Weiß nicht mehr weiter und bin am Ende - bitte um Hilfe!

27.03.10 20:37 #1
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Weiß nicht mehr weiter und bin am Ende - bitte um Hilfe!

Crizei ist offline
Beiträge: 368
Seit: 29.03.08
An dieser Stelle paßt, denke ich, dieses Gedicht - ich finde es einfach schön und laßt jedes Mal mein Herz aufgehen:


Hermann Hesse „Das Leben, das ich selbst gewählt"

Ehe ich in dieses Erdenleben kam,
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde:
Da war Kümmernis, da war Gram,
da war Elend und Leidensbürde.
Da war Laster, das mich packen sollte,
da war Irrtum, der gefangen nahm,
da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage
und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir war gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde, draus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
da hört' ein Wesen ich die Frage tun,
ob ich dies zu leben mich getraue,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme -
„Dies ist das Leben, das ich leben will!"
gab ich zur Antwort mit entschloss'ner Stimme
und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward ich geboren in diese Welt,
so wars, als ich ins neue Leben trat.
Ich klage nicht, wenn's oft mir nicht gefällt,
denn ungeboren hab' ich es bejaht.


Noch ganz in der besonderen Schwingung der Worte eingebettet schicke ich liebe Grüße!

Weiß nicht mehr weiter und bin am Ende - bitte um Hilfe!
Weiblich Zausel123
Hallo, hast du schon mal was von HUMINSÄURE gehört?
Gruß
zausel123

Weiß nicht mehr weiter und bin am Ende - bitte um Hilfe!

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Zitat von lanny Beitrag anzeigen
krankheit ist auch immer eine spirituelle krise.

...
der schmerz sei mir der wegbereiter
wie wahr ich hab es wohl erkannt
zeigt mir den kargen seelenboden
der einst wird gottes ackerland

so will ich meine erde pflügen
weil du es so bestimmst für mich
so will ich mit den tränen schüren
die glut die feuer fängt für dich.


lanny
Och nee, lanny. Jetzt komm doch bitte nicht mit Religion.
Das halte ich in gewisser Weiser für einen ganz schlechten Witz. Wer nicht daran glaubt, wird krank oder so.

Unzweifelhaft hat der Glaube seine Wirkung auf Menschen. Wobei es mMn. nicht darauf ankommt, was man glaubt. Ob man bei Krankheit an seine eigenen Heilkräfte glaubt oder daran, dass ein höheres Wesen einen beschützt und gesund werden lässt.
MMn. glauben die Menschen heutzutage viel zu sehr an Krankheiten und zu wenig an ihre eigenen positiven Energien.

Schon der Volksmund zeigt uns die Zusammenhänge zwischen seelischer Belastung und körperlichen Folgen überdeutlich.
Da ist eine Laus über die Leber gelaufen, da hat man die Nase voll, da geht etwas an die Nieren, da schnürt etwas den Herzbändel ab, etc.

Glaube versetzt Berge. Wie die Geschichte immer wieder zeigt.
Wie sehr Glaube uns beeinflusst, zeigt uns der Placeboeffekt in perfekter Weise.

Wenn wir daran glauben wollen krank zu sein und unsere psychischen Probleme in der körperlichen Ebene manifestieren lassen, dann haben ganz sicher den falschen Glauben.
Dieser Glaube hat aber mit dem Verständnis von Spiritualität, die nicht losgelöst von einem Glauben an höhere Mächte zu sehen ist, mMn. nichts zu tun.

Man kann sich viele Erklärungen und Entschuldigungen aus dem spirituellen Glauben herausziehen. Dies sind mMn. alles Erklärungsmodelle, die den Menschen trösten und Traumata, Unglück etc. akzeptieren lassen sollen. Damit er in irgendeiner Weise sein Leid annimmt und als Teil seines Lebens akzeptiert.
Wahlweise als Ausdruck des Willens einer Gottheit, bedingt durch Untaten seines früheren Lebens, Schicksal, durch die eigenen Schwingungen, durch eigene Entscheidung vor diesem Leben, etc.
Glaube ist mMn. nur eine Krücke, die uns unser Leid ertragen lassen soll. Gleichwohl natürlich legitim und weitverbeitet.
In seinen extremsten Auswüchsen fängt der Mensch dann an zu glauben, dass Dinge in seinem Leben geschehen werden, weil eine göttliche Macht es will und sich aus diesem Glauben heraus genau so verhalten, dass diese auch geschehen werden.
Wir schaffen uns immer ein gutes Stück weit unsere eigene Realität, die dennoch weit entfernt von den Tatsachen sein kann.

