Laufe der letzten zwölf Monate bei unzähligen Ärzten. Meine Blutwerte waren alle im Referenzbereich und unauffällig, Boreliose konnte ausgeschlossen werden. Es wurde ein MRT der Lunge gemacht, bei dem nur eine vergrößerte Thymusdrüse festgestellt wurde. Der Kardiologe konnte nach Ekg/Langzeit-Ekg und Belastungs-Ekg ebenfalls nichts auffälliges feststellen. Außerdem war ich noch beim Frauenarzt, der eine Sonografie durchführte und beim Orthopäden. Alles ohne Befund. Auch eine Untersuchung der Schilddrüse blieb ohne Befund.

Mittlerweile bin ich absolut ratlos und verzweifelt. Mein Hausarzt gibt sich zwar Mühe, mir zu helfen, kommt aber auch nicht weiter. Mittlerweile denkt er wohl, mit der Verschreibung eines starken Schmerzmittels den einfachsten Weg zu gehen. Da ich erst 26 Jahre alt bin und bis vor einem Jahr noch sehr sportlich und fit war, widerstrebt mir der Gedanke, mich einfach mit Schmerzmitteln vollpumpen zu lassen, obwohl ich nicht mal eine Diagnose habe.

Ich bin mittlerweile zunehmend am verzweifeln und weiß nicht mehr weiter. Ich nehme mir jedes Mal vor, meinem Hausarzt die Dringlichkeit meiner Lage vor Augen zu führen, aber irgendwie dringe ich nicht mehr zu ihm durch. Ich habe auch keine Ahnung, wie ich ihn dazu bringen kann, weitere Untersuchungen zu veranlassen. Ich habe ihn schon mehrfach gebeten, eine Magenspiegelung zu bekommen, aber er verschreibt mir lieber Omeprazol und verneint dies, weil ich nichts an Gewicht verloren habe. Ich weiß nicht mehr, wie ich weiter verfahren soll...

Ich würde mich freuen, wenn ich über diesen Weg jemanden finde, der ähnliche Beschwerden hat- bzw. hatte wie ich oder mir einen Ratschlag geben kann.

Vielen Dank & lg

Diyana

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

Omtcg ist offline
Beiträge: 1.154
Seit: 16.12.09
Nachdem bereits alles, was mir auch so eingefallen wäre, ausschließen konntest -> ich an deiner Stelle täte zu einem Osteopathen gehen.
__________________
Liebe Grüße Sabine

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

UlliS ist offline
Beiträge: 282
Seit: 09.02.10
Hallo loredana,

schau mal in den Thread: http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...zprobleme.html. Da habe ich einen Beitrag geschrieben der für Dich auch nützlich sein könnte. Das Problem liegt warscheinlich im Bereich der Mineralstoffe, das sieht man in einem normalen Blutild nicht. Keine Panik, das lässt sich sehr einfach behandeln .

Ulli

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

Diyana ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 02.04.10
Vielen lieben Dank für eure Antworten! Ich werde mir den Link gleich mal durchlesen und mich auch erkundigen, wo es bei mir in der Nähe einen Osteopathen gibt.

Über weitere Ratschläge/Hinweise würde ich mich freuen

lg Diyana

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

Diyana ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 02.04.10
Hallo,

ich hole mein Thema mal wieder nach oben, weil sich meine Situation eher verschlimmert hat als verbessert... Seit ein paar Tagen habe ich das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können und am Freitag bin ich schließlich beim einkaufen umgekippt. Was ist das nur?

Hier noch mal meine Symptome:

- Schmerzen im Brustkorb, überwiegend links
- Ein "Pulsieren" oder auch "Vibrieren" im Brustkorb (schwer zu beschreiben!)
- Schmerzen in der linken Schulter, im Arm (insbesondere Pulsbereich am Handgelenk)
- Gelegentlich Beschwerden im Oberbauch/Rücken

Die Beschwerden sind bewegungsunabhängig und nicht immer gleich intensiv. Mal schmerzt nur die linke Brust, mal nur der Arm usw. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Beschwerden schubartig auftreten. An einigen Tagen merke ich wenig bis gar nichts, dann geht es mir plötzlich für einige Tage wieder sehr schlecht.

