Serotoninmangel oder doch was Anderes?

21.01.10 20:08 #1
Neues Thema erstellen
Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe

Apoman ist offline
Beiträge: 883
Seit: 28.08.09
Die ursache ist meisten physisch, aber du könntest auch versuchen gegenzusteuern indem du dich einfach nur hinlegst und ausruhst, bewußt entspannts und nicht nebenher wieder etwas machst. Vielleicht hilft es Dir längerfristig in diese Richtung zu denken und gleichzeitig die physischen Ursachen anzugehen/finden.

Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe

Maler ist offline
Themenstarter Beiträge: 181
Seit: 21.01.10
Hallo,

heute hatte ich eine komische Attacke, welche ich gerne beschreiben möchte, vieleicht habt Ihr ja eine Idee

Und zwar fange ich mal mit Daten an:

Blutzucker:
16:15 - 4,6 mmol/L (5min nach Kuchenessen)
16:45 -7,5 mmol/L

19:50 - 3,3 mmol/L (beim Abendbrotessen)

Der Anfall begann 19:50 - beim Abendbrotessen, plötzlich Nervosität, Zittern, schnellerer Atem, im Endeffekt eine Panikattacke.

Das komische war nur, das ich im Anschluß eine Muskelschwäche zuerst in den beinen und dann in den Armen spürte, wie als ob mein Akku leergesaugt wurde.
Mußte mich ersteinmal hinlegen, weil ich kaum laufen konnte.
Jetzt nach einer halben Stunde gehts mir wieder gut, nur laufen geht noch immer schlecht.
Hatte das schon mal beschrieben, ich laufe dann irgendwie stacksich...

PS: genauso fing die erste Attacke dieses Jahr an
PPS: kribbeln in den Extremitäten hatte ich keine, auch keine übermäßige Hyperventilation.

Woher kommt dann diese plötzliche Muskelschwäche??? Ich hatte schon öfters Panikattacken und die waren viel schlimmer, als die heutige.
Trotzdem hatte ich noch nie solche Symptome.

Kann das was mit meinem Elektrolythaushalt zu tun haben??
Kenne das vom Sport, wenn die fehlen fühlt sich das genauso an (Muskelschwäche, leichtes Muskelkrampfen, wie als ob der Muskel keine Nährstoffe mehr bekommt.)

Sorry das ich schon wieder frage, aber ich habe erst Ende Februar einen Termin beim Endo.
Vieleicht kann ich bis dahin noch einiges, mit Eurer Hilfe, erforschen!

Auch würde mir das helfen, da ich nächsten Mittwoch wieder arbeiten muß/will.

Vielen Dank und lg Maler

Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Maler,

umgerechnet (Blutzucker-Rechner zur Umrechnung mg/dl in mmol/l und umgekehrt von H.G. Demme) in mg/dl ergeben Deine Werte

Blutzucker:
16:15 - 4,6 mmol/L (5min nach Kuchenessen) > 83
16:45 -7,5 mmol/L > 135
19:50 - 3,3 mmol/L (beim Abendbrotessen) > 59

Der Anfall begann 19:50 -
Ich würde bei diesen Werten auf Unterzucker tippen. 59 ist schon sehr niedrig.
Aber ich bin mir gar nicht sicher, ob die Zeiten der Messung tatsächlich viel aussagen.
5 Minuten nach dem Kuchen z.B. dürfte nicht viel sagen. Eine Stunde später wäre besser. Mit ca. 135 ist das dann ja gar nicht so schlecht.
Aber: Kuchen wird - vor allem, wenn es ein Ob stkuchen ist, ziemlich schnell zuckermäßig verarbeitet, d.h. der Blutzucker steigt relativ hoch an, fällt aber auch relativ schnell wieder ab, so daß der niedrige Wert um 19.50 Uhr verständlich ist.

Bei Diabetikern sagt man, sie sollen jeweils
- nüchtern
- 1 Std. nach dem Essen
- 2 Std. nach dem Essen
- nüchtern .....
und evtl. noch nachts um 2 Uhr messen.

Es gibt übrigens Diabetologische Schwerpunktpraxen, die sich mit Diabetes und den Blutzuckerwerten sehr gut auskennen. Mit den übrigen Hormonen dann allerdings oft eher nicht.