Verdrängen, Verlagern und Überdecken sind Mechanismen, derer wir uns alle zuweilen auch im Kleinen bedienen. Die zeitweise aber eine wichtige Schutzfunktion ausüben, damit man überhaupt weiterleben kann, ohne an etwas zu zerbrechen.

Letztlich geht es mMn. nicht wirklich darum, an irgend etwas Höheres zu glauben und sich damit in einen neuen Glauben flüchten.
Sondern tatsächlich darum, das erfahrene Leid aufzudecken, zu akzeptieren, als Teil seines Lebens anzunehmen und sich von traumatischen Erlebnissen, den damit verbundenen Gefühlen und den daraus entwickelten Folgen auf die Psyche zu befreien.
Das geht mMn. nur über die Bewusstmachung.
Damit man aufhören kann unbewusst sich selbst und allen Männern die Schuld an dem Erlebten zu geben, sondern sie dem gibt, dem sie gehört. Dem verantwortlichen Täter. Damit man aufhören kann, sich in Krankheit zu flüchten, um weiter das Kind zu sein, dass gleichermassen wütend wie hilflos und verzweifelt nach Trost und Hilfe schreit, ohne zu merken, dass man Dinge auf eine Ebene verlagert hat, mit der weder andere noch man selbst noch wirklich umgehen kann.

Dazu gehören mMn. die Bereitschaft, Intellekt, Gefühl, eine Therapieform, die passt, ein Therapeut, mit dem die Kommunikation klappt und der einem Menschen auf seiner Wellenlänge die Zusammenhänge zwischen Trauma, Gefühlen und eigener Umsetzung bewusst macht und ihm hilft über die Selbsterkenntnis seinen Weg zu gehen.

Kontraproduktiv sind dabei mMn. Psychopharmaka. Eine konfliktaufdeckende Therapie unter permanentem Psychopharmakaeinfluss halte ich für genauso wenig machbar, wie unter ständigem Einfluss von Alkohol oder anderen persönlichkeitsverändernden Drogen.

Sabrina, die 5 Tibeter wären mMn. auch ein Versuch, den Du wagen könntest, dich auf einer anderen Ebene positiv zu beeinflussen, denn sie dienen der Herstellung des körperlich/seelischen Gleichgewichts und haben nach meiner persönlichen Erfahrung einen überraschend grossen Einfluss.
http://www.symptome.ch/vbboard/psych...tml#post486654

Meiner ganz persönlichen Meinung nach haben sich deine Schutzmechanismen, die Du dir irgendwann zugelegen musstest, als es notwendig, richtig und wichtig für dich war, ins komplette Gegenteil verdreht. Das, was dich damals schützte, da es keine direkte Aufarbeitung gab, hindert dich jetzt am Leben.
Es ist dein Leben, bei dem Du heute diejenige bist, die den Ton angibt.

Was dir geschehen ist, daran haben nur die Schuld, die es getan haben und die, die es wissentlich geduldet oder hingenommen haben.
Ich wurde von meinem Vater missbraucht und meine Mutter hat ihm geglaubt, dass ich ihn dazu provoziert habe, damit sie für sich in der Lage war, damit leben zu können. Daraus resultierten auch für mich zeitweise Gefühle von tiefster Verachtung gegenüber Männern und meiner Mutter.

Ich wünsche mir, dass dir klar wird, dass nur Du deinen Weg finden kannst, dich zu befreien und dass Du dabei richtig ans Eingemachte gehen musst, wie man so schön sagt. Dass nur Du selbst den Schlüssel dazu besitzt.
Man soll solche Dinge mMn. nicht vergessen und nicht verdrängen, nein. Das halte ich sogar für völlig falsch. Dazu braucht man nur an den Missbrauch durch die Kirche zu denken.

Aber man kann lernen sie in eine Schublade zu packen und trotzdem sein eigenes Leben leben und glücklich zu werden.

Ich weiß, dass dieser Weg nicht einfach ist. Aber das kann man schaffen und es lohnt sich. Ich wünsche dir wirklich ganz viel Erfolg dabei.

