Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung

02.12.09 12:15 #1
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Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung

Postbote ist offline
Beiträge: 1.158
Seit: 29.07.09
Liebe dalasa,

herzlich willkommen in der Welt von bewußt gewollten Perspektiven.
Ich möchte auf die meine Weise Deine Wahl der Worte mal auseinandernehmen.

Ich vermute bei meinem Mann, von dem ich getrennt lebe, eine Persönlichkeitsstörung im Sinne einer fehlenden Impulskontrolle und einer dissozialen Störung. Wie komme ich darauf?
Mut zur Wahrheit, ja !
Doch solch Reduktion als Versuch etwas Markantes zu umreißen,
Du wirst es bald merken, bringt Dich nicht weiter.

Nach aussen ist mein Mann äusserst charmant, zuvorkommend und intelligent.
Ja, doch dies nur zum Schein.

Sobald wir aber alleine sind, hat er meist schlechte Laune, er spürt auch oft eine Leere und ist frustriert.
So geht es ihm wirklich und das hat verschiedene Symptome.

Er überschreitet ständig Grenzen: Er isst mir und anderen in unserm Haushalt Lebensmittel, die wir für uns haben wollten, weg, obwohl man ihn darum bittet, diese spezifischen Lebensmittel nicht anzurühren. Er entsorgt ungefragt Dinge, die mir gehören. Wenn ich Ihn darum bitte, z.B. ein Foto nicht zu löschen, löscht er es trotzdem.
Er verlagert seine (Sehn-)sucht um Dich auf etwas hinzuweisen wofür er keine Worte findet.

Er kann mir keinen Gefallen tun: Wenn ich ihn um etwas bitte, das er nicht gerne tut, dann macht er es entweder gar nicht, oder er macht etwas dabei kapputt.
Es ist nicht etwa so daß er nicht könnte oder wollte. Vielmehr würde es ein unfaires Geben und Nehmen sein. Er reagiert bereits auf der Basis der Naturinstinkte und Du müßtest etwas, entgegen jeder konventionellen Logik oder Vernunft, für möglich halten. Offenbar ist Dir dies nicht bewußt oder Dir fehlt der Zugang dazu.

Er zeigt keinerlei Mitgefühl/Empathie: Ich hatte eine äusserst schwierige Schwangerschaft, bei der ich mein Kind zu verlieren drohte. Ich musste über 2 Monate im Spital liegen. Mein Mann kam zwar jeden Abend vorbei. Anstatt mich jedoch aufzubauen oder zumindest etwas neutrales zu erzählen, sagte er mir, dass er zuwenig Sport treibe und Rückenschmerzen habe. Auch war er mehrfach zu müde, mich - als es mir in dieser schwierigen Schwangerschaft physisch schlecht ging und das Spital sagte ich solle sofort kommen - zu müde, mich mit dem Auto zu fahren, ich musste das Taxi nehmen.
Seine Art von Mitgefühl kommuniziert er, indem er Deine Seele in sich selbst zum erfühlen spiegelt. Das geht ins Gehirn, von dort in den Körper und seine Systeme blockieren zum Selbstschutz.
Er kann nicht mit Geld umgehen: Er lebt ständig über seine Verhältnisse und hat in seinem Alter (36) mit einem überdurchschnittlichen Lohn kein Erspartes
Vielleicht ist er nicht so dumm, wie man ihn nach diesem Kriterium bewerten würde. Vielleicht ist er geistig schon eine Runde weiter und weiß vielleicht von Dingen, die es für ihn sinnlos erscheinen lassen.

Er kaut seine Finger blutig
Er hat mir in einem Streit schon zweimal mit Selbstmord gedroht, falls ich ihn verlasse. Er will die Trennung nicht wirklich wahrhaben - für ihn ist es immer noch eine Option, zurückzukehren.
Er will Dich nicht erpressen sondern weist Dich auf eine Gefahr hin, derer Du Dich selbst unbewußt aussetzt (Selbstlüge im Irrtum der Dich umgebenden Gesellschaft) und auf lange Sicht Dein Leben kosten würde.

