Jahrelange heftige Beschwerden - seelisches Wrack

30.01.10 16:46 #1
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Jahrelange heftige Beschwerden

Tichondrius ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 30.01.10
Meine Hausärztin hat mir geraten, mich vom
Neurologen durchchecken zu lassen. Das werde
ich die Tage dann auch tun; allerdings habe ich
wenig Hoffnung, dass der mir weiterhelfen kann.

Ich scheine ein hoffnungsloser Fall zu sein.

Jahrelange heftige Beschwerden

Tichondrius ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 30.01.10
Nach endlosen Recherchen und Überlegungen
bin ich mir nun ziemlich sicher, was mein
Problem ist.

Es ist für Außenstehende sehr schwer zu
verstehen und auch für mich ist's unglaub-
lich und möchte es nicht wahrhaben.

Jahrelange heftige Beschwerden

junix ist offline
Beiträge: 48
Seit: 18.09.09
wirst du es uns denn sagen was dein probelm ist oder möchtest du es lieber für dich behalten

Jahrelange heftige Beschwerden

Omtcg ist offline
Beiträge: 1.154
Seit: 16.12.09
Zitat von Tichondrius Beitrag anzeigen
Nach endlosen Recherchen und Überlegungen
bin ich mir nun ziemlich sicher, was mein
Problem ist.

Es ist für Außenstehende sehr schwer zu
verstehen und auch für mich ist's unglaub-
lich und möchte es nicht wahrhaben.
Verdrängtes kommt immer irgendwie an die Oberfläche.
Es will gesehen und akzeptiert werden, damit es Frieden finden kann.
So banal ist es oft.
__________________
Liebe Grüße Sabine

Jahrelange heftige Beschwerden

Tichondrius ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 30.01.10
Nein, ich kann es nicht mehr für mich behalten.
Es MUSS raus, und es ist einiges!

Zunächst einmal möchte ich drauf hinweisen,
dass das, was ich jetzt aufführe, zu 100%
meiner alleinigen Meinung entspricht. Soll
heißen, dass es richtig sein KANN, aber nicht
MUSS.

Meine ganzen körperlichen Probleme (trockene
Haut, Atemnot, etc.) spiegeln meine psychische
Verfassung wieder. Ich habe nun 2 Hausärzte
"verschlissen", jeder sagte, dass es psychisch
bedingt sei. Das wollte mir einfach nicht in den
Kopf gehen, weil ich es für unvorstellbar hielt.

Nun habe ich es akzeptiert; und ich denke es
ist kurz vor zwölf. Weil nicht umsonst habe ich
so arge physische Probleme, dass ich oftmals
denke, ich würde jeden Moment/Tag abkratzen.

Ich bin sicher kein "gewöhnlicher" Patient, dem
es nach einem harten Schicksalschlag (Tod eines
nahen Verwandten, etc.) auch dreckig geht
und in psychische Behandlung muss.

Seit ca. acht Jahren leide ich UNUNTERBROCHEN unter
psychischen Problemen. Seit dieser Zeit fingen
auch die Beschwerden an. Zunächst die extrem
trockene Haut, dann die Blässe. In den letzten
5 Jahren kamen dann vor allem die Atemnot,
Kreislaufbeschwerden, extremes Schwitzen,
Schüttelfrost und Sodbrennen hinzu. Ich habe
bereits mehrfach erwähnt, dass ich seit diesem
Jahr gänzlich aufgehört habe, Sport zu treiben.
Ich packe es einfach nicht mehr.

Ich habe bemerkt, dass es immer mehr Beschwerden
werden, und vor allem werden sie immer schlimmer.
Nur leider ist mit Hilfe der standardmäßigen
Untersuchungen nichts außergewöhnliches festzustellen.

In den letzten paar Jahren habe ich mich intensiv
damit auseinandergesetzt. Bis heute. Der ent-
scheidende Auslöser war im diesen Januar, als ich
meinen Vater urplötzlich und auf tragische Weise
verloren habe. Noch während meiner tiefen Trauer
ergriffen mich berechtigte Zukunftsängste. Wie
sollte es jetzt weitergehen? Ich wohn(t)e noch bei
meiner Mutter, die eine kümmerliche (Witwen)rente
bezieht und meine Wenigkeit arbeitet 10 Stunden
am Tag plus anderthalb Stunden Hin- und Rückfahrt.

Ich wurde abends nach der Arbeit immer müder und
lustloser und bekam nur mit Müh' und Not das
Nötigste erledigt. Ich fragte mich, wie kann ich
das Ändern? Die Antwort lautete natürlich Job-
wechsel. Aber das ist leichter gesagt als getan,
ganz besonders in meinem Fall. Mir war sofort klar,
dass mir meine starken physischen und psychischen
Beschwerden einen Arbeitsplatzwechsel quasi un-
möglich machten.

Und da war ich wieder am Punkt angelangt: Was
um Gottes willen fehlt mir? Ich habe wie ein Irrer im
Internet "recherchiert", bin auf diese Seite gestoßen
und habe mir Tag und Nacht Gedanken gemacht.

Bis heute.

Ich leide momentan unter mittelstarken (ich erwähne
extra den Superlativ, da ich nur zu gut weiß, dass es
noch schlimmer geht) Depressionen, und nehme
bis zum Termin beim Psychiater Antidepressiva.

Wie gesagt, hatte ich schon öfter Depressionen, das
war quasi was "normales" grade im Winter/Frühjahr.
Auch hatte ich mich öfter gefragt ob die Ärzte nicht
doch recht hätten, dass ich psychisch krank sei.
Ich habe mich dann soweit hinein gesteigert, dass ich
noch kränker wurde, und irgendwann, durch Medi-
kamente oder durch Zufall kam ich wieder auf meinen
"normalen" Level und habe mir gesagt: "Quatsch, ich
bin nicht psychisch krank, vielleicht nur ein bisschen,
da mich meine kaputten Haare und meine Haut so
fertig machen.

Bis heute.

So, das war fürs Erste die Selbstdiagnose.

Nun stellt sich für euch natürlich die Frage
WARUM ich denn psychisch krank bin.

Auch das denke ich, kann ich erklären. Es wird mir
aber um ein vielfaches schwerer fallen, da es un-
umgänglich ist, meinen bisherigen Lebenslauf zu
erläutern; und der hat es in sich.

Ich werde sehen, dass ich noch innerhalb einer
Woche einen Text verfassen kann.

Momentan reicht es.

Wünsche euch allen, die mir geholfen haben,
eine gute Nacht.

Gruß

Sven


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