Dann wirst auch Du frei sein zu erkennen, dass eine Frau in einer glücklichen ausgeglichenen Beziehung immer alles sein wird. Je nach Situation -wichtiger Gesprächspartner, Freund, Geliebte, Mutter, Kind, Krankenschwester, Kranke, Teufelchen und Heilige. Deshalb mag ich dieses Stück so. YouTube - Meredith Brooks - Bitch (Hard Rock Cafe)!
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Neue Zeiten

MDLE ist offline
Beiträge: 26
Seit: 15.04.10
Zitat von Crizei Beitrag anzeigen
Hallo, jetzt hast du mir aber weitergeholfen! Ich habe den begriff gleich gegoogelt und viele Anregungen gefunden.

Ich hab mich auch an Bücher erinnert, die ich eh habe. Fein, jetzt kann ich weitergehen. Schon seltsam, wie "eingekastelt" man doch manchmal ist und ein Impuls von außen die verrammelte Tür aufgehen läßt. Danke!

LG!
Liebe Sabrina resp.: Froschkönigin;

gerade frisch geerdet, harmonisiert und neu aufgeladen fällt mir gerade was auf in Deinem Text weiter oben:

Du schreibst das Du das Schlechte nicht verdient hast und das Du Dir dahingehend sicher bist und kämpfst. Das ist sicher so.

Aber: Das sind inverse, abstrakte Formulierungen, die für unser Unterbewußtsein nicht zu fassen sind. Etwas tricky. Auch beim "Klopfen"!

Vorschlag:

Geh´davon aus, daß Du das Gute verdienst und daß es Dir zufällt.


Und dann wird es so sein.


Hinweis: Fühlt sich anfangs sehr ungewohnt an. Dann bitte weiter machen!


Viel Erfolg!

Co (MDLE)


P.S.: Konkrete Anfrage weiter gerne per PN oder email. C.

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Weiblich Zausel123
Ein sehr komplexes u. interessantes Thema. Ich finde jeder Mensch sollte "Die vier Prinzipien der Schöpfung" gelesen haben.
Alles was du sagst, denkst u. fühlst manifestiert sich in deinem Leben.
Wir alle haben unseren freien Willen.
Leicht zu verstehen aber schwer umzusetzen.
Viel Erfolg

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Weiblich schmetterling
liebe nicht der papa,

um jezi`s thema hier nicht zu entfremden, nur kurz...


der text ist eine passasge aus einem längeren gedicht. es stammt von einem gefängnisinsassen, der harte dinge erlebt und auch harte dinge getan hat. am ende hatte er für sich die erkenntnis: kein heiliger ist ohne vergangenheit, kein sünder ohne zukunft!
der schmerz ist nur der wegbereiter zu einem anderen und tieferen verständnis von sein.

nicht gott führt in die bedrängnis, sondern aus ihr hinaus.

ich schreibe das noch einmal, damit deutlich wird, was gemeint ist. nicht gott straft uns und schickt uns krankheiten, sondern WIR sind es, die durch falsche glaubensätze, unversöhnlichkeiten und abschätzigen haltungen alles verzerren und uns von den heilenden (heiligen) elementen, und das größte und heilendste unter allen erscheinungsformen, das die liebe nun einmal ist, abspalten. der hass auf gott oder auf böse verursacher des leids, wird keinen menschen heilen, keine tat ungeschehen machen, kein leben lebenwerter und gesünder machen oder zum guten führen.

der schmerz ist ein wegbereiter im sinne dessen, dass er zeigt, was wirklich ist. er zeigt den kargen seelenboden... abgespaltenheit, hass, einsamkeit, not, trauer, gewalt, eigennutz und viel hilflosigkeit. da ist ein brach liegender acker, auf dem das gestrüpp der unversöhnlichkeiten wuchert, weil wir dem gott ego huldigen.
aber krankheiten und schmerzen lassen uns kleinlaut werden; sie zeigen uns, wieviel macht wir tatsächlich haben. und das, was gott in uns und um uns ist, ist nicht das, was wir mit dem verstand erfassen könnten. das findet man, indem man den verstand löslässt. das findet man, indem man in die natur geht und sich zum beispiel unter einen apfelbaum setzt. gott lebt in einem apfelbaum. darüber kann man meditieren. was hat gott mit einem apfelbaum zu tun und was unterscheidet mich von einem apfelbaum?

