Immer noch wandernde Schmerzen, Ärzte wissen nicht mehr weiter

19.01.10 16:41 #1
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pucker ist offline
Beiträge: 87
Seit: 16.01.10
Hallo,
es fällt mir schwer mein Problem hier zu schildern, da es sehr
vielschichtig ist.

Ich habe seit 2003 immer wieder wechselnde Schmerzen, also z.B. ziemlich üble Magenschmerzen. Die bleiben dann mehrere Tage, einen Auslöser konnte ich noch nicht richtig finden. Dann sind die Schmerzen so schnell weg wie sie gekommen sind. Aber einige Tage oder auch einige Wochen später habe ich dann Kopfschmerzen. Am Anfang blieben die 1-2 Tage. Mittlerweile ist es schon vorgekommen, dass sie 72 Stunden non stop da waren auch nachts. Und dann sind sie wie weggeblasen.
Als nächstes kamen Schmerzen in den Gelenken. Ich konnte auf einmal morgens meine Finger nicht mehr grade machen. Mein Hausarzt war total überfordert damit und verschrieb mir Chlorella Algen. Die hab ich dann 3 Monate genommen und diese Schmerzen waren weg.

Den Höhepunkt hatte ich im Jahr 2003 als ich abends plötzlich Kribbeln in den Füßen hatte. Das zog sich bis zur Hüfte hoch und wurde richtig schlimm.
So ein Gefühl als würde jemand auf meinen Venen "rumtrampeln".
Nach 3 Tagen hat mein Freund mich dann abends in die Notaufnahme gebracht weil ich nur noch geweint habe vor Schmerzen. Es war keine schöne Erfahrung, dort nahm mich keiner ernst obwohl ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte.
Man schickte mich nach Hause nur um mich am nächsten Tag dort wieder als Notfall zu finden (eingewiesen von meinem Neurologen, es kamen keine Nervenimpulse in den Beinen mehr an).
Da wurde dann Gehirnwasser gezogen, aber es war alles in Ordnung. 9 Tage bekam ich Cortisoninfusionen, dann wurde ich ohne Diagnose entlassen. Ein Borrelioseverdacht wurde nicht bestätigt.
Dort hörte ich das erste Mal von einem Arzt etwas über Fibromyalgie.Aber
man wusste nichts genaues über diese Krankheit. Es gäbe da eine Klinik in Bad Bocklet,wo man das testen könnte, aber die Untersuchung würde 400 Euro kosten und würde nicht bezahlt. Da ich nicht wirklich sicher bin, hab ich das bisher nicht gemacht.
Seit dem bin ich bei so vielen Ärzten gewesen, niemand kann etwas tun.
Nach 2 Magenspiegelungen, CT und auch Kernspin wurde ich in die Psychoecke "gestellt". Ich sag das hier jetzt so spitz, weil die Ärzte mich immer als erstes fragten: "Ach so, das sind ihre Probleme, haben sie Stress?"
Ein Psychologe überredete mich im September 2008 mich in einer Psychosomatischen Klinik behandeln zu lassen.
Ich war dann 6 Wochen dort. Es hat mir auch gut getan, ich habe nach anfänglichen Bedenken auch alle bestehenden Angebote gerne genutzt.

Nach etwa 4 Wochen zeigte sich auch eine deutliche Besserung. Endlich!
konnte ich wieder mehr als 3 Stunden am Stück schlafen. Ich war morgens nicht mehr so müde und auch tagsüber fit. Doch nach 5 Wochen dann der Rückschlag: Auf einem Spaziergang wurde mir schlecht und ich schaffte es gerade noch dort auf die Toilette. Seit dem habe ich Durchfall, es gibt manchmal mehrere Tage Ruhe, aber dann tritt er wieder auf und zwar so schnell das ich es kaum in die nächste Toilette schaffe.
2 weitere Magenspiegelungen folgten, ein Laktosetest, ein Fructosetest, ein
spezieller Test auf 50 verschiedene Nahrungsmittel und ein allgemeiner Allgergietest waren negativ bis auf Milben und Hausstaub und leichte Birkenpollen.
Vor 3 Monaten hatte ich jetzt auch eine Darmspiegelung, doch es wurde nichts gefunden.
Bei der 3. Magenspiegelung vor kurzem fand man einen Zwerchfellbruch. Aber ich stehe da ziemlich ratlos davor, weil mein Arzt mir nur sagte:"Ach das haben viele, das ist nichts wo man was machen muss." Er gab mir Omebrazol mit und das wars dann.
Ich habe durch den Durchfall 5 Kilo abgenommen und bin dauernd müde und kaputt. Die Schlafstörungen sind auch wieder da und morgens fühle ich mich fix und fertig.
Ein Ernährungstagebuch von mehreren Wochen hat auch nicht wirklich was gebracht. Ich habe mich auch schon mal 3 Wochen komplett Laktosefrei ernährt, zuerst fühlte ich mich besser, aber dann war alles wieder beim alten.