Ich habe schon unzählige Untersuchungen machen lassen:

- Langzeit EKG, Belastungs EKG, Herzecho (ohne Befund, gelegentlich hoher Puls)
- Lungenfunktionstest, MRT der Lunge (ohne Befund, eine kleine Leberzyste und vergrößerte Thymusdrüse)
- Magenspiegelung (ohne Befund)
- Ultraschall des Bauchraums (kleine Nierenzyste, Ovarialzyste)
- Schilddrüsenuntersuchung (ohne Befund)
- Borreliose Test negativ
- Orthopädische Untersuchung
- Neurologische Untersuchung (eher ungründlich und schnell durchgeführt)

Ich war vor einigen Monaten in einer Schmerzklinik, die leider auch keine Besserung brachte. Diagnostische Maßnahmen wurden nicht ergriffen, man ging von muskulären Dysbalancen und einer chronischen Verspannung der Nackenmuskulatur aus.
Kurz darauf war ich in einer diagnostischen Klinik, die (für viel Geld!) leider auch keine Lösung erbrachte. Sie diagnostizierten das Tietze Syndrom, was ich allerdings erheblich anzweifle. Laut meiner Orthzopädin ist das eine "Verlegenheitsdiagnose". Außerdem habe ich seit einem halben Jahr Krankengymnastik, leider hat sich dadurch überhaupt nichts verbessert.
Meine Orthopädin ist sich mittlerweile sicher, dass die Beschwerden eher nicht von meinem Rücken kommen.

Wie ihr seht, habe ich bereits extrem viel unternommen um der Lösung näherzukommen. Ich weiß nicht, was ich noch machen könnte und diese Hilflosigkeit macht mich mürbe! Ich hatte mir sogar überlegt, mich ins Krankenhaus einweisen zu lassen, aber laut der Vertretung meines Hausarztes ist das bei diesen chronischen, nicht akuten Beschwerden nicht möglich. Ich bin für jeden Tipp sehr dankbar, vielleicht hat oder hatte ja jemand hier ähnliche Beschwerden? Irgendeine Idee, was noch dahinterstecken könnte?

lg Diyana

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

UlliS ist offline
Beiträge: 282
Seit: 09.02.10
Hallo Diyana,

ich glaube ich hatte Dir vor ein paar Wochen mal den Tip gegeben es mit Magnesium zu versuchen. Hast Du das gemacht?
Ich kenne das Thema Schmerzen in der Brust sehr gut, bei mir kombiniert mit Atembeklemmungen, Rückenschmerzen, Herzrythmusstörungen, Herzbeklemmungen, Schwindel. Die Beschwerden sind schlagartig verschwunden als ich angefengen hatte täglich 600 mg Magnesium zu nehmen. Das Problem sind latent angespannte Muskeln. Wenn Mg alleine keine Wirkung hat versuchs mit Mg + Calcium. Die Dosis ist wichtig, nicht weniger als 2 x 300 mg täglich!
Ich weiß, das klingt irgendwie zu einfach, aber einen Versuch ist es allemale Wert!

LG Ulli

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo,
soweit ich mich erinnere,sprachen Sie von "schlechten" Zähnen.War das so ?
In diesem Fall wäre natürlich eine Bakterienstreuung durch einen abgestorbenen Zahn,eine tiefe Zahnfleisch/Knochentasche,aber auch durch ein Störfeld in einer Tonsille (Mandel) oder einer Nasennebenhöhle (Stirn-,Kieferhöhle,Siebbeinzellen oder Keilbeinhöhle) denkbar.

Glauben Sie mir bitte,die Schulmedizin,ob nun allgemein oder zahnärztlich,kann mit ihren Mitteln solche Störfelder nicht orten. Die spielen sich weitgehend auf der feinstofflichen Ebene ab,die der Schulmedizin nicht zugänglich ist.Auch röntgen bringt da nichts !

Helfen kann da im zahnärztlichen Bereich wirklich nur die EAV,und zwar am besten durch einen ZA. Nebenhöhlen und Tonsillen sollte jeder Therapeut austesten können,der mit einer Biophysikalischen Methode arbeitet.

Sie können sich bei der Zahnärzte - Kammer Ihres Bundeslandes erkundigen,wer in Ihrer Gegend EAV anbietet.Die haben meisstens entspr. Listen von solchen Zahnärzten.
Nachtjäger

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

Diyana ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 02.04.10
Hallo Ulli,

danke für deine Antwort. Ich habe in letzter Zeit häufig Magnesium zu mir genommen, vielleicht aber nicht regelmäßig genug oder zu gering dosiert. Ich werde deinen Rat auf jeden Fall befolgen und mir ein Magnesium Präparat aus der Apotheke holen. Deine Beschwerden sind (waren) ja ähnlich wie meine. Wie lange hat es etwa gedauert, bis eine Besserung bei dir eingetreten ist?

