Starke Müdigkeit, Kopf- und Nackenschmerzen

19.01.10 14:44 #1
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starke Müdigkeit, Kopf- und Nackenschmerzen

Omtcg ist offline
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Seit: 16.12.09
Zitat von Danschi4ever Beitrag anzeigen
danke für die vielen antworten und tipps, hab mir schon mal einen termin beim osteopathen ausgemacht. ich hoff es hilft mir weiter.

lg,

daniel
Ich bin mir sicher, dass es dir bald besser gehen wird.
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Liebe Grüße Sabine

starke Müdigkeit, Kopf- und Nackenschmerzen
Aachen1976
Zitat von Danschi4ever Beitrag anzeigen
Hallo erstmal!

Hab dieses Board gestern gefunden und vllt. kann mir ja hier jemand weiterhelfen. Bin 25. Jahre jung und habe seit einem guten Jahr mühsame Beschwerden. Angefangen hat alles mit starker Müdigkeit nach dem letzten Weihnachtsfest (2008). Ich hatte auch leichtes Fieber (ca. 38) und dachte zuerst an eine normale Grippe. Nach gut einer Woche war das Fieber verschwunden die Müdigkeit jedoch ist geblieben. Hab mir gedacht, ich sei einfach erschöpft von einem stressigen jahr (hab neben Vollzeit arbeit meine Matura nachgeholt und dann zum studieren begonnen). Habe daher meine Arbeitszeit auf 15 stunden in der woche reduziert (beginn 09). etwa zwei wochen nach meiner leichten grippe habe ich dann kopfschmerzen bekommen und noch 2 wochen später haben dann zusätzlich starke schmerzen im schulterbereich eingesetzt, welche bis in die arme ausstrahlen. dann habe ich angefangen div. ärzte aufzusuchen. es wurde mir gesagt ich hätte zuviel stress gehabt und es würde sich geben. hab ich mir dann auch gedacht. nur es hat sich leider nichts gegeben, es wurde schlechter. gut 3 monate nach dem anfang hat so ein leichtes zittern in meinen händen begonnen, mittlerweile hab ich auch häufig zuckungen am ganzen körper verteilt und meine hand ist sehr unruhig (bin edv-techniker, merke das daher stark in der arbeit).
neben den schmerzen macht mich vorallem diese extreme müdigkeit, die meistens im laufe des tages stärker wird fertig. am abend bin ich fast nicht mehr in der lage div. gespräche zu verfolgen. auch mein studienerfolg leidet sehr darunter und in der arbeit quäl ich mich von einem tag zum nächsten.
mittlerweile hab ich auch schon einige untersuchungen hinter mir, bis jetzt ist nichts dabei herausgekommen, bis auf eine harmlose zyste und eine große vene im kopf, die aber nicht gefährlich ist (blutbild, MRT kopf, liquorpunktion (verdacht auf neuroborilliose).auch diverse medikamente wurden mir schon verschrieben, die ich allesamt probiert habe (2x antidepresiva-> 1x keine wirkung, beim anderen (mirinax) starke albträume und eigenartiger für mich ungewöhnlicher gefühlszustand. schmerzmittel wirken zwar, aber leider werd ich davon nur noch müder. vllt. hat wer einen tipp der mir weiterhilft, würd mich freuen.
bevor das begonnen hat war ich sehr sportlich (sogar marathonläufer, immer draußen unterwegs). möchte einfach nur den gesundheitszustand von früher wieder erlangen. ich sage bewusst nicht mein altes leben, weil ich mich vor 6 monaten verliebt habe und glücklich in einer beziehung bin .

lg,

daniel
Vielleicht mal das?

Epstein-Barr-Virus (EBV)
Diagnose und Therapie in der EBV-Schwerpunktpraxis


Epstein-Barr virus capsid antigens (IF avidin-FITC)
With permission by Dr. Massimo Battaglia, Rome, Italy


Beim Epstein-Barr-Virus (EBV) handelt es sich um den Erreger des „Pfeiffer´schen Drüsenfiebers (= Mononukleose), einer akut fieberhaften Erkrankung mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie starken Lymphknotenschwellungen, die unter ungünstigen Umständen chronisch werden kann.
Übertragen wird das Virus per Tröpfcheninfektion und somit auch über den Speichel, weshalb diese Krankheit im Volksmund als "Kusskrankheit" bezeichnet wird.

