Berufsunfall mit Flusssäure

27.04.07 18:16 #1
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Berufsunfall mit Flusssäure
goldi
Hallo, ZMF,

na, dann freue ich mich, dass ich Dir etwas helfen konnte.
Müsste leider auch mühsam meine Erfahrungen auf dem Gebiet (Ex-ZA) sammeln.

Nervenschäden sind im Autoimmuntest-Nerven, -Hirn nachweisbar (Labor).

Die Schäden im Hirn sind im MRT, Spect (Hirnherde) und im Kiefer (OPT) nachweisbar. Dafür ist Dr. Daunderer (fast) der einziger Spezialist, der den Kranken hilft. Die Befunde sind wissenschaftlich fundiert und die Gutachter von BG müssen dann das Gegenteil beweisen.

Schreib doch mal wieder, was Du erreicht hast.

LG. goldi

Berufsunfall mit Flusssäure

zmf ist offline
zmf
Themenstarter Beiträge: 21
Seit: 27.04.07
Hallo Goldi,
inzwischen war ich in Trier bei Dr. Binz. Er hat die Diagnose "irreparable Nervenschäden nach Flusssäureinhalation" bestätigt und mir anhand von Schaubildern erklärt, wieso ich diesen dauernden Brennschmerz habe und diese Schmerzanfälle auftreten. Ich frage mich, warum ich nicht schon früher so eine umfassende Aufklärung bekommen habe, dann hätte ich zumindestens verstanden, was sich da in meinem Schädel abspielt und ich mir dies nicht alles nur einbilde. Leider hält auch er die Schäden für irreparabel und zeigte sich sehr besorgt über den dramatischen Anstieg der Anfälle.Eine weitere Zunahme der Schmerzen wird mit sicherheit eintreten, auch wenn ich mir dies nicht vorstellen mag. (Ich habe mich kürzlich eine halbe Stunde auf dem Boden gewälzt und meinen Körper mit Fausthieben traktiert).
Da das Antieepilektikum nur mäßigen Erfolg zeigt, hat er mir Morphium verordnet, hilft aber leider gar nicht. Beim Hirnleistungstest zeigten sich gegenüber den früheren Tests Defizite vor allem im Bereich der Konzentration, das Ausmaß fand ich sehr erschreckend.Ich ziehe in Erwägung, evtl. ein PET machen zu lassen. Aber bei einem positivem Ergebnis wird man mir wahrscheinlich sagen, dass dies auch auf eine frühere Amalgambelastung herrühren kann, da wir in den 70 ern noch ohne Mundschutz und Handschuhe gearbeitet haben.
Bei der Deutschen Gesellschaft für TCM in Heidelberg bin ich auch gewesen. Sie behandeln mich mit einem chinesischen Dekokt, aus dem ich mir einen Tee zubereite. Er hat zumindestens entwässernde und beruhigende Eigenschaften.
Eine Akupunkturbehandlung und eine Bachblütentherapie habe ich auch begonnen (16 Akupunktursitzungen habe ich schon gehabt), leider ist bisher keine Schmerzreduktion eingetreten. Seit acht Wochen bin ich nun arbeitsunfähig und der Abstand zum Unfallort und Unfallverursacher bekommt mir zumindestens psychisch sehr gut. Die BG ist angeblich noch auf der Suche nach einem Gutachter, der sich mit Flusssäureverletzungen auskennt.
Im Moment fehlt mir das Ziel vor Augen.
Liebe Grüsse
ZMF

Berufsunfall mit Flusssäure

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Was soll man dazu sagen? Einfach nur Sch..... - Aber ich wünsche Dir viel Glück mit der BG.
Kannst Du denen nicht den Dr. Binz vorschlagen?

Gruss,
Uta

Berufsunfall mit Flusssäure
goldi
Hallo, zmf,

Orientierungsziele:

1. auf jeden Fall einen PET machen: es ist ein wichtiger Beweis für eingetretene Hirnschäden. Später (nach Jahren) wird man es vergleichen können, um festzustellen, dass Hirnschäden durch o.g. Unfall irreversibel sind. (Zur Deiner Beruhigung: die Leistung von ausgefallenen Hirnarealen wird vom übrigen Hirn übernommen, wenn man ihn trainiert).

