HWS, Nitro/Neurostress, Psyche? Hashimoto

26.03.10 19:53 #1
Neues Thema erstellen
HWS, Nitro/Neurostress, Psyche? Hashimoto

lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Hallo Alex,

ich habe auch seit Jahrzehnten solche Beschwerden und zahlreiche HWS-Schädigungen hinter mir. Seit meinen letzten Stürzen vor 3 und vor 1 1/4 Jahren ist die HWS besonders empfindlich und wegen jedem Stoß am Kopf oder nach langen Zahnbehandlungen habe ich bereits wieder akute Symptome der nervalen Störungen, die eindeutig den jeweiligen Wirbeln zugeordnet werden können.

Meine Halswirbel haben zuletzt bereits ordentlich Krach gemacht, laut geknackt, blockiert und geschmerzt (erstmals nach einer nicht abgesprochenen Einrenkaktion der HW bei einer Dornbehandlung). Ich hatte eindeutige Hirnsymptome und nachts schliefen mir Gliedmaßen ein. Eine gute manuelle Therapie brachte schnell Besserung der Akutsymptome und die HW sind wieder wackelfrei gewesen. Trotz der Beschwerden brachte ein MRT keinen Befund, was nicht untypisch ist.

Nach einer Zahnbehandlung (2stündiges Nackenüberstrecken) habe ich nun neue, teils andere akute Symptome incl. einer Trigeminus-Nerv-Reizung. Auch hier half bereits die manuelle Behandlung beim Physiotherapeuten die schlimmsten Symptome zu beseitigen.

Meine morgendlichen Beschwerden wie verquollene Augen, Benommenheit und lange Anlaufzeit verbessern sich, wenn ich nur sehr wenig Zeit im Bett verbracht habe, wenn ich mal ein falsches Kissen verwende verschlechtern sie sich deutlich. Ich bin hier noch am testen aber man merkt die Unterschiede.

Eine einzige Putzaktion mit viel Bücken kann bei mir bereits einen akuten und heftigen allergischen Schnupfen und Krankheitsgefühl auslösen. Das hat aber nichts mit allergischen Auslösern sondern nur mit der Bewegung zu tun. Sobald ich zur Ruhe komme hört es auf.

Wenn du K.s Buch genauer liest wirst du feststellen, dass auch Entzündungen zum Krankheitsbild gehören. Daher helfen dir Antibiotika, bei mir war das auch schon öfter so. Gelenk- und Muskelschmerzen, aber keine Borreolose, doch erhöhte Entzündungswerte im Blut.

Die HWS-Komplextherapie ist ebenfalls sehr gut beschrieben. Du solltest beginnen mit Vitamin B12, danach mit Mineralien und dann erst mit Mikronährstoffen weitermachen. Erst zum Schluss Q10, um den Organismus nicht zu überfordern. Es ist empfehlenswert die Kapitel gründlich zu lesen.

Wenn die Mikronährstoffe nicht wirken könnte es daran liegen, dass der Magen sie nicht aufnehmen kann. Dann kämen Spritzen, Infusionen oder Lutschtabletten in Frage, wo die Wirkstoffe über die Schleimhaut aufgenommen werden.

Magnesium könnte dir erste Linderung bei den Angstsymptomen bringen. Hierzu gibt es Berichte im Forum. Es ist so, dass es in den üblichen Mengen nichts bringt sondern hoch dosiert werden muss. 3 x tgl. 300 mg Magnesiumzitrat in heißem Wasser gelöst können Wunder bewirken. Wenn man zuviel hat, kriegt man harmlosen Durchfall und man dosiert etwas zurück.

Mit Sport sehr vorsichtig sein solange der Verdacht auf HWS-Trauma besteht. Jede Erschütterung und Überstreckung kann die Problematik verstärken und Weichteilverletzungen nach sich ziehen. Joggen ist Gift für die HWS.

