Was muss ich tun, damit sie nicht stirbt ?

20.01.10 21:06 #1
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siemona
Liebe Leserinnen und Leser
Ich hab ein sehr grosses problem . Meine Freundin und ich gehen jeden Mittag essen. Seit einer Woche isst sie nicht mehr, weil sie es glech wieder erbricht. Dazu benützt sie den Finger aber nicht. Hat sie bulemi ? was ist zu tun ? ....
Leider ist es schwiriger als gedacht weil ich ween bestimmten Gründen nicht mit ihren Eltern sprechen darf.....


was muss ich tun damit sie nicht stirbt ?

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Siemona,

Bitte geh mit deiner Freundin sofort zum Arzt.

Hast du gesehen, daß sie sofort erbricht oder hat sie dir das nur erzählt? In letzterem Fall besteht natürlich der Verdacht, daß sie wegen einer möglichen Magersucht das Essen meidet. In jedem Fall gehört deine Freundin umgehend in professionelle Hände.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

was muss ich tun damit sie nicht stirbt ?
Weiblich Blue68
Liebe Siemona!

Hier ein Link zu ANAD, die über beste Informationen und Erfahrungen mit Essstörungen verfügen:


ANAD und ANAD-pathways

Sie können bestimmt weiterhelfen, lies dich mal durch.
Der Andreas Schnebel ist ein netter Psychologe mit grosser Erfahrung auf diesem Gebiet.

Sie sitzen zwar in München, könnten dir aber sicher weiterhelfen, was Adressen und Therapieplätze angeht.

Wenn irgendwie möglich, wende Dich zusammen mit deiner Freundin an sie.
So wie ich das verstanden habe, steht sie am Anfang einer Essstörungskarriere,
die über kurz oder lang gravierende Auswirkungen auf ihre gesamte Gesundheit haben kann.

Ich wünsche euch beiden alles Gute und finde es sehr schön von dir, dass
Du dich um deine Freundin kümmerst.

Ganz liebe Grüße von Blue

was muss ich tun damit sie nicht stirbt ?

ADSlerin ist offline
Beiträge: 51
Seit: 20.01.10
Hi !!

finde es schön das Du Dich um deine Freundin kümmerst, weils ja kein harmloses Thema ist!
Essstörungen wie die Magersucht, Bulimie oder die sogenannte "Binge eating" Störung sind psychosomatische Erkrankungen, die sich nicht durch eine einzelne simple Erklärung oder "Störung" erklären lassen.
Sie stellen eine komplexe Problematik dar, die sich erst vor dem Hintergrund von seelischen Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörungen, Lern- und Verhaltenseinflüssen im familiären Umfeld und vergeblichen eigenen Versuchen zur Beeinflussung individuell erklären lassen.
Der chronische Verlauf führt dabei unweigerlich zu körperlichen wie psychischen Folgen und weiteren Komplikationen. Dies erfordert also ein Therapiekonzept für eine Bulimie- oder Anorexie-Klinik, das einerseits die störungsspezifischen Besonderheiten der Essstörungen versteht, die medizinischen Komplikationen erkennt und behandelt und einer weiteren Chronifizierung entgegen wirkt.
Dies ist nur in der Kooperation von verschiedenen ambulanten und stationären Therapeuten in einem integrierten Therapiekonzept und mit klaren Behandlungsstrukturen möglich.

Eine stationäre Behandlung einer Essstörung wie Anorexie oder Bulimie erscheint uns dann angezeigt, wenn :

eine Essstörungsproblematik, die mit ambulanten (auch mehrgleisigen) Therapiemaßnahmen nicht (mehr) positiv zu beeinflussen ist, da sich die krankhafte Störung der Esskontrollproblematik nicht mehr unterbrechen lässt. Ziel kann hier die Symptomaufgabe und das (Wieder-)Erlernen eines geregelten Essverhaltens im Betreuten Essen sein.