Um diese Herausforderung zu meistern müßt Ihr beide Hilfe wollen.


Es ist übrigens nichts in Deinen Worten zu finden, was seine Aufrechte Liebe zu Dir und Euren Kindern in Frage stellt. Nur die beidseitige Ohnmacht in einer Kommunikationsgrenze. Aber nichts, was man nicht so lösen könnte, daß es sogar für ein erfülltes Miteinander reichen könnte.

All Deine Worte in der Verzweifelung, sie alle Fragen und reduzieren ihn immer nur auf seinen Körper. Frag ihn einfach mal, was sein Wesen so sehr leiden läßt. Frag von Wesen zu Wesen, nicht von Körper zu Körper.


liebe Grüße
der Postbote

Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung

dickie ist offline
Beiträge: 372
Seit: 30.09.09
Hört sich alles sehr hübsch an, Tatsache ist, daß er sich bewußt werden muß, daß er seiner Frau kein guter Partner, Freund gewesen ist. Wenn das bei Ihm fehlt, kann man da auch nichts rein interpretieren. Es gibt auch den Begriff der verlorenen Seelen. Er ist hier um etwas zu begreifen. Aber das tut er wohl nicht. Er sucht sich das ganz alleine aus.

Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung

Postbote ist offline
Beiträge: 1.158
Seit: 29.07.09
Lies bitte nocheinmal genau. Das Problem dürfte sein, daß da an anderer Stelle etwas hineininterpretiert wurde. Wer sich so verhält, blockiert bewußt. Die Frage ist letztendlich, ob beide die nötige Hilfe annehmen möchten.

Meine Empfehlung ist ein persönliches Gespräch, damit der Spekulationsunfug nicht ins Spiel kommt.


liebe Grüße
der Postbote

(Sofern gewünscht, schickt mir eine private Nachricht...)

Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung

dalasa ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 01.12.09
ich bin da voll bei dickie!
es ist nicht alles eine frage der auslegung - es gibt auch objektivität, zumindest, was beispielsweise gesellschaftlich normen angeht. es ist einfach nicht ok, wenn du ein auto ausleihst und es eine halbe stunde und mit leerem tank zurückbringst. du leihst es dir ein weiteres mal aus und bringst es völlig verschmutzt und mit neuen kratzern zurück. du leihst es dir wieder aus, und kommst du spät, so dass deine - damals noch freundin - zu spät an IHR konzert kommt. nicht ok! wenn du das bei deinen freunden machst, hast du bald keine freunde mehr, oder zumindest nicht solche, die dir ein auto leihen. aber bei deiner freundin/frau kannst du dir einfach alles erlauben.
beim geld bin ich ebenfalls anderer meinung, v.a, wenn kinder im spiel sind.
eine wichtige aussage in im vorletzen statement von dickie war "worten keine taten folgen lassen". genau das ist der punkt: immer tolle kärtchen, sms und was es sonst noch alles gibt, aber in einer komplikationsschwangerschaft bei einem notfall die frau ins spital fahren, nein danke, dann schlafe ich doch lieber noch ne runde! nein im ernst: das verhalten ist grotesk. selbstverständlich - und bin ich erneut bei dickie - muss ich mir überlegen, wie ich an solche typen gerate, aber alles andere ist wirklich nicht mein problem.

Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung
Weiblich Christiane22
Hallo dalasa,

gut dass du es so siehst. In erster Linie, wenn Kinder da sind, haben die Kinder ein sehr natürliches Anrecht auf Unterstützung auf ihrem Lebensweg, und zwar eigentlich durch beide Eltern - wenn´s denn ginge. Wenn der eine Partner nun diese sehr einfache Naturgegebenheit zu verstehen nicht gebacken kriegt, muss in erster Linie er etwas lernen.

