Berufsunfall mit Flusssäure

27.04.07 18:16 #1
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Berufsunfall mit Flusssäure

zmf ist offline
zmf
Themenstarter Beiträge: 21
Seit: 27.04.07
Hallo Uta, Goldi, Oli und Intermain,

nur ruhig Blut bewahren. Ich bin in einer Zahnarztpraxis als ZMF in der Prophylaxe und Parodontitisbehandlung selbstständig am Patienten tätig.
Das ich meinen Beruf in diesem Zustand in Zukunft nicht mehr ausüben kann, ist mir schon klar geworden. Es ist jetzt schon schwierig, die heftigen Anfälle vor dem Patienten zu vertuschen und es besteht immer die Gefahr, dass ich Patienten dabei verletze. Eigentlich müsste ich weg von meinem Chef, da die psychische Belastung für mich sehr hoch ist. Nur die Liebe zum Beruf und die vielen netten Patienten, die sich in meine Obhut begeben halten mich noch in dieser Praxis fest. Ein anderer Zahnarzt würde mich mit dieser Krankengeschichte nicht einstellen - also sitze ich in der "Falle"!
In knapp 5 Wochen habe ich einen Termin bei Dr. Binz. Eine schlechtere Prognose (noch weitere Zunahme der jetzt schon unerträglichen Schmerzen), als die von meinen Ärzten, kann er nicht abgeben, also habe ich nichts zu verlieren; aber im Kampf mit der BG wird es mir vielleicht weiterhelfen.

Liebe Grüße

ZMF

Berufsunfall mit Flusssäure
oli
Ich wünsche Dir alles, alles Gute und vor allem Gute Besserung !

Berufsunfall mit Flusssäure

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Und ich schließe mich oli's Wünschen an !
Bitte berichte doch mal, wenn Du bei Dr. Binz warst.

Grüsse,
Uta

Geändert von Oregano (30.04.07 um 17:00 Uhr)

Berufsunfall mit Flusssäure
goldi
Zitat von zmf Beitrag anzeigen
Hallo Uta, Goldi, Oli und Intermain,

nur ruhig Blut bewahren. Ich bin in einer Zahnarztpraxis als ZMF in der Prophylaxe und Parodontitisbehandlung selbstständig am Patienten tätig.
Das ich meinen Beruf in diesem Zustand in Zukunft nicht mehr ausüben kann, ist mir schon klar geworden. Es ist jetzt schon schwierig, die heftigen Anfälle vor dem Patienten zu vertuschen und es besteht immer die Gefahr, dass ich Patienten dabei verletze. Eigentlich müsste ich weg von meinem Chef, da die psychische Belastung für mich sehr hoch ist. Nur die Liebe zum Beruf und die vielen netten Patienten, die sich in meine Obhut begeben halten mich noch in dieser Praxis fest. Ein anderer Zahnarzt würde mich mit dieser Krankengeschichte nicht einstellen - also sitze ich in der "Falle"!
In knapp 5 Wochen habe ich einen Termin bei Dr. Binz. Eine schlechtere Prognose (noch weitere Zunahme der jetzt schon unerträglichen Schmerzen), als die von meinen Ärzten, kann er nicht abgeben, also habe ich nichts zu verlieren; aber im Kampf mit der BG wird es mir vielleicht weiterhelfen.

Liebe Grüße

ZMF
Hallo, ZMF,

es tut mir leid, dass ich mit meinen "Prognosen" "die Angst vor der Zukunft" erzeugt habe.
Ich wünsche Dir viel Kraft im Kampf mit BG.

Darf ich Dir noch einige Frage stellen:

1. wurde der Unfall im 2005 sofort bei BG gemeldet?
2. wurde die erste toxikologische Hilfe geleistet?
3. wurden die Schäden im OPT, MRT oder CT nachgewiesen?
4. hast Du Allergietests gemacht?
5. bist Du in PKV oder GKV?
6. hast Du eine Rechtschutzversicherung? Wenn nicht, dann wird es schwieriger, da Du selbständig bist.
7. behauptet Dein Chef/ZA, dass Dein Kiefer/ OPT in Ordnung ist? (Die eingeatmeten Schadstoffe lagern sich
im Kiefer und unter den Zähnen ab.)

Falls Du nicht öffentlich anworten möchtest, habe ich dafür volles Verständnis
und wünsche Dir nochmals viel Kraft.

LG, goldi

Berufsunfall mit Flusssäure

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Hallo Goldie, deine Thesen in Ehren, aber wie kommst Du darauf das sich die eingeatmeten Schadstoffe im Kiefer und unter den Zähnen ablagern ?

Aus meiner Sicht sind da wohl eher Lunge, Bronchien und nach Blutaufname durchdie Lunge die Leber zu nennen. Zudem ist der Körper nicht nur Sammler sondern auch Ausscheider und nicht alle Stoffe (ob schädlich sei mal dahingestellt) werden überhaupt akumuliert.