Gruss,
Uta

Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe
Binnie
Hallo Maler,

ich habe mal ganz grob Deinen Thread überflogen. Dabei ist mir ins Auge gestochen, dass Du offensichtlich Probleme mit der Umwandlung von T4 nach T3 hast. Daher würde ich Dir unbedingt auch die Einnahme von Selen empfehlen, da dies ein wichtiger Cofaktor des Enzyms ist, welches T4 nach T3 umwandelt. Paranüsse enthalten bspw. sehr viel Selen und auch Methionin, was beides sehr wichtig ist! Ansonsten solltest Du täglich ruhig mal auch eine zeitlang 200 µg Selenmethionin, oder auch die anorganische Form (von der könntest Du dann auch mehr nehmen), z.B. Selenase, einnehmen.

Geändert von Binnie (30.01.10 um 10:58 Uhr)

Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe

Wassertrinkerin ist offline
Beiträge: 34
Seit: 23.01.10
Hallo Maler,

Du bist nicht Allein, hier im Forum gibt es einen ähnlichen Fall. Er/Sie klagt ebenfalls über regelmäßige Panikattacken.

Ich habe ein sehr aufschlussrecihes Buch gelesen, es bietet die Erklärung für viele neurologische Krankheiten. Fallbeispiele mit Symptombeschreibung und Lösungswege werden in dem Buch ganz ohne ärztliche Hilfe beschrieben.

Du solltest Dir auch das folgende Buch mal durchlesen: " Die Ernährungslüge" Wie uns die Industrie um unseren Verstand bringt. ISBN-10: 3426778076
ISBN-13: 978-3426778074

Meistens liegt es an unserer Ernährung.






================================================== ========
Wir trinken 90% unsrer Krankheiten.
Louis Pasteur

Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Vergesst die Umweltgifte nicht, besonders nicht die im Mund!

Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

Geändert von Rübe (30.01.10 um 14:59 Uhr)

Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe

Maler ist offline
Themenstarter Beiträge: 181
Seit: 21.01.10
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Ich würde bei diesen Werten auf Unterzucker tippen.

Gruss,
Uta
Hallo Uta, ich habe auch den Verdacht, das Unterzucker eine Rolle spielt, jedoch habe ich noch nicht herrausgefunden, ob eine Panikattacke Unterzucker auslöst oder andersrum
Ich habe gelesen, das es einen Test gibt, wo man sehr viel Traubenzucker zu sich nimmt und dann in bestimmten Abständen Blutzucker mißt.

Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Hallo Maler,

ich habe mal ganz grob Deinen Thread überflogen. Dabei ist mir ins Auge gestochen, dass Du offensichtlich Probleme mit der Umwandlung von T4 nach T3 hast.
mal sehen was der Endokrinologe sagt. Ende des Monats habe ich endlich einen Termin


Zitat von Wassertrinkerin Beitrag anzeigen
Hallo Maler,

Du bist nicht Allein, hier im Forum gibt es einen ähnlichen Fall. Er/Sie klagt ebenfalls über regelmäßige Panikattacken.

Ich habe ein sehr aufschlussrecihes Buch gelesen, es bietet die Erklärung für viele neurologische Krankheiten. Fallbeispiele mit Symptombeschreibung und Lösungswege werden in dem Buch ganz ohne ärztliche Hilfe beschrieben.

Du solltest Dir auch das folgende Buch mal durchlesen: " Die Ernährungslüge" Wie uns die Industrie um unseren Verstand bringt. ISBN-10: 3426778076
ISBN-13: 978-3426778074

Meistens liegt es an unserer Ernährung.






================================================== ========
Wir trinken 90% unsrer Krankheiten.
Louis Pasteur
Hallo Wassertrinkerin,

vielen Dank für diesen Buchtip!
Ich habe bald Geburtstag, da steht dieses Buch und ein Buch von Dr.Mutter jetzt auf der Wunschliste

Mitlerweile bin ich zur Überzeugung gekommen, das verschiedenste Faktoren den Ausbruch meiner Angst&Panikerkrankung bewirkt haben!

Rückenprobleme bes. in HWS
Schilddrüse
Psyche
Nährstoffmangel
Amalgamfüllungen
Stoffwechselprobleme

bin schon gespannt, was für Ergebnisse beim Endokrinologen raus kommen, ich habe das Gefühl es geht endlich vorwärts!

Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
Vergesst die Umweltgifte nicht, besonders nicht die im Mund!