Mir hat vor ein paar Jahren moderates Krafttraining mit Übungen für den Schulter- und Nackenbereich sehr geholfen. Muskelaufbau ist wichtig und stützt die HW. Das sollte man aber erst machen, wenn eine gewisse Stabilisierung schon gegeben ist, sonst kann es kontraproduktiv sein. Ich war wieder fit und konnte Sport machen und schwimmen ohne dass mir jedesmal gleich die Nebenhöhlen verstopften und ich kurzatmig wurde. Leider bin ich später wieder gestürzt und der Sch.... ging von vorne los.

Wichtig ist es, die Schlafqualität zu verbessern und möglichst keine Schaumstoffnackenkissen sondern Hirse- oder Dinkelspelzkissen zu verwenden, da Schaumstoff beim Atmen mitschwingt und so bereits neue Reizungen auslösen kann. Ganz wichtig ist die manuelle Behandlung der HWS und auch der Wirbelsäule. Meine Schweißausbrüche, Herzrasen und Magenschmerzen waren nach einer Behandlung der Brustwirbelsäule weg, die Hirnsymptome und Nervenreizungen verschwanden ebenfalls nach wenigen Behandlungen. Die Behandlungen brauche ich aber immer wieder, vor allem weil ich einen bewegungsintensiven und damit HWS-gefährdenden Beruf ausübe. Oft reicht schon ein mittelmäßiges Anstoßen des Kopfes an einem übersehenen Hindernis.

Manuelle Therapie oder craniosacrale Osteopathie sind hier wirkungsvoll, K. beschreibt noch mehr Methoden. Auch Dorntherapie ist hilfreich zur Behandlung von Beinlängendifferenzen und Wirbelblockierungen. Doch keinesfalls Manipulationen an den Halswirbeln vornehmen lassen! Mein Dorntherapeut hat mir die Halswirbel erst richtig ausgerenkt. HWS-Behandlung gehört in sehr erfahrene Hände. Ich habe sogar schon von Schäden durch Atlasprofis gehört.

Ich habe die Mikronährstofftherapie angefangen und kann bereits gefühlte Verbesserungen verzeichnen, doch mache ich es noch nicht lange und kann es noch nicht richtig beurteilen. Die manuelle Behandlung, die Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafqualität und Vermeidung abrupter Halsbewegungen zeigen hingegen deutliche Wirkung.

Deine Symptomliste liest sich wie von mir abgeschrieben... ich hatte diese Beschwerden fast 30 Jahre lang mit wechselnden Beschwerdebildern und besseren und schlechteren Phasen. Ich bin glücklich und froh, dass ich endlich einen Ansatz gefunden habe, der Wirkung zeigt.

Liebe Grüße
Gabi

HWS, Nitro/Neurostress, Psyche? Hashimoto

AlexWe ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 07.03.10
Hallo uma,

danke für den Link, die Seite hatte ich auch schon gefunden. Wie der Test abläuft weiß ich mittlerweile, doch habe ich von Übelkeit, Kreislaufschwäche, bis hin zu Kreislaufkollaps während dem Test gelesen, das macht mir Angst.
Bald habe ich wieder einen Termin bei meinem Endo, sollte ich noch andere Werte als die Tg-AK mitbestimmen lassen?

HWS, Nitro/Neurostress, Psyche? Hashimoto

AlexWe ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 07.03.10
Hi Quittie,

das wusste ich gar nicht das Borreliose hashimoto auslösen kann, interessant.
Ja ich werde versuchen diesen Test durchführen zu lassen.

Hi Dora,

vielen Dank. Ja da hast du Recht, bei sehr vielen Sachen scheint das so zu sein.

Milben hm das hoffe ich nicht, eigentlich habe ich extra Bettwäsche , ich glaube auch dagegen, da ich als Kind Asthmaanfälle hatte. Eine relativ neue Matratze habe ich auch wegen der HWS. Schimmel das könnte durchaus sein, nur könnnte ich dagegen nichts machen. Oder kann man so was alleine beseitigen?
Ja einen Teil, nicht alles (das könnte ich mir nicht leisten) habe ich selbst bezahlt und wie gesagt ich hatte mir mehr davon erhofft.

