Beckenringsyndrom

31.01.10 10:39 #1
Neues Thema erstellen

papabuddha ist offline
Beiträge: 12
Seit: 31.01.10
Wer hat erfahrungen mit der Diagnose Beckenringsyndrom?
Krankheitsgeschichte: Seit ca 10 Jahren unerklärliche Schmerzen im Beckenbereich(seitlich und beidseitig) wie brennen und einschneiden,manchmal stärker manchmal weniger stark.Ausstrahlung zum Rücken.Manchmal stärker oder weniger je nach dem was für Kleidungstücke getragen werden.Sämtliche Untersuchungen haben nichts konkretes ergeben und /oder mit der Aussage "das müssen Sie lernen auszuhalten".Phisiotherapien, Osteopathie, Giropraktiker haben wenig Linderung verschafft.Schlussendlich ist es als Psychosomatisch "abgestempelt worden.
Schmerzmittel habe ich ausprobiert mit wenig erfolg.Psychopharmaka (Antidepressiva) nehme ich seit geraumer Zeit ein.
Bin ziemlich hilflos und weiss nicht mehr weiter.Die Aerzte schreiben Körperliche /Organische Schäden aus,(nicht als Hauptgründe) da alles Untersucht worden ist.Auch Urologisch wurde untersucht.Ausser chronische Prostatitis nichts besonderes.Der Urologe vermutet dort auch nicht die Hauptursache der Schmerzen.
Künnen psychosomatische oder seelische Probleme solche körperlichen Symptome hervorrufen?Weiss jemand etwas über das sogenannte Beckenringsyndrom?Ich bin für jeden Beitrag dankbar.
Liebe grüsse, Andreas

Beckenringsyndrom
Clematis
Zitat von papabuddha Beitrag anzeigen
Wer hat erfahrungen mit der Diagnose Beckenringsyndrom?
Beckenringsyndrom bedeutet ja nur, daß die Beschwerden im Bereich der Beckenknochen liegen, ist insofern keine genaue Diagnose. Denn in Frage kommen ein Beckenschiefstand (der zur Skoliose führen kann), dadurch scheinbar ein Bein kürzer, Lockerung der Sakralgelenke zum Becken u.v.m.

Krankheitsgeschichte: Seit ca 10 Jahren unerklärliche Schmerzen im Beckenbereich(seitlich und beidseitig) wie brennen und einschneiden,manchmal stärker manchmal weniger stark.Ausstrahlung zum Rücken.Manchmal stärker oder weniger je nach dem was für Kleidungstücke getragen werden.Sämtliche Untersuchungen haben nichts konkretes ergeben und /oder mit der Aussage "das müssen Sie lernen auszuhalten".Phisiotherapien, Osteopathie, Giropraktiker haben wenig Linderung verschafft.Schlussendlich ist es als Psychosomatisch "abgestempelt worden.
Falls noch keine Magnetresonanz-Tomograph-Untersuchung stattfand, sollte dies nachgeholt werden - minimale Veränderungen lassen sich meist nur damit feststellen.

Mich wundert hier, daß nicht einmal ein Osteopath helfen konnte. Vielleicht probierst du es nochmal bei einem anderen, Namen und Adressen bekommst du bei VOD e.V. - Verband der Osteopathen Deutschland.

Solche dümmlichen Aussagen wie du sie erhalten hast kenne ich ebenfalls. Mir half die Osteopathie aus der Endlosschleife von Orthopäden, Neurologen, Chiropraktikern heraus.

Gegen die Schmerzen kannst du dir mit Magnesium-Chlorid helfen, hier Details dazu:

Magnesium-Chlorid: regt die Leukozyten stark an - bis zu 4-fach, bei allen Infektionen anwendbar, auch zum Reinigen von Wunden, gleicht den Kalzium-Haushalt aus - wo zuviel eingelagert wurde, wird es abgebaut und wo was fehlt, wird es eingebaut (gut für die Knochen), wirkt entzündungshemmend und hat noch weiter positive Wirkungen.
Dosierung: 20g als Pulver in einem Liter Wasser auflösen, davon 2-3x täglich 50ml trinken, bei akuter Krankheit auch 4x tägl. Da es “schlimm” schmeckt mit Apfelsaft mischen, überdeckt den Geschmack am besten. Pulver sowie im Wasser lange haltbar.
Bei der Bestellung in der Apotheke darauf bestehen, daß die 20g-Packungen vakuumverpackt sind, da MgChl Feuchtigkeit anzieht und man sonst nur noch Klumpen hat. Apotheken in Deutschland wissen das oft nicht, in F ist es ganz normal und Papiertütchen kommen nicht zum Einsatz.

Warum die Entzündungshemmung hier helfen kann: liegen minimale Fehlstellungen vor, kommt es durch Überlastung bestimmter Regionen zu Reibung, Reizung und dann Entzündung, dadurch zu kleinen Schwellungen, wobei dies alles Schmerzen auslöst. Wird die Entzündung mit Schwellung verhindert, lassen auch die Schmerzen nach.

Schmerzmittel habe ich ausprobiert mit wenig erfolg.Psychopharmaka (Antidepressiva) nehme ich seit geraumer Zeit ein.
Wenn du die Psychopharmaka nur wegen des Beckenringsyndroms nimmst, solltest du sie wieder absetzen - aber nur unter ärztlicher Kontrolle, sie müssen ausgeschlichen werden, d.h. allmählich Dosierung reduzieren, nie plötzlich und ganz absetzen, weil das zu erheblichen Problemen führen kann. Alle Psychopharmaka haben, insbesondere bei langfristiger Einnahme, starke Nebenwirkungen - damit ist also höchste Vorsicht geboten.