Neben der akuten Verlaufsform als Pfeiffer´sches Drüsenfieber (PDF) gibt es jedoch auch die chronische Verlaufsform.
Auf diesem, von der Schulmedizin meist ignorierten Krankheitsbild, liegt bei uns der Schwerpunkt in Diagnostik und Therapie!

Die Hauptursache für die starke Zunahme an chronischen Virusinfektionen ist ein durch negative Umwelteinflüsse (Schwermetalle, Umweltgifte, Stress, ungesunde Ernährung, Reizüberflutung...) und die dadurch entstehenden Stoffwechselstörungen zunehmend geschwächtes Immunsystem. Grundsätzlich kann man an der chronische Epstein-Barr-Virusinfektion auch schwer erkranken, ohne jemals bewusst die akute Phase durchlebt zu haben. Es ist möglich, dass eine akute Mononukleose (PDF) nicht richtig vom Körper überwunden wird und somit eine chronische Infektion zurückbleibt, die für vielerlei unspezifische Beschwerden sorgen kann.

Ist das Immunsystem geschwächt, können die Auswirkungen der chronischen Epstein-Barr-Virus Infektion grundsätzlich bestimmte Körperregionen, oder auch den ganzen Körper befallen. Die Ursache der Beschwerden sind aber meist die körpereigenen Immunreaktionen und ein sich verselbständigender Teufelskreis, der sog.: Nitrostress, den Prof. Martin Pall als 10. Kausalitätskette in der Entstehung von Krankheiten postuliert. Dadurch entsteht eine bunte Vielfalt chronischer Störungen mit unterschiedlichsten Symptomen. Am häufigsten betroffen sind das Gehirn (CFS, Müdigkeit, Neurostress..), bestimmte Nerven und Organe wie zum Beispiel Herz, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Milz, die Speicheldrüsen, Lymphknoten, Muskeln und Gelenke, aber auch das Blut beziehungsweise bestimmte Blutkörperchen (B-Zellen). Da die Intensität der Symptome von der Gesamtverfassung von Körper und Seele abhängt, haben viele Betroffene entweder permanent dieselben Beschwerden oder sie erleben auch Phasen, in denen sie sich etwas besser fühlen. Ist das Drüsenfieber nicht nach 6 Wochen von alleine ausgeheilt, bedarf es außerordentlicher Maßnahmen, da die Tendenz zur Spontanausheilung dann eher nicht mehr gegeben ist.