Hätte die Natur ausschliesslich die Zähne oder den Kiefer als Depot für sog. Schadstoffe vorgesehen dann wäre die Nase unterhalb der Kiefer und wir würden uns dort relativ häufig schuppen.


Mein persönlicher Tip an zmf... vergiss die ganze Scheisse und wende Dich an einen guten (Mittelklasse reicht!) TCM gelehrten. Schilder Ihm exakt Deine Probleme und er wird dafür sorgen das in ein paar Wochen Deine Schmerzen nur noch ein Minimum sind. Dann kannst Du mit der wieder freien Energie anfangen einen Plan zu schmieden der in Dein Leben passt.

Alles andere ist ein Kampf mit der kaputten Lanze und ohne Sancho gegen Windmühlen.


Berufsunfall mit Flusssäure

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Deine Begeisterung für TCM in Ehren, Mike, aber damit wird ZMF rechtlich und in Bezug auf eine Rente oder ähnliches wahrscheinlich nicht viel weiterkommen.
Wenn möglich , ist eine parallele Behandlung und Befundung von TCM und z.B. Dr. Binz sicher eine gute Sache. Es muss doch nicht immer ein Entweder/Oder sein.

Gruss,
Uta

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goldi
Zitat von Mike Beitrag anzeigen
Hallo Goldie, deine Thesen in Ehren, aber wie kommst Du darauf das sich die eingeatmeten Schadstoffe im Kiefer und unter den Zähnen ablagern ?
Weil die eingeatmete Gifte aus den letzten 30 Jahren im OPT (Bestätigung durch Allergieteste) nachweisbar sind. Natürlich sind die anderen Organe auch betroffen, dass kan man aber erst nach dem Tod beweisen.

Grüß, goldi

Geändert von goldi (01.05.07 um 13:09 Uhr) Grund: Ergänzung

Berufsunfall mit Flusssäure

zmf ist offline
zmf
Themenstarter Beiträge: 21
Seit: 27.04.07
Hallo Goldi;

1. der Unfall wurde der BG sofort gemeldet
2. eine toxikologische Erste Hilfe wurde nicht durchgeführt, weil das Krankenhaus, in dem ich aufgenommen wurde, beim Anruf in der Giftnotrufzentrale meinen Unfall falsch geschildert hat (dadurch wurde er heruntergespielt) so dass die Giftnotrufzentrale eine Behandlung, z.B. mit einem Calziumspray, nicht für nötig hielt.(Habe ich leider erst alles hinterher erfahren, da war es schon zu spät)
3. das OPT hat ein anderer Zahnarzt 1 Jahr nach dem Unfall auf meinen Wunsch hin gemacht, er stellte nur eine Trübung der linken Nasennebenhöhle fest.
Beim CT zeigte sich eine leichte Verdickung in der linken Kieferhöhle, diese wurde punktiert und Gewebeprobe entnommen – o.B.
Das erste MRT wurde ein halbes Jahr nach dem Unfall gemacht, das 2. 4 Monate später zum Ausschluss eines Tumors (Ich glaube auch nicht, dass sich jeder Radiologe oder Neurologe bzw. Neurochirurg mit der Darstellung von Einlagerungen nach toxikologischen Expositionen auskennt – vielleicht tue ich denen jetzt Unrecht, dann bitte ich um Verzeihung!
4. Ein Allergietest wurde nicht durchgeführt
5. Ich bin GKV und zum Glück Rechtschutz versichert,
vor einem halben Jahr habe ich meinem Anwalt den Fall übergeben, nachdem er einen etwas „schärferen“ Brief an die BG geschrieben hat, hat diese auch den Fall wieder aufgerollt – gaaaaanz laaangsam
Mein Rechtsanwalt hat mir erklärt, dass ich meinem Chef gegenüber keine Forderungen stellen kann und ihn auch nicht verklagen kann, da das Sozialgesetzbuch das Verhältnis Arbeitgeber / Arbeitnehmer unter einen besonderen Schutz stellt und für Schäden die BG haftet – wenn sie es denn tut!
Stimmt das??? Wer kennt sich mit Rechtsfragen aus???
6. Sorry, mit selbstständig meinte ich, dass ich alleine am Patienten arbeite (daher meine Angst, dass ich ihn verletzen könnte), bin bei meinem Chef angestellt
7. Klar, dass mein Chef meine Zähne und Kiefer in Ordnung findet, aber er kann ein OPT auch nicht auf Schadstoffe hin auswerten.
Wer macht so etwas? (Dr. Daunderer, ich weiss, aber ist das ein Gebiet für einen Heilpraktiker?)
An Dr. Daunderer habe ich auch eine e-mail geschickt, als Antwort wurde jedoch nur auf die Seite des Tox-Centers hingewiesen.