Liebe grüße

HWS, Nitro/Neurostress, Psyche? Hashimoto

AlexWe ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 07.03.10
Hallo Gabi,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort, leider konnte ich die letzten Tage nicht schreiben.
Meine Halswirbel haben zuletzt bereits ordentlich Krach gemacht, laut geknackt, blockiert und geschmerzt (erstmals nach einer nicht abgesprochenen Einrenkaktion der HW bei einer Dornbehandlung). Ich hatte eindeutige Hirnsymptome und nachts schliefen mir Gliedmaßen ein. Eine gute manuelle Therapie brachte schnell Besserung der Akutsymptome und die HW sind wieder wackelfrei gewesen. Trotz der Beschwerden brachte ein MRT keinen Befund, was nicht untypisch ist.
Eine solche "Einrenkaktion" habe ich auch schon hinter mir, allerdings von einem Orthopäden! der mir sagte er wolle nur meine Wirbel abtasten - und zack hatte er schon meinen Kopf rum gerissen. Einige Stunden später wurde ich wegen Schwindel, Übelkeit tauben Finger und allgemeiner Verschlechterung bestehender Symptome + Verdacht auf Schlaganfall! ins Krankenhaus eingeliefert. Seit dem lasse ich ungern jemanden an meine HWS, auch nicht zum tasten!
Manuelle Therapie hat bei mir bisweilen eher Verschlechterungen gebracht oder gar nichts.


Meine morgendlichen Beschwerden wie verquollene Augen, Benommenheit und lange Anlaufzeit verbessern sich, wenn ich nur sehr wenig Zeit im Bett verbracht habe, wenn ich mal ein falsches Kissen verwende verschlechtern sie sich deutlich. Ich bin hier noch am testen aber man merkt die Unterschiede.
Trotz meinem eigentlich guten Kissen (denke ich zumindest) und der neuen Matratze bestehen diese Symptome genau so, vor allem morgens.

Eine einzige Putzaktion mit viel Bücken kann bei mir bereits einen akuten und heftigen allergischen Schnupfen und Krankheitsgefühl auslösen. Das hat aber nichts mit allergischen Auslösern sondern nur mit der Bewegung zu tun. Sobald ich zur Ruhe komme hört es auf.
Geht mir ganz genau so...

Wie beschrieben habe ich auch schon viele viele Osteophatische Behandlungen hinter mir, (nur jetzt geh ich nur noch ab und an) das hat zwar immer gut getan und es ging mir 1 oder 2 Tage besser doch langfristig etwas bewirken konnten die Behandlungen leider nicht.
Wie gesagt habe ich ähnliche Erfahrungen mit Manueller Therapie und auch Dorn, beides hat auf längere Sicht nicht zu einer Besserung geführt.
Wenn ich jeden Tag eine Osteophatische Behandlung in Anspruch nehmen könnte, würde es möglicherweise durchaus zu mehr Beschwerdefreiheit führen. Doch das ist utopisch und wahrscheinlich auch gar nicht so sinnvoll für die geschädigten Strukturen.

Ein Hirse - oder Dinkelspelzkissen habe ich noch nicht ausprobiert, das wäre einen Versuch wert, jedoch hab ich Angst das ich da nicht liegen kann weil es mir zu flach ist. Ich bin es gewohnt eine bisschen höher zu liegen, sonst bekomm ich noch weniger Luft und grade auch in Seitenlage sollte der Kopf in Verlängerung der WS sein, ist das denn bei einem Hirsekissen der Fall? Eher nicht oder?

Es freut mich das dir die Mikronährstoffe so viel bringen. Das hätte ich auch gerne.