Patienten, die sich für das Thema EBV interessieren, leiden an einer unangenehmen Palette von Beschwerden, als da sind:
- Chronische Müdigkeit - bis zum kompletten CFS (Nervus vagus)
- Innere Unruhe (Nervus sympathicus)
- Kopfschmerzen (verschiedener Großhirnbereiche)
- Schwindel (Infektion des Gleichgewichtsorgans oder des Hör- und Gleichgewichtsnervs)
- Epilepsie (Infektion bestimmter Gehirnbereiche)
- psychische Störungen (Infektion bestimmter Gehirnbereiche und des Nervus sympathicus)
- Leicht erhöhte (subfebrile) Körpertemperatur, zeitweilig bis 38°C, besonders bei Kindern (Infektion verschiedener Körperbereiche,
insbesondere des Temperaturzentrums im Gehirn)
- Konzentrationsstörungen bis hin zu ADS (= Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom,
meistens in Verbindung mit einer toxischen Belastung des Gehirns und Allergien
- Schlafstörungen (Infektion der Schlafzentren)
- Nervenschmerzen (Infektion verschiedener sensibler Nerven)
- Schilddrüsenstörungen (Über- und Unterfunktion, Infektion der Schilddrüse)
- Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Herzziehen bis hin zu Herzschmerzen (Infektion des Reizleitungssystems,
Plexus cardiacus und/oder Herzmuskels)
- Leberfunktionsstörungen (Hepatopathie) mit oder ohne erhöhten Leberwerte (Infektion der Leber)
- Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und weicher Stuhl bis hin zu Durchfall (Infektion der Bauchspeicheldrüse
mit einer Verringerung der Enzymproduktion)
- Schmerzen im linken Oberbauch (Infektion der Bauchspeicheldrüse)
- chronische Nierenbeschwerden, z. B. Nierenschmerzen, Blut und/oder Eiweiß im Urin (Infektion der Nieren)
- Milzvergrößerung (Infektion der Milz)
- Lymphknotenschwellungen (Lymphknoteninfektion)
- Rheumaähnliche Muskelschmerzen (Infektion von Muskeln)
- Rückenschmerzen (Infektion der Rückenmuskulatur)
- rheumaähnliche Gelenkbeschwerden (Infektion von Gelenken)
- Blutbildveränderungen (Infektion und Zerstörung von bestimmten Blutkörperchen)
- EBV-bedingte Granulozytopenie, Lymphozytopenie oder Thrombozytopenie (=Verminderung der Granulozyten bzw. Lymphozyten
oder Thrombozyten im Blut. Im Extremfall kann es auch zur Panzytopenie kommen, der Verminderung aller Blutkörperchen.)
- Hodenschmerzen (Infektion der Hoden)
- Prostataentzündung (Infektion der Vorsteherdrüse) und Mitverursachung von Prostatakrebs
- Eierstockschmerzen (Infektion der Eierstöcke)
- Mitverursacher von Krebs und Leukämie








unterschiedliche Ansichten des EBV Erregers Transmissions-elektronenmikroskopische Aufnahme des Epstein-Barr-Virus
(Bild: Helmholtz-Zentrum München)


Was bieten wir an?
Die einfache Antikörperbestimmung beim Hausarzt bringt Einem in der Regel nur die stereotype Aussage, dass man irgendwann einmal eine EBV Infektion gehabt hat, die angeblich ausgeheilt sei.
Achtung! Diese Aussage ist falsch. Ob die Virusinfektion persistiert (weiterhin besteht) kann weder mit der simplen IgG-, noch den IgM- Antikörperbestimmungen abgeschätzt werden.

In unserer wissenschaftlich basierten EBV Schwerpunktpraxis stellen wir exakte Diagnosen mit unseren EBV- spezialisierten modernen Labortests (EBV-spezifischer Lymphozyten-Spezialtest, Immunfluoreszentest, Killerzelltests, maßgeschneiderte Immunmedikation, Dunkelfeldmikroskopie (Hier zeige ich Ihnen einen Filmausschnitt eines Blutbildes unter meinem Dunkelfeld Mikroskop. Es wimmelt nur so! Aber ihr Blut soll ja angeblich steril und die Infektion ausgeheilt sein. Können Sie sich das vorstellen? Wir geben natürlich auch den Direktnachweis des Virus mittels der PCR in Auftrag, jedoch schließt ein negatives Ergebnis eine schwere Infektion keinesfalls aus.
Ja, und so können wir eine chronische EBV Infektion eindeutig nachweisen und ebenso den Heilungsverlauf dokumentieren



Der unkomplizierte Antikörperverlauf sieht so aus:


Quelle: Ganzimmun


Leider werden die Symptome von Ärzten oft als Mandelentzündung fehldiagnostiziert und mit unsinnigen Antibiotika-Kuren "misshandelt". Es bildet sich ein antibiotikabedingtes Ekzem aus. Fortgesetzter Antibiotika Gebrauch schädigt aber unter Umständen die lebenswichtigen Mitochondrien (Zell-Energieproduzenten). Und so kann es passieren, dass es einem durch falsche und unsinnige Therapie immer schlechter geht anstatt besser. Wie Sie ja vermutlich wissen, helfen gegen Virusinfektionen selbst modernste Antibiotika nicht .

