Ferritin1100

30.11.09 16:32 #1
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Abendflieger ist offline
Beiträge: 59
Seit: 30.11.09
Hallo,
Bei der letzten Generaluntersuchung wurde erstmals auch der Ferritinwert untersucht. Dieser ist sehr hoch: über 1100!!!; dieser Wert wurde duch eine zweite Untersuchung bestätigt. Alle anderen Blutwerte sind o.k. auch der Transferrin-Wert. Eine Hämachromatose wurde ausgeschlossen. Eine Magenspiegelung (der Magen ist schon lange mein Problem) brachte kein neuen Erkenntnisse. Das Ruhe-EKG und auch das Belastungs-EKG sind o.k.
Nun meine Frage und auch Bitte: weiss jemand im Forum etwas über diesen hohen Wert (außer den allgemeinen wie Hinweis auf Entzündungen oder Tumoren) und welche weiteren Untersuchungsmethoden oder Tests gibt es noch außer einer PET- Untersuchung?

Auf eure Antworten bin ich sehr gespannt?

Abendflieger

Ferritin1100

Augenlicht ist offline
Beiträge: 300
Seit: 16.11.09
Hallo Abendflieger,

selber habe ich leider keine eigene Erfahrung mit dem Eisen im Blut..was ich aber weiss, ist, dass Leber, Milz und Knochenmark dafür verantwortlich sind.

D.h. ich sollte wohl etwas für Leber und Milz via die Ernährung machen.
Ergo, weniger Saures und weniger Süsses (Zucker) essen.
Dann sollte sich der Magen auch erholen.

schönen Gruss
"Augenlicht"

Ferritin1100

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Abendflieger, willkommen im Forum

Prima, dass da gleich an eine mögliche Hämochromatose gedacht wurde.
Wie wurde diese ausgeschlossen? Transferrinsättigung bestimmt? Gentest?
Alle Werte absolut ok? (CRP, Hämoglobin, Hämatokrit, Leukozyten, Leberwerte...)
Falls du die Werte hast, kannst du sie hier posten, wenn du magst (inkl. Referenzwerten).
Eisenüberladung: Eisentherapie, mehrere Bluttransfusionen, erbliche Eisenüberladung (Hämochromatose; Anmerkung: im Anfangsstadium noch normal aber Eisen und Transferrinsättigung bereits erhöht), selten bei der erblichen Atransferrrinämie (Fehlen des Eisentransportproteins Transferrin)
Eine Blutarmut (Anämie), die nicht durch Eisenmangel verursacht ist, kann zu einer Ferritinerhöhung führen
Lebererkrankungen (z.B. Leberzirrhose)
Infektionen und Entzündungen, auch Rheuma
Tumoren und Leukämien
Erythropoietintherapie (EPO) führt zu Ferritinerhöhungen auch wenn dabei ein Eisenmangel besteht. Andere Laborwerte müssen bei einer solchen Therapie den Eisenmangel überprüfen (Transferrinrezeptoren, Transferrinsättigung, Anteil kleiner roter Blutkörperchen).
Ferritin - Übersicht
Du hattest keine Bluttransfusionen und hast auch kein Eisenpräparat eingenommen?

Liebe Grüsse
pita

Ferritin1100

Abendflieger ist offline
Themenstarter Beiträge: 59
Seit: 30.11.09
Zitat von pita Beitrag anzeigen
Hallo Abendflieger, willkommen im Forum

Prima, dass da gleich an eine mögliche Hämochromatose gedacht wurde.
Wie wurde diese ausgeschlossen? Transferrinsättigung bestimmt? Gentest?
Alle Werte absolut ok? (CRP, Hämoglobin, Hämatokrit, Leukozyten, Leberwerte...)
Falls du die Werte hast, kannst du sie hier posten, wenn du magst (inkl. Referenzwerten).

Du hattest keine Bluttransfusionen und hast auch kein Eisenpräparat eingenommen?

Liebe Grüsse
pita
Hallo Pita
Bin noch neu hier und nochnnicht mit allen Tricks bekannt.
Erstmals vielen Dank für Deine Antwort.
Zur Info: ich selbst bin Zahnarzt und habe deshalb gewisse Einblicke in die Materie. Komischerweise sind alle Blutwerte, auch CRP o.K.; eine Hämochromatose via Gentest ausgeschlossen. Es sind auch noch keinerlei Eisenablagerungen in den Organen oder Herzmuskel erkennbar. Vor zwei Jahren wurde eine Darmspiegelung gemacht. Ohne krankhaften Befund und dort kann sich so schnell nichts entwickeln. Von der eben durchgeführten Magenuntersuchung habe ich noch kein Ergebnis; aber auch dort grob visuell nichts zu sehen. Wahrscheinlich komme ich nur über eine PET-Untersduchung weiter..oder hast Du noch andere Ideen??