Künnen psychosomatische oder seelische Probleme solche körperlichen Symptome hervorrufen?Weiss jemand etwas über das sogenannte Beckenringsyndrom?Ich bin für jeden Beitrag dankbar.
Liebe grüsse, Andreas
Wenn bereits ein Schaden vorliegt, werden die Beschwerden durch psychosomatische Probleme verstärkt. Hintergrund: bei Streß verspannt man sich, die Muskeln/Bänder werden steifer und üben damit auf die betroffenen Stellen stärkeren Druck aus und verursachen bzw. verstärken die Schmerzen. Hier kann dir auch Meditation, Autogenes Training zur Entspannung helfen (anstelle von Psychopharmaka).

Hoffe, daß dir diese Anregungen helfen,
Grüße,
Clematis23

Beckenringsyndrom

papabuddha ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 31.01.10
Hallo Clematis
Vielen Dank für deinen beitrag,damit kann ich echt etwas anfangen.Der osteophate hat einen Beckenschaufel Schiefstand festgestellt und diesen durch mehrmalige therapie wieder in ordnung gebracht.Seine Aussage wa, dass ich ein bewegliches Becken habe und dieses quasi immer wieder in einen Schiefstand kommen kann.
Da sich innert kürzester zeit ohne behandlung eine Verselbstständigung der Krankheit bildet,also sog.chronisch wird, denke ich dass bei mir auch das Schmerzgedächnis mithilft.Sie Psychopharmaka nehme ich nicht nur wegen den Schmerzen in Beckenbereich
Kann auch ein (gestörter) Säuren-Basen Haushalt mit Grund sein, dass ich Schmerzen habe?
Ich hatte in den letzten jahren sehr viel Stress und Kummer.Sowohl Familiär als auch auch der Arbeit.Ich will also nicht ausschliessen, dass es auch psychosomatischer Herkunft sein kann.Obwohl ich nach so langer Zeit,auch denke dass man da langsam hilflos und resigniert ist,ohne dass einem konkret geholfen werden kann.
Eigentlich ist es sogar so dass ich mit so vielen Untersuchungen welche gemacht wurden gar nicht mehr weiss was alles gemacht wurde und welche untersuchungen noch nicht.
Tönt alles ziemlich verzweifelt, nicht wahr?
Mein Psychiater hat die Unterlagen vom hausarzt erhalten und vermutet auch zu 90% dass es psychosomatischer Herkunft ist.Deshalb bin ich ja bei Ihm auch in behandlung.
Ein Schmerzprotokoll in eigener Sache zu führen ist schier unmöglich, da die Symtome wirklich manchmal "nur" kommen wenn ich daran denke, oder wenn ich sie "erwarte".
Besten Dank für deine Antwort.
Lieben Gruss Andreas





.

Beckenringsyndrom

divingwoman ist offline
Beiträge: 158
Seit: 21.05.09
Hallo Andreas,

hast Du auch Probleme mit der HWS und /oder den Kiefergelenken oder generell mit den Zähnen. Prothetik, Lückengebiss, und hast Du evtl. eine kieferorthopädische Behandlung gehabt?

Viele Grüße ,

divingwoman

Beckenringsyndrom

papabuddha ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 31.01.10
Hallo, Hws heisst halswirbelsäule? Ich weiss nur das meine Wirbelsäule eine leichte biegung vorweist.Wegen den zähnen bin ich in behandlung.kieferorthophädisch liegt nichts vor.nein.
grüsse, Andreas

Beckenringsyndrom

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Gibt es nach der Behandlung durch den Osteopathen keinen Beckenschiefstand und damit verschieden lange Beine mehr?

Evtl. könnte auch ein Beinlängenausgleich helfen?

Gruss,
Uta

Beckenringsyndrom

divingwoman ist offline
Beiträge: 158
Seit: 21.05.09
ja , HWS ist Abkürzung für Halswirbelsäule. Diese Biegung in der Wirbelsäule kann schon dafür verantwortlich sein, dass Die Beckenschaufeln in unterschiedlicher Höhe stehen.

Grüße

Beckenringsyndrom

papabuddha ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 31.01.10
Hallo uta, genau dieses wurde behandelt.Ja, nach den Aussagen des osteophaten soll das möglich sein.Liebe grüsse, Andreas

Beckenringsyndrom

papabuddha ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 31.01.10
Hallo Divingwomen, Also sollte an der körperhaltung gearbeitet werden?Soviel ich weiss war dies jedoch nicht die Ursache der probleme laut Osteophat.Soviel ich weiss hat er diese biegung ziemlich korigieren können.War seither nicht mehr bei Ihm da er nur noch Patienten mit zusatzversicherungen betreut.Grüsse, Andreas

Beckenringsyndrom

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo papabuddha,

so ein Beckenschiefstand mit der daraus resultierenden Beinlängendifferenz hält nicht immer und muß manchmal noch einmal behandelt werden.

Du schreibst, daß Du schon in einer Kieferfehlstellungs-Behandlung bist (CMD)? - Auch davon kann eine Beinlängendifferenz kommen. Ebenso können kaputte und schmerzende Knie eine Rolle spielen oder Hüftprobleme.
Manchmal verwinden Leute mit diesen Problemen ihr Becken so stark, um die Probleme auszugleichen, daß sie ohne Hilfe gar nicht mehr zurechtkommen.

Gruss,
Uta


Optionen Suchen


Themenübersicht