2. Thema Amalgam solltest Du GAR NICHT (!!!!!!) erwähnen:
Amalgam sollte sooooo.. gesund im Kopf der Patienten sein, dass es noch KEINEM (!!!!) gelungen, die Schäden davon nachzuweisen.

3. Ich würde kein Geld für wirkungslose Therapien ausgeben: nur wenn Du viel Geld hast und Dich es beruhigt, kannst Du die teuere Therapien weiter fortsetzen. Ich denke aber, Du solltest dass Geld lieber für TEUERE PRIVATE NACHWEISE Deiner Vergiftung aufwenden, da der Kampf mit BG ist hart.

4. Die weitere Giftbelastung am Arbeitsplatz (Zahnarztpraxis ist genau so schädlich, vielleicht, wie eine Mülldeponie oder ähnliches), in der Wohnung und in der Nahrung solltest Du ausschliessen.

5. Dein Fall zusammen mit OPG und PET an Dr. Daunderer zur Bewertung weiterleiten.

LG, goldi

Berufsunfall mit Flusssäure

Medizinmann ist offline
Beiträge: 562
Seit: 01.10.05
Hallo,

Cannabis soll generell wesentlich besser wirken als Morphium. Es hat auch nicht die schweren Nebenwirkungen von Morphium insbesondere lähmt es nicht das Verdauungssystem. Das nur als Tip für Dich. Natürlich soll das keine Aufforderung zum Rechtsbruch sein. Ich meine das auch mehr in der Hinsicht daß es Dir möglicherweise helfen könnte die Zeit zu überstehen bis sich Dein Körper oder das Gehirn soweit regeneriert (oder aber andere Hirnareale die Aufgaben der geschädigten Hirnbereiche übernehmen). Pass trotzdem auf damit schließlich gilt es als Einstiegsdroge. Mir ist nur bekannt daß viele schwer chronisch Kranke Schmerzpatienten die letzte Zuflucht oftmals im Cannabis finden und das wirklich gut hilft.

Noch ein Tipp ... der sich aber für einen Atheisten wenigstens wohl seltsam anhört. Beten. Es sind die unglaublichsten Fälle von Spontanremissionen bekannt. Das soll jetzt nicht heißen, daß ich Deinen Fall für so aussichtslos halte, daß nur noch beten helfen würde, Gott bewahre ... ich meine das nur so, daß es sicher nicht schaden wird. Zumindestens stärkt es nach meiner persönlichen Erfahrung die Intuition und Deine Chancen, eine für Dich richtige Therapie zu finden, steigen.

Ich würde mich auch auf alle Dinge konzentrieren, die die Entgiftung stärken. Ich denke z. Bsp. Brokkomax wäre gut für Dich. Es regt sehr stark die Entgiftung an. Bzw. auch gewirbeltes Wasser.

Natürlich könnte ich jetzt noch 100.000 Tips geben, kann aber keine Garantie geben, daß irgendeiner davon wirkt. Ich hoffe, daß Du das für Dich Richtige findest!

Liebe Grüße

Medizinmann

Geändert von Malve (05.09.16 um 09:08 Uhr)