- erhebliche medizinische Folgen und Komplikationen eingetreten sind oder drohen (z.B. bei niedrigem Body-Mass-Index)

- wenn die Essstörung eine Begleiterkrankung verdeckt, d.h. eine Symptomverschiebung auslöst, sobald das essgestörte Verhalten aufgegeben wird. Beispiele hierfür wären Selbstverletzungen (z.B. nach Traumatisierungen), Depressionen und Ängste (bzw. innere Leere), Zwänge oder auch Substanzmissbrauch oder Wahrnehmungs- und Organisationsstörungen und innere Unruhe bei ADS/ADHS

- Hungern und bulimisches Essverhalten bei dem Versuch jeweils darauf zu verzichten, sich gegenseitig abwechseln

- wenn eine Distanz bzw. Loslösung aus dem häuslichen Umfeld bzw. familiären Faktoren erforderlich ist, um eine Verstrickung in eine Essstörung zu unterbrechen

- generell, um durch eine Unterbrechung das hohe Chronifizierungsrisiko zu senken und die stationäre Therapie als Lotsenfunktion für die Entwicklung eines integrierten Gesamtbehandlungsplans und einer langfristigen Veränderungsmotiviation und Perspektive zu nutzen. Größere Kliniken mit einem Schwerpunkt für Essstörungen haben ein Team von Experten aus unterschiedlichen Berufsgruppen :


- Psychotherapeuten
- Ärzte und Psychiater
- Ernährungsberater
- Pflegekräfte



Ausgehend von einem stationären Therapiekonzept soll dabei exemplarisch ein viergleisiges Therapieprogramm dargestellt werden. Es besteht aus:

- Medizinisches Monitoring und Behandlung bzw. Überwachung während der - Symptomaufgabe
- Einer spezifischen Ess-Psycho-Therapie
- einer störungsspezifischen Psychotherapie
- Ein Unterstützersystem (Sponsorsystem) von Mitpatientinnen in einem verstehendem Umfeld



Wünsche Ihr viel Gesundheit und Glück

es ist kein Harmloses Thema. Ich kenn es von mir selber. Aber das ist nun eine Weile her . Ich kam aber gut aus dem Teufelskreis raus und wichtig ists einfach das man gute Ärzte erwischt!

Kussel ADSlerin

was muss ich tun damit sie nicht stirbt ?
siemona
Zitat von Joachim Beitrag anzeigen
Hallo Siemona,

Bitte geh mit deiner Freundin sofort zum Arzt.

Hast du gesehen, daß sie sofort erbricht oder hat sie dir das nur erzählt? In letzterem Fall besteht natürlich der Verdacht, daß sie wegen einer möglichen Magersucht das Essen meidet. In jedem Fall gehört deine Freundin umgehend in professionelle Hände.


Es tut mir leid, das ich erst jetzt schreibe.. hab zuerst gar nicht gessen, das jemand geschieben hat.. abr jetzt verstehhe ich das System.


Sie hat es mir nur erzählt. Aber als ich eine Mahte nachprüfung geschriben hatte musste sie erbrechen ...das konnte eine andre Freundin bezeugen. Und ich esse eben jeden Mittag mit ihr und sie hat grosse probleme damit.

Leider weiss ich auch, dass sie bereits magersucht hatte :( ... und sie sagt jedoch das sie ohne das sie etwas macht erbrechen muss alsoo "ohne finger " :S

danke für diie Antwort

was muss ich tun damit sie nicht stirbt ?
siemona
Zitat von Blue68 Beitrag anzeigen
Liebe Siemona!

Hier ein Link zu ANAD, die über beste Informationen und Erfahrungen mit Essstörungen verfügen:


ANAD und ANAD-pathways

Sie können bestimmt weiterhelfen, lies dich mal durch.
Der Andreas Schnebel ist ein netter Psychologe mit grosser Erfahrung auf diesem Gebiet.

Sie sitzen zwar in München, könnten dir aber sicher weiterhelfen, was Adressen und Therapieplätze angeht.

Wenn irgendwie möglich, wende Dich zusammen mit deiner Freundin an sie.
So wie ich das verstanden habe, steht sie am Anfang einer Essstörungskarriere,
die über kurz oder lang gravierende Auswirkungen auf ihre gesamte Gesundheit haben kann.

Ich wünsche euch beiden alles Gute und finde es sehr schön von dir, dass
Du dich um deine Freundin kümmerst.

Ganz liebe Grüße von Blue

Vielen herzlichnen Dank !