Bei unseren EBV und CFS Patienten (aus dem ganzen deutschsprachigen Raum) können wir mittels Immuntests die generelle Abwehrleistungsfähigkeit des Körpers messen, bestimmen die sog. Th1-Th2 Balance des Immunsystems und auch die schwer zu erkennende chronische Aktivierung mittels neuester Labordiagnostik. Unser Laborpartner-Institut ist übrigens nach DIN 15189 akkreditiert, immerhin der höchste Standard in der wissenschaftlichen Labormedizin. Weiter können wir untersuchen, ob eine aggressive Reaktivierung oder Persistenz (Fortbestehen) vorliegt. Die aktuelle Aktivität können wir in Zahlen ausdrücken und nachweislich in 3 Monatszyklen halbieren. In einigen Hundert "Fällen" haben wir das von unabhängigen Experten, also außer Haus, kontrollieren lassen.

Warum ist die Infektion bei Ihnen nicht ausgeheilt?
Wenn man der Frage nachgeht, warum erkrankte Patienten die Infektion nicht erfolgreich besiegen können, ist in unserer EBV-Schwerpunktpraxis weitere Diagnostik der individuellen Belastungssituation unerlässlich. Gemeint ist die "Environmental Load", zu Deutsch: die Gesamtbelastung durch negative Umweltfaktoren. Ursächlich geht es dann um Sanierung eventueller Schwermetall- und Herdbelastungen, die Auswahl der optimalen Nahrung und das Vermeiden belastender Faktoren. Das ganze Spektrum der Umweltmedizin kommt bei uns dann zum Tragen. wie auch eine optimierte Lebensführung. Ein ganzheitliches Modell, fachübergreifend


Hoffnungslos?
Nein - nicht, wenn man die richtigen Schritte geht. Auch die schwersten Fälle können behandelt werden, damit sich wieder Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit einstellen kann. Anstelle teurer und nebenwirkungsreicher Anti-Herpesmittel setzen wir auf eine maßgeschneiderte individuelle Immuntherapie, worin wir fortlaufend ambitionierte Forschung betreiben und inzwischen > 13.500 (!) Einzel Zytokinmessungen haben durchführen lassen. Stand: Sept. 09 Nebenbei: Unsere Patienten profitieren als Allererste von den Ergebnissen.

Welche Heilmittel kommen nun zur Anwendung? Das sind Phyto-Biologicals aus dem Amazonas Regenwald, oder bakterielle Antigene, Heilpilzkonzentrate aus Asien oder aus deutschen Landen innovative, auf der Nanotechnologie basierende Präparate und viele mehr. Als eine spezielle Form der Homöopathie kommt bei uns auch zusätzlich die Mikroimmuntherapie zum Tragen. Als homöopathische Mittel kommen dabei nicht die üblichen Substanzen, sondern Zytokine wie Interleukin, Interferon und Tumor-Nekrose-Faktor zum Einsatz. Allerdings in hoher Verdünnung. Die Mikroimmuntherapie ist eine Kombination aus Homöopathie und Immuntherapie.
Unsere Heilmittel und unsere Therapie ist also fest verwurzelt in der Naturmedizin.
Die Allerbesten meiner in Frage kommender Immunstimulantien und Immunmodulatoren werden individuell im Institut an lebenden Lymphozyten vom Patientenblut getestet, um so herauszufinden, welche den sog. Th1 Shift hinbekommen, um so den natürlichen Killerzell-Lymphozyten den Marschbefehl zu geben.
Mit Hilfe der so gezielt aktivierten körpereigenen Immunarmee ist es dadurch möglich, Viren erfolgreich zu attackieren.

- Meine maßgeschneiderte Immuntherapie
- Vitamin C Hochdosis Infusionen
- Mikroimmuntherapie sowie
- orthomolekulare Mikronährstoffe

Links:
- Chronische Tonsillitis
- Neurostress
- CFS
- LTT Test
- HHV-6 (Humanes Herpes Virus 6)
- Aspergillus-fumigatus Schimmelpilz
- Herpes-Simplex Virus
- Methylquecksilber
- Streptokokken Bakterien (demnächst mehr.., bzw Herderkrankungen; Zahnherde, Tonsillitis)
- Tetatoxoid (Tetanus-Impfung /Impfschaden) (demnächst mehr..)
- Candida Hefepilz
- Nickelallergie /-toxikose
- Gluten-Intoleranz
- Borreliose
- Chlamydia-pneumoniae