der ampfelbaum fragt nicht danach, wer seine äpfel pflückt....guter mensch..schlecher mensch. das machen wir. wir machen regeln, wir machen religion, wir machen gesetzte, über die wir am ende auch stolpern. gott hat nichts mit religion, kirche oder sonstigem zu tun. das ist makulatur, die vom wesentlichen ablenkt. unser ego ist ebenfalls makulatur. wende dein gesicht der sonne zu, dann fallen die schatten hinter dich. das ist alles. das ist alles, aber auch das schwierigste, weil wir nicht loslassen können. und darin zeigt sich unser mangelndes vertrauen, das wir durch kontrollsucht und einem geistigen imperium ersetzen möchten.

der eve geht es gut und nur das zählt. sie bittet die himmlischen mächte um hilfe. das ist wunderbar, weil sie auch wunder erfährt. sollte man das nicht eher achten und behutsam annehmen, als es zu einem gemeinen placebo zu degradieren? sie hat für sich immer mehr heilung erfahren und möchte gerne andere davon partizipieren lassen . das ist sehr mutig und liebevoll von ihr. das hat meine gesamte achtung. sie hat hier ein wunderbares beispiel abgegeben, das nachahmer finden kann.

aber wem hilft es, wenn man diese erfahrens-werte auf autosuggestionen und placebos reduziert?

kannst du damit auch nur einem einzigen menschen helfen?


mit respekt vor jezis thema, möchte ich mich an dieser stellle nicht weiter zu glaubensthemen äußern.



alles liebe und gute

herzliche grüße

lanny

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Zitat von lanny Beitrag anzeigen
liebe nicht der papa,

der hass auf gott oder auf böse verursacher des leids, wird keinen menschen heilen, keine tat ungeschehen machen, kein leben lebenwerter und gesünder machen oder zum guten führen.


alles liebe und gute

herzliche grüße

lanny
Hallo lanny,
es geht nicht um Hass auf einen Gott. Da hast Du mMn. etwas gründlich missverstanden.
Das wäre auch so vollkommen unsinnig, wie eine Kuh ins Horn zu petzen, da es hier um eine fiktive Vorstellung geht.
Ich bin für dieses Placebo einfach nicht mehr zu haben, weil ich dem frommen Selbstbetrug zu lange gefrönt habe und absolut keine Lust mehr auf religiöse und esoterische Vorstellungen habe, wie auch immer sie aussehen. Wie ich schon andeutete- Wenn es für andere ein Weg ist, dann ist das ihre Wahrheit. Nicht meine.

Hass und Wut auf den Verursacher von eigenem Leid, den real existierenden Täter, halte ich dagegen für eine vollkommen normale und gesunde Reaktion. Einen wichtigen Schritt zur Verarbeitung. Erst aus dieser Wut heraus kann sich mMn. alles andere entwickeln.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Weiß nicht mehr weiter und bin am Ende - bitte um Hilfe!!

Froschkönigin ist offline
Themenstarter Beiträge: 320
Seit: 27.03.10
Zitat von Dora Beitrag anzeigen
Selbstbewusstsein erreiche ich mit einfachen Satzumstellungen.

Problemen: ist eine Situation- Herausforderung oder eine Chance andere Wege zu gehen. Stolpersteinen die wir überwinden müssen.

Angst: Ich nehme dich an, gemeinsam sind wir stark

Stimmung:
Schaue nie nach unten, es zieht dich nur weiter herunter.

Kraft der Gedanken: Ich bin das, was ich denke.

Los lassen und leben

Gelassen sein: hinnehmen und verzeihen.


Rachen üben kostet unnötig Kraft und ist pures Gift,

für unsere Lebensqualität.


Wir können vieles nicht verstehen, begreifen und doch, ist es ein Teil
was unser Leben unvorsehbar durchquert.




Gesund durch die Kraft der Gedanken - Selbstheilung Video


In diesem Sinne, wünsche ich Euch Kraft und Gesundheit.
vielen dank! sehr lieb von dir! lg!!!

Weiß nicht mehr weiter und bin am Ende - bitte um Hilfe!!

Froschkönigin ist offline
Themenstarter Beiträge: 320
Seit: 27.03.10
Zitat von Gummo Beitrag anzeigen
Ich bitte um Zusendung der Bilder um ein fachmännisches Urteil fällen zu können.