Liebe grüsse

was muss ich tun damit sie nicht stirbt ?
siemona
Zitat von ADSlerin Beitrag anzeigen
Hi !!

finde es schön das Du Dich um deine Freundin kümmerst, weils ja kein harmloses Thema ist!
Essstörungen wie die Magersucht, Bulimie oder die sogenannte "Binge eating" Störung sind psychosomatische Erkrankungen, die sich nicht durch eine einzelne simple Erklärung oder "Störung" erklären lassen.
Sie stellen eine komplexe Problematik dar, die sich erst vor dem Hintergrund von seelischen Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörungen, Lern- und Verhaltenseinflüssen im familiären Umfeld und vergeblichen eigenen Versuchen zur Beeinflussung individuell erklären lassen.
Der chronische Verlauf führt dabei unweigerlich zu körperlichen wie psychischen Folgen und weiteren Komplikationen. Dies erfordert also ein Therapiekonzept für eine Bulimie- oder Anorexie-Klinik, das einerseits die störungsspezifischen Besonderheiten der Essstörungen versteht, die medizinischen Komplikationen erkennt und behandelt und einer weiteren Chronifizierung entgegen wirkt.
Dies ist nur in der Kooperation von verschiedenen ambulanten und stationären Therapeuten in einem integrierten Therapiekonzept und mit klaren Behandlungsstrukturen möglich.

Eine stationäre Behandlung einer Essstörung wie Anorexie oder Bulimie erscheint uns dann angezeigt, wenn :

eine Essstörungsproblematik, die mit ambulanten (auch mehrgleisigen) Therapiemaßnahmen nicht (mehr) positiv zu beeinflussen ist, da sich die krankhafte Störung der Esskontrollproblematik nicht mehr unterbrechen lässt. Ziel kann hier die Symptomaufgabe und das (Wieder-)Erlernen eines geregelten Essverhaltens im Betreuten Essen sein.

- erhebliche medizinische Folgen und Komplikationen eingetreten sind oder drohen (z.B. bei niedrigem Body-Mass-Index)

- wenn die Essstörung eine Begleiterkrankung verdeckt, d.h. eine Symptomverschiebung auslöst, sobald das essgestörte Verhalten aufgegeben wird. Beispiele hierfür wären Selbstverletzungen (z.B. nach Traumatisierungen), Depressionen und Ängste (bzw. innere Leere), Zwänge oder auch Substanzmissbrauch oder Wahrnehmungs- und Organisationsstörungen und innere Unruhe bei ADS/ADHS

- Hungern und bulimisches Essverhalten bei dem Versuch jeweils darauf zu verzichten, sich gegenseitig abwechseln

- wenn eine Distanz bzw. Loslösung aus dem häuslichen Umfeld bzw. familiären Faktoren erforderlich ist, um eine Verstrickung in eine Essstörung zu unterbrechen

- generell, um durch eine Unterbrechung das hohe Chronifizierungsrisiko zu senken und die stationäre Therapie als Lotsenfunktion für die Entwicklung eines integrierten Gesamtbehandlungsplans und einer langfristigen Veränderungsmotiviation und Perspektive zu nutzen. Größere Kliniken mit einem Schwerpunkt für Essstörungen haben ein Team von Experten aus unterschiedlichen Berufsgruppen :


- Psychotherapeuten
- Ärzte und Psychiater
- Ernährungsberater
- Pflegekräfte



Ausgehend von einem stationären Therapiekonzept soll dabei exemplarisch ein viergleisiges Therapieprogramm dargestellt werden. Es besteht aus:

- Medizinisches Monitoring und Behandlung bzw. Überwachung während der - Symptomaufgabe
- Einer spezifischen Ess-Psycho-Therapie
- einer störungsspezifischen Psychotherapie
- Ein Unterstützersystem (Sponsorsystem) von Mitpatientinnen in einem verstehendem Umfeld



Wünsche Ihr viel Gesundheit und Glück

es ist kein Harmloses Thema. Ich kenn es von mir selber. Aber das ist nun eine Weile her . Ich kam aber gut aus dem Teufelskreis raus und wichtig ists einfach das man gute Ärzte erwischt!