Aktuelle Pressemeldung:
Pionier der Krebsforschung: Professor Dr. Harald zur Hausen erhielt in Stockholm den Medizin-Nobelpreis 2008.
HARALD ZUR HAUSEN Der Entdecker der Krebs-Viren, Foto: DKFZ

Noch vor drei Jahrzehnten wurde die Idee, dass Infektionen Krebs auslösen können, von den meisten Forschern belächelt. Inzwischen gilt dies als allgemein akzeptierte Tatsache. Zu verdanken ist der Sinneswandel maßgeblich dem Virologen Professor Dr. Harald zur Hausen. Er formulierte damals die Hypothese, dass Gebärmutterhalskrebs von Papillomviren ausgelöst werden kann. Anfang der 1980er Jahre gelang es seiner Arbeitsgruppe, die entscheidenden Virustypen zu isolieren. Damit legte zur Hausen den Grundstein für die Entwicklung von Impfstoffen gegen den Krebs, die 2006 auch in Deutschland zugelassen wurden. Nun erhielt zur Hausen für seine Arbeiten die höchste Auszeichnung seines Faches, den Nobelpreis für Medizin.

Harald zur Hausen wurde am 11. März 1936 in Gelsenkirchen geboren. Er studierte in Bonn, Hamburg und Düsseldorf Medizin und arbeitete nach seiner Habilitation 1960 am Institut für Mikrobiologie der Düsseldorfer Universität, am virologischen Institut der Kinderklinik in Philadelphia (US-Staat Pennsylvania) und am virologischen Institut der Universität Würzburg.

Sein wissenschaftlicher Durchbruch gelang Harald zur Hausen 1970, als er das Epstein-Barr-Virus in Gewebeproben menschlicher Tumoren nachwies. Damit zeigte er erstmals, dass sich Viren in das Erbgut menschlicher Zellen einfügen und sie damit zu Krebszellen wandeln können. 1972 wurde der Mediziner zum Professor der Virologie an der Universität Erlangen-Nürnberg ernannt, ab 1977 arbeitete er in gleicher Position an der Universität Freiburg.

Anmerkung:
Nach unserer persönlichen Ansicht beurteilen wir Impfungen differenziert und teilweise problematisch.
Die HPV Impfung sehen wir sehr kritisch und können dazu viel Diskussionsstoff liefern.
Artikel - Stern.de, 27.11.2008
Liebe Leser:
Nachfolgend finden Sie wichtige Infos im Zusammenhang mit dem Thema Epstein-Barr-Virus.
Wir aktualisieren ständig und gliedern die Recherchen in 3 Bereiche:

- Pressemitteilungen (auch für den med Laien geeignet)
- Dissertationen und wichtige wissenschaftliche Arbeiten (Für Mediziner)
- Internationale neueste Studien (Für Mediziner)



Multiple Sklerose: Epstein-Barr-Virus als Risikofaktor

Boston – Eine Fall-Kontrollstudie in den Annals of Neurology (2010; doi: 10.1002/ana.21978) bringt die Pathogenese der Multiplen Sklerose erneut mit Epstein-Barr-Viren (EBV) in Verbindung.

Das Herpesvirus EBV steht seit längerem in Verdacht, ein möglicher Auslöser der Multiplen Sklerose zu sein, deren Ätiologie nicht bekannt ist. Das Team um Alberto Ascherio von der Harvard School of Public Health in Boston ist aber das erste, das eine Infektion zeitlich mit dem Beginn der Erkrankung in Verbindung bringt.

Dies gelang durch die Untersuchung von Serumproben, welche die US-Armee im Department of Defense Serum Repository sammelt. Seit 1985 wurden mehr als 50 Millionen Serumproben von Soldaten gelagert. Darunter waren 305 Soldaten, die während ihrer Armeezeit an einer Multiple Sklerose erkrankten.
zum Thema
• Abstract der Studie
• Pressemitteilung der Harvard School of Public Health

Von diesen waren zehn Rekruten vor dem Beginn der Erkrankung EBV-negativ. Bei allen fielen die Antikörpertests nach Erkrankungsbeginn positiv aus. Dies war indes nur bei 10 von 28 Kontrollen der Fall, die nicht an einer Multiplen Sklerose erkrankten und von denen sich die meisten nicht mit EBV infizierten.