Ich habe hier viele Beiträge gelesen, hatte vor Jahren auch schon mal den Verdacht auf eine Amalgamvergiftung. Aber mein Zahnarzt schloss das damals aus.
Meine Ärztin ist der Meinung es würde alles aussehen wie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, aber rausgekommen ist bei den Tests nie etwas. Sie hat jetzt vorgeschlagen, dass ich mich eine Weile Glutenfrei ernähren soll. Bin am überlegen ob ich das machen soll. Es gibt da noch einen Nahrungsmitteltest, der kostet 41 Euro. Wenn da was gefunden wird werden weitere Untersuchungen nötig und die kosten über 400 Euro!

Bei meinem kleinen Sohn (4 Jahre) wurde vor 2 Monaten Kryptopyrrolurie festgestellt. Ihm war auch dauernd schlecht und er hatte keine Lust mehr was zu essen und auch Durchfall. Jetzt will ich diesen Test auch bei mir machen lassen, mal sehen ob da was rauskommt. Er nimmt seit dem Kryptosan und es geht ihm viel besser!

Vielleicht hat ja doch noch jemand einen Tip, sorry ist lang geworden.
Pucker

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.736
Seit: 10.01.04
Hallo Pucker,

Du schreibst, daß bei Dir Tests auf Fruktose- und Laktoseintoleranz gemacht worden sind - ohne Befund.

Sind denn auch die Gluten- und Histaminintoleranz getestet oder wenigstens angesprochen worden?
Gluten-Intoleranz ? Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit
Histamin-Intoleranz ? Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Gerade die Histaminintoleranz (HI) ist ganz schön schwierig, weil sie sehr unterschiedliche Symptome auslösen kann. Und manchmal hat man nicht nur eine Intoleranz.

Die Glutenintoleranz kannst Du selbst testen, indem Du für ein paar Wochen glutenfrei ißt. Es ist eigentlich nicht mehr schwierig, glutenfreie Nahrungsmittel zu bekommen; man kann sie sogar über das Internet bestellen .
Geht es mit einer entsprechenden Ernährung besser, verträgst Du Gluten nicht.
Gleiches gilt für die HI: auch hier kannst Du selbst testen, ob Du mit Histamin Probleme hast: erst einmal weglassen, soweit möglich, und dann mit einer Provokationsmahlzeit schauen, wie sie Dir bekommt .

Wie hat der ZA ausgeschlossen, daß Du Amalgamprobleme hast? Hast Du denn Füllungen?

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (19.01.10 um 16:59 Uhr)

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pucker ist offline
Themenstarter Beiträge: 87
Seit: 16.01.10
Hallo,
danke fürs lange lesen
Ja über Histaminunverträglichkeit hab ich hier schon viel gelesen. Nein, wurde bei mir nicht getestet. Werde ich sofort mal nachfragen.

Das mit dem Glutenfrei essen überlege ich mir gerade.

Ja ich habe 4 Füllungen mit Amalgam. Der Zahnarzt hat einfach nur gesagt, das Amalgam nicht die Probleme machen würde die man immer hört, es wäre so oft verwendet worden und nur gaaanz empfindliche Leute hätten damit Probleme. Da ich auch bei keinem anderen Arzt mit dem Thema weiterkam hab ich es damals einfach beiseite geschoben. Erst jetzt hab ich hier wieder davon gelesen.
Pucker

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.736
Seit: 10.01.04
Kannst Du einen zeitlichen Zusammenhang feststellen zwischen einer Zahnbehandlung mit Amalgam und dem ungefähren Beginn Deiner Beschwerden? - Wenn Du nicht mehr weißt, wann Du damals beim ZA warst, kannst Du die ja in der Praxis bitten, nachzuschauen.


Amalgam ? Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Gruss,
Uta

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pucker ist offline
Themenstarter Beiträge: 87
Seit: 16.01.10
Nein ich denke einen Zusammenhang gibt es nicht. Meine Füllungen bekam ich schon 1989.
Aber ich habe hier gelesen, dass man in der Schwangerschaft das Amalgam an das Baby "weitergibt". Das war mir so nicht bewußt
1991 bekam ich meinen ersten Sohn und er hatte von Anfang an wahnsinnige Probleme mit dem Schlafen. Insgesamt 5 Jahre war es die Hölle, immer wenn er schlafen sollte drehte er durch. Mit 10 Jahren wurde dann ADHS diagnostiziert.
Auch bei meinem kleinen Sohn stand die Diagnose im Raum, jedoch wurde vom Kinderarzt erst der Test auf Kryptopyrrolurie gemacht, der ja dann positiv war.
Pucker

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christelchen ist offline
Beiträge: 234
Seit: 25.09.08
Hallo Pucker,

auch ich bin damals Amok gelaufen,von einem Arzt zum anderen.Ich persönlich tippe auf eine Quecksilbervergiftung.