Und dass frau in einer Gesellschaft welche solch unreifes Verhalten in hohem Maß toleriert, ja sogar noch der Partnerin die "Lernaufgabe" zuschiebt (frei nach dem Motto: wenn er sich so verhält liegts an dir), eine recht grosse Chance hat an eben solche Partner zu geraten, ist schlicht eine Frage der Statistik, da diese Verhaltensweisen durch Zustimmung oder gar Belohnung sozial gefördert werden. Schließlich kann niemand beim Kennenlernen in jemanden hineinschauen, und wenn gerade solche Menschen sich Strategien zurechtgelegt haben nach aussen zu glänzen, wundert es auch nicht wenn frau selbst drauf reinfällt. Schließlich glänzt er hier ja auch - so lange er muss.

Gleiches soll es auch bei Frauen geben, diejenigen suchen sich dann ebenfalls gezielt Partner, welche ihre Defizite kompensieren sollen, so wie es eben hier andersherum geschieht.

Das größere Problem das ich mittelfristig hier auf dich zukommen sehe ist - leider, auch wenn sie die größten Schätze sind - das Vorhandensein der Kinder. Denn dummerweise hat der sich so daneben verhaltende Mensch dass die Frau sich entscheidet den Weg besser alleine zu gehen als zu zweit - denn zu zweit ist es klar immer einfacher als alleine - , dadurch immer ein Bein in der Tür.

Was noch interessant als Hintergrund zu wissen wäre ist, ob er erst angefangen hat sich so zu zeigen nachdem du, dalasa, schwanger warst.

Lieben Gruss,
Christiane

Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung
Weiblich Christiane22
Ausserdem kam mir dieses hier in den Sinn:
[...] Personen sind gekennzeichnet durch einen Mangel an Einfühlungsvermögen und Überempfindlichkeit gegenüber Kritik, was sie mit einem großartigen äußeren Erscheinungsbild zu kompensieren versuchen. Häufig hängt das mit ihrem brüchigen Selbstwertgefühl zusammen. Die Goldene Regel „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg' auch keinem anderen zu“ ist [...] fremd. Sie behandeln Mitmenschen so, wie sie selbst nicht behandelt werden möchten. Sie besitzen auch einen Blick für das Besondere, können leistungsstark (in Schule, Beruf, Hobby) sein und haben oft gepflegte und statusbewusste Umgangsformen. Neben Prädispositionierung ist das Elternhaus ein entscheidender Faktor für [...] Persönlichkeiten. Es finden sich überwiegend sehr unempathische, wenig akzeptierende Eltern, die das Kind nicht selten schon früh überfordern. So findet in der kindlichen Erziehung vor allem ein Verhalten Beachtung und Verstärkung, das, in gewisser Intoleranz gegenüber anderen, die eigenen Fähigkeiten und Wertigkeit betont und diese auch nach außen gut darstellen kann. Jenes ohne, dass das tatsächlich gezeigte Verhalten dieser Selbstpräsentation auch nur annähernd entsprechen muss. [...] überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und zerstören aus Neid, was begabtere Menschen aufgebaut haben. Wenn [...] eine leitende Funktion ausüben, leiden die Betroffenen sehr. Wenn möglich, entziehen sich Mitbetroffene ihrem Einfluss.
Quelle Wikipedia, die Auslassungen natürlich mit Absicht.

Kommt einiges darin eventuell bekannt vor?

LG
Christiane

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Postbote ist offline
Beiträge: 1.158
Seit: 29.07.09
Liebe dalasa,

...und wieviel sind gesellschaftliche Normen noch wert, wenn die Gesellschaft sich selbst auf Sozialkannibalismus stützt ?

Es ging nicht um Mitleid, sondern darum, einmal durch die seinen Augen blicken zu können.

Verurteile einseitig und die Wege werden sich dauerhaft trennen. Falscher Stolz an dieser Stelle risikiert unter Umständen sogar den sozialen Identifikationscharakter Eurer Kinder. Es ist ja kein Verbrechen, wenn Du es nicht besser zu erklären vermagst. Ändert es nichts an der Tatsache, daß es hier um die Frage der "Möglichkeiten" geht.