Eine lebenslange Seronegativität ist ungewöhnlich, weil sich die meisten Menschen als Kind mit EBV anstecken. Die Infektion verläuft dann in der Regel asymptomatisch. Erfolgt die Ansteckung im Teenageralter, kann es zu einer infektiösen Mononukleose kommen.

Die jetzige Studie deutet an, dass eine Erstinfektion in einem noch höheren Lebensalter die Entwicklung eine Multiple Sklerose begünstigen könnte. Eine Impfung gegen EBV (mehrere Impfstoffe sind derzeit in der Entwicklung) wäre dann eine präventive Option.

Das ist derzeit aber reine Spekulation. Denn die Studie ist kein endgültiger Beweis. Ascherio selbst nennt zwei alternative Erklärungen für seine Befunde: Es sei nicht auszuschließen, dass die EBV-Infektion eher eine Folge denn die Ursache der Multiple Sklerose ist. Denkbar sei auch, dass Menschen die EBV-negativ sind, eine genetische Resistenz gegen die Multiple Sklerose haben.

Eine Impfung wäre in beiden Fällen nutzlos. Feststehen dürfte derzeit nur, dass die Studie von Ascherio nicht die letzte zu dieser Fragestellung gewesen ist. © rme/aerzteblatt.de
1.1 Die chronische Epstein-Barr-Virunsinfektion
-- eine Erkrankung mit vielen Gesichtern
aktualisiert am 26.3.2006
Von Henning Müller-Burzler

Beim Epstein-Barr-Virus handelt es sich um den Erreger des "Pfeifferschen Drüsenfiebers" (= Mononukleose), einer fieberhaften Erkrankung mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie starken Lymphknotenschwellungen am ganzen Körper. Übertragen wird das Virus per Tröpfcheninfektion und somit auch über den Speichel, weshalb diese Krankheit im Volksmund als "Kusskrankheit" bezeichnet wird. Durch entsprechende Blutuntersuchungen (serologische Antikörperbestimmungen oder Direktnachweis des Virus) kann eine akute Infektion eindeutig festgestellt werden.
Neben dieser akuten Verlaufsform der Epstein-Barr-Virusinfektion gibt es jedoch auch die chronisch verlaufende Erkrankung, die besonders in den letzten Jahren neben anderen chronischen Infektionen, zum Beispiel mit Herpes-simplex-, Zytomegalie- oder Coxsackie-Viren, immer häufiger bei Jung und Alt vorkommt. Die Hauptursache für die starke Zunahme an chronischen Virusinfektionen, insbesondere der chronischen Epstein-Barr-Virusinfektion, ist ein durch negative Umwelteinflüsse (Umweltgifte, Mobilfunkstrahlung, erhöhte UV-Strahlung, Radioaktivität etc.) und die dadurch entstehenden Stoffwechselstörungen zunehmend geschwächtes Immunsystem. Grundsätzlich kann man die chronische Epstein-Barr-Virusinfektion auch bekommen, ohne jemals akut daran erkrankt gewesen zu sein. Andererseits ist es aber auch möglich, dass eine akute Mononukleose nicht richtig vom Körper überwunden wird und eine chronische Infektion zurückbleibt und für vielerlei Beschwerden sorgen kann.
Der serologische Antikörperbefund dieser zumeist subakut verlaufenden Erkrankung ist gegenüber der akuten Verlaufsform jedoch weniger eindeutig. Es sind nämlich meistens nur bestimmte Langzeitantikörper (Immunglobuline der Klasse G, kurz IgG) im Blut nachweisbar, die ebenfalls nach einer akuten Mononukleose dauerhaft vorhanden sind. Aus diesem Grund lässt sich die chronische Epstein-Barr-Virusinfektion von einer möglicherweise früher durchgemachten Mononukleose durch eine Antikörperuntersuchung kaum unterscheiden, weshalb solche Blutbefunde häufig fehlgedeutet werden und diese Erkrankung nicht diagnostiziert wird. Aussagekräftig ist nur der Direktnachweis des Virus im Blut, wodurch man nicht nur eine chronische Epstein-Barr-Virusinfektion genau diagnostizieren, sondern auch einen Therapieerfolg belegen kann. Das Medizinische Versorgungszentrum Labor Dr. Tiller & Kollegen (Bayerstraße 53, D-80335 München, Tel.: 0049-(0)89-543080, www.futurebiolab.de) bietet diesen Direktnachweis für das Epstein-Barr-Virus (= Antigennachweis im Blutserum) an.
Neben dieser naturwissenschaftlich sicheren Untersuchungsmethode gibt es zwar noch andere zum Teil relativ gute Untersuchungsmethoden für die chronische Epstein-Barr-Virusinfektion, wie zum Beispiel bestimmte kinesiologische Tests, die jedoch schulmedizinisch nicht anerkannt sind.