Spritzen, vor allem B12 hab ich mir auch schon überlegt, aber wieder so oft zum Arzt oder HP, ich weiß nicht ob ich die Kraft dazu habe.

Kann es denn länger dauern bis die Nährstoffe anschlagen? Allerdings nehm ich sie schon einige Zeit.

Ich hab auch deinen Bericht über deine Tochter gelesen, das ist wirklich erstaunlich wie viel bei ihr Mg und so bewirkt haben und noch bewirken.

Magnesium werde ich auf jeden Fall ein anderes und auch höher dosiert ausprobieren.
Kann ich das machen obwohl ich keinen Mangel habe? (Zumindest laut Bluttest)
Nur wird mir immer schlecht wenn ich Mg zu mir nehme, woran kann das denn liegen?
Warum sollte Mg in heißem Wasser getrunken werden? Da ist es ja noch komischer im Magen.

Hast du denn auch psychische Symptome von deiner HWS?

Ich kann das immer noch nicht glauben das es dir und deiner Tochte so viel besser geht und das "Zeug" bei mir nicht richtig anschlägt......

Hast du noch weitere Tipps für mich oder jemand anderes? Wäre euch sehr dankbar für weitere Anregungen.

Lieben Gruß,
Alex

HWS, Nitro/Neurostress, Psyche? Hashimoto

lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Hallo Alex,

die Mikronährstoffe sind nur ein Teil der ganzen Geschichte. Ich merke die Wirkung deutlich, aber nicht kurzfristig sondern längerfristig. Das B-12 habe ich sehr deutlich gespürt, nehme es aber als Vitasprint oder als Lutschtablette. Ich persönlich brauche kaum Magnesium, aber meine Tochter massiv. Ich glaube das ist individuell verschieden. Sie hat eine viel heftigere und vielfältigere Problematik als ich. Du vermutlich eine ganz andere. Da muss man, denke ich, rumprobieren.

Das Magnesiumzitrat dringt in aufgelöstem Zustand und in warmem Wasser besser und schneller in die Zellen ein und wirkt sofort. Falls du überdosierst, passiert gar nichts außer dass du Durchfall bekommst. Das ist auch ein Zeichen, dass du weniger brauchst. Wenn du keinen Durchfall mehr bekommst, stimmt die Dosierung. Vielleicht brauchst du auch gar keins.

Dass dir davon übel wird, kann verschiedene Gründe haben. Es könnte am Produkt liegen oder an den Zusatzstoffen, die häufig dabei sind. Die NEMs sollten bei Defiziten durch länger anhaltende HWS-Probleme in mehreren Schritten aufgebaut werden, weil der Stoffwechsel sonst überfordert ist. Beginnen mit Vit. B12, erst nach einer Woche mit Magnesium, Zink und anderen Mineralien fortfahren und erst später die anderen Vitamine geben. Erst ganz zum Schluss, wenn ausreichend Vitaminschutz vorhanden ist, Coenzym Q10 dazu nehmen. Entscheidend sind dabei auch die Mengen. Manche Mikronährstoffe braucht der HWS-Patient in solchen Mengen, dass die üblichen Dosierungen nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein sind. Das ist ein Teil der HWS-Komplextherapie von Kuklinski und sollte m. E. systematisch durchgezogen werden. Er beschreibt das ja alles sehr ausführlich und übersichtlich in seinem Buch.

Der andere Teil ist die funktionale Beeinträchtigung, wenn Hirnnerven gereizt oder das vegetative Nervensystem und Organe davon und von den Fehlstellungen der Wirbel beeinflusst werden. Hier muss man manual ansetzen, der Erfolg hängt wohl von der individuellen Situation und vom Können der Therapeuten ab. Ich bin da wohl ein Glückskind. Zur Zeit habe ich akute HWS-Beschwerden, die ich mit manuellen Methoden und Schonung versuche zu behandeln, was langwierig und schwierig ist. Erst wenn die Ursache für die Beschwerden ausgeschaltet ist, können sich diese abbauen. Manche Symptome brauchen eine Zeit bis sie abklingen, auch wenn sie behandelt werden. Das gilt auch für die NEM-Supplementierung.