MfG
die hatte ich wieder gelöscht <_<
hab die daheim auf meinem pc und hab dort aber grad kein internet...
kann also dauern...sorry >_<

Weiß nicht mehr weiter und bin am Ende - bitte um Hilfe!!

Froschkönigin ist offline
Themenstarter Beiträge: 320
Seit: 27.03.10
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Das ist mMn. nur ziemlich spät.

Mich wundert in dem Zusammenhang, dass ich gelesen habe Denn nach meinem Dafürhalten ist es das Ziel einer solchen Behandlung wie bei einer Gesprächstherapie die verdeckten Gefühle und Traumata nach oben zu holen und aufzuarbeiten.
Das ist echte Arbeit, die dich mMn. schon längstens über diesen Punkt hinaus gebracht haben sollte.

Nach allem, was Du im Beitrag #54 geschrieben hast, bekomme ich den Eindruck , dass Du dich aus deiner Opferhaltung, die Du als Kind erfahren hast, bis heute nicht befreien konntest, sondern dich immer weiter zum Opfer machst. Aber jetzt zum Opfer deiner selbst.

Selbst wenn dich alle bemuttern würden, dann würde es dir meinem Eindruck nach nicht helfen.
Du bist jetzt 28 und es liegt alleine in deiner Hand, dich zu befreien. Deinen Hass zu verarbeiten und wegzulegen. Dich zu finden und nicht ständig selbst zu bestrafen.
Das kann kein anderer für dich tun.
Dazu kann man auch die Therapeuten und den Weg wechseln, wenn das Bisherige nichts hilft.
also...alles was ich bisher erkannt habe, hab ich ausschließkich mir selbst zu verdanken, da ich ja auch immer sehr bemüht bin und war, mich selbst zu reflektierne und zuu erkennen. denn ich hatte auch öfter daran gedacht, da ginge was in meinem unterbewusstsein mächtig schief.
die therapie hat mir dabei nicht wirklich geholfen.
ich erzähle eigentlich ständig nur, was mir selbst weider aufgefallen ist.
aber nein, aus der opfer sache bin ich nicht raus.
aber wie auch? ich sitz ja nicht da und tue nichts.

möchtest du mal hören, was ich seit über 3 jahren alles tue?
(was aber trotzdem nichts bringt? ich sehe im übrigen schon wieder schlimmer aus als noch vor 2/3 Wochen)

viel Bewegung/frische luft/Naturspaziergänge
basische bäder und Fußbäder
Ernährung ohne künstliches, tweilweise ohne Fleisch
teilweise nur Rohkost, niedrig-glykämisch
Entspannungsübrungen, autogenes Tarining
jeden tag frische Kräuter aus der Natur sammeln und Aufgüsse
machen, generell viel wasser trinken
kein kaffee, keine zigaretten oder sonstiges ungesundes
nahrungsergänzungsmittel
walking/fahrrad fahren
einläufe/darmbakterien
chlorella-kur
homöopathische mittel
natürliches progesteron
fasten

so. und all das hat nichts genützt!
ich kann weiterhin bei meinem zerfall zusehen.

es mag so erscheoinen, dass ich in einer opferrolle bin.
aber das liegt daran, dass ich in der hinsicht meines körpers
wirklich machtlos bin.
und wenn man angst hat und totunglücklich ist, versucht man
gründe dafür zu finden. und man macht unter anderem die vergangenheit
dafür verantwortlich. darum habe ich soviel hass bekommen.
weil ich mich natürlich auch jetzt abgelehntund um mein schönes leben,
dass ich damals ja hatte, betrogen werde. die zeit kann mir nicht sund niemand wieder geben, sie ist verloren.
hätte ich das problem des schnellen alterns und des verfalles nicht, wäre ich
glücklich. dann müsste ich auch nicht hassen und so fot über die vergangenheit nachdenken, was ich mittlerweile sowieso nicht mehr tue.
außerdem befreit wissen noch lange nicht von irgendwelchen inneren eigenschaften. obwohl ich so vieles erkannt habe, ändert das nichts daran, dass ich angst vorm leben mit all seinen bedrohungen und vorm allein sein habe. davor zu altern und zu sterben.
die angst eist einfach da.
und vllt sogar sd-bedingt. wer weiß. die ist natürlich nicht der komplette grund, aber sie kann angst und unangenehme so sehr vertärken, dass einem alles wie horror vorkommt.

genug erklärt?

lg!


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