Ob und wie stark man nach einer Infektion mit diesem Virus daran erkrankt, ist immer von der momentanen Immunlage abhängig. Eine Infektion muss bei gesundem Immunsystem daher keinesfalls zu einer Erkrankung führen. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, kann das Epstein-Barr-Virus grundsätzlich bestimmte Körperregionen oder den ganzen Körper befallen, wodurch die unterschiedlichsten Symptome entstehen können. Am häufigsten betroffen sind das Gehirn, bestimmte Nerven und Organe, wie zum Beispiel Herz, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Milz, die Speicheldrüsen, Lymphknoten, Muskeln und Gelenke, aber auch das Blut beziehungsweise bestimmte Blutkörperchen. Da die Intensität der Symptome von der Gesamtverfassung des Körpers und der Seele abhängt, haben viele Betroffene entweder permanent dieselben Beschwerden oder sie kennen auch Phasen, in denen sie sich deutlich besser fühlen. Am häufigsten treten folgende Symptome auf:
^Seitenanfang^
• Kopfschmerzen (Infektion verschiedener Großhirnbereiche)
• Schwindel (Infektion des Gleichgewichtsorgans oder des Hör- und Gleichgewichtsnervs)
• Epilepsie (Infektion bestimmter Gehirnbereiche)
• psychische Störungen (Infektion bestimmter Gehirnbereiche und des Nervus sympathicus)
• leicht erhöhte (subfebrile) Körpertemperatur, zeitweilig bis 38°C, besonders bei Kindern (Infektion verschiedener Körperbereiche, insbesondere des Temperaturzentrums im Gehirn)
• Konzentrationsstörungen bis hin zu ADS (= Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, meistens in Verbindung mit einer toxischen Belastung des Gehirns und Allergien, siehe auch den Artikel "Hyperaktivität und chronische Müdigkeit") und Gedächtnisstörungen (Infektion bestimmter Gehirnbereiche)
• Schlafstörungen (Infektion der Schlafzentren)
• chronische Müdigkeit (Infektion des Nervus vagus)
• innere Unruhe (Infektion des Nervus sympathicus)
• Nervenschmerzen (Infektion verschiedener sensibler Nerven)
• Schilddrüsenstörungen (Über- und Unterfunktion, Infektion der Schilddrüse)
• Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Herzziehen bis Herzschmerzen (Infektion des Reizleitungssystems, Plexus cardiacus und/oder Herzmuskels)
• Leberfunktionsstörungen (Hepatopathie) mit oder ohne erhöhten Leberwerten (Infektion der Leber)
• Verdauungsbescherden, wie Blähungen und weicher Stuhl bis Durchfall (Infektion der Bauchspeicheldrüse mit einer Verringerung der Enzymproduktion)
• Schmerzen im linken Oberbauch (Infektion der Bauchspeicheldrüse)
• chronische Nierenbeschwerden, z. B. Nierenschmerzen, Blut und/oder Eiweiß im Urin (Infektion der Nieren)
• Milzvergrößerung (Infektion der Milz)
• Lymphknotenschwellungen (Lymphknoteninfektion)
• Rheumaähnliche Muskelschmerzen (Infektion von Muskeln)
• Rückenschmerzen (Infektion der Rückenmuskulatur)
• rheumaähnliche Gelenkbeschwerden (Infektion von Gelenken)
• Blutbildveränderungen (Infektion und Zerstörung von bestimmten Blutkörperchen, z. B. durch das Epstein-Barr-Virus bedingte Granulozytopenie, Lymphozytopenie oder Thrombozytopenie =Verminderung der Granulozyten bzw. Lymphozyten oder Thrombozyten im Blut. Im Extremfall kann es auch zur Panzytopenie kommen = Verminderung aller Blutkörperchen.)