Da kannst Du noch so viele Zahnärzte aufsuchen,die meisten können die
Röntgenbilder nicht richtig lesen.

Mir hat eine Ärztin in Dannstadt weiter geholfen.

Liebe Grüße
Christelchen

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pucker ist offline
Themenstarter Beiträge: 87
Seit: 16.01.10
Hallo Christelchen,
ja Röntgenbilder gibt es genug. Beim verschiedenen Zahnärzten und
auch bei einem Kieferchirurgen.
Ich bleibe einfach mal dran.
Danke schön.
Pucker

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Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo pucker,
was Sie da über Ihre Söhne schreiben,lässt mich sehr stark vermuten,dass hinter deren Problemen A l l e r g i e n stecken könnten,die Ärzte so gut wie nie auf der Rechnung haben,wenn nicht gerade eine Neurodermitis oder ein Asthma vorliegt. Und da die Hauptallergien (Kuhmilch,Weizen,Ei,Pollen) vererbt werden,vermute ich,dass auch Sie davon betroffen sind und diese Veranlagung weiter gegeben haben.

Kryptopyrrolurie könnte eine Folge der Allergie sein und wäre aus meiner Sicht,ebenso wie eine mögliche Amalgambelastung zunächst eher als zweitrangig zu beurteilen.

Sinnvoll wäre also jetzt zunächst mal ein Test bei einem Arzt oder HP,der mit Biophysikalischen Methoden arbeitet,der wird mit ziemlicher Sicherheit pfündig werden,wenn er gut ist und sehr viele Testsubstanuen zur Verfügung hat (incl. Stoffwechselprodukte und Amalgam !).
Nachtjäger

Geändert von Nachtjäger (21.01.10 um 10:19 Uhr)

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pucker ist offline
Themenstarter Beiträge: 87
Seit: 16.01.10
Hallo Nachtjäger,
ja wo ich deine Antwort hier gelesen habe leuchtet mir das ein. Ich habe auch schon unseren Kinderarzt daraufhin angesprochen. Er kann alles testen hat er gesagt, sei kein Problem. Nur die Kosten...
Er empfiehlt mir erst einmal einen Test auf Allgemeine Nahrungsmittelunver-
träglichkeit. Der kostet 41 Euro. Erst wenn da etwas rauskommt, wird der große Test gemacht, der kostet 400 Euro! Ich weiß jetzt nicht was ich davon halten soll, vielleicht sehe ich das auch verkehrt, aber ist das wirklich so teuer???
Bei mir wurde für 55 Euro bei einem anderen Arzt schon mal ein Nahrungsmittelunverträglichkeitstest gemacht. Es sei angeblich nichts rausgekommen. Aber da genau dieser Arzt auch bei mir eine Magenspiegelung gemacht hat und mir erklärt hat, er hätte Proben entnommen und es sei nicht rausgekommen, wobei das nicht gestimmt hat, weiß ich nicht, was ich von seinen Aussagen halten soll.
Im Nachhinein habe ich zu einer Ärztin gewechselt und die hat sich dann die angeblichen Ergebnisse der Proben von meiner Magenspiegelung zufaxen lassen. Und da ist rausgekommen, dass er gar nichts weggeschickt hat
Also seine Aussage:" Es ist alles in Ordnung, sie können Zöliakie, Milcheiweißallergie und auch Gluten ausschließen" war schlicht gelogen.
Deshalb musste ich die Magenspiegelung bei der Ärztin auch wiederholen.
Sie hat dann dabei auch außer einem Zwerchfellbruch nichts weiter festgestellt.

Grade dieses Wochenende ist der Durchfall wieder da und ich zermardere mir das Gehirn an welchem Essen es gelegen haben kann. Habe extra am Freitag ein pures Roggenbrot gekauft, da ich mal das normale Weizenbrot weglassen will. Und jetzt ist mir dauerschlecht. Es ist so frustrierend, weil es mich so einschränkt und ich zu nichts mehr Lust habe.
Um einen guten Heilpraktiker wollte ich mich auf jeden Fall hier in der Nähe mal kümmern, da bleibe ich dran.
Vielen Dank für deine Tips
Pucker

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.736
Seit: 10.01.04
Hallo pucker,

warst Du denn schon einmal bei einem Allergologen? Der kann doch auch einiges testen.

Roggenbrot enthält wie andere GEtreidebrote Gluten. Evtl. reagierst Du darauf?

Gruss,
Uta


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