Gruß
Rübe
Nein die habe ich nicht vergessen
PS: habe einen Vortrag von Dr.Mutter gesehen, da spricht er auch von Problemen mit Titandioxid. Bei mir auf Arbeit arbeiten wir viel mit diesem Stoff, leider auch mit vielen anderen giftigen/gesundheitschädlichen Stoffen.
Eventuell sträubt sich mein Körper daher so vor dieser Arbeit, weil er merkt das es Gift für ihn ist...

lieben Gruß Euch Allen und möge alles Gut werden, Maler.

edit: zu meinem Symptom Atemnot habe ich was aufschlussreiches gefunden --> Ständiges Gähnen und Verlangen Luft holen

Geändert von Maler (31.01.10 um 21:43 Uhr) Grund: Atemnot

Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Zitat von Maler Beitrag anzeigen
PS: habe einen Vortrag von Dr.Mutter gesehen, da spricht er auch von Problemen mit Titandioxid. Bei mir auf Arbeit arbeiten wir viel mit diesem Stoff, leider auch mit vielen anderen giftigen/gesundheitschädlichen Stoffen.
Eventuell sträubt sich mein Körper daher so vor dieser Arbeit, weil er merkt das es Gift für ihn ist...
Dann habe ich noch zwei Buchtipps für Dich:

Bücher von Amazon
ISBN: 3541503610


Bücher von Amazon
ISBN: 3517083879


Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

Serotoninmangel oder doch was Anderes? Bitte um Hilfe

Maler ist offline
Themenstarter Beiträge: 181
Seit: 21.01.10
Hallo Rübe,

es kommt sooo viel in Frage...
Habe gerade gelesen, das "chlamydia pneumoniae" auch Probleme machen kann.
Genauso wie ein beeinträchtigter Darm, der kaum Nährstoffe aufnehmen kann.
Ich werde jetzt einfach mal den Termin beim Endo abwarten, dann sehen wir weiter

lg Maler

Serotoninmangel oder doch was Anderes?

paule ist offline
Beiträge: 1.060
Seit: 01.02.10
Hallo Maler,

reaktive Hypoglykämien aufgrund eines Cortisolmangels könnten deine Beschwerden gut erklären.
D.h. die Beschwerden sind zwar übel, aber - wie du schon gemerkt hast - nach ca. 30 min. wieder vorbei. Also nichts lebensbedrohliches, da der Körper zwar etwas spät reagiert aber es doch schafft, den Unterzucker auszugleichen.

Hast du Beschwerden, wenn du auf leeren Magen nur Süsses isst, z.B. ein süsses Frühstück mit Kaffee?
Wenn ja, nach welcher Zeit (10 min/30 min/3h/...)?

Interessantes zum Zuckerstoffwechsel und seinem Zusammenhang mit Panikattacken findest du unter
Panikattacken, Angststrung, Panikstrung, Phobie, Sozialphobie, Platzangst, Zwangsstrung, Psychosomatik, Angststrungen, Angsterkrankung, Angstkrankheit, Angst, ngste, Panik, Phobien, Agoraphobie, Hypochondrie, somatoforme Strungen, funktionelle
-> vegetatives Nervensystem -> such nach Zuckerspiegel.

Das müsstest du ganz deutlich beim einem OGTT (Zuckerbelastungstest) merken, bei dem du auf nüchternen Magen eine Traubenzuckerlösung trinkst und dann in bestimmten Zeitabständen der Blutzucker gemessen wird.
Sofern du einen Arzt überzeugen kannst, den Test bei dir durchzuführen.

Deine Messung mit einem Blutzuckermessgerät zuhause kann zwar ein Indiz sein, aber die Geräte sind so ungenau im unteren Bereich (sie sind für Diabetiker ausgelegt), dass du bei einem gemessenen Wert von 60 einen tatsächlichen Wert im Bereich von 40 haben kannst.

Mit dieser Problematik kennen sich leider sehr wenige Ärzte aus. Gerade Endokrinologen beschäftigen sich den ganzen Tag mit Diabetikern - also Menschen mit zu hohen Blutzuckerwerten.

Was kannst du also erstmal tun?
Direkt vor dem Schlafengehen noch etwas Essen, aber auf keinen Fall Süsses oder kurzkettige Kohlehydrate. Am besten etwas Vollkornbort mit dick Butter und Salami. Wenn der nächtliche Anfall daraufhin ausbleibt oder ein paar Stunden später stattfindet, dann spricht das sehr für Unterzuckerungen.

Ansonsten regelmässig(!!!!) essen und alles Süsse vermeiden - auch kein Weissmehl, und den Energiebedarf eher über Fett und Eiweiss decken. D.h., wenn dein sonstiges Krankheitsbild dies zulässt. So genau habe ich deine Schilderung jetzt nicht mehr im Kopf.

Alles Gute
Paul


Optionen Suchen


Themenübersicht