• Hodenschmerzen (Infektion der Hoden)
• Prostataentzündung (Infektion der Vorsteherdrüse) und Mitverursachung von Prostatakrebs
• Eierstockschmerzen (Infektion der Eierstöcke)
• Mitverusacher von Krebs und Leukämie
^Seitenanfang^
Wichtige Anmerkung: Alle aufgeführten Symptome können grundsätzlich auch andere Krankheitsursachen haben! In unserer Praxis werden die verschiedenen Krankheitsursachen für diese Symptome mit einer speziellen Untersuchungsmethode nacheinander abgeklärt.
Aufgrund der relativ häufig vorkommenden chronischen Infektion der Leber mit dem Epstein-Barr-Virus kann eine Entgiftungstherapie regelrecht zur Tortur werden. Infolge einer solchen Leberinfektion ist das Organ nämlich meistens kaum noch in der Lage, die normal anfallenden Stoffwechselendprodukte auszuscheiden, weshalb es mit einer Zusatzbelastung aus mobilisierten "Altlasten" dann erst recht nicht mehr fertig wird. Ein Leberstau mit einer Vielzahl von Symptomen kann die Folge sein (siehe die Kapitel 19 und 20 in "Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung, Gesund und allergiefrei"). Das ist einer der Gründe, warum immer mehr Menschen mit einem geschwächten Immunsystem große Schwierigkeiten mit Entgiftungskuren und Ernährungsverbesserungen haben. Solche Änderungen in der Ernährung führen kurzfristig ebenfalls zu einer mehr oder weniger starken Entschlackung und Entgiftung des Körpers, bis sich dieser an das neue Stoffwechselniveau gewöhnt hat.
Um sich von einer Virusinfektion zu befreien, gibt es grundsätzlich zwei Wege:
• Man wendet bestimmte bewährte naturheilkundliche Maßnahmen an, bis die Infektion ausgeheilt ist. In unserer Praxis wenden wir bei bestimmten chronischen Viruserkrankungen, wozu auch die chronische Epstein-Barr-Virusinfektion gehört, vor allem die von mir entwickelte "Siebener-Nährstoffkombination" an (siehe auch den Artikel "Behandlungsmöglichkeiten für chronische Viruserkrankungen"). Bei denjenigen Erkrankungen, bei denen diese Methode nicht einsetzbar ist, kommen unsere altbewährten homöopathischen Kuren mit individuell ausgesuchten Einzelmitteln in verschiedenen Potenzen zum Einsatz, die ebenfalls von mir entwickelt wurden.
• Neben den oben aufgeführten naturheilkundlichen Heilungswegen gibt es aber auch noch einige ernährungstherapeutische Möglichkeiten. Mit einer allgemein gesunden Ernährungsweise im Sinne der so genannten zweiten Trennkoststufe - diese wird ausführlich im Buch "Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung, Gesund und allergiefrei" beschriebenen - kann man die meisten chronischen Virusinfektionen in der heutigen Zeit zwar eindämmen bzw. unterdrücken, für eine hundertprozentige Ausheilung muss das Immunsystem jedoch in der Regel noch stärker unterstützt werden. Das Wissen darüber, wie dies allein mit der Nahrung erreicht werden kann, geben wir derzeit bereits in unseren Ernährungsseminaren weiter und es wird ein wichtiges Thema im zweiten Band von "Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung" sein (voraussichtlicher Erscheinungstermin dieses Buches nicht vor 2008).

Geändert von Aachen1976 (20.05.10 um 13:37 Uhr) Grund: Epstein-Barr-Virus (EBV)


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