Ich bin aber guter Dinge, dass sich wieder Besserung einstellt, denn ich habe gelesen, dass sich Weichteilschäden wie Kapsel- und Bänderverletzungen sehr wohl heilen könnnen, wenn sie absolut ruhig gestellt werden. Muskelaufbau und Muskelentspannung kann oft schon helfen, die "verrückten" Wirbel wieder hinzukriegen wo sie hingehören, aber erst sollte eine bildgebende Diagnostik erfolgen. Solange alles unklar ist, kann Muskelaufbau, Dehnen und rumfingern auch sehr schaden. Manipulieren darf man auf keinen Fall.

Dein Kissen ist dann richtig, wenn die morgendlichen Beschwerden abklingen. Mein Dinkelkissen ist groß genug, dass ich es wie ein Nackenkissen formen kann. Es ist aber nicht so angenehm, weil es in den Hals drückt, daher nehme ich es flacher. Ich habe gelesen, das Dinkel- oder Hirsekissen sollte etwa 5 cm hoch sein. Der Effekt liegt wohl in der Stabilität und Schwingungsfreiheit. Gefühlt schlafe ich auf meinem Federkissen besser, aber der morgendliche Blick in den Spiegel spricht seine eigene Sprache.

Hier ist eine Seite, die alles sehr gut beschreibt, auch Diagnosevorgaben und Zusammenhänge der Wirbel, Bänder usw.: Kopfgelenke.de
Meine Erfahrungen decken sich mit den Empfehlungen auf der Seite: Ich habe selbst schon erlebt, dass sich meine Beschwerden legten, wenn ich (aufgrund massiver Antriebsschwäche und dem Bedürfnis nach Ruhe, und wegen der zahlreichen Beschwerden) längere Phasen der Ruhe hatte und dann langsam wieder mit einem Aufbau meiner Muskulatur und Konstitution begann. Ich machte Hatha-Yoga oder Muskeltraining nach Anleitung im Fitnessstudio, Ausdauertraining und zunehmend mehr Sport, nur NICHT Joggen. Dabei ernährte ich mich für mich gesünder und nahm meine Multivitamine von Orthomol, ohne dass ich die Zusammenhänge mit dem HWS-Trauma gekannt hätte.

Auffallend dabei ist, dass sogar jahrzehntelange Symptome wie Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Unlust, Allergien und sogar die starke Verschleimung beim Schwimmen aufhörten, wenn ich mich richtig fit gemacht hatte. Ich war wie neu geboren, schwamm problemlos jede Woche 1000 bis 2000 m Brust und bin sogar Pässe mit dem MTB rauf und runter gefahren und hatte keine Probleme. Dann stürzte ich und flog mit einer Bauchlandung über das Rad, schlug mit dem Kinn auf und die Beschwerden bauten sich wieder neu auf. Zuerst ein Krankheitsgefühl als würde sich ein Infekt ankündigen, dann Unlust auf alles, mit Müh und Not noch den Alltag geschafft und ansonsten die üblichen Beschwerden. Psychische Beschwerden habe ich nicht so schlimm, früher aber schon. Ich bin aber normalerweise eine ausgeglichene Frohnatur und merke auf jeden Fall eine starke Verschlechterung meiner Laune und zunehmenden Missmut und Genervtsein, auch schon mal Ängste bzgl. wie das weiter gehen soll, aber das kommt vllt. auch aus dem Widerspruch zwischen dem was ich gerne tun möchte und mir gut tut (Raus, Sporteln, Aktiv sein) und dem Umstand, dass ich körperlich und mental dazu in keinster Weise mehr in der Lage bin.