Deine Antwort stützt sich auf Thesen, die nicht eindeutig im Pro und Contra hinterfragt wurden...

Aus irgendeinem Grunde hast Du Dich mal für ihn entschieden und man bastelt ja nicht ohne Grund Nachwuchs. Wann und wie hat sich sein Dasein für Dich fühlbar geändert ?

Ja, Du kannst vor dieser Herausforderung weglaufen, doch werden Eure Kinder eines Tages mit seinen Eigenschaften massive Probleme haben. Wie lautet Deine Antwort dann ? Möglicherweise Schizoid ? Huch, probieren wir mal Straterra ?

Ehrlich, ich kann Deinen Mißmut verstehen. Die Ursache wird gebraucht, welche man über die Symptome mitunter zu finden vermag.


liebe Grüße
der Postbote

Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung

dickie ist offline
Beiträge: 372
Seit: 30.09.09
So um böse zu sein, aber es steckt mir sonst im Hals und erstickt mich: der Herr Postbote ist natürlich männlich. Wie sieht es mit deiner Verantwortung deinem Partner gegenüber aus? Oder zündest du Räucherstäbchen an, wenn es Probleme gibt?
Es gibt da ein ganz gutes Sprichwort für eine Ehe/ Partnerschaft, die nicht mehr funktioniert: Lieber alleine glücklich als zu zweit unglücklich.
Denn das kommt halt einfach vor, egal aus welchem Grund. Aber zum Glück leben wir heute in einer Zeit und einer Gesellschaft, wo man/frau gehen kann, wenn es nicht mehr geht. Ich habe einige Paare kennengelernt, die ohne Grund und Liebe zusammenbleiben.
Es ist die Hölle auf Erden. Und das ist nicht Sinn des Lebens, lebendig begraben zu sein.
Und die Kinder würden am meisten drunter leiden, wenn die Eltern zusammenblieben.
Die sind ja nicht doof... Mein Großvater war auch ein Arschloch, mei, wer hat kein schwarzes Schaf in der Familie, aber ich bin nicht so. Und das zu erkennen war jetzt keine große Leistung.

Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung
Weiblich Christiane22
Das Verstehen "warum" ist die eine Sache. Klar kann und muss sich der (ehemalige) Partner damit beschäftigen um die Angelegenheit abschließend zu verdauen. Nichtsdestotrotz hatte derjenige, von dem sich hier die Partnerin distanziert, durchaus seine Chance es anders zu machen. Wahrscheinlich hatte er diese Chancen unzählige Male. So wie es aussieht wollte er sie nicht wahrnehmen. Ob er es nicht konnte bezweifle ich: Im Leben jedes Menschen geht es mal darum den eigenen inneren "Schweinehund" zu überwinden. Hier ging es um wesentliche Dinge, und er wollte nicht, denn mit einem sich selbst gegebenen Ruck hätte er durchaus können. Statt jemanden der es wirklich nötig hat Hilfestellung zu geben zog er es vor, sich selbst zu bejammern. Das grenzt schon an unterlassene Hilfeleistung, ist also sozial in keiner Weise zu rechtfertigen.

Abgesehen vom Verstehen der Ursachen ist das Leben aber, real, eine andere Sache, in der auch Entscheidungen getroffen werden müssen.