Hallo Nachtjäger,

auch Ihnen vielen Dank für Ihre Antwort. Sie scheinen mich zu verwechseln, was bei der Fülle an Themen ja auch verständlich ist;-)
Meine Zähne sind in einem sehr guten Zustand, habe nie ein Loch im Zahn oder Zahnfleischbeschwerden gehabt. Dementsprechend auch keine Füllungen oder ähnliches. Ist es dennoch möglich, dass dort die Ursache sein könnte?

Ich bin weiterhin für jeden Ratschlag sehr dankbar,

lg Diyana

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

UlliS ist offline
Beiträge: 282
Seit: 09.02.10
Zitat von Diyana Beitrag anzeigen
Deine Beschwerden sind (waren) ja ähnlich wie meine. Wie lange hat es etwa gedauert, bis eine Besserung bei dir eingetreten ist?
Hallo Diyana,
bei mir ging das sehr schnell. Nach etwa 2 Tagen waren die Beschwerden weg.
Ich schreibe es noch einmal, weil es wichtig ist: Du musst mindestens 600 mg nehmen, und es sollte ein gutes Präparat sein, zB. Magnesium Daisporal 300. Wenn das alleine nicht wirkt, nimm Calcium dazu, etwa in der gleichen Dosis. Wenn ich nicht genug Mg nehme, bekomme ich schnell Beschwerden. Die verschwinden aber auch sehr schnell wieder (30-45 Minuten), wenn ich Mg einnehme.
Gruß Ulli

Brustschmerzen und leider immer noch keine Diagnose

Sebastian3007 ist offline
Beiträge: 2
Seit: 07.03.14
Hallo Diyana,
Hast du eine Lösung zu deinem Problem gefunden?

Ich habe sehr ähnliche Symptome. Seit ca. einem Jahr habe ich auch einen recht regelmäßigen sehr starken stechenden Schmerz in der Brust (Höhe unteres Brustbein). Meistens werden die Schmerzen begleitet von häufigem Aufstoßen und Schluckauf. Üblicherweise fängt es bei mir gegen Abend an und meistens wache ich dann in der Nacht auf Grund der Schmerzen auf. Die Schmerzen sind dann auch so stark, dass an weiteren Schlaf nicht mehr zu denken ist.

Bisher habe ich folgende Untersuchungen vornehmen lassen (mehr oder weniger in chronologischer Reihenfolge):
Ultraschall, EKG, 2x großes Blutbild, 3x Magenspiegelung, Röntgen, Messung des Schluckreflexes, ph-Messung der Speiseröhre und des Magens, CT.
Folgende Therapien habe ich versucht bzw. Ärze besucht, die bisher leider alle ohne Erfolg waren:
1. Internist, Orthopäde, 2. Internist, Neurologe, Akkupunktur, Gastroenerologe, Heilpraktiker
Einziger Befund bisher war, dass ich einen etwas sauren Magen habe und das mein Schluckreflex nicht immer 100%ig funktioniert. D.h., ich muss teilweise "nachschlucken" damit etwas durch die Speiseröhre in die Magen geht.

Auch alle Medikamente waren bisher erfolglos.
Bei mir helfen keinerlei Schmerzmittel (selbst Invusionen im Krankenhaus, nach dem ich fast zusammengebrochen bin) oder Säureblocker etc. Omneoprazol habe ich übrigens auch schon bekommen.
Ich habe es mit vom Arzt verschriebenem Magnesium, chinesichem Tee und nun Tropfen vom Heilpraktiker ausprobiert. Leider sind auch die Mittel der "Alternativmedizin" bisher erfolglos.

Obwohl die Sache sehr nervig und natürlich auch sehr unangenehm ist, habe ich irgendwie gelernt damit zu leben. Nichtsdestotrotz würde ich die Schmerzen natürlich auch gerne loswerden.

Ich bin 33 und bis vor drei Monaten war auch sprtlich auch noch recht aktiv.

Vielleicht hast du inzwischen für dich eine brauchbare Lösung gefunden oder vielleicht hat sonst jemand von euch eine Idee.

Danke und Grüße
Sebastian


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