Ich hatte schon mehrmals solche Phasen, wo mit dem Aufbau der Muskeln und der Konstitution meine Beschwerden sich besserten oder verschwanden und ich fit, glücklich und äußerst leistungsfähig war. Immer nach einem Sturz oder Unfall war es plötzlich zu Ende wie oben beschrieben, da sind psychosomatische Ursachen völlig ausgeschlossen.

Erst seit dem Ausrenkmanöver und zuletzt der Zahnbehandlung habe ich solche Probleme, die direkt an der HWS spürbar sind. Ich glaube aber trotzdem, dass ich es wieder stabilisiert kriege und dann wieder in Form komme. Solange die Halswirbel so instabil sind mache ich nichts, um Schäden oder neue Reizungen zu vermeiden. Hier ist die Zeit wohl auch ein Teil der Behandlungsstrategie. Momentan kann ich nicht mal beschwerdefrei längere Zeit spazieren gehen. Aber ich sehe mich schon wieder mit dem MTB durch den Wald rauschen - allerdings nicht mehr so schnell und riskant.



Meine Erfahrung und mein Austausch mit meinem Manualtherapeuten lassen mich zu dem Schluss kommen, dass langfristig, auch wenn der Auslöser in den HWS-Traumen liegt, der Wiederaufbau einer guten Konstitution und die Optimierung aller stabilisierenden, kräftigenden und stärkenden Aspekte für den Stoffwechsel und den gesamten Bewegungsapparat wichtig und möglich ist und auch Erfolg bringt. Das wirkt sich zwangsläufig auch auf die mentale Verfassung, aber auch auf die HWS aus. Eine gute, dehnungsfähige Muskulatur stabilisiert und schützt vor Verletzungen und einseitigen Belastungen, fördert die Durchblutung und Sauerstoffversorgung und beeinflusst den Organismus positiv, Bewegung und frische Luft wirken sich zusätzlich günstig auf die Stoffwechselvorgänge aus.

Ich wünsche dir alles Gute!

LG Gabi

HWS, Nitro/Neurostress, Psyche? Hashimoto

Kayen ist offline
Beiträge: 4.566
Seit: 14.03.07
Hallo Alex,

Eine solche "Einrenkaktion" habe ich auch schon hinter mir, allerdings von einem Orthopäden! der mir sagte er wolle nur meine Wirbel abtasten - und zack hatte er schon meinen Kopf rum gerissen. Einige Stunden später wurde ich wegen Schwindel, Übelkeit tauben Finger und allgemeiner Verschlechterung bestehender Symptome + Verdacht auf Schlaganfall! ins Krankenhaus eingeliefert. Seit dem lasse ich ungern jemanden an meine HWS, auch nicht zum tasten!
Manuelle Therapie hat bei mir bisweilen eher Verschlechterungen gebracht oder gar nichts.
Ehrlich gesagt, würde ich nach dieser Erfahrung erstmal vorsichtig sein.

Wie sieht es denn mit Deiner Rumpfmuskulatur aus. Wenn HWS-Beschwerden bestehen, ist häufig auch eine geschwächte Rumpfmuskulatur vorhanden. Sodass die BWS und HWS die ganze Arbeit leisten müssen und es somit zu Defiziten kommt. Es wäre sinnvoll wenn eine Krankengymnastin erstmal dahingehend eine Analyse macht. So war es jedenfalls bei mir. Wenn die Rumpfmuskulatur erstmal gestärkt ist, verschwinden die Probleme mit der HWS meist von allein . Eine gute Krankengymnastin sollte darauf achten, dass keine Rumpf-Übungen gemacht werden, die die HWS belasten.

Die HWS macht vor allem psychische/vegetative Symptome. Manche Menschen müssen direkt nach einer HWS-Behandlung weinen und wissen erstmal garnicht warum.


Herzliche Grüße
Kayen
__________________
Alles verändert sich - dahinter ruht ein Ewiges


Optionen Suchen


Themenübersicht