Berufsunfall mit Flusssäure

zmf ist offline
zmf
Themenstarter Beiträge: 21
Seit: 27.04.07
Hallo, ihr Lieben!
Mit dem PET ist es schwieriger, als ich mir vorgestellt habe; ich darf für mindestens 4 Wochen meine Medikamente nicht nehmen, da sie in den Hirnstoffwechsel eingreifen, das bedeutet, 6 Wochen runterdosieren, 4 Wochen Pause, 6 Wochen hochdosieren - das würde ich zurzeit nicht durchstehen können, da die Schmerzen trotz Antieepileptikum und Antidepressivum kaum zu ertragen sind. Falls die BG ablehnt, dann werde ich es vielleicht machen, aber dann muß ich auch unter dauernde Beobachtung stehen, damit ich keine Dummheiten mache. Auch der Chefarzt aus der Uniklinik schließt Hirnschäden nicht aus. Man hat mir davon abgeraten, selber einen Gutachter vorzuschlagen, da dieser dann bei einem für mich günstigen Urteil, von der BG abgelehnt werden kann. Ich behalte Dr. Binz für ein Gegengutachten in der Hinterhand.
Über Cannabis zur Schmerztherapie habe ich schon gehört, fällt mir jedoch schwer, mich dafür zu entscheiden - aber der Tag wird vielleicht irgendwann kommen. Das Beten hilft mir manchmal über die Hoffnungslosigkeit hinweg. Durch eine Umstellung auf ein anderes Antieepileptikum habe ich momentan Probleme mit starkem Trunkenheitsgefühl, Müdigkeit und massiven Sehstörungen, ich hoffe, dass legt sich wieder.Eine schmerzlindernde Wirkung zeigt sich bis jetzt nicht, aber ich muß die Dosis auch noch verdoppeln.
Der medizinische Dienst schickt mich demnächst in die Reha, eine Heilung verspreche ich mir dadurch nicht, vielleicht kann man mich psychisch aufbauen. Über eine Entgiftung werde ich mich mal schlau machen. Die TCM -, Bachblüten- und Akupunkturbehandlung habe ich beendet, weil sich kein Erfolg zeigte und ich 500 € monatlich für längere Zeit nicht einfach aus der Haushaltskasse abzweigen kann.
Vor drei Tagen habe ich die Kündigung bekommen (Kommentar meines Mannes: erst wird das Personal vergiftet und dann entledigt man sich dessen),
aber das schockt mich auch nicht mehr - so streitet es sich besser.
Ich habe mir einen neuen Anwalt gesucht, der jetzt prüfen will, ob nicht doch eine strafbare Handlung vorliegt.

Vielen Dank fürs Mut machen
ZMF

Berufsunfall mit Flusssäure

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Das ist ja alles höchst unerfreulich und beängstigend, ZMF Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg bei Deiner Suche nach Heilung und bei der Suche nach Gerechtigkeit.

Grüsse,
Uta

Berufsunfall mit Flusssäure
goldi
Hallo, zmf,

ich empfehle Dir nach wie vor, Dein OPT und MRT (ohne Kontrastmittel) an Dr. Daunderer zu schicken. Kostet zwar beides 100 Euro, aber dann hast Du die Beweise, wo und was eingelagert wurde. Denn Du hast schon viel Geld für TCM (zu Deiner Beruhigung) ausgegeben.

Toxcenter e.V. - Artikel

Ein normale Zahnarzt, Radiologe und Neurologe sieht nichts. Dr. Daunderer ist ein Toxikologe. Sein Befund kannst Du Deinen Gutachtern vor der Nase halten.

Schlechte Nachrichten bezüglich BGs und GUV:

§ Berufsgenossenschaften praktisch abgeschafft

Du kannst nur hoffen, das Deine KK Dir helfen kann und die notwendige Behandlungen genehmigt. Auch dafür braucht man viel Kraft: Kostenvoranschläge, Wiedersprüche, notfalls Sozialgericht usw.

LG, goldi

Berufsunfall mit Flusssäure

zmf ist offline
zmf
Themenstarter Beiträge: 21
Seit: 27.04.07
Hallo, Ihr Lieben, die Ihr immer an mich denkt!

Inzwischen habe ich das Ergebnis der Testpsychologischen Untersuchung bei Dr. Binz bekommen: es liegen erworbene cerebrale Schäden vor.
Nun ist es wohl wirklich an der Zeit, sich mit Dr. Daunderer in Verbindung zu setzen. Die Medikamentenumstellung brachte leider auch nicht den gewünschten Erfolg, nur massive Nebenwirkungen. Aber es bekommt mir psychisch sehr gut, dass ich nicht mehr an den Unfallort zurück muß, und meinem Chef nicht mehr in die Augen sehen muß
Liebe Grüße
ZMF

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