Ich habe gestern mal der Zahnärztekammer Nordrhein meinen Unfall per e-mail geschildert und um ihre Meinung gebeten, ob es zulässig ist, dass sich ein Zahnarzt so ohne weiteres Giftstoffe besorgen und am Patienten (so war es ja geplant) anwenden darf

Hallo Uta, Hallo Maik,

In ein paar Tagen fahre ich mit meiner Ärztin aus der Uniklinik zur Deutschen Gesellschaft für TCM. Dort werde ich 20 Ärzten vorgestellt, die, ohne den Unfall zu kennen, mir hoffentlich einen guten Rat erteilen werden.
Ich glaube aber auch, dass Dr. Binz mir vielleicht im „Kampf“ mit der BG weiterhelfen kann, denn an meine Zukunft muß ich auch denken

Euch "Dreien" vielen Dank für euer Mut machen!
Liebe Grüße ZMF

Berufsunfall mit Flusssäure
goldi
1. BG-Meldung ist OK. Wurde auch an die Unfallversicherung die Meldung geschickt?

2. Chemie Notfall (auf Flußsäure klicken)

Chemikalien Notfalltherapie von Dr. Max Daunderer

3. OPT (Zahnherde), CT, MRT (Hirnherde) mit Anamnese an Dr. Daunderer schicken, Toxcenter liefert die Beweise.
Die Aufnahme von flüchtigen Substanzen erfolgt durch die Nase direkt ins Gehirn mit Folge Hirnherde, daher (wahrscheinlich) die Trübung der Nasennebenhöhle. Die Zahnärzte und Radiologen sind nicht toxikologisch ausgebildet.

4. Vom Toxcenter empfohlene Allergieteste machen.

5. www.aerztezeitung.de/docs/2007/03/29/059a0703.asp?cat=

KASSEL (mwo). Eine Berufskrankheit kann auch dann entschädigt werden, wenn sie auf verschiedene Tätigkeiten und Ursachen zurückgeht. Nach einem schriftlich veröffentlichten Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel muss der Versicherte dann nicht nachweisen, welches die wesentliche Ursache ist.

Die Rechtsanwälte helfen recht wenig bei Aufarbeitung der Sache.
Der Betroffener müss selbst sein Fall aufarbeiten und Beweise liefern, dass die Schädigung durch diesen Unfall eingetreten ist, sonst gibt es keine Entschädigung/Rente. Wie es aussieht, es ist Dir bis jetzt nicht gelungen, die Schäden durch diesen Unfall nachzuweisen.

Ausführlicher Gedächtnisprotokoll mit allen Beschwerden anfertigen
Behandlungsunterlagen aller Ärzte besorgen
Nachweise über die Folgeschäden sammeln
Ein Bericht über den aktuellen Gesundheitszustand von Zeugen/Freunden unterschreiben lassen

Nach meinem Wissensstand sind die BGs für BU-Rente bei einer Berufskrankheit zuständig. Bei Dir war eine Vergiftung durch einen Unfall. Bei einem Unfall sollte die Unfallversicherung zahlen.
Wie wäre es mit Schmerzensgeld/Rente von der gesetzlichen Unfallversicherung?

Öffentliche Rechtauskunft ÖRA kann (möglicherweise) die bessere (unabhängige) Informationen erteilen.

6. OK

7. nur Dr. Daunderer selbst

8. Zahnärztekammer kann man vergessen, die werden den ZA beschützen

goldi

Berufsunfall mit Flusssäure

zmf ist offline
zmf
Themenstarter Beiträge: 21
Seit: 27.04.07
Hallo Goldi,

ooh, so viele Informationen, super!
Meldung an Unfallversicherung,da hat bisher keiner dran gedacht, ich hab selbst keine Unfallversicherung, schade.

Werden denn erfahrungsgemäß die Beurteilungen vom Tox-Center von der BG anerkannt?

Mit dem rechtsanwalt da hast du wohl recht, der tut recht wenig für sein Geld.
Meine ärzte sagen, dass sich Nervenschäden nicht nachweisen lassen, daran wird sich auch die BG wahrscheinlich hochziehen.

Ein Protokoll habe ich gleich nach dem Unfall angelegt, mit allen Behandlungsdaten und allen Schikanen von meinem Chef - ist inzwischen schon 36 Seiten lang.Das liegt auch der BG vor. Seit 15 Monaten führe ich auch ein Schmerztagebuch.
Alle Arztberichte sind bei mir und bei meinem Hausarzt.
Einen derzeitigen Befundbericht führe ich alle paar Monate in meinem Protokoll auf, habe ich aber bisher noch nicht unterzeichnen lassen, gute Idee

Danke für den Tipp mit der ÖRA

Viele Grüße
ZMF

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