Liebe Grüße : Abendflieger

Ferritin1100

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Guten Morgen Abendflieger,

warum machst Du Dir Gedanken über Ferritin von 1100 ? Das ist noch keine Eisenüberladung.Nimmst Du erhöhte Vitamin C Mengen zu Dir ?
Wurde der Hipcidinspiegel [reguliert den Eisenspiegel] und der lösliche Transferrinrezeptor [sorgt für die Eisenaufnahme] bestimmt ?
Es können Transport-und Verwertungsstörungen vorliegen.

vG Peter

Ferritin1100

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
@knutpeter:
Wann fängt denn deines Erachtens eine Eisenüberladung an?
Ab Ferritinwerten über 1000µg/l muss man von einer relevanten Körpereisenüberladung ausgehen und dementsprechend sind potentielle Organschädigungen möglich. Demnach sollten Organe wie z.B. Leber, Herz getestet und kontrolliert werden.

Die Höhe des Ferritins im Blut widerspiegelt das Ausmass der Eisenspeicherung im Gewebe. Anzumerken ist jedoch, dass das Ferritin auch unabhängig von der Eisenlast bei Erkrankungen, die mit einer Entzündung (z.B. Grippe) einhergehen, erhöht sein kann. Ebenso können generell Lebererkrankungen zu einem erhöhten Ferritin führen. Bei der Interpretation der Ferritinwerte sollten demnach Entzündungs- wie Leberwerte im Blut beachtet werden. Somit gibt es einige Erkrankungen die mit erhöhten Ferritinwerten aber keiner Eisenüberladung einhergehen und somit keine Hämochromatose darstellen.
Hämochromatose - häufig gestellte Fragen
@Abendflieger:
- Entzündung scheint bei normalem CRP als Grund für erhöhtes Ferritin ja ausgeschlossen.
- Transferrinsättigung ist absolut normal?
- Auch Rheuma wird als mögliche Ursache einer Erhöhung angegeben.
- Keine Bluttransfusionen, Eisenpräparate, EPO, VitC-Hochdosis?

Zum Gentest: es scheint zwei Varianten zu geben.
Direkte Sequenzierung ausgewählter Gen-Abschnitte:
Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen nur in der aufgewählten Region entdeckt.

Fragmentanalyse:
Nur die bestimmte Mutation, auf welche der Test ausgerichtet ist wird entdeckt. Alle anderen möglicherweise bedeutsamen genetischen Veränderungen bleiben verborgen.
Molekulargenetische Untersuchung (Gentest): Hämochromatosegen (HFE)
Liebe Grüsse
pita

Geändert von pita (02.12.09 um 13:05 Uhr)

Ferritin1100

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo pita,

Da bei Abendflieger keine Hämochromatose festgestellt wurde kann, nach meiner Meinung, auch die Diagnostik dieser Krankeit zur Ferritinbeurteilung nicht herangezogen werden. Zumal auch dort über die Ferritinhöhe sehr kontrovers diskutiert wird und auch immer unter dem Geschtspunkt einer weiteren Steigerung.

vG Peter

Ferritin1100

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Peter

Wie meinst du das mit der "weiteren Steigerung"?

Hier noch ein Link zum Thema Sekundäre Eisenüberladung.

Liebe Grüsse
pita

Ferritin1100

Susi forte ist offline
Beiträge: 356
Seit: 17.10.09
Hallo Abendflieger !

Mir kommt da ein Einfall, wo ich die anderen Beiträge dazu gelesen habe :
Es ist von Lebererkrankungen die Rede.
Also ein Problem eines Entgiftungsorgans.

Da stellt sich mir die Frage, ob du mit chemischen Substanzen in Berührung gekommen bist, die du nicht verarbeiten kannst.

Ist zwar etwas einfach gedacht; aber das ist ja auch nicht immer das Verkehrteste.

Arbeitest du mit Amalgam ?
Oder wurden mal Tests gemacht, ob du auf irgendetwas allergisch reagierst, womit du arbeitest ?

Quecksilber z.B. aus Amalgam lagert sich ja auch gern im Verdauungstrakt ab. Also wenn du da Probleme hast, wäre es evtl. mal wert, das auszutesten.

Lg, Susi

Ferritin1100

Abendflieger ist offline
Themenstarter Beiträge: 59
Seit: 30.11.09
Hallo Susi,
vielen Dank für Deinen Hinweis; habe selbst schon daran gedacht, weil ich Zahnarzt bin, bisherige Untersuchungen waren allerdings negativ.

Liebe Grüße: Abendflieger


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