Verliert jemand, der um jeden Preis Macht haben muss um zu kompensieren, das bisherige "Spielzeug", gibt er es oft nicht gerne weg. Distanziert sich der/die Partner/in, die vorher dieses Spielzeug dargestellt hat, und es sind Kinder vorhanden, so verlagert er oft seine Einflussnahme auf die Kinder. Für Kinder ist dieses Verhalten noch viel schlimmer, können sie sich noch weniger abgrenzen, werden sie oft auch von der sozialen Umwelt angehalten sich mit dem "Papa" zu identifizieren (das Wort Vater würde ausreichen, selbst wenn es manches Mal abgesehen von der Leiblichkeit definitiv nicht zutrifft), selbst wenn jener einen solchen Kosenamen wirklich nicht verdient haben sollte. Derartiges Gedankengut welches genetische Elternschaft allein wieder hochlobt, ist leider gerade in letzter Zeit wieder Mainstream geworden. Anstatt zu akzeptieren dass jedes Kind das Recht auf Würde und Aufwachsen in einer glücklichen Umgebung hat - haben sollte. Kinder nun können sich nun am wenigsten abgrenzen, wenn sie a) gezwungen werden sollen einen Misstäter zu "lieben" und b) permanent dessen emotional-/psychischer Gehirnwäsche ausgesetzt werden. Eine gesunde Selbstfindung ist damit erst recht nicht möglich. Denn möglicherweise würden sie sich von vielen der krankhaften Verhaltensweisen abgrenzen, welche sie - eventuell - bereits integriert oder genetisch mitbekommen haben, und würden sogar ihre eigene Identität frei entwickeln können, nicht aber können sie dieses, wenn sie einem krankhaften oder wahnhaften Einflussnehmer direkt ausgesetzt sind.

Was Stalker gerade an Kindern anrichten können ist keine amüsante Sache. Es reicht schon was sie mit einem ansonsten stabilen Erwachsenen machen können.

Das Problem besteht vielmehr darin, dass man sich auch in der Partnerwahl mal täuschen kann, was nicht schwierig ist wenn Partner auf Brautschau lediglich faken was sie gar nicht sind, und die Gesellschaft, das soziale Umfeld, einen dann auf Biegen und Brechen in die Lebensform der Partnerschaft "bis dass der Tod oder das Erwachsensein der Kinder uns scheidet", zwingen will.

Hier sind die Ansätze zu finden was wirklich verändert werden muss.