Kussel ADSlerin

Ich hab eine kleine frage also-... wie erkennt man ob es nahrungunverträgöichtkeit ist odr bulemii ? Vielen danke für ihren ausfürlichen text. Er hilft mehr sehr o.o . das tut mir schrecklich leid das ihnen so etwas wiederfahren ist.


Liebe Grüsse.

was muss ich tun damit sie nicht stirbt ?
Weiblich Blue68
Liebe Siemona

Wenn sie bereits Magersucht hatte, kannst du fast sicher davon ausgehen, dass
sie "einen Schritt" weitergegangen ist, und in die Bulimie gerutscht ist.

Damit "kann" sie ihr Gewicht "niedrig" halten (durch erbrechen) und trotzdem
essen..

Wenn Du mitbekommst, dass sehr viel essen mit "heute darf ich nur das und das" - also Diät oder Einschränkungen abwechselt, dann ist die Sache fast klar.

Unverträglichkeiten können zwar auch zum Übergeben führen, aber meistens geht da körperliches Unwohlsein und Bauchschmerz voraus.....

Wenn sie allerdings schon länger fastet oder erbricht, dann wird auch ihr Magen empfindlicher, die Speiseröhre...die ganze Verdauung.

Hast du sie denn schon einmal direkt darauf angesprochen?
Kreist ihr Thema,ihre Gedanken, viel um Essen und Kalorien?
Und "ich bin zu dick" -"mein Körper stimmt nicht" ?

Viele bulimischen Mädchen erbrechen ohne "Finger in den Hals".

Maja Langsdorff hat ein gutes Buch zum Thema, und hier ein Link zu ihrer Seite :

Maja Langsdorff: Vom Schlankheitswahn zur Essstörung

Da gibt es auch eine Stelle, wo du online Fragen stellen kannst:

http://www.ab-server.de/

Ich wünsche Dir und deiner Freundin viel Kraft

Liebe Grüße von Blue

Geändert von Blue68 (30.01.10 um 08:30 Uhr)

was muss ich tun damit sie nicht stirbt ?
siemona
Zitat von Blue68 Beitrag anzeigen
Liebe Siemona

Wenn sie bereits Magersucht hatte, kannst du fast sicher davon ausgehen, dass
sie "einen Schritt" weitergegangen ist, und in die Bulimie gerutscht ist.

Damit "kann" sie ihr Gewicht "niedrig" halten (durch erbrechen) und trotzdem
essen..

Wenn Du mitbekommst, dass sehr viel essen mit "heute darf ich nur das und das" - also Diät oder Einschränkungen abwechselt, dann ist die Sache fast klar.

Unverträglichkeiten können zwar auch zum Übergeben führen, aber meistens geht da körperliches Unwohlsein und Bauchschmerz voraus.....

Wenn sie allerdings schon länger fastet oder erbricht, dann wird auch ihr Magen empfindlicher, die Speiseröhre...die ganze Verdauung.

Hast du sie denn schon einmal direkt darauf angesprochen?
Kreist ihr Thema,ihre Gedanken, viel um Essen und Kalorien?
Und "ich bin zu dick" -"mein Körper stimmt nicht" ?

Viele bulimischen Mädchen erbrechen ohne "Finger in den Hals".

Maja Langsdorff hat ein gutes Buch zum Thema, und hier ein Link zu ihrer Seite :

Maja Langsdorff: Vom Schlankheitswahn zur Essstörung

Da gibt es auch eine Stelle, wo du online Fragen stellen kannst:

ab-server.de - Beratungs- und Informationsserver zu Essstörungen - Essstörungen Magersucht Bulimie Adipositas Binge Eating Beratung

Ich wünsche Dir und deiner Freundin viel Kraft

Liebe Grüße von Blue


heii. ja ich habe sie direkt drauf angesprochen und ihr ins Gesicht gesagt, dass ich bei ihr eine Bulemie vermutte. darauf hat sie nur gesagt das sie das nicht denke .. mehr nicht.
sie denkt ständig, dass ihre Beine zu dick sind . und ich muss erlich sein ich finde ihren bodyy kras sie hat fast eine perfekte Figur. abr es hilft nichts wenn mann ihr das sagt :S .
DAnke für die Hilfe .

Grüsse


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