LG
Christiane

Fehlende Impulskontrolle / Persönlichkeitsstörung

manfred70 ist offline
Beiträge: 182
Seit: 30.09.08
Hier sind bereits die meisten Symptome genannt worden, die ich in unserer Hausgemeinschaft (Großeltern - ich Opa // Tochter: geschieden / Enkelsohn aus dieser Ehe // Partner mit überdeutlichen Borderlinesymptomen / Enkelin aus dieser Partnerschaft) miterleben musste. Das für mich wesentliche ist:
- ein überdurchschnittliches Geschick, sich zuerst - später nur nach außen - gut darzustellen und für diesen Imageaufbau sogar lange Zeit (mehrere Jahre ohne deutliche Anzeichen einer Abnormität) Geduld aufzubringen und hart dafür zu arbeiten (hier gab es bei ihm Vorerfahrung, wie wir später erfahren haben, in einer bereits vorher gescheiterten Partnerschaft mit Stalking und Polizei)
- wenn dies verfangen hat, bringt er nach und nach alles unter seine Kontrolle. Bei allen Entscheidungen - auch solchen, die noch gar nicht entschieden werden müssen - ist er allen zeitlich voraus. Dabei findet er sehr schnell Schwachstellen seiner (Gesprächs-) Partner heraus und hat schnell Argumente zur Hand, die scheinbar so vernünftig sind, dass man sich darauf einlassen kann
- die unerklärliche Fähigkeit, erwachsene Menschen zu manipulieren - lange bevor die es selbst merken
- die Sucht, alles zu kontrollieren, führt zum Durchstöbern fremder Intimbereiche, aber auch zur der mehr und mehr gefestigten Geflogenheit, die Finanzplanung der jungen Familie zu bestimmen (später fehlten sehr große Geldbeträge)
- ein eigenes Kind zum ungünstigsten Zeitpunkt zur Festigung seiner Stellung zu „erpressen“
- Schmarotzertum pekuniär und arbeitsmäßig mit einem „Überhang“ an Faulheit ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der Partnerin
- Geheimniskrämerei und Abgrenzung bis zur Zerstörung aller Verwandt- und Bekanntschaftsverhältnisse
- ein Drang, Zeiten von Ruhe und geordneten Verhältnissen, mittels angezettelter Streitfälle mit brutalen Wutausbrüchen zu unterbrechen - wobei anhand bestimmter Verhaltensweisen das Bevorstehen eines solchen Ausbruches durchaus Tage vorher abzusehen ist (nur Minuten später versucht er mit den Leuten, die er gerade zutiefst geschockt hat, normalen Umgang zu pflegen!)
- Rücksichtslosigkeit auch gegen die eigene körperliche Unversehrtheit bei Wutausbrüchen
- .... ich will und kann die Liste hier nicht komplettieren, aber
es ist wichtig, dass man eine Trennung gut bedenkt! Wir alle in unserer Hausgemeinschaft halten sie für unumgänglich, wenn man nicht selbst als psychisch zerstörtes Wrack enden möchte. Ein großes Hindernis sind die zivilen Rechte dieser Väter auf ihre leiblichen Kinder. Diese Rechte, die nun auch noch vom Europäischen Gerichtshof gestärkt worden sind, untergraben die besten Absichten der Mutter, das Kind normal aufwachsen zu lassen und zu erziehen. Ob nun Sorge- oder Umgangsrecht: nach unserer Erfahrung ist der Kontakt zu einem solchen Vater ein Riesennachteil für die psychische Entwicklung des Kindes. Indem gerichtlicherseits die ausdrückliche Auflage unter Androhung von Zwangsmaßnahmen besteht, den Vater niemals schlecht zu machen, war es uns nicht möglich, offen mit dem Kind über den Vater zu sprechen. Nun müssen wir erleben, dass unsere Enkeltochter in seine Fußtapfen tritt! Das Thema Vater ist für sie tabu. Wir erlebten/erleben es täglich, wie das Kind taktieren und verheimlichen gelernt hat. (Ob nun genetisch vorbelastet oder nicht: es war nicht nötig, dem Kind eine solche Persönlichkeitsstörung vorleben zu lassen!)
Für alle Entscheidungen, die man vielleicht gerichtlich zu klären gedenkt, steht das Familiegericht nicht auf Seiten der Mutter und des Kindes (!!!) Wir hatten in einem eigens miteingereichten Schriftsatz die Richter(innen) auf den Zweifel an der Erziehungsfähigkeit des Vaters hinweisen wollen. Dies brachte uns die Aufforderung ein, wir mögen „zur Sachlichkeit“ zurückkehren. Dafür hat der Vater, indem er seinen Anwalt reden ließ, ein äußerst integres Image als liebender Vater zur Schau gestellt - die Mutter dagegen, in ihrer tiefen Niedergeschlagenheit, eher das einer mit dem Kind überforderten Alleinerziehenden. In den so erwirkten Umgangsgelegenheiten hat der Vater in den ersten 2 Jahren das Kind als Werkzeug benutzt, der Mutter immer wieder Zugeständnisse abzupressen, Termine nicht einzuhalten, weite Reisen mit dem Kind ohne Wissen der Mutter zu machen und nicht zum Termin zurückzubringen u.dgl.

Leider habe ich keinen Vorschlag, wie man aus dieser Klemme kommt. Die große Schwierigkeit besteht in der fehlenden Möglichkeit, diese Persönlichkeitsstörung rechtskräftig bescheinigt zu bekommen, wenn derjenige zu einer psychiatrischen Begutachtung nicht bereit ist. Und das sind die Betroffenen in aller Regel nicht. Aber genau an dieser Stelle müsste Kinder- und Jugendschutz beginnen!

Zum Schluss Bücher zur Empfehlung:
Szomoru, S: borderline brach herz
Manuela Rösel: Mit zerbrochenen Flügeln: Kinder in Borderline-Beziehungen
Letztere drückt sich um eine gesellschaftliche Stellungnahme der juristischen Realität herum, ist aber als einziges Buch, welches Kinderschicksale in diesem Konsens beschreibt, sehr wichtig!

Aus tiefster Seele alles Gute für Dich, liebe Dalasa und Deine Kinder!

Gruß Manfred


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